Energy ist nicht von Pappe

Radiomarketing Für die Lancierung des «neuen» Lokalsenders Energy Zürich holt Euro RSCG Popstars nach Zürich – zumindest aus Karton.

Radiomarketing Für die Lancierung des «neuen» Lokalsenders Energy Zürich holt Euro RSCG Popstars nach Zürich – zumindest aus Karton.Die aktuellen Radiocontrol-Daten zeigen einmal mehr, dass Hitradio Z im Kräftemessen mit Radio 24 die Nummer zwei am Rücken trägt. Nach 20-jähriger Rivalität zwischen den beiden Privatsendern will Hitradio-Z-Besitzerin Goldbach Media nun das Kriegsbeil begraben: Gemeinsam mit der französischen NRJ Groupe hebt das Unternehmen ein neues Radio-Konzept aus der Taufe, das ab Mitte August unter dem Namen Energy Zürich die Zielgruppe der 15- bis 34-Jährigen ansprechen soll (siehe auch Seite 23).Mit der Einführung des neuen Radiokonzepts wurde die Zürcher Niederlassung von Euro RSCG betraut. Das Team unter der Leitung von Frank Bodin wusste bei der Umsetzung die Verbindung zum internationalen NRJ-Netzwerk zu nutzen. «Als grösste und wichtigste Radiomarke Europas pflegt Energy direkte Kontakte zu Stars wie Robbie Williams, Shakira und Eminem», freut sich Bodin.
Und um der Werbekampagne für das «Weltstadtradio» einen internationalen Anstrich zu geben, holten die Kreativen ein paar Sternchen vom Pophimmel. Diese posieren ab Mitte August an diversen Orten in Zürich. Wenn auch nicht aus Fleisch und Blut, sondern als lebensgrosse Kartonfiguren. Die Pappstars gibts aber nicht nur auf Inseraten, sondern auch «in natura» in der Limmatstadt zu sehen. Der Startschuss zur Lancierungskampagne ist bereits am vergangenen Montag gefallen. Bis zum Sendestart am 15. August versprechen Teaser-Plakate das Erscheinen von Eminem, Robbie Willliams, Pink und Christina Aguilera «überall in Zürich». Aufgelöst werden die Textplakate mit einem Aufkleber, den das NRJ-Logo und der Claim «Hit Music only!» ziert. Neben den Plakaten, Inseraten und Figuren gelangen zudem Radio- und TV-Spots zum Einsatz.
Simone Keller

Zahl der Woche

Privatradio Damit die konzeptionelle Umstellung von Hitradio Z aufs neue Programm von NRJ gut hörbar über den Äther geht, sendet «Hitradio Energy» seit Montag, 11. August, 12 Uhr, bis Freitag, 15. August, 5 Uhr, 89 Stunden nonstopp Musik, ohne Ne

Privatradio Damit die konzeptionelle Umstellung von Hitradio Z aufs neue Programm von NRJ gut hörbar über den Äther geht, sendet «Hitradio Energy» seit Montag, 11. August, 12 Uhr, bis Freitag, 15. August, 5 Uhr, 89 Stunden nonstopp Musik, ohne News, ohne Ansagen.

Der kleine Klinkenputzer

Eigenwerbung Die Zürcher Agentur Matter & Partner ist in ihrem zwölften Jahr «alt genug, um mit allen Wassern gewaschen zu sein».

Eigenwerbung Die Zürcher Agentur Matter & Partner ist in ihrem zwölften Jahr «alt genug, um mit allen Wassern gewaschen zu sein».Und jung genug, um neuen Herausforderungen voller Elan entgegenzutreten. Das zeigt die Jubiläumsausgabe des «kleinen Klinkenputzers». Das putzige Büchlein zeigt einen Querschnitt des kreativen Schaffens der Agentur «durch das letzte Jahrdutzend». Beim Durchblättern werde man feststellen, «dass gute Ideen kein Verfalldatum haben», meint Daniel Matter. Trotzdem ist das Büchlein natürlich schon wieder überholt, denn Matter & Partner hat in den vergangenen Wochen neue Kunden wie Novartis, Sobaco, den Verband Schweizer Presse sowie Hegner AsiaConnect gewinnen können.

