JobChange

Der bisherige Kommunikationschef der SRG-Vermarkterin Publisuisse, Markus Hollenstein, hat Anfang April die Leitung des Marketingbereichs übernommen. In dieser Funktion wird Hollenstein gleichzeitig auch Mitglied der Geschäftsleitung. ...Mana

Der bisherige Kommunikationschef der SRG-Vermarkterin Publisuisse, Markus Hollenstein, hat Anfang April die Leitung des Marketingbereichs übernommen. In dieser Funktion wird Hollenstein gleichzeitig auch Mitglied der Geschäftsleitung. …
Managing Director Marcel Bosshard verlässt den Online-Werbevermittler Publimedia Webadvertising (PWA). Er wird eine neue Herausforderung bei IP Multimedia annehmen.
…
Martin Lütscher ist neuer Leiter Marketing und Vertrieb der Zeitschriften Automobil Revue und Moto Sport Schweiz aus dem Haus Espace Media.
…
Die Werbeagentur Advico Young & Rubicam hat ihre Geschäftsleitung mit zwei neuen Bereichsleitern ergänzt. Thomas Städeli übernimmt die Verantwortung für die Beratung, David Allemann leitet neu die Strategieabteilung.
…
Die Werbeagentur DDB Zürich baut die Kreation aus. Ab sofort verstärkt Daniel Bieri als Senior Art Director das Team von DDB. Die letzten fünf Jahre lebte Bieri in Deutschland, wo er für Jung von Matt/Alster und DDB Berlin tätig war.
…
Unter dem Namen Hocuz wurde Anfang April in Chur eine neue Agentur für IT und integrierte Kommunikation eröffnet. Die drei Jungunternehmer Thomas Hobi, Christian Hobi und Peter Cucuz bieten sowohl Netzwerk- und Weblösungen als auch PR-Konzepte, Eventorganisation, Werbekampagnen und Multimediaproduktionen an. Im Vordergrund stehen Kundenberatung und Konzeptarbeit.

Steinmanns letzter Vorhang

Es sei das Jahr der runden Jubiläen, erklärte der dieses Jahr zurücktretende Delegierte für Medienforschung, Matthias Steinmann, gleich zu Beginn seiner Rede.

