Noch eine NZZ-Sparrunde

Die Neue Zürcher Zeitung (NZZ) muss weiter abspecken.

Die Neue Zürcher Zeitung (NZZ) muss weiter abspecken.Alle Ressortleiter wurden aufgefordert, bis Ende Juni schriftlich zu erklären, wie sie zu einer neuen Sparrunde beizutragen gedenken. Dabei seien Entlassungen unvermeidbar, schreibt die SonntagsZeitung (SoZ). Der NZZ-Chefredaktor und Konzernleitungsvorsitzende Hugo Bütler bestätigte gegenüber der SoZ das Sparprogramm. Dessen Umfang sei für die NZZ-Redaktion aber geringer als die fünf Millionen Franken, von denen die SoZ erfahren haben will. Ebenfalls wusste sie, dass der VR der NZZ-Gruppe von der Geschäftsleitung verlangt, sich Gedanken über die künftige Führungsstruktur zu machen.

«Ich will flexibel die Formate tauschen können»

Privatradio Top-Chef Günter Heuberger expandiert nun auch mit dem Kabelsender Top Two über den Bodenseeraum hinaus.

Privatradio Top-Chef Günter Heuberger expandiert nun auch mit dem Kabelsender Top Two über den Bodenseeraum hinaus.WW Andere Radiostationen stellen ihre Kabel-Zweitradios ein, Sie hingegen halten nicht nur an Top Two fest, sondern wollen gar international senden – warum?
Günter Heuberger Mit einem Programm kann man auch eine regionale Hörerschaft nicht optimal erreichen. Die Bedürfnisse der diversen Altersgruppen sind zu unterschiedlich. Ein Sender braucht deshalb zwei oder gar drei Programme.
Top Two sendet ja seit einiger Zeit.
Sie publizieren aber keine Radiocontrol-Zahlen. Wie viele Hörer weist Top Two aus?
Die Zahlen steigen auf tiefem Niveau stetig: Top Two kam im ersten Halbjahr 2002 auf 11900 Hörer, im zweiten Halbjahr auf 13500, und im ersten Semester 2003 dürften es gut 15500 Hörer sein. Interessant sind aber die Stundenreichweiten von 18 bis 18.30 Uhr: Dann erreicht Top Two doppelt so viele Hörer. Weil wir zu diesem Zeitpunkt eine Art Ostschweizer «Echo der Zeit» senden (siehe Kasten). Offenbar gibt es eine wachsende Anzahl Leute, die eine Art Ostschweizer Identität entwickeln.
Aber Sie werden ja mit Top Two nicht nur identitätsstiftend wirken wollen?Wir halten aus andern Gründen an Top Two fest: Die Radionutzung allgemein geht zurück, möglicherweise darum, weil unsere heutige Hauptzielgruppe, die Jungen, ihr Unterhaltungs- und Infobedürfnis vermehrt anderweitig decken. Für den Fall, dass sich nun die junge Hörerschaft noch mehr vom Medium Radio und damit auch von Top abwenden sollte, arbeite ich schon heute darauf hin, dass ich Top Two, dereinst als bereits bekannter und akzeptierter Zweitsender, vom Kabel auf UKW zügeln könnte – und umgekehrt Radio Top auf Kabel.
Im Gegensatz zu anderen Privatradios verzichteten Sie bisher auf Formatänderungen bei Radio Top und muten stattdessen Ihrem Publikum bei Bedarf eine Kanalwanderung zu.
Richtig, weil wir unser Zielpublikum von Anfang gut erreichten. Ich verfolge eine andere Strategie als die meisten meiner Privatradiokollegen: Wir wollen ein zweites Programm, damit wir langfristig eine Formatänderung vornehmen können. Aber nicht durch Veränderungen des Hauptprogramms, sondern durch einen Kanaltausch. Ich will mehr Flexibilität bei Formatänderungen.
Wofür brauchen Sie die internationale Konzession? Wer will denn in Vorarlberg oder Süddeutschland Top Two hören?
Mit dem ersten Programm von Radio Top sind wir ja schon auf den Kabeln der Euregio Bodensee. Mit Top Two ziehen wir nun nach. Wir sind überzeugt, dass die Euregio Bodensee nach und nach zu einem übergeordneten Kommunikationsraum wird. Da wollen wir von Anfang an dabei sein, auch wenn wir dort noch nicht viele Hörer abholen und noch keine Lösung punkto Radiodaten haben.
Ausländische Sender verlieren in der Ostschweiz stetig Hörer. Das müsste Sie doch vor einer Expansion ins Ausland abschrecken.
Radio 7, Bayern 3, Ö3, SWR und Antenne Vorarlberg verlieren deshalb Hörer, weil sie in den Jahren vor Radio Top in der Ostschweiz überproportional gut präsent waren. Wir hingegen haben im Ausland ein Nachholbedürfnis. Sicher werden wir nie eine Marktdominanz erreichen, aber der Ostschweizer Leader wird in Süddeutschland und Vorarlberg auch nicht auf dem letzten Rang bleiben.
Wie schwierig ist es, in die Kabelnetze zu gelangen?In Deutschland weniger, weil man sich mit Geld in die Kabelnetze einkaufen muss. Durch den Verkauf der Telekom-Kabelnetze ist eine neue Marktsituation entstanden.
Was kostet die Expansion?Jährlich eine sechsstellige Summe. Wir versuchen, Werbung und Sponsoring zu akquirieren, aber das wird auch nicht kostendeckend sein. Daran wird sich auch in den nächsten fünf Jahren kaum etwas ändern.
Günter Heuberger: Denkt auch daran, mit Kanälen umzuziehen. Seit zwei Jahren
auf Sendung
Der Kabelsender Top Two sendet seit Oktober 2000 und zielt mit Mainstream im Oldiesbereich (Musik der Sechziger- und Siebzigerjahre) auf 30- bis 50-jährige Hörerinnen und Hörer. Stündlich werden die Mantelnews von Radio Top sowie von 18 bis 18.30 Uhr ein Zusammenschnitt der News aller drei Top-Regionalfenster ausgestrahlt – ohne Musik und Werbung. (mk)
Interview: Markus Knöpfli

