Der Glaube versetzt Berge

Das «Komitee für den Aufschwung» will mit Hilfe von Publicis die Konsumentenstimmung verbessern

Das «Komitee für den Aufschwung» will mit Hilfe von Publicis die Konsumentenstimmung verbessernVon Simone KellerDas Wirtschaftsklima zeigt sich düster. Und anders als beim Wetter ist kein Ende des Tiefs in Sicht. Mit einer von Publicis konzipierten Plakatkampagne will das «Komitee für den Aufschwung» Konsumenten ermutigen, Geld auszugeben.
Der Zusammenbruch von Enron, WorldCom oder Swissair, stürzende Aktienpreise, Entlassungen und Kürzung der Pensionskassenbeiträge, sind nur einige der dunklen Wolken, die den Wirtschaftshimmel über der Schweiz verdunkeln. Aus Angst, was noch kommen könnte, legen Herr und Frau Schweizer ihr Geld lieber auf die Seite, statt zu konsumieren und investieren. Damit versetzen sie der helvetischen Ökonomie einen weiteren Lanzenstoss, denn der private Konsum ist einer der wichtigsten Konjunkturpfeiler.
Dass ihr Beitrag wichtig ist, wird den Konsumenten seit vergangenem Freitag vom «Komitee für den Aufschwung» auf diversen APG-Plakatstellen vorgeführt. Hinter der Organisation stehen Meinungsträger aus Politik, Wirtschaft, Kultur, Sport und Medien, die sich die Verbesserung des Konsumklimas auf die Fahne geschrieben haben. Federführend in der Konzeption der B12- und 12-Quadratmeter-Plakate ist die Zürcher Agentur Publicis, die neben APG und PiAr Mitinitiantin von Komitee und Kampagne war. Basierend auf den «Liebe ist…»-Sujets der 1997 verstorbenen Neuseeländerin Kim Casali zeigen die Kreativen, was Aufschwung ist und wie jeder Einzelne dazu beitragen kann. So zum Beispiel, indem man etwas Neues wagt, an die Zukunft glaubt oder nicht schwarz sieht.
Dass sich Werbeagenturen für ein gutes Konsumklima einsetzen, ist verständlich: Werbebudgets fallen in der Regel als Erste der Rezessionsschere zum Opfer. Auch wenn sich der volkswirtschaftliche Erfolg dieser Auftritte nicht nachweisen lässt, haben sie zumindest kreative Spuren hinterlassen.
Unvergessen bleibt zum Beispiel der Slogan «Aufschwung beginnt im Kopf», der 1993 von Bootz & Grolimund der hartnäckig andauernden Rezession entgegengesetzt wurde. Nach dem 11. September lancierte McCann-Erickson in Eigenregie die Initiative «I love shopping – I hate terrorism» und auch Euro RSCG Switzerland leistet zurzeit mit dem Anzeigensujet «Denk +» ihren Beitrag zur Ankurbelung des Konsums. Glücklicherweise ist die Hoffnung das Letzte, das stirbt – erst recht bei den Zwangsoptimisten.
AD-Rating

Aufschwung-Kampagne
War doch nicht so gut, die Schulbuchkampagne. Ist halt ein schwieriges Metier. Einfach wirds auch nicht sein, zum Konsumieren aufzurütteln. Oder doch? Klicks bitte auf www. werbewoche.ch/adrating
Klett- und Balmer-Kampagne
Top: 45,43%
Flop: 54,57%
Lob und Tadel der Ad-Raters zusammengefasst auf www.werbewoche .ch/adrating/comments

Etat-News: SFLB wird Swisscom-Agentur

Der Telekomkonzern Swisscom hat die neu gegründete Werbeagentur Spillmann Felser Leo Burnett (SFLB) in ihren Agency Pool aufgenommen.

Der Telekomkonzern Swisscom hat die neu gegründete Werbeagentur Spillmann Felser Leo Burnett (SFLB) in ihren Agency Pool aufgenommen.Etat-News SFLB wird Swisscom-Agentur Die Zusammenarbeit wird verschiedene Bereiche der Swisscom umfassen und in den nächsten Wochen beginnen, wie SFLB mitteilte. Erste Arbeiten würden voraussichtlich ab Anfang 2003 zu sehen sein. Im Agency Pool des Telekomkonzerns befinden sich weiterhin auch Publicis, Contexta, Euro RSCG und AY&R.
Simko bekommt Etat von 24 heures Die Genfer Werbeagentur Simko betreut neu den Werbeetat der Waadtländer Tageszeitung 24 heures. Bisheriger Etathalter war Italiques aus Lausanne. Die Aufgabe besteht laut Agenturchef Pedro Simko darin, den anstehenden Relaunch der Tageszeitung zu kommunizieren.
Bei Ikea folgt Ruf Lanz auf JVMDas schwedische Möbelhaus Ikea beendet die Zusammenarbeit mit der Zürcher Werbeagentur Jung von Matt/Limmat (JvM). Bereits im Mai hat Ikea den finnischen Etathalter Hasan & Partners mit einer TV-Kampagne beauftragt, die in Finnland, Belgien, den Niederlanden und der Schweiz eingesetzt werden soll. Es ist das erste Mal, dass Ikea nationale Budgets konsolidiert. JvM betreute den Etat seit 1998. Ganz will Ikea auf eine Schweizer Agentur aber nicht verzichten, hat das Unternehmen doch die Zürcher Agentur Ruf Lanz für die werbliche Ankündigung der Wiedereröffnung in Dietlikon ausgewählt.
Alex Schmid im Credit-Suisse-Team Die Dialogmarketingagentur Alex Schmid AG verstärkt das Team für den Kunden Credit Suisse mit Sven Rosemann und Carolin Kiefer. Mit dieser Personalergänzung reagiert Alex Schmid auf eine steigende Zahl von Aufträgen der Credit Suisse. «Waren wir bisher vor allem für das Schweizer Retail-Geschäft tätig, dürfen wir neu auch für Credit Suisse Private Banking arbeiten», erklärte Mitinhaber Ralf Doller.

«Das Tessin schauen wir uns frühestens nach dem Break-even an»

