Wirtschaftstitel stoppen Abwärtstrend

Die Wirtschaftstitel erlebten bei der jüngsten Erhebung der Mach Basic keine Wachstumsschübe bei den Leserzahlen, doch ist der Abwärtstrend der Vorjahre gestoppt worden.

Die Wirtschaftstitel erlebten bei der jüngsten Erhebung der Mach Basic keine Wachstumsschübe bei den Leserzahlen, doch ist der Abwärtstrend der Vorjahre gestoppt worden.Cash, der leserstärkste Titel, gehörte in den letzten Jahren zu den Verlierern, tendiert jetzt aber wieder leicht à la hausse. Trotzdem bleibt das Ringier-Blatt weit hinter dem Rekordergebnis aus dem Jahr 2000 zurück.Derselbe Trend zeigt sich auch bei der HandelsZeitung und den Anlegerblättern Finanz und Wirtschaft und Stocks. Bei allen drei Titeln stabilisierten sich die Leserzahlen auf den jeweiligen Vorjahreswerten.
Der einzige Wirtschaftstitel mit klarer, aber statistisch nicht signifikanter Wachstumstendenz ist die Bilanz, die 17000 Leser mehr ausweisen kann (+3,8 %).
Nicht so recht vom Fleck kommt hingegen die Westschweizer Wirtschaftszeitung Agefi, die nun schon im dritten aufeinander folgenden Erhebungszeitraum Leser verliert – und aktuell nur noch 20000 Lesende ausweist.
(dse)

OMD für Bank Leu

Die Media-Agenturgruppe OMD Schweiz hat das Mandat der Bank Leu gewonnen.

Die Media-Agenturgruppe OMD Schweiz hat das Mandat der Bank Leu gewonnen.Die Betreuung übernimmt das Team der Filiale OMD Zürich See unter der Leitung von Managing Director Luise Diem. Der Auftrag umfasst sowohl Image- als auch Produktewerbung für private wie institutionelle Kunden. Den Kreativetat der Bank Leu betreut seit 2002 Matter & Partner, Zürich.

Contract für D-Post

Corporate Publishing Contract Media produziert für die Deutsche Post einen Newsletter.

Corporate Publishing Contract Media produziert für die Deutsche Post einen Newsletter. Sacha Widgorovits’ Contract Media Publishing hat vom Logistikkonzern Deutsche Post World Net den Auftrag für den weltweiten «Star Newsletter» erhalten. Der Newsletter wird monatlich elektronisch an die 380000 Mitarbeitenden der Konzerntöchter Mail, Postbank und DHL versandt. Der Letter soll die Integration der diversen Firmen in 220 Ländern fördern und wird in elf Sprachen publiziert. Federführend in Sachen Konzept, Inhalt und Redaktion ist bei Contract Media Publishing der Journalist Max Fischer (Ex-Ringier). Für die Produktion ist Rico Brazerol (Ex-20 Minuten) verantwortlich. (pan)

AdRating

McDonald’s

McDonald’s«Ich liebe es»: Jürgen Knauss weiss, wie man das Image des Hamburgerbräters reanimiert. In die Pfanne mit dem Claim oder auf den Grill? Menüvorschläge bitte auf www.werbewoche.ch/adratingSwisscom
Spillmanns Schneideratelier hat sauber genäht: die Skinatianzüge, über unsportliche Häute gezogen, verblüfften fürwahr.
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Public Riders

ÖV Spätestens seit 1969 steht der Ritt auf einer Harley-Davidson als Inbegriff für Freiheit. Und noch heute träumt so mancher davon, ein «Easy Rider» zu sein.