Es sei das Jahr der runden Jubiläen, erklärte der dieses Jahr zurücktretende Delegierte für Medienforschung, Matthias Steinmann, gleich zu Beginn seiner Rede.Anlass für die Wortmeldung des obersten Zählmeisters der (TV-)Nation war die Präsentation der Resultate des SRG-Forschungsdienstes und der Publica Data. Seit 15 Jahren gebe es die Medienkonferenz, seit 20 Jahren sei Telecontrol im Markt eingeführt und er selbst feiere sein 35-Jahr-Jubiläum beim Forschungsdienst. Dass sich heuer auch zum fünfzigsten Mal die Gründung der SRG jährt, schien dem sonst alles andere als zerstreut geltenden Professor in der Hitze des Gefechts tatsächlich vergessen gegangen zu sein.Nicht vergessen gingen hingegen die Leistungen, die Steinmann während seiner Jahre beim Forschungsdienst erbrachte. Der umtriebige Akademiker – Auslaufmodell gütiger Patron mit zuweilen autokratischer Tendenz – würdigte im Blick zurück (ohne Zorn) seine Verdienste um die Publikumsforschung gleich selbst. Obwohl sich Steinmann in seiner Karriere nicht nur Freunde, sondern auch etliche Neider (unter den Besitzlosen) geschaffen hat – es lässt sich nicht bestreiten: Die Ära Steinmann wird bei der SRG unauslöschliche Spuren hinterlassen. Radiocontrol ist picobello eingeführt und liefert harte Daten, von denen Radioforscher früher nicht einmal zu träumen wagten. Das System wird derzeit von verschiedenen Anbietern im Ausland evaluiert.
Das von Steinmann initiierte und mitentwickelte Telecontrol-System ist weltweit bekannt und hat sich im Ausland als Verkaufsrenner und Cashcow für den Forschungsdienst (und für Steinmann selbst) erwiesen. Die konsequente Trennung von Forschung und Anwendung wiederum ist ebenso Steinmanns Verdienst wie auch der hervorragende wirtschaftliche Zustand des Forschungsdiensts, den er leitete, und der Publica Data, deren VR-Präsident er war.
Nach getaner «Zuhör- und Zuschauarbeit» – die trockenen Zahlen werden jeweils von den Studienleitern Markus Jedele und Manuel Dähler mit exzellenten Grafiken unterlegt – gabs im Foyer des Hotels Bellevue bei Schweizer Wein und feinen Häppchen sogar noch eine kleine, unfreiwillige Überraschung. Weil im Saal nebenan Alinghi-Sponsor UBS einen Kundenanlass durchführte, konnten die Anwesenden tatsächlich aus nächster Nähe einen Blick auf den «Old Mug» werfen, der sich auch schon die Bezeichnung hässlichster Siegespokal der Welt gefallen lassen musste. Nicht anwesend war hingegen der America’s-Cup-Gewinner selbst, Sunnyboy Ernesto Bertarelli, was bei den Damen sichtlich für Enttäuschung sorgte.
Carlo Steiner (r.), Publisuisse, mit Urs Renner, Projektgruppen-Mitglied beim SRG-Forschungsdienst und bei Publica Data.
Forschungsdienstchef Steinmann (M.) wird Markus Jedele (l.) und Manuel Dähler bald nicht mehr über die Schulter blicken.
Stossen auf die gelungene Medienkonferenz an: Internet-Studienleiterin Tanja Hackenbruch (l.) und PR-Dame Vanessa Meister.
Radiotele-Marketingleiter Hans-Peter Scholl (l.) beim Apéro mit Ole Rauch, Product Manager bei SevenOne-Media.
Hahn im Korb: Paolo Placa von Publica Data mit Madeleine Bieri (l.), Radiotele, und Astrid Tellenbach von The Cover Media.
Stefano Di Prinzio (l.) von Publisuisse mit
Beat Krebs, seit kurzem bei OMD-Schweiz für den Electronic-Mediaeinkauf zuständig.
Fachgespräche gabs zwischen Publica-Data-Chef Rolf Müller (l.) und IHA-GfK-Radiocontrol-Forscher Thomas Kenel.
Radiotele-Chef Bruno Oetterli (l.) unterhielt sich mit Max Müller, Direktor des Instituts für Begleit- und Sozialforschung.
Mike Schüpbach (l.) von Conradio (Telebärn und Radio Extra Bern) mit Felix Kilchsperger von Radiotele.
Silvio Studer (l.), Geschäftsführer der SRG-Media-Services, mit Georges Luks, CEO beim Rose-d’Or-Veranstalter Bigger Pix.
Giordano Giordani, IP Multimedia, mit Christine Surer, Tamedia-Mafo.
Seine letzte Medienkonferenz als Leiter des SRG-Forschungsdienstes bestritten: Professor Matthias Steinmann.
Beat Fritschauf Stippvisite in der Hauptstadt. Im Politikertreff Hotel Bellevue gleich neben dem Bundeshaus fand letzte Woche die alljährliche Medienkonferenz des SRG-Forschungsdienstes statt. Neben der traditionellen Standortbestimmung gabs dort auch eine Rücktrittsankündigung.
Wo sich die Kommunikations-, Media- und Verlagsszene zu ihren Events trifft, orten wir an den verschiedensten Veranstaltungen.
Haben Sie schon jetzt etwas zu berichten? Greifen Sie zum Hörer (01 296 97 98) oder in die Tasten ([email protected]). Veranstaltungstipps und weitere Shortlistbilder gibt es online unter www.werbewoche.ch

Das Weihnachtsfest, das keines war

TV-Vermarkter Obwohl TV 3 und Tele 24 nicht mehr auf dem Markt waren, weist Publisuisse für 2002 drei Prozent weniger TV-Werbeumsatz aus.

