Mit den Kunden mal ins Duftkino

Eventmarketing Ab sofort kann bei Pius Götschis Marketprofi in Aarau das erste mobile, interaktive Duftkino mit «Dolby Senso-Surround» gemietet werden.

Eventmarketing Ab sofort kann bei Pius Götschis Marketprofi in Aarau das erste mobile, interaktive Duftkino mit «Dolby Senso-Surround» gemietet werden.Das einfach transportierbare Kino fasst zehn Personen pro Kurzfilm, was pro Ausstellungstag mit einem fünfminütigen Film bis 1000 Be-sucher möglich macht. Das mobile Kino eignet sich für Messe- oder Sponsoren-Präsentationen, für Promotionen oder Events. Das Kino verfügt über eine Bildschirmgrösse von 2,4 x 1,36 Meter und bietet neben der Möglichkeit einer Duftsteuerung bei einzelnen Sequenzen auch Vibrationseffekte.Kann je nach Movie auch mal vibrieren: Interaktives Duftkino.

«It’s the Brand»

Noureddine Ennair ist Director of Sales im Zürcher Verkaufsbüro von CNN und verhilft Schweizer Unternehmen zu einer globalen Plattform.

Noureddine Ennair ist Director of Sales im Zürcher Verkaufsbüro von CNN und verhilft Schweizer Unternehmen zu einer globalen Plattform.Eigentlich passt seine Biografie ideal in eine Job Description für den globalen Mediaplayer CNN: Noureddine Ennair ist in Casablanca aufgewachsen und spricht neben Deutsch auch Französisch, Englisch und Arabisch. Er lebt seit 23 Jahren in der Schweiz und besitzt einen Schweizer und einen marokkanischen Pass. Verheiratet ist der Mediaspezialist mit einer Holländerin – folglich bringts ihr zweijähriger Sohn sogar auf drei Pässe. Seine Grundausbildung absolvierte Ennair im nordafrikanischen Geburtsland. Der Abschluss seines Studiums der Sprachwissenschaften und Anglistik an der University of Human Sciences in Casablanca ebnete ihm 1984 den Weg zu einer internationalen Karriere im Mediengeschäft.
Ennair kam aber aus anderen Gründen in die Schweiz. Er wollte seine Sprachkenntnisse vertiefen und studierte an der Zürcher Dolmetscherschule weiter. Noch war sein Bildungshunger nicht gestillt, weshalb er eine Ausbildung am Bieler Sawi folgen liess. 1993 gings dann mit Arbeiten richtig los. Er trat als Senior Mediaplaner bei Young & Rubicam in Zürich ein und war dort anfänglich für die Budgetierung und die Mediaplanung zuständig. 1996 stieg er zum International Media Director auf und übernahm die Verantwortung für den gesamten Bereich des Media Account Management.
Nach neun Jahren bei Young & Rubicam war er ab 2002 bei Universal-McCann in Zürich als Management Supervisor tätig – bis ihn eines Tages ein Anruf von CNN erreichte. «It’s the brand», meint er trocken auf die Frage, was ihn zu CNN gelockt hat. Noch vor dem Internetzeitalter habe der Nachrichtensender bereits das «global village» gelebt.
Seit Anfang Jahr ist Ennair nun Leiter des Zürcher Büros von Turner Broadcasting System Ltd. «Die Schweiz ist für CNN noch ein kleiner Markt, hat aber ein grosses Potenzial», meint der neue Director of Sales. Viele internationale Brands wie UBS, Credit Suisse, ABB, Novartis sind überall in der Welt präsent und sehen in CNN einen Sender, der ideal ihre «international minded» Zielgruppe abdecken kann. Bereits heute stammen zehn Prozent der gesamten Umsätze von CNN International Europe Middle East Africa aus der Schweiz.
CNN International Europe wird aus Büros in Paris und London betreut und verfügt über eine Europa-Zentrale in Berlin. Im neuen Verkaufsbüro in Zürich können Kunden ihre Werbung auf CNN je nach Zielpublikum «taylor made» in den verschiedensten Zielgebieten auf den 35 weltweiten Sendern von CNN wie zum Beispiel Europe, Asia Pacific, USA, aber auch Arabic.com bis hin zu CNN Türk schalten lassen. Neben dem türkischen Ableger mit 50 Prozent lokaler Beteiligung existiert in Madrid ein ähnliches Modell mit einem spanischen Partner.
In Deutschland ist CNN Gründungsmitglied und neben RTL zu 50 Prozent Teilhaber am deutschsprachigen Nachrichtensender n-tv und betreibt zusätzlich – «das ist kein Kannibalismus» – ein Fenster CNN Deutschland.
Als einer der Vorteile für Werbung auf CNN sieht Ennair die enge Zusammenarbeit mit dem Auftraggeber. «Wir verkaufen nicht nur Spotzeit, sondern entwickeln Marketinglösungen, zusammen mit dem Kunden. CNN setzt auf innovatives Sponsoring.» Als ein gelungenes Beispiel ist in jüngster Zeit weltweit die Siegesfahrt der Alinghi in einer Sponsoringsendung der UBS aufgefallen. Im UBS-Format «Inside Sailing» soll es auch in Zukunft unabhängig von der Sportschiene auf CNN Hintergrundinfos zum Segelsport geben. Zusammen mit Rolex wird ein Service-orientiertes Magazin mit dem Titel «Living Golf» produziert.
Erholung findet Ennair, wenn er sich die Rhythm’n’Blues-Gitarre um den Hals schwingt. Er besucht auch gerne Lokale mit Livemusik, und seit er vor drei Jahren an den Rheinfall gezogen ist, vermisst er in der Schweiz auch das Meer nicht mehr so stark.
Hat zwei Pässe und eine Passion fürs Meer: Noureddine Ennair.

