Karer-Gruppe beauftragt Acapulpo

Die junge Zürcher Agentur Acapulpo Communications hat die Karer-Gruppe von ihrer Leistungsfähigkeit überzeugt.

Die junge Zürcher Agentur Acapulpo Communications hat die Karer-Gruppe von ihrer Leistungsfähigkeit überzeugt.Am Pitch um den Etat der Beratungsgruppe mit Firmen in der Schweiz und in Deutschland waren auch zwei deutsche Agenturen beteiligt. Ab Januar 2004 wird der neu gestaltete Webauftritt der Karer-Gruppe zu sehen sein.

Werbe Woche

Thomas Stuckert neuer Anzeigenverkaufsleiter der Werbewoche

Thomas Stuckert neuer Anzeigenverkaufsleiter der WerbewocheNach sieben Jahren als Anzeigenverkaufsleiter der Werbewoche bricht Chris Köppel zu neuen Ufern auf und verlässt den Media-Daten Verlag. Wir danken ihm für seinen Einsatz in unserem Unternehmen und wünschen ihm alles Gute.Der neue Anzeigenverkaufsleiter der Werbewoche heisst Thomas Stuckert. Als Mediaberater, Product Manager und Anzeigen-leiter arbeitete er für verschiedene Fachzeitschriften. 1994 zog es ihn nach zweijährigem Branchenexil zurück in die Verlagsbranche. 1995 wechselte er zur Publimag, einem Unternehmen der PubliGroupe, wo er für Zeitschriften
und Fachpublikationen zuletzt als Verkaufsleiter tätig war. Nach gut einem Jahr auf Kundenseite findet der nun 37-jährige Anzeigenprofi im Januar 2004 wieder zu seinen Wurzeln. Und das an derselben Adresse, an der er 1989 seine Karriere in der Verlags- und Werbebranche startete. (WW)

Diana Strebel sitzt neu im Verwaltungsrat von Scholz & Friends, Zürich, ist Consultant und macht«aus purer Lust» ihren MBA.

sitzt neu im Verwaltungsrat von Scholz & Friends, Zürich, ist Consultant und macht«aus purer Lust» ihren MBA.