Werbeaufwand zeigt im April weniger Verlust

Werbestatistik Der Bruttowerbeaufwand in der Schweiz ist gemäss Media Focus im April um 3,3 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat zurückgegangen.

Werbestatistik Der Bruttowerbeaufwand in der Schweiz ist gemäss Media Focus im April um 3,3 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat zurückgegangen.Dies ist das bisher beste Resultat im laufenden Jahr. Besonders Tageszeitungen verloren mit minus 1,7 Prozent weniger als in den ersten drei Monaten. Das Plakat legte gar erstmals in diesem Jahr zu, um 2,4 Prozent. Weniger rosig siehts bei den Publikums- und Fachzeitschriften aus (minus 5,5 %, bzw. minus 11,6 %) Auch das Fernsehen musste Verluste verbuchen (7,4 %). Weiterhin aufwärts zeigt die Entwicklung bei Radio (3,3 %) und Kino (36,8 %). Der Werbeaufwand im Internet wird mit 723000 Franken ausgewiesen, was 30,7 Prozent weniger sind als im April 2002.

Vier neue Kunden für Ottiger & Partner

Die Luzerner Kommunikationsagentur Ottiger & Partner übernimmt für das Unternehmens- und Innovationszentrum D4, das die Suva in Root LU eröffnet, Gesamtkommunikation und PR.

Die Luzerner Kommunikationsagentur Ottiger & Partner übernimmt für das Unternehmens- und Innovationszentrum D4, das die Suva in Root LU eröffnet, Gesamtkommunikation und PR.Für den Werkzeugmaschinenhändler M+M in Cham betreut die Agentur die Kommunikation, für den regionalen Förderverein Chance Rontal und die Interessengemeinschaft Sport Luzern plus zusätzlich auch die Corporate Identity.

Soldini Bienenfeld wirbt für Radio Zürisee

Der Lokalsender Radio Zürisee aus Rapperswil hat Soldini Bienenfeld mit seinem Werbebudget betraut.