20-Minuten-Chef Rolf Bollmann zum Gratiszeitungsprojekt Quotidiano Indipendente

20-Minuten-Chef Rolf Bollmann zum Gratiszeitungsprojekt Quotidiano Indipendente«Das Tessin schauen wir uns frühestens nach dem Break-even an»
Von Markus Knöpfli
Eine weit gehend anonyme Investorengruppe, angeblich aus der Schweiz, will im Tessin eine Gratiszeitung à la 20 Minuten lancieren. Eine Firma namens Quotidiano Indipendente SA wurde im Juli gegründet. Die WerbeWoche fragte Rolf Bollmann, Geschäftsführer von 20 Minuten Schweiz, wie er das neue Projekt einschätzt.
Herr Bollmann, gehören 20 Minuten Schweiz oder deren Mutterhaus Schibsted auch zu den Investoren des Quotidiano Indipendente?
Rolf Bollmann: Mit grosser Sicherheit nicht. Ich bin zwar nicht Verwaltungsrat, aber als Geschäftsführer von 20 Minuten Schweiz wüsste ich das bestimmt.
Wurden 20 Minuten Schweiz oder Schibsted auch nicht als Investoren angefragt?
Bollmann: Meines Wissens nicht.
Ärgern Sie sich darüber, dass Ihnen nun offenbar jemand im Tessin zuvorkommt?
Bollmann: Nein. Wir sind in der Konsolidierungsphase und haben bisher nie an das Tessin gedacht.
Obwohl man dort auch etwas über die Landesgrenze hinaus machen könnte?
Bollmann: Möglich. Wir haben diesen Markt nicht evaluiert. Anders die 20-Minuten-Holding: Sie hatte lange ein Projekt in Mailand im Kopf, liess es dann aber auf Grund politischer und gewerkschaftlicher Blockaden fallen. Wenn das Projekt Mailand realisiert worden wäre, hätte ein Tessiner Projekt unter Umständen auch für uns Sinn gemacht. Aber da das Tessin für sich allein von allen Schweizer Sprachregionen den kleinsten Markt darstellt, schauen wir es uns frühestens nach dem Break-even von 20 Minuten Zürich-Bern-Basel an.
Wie steht es um den ursprünglich auf Ende 2002 veranschlagten Break-even?
Bollmann: Den Break-even haben wir auf Ende 2003 verschieben müssen. Wenn selbst hoch bezahlte Konjunkturforscher-Gurus mit ihren Prognosen immer wieder daneben liegen, habe auch ich das Recht, meine Prognosen der schlechten Wirtschaftslage anzupassen. Und es ist wohl nachvollziehbar, dass wir derzeit nicht genau auf Businessplan-Kurs sind. Denn auch wir leiden unter dem schlechten Werbeumfeld, das Seitenvolumen ging in den ersten sieben Monaten um 4 Prozent zurück. Beim Rubrikenvolumen (vor allem Stellen) gab es sogar ein Loch von minus 59,8 Prozent, das wir aber mit Mehrvolumen bei den kommerziellen Inseraten fast ausgeglichen haben. Entscheidend ist aber, was wertmässig passiert. Im Gegensatz zu den grossen Tageszeitungen, die wertmässig etwa 20 bis 30 Prozent eingebüsst haben, kommt 20 Minuten Schweiz in den ersten sieben Monaten dieses Jahres auf ein Werbeumsatzplus von 12 Prozent, budgetiert war allerdings ein höheres Plus.
Zurück zum Tessiner Projekt, von dem folgende Eckwerte bekannt sind: Ein Aktienkapital von drei Millionen Franken, Start am 2. September mit 36 Seiten Umfang, Druck in Mailand, Verteilboxen-System, möglicherweise Lega-Nationalrat Flavio Maspoli als Chefredaktor. Wie schätzen Sie das Projekt ein?
Bollmann: Das ist schwer zu sagen, da nicht einmal Auflage, Erscheinungsweise und Verteilgebiet bekannt sind. Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass man mit drei Millionen Franken ein solches Produkt etablieren kann. Die grossen Kostenblöcke sind Druck und Papier, dann der Vertrieb und schliesslich Personal und Marketing. Bei uns macht dies je fast einen Drittel aus. Die Frage ist zudem, ob der Quotidiano seine Boxen auf städtischem Gebiet aufstellen oder einen Vertrag mit den SBB abschliessen wird, was teurer wäre. Wenn tatsächlich etwas Ähnliches entsteht wie 20 Minuten, frage ich mich, ob das Potenzial an jungen Lesern genügend gross ist. Wohl gibt es Touristen, doch die nützen nichts, weil sie bei den Leserzahlen nicht erfasst werden.
Können Sie sich vorstellen, dereinst mit dem Quotidiano Indipendente zusammenzuarbeiten, etwa im Anzeigenmarkt?
Bollmann: Absolut, vorausgesetzt, dass der Quotidiano redaktionell auf dem gleichen Niveau sein wird wie wir. Zudem müsste er von der Zielgruppenstrategie, der Architektur und Erscheinungsweise her zu uns passen. Sollte er aber Richtung Gratisanzeiger abdriften, käme für mich eine Kooperation nicht in Frage.
Wird sich 20 Minuten Schweiz am Quotidiano beteiligen?
Bollmann: Das müssen Sie meinen Verwaltungsrat fragen. Für mich hat die Konsolidierung im Goldenen Dreieck nun wirklich oberste Priorität.
Wir haben bisher vom Tessin gesprochen, näher liegend wäre aber ein 20 Minuten in der Westschweiz. Wann ist es dort so weit?
Bollmann: Diese Gedanken tauchen natürlich immer wieder auf, ab und zu werden wir auch von Werbeauftraggebern angefragt. Nur schon wegen der Marktgrösse wäre das Gebiet interessanter als das Tessin. Möglich wäre eine Kooperation im Anzeigenmarkt, weshalb wir schon mit Le Matin Gespräche geführt haben. Doch diese sind eingefroren. Das liegt wohl daran, dass man bei Edipresse oder bei Publicitas Léman 20 Minuten noch immer nicht recht einordnen kann. Ich bin aber überzeugt, dass 20 Minuten und Le Matin von der Leserstruktur und vom Format her recht gut in ein Kombi passen würden.
Wer steckt hinter dem Quotidiano?

Die Quotidiano Indipendente SA (QI) wurde am 18. Juli 2002 gegründet. Einziger QI-Verwaltungsrat (VR) ist Carlo Riva, der gemäss Tessiner Zeitungen die Identität der Investoren nicht preisgeben will. Dass die deutsche Thermoselect SA, die Kehrichtverbrennungsanlagen baut, dazu gehören könnte, wurde von einer Firmensprecherin gegenüber der SDA dementiert. Allerdings arbeitet die QI in einem Thermoselect-Gebäude, und Carlo Riva sitzt auch im VR der Thermoselect. Bis Redaktionsschluss war er aber für die WerbeWoche nicht erreichbar.