Andreas Panzeri

Frame eleven gestaltet People-Sendung der SI

Privat TV Die Screendesignagentur Frame eleven realisiert den On-Air-Auftritt der neuen Sendung «People – das Magazin der Schweizer Illustrierten» auf Sat 1 Schweiz.

Privat TV Die Screendesignagentur Frame eleven realisiert den On-Air-Auftritt der neuen Sendung «People – das Magazin der Schweizer Illustrierten» auf Sat 1 Schweiz.Die Agentur gewann den Auftrag, Hauptsignet, Logo, Billboard, Schlagzeilen, Trenner, Hintergrund, Sendeerkennung und Sound zu gestalten, in einem Pitch. Das von Ringier TV in Zusammenarbeit mit der Schweizer Illustrierten produzierte Magazin startet am 25. August und wird jeweils montags ausgestrahlt.

Exkius mi, kän ju make it?

Versicherungsmarketing Allianz Suisse erklärt Schweizer Konsumenten, warum ihre Kunden mehr Freizeit haben. Wirz Werbung liefert in TV- und Radio-Spots die Begründung dazu.

Versicherungsmarketing Allianz Suisse erklärt Schweizer Konsumenten, warum ihre Kunden mehr Freizeit haben. Wirz Werbung liefert in TV- und Radio-Spots die Begründung dazu.Kunden der Allianz Suisse sind anders. Das wissen Herr und Frau Schweizer spätestens, seit Koni Schafroth und Vittorio Inocente auf Plakaten und in TV-Spots ihre exotischen Hobbys vorgestellt haben. Ob Flugzeuginnovation oder Extrem-Biking, die Protagonisten frönen virtuos ihren Freizeitbeschäftigungen, da ihnen Allianz Suisse den «Versicherungskram» abnimmt. Dies versprachen die Assekuranz und Wirz Werbung in der Positionierungskampagne. Heute belegt das Allfinanzunternehmen – es ging 2002 aus den Versicherungen «Berner», Elvia und Allianz Schweiz hervor – in Sachen Bekanntheit den fünften Platz hinter Mobiliar, Winterthur, Zürich und Basler. Dieser Platz entspricht laut Urs Bretschger, Leiter Marketing Services bei Allianz Suisse, auch der Stellung im Markt.
Die Positionierung und das Branding soll eine neue TV- und Radio-Kampagne aus dem Hause Wirz weiter unterstützen – dabei fokussiert sie stärker auf einzelne Produkte. Ein weiterer Punkt besteht laut CD Matthias Freuler darin, «den Leuten klar zu machen, warum sie mehr Freizeit haben». Den «Reason-why» hinter dem Kundenbenefit dramatisieren die Kreativen mit ausgewählten Nicht-Allianzkunden. Diese betreiben zwar auch ein Hobby, outen sich aber mangels Übung als Anfänger. Versuche, mit einem Strike beim Bowling zu brillieren oder das Tanzbein im Takt zu schwingen, bleiben im TV-Spot erfolglos. Nach gleichem Muster sind die Radiospots gestrickt: Die Sprecher versuchen sich in drei Landessprachen etwa im Englischunterricht oder im Dichten.