Der Lokalsender Radio Zürisee aus Rapperswil hat Soldini Bienenfeld mit seinem Werbebudget betraut.Die Zürcher Werbeagentur, unter anderem durch ihr Engagement für den Radiospot-Preis Das goldene Ohr bekannt, setzte sich in einem Pitch durch. Bisherige Etathalterin war Hesskiss. Gemäss einer Mitteilung plant Radio Zürisee dieses Jahr eine grosse, komplexe Imagekampagne zwischen Zürich und Glarus. Inserate, Kino- und TV-Spots kommen zum Einsatz. Die Spots produziert Soldini Bienenfeld zusammen mit dem Filmer und Fotografen Alberto Venzago. Start der Kampagne ist voraussichtlich Ende Juni.

Simsa hinterfragt die eigenen Mythen

Die Swiss Interactive Media and Software Association (Simsa) lädt ein zum Late Afternoon Talk über «alte neue Medien-Mythen» mit Professor Otfried Jarren

Die Swiss Interactive Media and Software Association (Simsa) lädt ein zum Late Afternoon Talk über «alte neue Medien-Mythen» mit Professor Otfried Jarren, Direktor des Instituts für Publizistikwissenschaft und Medienforschung der Universität Zürich. Er referiert über Kritik an vorherrschenden e-World-Vorstellungen. Der Talk findet am 17. Juni ab 17.15 Uhr im Hotel Widder in Zürich statt. Nicht-Simsa-Mitglieder zahlen 60 Franken Teilnahmegebühr. Weitere Informationen gibt www.simsa.ch.

Heini Lüthy macht neues Cash Value

Presse Ringier lagert die Redaktion von Cash Value definitiv aus und hat den Auftrag an Heini Lüthy vergeben.

Presse Ringier lagert die Redaktion von Cash Value definitiv aus und hat den Auftrag an Heini Lüthy vergeben.Der bisherige Produktionsleiter der Monatsbeilage werde eine neue Firma gründen, sagte Cash-Verlagsleiter Thomas Passen. Vom Outsourcing seien 5,7 Stellen betroffen.

Self-made Partys

Dieses Jahr darf das Leibblatt der Schweizer Banker, die Finanz und Wirtschaft (FuW), ihr 75-Jahr-Jubiläum begehen.