Werber’s Sommerfrische

Von Beat Fritsch

Von Beat FritschDen Auftakt zur Eventserie im Sommer, der noch kein richtiger geworden ist, machte die Idée-VfW mit dem erstmals stattfindenden Idée-Filmevent. Zusammen mit dem Tonstudio NJP von Leos Gerteis lancierte man ein neues Angebot für Idée-Mitglieder. Aus einer Auswahl von drei Streifen wurde ein Wunschfilm gewählt, der dann im Tonstudio in Küsnacht vorgeführt wurde. Die Wahl fiel auf den Musicalreisser «Moulin Rouge».Bei angenehmsten Temperaturen genoss man im NJP-Garten einen Apéro mit feinen Häppchen und portugiesischen Spitzenweinen vom Cateringservice BG Bongusto, der zusammen mit der Tessiner Wochenzeitschrift Ticino 7 und Gastgeber NJP als Sponsoren den Anlass ermöglichte. Beim Apéro gab der Musiker und Komponist Gino Todesco sein Repertoire bekannter Filmmelodien auf dem Piano zum Besten, wobei sich Gastgeber und Gäste geistig auf Tonstudio-Präsentation und Filmvorführung einstimmten. Zum Abschluss des Filmabends wurde ein Schlummertrunk serviert, untermalt von einer spontanen Gesangseinlage der Sängerin Susan Orus, begleitet von Tastenkünstler Gino.
Alle Monate wieder heisst
es auch Kult-Vernissage! Seit neuestem findet die Lancierung des Szenemagazins in der «Kaufleuten»-Lounge statt, und hat seit dem Ortswechsel – früher pflegte man im «Roxy» ausgelassene Partys zu feiern – nicht mehr den Charakter einer rauschenden Ballnacht, sondern einer gepflegten Apéro-Séance. Wenn Rainer Kuhn und Gäste jeweils die Premiere der neuesten Ausgabe zelebrieren, steht immer noch einiges an Promis auf dem Parkett. Das Heft hat ein einschneidendes Facelifting hinter sich: Viele neue und interessante Gefässe anstelle der altbekannten In-Magazin-Journaille.
Mit von der Kult-Partie waren unter anderen Florian Biafori und Sandro Proietto, Inhaber von Mediabox Print, die den Inserateplatz im Kult vermarkten. Geschäftsführer bei Mediabox Print ist neu Christian Sager, der sich die Kult-Vernissage ebenso wenig entgehen liess wie Nicole Yap. Die Ehre gaben sich zudem die K&K-Kult-Autoren Frank Bodin (Kreativ) und Midi Gottet (Komik), AD Grischa Rubinick und Agenturinhaber Remy Fabrikant.
Ebenfalls noch bei schönstem Wetter ging die Eröffnungsnacht des Orange-Kino-am-See über die Leinwand. Wie immer gaben sich nicht nur Film-, sondern auch viele Werbefreaks ein Stelldichein. Einmal mehr haben die Mitarbeiter um die Cinerent-Verantwortlichen Peter Hürlimann und Daniel Höltschi ganze Arbeit geleistet. Nicht zu vergessen die Namensponsoren von Orange, allen voran Eventmanager Philip Kramer, Pressesprecherin Therese Wenger und Marketingleiter Giuseppe Bonina. Man sollte nicht vergessen: Was in Zürich zu sehen ist, ist nur ein Fünftel des Ganzen. Es stehen noch vier weitere Orange-Open-Air-Kinos in Basel, Bern, Genf und Lausanne.
An der Premierenfeier ganz gut im Schuss war die Delegation von Kinovermarkter RMB, die vor dem Film in der nahen In-Kneipe «Tres Kilos» getafelt hatte. Dabei soll unter anderem der eine oder andere Liter Margarita den Weg durch die Kehlen gefunden haben. Was aber die eingeschworenen Filmfans nicht weiter aus der Ruhe, sondern allenfalls leicht aus dem Gleichgewicht brachte.
Bei so vielen Events während der Sommerfrische wollte die IP Multimedia ebenso wenig hintenanstehen. Sie veranstaltete, ebenfalls in der «Kaufleuten»-Lounge, einen RTL-2-Talk mit IPM-Chef Michi Frank, Josef Andorfer, Geschäftsleiter von RTL 2, und Hitradio-Z-Marketingleiter Mike Gut. Anschliessend stand ein Konzert mit den Popbands «Bro’Sis», «No Angels» und «Tears» auf dem Programm. Gut fünfhundert Namen waren auf der Gästeliste zu finden, darunter einiges an Werbe- und Mediaprominenz.
Auch bei der Orange-Night im Kino am See kommt wie schon bei der Premiere einiges an Werbern zusammen. Und einmal mehr hatten wenigstens die Kinofans Glück. Der Event fand am bisher einzigen regenfreien Tag seit dem 1. August statt. Und für einmal war die am häufigsten gestellte Frage nicht «Wie gehts?», sondern «Weiss jemand, welcher Film gezeigt wird?». Es war der Thriller «Insomnia» mit Al Pacino und Robin Williams (ungewohnterweise als Oberbösewicht) in den Hauptrollen.
Auch nach der Aufführung war für Stimmung gesorgt. Dem Überraschungsfilm folgt jeweils eine Riesenparty im «Lakeside Zürichhorn», heuer grosszügigerweise gesponsert von Nokia. Übrigens gibts mehrere Möglichkeiten, die Orange-Night zu geniessen. Einige reservieren sich bei der Türöffnung sofort einen Sitzplatz und werden erst auf Filmbeginn hin wieder gesehen. Andere lassen sich keine Sekunde entgehen und verlassen das Kino am See gar nicht mehr. Weitere besuchen nur den Apéro und verziehen sich nach Filmstart in ein nettes Restaurant, um sich anschliessend mit gut gefülltem Magen der Party im Lakeside hinzugeben. Das Shortlistteam wählte die letzte Variante, um es sich im «Ristorante Italiano Heimelig» so richtig gut gehen zu lassen. Nicht ohne Grund, denn in den Sommermonaten und an Wochenenden pflegt dort WerbeWoche-Textchef Carlo Bernasconi aushilfsweise die italienische Küche. Was sich an diesem Abend auch Euro-RSCG-Chef Frank Bodin oder Mediaxis-Inhaber Peter Hofstetter nicht entgehen liessen.
Einen Ausflug über die Zürcher Grenzen hinaus bescherte uns die Einladung der Aarauer Werbeagentur Renzen & Partner. Inhaber Frédéric Renzen und seine Crew bitten jeweils Kunden und Freunde zum «Heitere Open-Air». Schon seit über zehn Jahren richten die Zofinger ein Freiluft-Musikspektakel aus, das von Renzen & Partner beworben wird. Eins, das für ein so genannt «kleineres» Open-Air mit einem beachtlichen Line-up von Stars aufwarten kann. Schon am Freitag stand neben «Züri West» und «Fettes Brot» Sänger Joe Cocker auf der Bühne. Einer, der schon bei der Mutter aller Open-Airs in Woodstock vor über dreissig Jahren dabei war. Und die Massen dazumal wie heute begeisterte. Das Prädikat «mangelhaft» ging einmal mehr ans Wetter. Auf dem Zofinger Hausberg, dem Heitere, zeigte sich dieses von der düsteren Seite.
Ebenfalls wenig Wetterglück war der Agentur Lowe Direct für ihre Geburtstagsparty in der Seebadi Enge beschieden. Wenigstens hatte man ein Dach über dem Kopf, es war windstill, und brasilianische Rhythmen sorgten dafür, dass einem zumindest ums Herz warm wurde.
Die Street-Parade als letzte Veranstaltung während der Sommerpause verbringen geladene Gäste jeweils im «Baur au Lac» mit direktem Ausblick vom schönen Garten auf den Zug der Techno-Jüngerinnen und -Jünger. Bleibt zu hoffen, dass mit dem Ende der Sommerpause auch das Ende der Regenzeit gekommen sei. Wie auch immer, der Viva-Swizz-Event zur Street-Parade war «the place to be». Der Mix aus obergepflegtem Ambiente in und verrucht-verrücktem Herumgetanze vor der Nobelherberge hats schwer in sich. Und weil das Wetter dieses Jahr so absolut grauslig war, durfte man sich sogar im Inneren des schönen Hotels vergnügen. Für die Gäste von Viva-Swizz und deren Vermarkterin Radiotele stand ein Saal zur Verfügung, in dem Suzanne Speich, Asta Baumöller, Bruno Oetterli und Hans-Peter Scholl ihre Leute im Trockenen zu Cüpli und Häppchen begrüssen konnten. Die Gäste dankten es den Viva-Swizz-Machern auch dieses Jahr mit zahlreichem Erscheinen, wobei sich allerdings nur die ganz Hartgesottenen für länger als
eine nasse Viertelstunde in den feuchten Outdoor-Bereich vorwagten.
Den Street-Parade-Ausklang genoss das Shortlist-Team an der Energy-Party im und ums Hallenstadion. Dort zieht unter anderem mit Schoscho Rufener ein in Werberkreisen kein Unbekannter die Fäden. Weils aber schlicht unmöglich war, unter den rund 23000 Raverinnen und Ravern im Hallenstadion bekannte Gesichter auszumachen, blieb die Bilderausbeute relativ bescheiden. Herausgestochen ist eigentlich nur Didier Liechti, Brand Promoter Parisienne bei B.A.T. Switzerland. Er verteilte stroboskopmässig leuchtende Handventilatoren fürs optisch-halluzinogene Erlebnis; was bei den ekstatisch-abgehobenen Besuchern der Energy riesig Anklang und darum reissenden Absatz fand.
Beat Fritsch