ÖV Spätestens seit 1969 steht der Ritt auf einer Harley-Davidson als Inbegriff für Freiheit. Und noch heute träumt so mancher davon, ein «Easy Rider» zu sein.Mittlerweile ist der Traum auch abgasfrei zu haben: «Immer mehr Menschen steigen aufs BäreAbi um», gibt der Slogan Aufschluss über den ungewöhnlichen Fahrgast mit blondem Anhängsel. Damit wollen die Kreativen von Lang Gysi Knoll beweisen, dass selbst eingefleischte «Privatverkehrler» öfters einen Seitensprung wagen – auch wenn sie alte Gewohnheiten nicht so einfach ablegen. Abgebrühte BäreAbi-Besitzer werden für das Dennis-Hopper-Double nur ein müdes Lächeln übrig haben. Sie wissen, dass der Easy Ride des Höllenengels dann ausgeträumt ist, wenn sich Oma über den Zugwind beschwert…

Switzerland-Cheese-Pitch geht in die zweite Runde

Die neue Werbeagentur der Switzerland Cheese Marketing AG ist noch immer nicht gefunden.

Die neue Werbeagentur der Switzerland Cheese Marketing AG ist noch immer nicht gefunden.Ende August haben die Pitch-Teilnehmer Advico Young & Rubicam, Jung von Matt/Limmat, Grey und Euro RSCG Zürich ihre Vorschläge präsentiert, doch habe keine der Agenturen überzeugt, sagte Marketingleiter Pierre Gwinner gegenüber der Werbewoche. Deshalb erfolge nun ein Rebriefing. Die Käsevermarktungsorganisation sucht bereits seit vergangenem Dezember nach einem Nachfolger für Etat-Halterin Economia in Hamburg. Wegen eines Wechsels in der Geschäftsleitung musste der Pitch in den Sommer verschoben werden. Die Marketingleitung wurde mit Pierre Gwinner im August ebenfalls neu besetzt.

Argumente für Entscheider

Facelifting Am 17. September erscheint die HandelsZeitung frisch renoviert. Sie richtet sich nun auch ans mittlere Kader von Grossunternehmen.