sitzt neu im Verwaltungsrat von Scholz & Friends, Zürich, ist Consultant und macht«aus purer Lust» ihren MBA.Die Kommunikationsstrategin hat die ganze Branche mal wieder überrascht. Diana Strebel sitzt ab sofort im Verwaltungsrat (VR) von Scholz & Friends, Zürich. Das gleiche Mandat behält die 43-Jährige auch bei Wunderman. In dieser Dialogagentur wirkte sie seit Mai 2002 zunächst als CEO, dann als Delegierte des VR. Dazu betreut Strebel verschiedene Privatmandate als Consultant auch werbefremder Firmen. Beginnt da ein neuer Stern am Himmel der branchenübergreifenden Profi-Verwaltungsräte zu leuchten?
«Wenn ich es jetzt nicht mache, mache ich es nie mehr», sagt Strebel. Sie redet dabei vom Master of Business Administration mit Dual-Degree nach amerikanischem und schweizerischem Recht, mit Studium gleichzeitig in New York und Zürich. Das sei nun «der Ausgangspunkt, dem sich alles unterzuordnen hat», erklärt sie. Das Consulting sei «ungeplant» dazu gekommen, ebenso die beiden VR-Mandate.
Der Entscheid, wieder im Hörsaal zu sitzen, hat nichts mit dem Begleichen einer offenen Rechnung zu tun. «Ich habe jetzt einfach Lust, und es ist ein Privileg, wenn man wieder einmal studieren kann aus purer Lust und nicht, weil man unbedingt ein Papier braucht.» Diana Strebel kokettiert fast ein wenig mit der Tatsache, dass sie beruflich noch nicht weiss, was sie genau machen will. «Das ist mein Luxus zurzeit.»
Die Fachfrau studierte in St. Gallen Betriebswirtschaft, bis sie bei Farner, damals in einer Notsituation, vor die Alternative gestellt wurde, sofort operative Verantwortung zu übernehmen. Diesen schnellen Schritt in eine steile Karriere habe sie bis heute nie bereut. Strebel wurde Mitinhaberin und Geschäftsführerin von Aebi Strebel und gehörte später zu den Mitinitianten der Fusion von Farner-Publicis und Aebi Strebel zur heutigen Publicis Schweiz. Dort war sie anschliessend als Managing Director und stellvertretende Vorsitzende der Publicis-Gruppe in Zürich tätig. Strebel war auch die jüngste BSW-Präsidentin.
«Weit weg von einem Sabbatical oder einem Time-out» will sie ihre heutige Lage als Studentin und Verwaltungsrätin verstanden wissen. So habe sie auch dem BSW-Vorstand gesagt, dass sie nicht glaube, jemals wieder operativ in eine Agenturleitung zurückzukehren. «Es war eine schöne Zeit, und ich habe viel gelernt dabei.» Aber man könne nicht zum x-ten Mal vor gewissen Managementaufgaben stehen und diese mit dem gleichen
Enthusiasmus anpacken wie beim ersten Mal.
«Ich nehme Verwaltungsratsmandate ernst und sehe es nicht als Alibi an, wie es in der Vergangenheit viele gemacht haben», sagt sie bestimmt. Bei Scholz & Friends habe sich der Gedanke entwickelt, weil Yvonne Hodel – bereits VR – und Diana Strebel auch privat befreundet sind. Das Engagement sei aber auf Grund einer professionellen Beurteilung erfolgt. Sie versteht ihr Mandat nicht «als Freundschaftsdienst».
Einen Interessenskonflikt mit ihrem VR-Sitz bei Wunderman erkennt Strebel nicht, weil die Agenturen im Markt anders positioniert seien. Bei einzelnen Projekten könnte sogar «eine Zusammenarbeit
gefragt sein», wenn Scholz & Friends in Zürich die Dialogkompetenz von Wunderman beim Kunden einbringen wolle.
Als «geistiges Durchatmen» umschreibt Diana Strebel ihre Neugier auf eine noch unbekannte Zukunft. «Was ich spürte, war die intellektuelle Unterfütterung», sagt sie – und hofft, dass diese Einschätzung nicht als arrogant ausgelegt werde. An ihrer neuen Lebensform gefalle ihr auch, heute «zwischen den Welten zu wandern». Dabei meint sie weniger die örtlichen Wechsel – obwohl es ihr Spass machen wird, im kommenden Jahr für drei oder vier Seminare in einem Campus in New York zu leben. «Lustvoll» empfand sie es auch, vergangene Woche an der Stanford University in San Francisco ohne Zeitdruck nach Büchern zu stöbern. Diana Strebel begleitete dabei ihren Lebenspartner an eine Preisverleihung nach Palm Springs. Unternehmer sei er, in der IT-Branche, mit einer Firma in Zürich und einem Ableger unter anderem auch in den USA. «Von ihm kann ich viel lernen – und das passiert mir selten», lacht sie.
Andreas Panzeri

24 Schweizer auf der Eurobest-Shortlist

Kreativwettbewerbe Ins Finale des Eurobest 2003 haben es 24 Schweizer Arbeiten geschafft. Erfolgreichste Schweizer Agenturen sind Ruf Lanz und Matter & Partner mit je fünf Nennungen.

Kreativwettbewerbe Ins Finale des Eurobest 2003 haben es 24 Schweizer Arbeiten geschafft. Erfolgreichste Schweizer Agenturen sind Ruf Lanz und Matter & Partner mit je fünf Nennungen.Dreimal vertreten sind Lowe und Publicis, zweimal Jung von Matt/Limmat, Advico Young &
Rubicam und Spillmann Felser Leo Burnett und je einmal Wirz und Sulzer Sutter. Die Gewinner werden am Donnerstagabend, 4. Dezember,
auf www.euro bestlive.com bekannt gegeben.

Karl F. Schneider spricht für Axa Art

Die Kommunikationsagentur Karl F. Schneider (PR-KFS) in Schlieren hat den Kunstversicherer Axa Art als neuen Kunden gewonnen.

Die Kommunikationsagentur Karl F. Schneider (PR-KFS) in Schlieren hat den Kunstversicherer Axa Art als neuen Kunden gewonnen.Neben der Beratung umfasst das Mandat die Planung und Realisation verschiedener Massnahmen. Für das kommende Jahr sind Events, Medienarbeit und Sponsoring sowie Kundenbindungsaktionen vorgesehen.