im Trockenen. Zum Glück für die Anwesenden hatte man bei der Einladung zur Street- Parade von Viva-Swizz und Radiotele ins «Baur au Lac» auch an einige regenfreie Ecken gedacht. Die Besucher dankten es. Was während der Sommerpause sonst noch passierte, kann in dieser Shortlist nachgelesen werden.
Wer sich in der Kommunikationsszene an den diversen Events und Partys trifft, orten wir an den zahlreichen Veranstaltungen der Branche. Haben Sie jetzt schon etwas Spannendes zu berichten? Greifen Sie zum Hörer (01 296 97 98) oder in die Tastatur ([email protected]). Für Veranstaltungstipps wie auch weitere Shortlistbilder: www.werbewoche.ch

Aufschub des Aufschwungs

Schweizer Medienhäuser erwarten ein Anziehen der Werbeausgaben frühestens auf Mitte 2003

Schweizer Medienhäuser erwarten ein Anziehen der Werbeausgaben frühestens auf Mitte 2003Von Daniel Schifferle Jetzt sind auch noch die Konsumentenstimmung und die Detailhandelsumsätze, die bisher krisenresistenten Indikatoren, auf Tiefpunkte abgesackt – zusätzlich zur Börsendepression. Die Schweizer Medienhäuser stellen sich auf eine verlängerte Durststrecke ein. Sollte ein erneuter markanter Taucher der Werbeausgaben folgen, geht es für viele an die Substanz.
Die schlechten Nachrichten reissen nicht ab. Jetzt versagen auch noch die Konsumenten, die bisher ihre gute Laune trotz serbelnden Wirtschaft behalten haben. Vergangene Woche wurden die Detailhandelsumsätze des Monats Juni bekannt. Sie liegen mit über vier Prozent im Minus, ein Jahr zuvor wurde noch ein Wachstum von über acht Prozent registriert. Auch der Index der Konsumentenstimmung ist auf ein 5-Jahres-Tief gesunken. Mit diesen Nachrichten wird der Hoffnung auf eine baldige Erholung zusätzlich Boden unter den Füssen weggezogen. Die Exponenten der Schweizer Medienhäuser machen sich keine Illusionen, dass eine weitere, mehr oder weniger lange Durststrecke bevorsteht.
«Zu viele Indikatoren zeigen nach unten», sagt Ueli Eckstein, stellvertretender Unternehmensleiter der AZ Mediengruppe. Dass der nächste Aufschwung sicher aufgeschoben ist, darüber sind sich die Medienhäuser einig. Bezüglich der Dauer der zusätzlichen Durststrecke gehen die Befürchtungen auseinander. «Ich nehme an, dass die schlechte Konjunkturlage nachhaltig sein wird. Erstaunen würde mich, wenn wir bereits 2003 irgendwo einen Aufschwung spürten», erklärt Südostschweiz-Chef Hanspeter Lebrument. Auch Ueli Eckstein ist «skeptisch, ob der Aufschwung im Jahr 2003 kommen wird.» Bei Ringier stellt man sich laut Martin Werfeli, Stellvertreter des CEO, darauf ein, «dass es in den kommenden 12 Monaten so weitergeht wie bisher.» Etwas optimistischer ist einzig Beat Meyer, CEO der Basler Mediengruppe. Er meint, der Aufschwung sei «um ein halbes Jahr hinausgeschoben».
Im Falle eines Double-Dip wird es für alle schwierig
Die krisenerprobten Schweizer Medienhäuser haben die Anpassungen an gesunkene Umsätze bereits vollzogen. Kein Unternehmen, das in den vergangenen Monaten nicht mehr oder weniger schmerzhafte Sparübungen durchgezogen hätte. «Was jetzt passiert, beurteile ich noch nicht als dramatisch. Solche Sparübungen habe ich in der Vergangenheit bereits x-mal durchgeführt», beruhigt Lebrument. Und auch Beat Meyer sieht noch nicht rot: «Wenn die Werbeausgaben auf dem aktuellen Niveau bleiben, sind keine weiteren Sparübungen nötig.»
Ob allerdings der Sinkflug der Werbeausgaben bereits ausgestanden ist, bleibt mehr als fraglich. Denn über der konjunkturellen Zukunft hängen weiterhin düstere Wolken. Neben dem erwähnten Absturz des Konsumentenvertrau-ens dürften auch die dramati-schen Abwärtsturbulenzen an der Börse mehr oder weniger starke Bremsspuren in der Konjunkturentwicklung hinterlassen. Darüber macht man sich in der Medienbranche keine Illusionen. «Alles ist verunsichert, deshalb wird jetzt gespart. Der Konsum wird sich ganz verhalten entwickeln», befürchtet Tamedia-Sprecher Peter Hartmeier.
Kommt es zum Double-Dip, wie in den USA befürchtet, wird es für die Medien dramatisch. Auch darin sind sich die Verlagsexponenten einig. «Im Rahmen der Sparübungen wurde gekürzt, was man guten Gewissens einsparen konnte – damit wurden auch gleichzeitig die Spielräume für weitere Kostensenkungen eingeschränkt», sagt Ralph Büchi, Verleger der HandelsZeitung. «Was aber jetzt noch kommen könnte, hätte womöglich für viele Unternehmen schmerzhafte Auswirkungen auf die Marktleistungen.» Auch Beat Meyer redet Klartext: «Sollten die Werbeausgaben nochmals ganz massiv rutschen – sagen wir um 10 bis 20 Prozent –, müssten wir uns grundsätzliche Gedanken machen über das Leistungsangebot der Basler Zeitung.»
Die aktuelle Krise könnte aber nicht nur die Produkte selber, sondern auch die Medienlandschaft an sich verändern, ist Hartmeier überzeugt. «Einzelne Titel werden verschwinden, andere fusioniert sein», befürchtet er. Gravierende Probleme sieht Hartmeier auf Regionalzeitungen mittlerer Grösse zukommen. «Sie sind wegen ihren Kostenblocks auf nationale Werbung angewiesen, die ihnen jetzt aber fehlt. Für diese mittelgrossen Titel wird es sehr eng werden.» Ein weiterer Trend, der sich in der Krise zuspitzt: Die Werbewirtschaft werde sich auf Titel konzentrieren, die klare Zielgruppen erreichten. «Deshalb ist es jetzt wichtig, entweder in einem bestimmten regionalen Gebiet, bei bestimmten Themen oder in einer bestimmten Zielgruppe die Nummer eins zu sein. Wer solche Medien hat, wird bereits vor dem allgemeinen Aufschwung profitieren», erklärt Hartmeier.
Preis- und Tariferhöhungen sind keine Option
Bliebe noch die Möglichkeit, zusätzliche Einnahmen via Preiserhöhungen bei den Inseraten oder bei Abos und Einzelverkauf zu generieren. «Alle sind ein bisschen ärmer geworden. Deshalb dürfte es schwierig sein, irgend-wo Preiserhöhungen durchzuziehen», erklärt Lebrument.
Man wird lernen müssen, mit den vorhandenen Mitteln zu leben. Dabei wird es nicht mehr nur um weitere Sparübungen gehen. «Alle Medienhäuser werden in den nächsten zwölf bis achtzehn Monaten über ihre Kostenblocks reden. Werden die Mittel am richtigen Ort eingesetzt? Machen wir die richtigen Produkte und die richtigen Inhalte? Wo können wir mit welchen Investitionen besser sein als die Konkurrenz?» – solche Themen werden laut Hartmeier jetzt diskutiert. So gesehen sei die aktuell schwierige Phase nicht nur negativ. «Sie zwingt zu überlegen, wie wir mit unseren Mitteln die Bedürfnisse der Lesenden besser befriedigen.»

