Tele Züri: Die Nase vorn an der Street Parade

Lokal-TV Insgesamt 460000 Personen sahen Live-Übertragung und Zusammenfassung der Street Parade auf Tele Züri.

Lokal-TV Insgesamt 460000 Personen sahen Live-Übertragung und Zusammenfassung der Street Parade auf Tele Züri.Die Zürcher bevorzugten ihren Regionalsender gegenüber SF 2. Nach eigenen Angaben erreichte Tele Züri bei der Live-Übertragung von 14 bis 18 Uhr einen Marktanteil von 27,2 Prozent in der Zielgruppe 15 bis 49 Jahre innerhalb seines Konzessionsgebiets. Der Wert von SF 2 liege bei 23,2 Prozent. Auch bei der Nutzung pro Seher in dieser Zielgruppe sieht sich TeleZüri mit 51,3 Minuten gegenüber 33,6 Minuten von SF 2 in Führung.

Weko nimmt Le-Temps-Deal unter die Lupe

Print Die Wettbewerbskommission (Weko) unterzieht die gemeinsame Mehrheitsbeteiligung von Ringier und Edipresse an der Genfer Tageszeitung Le Temps einer vertieften Überprüfung.

Print Die Wettbewerbskommission (Weko) unterzieht die gemeinsame Mehrheitsbeteiligung von Ringier und Edipresse an der Genfer Tageszeitung Le Temps einer vertieften Überprüfung.In der vorläufigen Prüfung hätten sich Anhaltspunkte gezeigt, wonach die bereits marktbeherrschende Stellung von Edipresse auf dem Pressemarkt Romandie durch die gleich starke Beteiligung von Ringier an Le Temps weiter verstärkt würde, schreibt die Weko.

Energy für Teenies

Privat-Radios Das in Energy Zürich umfirmierte Hitradio Z wendet sich einer massiv jüngeren Hörerschaft zu und holt Roman Kilchsperger wieder vors Mikrofon.