Dieses Jahr darf das Leibblatt der Schweizer Banker, die Finanz und Wirtschaft (FuW), ihr 75-Jahr-Jubiläum begehen.Klar doch, dass es nicht nur mit einer umfassenden und sehr lesenswerten Extraausgabe abgefeiert wird – diese lässt die Geschichte des Titels nochmals Revue passieren und Wirtschaftskoryphäen wie Helmut Maucher, Nikolaus Senn, Michael Kohn und unzählige andere zu Wort kommen. Aber: Auch die grosse Party darf nicht fehlen.Währschaftes Essen, genug zu trinken, guter Sound, Star-Musikgäste aus der Werbe- und Medienbranche und ein Wettkampf mit dem neuen FuW-Tool (1. Preis: eine Inserateseite) stellte Herausgeber Gerhart Isler bereits in der Einladung zum Geburtstagsfest in Aussicht. Hingegen werde es steife Atmosphäre, einen Krawatten-Abend, Sitzordnung, lange Reden und ein offizielles Programm sicher nicht geben, wurde des Weiteren versprochen. Abgesehen von der FuW-Crew kamen dann trotzdem die meisten Gäste in Anzug und Krawatte, ansonsten aber trafen die Prophezeiungen der Gastgeber zu hundert Prozent ein. Mit Grillwürsten in allen Variationen, vom Chili-Cracker bis zur Gemüsebratwurst, konnte man seinen Hunger stillen. Wer noch nicht genug hatte, tat sich anschliessend am frisch zubereiteten Steinpilzrisotto aus der grossen Pfanne gütlich. Die Mövenpick-Glacés wurden direkt ab Eiswagen in frisch gebackenen Waffeltüllen serviert und kühles Bier an der eigens für den Anlass hergestellten FuW-Bar gezapft. Ebenso wenig fehlte ein geschmeidiger Weiss- wie auch ein süffiger Rotwein.
Gino Todesco vom NJP-Tonstudio bestritt mit einer Dreiercombo das musikalische Rahmenprogramm, das zusätzlich mit etlichen Überraschungsgästen gespickt war. Als erstes Intermezzo sah man die hauseigene FuW-Band (inklusive weiblichem Begleitchor), die zeitweise noch durch Isler mit trompetendem Gartenschlauch – des Gärtners Pendant zur singenden Säge – oder als appenzellischer Talerschwinger verstärkt wurde. Hut ab vor der reifen musikalischen Leistung der Verlagsangehörigen. Auch der ehemalige FuW-Redaktor und heutige Kolumnist René Bondt liess sich nicht zweimal bitten und hämmerte einen zackigen Ragtime in die Tasten. Zu guter Letzt gabs ein wunderbares Duett von Todesco und Robi Weber, während- dem es die beiden Klaviervirtuosen auch noch schafften, in einem nahtlosen Übergang ihre Instrumente zu wechseln.
Der mit Vorschusslorbeeren angekündigte Wettkampf mit dem neuen FuW-Tool erwies sich weder als GRP-Blitzberechnungswettbewerb unter Mediaspezialisten noch als Börsenspiel, sondern als witziger Jojo-Wettkampf. Und wie beim Aktienhandel gehts ja auch beim Jojospiel ständig rauf und runter. Gruppenweise möglichst synchron die Jojos zu schwingen – am besten noch mit einer kleinen Tanz- oder Akrobatikeinlage –, wäre das Ziel gewesen. Was sich zur allgemeinen Erheiterung der Zuschauer mehr als nur knifflig erwies. Fairerweise musste aber jeder einmal ran und konnte sich so gleich selbst zum Jojo-Clown machen.
Auch die obligate Rede des Gastgebers fehlte nicht, sie wurde aber, wie angekündigt, kurz und bündig gehalten. In der ganzen Geschichte der Finanz und Wirtschaft habe man eigentlich alles selbst organisiert, wies Isler auf die lange Self-Made-Tradition der Publikation hin. Und FuW stehe übrigens auch für «Feste und Wettkämpfe», so Isler weiter. Seien es nun Leser- oder Publikumsaktionen wie der FuW-Ballontag, von dessen überwältigendem Erfolg der Verleger heute noch schwärmt, oder die vielen kleinen und grösseren Anlässe für Kunden und Auftraggeber, vom Jass- bis zum Golfturnier; das Domizil gar wurde zwar nicht eigenhändig erbaut, aber dennoch wenigstens verlagsintern geplant, bevor der Architekt gebrieft wurde. Von dieser Tradition wollte man auch für dieses Jubiläum nicht abweichen. Unkompliziert und etwas handgestrickt, dafür umso familiärer und sympathischer empfanden die Gäste die Party. Sogar ein hausgemachter TV-Spot der FuW-Crew tauchte noch aus dem Fundus auf und konnte begutachtet werden – obwohl man, im Nachhinein und ganz nüchtern betrachtet, die Arbeit der Spotkreation vielleicht besser an einen Spezialisten delegiert hätte.