Heavy Linus

Seine Meinung hat Gewicht, denn seine Feder ist gar spitz:

Seine Meinung hat Gewicht, denn seine Feder ist gar spitz:. Nachdem der Journalist Linus Reichlin nach sechs Jahren bei der Weltwoche wieder zu seinem früheren Brötchengeber Facts zurückgekehrt ist, sind dort glatt die Tragfüsse eines Plakatständers eingebrochen. Uff! 79 Kilo bringt der Schreiber auf die Waage. Ob er jetzt bei Facts weiterhin ein (ge)wichtiger Meinungsmacher sein darf oder abspecken muss – das ist eine Frage, auf die das Sujet noch keine klare Antwort gibt. Dieses wurde pikanterweise bei Reichlins früherem Arbeitgeber, der Weltwoche, geschaltet.Ecken als Werbeträger. Wie merkt ein 20-Minuten-Leser, dass er noch mehr Good News konsumieren könnte? Mit täuschend echt wirkenden «abgerissenen» Ecken auf den Seiten des Magazins von Good News, das im Pendlerblatt einmal pro Monat eingeheftet ist, macht der Show- und Konzertveranstalter darauf aufmerksam, dass die Monatsbeilage im 20 Minuten nur eine reduzierte Ausgabe des Good News Magazins ist. «Abonniere das Original.», wird auf der «abgerissenen» Ecke geworben. Dieses hat 48 Seiten und erscheint zehn Mal jährlich in einer Auflage von 40000 Exemplaren. Für Werber dürfte von Interesse sein, dass man im Magazin Good News nicht nur Inserate schalten, sondern mit dem beworbenen Produkt auch direkt vor Ort bei einem Event präsent sein kann.
Schön verzapfte Werbung. Die Werbung hat die Zapfhähne von Tanksäulen schon vor einiger Zeit als neuen Träger entdeckt. Die verfügbare Werbefläche ist allerdings klein. Die US-Firma DirectCast Network hat sich darum etwas Neues einfallen lassen: Nun bringen die Zapfhähne ihre Botschaften mündlich an. Wenn ein Autofahrer den Tank seines Wagens füllt, ertönt aus dem Hahn ein zwei- bis dreiminütiges Programm, das neben 15-Sekunden-Werbespots auch Quizfragen und Sportinformationen enthält, wie Advertising Age berichtete.
MCI Group übernimmt britische Event Management-Firma. Die Event Management-Firma Status, Petersfield, wurde zu 100 Prozent von MCI Group, Genf übernommen. MCI Group, die auch Niederlassungen in Zürich und Genf betreibt, ist eine der grössten europäischen Firmen im Bereich Event Communications. Nach der Übernahme rechnet MCI mit einem Umsatz von 60 Millionen Pfund im laufenden Jahr.
Echter Fan. Die Fussballmeisterschaft 2002/03 hat für den FC Zürich gut angefangen. Weil beim Stadtklub in dieser Saison neben vielen neuen Spielern auch ein neuer Ausrüster mit von der Partie ist, wirbt der FCZ jetzt mit Plakaten für seine neu entwickelte textile Fan-Kollektion. Als Model für die zwei Sujets haben die Kreativen von Hesskiss einen typischen FCZ-Fan aus der Südkurve gefunden. Edi zeigt auf zwei Plakaten die in einem stylischen Dunkelblau gehaltene FCZ-Regenjacke sowie das Cap und eine Badehose.
Ein Design-Preis für die Zeit. Die Berliner Hausagentur des Hamburger Wochenblatts Die Zeit, Scholz & Friends, schneidert aus der «liberalen Bettdecke» (Spiegel-Herausgeber Rudolf Augstein) einen Massanzug. Anlass für die nicht ganz knitterfreie Imagekampagne ist der Titel «World’s Best-Designed Newspaper», den Die Zeit – gemeinsam mit dem Londoner Independent on Sunday – von der amerikanischen «Society for News Design» verliehen bekommen hat.
Insolvenzverfahren gegen White Lion eröffnet. Gegen die Krefelder Agentur für ganzheitliches Marketing White Lion International ist das Insolvenzverfahren eröffnet worden. Als Grund für das Scheitern der Agentur nennt Gründer Thomas Huber die schwierige Marktsituation, den missglückten Börsengang im Jahr 2000 und eine Überstrapazierung der dünnen Kapitaldecke durch hohe Entwicklungskosten in das Marketingportal und einen Forderungsausfall im sechsstelligen Bereich. Die Beteiligungen von White Lion in Wiesbaden und in Zürich sind von der Insolvenz nicht betroffen.
Schwarze Meilen. Über den Wolken darf die Freiheit wohl grenzenlos sein. Mit dem Versprechen, dass ein persönliches Meilen-Konto in der Schweiz so diskret wie das berühmt-berüchtigte Bankkonto behandelt wird, wirbt die Swiss International Air Lines in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung Deutsche ab, die statt mit Lufthansa mit Swiss fliegen sollen. Die Werbung spielt an auf den Skandal der Abgeordneten, die ihre beruflich erworbenen Bonusmeilen für Privatflüge missbrauchten. «Das grösste Geheimnis in der Schweiz: Ihr persönliches Meilen-Konto.», heisst der Claim. Ein noch grösseres Geheimnis bleibt allerdings, wieso jemand, der nicht Abgeordneter ist, vom guten Service der Lufthansa ausgerechnet zu den salzigen Sandwiches von Swiss wechseln sollte.
Edi neu mit zwei Jurys. Die Jury für den Schweizer Auftrags- und Werbefilmpreis Edi ist bestimmt. Neu werden zwei verschiedene Gremien über die besten Auftragsfilme sowie die besten Spots entscheiden. Die beiden Jurys setzen sich je aus fünf Personen zusammen. Die Wahl der Jury erfolgt jeweils durch das Eidgenössische Departement des Innern auf Vorschlag des Vorstandes der Swiss Film and Video Producers SFVP für eine Amtszeit von einem Jahr. Die Jury kann wiedergewählt werden. Sie kann herausragende Werke sowie auch hervorragende Einzelleistungen mit einem Edi und einer Anerkennungsurkunde auszeichnen. Pro Kategorie wird mindestens eine Auszeichnung vergeben. Die Einsendefrist für den Edi 02-Wettbewerb läuft noch bis zum 28. August. In den völlig neuen Jurys Edi 2002 sind (in alphabetischer Reihenfolge):
Nescafe ist 12,8 Milliarden Dollar wert. Im zweiten Jahr in Folge hat BusinessWeek in Zusammenarbeit mit Interbrand das Interbrand Ranking der 100 wertvollsten Marken der Welt veröffentlicht. Auf Platz eins liegt nach wie vor Coca-Cola mit einem geschätzten Markenwert von 69,6 Milliarden Dollar. Dahinter folgen Microsoft (64,1 Milliarden) und IBM (51,2 Milliarden). Beste Schweizer Marke ist Nescafe auf Platz 22 (12,8 Milliarden). Nestlé liegt auf Rang 61, Rolex auf dem 69. Platz. Beim jährlich veröffentlichten Ranking beruhen die Markenwerte ausschliesslich auf öffentlich zugänglichen Informationen.
Schöne Bläschen für Patrioten. So wie die Löcher im Emmentaler echt schweizerisch sind, wollen es auch die Bläschen im Mineralwasser Henniez sein. Gerade rechtzeitig zum Nationalfeiertag machte die fast hundertjährige Mineralquelle auf ihre helvetischen Wurzeln aufmerksam. Mit ganzseitigen Anzeigen in der Tagespresse zeigt die Waadtländer Firma Flagge. Der von der Genfer Agentur Hermès Communication lancierte Claim «Still Swiss» im Schweizer Kreuz ist ein gezielter Seitenhieb auf die Konkurrenz aus dem Bündnerland, die kürzlich in amerikanische Hände übergegangen ist (siehe auch Seite 13). Vieles wird amerikanisch. Henniez bleibt gut schweizerisch.
Eiszeichen der Zeit. Zur Kultur der Luzerner Agentur Velvet gehört es, jedes Jahr eine gemeinsame Kreativwoche durchzuführen. In den Werbepausen sammelt die Belegschaft jeweils Material zur Realisation eines unabhängigen, für die Eigenwerbung bestimmten Instantmagazins. Während die schöpferische Auszeit der Luzerner Kreativen bisher an Schauplätzen im Ausland eingelegt worden war, nämlich in Havanna, Hongkong, New York und Piacenza, suchte man sich dieses Jahr den kältesten Ort der Schweiz dazu aus: La Brévine. Um mehr aus sich herauszuschöpfen, wollte man weniger exotischen äusseren Einflüssen ausgesetzt sein. «Wir waren stark auf uns zurückgeworfen», sagt Mitinhaber Peter Moser, der das Magazin als ein Bilddokument über «ein Niemandsland» bezeichnet, «das etwas Verwunschenes an sich hat.» Velvet führte die Kreativwoche, die jeweils auch zur «Chropfleerete dient, 2002 bereits zum fünften Mal durch.