Facelifting Am 17. September erscheint die HandelsZeitung frisch renoviert. Sie richtet sich nun auch ans mittlere Kader von Grossunternehmen.Weil Grossunternehmen dezentralisieren und flachere Führungsstrukturen einführen, sind in der Wirtschaft derzeit wieder vermehrt Generalisten gefragt. «Genau diese Leute wollen wir ansprechen», sagt Ralph Büchi, Verleger der HandelsZeitung (HZ). Das lässt aufhorchen, hatte die HZ doch bisher den Ruf, ein Blatt für KMU zu sein. Will sie sich jetzt in einer höheren Managerliga etablieren? Büchi winkt ab, von einem Wechsel der Zielgruppen will er nichts wissen, bestenfalls von einer Ausweitung. Grossunternehmen seien, so der Verleger, heute nichts anderes als eine Ansammlung kleinerer unternehmerischen Einheiten. «Für die Führungskräfte in den einzelnen Tochterunternehmen stellen sich die Aufgaben gleich wie bei einem mittleren Betrieb: Sie müssen von Personalführung und Rechnungswesen etwas verstehen, aber auch IT- oder Marketing-Entscheide fällen können. Und dabei wollen wir sie unterstützen.» Entsprechend heisst der Claim der neuen HZ-Kampagne aus dem Hause Jung von Matt auch «Argumente für Entscheide».
Gestochen scharfes Logo
Auf jeden Fall kommt die HZ, die am 17. September in neuem Kleid erscheint, gehobener daher. «Eine Evolution, keine Revolution», sagt Büchi. Damit stapelt er allerdings etwas tief. Gewiss, die HZ bleibt ihrem Konzept, dem Format, den vier Bünden und den Specials treu. Aber sie verabschiedet sich vom bisherigen Zeitungspapier und verwendet neu ein helleres und teureres Papier. Auch das Logo wurde angetastet. Büchi: «Es ist jetzt nicht mehr so nebulös, sondern gestochen scharf – wie es auch die Artikel sein sollen.»
Neu ist die ganze Zeitung durchgängig sechsspaltig, auch auf der Front- und auf den Bundaufschlagseiten. Zudem sind Titel- und Lauftextschriftart nun identisch. Teilweise haben sich die Bundarchitektur oder deren Konzepte geändert: Der zweite Faszikel heisst neu Manager statt Management. Ein deutlicher Hinweis darauf, dass künftig vermehrt Macher im Mittelpunkt stehen werden. Den Auftakt macht dort jeweils das Porträt eines erfolgreichen Top-Managers. Der Geld-Bund schliesslich wurde zur Anlageberatung ausgebaut und enthält neue Rubriken wie «Börsenwoche» oder «John’s Dow». Insgesamt finden sich überall mehr Orientierungspunkte, in Form von festen Rubriken oder grafischen Elementen.
Die neue HZ trägt die Handschrift des Hamburger Zeitungsdesigners Wolf Dammann, der auch schon Stocks und New Management, beide aus der HZ-Verlagsgruppe, gestaltet hat. Unterstützt wurde die zum Axel Springer Verlag gehörende HZ zudem von Springers Redaktionscoach Peter Balsiger.
Tiefschwarze Zahlen
Ralph Büchi betont, dass die HZ aber nicht aus einer Schwäche heraus den Relaunch plante. «Wir haben zwar auch Inseratevolumen verloren, aber weniger als andere Wirtschaftstitel. Wir haben sogar Marktanteile dazugewonnen.» Der HZ gehe es gut. «Sie schreibt tiefschwarze Zahlen und weist eine zweistellige Umsatzrendite aus», ergänzt er.
Der Verschiebung des Relaunchs von Mai auf September kann Büchi nur Gutes abgewinnen. «Wir haben den optimalen Zeitpunkt erwischt – weil sich jetzt auch die Stimmung an der Börse verbessert. Dass wir mit der neuen Zeitung in die Planungsphase für 2004 starten, ist ebenfalls ein Vorteil.» Und schliesslich sei ein weiterer Impuls für 2004 zu erwarten, weil dann der Chefredaktoren-Wechsel von Kurt Speck zu Martin Spieler stattfinde.
Handelszeitung.ch mit Devisenhandel
Das Internetportal der HandelsZeitung wird im Zuge des Relaunches nicht neu gestaltet, ergänzt aber sein Angebot um einen abrufbaren Devisenhandel. Hohe Zugriffsraten verzeichnete das neue E-Paper des HZ-Titels Stocks schon am ersten Lancierungstag: Es wurde von über 1000 Personen angeklickt. (mk)
HZ leidet nicht an VertrauensschwundIn den letzten Jahren hat die Wirtschaftspresse Vertrauen bei ihren Lesern eingebüsst. Ist der HandelsZeitungs-Relaunch somit auch als Versuch zu werten, die Zuneigung dieser Leser zurückzugewinnen? «Nein», sagt Ralph Büchi, «weder die HandelsZeitung noch Stocks haben unter Vertrauensverlust gelitten.» Was man an Auflage und Leser verloren habe, sei auf betriebliche und private Sparmassnahmen zurückzuführen. Zudem sei ein psychologisches Moment auszumachen. «Nachdem manche an der Börse schon Geld verloren hatten, stand ihnen der Sinn nicht mehr nach weiteren Negativmeldungen aus der Wirtschaft, und deshalb sprangen sie ab», begründet der Verleger den Leserschwund. (mk)
Markus Knöpfli

Kabelloses Mäusekino, fast jugendfrei

Computer Atelier Heinzelmann gestaltete einen filmreifen Auftritt zur Markteinführung der neuen Microsoft-PC-Mäuse und -Tastaturen.