Weil es sich beim zweiten Event der letzten Woche um eine echt bajuwarisch-freistaatliche Morgenspeisung mit originalen Zutaten handelte, geben wir den Bericht dazu ausnahmsweise in der entsprechenden Landessprache wieder (mit Simultanübersetzung freilich):
A griabige Gaudi hotts die letzte Wochn boam Soldini Mark und dem Preissn Bienenfeld Frank gemn – (Ebenfalls letzte Woche luden auch Mark Soldini und der Nicht-Bayer Frank Bienenfeld von der gleichnamigen Agentur zu einem kleinen Fest). Die Kommunikationsfachleid vom Greitzblotz, dem misrabligen, hoamn ihre Kundn und etliche Freind zur Brotzeit einglodn. (Bereits um 11 Uhr trafen sich Kunden und Freunde des Hauses in der Agentur am Kreuzplatz, der sich momentan als hässliche Grossbaustelle präsentiert). Dös Essn is goanz frisch aufn Tisch kümmn, wui so an Depp mit soane zwoahundertfuffzg Sochn in d’Schweiz n’eini groast is. (Das Essen wurde am frühen Morgen frisch ab Wursterei mit dem Kurier Richtung Schweiz geschickt). Zutzln oder schäln, dös woa oane der Frogn, dias dia Geckn und s’Weibsvolk ummitriamn hoamn. (Wie behandelt man die Weisswürste nun richtig – von einer Seite her auslösen oder aufschneiden – war eine der Fragen, welche die anwesenden Damen und Herren beschäftigte). Gemn hots die Wuäscht aus Minga mit Brezn, oam echtn Senf und oaner zinftgen Moass Weizn, groad wia auf die Wiesn. (Gereicht wurden die Original Münchner Weisswürste natürlich mit Bretzeln, Süsssenf und einem schönen Glas Weissbier, fast wie beim Oktoberfest). So gmiadli woas, dös se dia Madln und Mannsbilder d’Wampn gonz schee gfuilt homn. (Weil die Stimmung so gut war, war auch der Appetit entsprechend). Und wuis heraussen so schiach gween is, und do herinnen bei die beidn Buam, den zwoa Hundlingen, so schee, do hoamn d’Leid a feschs Oaschleder ghobt und soan a rechte Zeit sitzn bliamn. (Weil draussen nicht gerade die Sonne lockte und die beiden cleveren Gastgeber mit ihrer Idee anscheinend ins Schwarze getroffen hatten, verweilten die Gäste denn auch recht lange, bevors wieder an die Arbeit ging). Und oans woass a sowieso a jeder Schranz: A liaba zuvui drunga ois zwenig gessn. (Abschliessend waren sich die Anwesenden denn auch einig: Gutes Essen und Trinken hält Leib und Seele zusammen).
Good old times: FuW-eigene Hermes Ambassador.
Beat Fritschvertieft sich in die Jubiläumsausgabe der Finanz und Wirtschaft, die heuer ihr 75-Jahr-Jubiläum begeht. Das überaus spannende Extrablatt war allerdings nicht die einzige Aktivität, die der Verlag dazu entwickelte – selbstredend gabs auch eine grosse Party. Einen eher ausgefallenen Anlass bot die Agentur Soldini Bienenfeld – deren Inhaber luden letzte Woche zu einer Original Münchner Weisswurstschlemmerei. Mit Erfolg, wie es scheint – der Autor dieser Kolumne jedenfalls spricht seither nur noch bairisch.
Wo sich die Kommunikations-, Media- und Verlagsszene zu ihren Events trifft, orten wir an den verschiedensten Veranstaltungen. Haben Sie schon jetzt etwas zu berichten? Greifen Sie zum Hörer (01 296 97 98) oder in die Tasten ([email protected]). Veranstaltungstipps und weitere Shortlistbilder gibt es online unter www.werbewoche.ch