«Die Aussage ‹Unsere Kunden haben mehr Freizeit› hat Visionscharakter», meint Bretschger zur Einlösbarkeit des Werbeversprechens. «Wir versuchen die nötigen Freiräume unserer Mitarbeiter durch neue Informatiksysteme, klarere Strukturen und Straffung des Angebots zu erzielen.»
Schlechtes VersicherungsjahrDie helvetische Assekuranzwirtschaft blickt laut Schweizerischem Versicherungsverband (SVV) auf ein «schwieriges Jahr» zurück. Obwohl das gesamte Prämienvolumen gestiegen ist, verbuchten die Gesellschaften nach dem verlustreichen 2001 auch im letzten Jahr markante Ertragseinbrüche.
Hauptgründe dafür sieht der SVV in der starken Aktienbaisse sowie im anhaltenden Rückgang des Zinsniveaus. Gesunken sind darum auch die Bruttowerbeausgaben: Investierten Versicherungen vor zwei Jahren noch fast 90 Millionen Franken in die Kommunikation, waren es 2002 noch knapp 70.
Der negativen Performance auf den Finanzmärkten konnte sich auch Allianz Suisse nicht entziehen und verbuchte 2002 rund 170 Millionen Franken Verlust. 2001 erwirtschaftete das Unternehmen noch einen Gewinn von 96 Millionen Franken.
Simone Keller

Le Menu will spielend Leser binden

Die Kochzeitschrift Le Menu der Schweizer Milchproduzenten lanciert am 20. Juni ein neues Leserbindungs-Spiel.

Die Kochzeitschrift Le Menu der Schweizer Milchproduzenten lanciert am 20. Juni ein neues Leserbindungs-Spiel.Mit der Entwicklung wurde Frei & Glaus beauftragt. Bis Dezember werden Leserinnen und Leser aufgefordert, Früchte- und Gemüsesymbole im redaktionellen Teil zu suchen und die jeweilige Seitenzahl auf der Promotionsseite einzutragen. Mit dem daraus resultierenden Zahlencode können die Teilnehmenden über eine Audiotex-Applikation an einer Sofortpreis-Verlosung teilnehmen.

Ticino Oggi eingestellt

Gratiszeitungen Ticino Oggi hat nach bloss 222 Ausgaben seinen Betrieb per sofort eingestellt.

Gratiszeitungen Ticino Oggi hat nach bloss 222 Ausgaben seinen Betrieb per sofort eingestellt.Der Verwaltungsrat des Gratisblatts begründete den Schritt mit dem Skandal um den Direktor des Tessiner Gratisblattes, den Lega-Nationalrat Flavio Maspoli. Dieser hatte Unterschriften für ein Referendum gefälscht. Ticino Oggi wurde vom Thermoselect-Patron Günter Kiss finanziert. Dieser benutzte die Zeitung als Plattform für seine Firma, die sich im Tessin um den Bau einer Kehrichtverbrennungsanlage bemüht.

L’Agéfi cartooniert den Kioskaushang

Print Statt mit Schlagzeilen wirbt die Westschweizer Wirtschaftstageszeitung L’Agéfi künftig mit Cartoons.