Privat-Radios Das in Energy Zürich umfirmierte Hitradio Z wendet sich einer massiv jüngeren Hörerschaft zu und holt Roman Kilchsperger wieder vors Mikrofon.Ab dem 15. August wird im Zürcher Radiomarkt nichts mehr sein wie vorher. Nach zwei Jahrzehnten Kopf-an-Kopf-Rennen der beiden Platzhirsche um das gleiche Publikum, verabschiedet sich Hitradio Z Richtung 15- bis 34-Jährige – Radio 24 bedient das Zielpublikum der 15- bis 49-Jährigen künftig für sich alleine. Noch wichtiger: Mit dem Namenswechsel zu Energy Zürich hält eine neue Radiophilosophie in der Limmatstadt Einzug: Die französische NRJ Groupe bringt ihr in neun europäischen Ländern erfolgserprobtes Radio-Know-how in die Redaktionsräume des bisherigen Hitradio Z. NRJ kann sein Erfolgsrezept vom ersten Tag an kompromisslos umsetzen, denn deren Radioprofis haben beim Sender künftig alleine das Sagen. Zwischen den beiden Besitzern wurde eine klare Aufgabenteilung eingerichtet: NRJ betreibt den Sender, Goldbach Media kümmert sich um Vermarktung und Marketing.Die Schweizer Lokalradiolandschaft erwarte die grösste Frischzellenkur seit ihrer Geburt vor 20 Jahren, wie die Sendervertreter an einer Kundenorientierung zu verstehen gaben. «Zusammen mit den Möglichkeiten des internationalen NRJ-Netzwerkes werden wir uns gegenüber allen anderen Privatradios der Schweiz abgrenzen», erklärte der VR-Delegierte Jörg Bachmann. Völlig ungewohnt tönte die Botschaft in Richtung des bisherigen Konkurrenten Radio 24: «Wir wollen aneinander vorbeikommen», betonte IPM-Chef Michi Frank. Die Zeiten der Me-too-Produkte gehörten für immer der Vergangenheit an.
Ganz im Vordergrund standen die verbreiteten Ängste, in Zürich würde nun ein ausländisches Standardrezept mit wenig Bezug zum hiesigen Publikum umgesetzt. «Ein Sender kann nur Erfolg haben, wenn er sich an seinem lokalen Publikum ausrichtet, das zeigt uns die eigene Erfahrung immer wieder neu», erklärte Francis Rivollet, International Management Deputy bei der NRJ Groupe. «Energy Zürich wird anders sein als alle übrigen 100 NRJ-Stationen.» Das ging offenbar nicht ohne Druck auf Goldbach Media. Dort sei man nicht einverstanden gewesen, Hitradio Z einfach in «Energy» umzubenennen, so Rivollet.
Das auf jung getrimmte Energy Zürich bringt eine hier zu Lande eher seltene Stärke mit: Das Radionetzwerk pflegt rege Beziehungen zu den Stars – und lässt sein Publikum daran teilhaben: Einladungen an Privatkonzerte, Backstage-Reportagen und Meet & Greets gehören dazu. Mit dem geballten Potenzial an Star-Connections erhält Radio 24 – bisher der einzige Sender mit einem Draht zur Welt des Glamours – jetzt scharfe Konkurrenz.
Auch DRS 3 und 105 im VisierFür die NRJ Groupe ist der Eintritt in den Zürcher Radiomarkt auch ein Novum, weil sie damit von ihrem bisher streng durchgehaltenen Businessmodell abrückt. «Das ist der erste Fall, bei dem die NRJ Groupe die Vermarktung dem lokalen Anbieter übergibt», erklärte Rivollet.
Die allergrösste Spannung gilt jetzt aber dem Publikumserfolg bei Energy Zürich. Klar ist schon jetzt: Wenn man das Zielgruppensegment um 15 Altersjahre verkürzt, müssen im Gegenzug etliche zielgruppenkonforme Hörer hinzugewonnen werden, damit die Abgänge einigermassen kompensiert werden. «Sehr viele unserer bisherigen Hörer werden bleiben, einige werden weggehen – damit müssen wir leben», sagte Frank. Energy Zürich werde aber darauf hinarbeiten, ein neues Publikum anzusprechen. «Zum Beispiel tönen wir sicher auch gut für Leute, die bisher DRS 3 oder 105 hörten.»
Keine einfache Sache ist die Berechnung der Werbetarife – denn die künftige Hörerzahl des umgebauten Senders steht im Moment in den Sternen. Und das wird bis einige Wochen nach dem Start so bleiben, wenn die ersten Radiocontrol-Zahlen vorliegen. Goldbach Media hat das Problem so gelöst: Die Tarife von Hitradio Z behalten bis Ende Jahr Gültigkeit, aber der Vermarkter gewährt einen Einführungsrabatt von 30 Prozent. Ab 2004 zählen die tatsächlichen Publikumswerte. Mit einem Verlust an Aufmerksamkeit rechnet Frank aber ohnehin nicht. «Wir glauben daran, dass Energy Zürich vom ersten Tag an etwas bewegen wird», meinte er.
Frische Brise über Zürichs Radiolandschaft: Mit dem Ende von Hitradio Z wechselt auch der optische Auftritt des Lokalsenders.
Aus Radio Edelweiss wird Basel 0neMit einem neuen Namen, neuem Format und neuem Logo geht auch das Baselbieter Radio Edelweiss in die Zukunft: Ab 25. August heisst es Basel One. Denn der Sender will die Stammhörerschaft so ausbauen, «dass Basel One ein erfolgreicheres Radio wird», sagt Tanja Schmidt, Leiterin audiovisuelle Medien bei der Besitzerin Basler Mediengruppe.
Intern bestehe zudem das ambitionierte Ziel, Basel One «bis in zwei Jahren zur Nummer eins in der ganzen Region – nicht primär in der Stadt Basel – zu machen», sagt sie.
Doch anders als bei Hitradio Z wird mit der Vergangenheit nicht gebrochen. «Basel One wird nicht etwas radikal Neues – aber anders wird es auf alle Fälle», sagt Schmidt. Auch bei Basel One hat NRJ, das zu 24 Prozent beteiligt ist, konzeptionell mitgearbeitet, doch sei «kein NRJ-Konzept übergestülpt worden», betont Schmidt. So steht auch noch nicht fest, wie Basel One vom internationalen NRJ-Netz profitieren wird. Schmidt möchte jedenfalls nicht, dass es bloss Star-Interviews von deutschen NRJ Radios übernimmt.
Den bisherigen Musikstil wird Basel One in etwa weiterführen, jedoch gezielter abgestimmt auf das Zielpublikum der 15- bis 40-Jährigen. Die News wünscht sich Schmidt prägnanter – und voraussichtlich zur vollen Stunde (in der Primetime auch halbstündlich). Bisher wurden sie jeweils fünf Minuten vor DRS und Basilisk ausgestrahlt.
Bei der Werbung wird Basel One neu Crossmedia-Pakete mit der
Basler Zeitung und dem Baslerstab anbieten. Bereits wurde der Personalbestand im Verkauf um zwei Mitarbeitende aufgestockt. (mk)
Weniger Einheitsbrei«Das Radio ist bereits erfunden, wir werden es aber trotzdem ein bisschen neu erfinden» – so der Tenor an der Kundenorientierung zur Lancierung von Energy Zürich. Das Rezept: Viel lokaler Bezug bei den stündlichen (am Morgen halbstündlichen) News – auf einem Musikteppich mit den «Hits der Stars von heute». Als garantiertes Publikumszugpferd konnte Zürichs bekannteste Morgenstimme, Roman Kilchsperger, verpflichtet werden. Er moderiert täglich von 5 bis 10 Uhr die Morgensendung «Energy – mein Morgen». Musikalisch ist mehr Abwechslung programmiert: Neue Musiktitel werden bereits früher gespielt und nicht erst, wenn sie in den vordersten Charträngen angelangt sind. Dafür werden sie aber auch rascher wieder ausgewechselt. Energy will zum Trendsetter werden – ganz nach dem Wunsch einer jüngeren Zielgruppe. (dse)
Daniel Schifferle