Keine Überraschung

Samuel Helbling über Glanz und Elend der Marke WHS

Samuel Helbling über Glanz und Elend der Marke WHS Mitte der 80er-Jahre hatte Reinhold Weber als CD bei Aebi & Partner eine grosse Zeit. Es waren jene euphorischen Jahre in denen Jean Etienne Aebis Agentur bei den ADC-Prämierungen der Konkurrenz kaum einen Würfel übrig liess. Doch Höhenflüge sind auch gefährlich, weil die Luft oben immer dünner wird. Vor der verhängnisvollen Elephantenhochzeit 1988 verliess der Vorzeigewerber die Agentur, die sich bald darauf als überdimensionierter Luftballon erwies, mit einem Buchstabensalat als Namen, der längst vergessen ist.Weber wurde derweil Geschäftsführer von GGK Basel und ein Jahr später
erstmals zum Werber des Jahres gekürt. Eiskalt erwischte ihn 1990 im fernen Dänemark die Nachricht, GGK sei verkauft worden. Ungefragt verscherbelt zu werden, damit konnte er sich nicht abfinden und kündigte postwendend. Geschmerzt haben muss ihn, dass man ihn darauf als Fahnenflüchtigen und Beinahe-Totengräber der GGK bezeichnete.
Die Fortsetzung ist bekannt: Während Reinhold Weber mit Yvonne Hodel und John Schmid die von Beginn weg erfolgreiche WHS gründete geriet die GGK bös ins Trudeln. 1992 wurde das Kreativtalent von seinen Kollegen zum zweiten Mal gekrönt. Doch Ende der 90er Jahre verliess ihn das Glück. Grandios scheiterte seine Auslandexpansion. Millionen setzte der Starwerber in Berlin und Wien in den Sand, anschliessend verlor er das Smart-Budget und musste seine Agentur drastisch verkleinern. Seither ist es still geworden um ihn und die Nachricht vom Grounding seiner Agentur letzten Freitag hat niemanden wirklich überrascht.
Aufhorchen liess einzig die vollmundig angekündigte Zusammenarbeit, die Weber mit der GGK-Zürich anpeilt. Doch Weber scheint die Rechnung ohne den GGK-Wirt gemacht zu haben. Bärbeissig lässt Hermann Strittmatter durch die SonntagsZeitung ausrichten, dass er von Webers Plänen nichts hält. Wenn überhaupt etwas passiere, dann die Integration von Webers Agentur in die GGK Zürich. Wer die Bedingungen diktiert, ist also klar.
Spekulationen auf eine baldige Nachfolgeregelung bei der GGK jedoch sind verfrüht. Schliesslich hält sich der GGK-Patriarch für unersetzbar, wie er gegenüber dieser Zeitschrift trotzig versicherte als er 2002 das gesetzliche Pensionsalter erreichte.
> Samuel Helbling, Chefredaktor

Reserven bis unter die Decke

Regionalpresse Trotz rückläufiger Umsätze verteidigt die Basellandschaftliche Zeitung in Liestal ihre Unabhängigkeit.