Karussell für BaZ-Chefsessel dreht sich

Verlage Seit Juli prüft die Basler Mediengruppe interne und externe Kandidaten für die altersbedingte Nachfolge von Hans-Peter Platz als Chefredaktor der Basler Zeitung (BaZ).

Verlage Seit Juli prüft die Basler Mediengruppe interne und externe Kandidaten für die altersbedingte Nachfolge von Hans-Peter Platz als Chefredaktor der Basler Zeitung (BaZ).Wer das Blatt aus der Krise sinkender Auflagenzahlen führen könnte, hat die NZZ am Sonntag unter die Lupe genommen. Zu den Favoriten gehört der Leiter der Inlandredaktion, Lukas Schmutz. Käme ein Externer zum Zug, müsse es auf jeden Fall ein Basler sein. Gute Chancen haben unter anderen Roland Schlumpf, Mitglied der Chefredaktion beim Tages-Anzeiger (TA) sowie Urs Buess, TA-Korrespondent in Paris.

AZ-Cup abgesagt

Fussball-Werber Die Aargauer Zeitung sagt den 8. AZ-Cup vom 29. August ab.

Fussball-Werber Die Aargauer Zeitung sagt den 8. AZ-Cup vom 29. August ab.24 Werbeagenturen müssen ihre Fussballteams in den Kabinen behalten. Der Grund: Gleichentags findet ein Spiel des FC Baden statt, weshalb der AZ-Cup das Stadion Esp schon um 17 Uhr verlassen müsste. Man habe verschiedene Varianten diskutiert, aber keine befriedigende Lösung gefunden, sagte Ueli Eckstein, Leiter Printmedien der AZ Medien Gruppe. Nächstes Jahr soll wieder gekickt werden.

Ringier-Zeitschriften knapp unter Budget

Ringier Der Bereich Zeitschriften von Ringier lag Ende Mai 700000 Franken unter dem Budget.

Ringier Der Bereich Zeitschriften von Ringier lag Ende Mai 700000 Franken unter dem Budget.Dies sagte Bereichsleiter Gérard Geiger laut Ringier-Hausmagazin Domo an der internen Halbjahreskonferenz. Vor allem die Titel der Romandie, aber auch Tele hinkten den Erwartungen hinterher. Über Budget liegen SI, Glückspost, Gesundheit-Sprechstunde und die deutsche Ausgabe von Edelweiss.

Ausschreibung für Edi.03 läuft

Zum vierten Mal schreiben das Eidgenössische Departement des Innern und die Swissfilm Association den Schweizer Auftrags- und Werbefilmpreis Edi aus.

Zum vierten Mal schreiben das Eidgenössische Departement des Innern und die Swissfilm Association den Schweizer Auftrags- und Werbefilmpreis Edi aus.Nebst etablierten Kategorien Commercials (Kino- und TV-Spots) und Corporate (Image-, Produkt- und Trainingsfilme) werden neu Clips & Trailers (Videoclips, Infotrailers, TV-Design-Packages und Sujets für elektronische Plakate) ausgezeichnet. Einsendeschluss ist der 28. August. Die Preise werden am 6. November verliehen. Anmeldeformulare und weitere Informationen sind auf www.edinet.ch erhältlich.

Swiss Artists in New York

Patriotismus Mehrere Hunderttausend New Yorker haben im März und April das Festival Swisspeaks in der US-Metropole besucht.