Euro-Dialog

DM-Agenturen Seit dem 1. August ist die DM-Landschaft um eine Agentur reicher.

DM-Agenturen Seit dem 1. August ist die DM-Landschaft um eine Agentur reicher.Euro RSCG Dialog heisst die Direct Marketing Unit der Zürcher Agenturniederlassung. Als Kunden wurden bereits Swiss Post International, das SBB-Stammkunden-Marketing sowie der langjährige «klassische» Kunde Peugeot gewonnen. Daneben betreut Euro RSCG Dialog DM-Mandate für bestehende Kunden. Mit einem Podestplatz am Schweizer DM-Preis 2003 und einem silbernen Cannes-Löwen in der Tasche will die Unit hoch hinaus: Ziel sei die erste Liga der DM-Agenturen, so Euro-CEO Frank Bodin. Erfolg verspricht er sich mit dem Agenturmodel «Power of One». Dieses beinhalte eine für alle Kommunikationsmassnahmen zentrale strategische Planung und Kreation. Bodin: «Es macht keinen Sinn, kreative Doppelseiten-Gestalter und unkreative Mailing-Schreiber zu unterscheiden». (sk)

AdRating

Energy Zürich

Energy ZürichLauter Pappkameraden lässt Frank Bodin für Energy Zürich aufstellen. Gewagt? Sender einstellen (100,9) und lässig auf die Maus klicken. Wo? Wie immer unter www.werbewoche.ch/adratingOrangeCinema
War diesen Sommer halt eindeutig zu wenig cool, die Openair-Orange-Werbung fürs Kinopolster am Seeufer.

Aegis drückt aufs Gaspedal

Mediaagenturen Das erweiterte Agenturkonzept der Aegis Group ist jetzt auch in der Schweiz gestartet: Neben Carat finden zwei weitere Einheiten – Vizeum und Aegis Media Central Services – unter demselben Dach Platz.