Print Statt mit Schlagzeilen wirbt die Westschweizer Wirtschaftstageszeitung L’Agéfi künftig mit Cartoons.Den Kioskaushang ziert seit Dienstag jeweils eine Zeichnung aus der spitzen Feder von Marc Gaudet, der für L’Agéfi seit 2000 seinen kritischen Blick aufs ökonomische Geschehen wirft. Es handle sich dabei um eine innovative Premiere für den Schweizer Markt, schreibt das Blatt in einer Mitteilung. Für die nächsten Monate kündigte L’Agéfi weitere Neuheiten an.

Eklat bei Golf & Country

Special Interest Kaum hat die Golfsaison richtig begonnen, fliegen schon die Fetzen.

Special Interest Kaum hat die Golfsaison richtig begonnen, fliegen schon die Fetzen.Nach Informationen der Werbewoche ist Urs H. Dillier, bisheriger Geschäftsleiter des VIP Media Verlages (Golf & Country, Petri Heil, Kavallo) per 30. Mai 2003 als Geschäftsleiter und als Gesellschafter ausgeschieden. Seine Nachfolge als Geschäftsleiter des in Scherzingen domizilierten Verlages hat Hans Jörg Dietiker übernommen, Chefredaktor der Zeitschrift Petri Heil. Mit dem Ausscheiden von Dillier als Gesellschafter gehört der VIP Media Verlag nun zu 100 Prozent der Hamburger Verlegerin Alexandra Jahr. Bisher hatte sie am Schweizer Verlag einen Anteil von rund 75 Prozent gehalten.
Den Austritt von Dillier begründete Dietiker mit der «finanziellen Entwicklung beim VIP Media Verlag in den vergangenen Jahren» und ergänzte: «Dillier konnte seinen Verpflichtungen als Gesellschafter nicht mehr nachkommen.»
(dse)

Keine Rettung mit dem Ochsenkarren

Versicherungen Fern der Schweiz weckt Catsky & Partner Vertrauen in eine Versicherungsleistung der Suva.

Versicherungen Fern der Schweiz weckt Catsky & Partner Vertrauen in eine Versicherungsleistung der Suva.Das New Case Management (NCM) gilt als eines der zentralen Projekte der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt Suva. Mit dieser Reorganisation will das Nonprofit-Unternehmen, bei dem derzeit rund 1,8 Millionen Arbeitnehmer und über 108000 Betriebe versichert sind, «ein neues Zeitalter der Schadenabwicklung» einläuten, wie Willi Morger, Mitglied der Geschäftsleitung, meint. Die Suva stellt mit NCM auf eine zeitgemässe Fallabwicklung um, die «die starke Stellung der Suva in diesem Bereich weiter festigen wird». Kernelement des neuen Konzepts ist die frühzeitige und umfassende Betreuung von Verunfallten in komplexen Fällen.Als erste Massnahme im Rahmen des NCM-Projekts wird Catsky & Partner die Lancierung einer neuen, weltweiten Assistance-Leistung der Suva kommunikativ begleiten. Zu ihrer Einführung sind eine Print-kampagne, ein TV-Spot, eine Broschüre sowie ein Internetauftritt realisiert worden.
Lauter leere VersprechungenDer von Wirz + Fraefel produzierte Spot arbeitet mit schwarzem Humor und zeigt einen listigen Touristenführer beim Verkauf seiner Angebote. Mit den Worten «Welcome to Dream Island» preist er seinen Strand. An diesem scheint die Sonne «jeden Tag» – obgleich in der nächsten Einstellung ein Gewitter über die Trauminsel hereinbricht. Auch der Swimming Pool sei «Tag und Nacht für Sie bereit», blufft er – doch in Wahrheit warnt ein Schild: «Pool is closed». Auch ein romantisches Restaurant wird mit total dem Bild widersprechenden Qualitäten geschildert, bevor der Spot seine Pointe in einem Ochsenkarren findet. Dieser wird als «Ambulanz für alle Notfälle» angepriesen. Der korrigierende Kommentar: «Besser, Sie verlassen sich auf die Assistance von Suva Care. Medizinische Hilfe bei Notfällen im Ausland.»
Neben den Spots wollen auch Plakate mit exotischen Schauplätzen die Aufmerksamkeit des Publikums erregen. Ein Känguru prallt vor dem Ayers Rock gegen ein Strassenschild und fällt ohnmächtig zu Boden. Auf dem Schild ist ironischerweise zu lesen: «Universitätsspital Zürich, 100 m».
Mit diesen sofort als «weit weg» erkennbaren Sujets in Kombination mit dem Schild eines Schweizer Spitals wollte die Agentur visualisieren, dass Suva-Versicherte in jeder Situation sehr nahe bei einem Spital ihres Vertrauens sind. Die Plakate in der Region Bern sind zur weiteren Verdeutlichung mit einem Schild «Inselspital», und die in der welschen Schweiz aufgehängten Plakate mit dem Schild eines Lausanner Spitals gestaltet worden. Damit zeige die Suva, dass sie sich künftig «noch näher zum Versicherten» hinwenden wolle, erklärt Catsky.
Mit rabenschwarzem Humor weckt Catsky & Partner im neuen Suva-Spot die Angst des Schweizers vor dem Kranksein im Ausland.