McCann-Erickson fährt CityNightLine

Die CityNightLine (CNL) AG hat McCann-Erickson Schweiz mit ihrer Kommunikation betraut.

Die CityNightLine (CNL) AG hat McCann-Erickson Schweiz mit ihrer Kommunikation betraut.McCann realisiert eine Kampagne, die im Juli in der Schweiz und in Deutschland zu sehen sein wird. Universal-McCann Schweiz fungiert als Mediaagentur. CNL betreibt gleichnamige Nachtzüge zwischen der Schweiz, Deutschland, Österreich und den Niederlanden. Das Unternehmen gehört der Deutschen Bahn, hat seinen Hauptsitz aber in Zürich.

Goldbach steigerte Umsatz und Verlust

Media Goldbach Media hat in ihrem zweiten Jahr einen Verlust von knapp 17 Millionen Franken erwirtschaftet.

Media Goldbach Media hat in ihrem zweiten Jahr einen Verlust von knapp 17 Millionen Franken erwirtschaftet.«Für das Jahr 2002 wird ein ausgeglichenes Resultat angestrebt, für 2003 erstmals ein Gewinn.» Dies erklärte die Goldbach Media noch im Juni letzten Jahres. Doch es kam anders. Im zweiten Jahr ihres Bestehens steigerte sie zwar den Umsatz um 26,4 auf 141,7 Millionen Franken, aber auch der Verlust verdoppelte sich fast auf 16,8 Millionen Franken. Die Umsatzsteigerung geht auf das Konto TV- und Radio-Vermarktung. Der TV-Bereich legte brutto um 30 Prozent auf 107,1 Millionen Franken zu, der Radiobereich konnte gar um 49,5 Prozent auf 20,8 Millionen Franken gesteigert werden. Das Internetgeschäft hingegen fiel um 29 Prozent auf 13,7 Millionen Franken zurück.Hohe AbschreibungenDie Gründe für den hohen Verlust sind vielfältig: Zum einen rechnete Goldbach letztes Jahr noch mit ausserordentlichen Einnahmen aus einer strategischen Partnerschaft, die dann doch nicht zu Stande kam. Weiter fielen durch das Portalsterben zweistellige Umsätze weg, weshalb der Contentbereich (Moneycab und Swisscontent) abgestossen wurde, was allerdings Abschreiber von sieben Millionen Franken zur Folge hatte. Diverse Sonderaufwendungen (eine Steuer-Nachzahlung, die Einstellung von Active Agent Deutschland und die kurzfristige Annullation der Portalverträge) rissen ein Loch von 9,6 Millionen Franken in die Kasse. Umgekehrt schlug sich der Verkauf von B&J Fastline, von Radio Eviva sowie eine Anzahlung von NRJ für die Beteiligung an Radio Z im Finanzergebnis mit Einnahmen von insgesamt 8,8 Millionen Franken nieder.
Goldbach hat nun die Kosten um 40 Prozent reduziert. Zusammen mit erneuten Umsatzsteigerungen im zweistelligen Prozentbereich erwartet Kappeler für dieses Jahr ein ausgeglichenes Ergebnis.
Goldbach Media in Zahlen(in Mio Fr.)
2001 2002 Veränderung in %
Gruppenumsatz 115,3 141,7 +22,9
Bruttogewinn 37,4 36,1 –3,6
Abschreibungen u. Wertbeeinträchtigungen –4,2 –16,6 –298,6
Gruppenergebnis –9,4 –16,8 –78,2
Voll- und Teilzeitstellen 341 199 –41,6
Markus Knöpfli

Bewerbung für Zürcher Jugendradio läuft

Privat-Radio Das Bundesamt für Kommunikation (Bakom) hat die Ausschreibung für ein neues Jugendradio in Zürich eröffnet. Bewerbungen werden bis 27. August entgegengenommen.

Privat-Radio Das Bundesamt für Kommunikation (Bakom) hat die Ausschreibung für ein neues Jugendradio in Zürich eröffnet. Bewerbungen werden bis 27. August entgegengenommen.Der Sender soll sich an die 15- bis 24-Jährigen richten. Bewerber sollen selbst Vorschläge einbringen, wie die Jugendnähe des Musikprofils sichergestellt werden kann und wie ihr Programm in den Bereichen Nachrichten, Jugendkultur und Service gestaltet werden soll. Der Bundesrat wird voraussichtlich im Winter 2003/04 über die Vergabe entscheiden.

Beste Berner Werbung gesucht

Um zu beweisen, dass gute Werbung auch westlich von Zürich gemacht wird, schreibt die Publicitas Bern bereits zum zehnten Mal den Inseratepreis «Urs»

Um zu beweisen, dass gute Werbung auch westlich von Zürich gemacht wird, schreibt die Publicitas Bern bereits zum zehnten Mal den Inseratepreis «Urs»in den Kategorien «Bestes Berner Kleininserat», «Bestes Berner Lokalinserat» und «Bestes nationales Berner Inserat» aus. Teilnahmeberechtigt sind Werbeauftraggeber, Werbeagenturen, Werbetreibende und Gestalter mit Sitz im Kanton Bern. Die Inserate müssen zwischen 1. April 2002 und 31. März 2003 mindestens einmal in der Presse erschienen sein. Der Preis wird am 4. September verliehen; Einsendeschluss ist am 16. Juni. Die Ausschreibung kann bei Martin Bürki, [email protected] oder über Telefon 031 384 11 11 bezogen werden.
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