Mediaagenturen Das erweiterte Agenturkonzept der Aegis Group ist jetzt auch in der Schweiz gestartet: Neben Carat finden zwei weitere Einheiten – Vizeum und Aegis Media Central Services – unter demselben Dach Platz.Die bisher in der Schweiz durch Carat vertretene Aegis Group (London) hat ihre Struktur erweitert – die neue Organisationsform ist ein Abbild des neuen Models, mit dem die Gruppe künftig im ganzen europäischen Raum gleich operieren will. Diesem Erfolgsmodell entsprechend, werden unter dem Dach der Aegis Media Group Switzerland künftig drei selbstständige Unternehmen im Markt aktiv sein:
Die Mediaberatungsagenturen Carat und Vizeum – Letztere wird in den nächsten Wochen durch die Umfirmierung von Mediahaus Seefeld gegründet – beraten als Client Service Organisationen sowohl Kunden aus den entsprechenden Netzwerkagenturen als auch lokale Auftraggeber.
Die dritte Firma umfasst die Aegis Media Central Services, die den Mediaeinkauf zentral realisiert und zusätzlich die gemeinsamen Services (Finanzen, Personal, Marktforschung) erbringt.
Des Weiteren wurde die Car Communications Competence AG (CCC) als Schweizer Tochtergesellschaft der auf den Automarkt spezialisierten CCC Deutschland gegründet – sie konnte mit Saab Automobile Schweiz AG bereits einen ersten Neukunden gewinnen.
Anziehender Werbemarkt
Auch die beiden Aegis Media Beratungsagenturen verzeichneten bereits Zuwachs: Dell Computer und Fromageries Bel (Suisse) werden ab sofort von Carat betreut, JT International Switzerland wird für seine Marken Camel, Winston und Mild Seven von Vizeum beraten.
Agenturchef Andy Lehmann selber übernimmt zwei Aufgaben: Neben der Gesamtverantwortung für die Aegis Media Group Switzerland leitet er die Aegis Media Central Services. Diese realisiert den Mediaeinkauf für alle Kunden der beiden Beratungsagenturen Carat und Vizeum sowie für CCC und erbringt zusätzlich die gemeinsamen Services.
Die bisherige Leiterin von Carat Switzerland, Jane Borgstrøm, behält ihre Funktion als Managing Director von Carat Schweiz.
Bei Vizeum Schweiz, die personell aus dem bisherigen Team von Mediahaus Seefeld besteht, wird ab Januar 2004 Sekan Kee als Managing Director das Ruder übernehmen. Sekan Kee ist seit rund vier Jahren im Team von Andy Lehmann engagiert.
Gesamthaft wird die Aegis Media Group Switzerland rund 35 Mitarbeitende beschäftigen – wovon 15 Personen bei Carat, 10 bei Vizeum und 10 Personen bei Aegis Media Central Services tätig sind.
Lehmann neigt bereits wieder zu Optimismus, was die künftige Entwicklung der Werbeausgaben betrifft. «Ab Herbst wird es anziehen – das ist nur schon wegen des Basis-Effekts so, denn noch weiter runter als im Vorjahr werden die Investitionen nicht mehr gehen». Für 2004 rechnet Lehmann mit einem Wachstum der Werbeausgaben «zwischen drei und fünf Prozent».
Zeigt sich optimistisch: Andy Lehmann, CEO der Aegis Media Group Switzerland.
Daniel Schifferle

Nikon konsolidiert Europa-Etats bei McCann

Der japanische Kamerahersteller Nikon konsolidiert seine Werbebudgets für Deutschland, Frankreich und Grossbritannien bei McCann-Erickson in Düsseldorf.

Der japanische Kamerahersteller Nikon konsolidiert seine Werbebudgets für Deutschland, Frankreich und Grossbritannien bei McCann-Erickson in Düsseldorf.McCann setzte sich in einem Pitch gegen die drei weiteren Nikon-Stammagenturen BMP DDB, Red Cell und Asatsu-Dentsu durch, wie Werben & Verkaufen berichtete. Der Etat wird auf zwölf Millionen Euro beziffert.

SonntagsZeitung stellt Lifestyle-Beilage ein

Wochenpresse Die Lifestyle-Beilage «Look» der SonntagsZeitung (SoZ) wird eingestellt.