Selbst auf der Osterinsel kennt die Suva den Weg nach Bern.
Andreas Panzeri

Affen ohne Bananen

Aufgefallen Beratungsfirmen leiden am stärksten unter der gegenwärtigen Vertrauenskrise. Erfolg wird künftig nur mehr haben, wer (Medien)Unternehmen seine eigenen Themen verkauft.

Kolumne Beratungsfirmen leiden am stärksten unter der gegenwärtigen Vertrauenskrise. Erfolg wird künftig nur mehr haben, wer (Medien)Unternehmen seine eigenen Themen verkauft.DasConsulting-Business klagt über Überkapazitäten, Imageprobleme, ein bisher unbekanntes Misstrauen. Was ist geschehen? Nehmen wir die Schweiz, ein Land, das schwere Firmenkrisen hinter sich hat; die schlimmste war zweifellos das Swissair-Grounding. Natürlich haben an der selbstmörderischen Expansionsstrategie dieser Firma, an den happigen Strategiefehlern auch Berater mitgewirkt. Der Schweizer Boulevard hat ja auch eine Zeit lang davon gelebt, als er von McKinsey verlangte, die Firma solle ihre Honorare zurückzahlen. Es macht indes keinen Sinn, falsche Management-Entscheidungen den Beratern anzuhängen. Dass solche Krisen am Image der ehemals boomenden Branche kratzen, lässt sich aber nicht bezweifeln.Das Problem liegt tiefer. Das Platzen der New-Economy-Blase hat tiefes Misstrauen geschaffen. Die Euphorie kam natürlich nicht ohne Berater zu Stande. Weshalb der Wirtschaftswissenschaftler Fredmund Malik richtig bemerkte: «Die meisten E-Business-Apostel waren Träumer und Fantasten. Leute, die bei den Gründerwettbewerben dabei waren, von Business Models, Business Angels und Money Burning Rates faselten, sind Ignoranten. Wer den Unfug von einer ewig steigenden Börse vertreten hat, ist schlichtweg dumm, historisch ungebildet und latent betrügerisch.» So manche Beratungsfirma muss sich diese Worte hinter die Ohren schreiben. Manche Universitätsfakultäten übrigens auch.
Ein drittes Element kommt hinzu: die ungesunde Vermischung von Rechnungsprüfung, Beratung und Investmentbanking. Die Mauern, die diese Bereiche traditionell trennen, waren offenbar häufig zu niedrig. Das hat zu den bekannten Umgründungen grosser Firmen geführt.
Auch bei Unternehmen der Medienbranche fehlte oft genug guter Rat. So kam es, dass Kommunikationsfirmen viel zu viel Geld für Internetauftritte ausgaben, klassische Zeitungsunternehmen sinnlos Buchverlage zusammenkauften und Telekommunikationsfirmen sich beim Kauf von UMTS-Lizenzen masslos verschuldeten. Gelegentlich sollten Berater ihre Klienten halt gegen den Strich bürsten, wenn sie langfristig im Geschäft bleiben wollen.
Das Zentralproblem jedoch ist: Die Menschen flippen den Unternehmen (und natürlich auch den Beratern) weg. Die Lebensführung der Menschen wird historisch vorbildlos. Viele Leben sind sozusagen experimentelle Leben. Das muss jeder Berater mit einkalkulieren. Er muss sozusagen Anthropologe sein, einer, der den Menschen – als Kunden – genau kennt. Das ist heute entscheidender als trendige Begriffshuberei.