TV-Vermarkter Obwohl TV 3 und Tele 24 nicht mehr auf dem Markt waren, weist Publisuisse für 2002 drei Prozent weniger TV-Werbeumsatz aus.Der Optimismus, der bei der Publisuisse noch bis in den letzten Spätsommer zu spüren war, ist verflogen. Das liegt am vierten Quartal 2002. Lagen die Netto-TV-Werbeeinnahmen von Januar bis September noch bis zu 3,2 Prozent über der gleichen Vorjahresperiode, brachen sie zwischen Oktober und Dezember plötzlich und massiv um 14,6 Prozent ein. «Dieser Rückgang kam für uns überraschend», sagt Publisuisse-Direktorin Ingrid Deltenre. Der Grund sei beim Werbeverhalten der Autobranche, der Finanzdienstleister und der Gerätehersteller im IT-und Telekommunikationsbereich zu suchen.Insgesamt erwirtschaftete die Vermarkterin der SRG-TV-Programme letztes Jahr einen Netto-Umsatz von 289,9 Millionen Franken, 8,2 Millionen Franken oder
2,8 Prozent weniger als 2001. Da sie gemäss neuem Vertrag mit der SRG auf Kommissionsbasis arbeitet, wird die 100-prozentige SRG-Tochter erstmals einen zu versteuernden Gewinn von voraussichtlich 3,94 Millionen Franken ausweisen können. Dieser werde für die Aufstockung des Aktienkapitals verwendet, sagte Deltenre. 257 Millionen Franken an TV-Werbeeinnahmen lieferte die Publisuisse der SRG ab.
Dass auch Kunden, die an sich TV-Werbung buchen, stärker sparen müssen, zeigt die Abwanderung von Werbung aus der (teuren) Primetime der ersten SRG-TV-Programme in die zweiten Senderketten. Mit dem Olympischen Winterspielen in Salt Lake City, die primär auf SF 2 übertragen wurden, kann dies nicht ausreichend erklärt werden, vielmehr suchten die Kunden gemäss Deltenre ein «attraktiveres Preis-Leistungsverhältnis». Die zweiten Programme weisen jedenfalls insgesamt Zuwachsraten von 52 Prozent auf, bei TSI 2 allein sind es sogar 68 Prozent. Der Gesamtumsatz dieser Zweitprogramme liegt allerdings mit total 32,6 Millionen Franken noch weit unter jenem der ersten Programme mit 257,3 Millionen Franken. Dass aber SF 2 mittlerweile 26,5 Millionen Franken erwirtschaftet, freut die Publisuisse-Crew. «SF 2 kommt jetzt etwa auf den Umsatz, wie ihn das Pro7-Werbefenster erreichen dürfte», mutmasst Deltenre.
Vereinfachtes Handling
Seit einem Jahr betreut Publisuisse auch das Sponsoring der zwölf SRG-Radiosender. Sie trat diese Aufgabe mit der Absicht an, den Umsatz in diesem Bereich von 6,5 Millionen Franken innert etwa drei Jahren zu verdoppeln. Dass dieser Anspruch realistisch sein dürfte, zeigt der Erfolg des ersten Jahres: Der Umsatz stieg unter Publisuisse-Kuratel um insgesamt 34 Prozent auf 8,7 Millionen Franken. In der Deutschschweiz betrug die Steigerung 60, in der Romandie 10 und im Tessin 28 Prozent. Dazu beigetragen hat das aus Kundensicht einfachere Handling für nationale Sponsoringauftritte, dann aber auch die Crossmedia-Packages TV/Radio/Internet/Teletext, die die Publisuisse anbietet.
Fürs laufende Jahr sind die Aussichten allerdings düsterer, weil das Bundesamt für Kommunikation die Sponsorennennung immer stärker mit zum Teil «spitzfindigen» Argumenten einschränke, sagt Beatrice Kniel, Leiterin Sponsoring. Nennungen, die noch vor kurzem kein Problem darstellten, würden heute gerügt. Das könnte dazu führen, dass Kunden abspringen werden, sagt Kniel.
Umsatz der SRG-TV-Programme nach Regionen Nettoumsatz in Mio Fr. 1. Programme D zu 2001 2. Programme D zu 2001 Total D zu 2001
in % in % in %
SF DRS 161,2 –8 % 26,5 +51 % 187,6 -3 %
TSR 83.8 –6 % 4,9 +52 % 88,7 -4 %
TSI 12,4 +1 % 1,2 +68 % 13,5 +5 %
Total SRG SSR 257,3 –7 % 32,6 +52 % 289,9 -3 %
Quelle: Publisuisse
Markus Knöpfli

Sprücheklopfer sind wieder gefragt

Werbetexter Eine Berliner Journalistenschule bietet Einblicke in den Texterberuf. Ein Rezessionsexperiment mit ungewissem Ausgang – und ohne Vorbildcharakter für die Schweiz.