News: Mailprofiler fÜr 20 Minuten

Das Zuger E-Mail-Marketing-Unternehmen Mailprofiler hat mit 20 Minuten einen neuen Kunden gewonnen.

Das Zuger E-Mail-Marketing-Unternehmen Mailprofiler hat mit 20 Minuten einen neuen Kunden gewonnen.News Mailprofiler fÜr 20 Minuten Die Schweizer Pendlerzeitung möchte die Technologie von Mailprofiler nutzen, um ihre Inserenten und Agenturen künftig einmal monatlich mit personalisierten News aus dem Sales-Bereich zu versorgen.
Tagesanzeiger.ch goes E-Commerce
Auf der Website des Tagesanzeigers kann nun auch eingekauft werden. Im Computer-Channel von Tagesanzeiger.ch werden neu Bücher, Software und Hardware angepriesen. Die deutlich als Werbung gekennzeichneten Angebote führen zum Online-shop des Kooperationspartners Inetconsult AG. Andere Themenkanäle sollen diesem Beispiel bald folgen.
Immostreet.ch ist neuer Bluewin-Partner
Die Immobilienplattform Immostreet.ch ist neuer Partner des Bluewin-Portals. Seit Anfang August sind über 17000 Angebote von ImmoStreet.ch für Bluewin-Nutzer direkt zugänglich. Zuvor hatte Bluewin mit der Tamedia-Plattform ImmoWinner kooperiert, an der das Unternehmen bis Ende Mai auch beteiligt war. Im Zuge der Integration ihrer Print- und Internetprodukte will Tamedia die Marke ImmoWinner aufgeben und Online-Immobilienanzeigen künftig direkt unter dem Dach von Tagesanzeiger.ch anbieten.

Auftritt im Grenzbereich

Pro Infirmis kämpft mit der neuen Plakatkampagne weiter gegen Vorurteile

Pro Infirmis kämpft mit der neuen Plakatkampagne weiter gegen VorurteileDer Schweizer Theaterregisseur Stefan Bachmann löste in Dänemark einen Skandal aus. Seine «Hamlet»-Inszenierung platzte, weil sich mehrere Schauspieler an Bachmanns theatralischem Grenzgang störten: Darin hätte Christina, eine 35-jährige, am Down-Syndrom leidende Frau, die Ophelia spielen sollen. Verschiedene Darsteller befürchteten, dass Christina zur Schau gestellt werde und ihre Integrität nicht zu schützen vermöge. Sowohl ihre Eltern als auch der Behindertenverband unterstützten das Experiment.Beim Blick auf die neue Imagekampagne von Pro Infirmis wähnt man sich in einem fortschrittlicheren Land. Hier treten sieben Mütter und Väter mit ihren behinderten Babys und Kleinkindern gegen die Diskriminierung im Alltag auf. Viel stärker als in der Vorgängerkampagne stellten sich die Verantwortlichen möglichen ethischen Bedenken. Seite 6