Computer Atelier Heinzelmann gestaltete einen filmreifen Auftritt zur Markteinführung der neuen Microsoft-PC-Mäuse und -Tastaturen.Mit einem Kopfschuss à la «American Beauty» wird es für Bill Gates nicht enden. Auch wenn der Microsoft-Gründer mittlerweile unter Dauerbeschuss von Kartellbehörden, Patentinhabern und Konkurrenten steht. Trotzdem soll eben dieser Film, der Lester Burnham alias Kevin Spacey in einer Blutlache enden lässt, einer drahtlosen Maus von Microsoft zur erfolgreichen Schweizer Markteinführung verhelfen.
Für Designbewusste
Für jedes Mitglied der neuen Hardware-Familie – insgesamt sinds deren fünf – hat das Winterthurer Atelier Heinzelmann ein Inseratesujet konzipiert, das ein Plakat zu einem bekannten Film mit der passenden Maus nachstellt. Allerdings sind die cineastischen Analogien des Auftrittes nicht in der Person von Mr. Microsoft zu suchen. Vielmehr will die Schweizer Niederlassung des über 270 Milliarden Dollar schweren US-Multis in Kinomagazinen ein trendiges, designbewusstes und kaufkräftiges Publikum für die neuen Mäuse begeistern. Mit gutem Grund: Für die handzahmen PC-Tierchen müssen mindestens 70 Franken hingeblättert werden.
Nicht von ungefähr wurde die Winterthurer Agentur vom Schweizer Ableger des Software-Giganten mit der Umsetzung der «Filmplakat»-Anzeigen betraut: Seit sechs Jahren produzieren Inhaber André Heinzelmann und sein Team das Kinomagazin Close-up. Zudem zählt der Betrieb seit Jahren zu den Poolagenturen von Microsoft Schweiz – hauptsächlich im DM-Bereich. Für die Einführungskampagne, die neben Inseraten auch POS-Plakate und Cards for free vorsieht, haben die Kreativen ausser «American Beauty» die Filmplakate von «A Beautiful Mind», «Twins», «Scream» und «Basic Instinct» neu interpretiert. Das Sujet zu Letzterem zeigt zwei der schwanz- beziehungsweise kabellosen Mäuschen in eindeutiger Stellung. Es erstaunt daher nicht, dass die Microsoft-Verantwortlichen im US-Headquarter zunächst moralische Skrupel hatten, dieses Sujet zu akzeptieren, wie André Heinzelmann bestätigt. Zum Einsatz kommt die Anzeige trotzdem, schliesslich treibt der Anblick kopulierender Mäuse dem allerhand gewohnten Schweizer Konsumenten nicht gleich die Schamröte ins Gesicht.
Anleihen bei Hollywood-Schinken genommen: Kampagne aus dem Winterthurer Atelier Heinzelmann für den US-Multi Microsoft.
Simone Keller

Paid Content gratis auf First-stocks.com

Contentprovider Die bisher kostenpflichtige Schweizer Finanzplattform First-stocks.com offeriert ihr Grundangebot seit Dienstag gratis.

Contentprovider Die bisher kostenpflichtige Schweizer Finanzplattform First-stocks.com offeriert ihr Grundangebot seit Dienstag gratis.Die News sind neu frei zugänglich; für andere Informationen wird eine kostenlose Registration verlangt. Nur eine Reihe von «First-Class-Angeboten» bleibt kostenpflichtig. Laut einem Bericht des Netzwoche-Tickers ist das Finanzportal auch nicht mehr werbefrei. Geschäftsführer Hans Fischer erklärte, man wolle Skyscrapers «mit passendem Inhalt» schalten. First-stocks.com solle auch in der kostenlosen Version eine Premium-Plattform bleiben. Die Site ist im Juni von Fischer, Peter Keller und Nicolas Berg lanciert worden.

(Fast) alles blieb stabil

Pressestatistik Im Frühling der Frust, im Herbst das Hoch: Trotz Auflagenverlust weist die Mach Basic bei vielen Printtiteln wachsende Reichweiten aus. Nichts Aussergewöhnliches, sagen die Medienforscher dazu.