Regionalpresse Trotz rückläufiger Umsätze verteidigt die Basellandschaftliche Zeitung in Liestal ihre Unabhängigkeit.
Seit 1996 sanken die Auflagenzah-len der Basellandschaftlichen Zeitung (bz) im Durchschnitt um zwei Prozent jährlich. Die beglaubigte Auflage liegt heute mit 24003 Exemplaren zwölf Prozent tiefer als vor sieben Jahren. Entsprechend entwickelte sich auch der Leserschwund: 2000 waren es noch 69000 Leser, heute kommt die bz noch auf 55000 (–20%). Auch das Werbevolumen sank: 2001 lag die bz noch 8 Prozent unter Vorjahr, 2002 waren es bereits minus 15,6 Prozent, und in den ersten zehn Monaten dieses Jahres verlor sie weitere 14,6 Prozent.
Antizyklisches Verhalten
Verleger Mathis Lüdin beziffert die Umsatzverluste seiner Zeitung mit einer runden Million pro Jahr, 2003 beläuft sich der Gesamtumsatz auf rund 15 Millionen Franken. Als Objekt betrachtet ist das Blatt in die roten Zahlen gerutscht. Doch dank der zur Lüdin AG gehörenden Akzidenzdruckerei sowie einem Buchverlag werfe das Gesamtunternehmen Gewinn ab, sagt Lüdin. «Diese Krise stehen wir problemlos durch, denn wir haben Reserven bis unter die Decke und mussten bis heute nicht von der Substanz zehren.»
Das ist mehr als Zweckoptimismus, immerhin lässt Lüdin seinen Worten Taten folgen. So gab es bei der bz in den letzten Jahren keine Entlassungen, keine gestrichenen Stellen oder Budgetkürzungen. Im Gegenteil: In antizyklischer Manier führte Lüdin vor einem Jahr nach langem Zögern die Frühzustellung ein (übrigens mit der Prevag, der Verträgerorganisation der Basler Zeitung BaZ), wobei der Verleger die wiederkehrenden Zusatzkosten von jährlich 1,2 Millionen Franken nur zur Hälfte auf die Abonnenten abwälzte. Fürs nächste Jahr aber verzichtet er auf jegliche Abo-Erhöhung und setzt sich damit erneut von der BaZ und andern (Gross-)Verlagen ab (WW 42/03).
Rund 2500 neue Abonnenten hatte sich Lüdin dieses Jahr dank Frühzustellung erhofft – die Rechnung ging nicht auf, es waren 50 Prozent weniger. Er bleibt jedoch guten Mutes: «Wir haben den stetigen Abwärtstrend zumindest gestoppt», sagt er. Deshalb ist die bz zurzeit wieder mit Plakaten, Radio- und TV-Spots sowie Telefonmarketing in der Region aktiv. «Wir wollen geballt zuschlagen und die Frühzustellung nochmals konsequent kommunizieren. Auf die Abo-Erneuerungen per Ende Jahr hin erwarten wir noch einmal einen rechten Schub Neuabonnenten», sagt der Verleger.
Ungelöstes Nachfolgeproblem
Selbst wenn dies gelänge, steht die bz noch vor offenen Fragen. Die gesamte Führungscrew – Verlagsleiter Mathis Lüdin selbst, sein Bruder und Druckerei-Leiter Alex Lüdin, Chefredaktor Franz C. Widmer und Buchhalter Roland Raeber – werden in den nächsten fünf bis sieben Jahren pensioniert, in der Lüdin-Familie ist kein Verleger-Nachfolger da. Und auch für die bz-Rotationsmaschine muss im selben Zeitraum eine Alternative gefunden werden.
Nur Frühzustellung mit der BaZ
Lüdin gibt im Gespräch mit der Werbewoche zu, dass er mit allen möglichen Partnern spricht. Er ist zuversichtlich, bis in fünf Jahren auf alles eine Antwort zu finden. «Dabei steht eine unabhängige, selbsttragende Lösung an erster Stelle», sagt er. Kooperationen, etwa im Druckbereich, schliesst er zwar nicht aus. Aber stärker binden will er sich nicht. In diesem Sinne ignoriert er auch das An-gebot von BaZ-Verleger Matthias Hagemann, der im September diversen Verlegern in der Nordwestschweiz Offenheit für Kooperationen signalisiert hatte (WW 33/03). «Ich habe Herrn Matthias Hagemann damals gesagt: ‹Ausser der Frühzustellung machen wir mit der BaZ auf absehbare Zeit sicher nichts›», stellt Lüdin klar.
«Wir erwarten einen rechten Schub Neuabonnenten»: Unorthodoxe Strategien und Kampagnen für die Basellandschaftliche Zeitung.

Markus Knöpfli

APG veröffentlicht Umweltbericht 2003

Die Allgemeine Plakatgesellschaft (APG) hat ihren ersten offiziellen Umweltbericht veröffentlicht.

Die Allgemeine Plakatgesellschaft (APG) hat ihren ersten offiziellen Umweltbericht veröffentlicht.Aussenwerbung Das 28 Seiten umfassende Heft dokumentiert die Umweltstrategie der APG, ihre Handlungsfelder und Ziele sowie erste Erfolge in den Bereichen Treibstoff- und Stromverbrauch.
Einen Zwischenbericht hat die APG bereits im Jahr 2001 publiziert. Der Umweltbericht kann kostenlos unter www.apg.ch bestellt werden.

Leaf Award sucht erotische Werbung

Wettbewerb «Sex sells» heisst eine bewährte Werber-Maxime. Das Lisbon Erotic Advertising Festival (Leaf) zeichnet deshalb zum dritten Mal Werbung mit erotischen Inhalten aus.

Wettbewerb «Sex sells» heisst eine bewährte Werber-Maxime. Das Lisbon Erotic Advertising Festival (Leaf) zeichnet deshalb zum dritten Mal Werbung mit erotischen Inhalten aus.Wettbewerb «Sex sells» heisst eine bewährte Werber-Maxime. Das Lisbon Erotic Advertising Festival (Leaf) zeichnet deshalb zum dritten Mal Werbung mit erotischen Inhalten aus. Bewertet werden die kreative Idee und Qualität der Ausführung. Teilnahmeberechtigt sind Arbeiten aus der ganzen Welt, die nach dem 1. Januar 2001 veröffentlicht wurden. Neu wurden die Kategorien Verpackung, Illustration und Websites
eingeführt. Einsendeschluss für den Leaf Award ist der 31. Dezember. Das Festival findet Ende Januar in Lissabon statt. Als Organisator tritt das portugiesische Branchenblatt Prisma auf. Informationen sind unter [email protected] oder auf www.prisma-mag.com erhältlich.