Weiter werden wohl nur jene Beratungsfirmen wachsen, die selbst Themen setzen. Solche Aktionen verlangen indes Vorinvestitionen. Man muss sich Leute leisten, die mehr forschen als beraten. Man muss den politischen und gesellschaftlichen Diskussionen folgen. Kurz: Wer Geld verdienen will, muss auch in diesem Metier zunächst solches pro bono investieren.
Wie nötig Berater manchmal sind und bleiben, zeigt das berühmte Affenexperiment. In dieser Versuchsanordnung wird eine ganze Gruppe von Tieren mit einem kalten Wasserguss bestraft, wenn eines von ihnen nach einer auf der obersten Sprosse einer Leiter befestigten Banane greift. Bald haben die Affen das «gelernt» und lassen die Banane sein. Schickt man nun ein neues Versuchstier, das die Erfahrung des Wasserschlauchs nie gemacht hat, in den Käfig, will es natürlich die Banane holen. Die «erfahrenen» Affen hindern den Neuling an dieser Aktion. Die Pointe der Geschichte liegt darin, dass man alle nass gespritzten Affen durch «unerfahrene» ersetzen kann: Die Angst vor dem Schlauch wird auch auf diese Tiere übertragen. Resultat: Die Banane bleibt unberührt. Aufgabe des Beraters ist es deshalb, seine Klienten nach dem Motto zu ermuntern: «Nehmt euch die Banane, die haben gar keinen Schlauch mehr.»
Peter Glotz war Bundesgeschäftsführer der SPD und bis 1996 Mitglied des Deutschen Bundestags. Heute lehrt der Professor Medienmanagement an der Universität St.Gallen.

Champions League weiter bei SRG

Sportrechte Die Fernsehsender der SRG werden die Spiele der Champions League für weitere drei Jahre exklusiv übertragen.

Sportrechte Die Fernsehsender der SRG werden die Spiele der Champions League für weitere drei Jahre exklusiv übertragen.Die SRG und der europäische Fussballverband Uefa haben den Ende Juni 2003 auslaufenden Vertrag bis 2006 verlängert. SF 2 wird wie bisher am Mittwoch ein Spiel live zeigen und am Dienstag die Partien des Tages zusammenfassen. TSR und TSI übertragen auf ihrer zweiten Senderkette jeweils am Dienstag und Mittwoch ein Spiel live.

«Das Plakat» zum 20. Mal ausgeschrieben

Zum 20. Mal zeichnet der Internationale Wettbewerb «Das Plakat» die besten Arbeiten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz mit Litfasssäulen in Gold, Silber und Bronze aus.

Zum 20. Mal zeichnet der Internationale Wettbewerb «Das Plakat» die besten Arbeiten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz mit Litfasssäulen in Gold, Silber und Bronze aus.Der Preis wird vom Kommunikationsverband Bayern ausgeschrieben, der neu unter der Marke CommClubs Bayern auftritt. Plakate, die zwischen 2002 und dem 30. Mai 2003 ausgehängt waren, können bis 20. Juni eingereicht werden. Die Preisverleihung findet im November statt. Teilnahmeunterlagen gibts unter geschaefts [email protected] oder Fax 0049 89 688 61 71.
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