Pressestatistik Im Frühling der Frust, im Herbst das Hoch: Trotz Auflagenverlust weist die Mach Basic bei vielen Printtiteln wachsende Reichweiten aus. Nichts Aussergewöhnliches, sagen die Medienforscher dazu.«Die überdurchschnittlichen, teilweise signifikanten Veränderungen von einzelnen Titeln bei Auflage und Leserschaft bedürfen einer Erklärung», fordert Roland Oetterli, Verlagsleiter der Aargauer Zeitung. Und steht damit nicht alleine im Blätterwald. «Wir haben bereits die Wemf gebeten, uns dieses Phänomen darzulegen, das im ersten Moment nicht erklärlich ist», doppelt Jürg Brauchli, Bereichsleiter Zeitungen bei Tamedia, nach. Auch Ringier-Sprecherin Eva Keller wünscht einige Klarstellungen von der AG für Werbemedienforschung.Dass ein grosser Teil der Printtitel sinkende Auflagen und gleichzeitig steigende Leserzahlen aufweist, gibt in der Verlagsbranche tatsächlich Anlass zu teils hitzigen Diskussionen. Selbst Zweifel an der Methodik der Wemf werden da und dort laut. Vereinzelt wird zudem gefragt, ob das «Phänomen» vielleicht mittels der Werte aus der MA Leader geklärt werden kann, wenigstens für die darin erhobenen Titel.
Hände weg, sagen Profis, denn das Bild erscheint nur noch verwirrender. Die einzige Konstante hier: Ein Titel, der stark an Auflage verliert, büsst meist auch deutlich Top-Leader ein – oder umgekehrt. Gewinne und Einbussen bei den Leadern dagegen lassen keinen Zusammenhang mit den Auflagenschwankungen erkennen.
Eigene Zeitung als Luxus…
Hilfreicher mag die Erklärung von NZZ-Verlagsleiter Tobias Trevisan sein. Er erinnert daran, dass Zeitungen während vielen Jahren an Auflage zugelegt hatten, ohne dass die Reichweite im gleichen Masse gestiegen sei. Dies sei primär auf die Individualisierung der Haushalte zurückzuführen gewesen. Daraus leitet Trevisan ab, «dass man sich in guten Jahren den ‹Luxus› leistet, seine eigene Zeitung zu abonnieren, während man in Jahren, in denen man sparen muss, die Zeitung teilt oder an einem anderen Ort liest.» Dieser These gewinnen nicht nur andere Verlagsprofis etwas ab, auch Fachleute wie Josef Trappel von Prognos oder Professorin Gabriele Siegert (siehe Seite 38) teilen diese Meinung.
Daniel Sommer, Verlagsleiter der Basler Zeitung, dagegen hält klipp und klar fest: «Auflage- und Leserschaftserhebungen ergeben zwei voneinander nicht unmittelbar direkt abhängige Werte.»
Ähnlich sieht es Wemf-Forschungsleiter Harald Amschler. Es komme vor, dass Auflagen und Reichweiten gegensätzliche Verläufe aufweisen, zumindest kurzfristig: «Im langfristigen Vergleich allerdings zeigen beide Faktoren in der Regel dann doch in die gleiche Richtung.» Er weist im Übrigen darauf hin, dass Auflagenschwankungen von plus/ minus drei Prozent durchaus als stabil zu bezeichnen seien. Vergangenen Frühling habe sich denn auch der Grossteil der Printauflagen in dieser Bandbreite bewegt. Im Durchschnitt seien Deutschschweizer Zeitungen mit 40000 oder mehr Exemplaren bloss um 2,6 Prozent von ihrem letztjährigen Auflagewert abgewichen. Bei kleineren Blättern habe die Abweichung sogar nur 1,3 Prozent, bei den Anzeigern ein Prozent und bei den Zeitschriften 3,1 Prozent betragen.
Kaum signifikante Bewegung
Auch bei den Leserschaftszahlen fällt dem Wemf-Forscher nichts Aussergewöhnliches auf. «Von den 271 Titeln und Kombis, die wir in der Deutschschweiz erheben, weisen nur 28 oder 10 Prozent signifikante Veränderungen zur letztjährigen Mach Basic aus, alle übrigen liegen im Vertrauensbereich und sind somit ebenfalls als stabil zu bezeichnen.» In der Westschweiz und im Tessin habe es sogar nur je einen Titel mit signifikanten Veränderungen gegeben. Hier erhält Amschler im Übrigen Schützenhilfe von Uli Rubner, Verlagsleiterin von Weltwoche und Bilanz: Durch eigene Überprüfungen kam sie zum selben Schluss.
Alles nur ein Sturm im Wasserglas? So weit will Amschler nicht gehen, doch er spricht von einem «Zürcher Phänomen»: Wegen der neuen Auflagepolitik der Tamedia habe sich bei deren Titeln die Schere zwischen Auflage und Reichweite auf den ersten Blick besonders markant geöffnet. Und weil einige andere Titel – allerdings in kleinerem Ausmass – ähnliche Tendenzen aufwiesen, habe man das Phänomen bestätigt gefunden, jedoch die Relationen aus den Augen verloren. In Tat und Wahrheit sei aber «selbst eine SonntagsZeitung noch als stabil zu bezeichnen», sagt Amschler.
Doch er räumt ein, dass die Zahlen dieses Jahr oberflächlich betrachtet insofern «speziell» erscheinen, als sich viele Auflagen gemeinsam nach unten und viele Reichweiten in corpore nach oben bewegt haben. Das aber sei reiner Zufall, sagte Amschler.
Auflage und Reichweiten müssen sich nicht zwingend parallel entwickeln, sagt die Wemf.
Markus Knöpfli