Patriotismus Mehrere Hunderttausend New Yorker haben im März und April das Festival Swisspeaks in der US-Metropole besucht.Die kulturelle Leistungs-schau wollte ein Bild der etwas weniger biederen Schweiz vermitteln. Nach Ansicht der Medien sowohl in den USA als auch in der Schweiz hat der «memorable taste of contemporary Switzerland» bei US-Opinionleaders in den Bereichen Kultur, Politik, Wirtschaft und Wissenschaft tatsächlich die erwünschten Spuren hinterlassen. Über 100 Events in den Sparten «arts, lifestyle, business and education» sind in New York über die Bühnen gegangen. Grund genug also für die Veranstalter, das Abenteuer Swisspeaks auch in einem Katalog für die Erinnerung festzuhalten. Die «Highlights from the swisspeaks Festival» sind unter dem Buchtitel «altitude» erschienen. Dieses kann bei lukas@swiss peaks.org bestellt werden. Unter dieser Domain sind auch viele weitere Fotos und Texte zum Festival zu finden.

«Ich will dem Lokalradio wieder zu einem Höhenflug verhelfen»

Privat-Radio Privat-Radio-Pionier Roger Schawinski erwartet von Energy Zürich nicht die nötigen Erneuerungsimpulse für das in die Jahre gekommene Privatradio. Und denkt über ein eigenes Projekt nach.

Privat-Radio Privat-Radio-Pionier Roger Schawinski erwartet von Energy Zürich nicht die nötigen Erneuerungsimpulse für das in die Jahre gekommene Privatradio. Und denkt über ein eigenes Projekt nach.WW Energy Zürich sucht den Weg zurück zum Erfolg mit einer Verjüngung der Zielgruppe. Hat ein Radioformat für die 15- bis 34-Jährigen in der Stadt Zürich Zukunft?Roger Schawinski: Ich glaube schon. Denn eine Einengung der Zielgruppe macht in einer Stadt wie Zürich, die mehrere Privatradios hat, sicher Sinn.
Wo sehen Sie die Risiken des Formatwechsels hin zu Energy Zürich?
Die Radioszene wird dadurch nicht bereichert, sie wird eher noch weiter verarmen. Es besteht die Gefahr, dass man das Radio international einebnet und es noch inhaltsleerer macht. Wenn ich in die Energy-Sender reinhöre, dann ist dort immer alles «sensationel», «phantastique» und «super» – mit drei Adjektiven kommen die über 24 Stunden hinweg durch. Das ist mager, wenn man bedenkt, welche Bedeutung die Lokalradios mal hatten.
Auch nicht aus der Welt zu reden ist die Tatsache, dass die nunmehr
20-jährige private Radiolandschaft in der Schweiz Ermüdungserscheinungen zeigt: Die Hörerzahlen
bröckeln seit zwei Jahren weg – höchste Zeit also für neue Ideen.
Das ist so, wir hatten keine Innovation mehr beziehungsweise die Innovation ging in die falsche Richtung – Stichwort Einheitsbrei. Radio, wie ich es machte, war innovativ. Heute wird es hingegen auf ganz wenige Elemente reduziert, und Energy wird diesen Prozess noch weiter beschleunigen.
Profitieren könnte aber Radio 24. Wenn dessen bisheriger Erzkonkurrent die über 34-Jährigen nicht mehr explizit anspricht, ist es nahe liegend, dass ein Teil davon zu 24 wechselt.
Das ist durchaus möglich. Aber die jüngere Positionierung des ehemaligen Radio Z zeigt vor allem, dass die Versorgungslücke auf dem Platz Zürich für die über 35-Jährigen immer grösser wird: Jetzt kommt Energy Zürich, bald folgt das neue Jugendradio, wir haben bereits Radio 24 und DRS 3 – das sind doch in der Ansprache alles Radios für Kids, nicht für Erwachsene. Ich stelle eine totale Unterversorgung für Leute fest, die vertiefte Informationen wollen und Beiträge, die auch mal länger sind als drei Minuten. Dies ist der Grund, weshalb ich mich für ein Radio stark mache, das auf die über 35-Jährigen fokussiert. Die jüngsten Entwicklungen im Zürcher Radiomarkt bestätigen mich in dieser Forderung.
Wie ernst ist es Ihnen wirklich damit? Mit der Knappheit an UKW-Frequenzen steht eine wesentliche Hürde im Weg.
Frequenzen hat es genug. Das beweisen die vielen Bewilligungen für Kurzversuche in der Region Zürich. Nachdem Bundesrat Leuenberger für Zürich eine Jugendfrequenz ausgeschrieben hat, hoffe ich, dass er jetzt dasselbe tut für ein Radio für Erwachsene. Sobald dies der Fall ist, werde ich das Projekt aktiv weiterverfolgen. Ich habe immer Medien gemacht, die auch mich selber ansprechen – zu einem Radio für die über 35-Jährigen habe ich heute einen starken Bezug, so wie ich früher ein Radio für die Jungen machen wollte. Hier liessen sich ganz neue Formen entwickeln – und man könnte dem Radio wieder zu einem Höhenflug verhelfen, wie das früher mal der Fall war.
Hat immer nur Medien gemacht, die ihn selbst ansprechen: Ex-Radio-24-Besitzer Roger Schawinski.
Interview: Daniel Schifferle