Werbetexter Eine Berliner Journalistenschule bietet Einblicke in den Texterberuf. Ein Rezessionsexperiment mit ungewissem Ausgang – und ohne Vorbildcharakter für die Schweiz.Wohl wahr: Gute Texter sind rar. Früher gehörten sie zur Spezies verkappte Literaten mit masochistischer Bereitschaft, am Text zu leiden. Heute tummeln sich Schreiber in der Branche, die Thomas Bernhard im Regal stehen – aber nicht gelesen haben. Und nur auf eines scharf sind: auf den Creative-Director-Titel. Ebenso wahr: Neue Texter braucht das Land. Ehrenwerte Ansätze, kreative Talente zu fördern – wie etwa der letztjährige BSW-Talentworkshop für Quereinsteiger, der für dieses Jahr bereits sistiert wurde –, haben keine Früchte getragen. Keineswegs mutlos sind die Mannen von der Henri-Nannen-Schule. Die von Gruner + Jahr und dem Wochenblatt Die Zeit getragene Schule hat Ende März zum zweiten Mal den Kurs «Der Beruf des Werbetexters» angeboten. Zielgruppe: Journalisten, die offen für Neues, sprich: arbeitslos sind. Und davon gibt es derzeit jede Menge. Mancher Jungredaktor, der glaubte, bis zur Pension fest auf seinem Sessel zu
kleben, findet sich auf der Strasse wieder. «Es wäre dumm, dieses intellektuelle und schreiberische Potenzial nicht nach kreativen Talenten zu durchkämmen», sagt Olaf Oldigs von Springer & Jacoby, der den zweitägigen Kurs in Berlin leitet.
«Können Sie sich vorstellen, als Texter in einer Werbeagentur zu arbeiten?», werden die potenziellen Teilnehmer in der Ausschreibung gefragt. Und mit der
Anschlussfrage «Oder sind Ihnen Sprücheklopfer suspekt?» wird sofort klargestellt, dass dieser Job den meisten Journalisten schon von Berufs wegen nicht ganz geheuer sein kann. Wo Zeitungsschreiber professionelle Distanz zum Gegenstand ihres Artikels wahren müssen, identifizieren sich «Sprücheklopfer» mit ihrem Auftraggeber und dessen Produkt. Sie haben keine eigene Meinung, im Idealfall nicht mal einen eigenen Stil, sondern sie lassen Marken und Images für sich sprechen – wie ein Medium. Und wo Denken und Schreiben in den Dienst des Marktes gestellt werden, wendet sich mancher Journalist angewidert ab.
Lässt sich das Handwerk des Textens, von dem ein intelligenter Texter mal gesagt hat, dass man es nur on the job lernen kann, an derlei Klientel überhaupt vermitteln? «Ich versuche, den Leuten ein realistisches Bild von den Aufgaben des Werbetexters zu geben», relativiert Oldigs seine Zielsetzungen. Am Schluss des Kurses stehe auch nicht ein neuer Job, sondern die Frage: «Liegt mir das Werbetexten oder nicht?»
Eines steht für ihn fest: Die beiden Schreibgenres lassen sich nicht sinnvoll miteinander verbinden. «Es gibt keinen Weltklasse-Fussballer, der zugleich ein Weltklasse-Handballer ist.» Und doch verfügen beide über Ballgefühl. Die Entscheidung für Werbung oder Journalismus muss dennoch eine hundertprozentige sein. «Sonst vergrössert man nur den Kreis der Mittelmässigen», gibt Oldigs zu bedenken.