Brandpeople berät Gastrofacts

Die Berner Markenberatungsagentur Brandpeople hat die Gastrofacts GmbH als neuen Kunden gewonnen.

Die Berner Markenberatungsagentur Brandpeople hat die Gastrofacts GmbH als neuen Kunden gewonnen.Die Contexta-Tochter wird für den Branchenportalbetreiber Markenstruktur und CD optimieren. Gastrofacts bietet mit Gas trofacts.ch und Foodfinder.ch zwei Online-Services für Tourismus, Gastronomie, Hotellerie und Zulieferbetriebe.

WoZ und PCtip im Vormarsch

Wochenzeitungen Gleich zwei freudige Überraschungen erlebt der Markt der Wochenzeitungen mit der neuesten Mach-Basic-Studie: Die WoZ und der PCtip haben beide signifikant Leser zugelegt.

Wochenzeitungen Gleich zwei freudige Überraschungen erlebt der Markt der Wochenzeitungen mit der neuesten Mach-Basic-Studie: Die WoZ und der PCtip haben beide signifikant Leser zugelegt.Für das linksalternative Blatt beträgt der Gewinn in absoluten Zahlen zwar lediglich 19000 Leser, dies entspricht aber einem saftigen Zuwachs von 21 Prozent auf neu 110000 Leser. Damit hat dieser Titel die Abgänge der Vorjahre wieder ausgebügelt. Ein weiterer Überflieger ist der wöchentlich erscheinende PCtip. Er hat den Aufwärtstrend der Vorjahre fortgesetzt und nochmals kräftig Tempo zugelegt: Der aktuelle Zuwachs um 42000 Lesende ist der grösste Sprung, der dem Computertitel in den letzten vier Jahren gelungen ist. Auch den Vergleich mit grossen Tageszeitungen braucht der PCtip nicht zu scheuen. Mit 313000 Lesern positioniert er sich zwischen der Berner Zeitung und der Neuen Luzerner Zeitung.
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