Ready for Film ab

Filmtheater Das Zürcher Kino Metropol wurde jüngst umgebaut und mit einer innovativen Ausstattung versehen, die einen Meilenstein in der Kinounterhaltung bedeutet.

Filmtheater Das Zürcher Kino Metropol wurde jüngst umgebaut und mit einer innovativen Ausstattung versehen, die einen Meilenstein in der Kinounterhaltung bedeutet.Um diese Neuerung publik zu machen, hat die Kitag, Kino-Theater AG, die Zürcher Agentur Code, Werkstatt für Grafik beauftragt, ein entsprechendes Konzept zu erarbeiten. Dieses läuft nun unter dem Claim «are you ready?» und zeigt als Key Visual einen Safety-Belt. Mit dem Sicherheitsgurt soll das Genre des Metropol angedeutet werden: noch atemberaubendere Action, noch leidenschaftlichere Szenen. Code entwarf auch eine eigene Schrift für das Metropol. Die Kampagne ist mit einem TV-, Radio- und Kinospot, Plakaten, Inseraten, animierten Filmplakaten, einer Safety-Card sowie einem Merchandising-Metropol-Gurt bis auf weiteres on Air.

39 neue PR-Berater

Die Prüfungskommission der Schweizerischen Public-Relations-Gesellschaft hat 23 Kandidatinnen und 16 Kandidaten das Diplom als PR-Berater verliehen.

Die Prüfungskommission der Schweizerischen Public-Relations-Gesellschaft hat 23 Kandidatinnen und 16 Kandidaten das Diplom als PR-Berater verliehen.Die Prüfung wurde dieses Jahr zum letzten Mal nach altem Reglement durchgeführt. Im April sind bereits 32 Kandidatinnen und Kandidaten in den Grundlagenfächern nach dem neuen Reglement, das Anfang Jahr in Kraft getreten ist, geprüft worden. Für den Abschluss werden sie im nächsten Jahr erstmals eine Diplomarbeit einreichen müssen, die sich im weitesten Sinn mit dem Thema Corporate Governance zu befassen hat. Eine Liste der frisch gebackenen PR-Beraterinnen und PR-Berater findet sich auf der Website der SPRG.

Alles über Insert oder Split Screen online

Der Werbezeitvermarkter Cinecom hat seine Website (www.cinecom .ch) ausgebaut.

Der Werbezeitvermarkter Cinecom hat seine Website (www.cinecom .ch) ausgebaut.Im neuen Bereich Sonderwerbeformen werden detaillierte Informationen zu den Werbemöglichkeiten der «Special Ads» in den Bereichen Kino und TV bereitgestellt. Das Angebot von Sat 1 wird zudem durch Beispieltrailers verdeutlicht. Die Kunden haben so direkt vor Augen, was genau ein «Insert», ein «Splitscreen» oder ein «Promotion Trailer» ist.
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