Wochenpresse Die Lifestyle-Beilage «Look» der SonntagsZeitung (SoZ) wird eingestellt.Die Juni-Ausgabe unter dem Titel «Sommer-Festival» war die letzte, die Ausgaben vom September und November zu den Themen Wohnen und Weihnachtsshopping werden nicht mehr realisiert. «Look» ist vergangenen November erstmals erschienen. Sechs Nummern waren für dieses Jahr geplant. Laut SoZ-Verlagsleiterin Sandra Geiger verkaufte sich das Magazin auf dem Werbemarkt zu schlecht.

SW gibt Überblick über Werbeverbote

Seit das Bundesgericht das Werbeverbot des Kantons Genf für Tabakprodukte sowie gewisse alkoholische Getränke als legal bezeichnet hat, streben zahlreiche weitere Kantone ähnliche Massnahmen an.

Seit das Bundesgericht das Werbeverbot des Kantons Genf für Tabakprodukte sowie gewisse alkoholische Getränke als legal bezeichnet hat, streben zahlreiche weitere Kantone ähnliche Massnahmen an.Nicht weniger als 19 Motionen oder Postulate sind seither in 15 kantonalen Parlamenten eingereicht worden. In ihrem Newsletter Monitor publiziert die Schweizer Werbung (SW) erstmals eine Übersicht über die aktuelle Situation im Kampf um die Suchtmittelwerbung. Monitor kann bei der SW unter Tel. 01 211 40 11 oder [email protected] bestellt werden.

«Emotionsreiche Marketingplattform»

Sponsoring VII Punkto Vermarktung ist der Weltfussballverband Fifa mit der Austragung der WM weltweit klar die Nummer 1. Paul Ruschetti, Leiter Marketing Kommunikation der Fifa Business Division, über die Zukunft des Milliarden-Events.