Auch Armin Reins von der Hamburger Texterschmiede glaubt, dass man nicht in beiden Berufen gleichzeitig gut sein kann. «Der Journalist muss keine engen Briefing-Vorgaben erfüllen. Der Texter hat es da schwerer. Er muss härter an Headlines fräsen, und er arbeitet unter höherem Zeit- und Erwartungsdruck. Gemeinsam ist den beiden Berufsbildern nur der 12-Stunden-Kaffeekonsum.» In seinem Buch «Die Mörderfackel – Das Lehrbuch gegen das Mittelmass» hat Reins dreissig der besten Texter Deutschlands porträtiert (WW 37/02). Sieben waren zuvor Journalisten. «Aus vielen guten Journalisten sind schon sehr gute Texter geworden», meint Reins, «hingegen kenne ich keinen Texter, der es zum brauchbaren Journalisten geschafft hat.»
Dass der Kurs ein reines Rezessionsphänomen ist, daraus wird an der Henri-Nannen-Schule Berlin kein Hehl gemacht. «Es ist die aktuelle Branchen- und Arbeitsmarktentwicklung, die uns zur Lancierung dieses Angebots bewogen hat», sagt deren Leiter Klaus Steiner. Und fügt hinzu: «Wenn sich dann ein Journalist für den Texterberuf entscheidet und dort Fuss fasst – umso besser.»
Verwässerung der KompetenzenProfitieren vom zeitgeistigen Seminarangebot sollen aber alle Beteiligten. Springer & Jacoby, indem sie Nachwuchstalente sichtet und rekrutiert. – begabten Umsteigern wird bei erfolgreichem Copytest nämlich gleich ein Agenturpraktikum angeboten. Die Journalisten, indem sich ihnen die Aussicht auf eine zweite Karriere eröffnet – wobei nur gerade zwei Teilnehmer des ersten Kurses danach wenigstens sporadisch weiter texten konnten. Und zuletzt die Henri-Nannen-Schule selber, der die neue Veranstaltung bei der ersten Durchführung 15 (jeweils 290 Euro zahlende) Neukunden bescherte. Dass diese unkonventionelle Erweiterung des Angebots als Verwässerung der journalistischen Kernkompetenz interpretiert werden könnte, scheint man dafür gerne in Kauf zu nehmen.
Bleibt die Frage, ob es sich um ein Einzelphänomen oder einen grenzübergreifenden Trend handelt. Konkret: Wird das von Finanznöten geplagte Medienausbildungszentrum in Luzern (MAZ) bald auch Texter-Schnellbleichen ins Programm nehmen? «Wir pflegen mit dem Sawi und dem SPRI partnerschaftliche Beziehungen und versuchen, uns nicht durch ähnliche Kurse zu konkurrieren», antwortet MAZ-Leiterin Sylvia Egli von Matt diplomatisch. Will sagen: Kooperationen ja, die spezifische Themenkompetenz aber bleibt beim jeweiligen Institut. Das latente Kreativpotenzial der Schweizer Journalistinnen und Journalisten döst damit weiter vor sich hin.
Im Telefonbuch wird Sprache kaum mit Füssen getreten: Telekom-Kampagne mit Kritikerpapst Marcel Reich-Ranicki.
Hier gehts lang zum WerbetexterVier Ausbildungsstätten bieten Lehrgänge zum Werbetexter an – ohne Garantie auf Arbeitsplätze, aber auf viel Blut, Schweiss und Tränen: www.tex terschmiede.de, www.texterschule.de, www.wbstraining.de und www.ils.de. Die Hamburger Texterschmiede lädt ausserdem zum Tag der offenen Türe am 23. April ein und hat unter Deutschlands Texterschulen derzeit den besten Ruf – allerdings ist der Copytest für angehende Texter ziemlich anstrengend. Informationen über den Texterberuf sind in der Schweiz über www.texterverband.ch zu beziehen (diverse Dowload-Files). (cb.)
Francis Müller