Finanzmedien im Börsencrash

Stocks und Moneycab sind trotz widrigem Umfeld überzeugt vom Überleben

Stocks und Moneycab sind trotz widrigem Umfeld überzeugt vom ÜberlebenVon Daniel Schifferle Wenn der Börse die Anleger davonlaufen, müssen die Finanzmedien um ihr Publikum bangen. Doch Stocks und Moneycab, die beiden Kinder des Börsenbooms, glauben trotz Börsencrash an ihre Zukunft.
Der Börsenhype hatte sie hervorgebracht, wird sie der Börsencrash wieder nehmen? Für Stocks und Moneycab, die beiden Kinder der Langzeithausse, hatte sich das Umfeld bereits mit der Lancierung radikal gewandelt.
Stocks war Anfang November 2000 gestartet – doch kaum war das neue Heft der Verlagsgruppe HandelsZeitung im Markt, war die Börsenparty auch schon vorbei. Trotz widrigen Umfelds sagte Herausgeber Ralph Büchi noch im April in der WerbeWoche: «Das Magazin steht felsenfest da.»
Jetzt, nachdem die Börse nochmals markant abgestürzt ist, sieht Büchi immer noch keinen Anlass, dieses Bekenntnis zu revidieren. «Was uns entscheidend hilft, ist der hohe Anteil vermögender Leute in der Schweiz, die trotz Baisse an der Börse investiert bleiben und weiterhin um Finanzinformationen nachsuchen. In diesem Publikumssegment haben wir auch die meisten Abonnenten», erklärt Büchi (siehe auch das unten stehende Interview). Im rabenschwarzen Börsenmonat Juli seien lediglich 200 bis 300 Aboabgänge zu verzeichnen gewesen. Tiefe Spuren hinterliess der Börsencrash hingegen beim Kioskverkauf. Büchi: «Im Moment setzt Stocks im Schnitt rund 1500 Exemplare pro Ausgabe am Kiosk ab, in normalen Zeiten würde diese Zahl bei 3000 bis 4000 Exemplaren liegen.»
Trotz der anhaltend schlechten Performance der internationalen Aktienmärkte sieht Büchi für Stocks keine Gefahr. «Wir betreiben Lean-Publishing, die operativen Verluste bei Stocks bewegen sich in sechsstelliger und nicht in siebenstelliger Grössenordnung. Das verschafft uns sehr gute Chancen, die getätigten Investitionen in guten Jahren rasch zurückzuverdienen.» Trotzdem wird die Zeit für den operativen Break-even, den man innert drei Jahren erreichen wollte, nun knapp, denn die Halbzeit auf dem Weg dorthin ist längst vorüber. Büchi bleibt mit Blick auf dieses Ziel trotzdem optimistisch: «Wird das zweite Halbjahr 2003 gut, werden wir operativ sehr schnell schwarze Zahlen schreiben.»
Auch für das im Frühjahr 2001 lancierte Internetangebot Moneycab war es bereits vor dem Börsencrash der vergangenen Wochen eng. Doch entgegen den Erwartungen führte die zusätzliche Verdüsterung an den Börsen nicht zu einem Publikumsverlust. «Wir verzeichnen keine negativen Auswirkungen», sagt Fredy Hämmerli, Geschäftsleiter von Moneycab. «Kurzfristig waren die Auswirkungen für uns sogar positiv. Wir hatten nie zuvor so viele Abrufe unserer Site wie zu jenem Zeitpunkt, als der Börsencrash am stärksten war.»
Auch für die Zukunft rechne er nicht mit negativen Auswirkungen auf Grund der geschwächten Börse. Moneycab sei in erster Linie ein Portal für Wirtschaftsinformationen und werde nicht primär von jenen genutzt, welche bloss Börsenkurse abrufen wollen. «Deshalb haben wir jetzt auch keine Abgänge bei unseren Nutzern», sagt Hämmerli.
Ebenfalls vom Börsenboom profitiert hatte die Finanz und Wirtschaft (FuW). Ihre Auflage war zwischen 1996 und 2000 um über dreissig Prozent oder gut 12000 Exemplare geklettert. Vorbei war die wilde Kletterpartie erst 2001. Nach Jahren des ungebrochenen Aufwärtstrends gingen jetzt gut 2500 Exemplare oder fünf Prozent der Auflage verloren.
Mit einem weiteren Abbröckeln rechnet Tamedia-Sprecher Peter Hartmeier jedoch nicht. «Die FuW ist nicht das Organ jener, die in letzter Minute auf den Börsenboom aufgesprungen sind. Sie ist die kritische und analysierende Zeitung für die langfristigen Börsianer – und die wissen sehr genau, dass die Börse mittel- und langfristig ein entscheidender Teil der Wirtschaft unseres Landes bleiben wird.» Aus diesem Grund werde der grösste Teil der Leserschaft der FuW auch in Zukunft die Treue halten, ist Hartmeier überzeugt.

News: ganzes jahr Radio Street Parade?

Radio Street Parade (RSP) will das Jahr über auf Sendung bleiben. Seit drei Jahren sendet RSP mit einer Kurzbewilligung jeweils vier Wochen vor dem Grossanlass in Zürich.

Radio Street Parade (RSP) will das Jahr über auf Sendung bleiben. Seit drei Jahren sendet RSP mit einer Kurzbewilligung jeweils vier Wochen vor dem Grossanlass in Zürich.News ganzes jahr Radio Street Parade? Im Fall eines Vollbetriebs will RSP eine Musikstation sein, die nicht nur House und Techno berücksichtigt. Laut Bakom läuft zurzeit eine Vernehmlassung zur Frage, ob Zürich ein weiteres, auf Jugendliche ausgerichtetes Radio erhalten soll.
Neues Schweizer Monatsmagazin auf Englisch Ab Dezember soll landesweit eine neue englischsprachige Zeitschrift erscheinen. Violet will sich monatlich der politischen und wirtschaftlichen Schweiz widmen. Hinter dem Projekt stehen die Gründer der Onlinezeitung Largeur .com, Pierre Grosjean und Gabriel Sigrist. Bis zur Rentabilität rechnet Sigrist mit einer Auflage von 35000 bis 40000 Exemplaren. Die Anfangsinvestitionen betragen 2 Millionen Franken und werden von Banken und Privaten gestellt.
Lohnverzicht bei Tessiner Privat-TV Dem Privatsender Tele Ticino droht bis Ende Jahr ein Verlust von über 500000 Franken. Die 35 Angestellten haben sich deshalb bereit erklärt, für sechs Monate auf Teile des Lohns zu verzichten. Kaderleute müssen mit 20% weniger Lohn auskommen. Löhne über 5000 Franken werden um 10% gekürzt, tiefere Löhne um 5%. Dank dieser Kürzungen könnten 100000 Franken gespart und vorläufig Entlassungen vermieden werden, teilte Tele Ticino mit.
Puls-Tipp frischt Layout auf Puls-Tipp zeigt sich seit der Augustausgabe in einem frischeren moderneren Gewand. Um den neuen Auftritt bekannt zu machen, erscheint das Gesundheitsmagazin im September mit einer zusätzlichen Auflage von rund 400000 Exemplaren, die adressiert versandt wird. Auch die Schwesterblätter K-Tipp und Bon à Savoir werden nächsten Monat in Grossauflage versandt. Beim K-Tipp ist Anfang 2003 ein Redesign vorgesehen.

