Flott, was die vom Brocki alles holen
Goodwill-Marketing Mit drei Plakaten will Wirz Werbung erneut dem Zürcher Brockenhaus zu einem jüngeren Image verhelfen.
Goodwill-Marketing Mit drei Plakaten will Wirz Werbung erneut dem Zürcher Brockenhaus zu einem jüngeren Image verhelfen. «Im Brocki gibts sowieso nur altes Gerümpel!» Diesem verstaubten Klischee hat der Verein Zürcher Brockenhaus (VZB) letztes Jahr endgültig den Kampf angesagt. Unterstützung bei der Entrümpelung des eigenen Images erhielt der gemeinnützige Verein vom Wirz-Team, das den Kreativbesen «gratis» schwang. Um den Claim «Wir holen alles» auch plakativ zu unterstützen, parkten die Kreativen den Brockenhauswagen vor bekannten Kultur- und Politstätten – dort, wo es wirklich was zu holen gäbe.Heuer gehen sie einen Schritt weiter: Nach den potenziellen Sachspendern inszeniert das Team um CD Matthias Freuler diesmal die Spenden selbst. Dass es zurzeit einiges fürs Brocki abzuholen gäbe, davon ist man an der Uetlibergstrasse überzeugt. Sollte nämlich der Traum vom Fliegen doch eines Tages ausgeträumt sein, bräuchten sich die Swiss-Verantwortlichen immerhin keine Gedanken über die Entsorgung ihrer Flotte zu machen.
Trouvaillen aus dem Irak
Auch beim Schauspielhaus, so lässt ein weiteres Sujet durchblicken, könnte nach Marthalers Abgang einiges zu holen sein. «Wir möchten nicht politisch sein, aber doch mit einem kleinen Augenzwinkern Themen aufgreifen, die aktuell sind», meint AD Sandro Nicotera. Dies gilt auch für das dritte Visual, auf dem der Kleinlaster diverse Portraits von Saddam Hussein geladen hat. Man wolle natürlich nicht «ihn» holen, beteuert Nicotera, sondern mit Ironie zeigen, dass eben der Irak viele Trouvaillen fürs Zürcher Brockenhaus zu bieten hätte. Allerdings wären Geldspenden bis zur Höhe der auf Saddams Kopf ausgesetzten Belohnung sicherlich auch beim VZB willkommen…
Trotz schlechter Konsumentenstimmung blieb der Umsatz des Vereins im Jahr 2002 nur gerade 0,6 Prozent unter dem Vorjahresrekord von rund 2,6 Millionen Franken. Wirkung gezeigt hat auch die Steigerung des Marketing- und Werbeaufwandes um 30 000 Franken: Rund sieben Prozent mehr Kunden schauten sich an der Zürcher Neugasse 11 nach Schnäppchen um. Dass sich Gesamterlös und Besucherzahl nicht linear entwickelt haben, erklärt der Verein damit, dass eben auch seine Kundschaft «zurückhaltender einkaufe». Es sei – leider – eine falsche Annahme, dass das Brockenhaus bei schlechter Konjunktur besser laufe als der übrige Handel.
Goodwill-Marketing Wirz Werbung weiss, wohin mit den Fliegern, wenns trotz British Airways und Lufthansa zu einem neuen Grounding kommen sollte: ab ins Zürcher Brockenhaus. >> Seite 7
Simone Keller
Trouvaillen aus dem Irak
Auch beim Schauspielhaus, so lässt ein weiteres Sujet durchblicken, könnte nach Marthalers Abgang einiges zu holen sein. «Wir möchten nicht politisch sein, aber doch mit einem kleinen Augenzwinkern Themen aufgreifen, die aktuell sind», meint AD Sandro Nicotera. Dies gilt auch für das dritte Visual, auf dem der Kleinlaster diverse Portraits von Saddam Hussein geladen hat. Man wolle natürlich nicht «ihn» holen, beteuert Nicotera, sondern mit Ironie zeigen, dass eben der Irak viele Trouvaillen fürs Zürcher Brockenhaus zu bieten hätte. Allerdings wären Geldspenden bis zur Höhe der auf Saddams Kopf ausgesetzten Belohnung sicherlich auch beim VZB willkommen…
Trotz schlechter Konsumentenstimmung blieb der Umsatz des Vereins im Jahr 2002 nur gerade 0,6 Prozent unter dem Vorjahresrekord von rund 2,6 Millionen Franken. Wirkung gezeigt hat auch die Steigerung des Marketing- und Werbeaufwandes um 30 000 Franken: Rund sieben Prozent mehr Kunden schauten sich an der Zürcher Neugasse 11 nach Schnäppchen um. Dass sich Gesamterlös und Besucherzahl nicht linear entwickelt haben, erklärt der Verein damit, dass eben auch seine Kundschaft «zurückhaltender einkaufe». Es sei – leider – eine falsche Annahme, dass das Brockenhaus bei schlechter Konjunktur besser laufe als der übrige Handel.
Goodwill-Marketing Wirz Werbung weiss, wohin mit den Fliegern, wenns trotz British Airways und Lufthansa zu einem neuen Grounding kommen sollte: ab ins Zürcher Brockenhaus. >> Seite 7
Simone Keller