T-Markt- und Medienanalyse

Die «Rote Broschüre» der IDG Communications AG erscheint bereits in der elften Ausgabe.

Die «Rote Broschüre» der IDG Communications AG erscheint bereits in der elften Ausgabe.In dieser Marketing- und Mediendokumentation finden sich übersichtlich alle Informationen zu den weltweiten Informatikausgaben, inklusive Prognosen für die kommenden Jahre. Dazu gibt es eine Liste der aktuellen IT-Fachmessen und ein Verzeichnis mit allen wichtigsten IT-Marktforschungs-Instituten. Die «Rote Broschüre» erscheint in Deutsch und Englisch und wird jährlich aktualisiert. Die Dokumentation kann über www.idg.ch/service/studien bestellt werden. Die IDG Communication publiziert in der Schweiz die Fachtitel Computerworld, Computerworld-Magazine und PCtip.

Eins1 beginnt immer mit einem Audit

Agenturen In Winterthur haben Tom Mörker und Rolf Mötteli die Agentur Eins1 für strategische Markenführung gegründet.

Agenturen In Winterthur haben Tom Mörker und Rolf Mötteli die Agentur Eins1 für strategische Markenführung gegründet.«Die gesättigten Märkte von heute zwingen viele Klein- und Mittelbetriebe in einen harten preis- und termindominierten Verdrängungswettbewerb», wissen die beiden frisch gebackenen Agenturchefs Mörker und Mötteli. In solchen Zeiten dürfe Werbung nicht mehr «Glückssache» sein. Sie bedinge stattdessen immer mehr strategische Qualität. Ganzheitliche Markenpersönlichkeiten entstünden nicht allein durch grafische Würfe und gelegentliche Inseratepräsenz, sondern durch strategische Markenführung, die sich an «einzigartige, unverwechselbare Grundsätze hält», sind Mötteli und Mörker überzeugt. Ein solcher durch die neue Agentur geführter Prozess beginnt in der Regel mit einem Audit oder Workshop. Hier werden die identitätsbestimmenden Merkmale des Unternehmens und dessen Produkte erarbeitet. In einer nächsten Phase werden die Grundsätze festgelegt, welche die strategische Markenführung in Zukunft bestimmen sollen. Der dritte Teil der Umsetzung wird in enger Zusammenarbeit mit freischaffenden Gestaltern realisiert. Hier nimmt die Agentur die Funktion eines Werbeberaters ein.
Tom Mörker war vorher Geschäftsführer eines produzierenden B2B-Betriebs in Bern und Zürich und Produkteentwickler eines B2B-Betriebs in Wien sowie Geschäftsführer einer Agentur für Ideen- und Projektentwicklung. Er wirkte auch als Produktionsleiter von Prosign, einer Agentur für Marketing-
services.
Rolf Mötteli ist diplomierter Werbeleiter und Marketingplaner und war im Controlling sowie während 20 Jahren als Werbeberater unter anderem bei Lintas, GGK, Zürich, Seiler DDB, Kern, Mötteli, Tanner und Heads Corporate Communication tätig, davon acht Jahre als GL-Mitglied. Mötteli ist Jurymitglied der Marketing-Trophy.
(pan)

Zahl der Woche

Mit steigendem Sonnenstand hat die Golf-Saison definitiv begonnen – und die einschlägigen Blätter stehen mit frisch polierten Auflagezahlen bereit. Auf Hochglanz schaffte es Urs H. Dilliers Golf & Country, das 20,1 Prozent zulegte. Auch Golf Suisse,

Mit steigendem Sonnenstand hat die Golf-Saison definitiv begonnen – und die einschlägigen Blätter stehen mit frisch polierten Auflagezahlen bereit. Auf Hochglanz schaffte es Urs H. Dilliers Golf & Country, das 20,1 Prozent zulegte. Auch Golf Suisse, das von Piero Schäfer produzierte Verbandsblatt, erzielte mit einem Zuwachs von 10 Prozent ein schillerndes Resultat. Dass der Golfmarkt alles andere als leicht zu knacken ist, demonstrierte hingegen Drive, das erst vor zwei Jahren startete: Seine (ohnehin noch tiefe) verkaufte Auflage ist um 30,5 Prozent geschrumpft. (dse)

Simko für ungestörte Erektionen

Die Genfer Werbeagentur Simko wurde vom Pharmakonzern Eli Lilly mit der Lancierung von Cialis in der Schweiz betraut Simko lanciert Cialis schweizweit bei Ärzten und Urologen.