Hire and fire bei dimanche.ch

Chefredaktor Daniel Pillard muss seine Sonntagszeitung dimanche.ch abspecken

Chefredaktor Daniel Pillard muss seine Sonntagszeitung dimanche.ch abspeckenVon Anita Vaucher Die Entlassung von acht Mitarbeitern bei dimanche.ch hat Gerüchten um ein baldiges Ende der Westschweizer Sonntagszeitung neue Nahrung zugeführt. Daniel Pillard, seit einem Jahr Chefredaktor von dimanche.ch, gibt sich zweckoptimistisch.
Erklärtes Ziel von Daniel Pillard ist es, die Sonntagszeitung dimanche.ch von Ringier Romandie als Komplementärblatt zur grossen Konkurrentin Matin Dimanche zu positionieren. Matin Dimanche sei eine ausgesprochene Servicezeitung, während dimanche.ch die Zeitung sein wolle, die Denkanstösse vermittle. Mit diesen Worten definiert Pillard sein Blatt – in der vollen Überzeugung, dass der Westschweizer Leser eine Alternative zum Monopolisten Matin Dimanche wünsche. Pillard gibt aber zu, dass dieses Ziel nur etappenweise erreicht werden kann. Auch wenn die Ringier-Direktion ihrem Chefredaktor keine Frist gesetzt hat, weiss er sehr wohl, dass ihm nicht mehr viel Zeit bleibt, um das Blatt in der Westschweizer Zeitungslandschaft zu verankern. Denn bereits im Januar war schon heftig über die Zukunft des Blattes spekuliert worden.
Keine Westschweizer Cervelat-Prominenz
Als erste Massnahme hat Pillard bei seinem Stellenantritt vor einem Jahr den ersten Bund neu strukturiert und diesen mit mehr News gefüllt. Die Leserführung ist zudem durch klarere Bezeichnungen der einzelnen Rubriken verbessert worden. An der Verkaufsfront wurde die Anzahl der Verkaufsboxen von 1000 auf 1700 Stück erhöht. Neu werden Rubriken gestrichen, die bereits von Matin Dimanche besetzt sind oder nicht ins Leitbild von dimanche.ch passen.
So wird das Thema Tourismus nicht mehr behandelt, und die People-Seite mit der Westschweizer Cervelat-Prominenz wurde ersatzlos gestrichen. Was wohl eher auf Sparmassnahmen zurückzuführen ist. Dem Leitbild getreu werden ab dem 1. September der dritte und vierte Bund zusammengelegt und von 22 auf 16 Seiten gekürzt.
«Weniger, aber besser», lautet das neue Credo von Pillard für seine Zeitung. Gleiches galt auch für die acht Mitarbeiter, davon fünf Journalisten, denen vor den Sommerferien gekündigt wurde. Erklärungsbedarf signalisierte das verbliebene Redaktionsteam aber, als Daniel Pillard unmittelbar danach zwei neue Journalisten engagierte. Er suche für seine kleine Redaktion eher polyvalente Journalisten anstelle von Spezialisten, argumentierte er.

Zehnder gegen Ziegler

Trotz Verkauf der Winterthurer Woche erscheinen in der Eulachstadt weiterhin zwei Gratiszeitungen

Trotz Verkauf der Winterthurer Woche erscheinen in der Eulachstadt weiterhin zwei GratiszeitungenVon Markus Knöpfli Die Eulachstadt erlebt derzeit eine Verlagsposse: Die Herausgeberin des Stadtanzeigers, die Ziegler Druck, kauft die Titelrechte der Konkurrentin Winterthurer Woche (WiWo) – um diese einzustellen.
Bei diesem Deal machte allerdings die Druckerei Ziegler die Rechnung ohne den Wirt. Denn mit dieser Operation ebnet sie einem neuen Konkurrenten den Weg: Die Wiler Druckerei Zehnder lanciert prompt einen eigenen Titel – mit dem WiWo-Personal und wohl auch in den WiWo-Büros.
Wenn zwei sich streiten, freut sich bekanntlich der Dritte – in diesem Fall kann sich der Schaffhauser Verlag Steiner & Grüninger freuen. Zuerst verkaufte er Ziegler Druck und Verlag in Winterthur die Titelrechte an der Gratiszeitung Winterthurer Woche. Und nun verhandelt er mit Zieglers Konkurrentin Druckerei Zehnder in Wil (SG) über die WiWo-Büroräume, das Mobiliar und die Geräte – weil Ziegler verständlicherweise daran kein Interesse hatte. Doch Verleger Willy Grüninger schüttelt darob den Kopf. «Ziegler macht denselben Fehler wie seinerzeit Tamedia, als sie den Züri Leu kaufte, um ihn einzustellen. Das rief sogleich die Züri Woche auf den Plan.»
Doch der Reihe nach: Der Verlag Steiner & Grüninger hat im Juli der Landbote-Herausgeberin Ziegler Druck und Verlag die WiWo-Titelrechte verkauft. Ziegler will diese mit dem eigenen Stadtanzeiger fusionieren und die WiWo einstellen. Auch am WiWo-Personal war Ziegler logischerweise nicht interessiert.
Das Winterthurer Loch lässt sich jetzt spielend füllen
Genau das kam dem Wiler Verleger Rolf-Peter Zehnder entgegen, liebäugelt er doch schon lange mit einem eigenen Blatt in Winterthur. Der Grund: 15 seiner bestehenden 21 Gratistitel bilden ein Band vom Bodensee bis nach Olten, darin klafft aber ein Loch in Winterthur.
Der Tod der WiWo bietet Zehnder nun die willkommene Gelegenheit, diese Lücke zu schliessen. Dazu hat er auf die zweite Hälfte September die Lancierung seiner Winterthurer Nachrichten (Auflage: 64000) angekündigt.
Die WiWo-Redaktion sowie den grössten Teil des Verkaufspersonals hat er bereits übernommen, das Zeitungskonzept ist eine Adaption der eigenen Wiler Nachrichten, gedruckt wird in der eigenen Druckerei, und der Vertrieb läuft über Promopost. Was noch fehlt, das sind Büros, PCs und Mobiliar. Darüber verhandelt er mit Steiner & Grüninger. Beide Seiten bestätigen, dass eine Einigung kurz bevorstehe.
Stellt sich bei diesem Handel nur noch die Frage, ob zwei Gratistitel in Winterthur überhaupt genügend Platz und Anzeigenvolumen haben, um überleben zu können. Zehnder hegt keine Zweifel. Anders als die bisherige WiWo drucke er selbst, führt er an. Zudem plane er Anzeigenkombis zwischen der Winterthurer Nachrichten und einem oder mehreren seiner anderen Titel.
Zehnder wird für die Winterthurer Nachrichten zusammen mit bürgerlichen Kreisen in Winterthur eine AG gründen, an der er die Mehrheit übernehmen will.
Gemunkelt wurde auch, dass Günter Heuberger, Chef der Top-Gruppe, involviert sein werde. Dieser stellt jedoch auf Anfrage sowohl eine finanzielle Beteiligung als auch eine redaktionelle Zusammenarbeit in Abrede.
Gesucht: VSGZ-Präsident

Mit der Einstellung der Winterthurer Woche wird der Verband Schweizerischer Gratiszeitungen (VSGZ) auch eines seiner acht Mitglieder verlieren. Doch nicht nur das: Willy Grüninger tritt im Herbst als VSGZ-Präsident zurück. Wer sein Nachfolger wird, ist noch nicht klar. Als Mitglied bleibt Grüninger dem VSGZ aber erhalten. Denn anders als geplant konnte Grüninger keinen Käufer für seinen zweiten Titel, den Schaffhauser Bock, finden – «trotz Verhandlungen mit allen grossen Verlagen».

get_footer();