Sponsoring VII Punkto Vermarktung ist der Weltfussballverband Fifa mit der Austragung der WM weltweit klar die Nummer 1. Paul Ruschetti, Leiter Marketing Kommunikation der Fifa Business Division, über die Zukunft des Milliarden-Events.
WW: Einige Marketingexperten glauben, dass in Sachen Vermarktung mit der letzten Fussball-WM in Korea und Japan die oberste Limite erreicht worden ist. Schwarzmalerei oder Fakt?Paul Ruschetti: Dass solche Spekulationen weder auf Fakten noch auf Sachkenntnis beruhen, belegen die konkreten, in diesem Frühjahr von der Fifa veröffentlichten Zahlen. Basierend auf den bereits bestehenden Verträgen sind für die Fifa Fussball-WM 2006 Marketingerträge von insgesamt etwas mehr als 800 Millionen Franken budgetiert. Damit werden die Marketing-Einnahmen aus der Fifa WM 2002 um gut 150 Millionen Franken übertroffen. Ebenfalls klar höher als 2002 fällt der Ertrag aus dem Verkauf der TV-Rechte aus. Am WM-Turnier in Korea und Japan wurde dafür eine Garantiesumme von 1,3 Milliarden Franken bezahlt, für die Fifa WM 2006 beläuft sich diese auf 1,5 Milliarden Franken. Zudem zeichnen sich in den Bereichen Licensing und Hospitality für 2006 ebenfalls höhere Erträge ab.
Solche Ergebnisse erstaunen. Andere Events haben angesichts der Wirtschaftskrise Mühe, Sponsoren zu finden.
Dies ist einfach zu erklären: Unternehmen tätigen höhere Investitionen nur, wenn damit ein entsprechender Mehrwert verbunden ist. Kann dieser nicht geboten werden, bleiben auch neue oder höher dotierte Sponsorverträge aus.
Die Fussball-WM kennt solche Probleme aber scheinbar nicht.
Unsere Zahlen sprechen für sich: Von den 15 Fifa-Partnern des Fifa World Cup Korea/Japan sind zwölf auch an der Fifa WM 2006 in Deutschland wieder dabei. Ein beachtlicher Erfolg, wenn man bedenkt, dass von den drei ausgeschiedenen asiatischen Partnern wegen ihrer kontinental ausgerichteten Geschäftspolitik eine Vertragserneuerung nicht geplant war. Bereits im Frühjahr 2003 waren die drei offenen Hauptsponsoren-Pakete wieder besetzt. Noch nie zuvor hatte damit das Sponsoring-Programm einer Fifa WM zu einem so frühen Zeitpunkt komplettiert werden können.
Lässt sich aus der WM überhaupt noch mehr Geld beziehungsweise
Gewinn herausholen?
Fakt ist: Die Zeiten, in denen unter erfolgreichem Sportmarketing vorab die Akquisition von Sponsoren mit möglichst hohen Erträgen verstanden werden konnte, sind definitiv vorbei. Gefragt ist dafür die laufende Entwicklung und wirkungsvolle Umsetzung von innovativen, möglichst individualisierten und emotionsreichen Marketingplattformen, über die sich verschiedenste Zielgruppen massgeschneidert ansprechen lassen.
Als massgeschneiderte Lösung sehen viele Sponsoren derzeit die Titelrechte eines Events. Hatten Sie schon je Anfragen, die Titelrechte der Fifa WM an einen Sponsor zu verkaufen?
Ein Titelsponsoring in diesem Sinne kommt für die Fifa WM nicht in Frage und stand auch nie zur Diskussion. Ein derart starker und weltweit überaus populärer Eventbrand wie die Fifa Fussball-Weltmeisterschaft würde durch eine derartige kommerzielle Nutzung markant an Wert verlieren. An weniger renommierten Anlässen, wie etwa dem Fifa Women’s World Cup, der in diesem Herbst in den USA ausgetragen wird, gibt es dagegen einen Presenting Sponsor (presented by MasterCard).
Wie können Sie das Interesse der Sponsoren befriedigen, ohne dass die Weltmeisterschaft an Wert verliert?
Zur Entwicklung und Implementierung von neuartigen, möglichst individualisierten Plattformen und Profilierungsmöglichkeiten ist stets auch ein gewisses Mass an Innovationsgeist und kreativer Freiheit notwendig. Andererseits müssen zum Schutz und zur Wahrung der Integrität des Fussballs sowie der Exklusivität der wertvollen Marketingrechte gleichzeitig auch klare Normen und Regeln festgelegt und eingehalten werden. Eine ausgewogene Balance zwischen diesen Ansprüchen stellt eine der grossen Herausforderungen im modernen Sponsoring dar. Diese zu gewährleisten, hat bei der Fifa höchste Priorität.
An der WM 2002 vor den Stadien gut sichtbar: Fifa-Hauptsponsoren.
Interview: Annelies Friedli

Ruf Lanz präsentiert sich im Internet

Die Zürcher Werbeagentur Ruf Lanz hat ihre neue Website aufgeschaltet. Bisher war die Kreativagentur nur mit einer einzigen Seite mit knappen Kontaktangaben online.

Die Zürcher Werbeagentur Ruf Lanz hat ihre neue Website aufgeschaltet. Bisher war die Kreativagentur nur mit einer einzigen Seite mit knappen Kontaktangaben online.Nun zeigt sie ihre «einzige Gratispräsentation»: Als Ringheft auf einer Schreibtischplatte gestaltet, gibt sie Auskunft über Team, Philosophie, Kunden, Preise und mehr. Konzipiert wurde die neue Site von Ruf Lanz selbst, umgesezt von Station, der Crossmediaagentur von Patrick Stoll und Patman.

SRG wird gerupft

Marktforschung Die Kommission für Verkehr- und Fernmeldewesen des Nationalrats will die Publikumsforschung nicht länger der SRG überlassen.

Marktforschung Die Kommission für Verkehr- und Fernmeldewesen des Nationalrats will die Publikumsforschung nicht länger der SRG überlassen.In einem Grundsatzentscheid in der Beratung zum neuen RTVG hat sie sich für die Gründung einer erweiterten Trägerschaft ausgesprochen. Laut Kommissionspräsident Peter Vollmer sollen private Veranstalter gleichwertig eingebunden werden.
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