Die Genfer Werbeagentur Simko wurde vom Pharmakonzern Eli Lilly mit der Lancierung von Cialis in der Schweiz betraut Simko lanciert Cialis schweizweit bei Ärzten und Urologen.Eli Lilly hat seinen Hauptsitz in Indianapolis in den USA und produziert auch Prozac.

Schraivogel gewinnt ADC-New-York-Gold

ADC Zu den 25 Goldmedaillengewinnern am Wettbewerb des Art Directors Club von New York gehört auch der Schweizer Plakatkünstler Ralph Schraivogel.

ADC Zu den 25 Goldmedaillengewinnern am Wettbewerb des Art Directors Club von New York gehört auch der Schweizer Plakatkünstler Ralph Schraivogel.Er wurde in der Kategorie Graphic Design für ein Plakat namens «NY» ausgezeichnet, das er für die Eigenwerbung entworfen hat. Insgesamt nahmen am 82. Annual Award des ADC NY über 12000 Arbeiten aus 43 Ländern teil. Sieben Goldmedaillen gingen an Bewerber ausserhalb der USA.

Zum Festhalten

Manchmal weiss man wirklich nicht, wohin mit seinen Händen. Entweder man verschränkt seine Arme, faltet die Hände zusammen (zum Gebet?) oder steckt abwechslungsweise die eine und die andere Hand in die Hosentasche.

Manchmal weiss man wirklich nicht, wohin mit seinen Händen. Entweder man verschränkt seine Arme, faltet die Hände zusammen (zum Gebet?) oder steckt abwechslungsweise die eine und die andere Hand in die Hosentasche.Besonders in Talk Shows ist diese Orientierungslosigkeit gut zu beobachten, bei denen über ernste und meist politische Themen diskutiert wird – oder an Apéros, wenn der Smalltalk nicht so richtig in Schwung und die Sätze ins Stottern kommen. Kaum fallen jedoch die Hüllen, löst sich aber dieses Problem wie von selbst. Jean Paul Gaultier und die Herren Dolce & Gabbana machen vor, wo sich männliche Hände besonders wohl fühlen. Vorausgesetzt, die Grösse stimmt, und es bedarf nicht zweier Hände für eine Seite. Glücklicherweise haben Frauen grazilere Hände. Denn wo diese sich im Gegenzug zur männlichen Platzierung am liebsten festhalten, dürfte ja wohl klar sein. (ck)

Kanton Bern gegen Alkohol und Tabak

Werbeverbote Der Grosse Rat des Kantons Bern hat drei Motionen überwiesen, die Alkohol- und Tabakwerbung einschränken wollen.

Werbeverbote Der Grosse Rat des Kantons Bern hat drei Motionen überwiesen, die Alkohol- und Tabakwerbung einschränken wollen.Johanna Wälti-Schlegel (GP) verlangt ein Werbeverbot auf öffentlichem und privatem Grund, in öffentlichen Gebäuden und bei öffentlichen Veranstaltungen. EVP-Rat Ruedi Löffel beschränkt sich auf öffentlichen Grund sowie öffentliche Gebäude. Anders als die grüne Politikerin will er auch für Alkoholika unter 15 Prozent Werbung verbieten.

cR gegen Rassismus

Nach einer Konkurrenzpräsentation ist die Berner Agentur cR Kommunikation mit der Umsetzung des Nationalen Forschungsprogramms 40+ «Rechtsextremismus – Ursachen und Gegenmassnahmen» betraut worden.

Nach einer Konkurrenzpräsentation ist die Berner Agentur cR Kommunikation mit der Umsetzung des Nationalen Forschungsprogramms 40+ «Rechtsextremismus – Ursachen und Gegenmassnahmen» betraut worden.Die Kommunikation wird innerhalb der nationalen wie internationalen Forschungsgemeinschaft, mit Direktbetroffenen und mit der Bevölkerung sichergestellt.
get_footer();