MA Strategy aktualisiert

Media Ende November wurde die MA Strategy, das Intermedia-Planungs-Tool der Wemf, neu aufgelegt.

Media Ende November wurde die MA Strategy, das Intermedia-Planungs-Tool der Wemf, neu aufgelegt.Media Ende November wurde die MA Strategy, das Intermedia-Planungs-Tool der Wemf, neu aufgelegt. Neben der Aktualisierung der Basic-Datensätze steht auch eine neue Version der MA Strategy Consumer zur Verfügung mit der Möglichkeit, aus zahlreichen Konsummerkmalen zielgruppenspezifische Verknüpfungen vorzunehmen. Mit dem neuen
Visualisierungs-Tool Media-Orbit kann auf drei beliebig wählbaren Merkmalsachsen die Positionierung der einzelnen Medien, Produkte und Marken sichtbar gemacht werden. Alle Lizenznehmer der Mach-
Datensätze haben kostenlos Zugang zur MA Strategy.

Texten kann man lernen

Ausbildung Im Oktober sind an der Texterschmiede Hamburg wieder 33 Nachwuchstexter diplomiert worden. Als Beste ihres Jahrgangs ist das frühere Model Anne Pilgrim ausgezeichnet worden.

Ausbildung Im Oktober sind an der Texterschmiede Hamburg wieder 33 Nachwuchstexter diplomiert worden. Als Beste ihres Jahrgangs ist das frühere Model Anne Pilgrim ausgezeichnet worden.Auch eine Schweizer Hoffnung hat die Eliteschule für Texter erfolgreich beendet: Simone Paulzen auf Rang drei. Wer es ihr gleich tun möchte, schmökert schon mal im neuen Vorlesungsverzeichnis. Das Programm zum 10. Studiengang kann unter www.texterschmiede.de bestellt werden.

Als die Zürcher frech geworden…

Regional-TV TeleBasel trennt sich Ende Jahr von der Tamedia-eigenen Werbezeitenverkäuferin Medag.

Regional-TV TeleBasel trennt sich Ende Jahr von der Tamedia-eigenen Werbezeitenverkäuferin Medag.Letzte Woche sickerte es durch: TeleBasel löst den dreijährigen Exklusivvertrag mit der zur Tamedia gehörenden Werbezeitenverkäuferin Medag vorzeitig auf und will ab 1. Januar 2004 eine eigene Akquisitionsabteilung mit zwei Mitarbeitern starten. Begründet wird der Entscheid primär mit dem Wunsch nach mehr Nähe zum Markt und grösserer Unabhängigkeit. Zu oft sei das eigenständige TeleBasel imagemässig mit Medienkonzernen in Verbindung gebracht worden – früher mit der Basler Zeitung Medien, heute mit der Tamedia, sagt TeleBasel-Geschäftsführerin Pia Bossert.Doch es gibt weitere Gründe. Weil es bei der Medag zu personellen Wechseln komme und Medag-Chef Hans-Ruedi Ledermann «Mitte nächsten Jahres vielleicht schon nicht mehr dort ist», habe man die Gelegenheit zur Selbstständigkeit ergriffen, fügt Bossert an. Sie bestätigt ferner Gerüchte, wonach Tamedia über Ledermann Druck auf TeleBasel ausgeübt habe. Etwa im Rahmen des TeleNewsCombi (TNC), das ab Januar neu den Trendpool anbieten will. Dazu sollten alle TNC-Mitglieder die TeleZüri-Sendungen «Swissdate» und «Lifestyle» ausstrahlen, um eine sprachregionale Werbeplattform mit identischer Zielgruppe schaffen zu können. «Wir wollen aber kein Zürcher Programm. Unser Konzept sieht Sendungen mit regionalem Bezug vor», sagt Bossert.
Deshalb werde TeleBasel statt Lifestyle die eigene Sendung «Pur» mit
ähnlicher Zielgruppe ausstrahlen. Und Swissdate werde man nicht in der Primetime platzieren.
50 Prozent unter Budget
Der wichtigste Grund für die Trennung aber ist finanzieller Art: «Seit mehr als einem halben Jahr erbringt die Medag den gemeinsam geplanten Umsatz nicht mehr. Sie liegt 50 Prozent unter Budget», spricht Uni-Professor Heinrich Löffler Klartext. Löffler ist Präsident des Ausschusses der Stiftung Kabelnetz, der Trägerin von TeleBasel (siehe Kasten). Damit ist Löffler so etwas wie der Verwaltungsratspräsident des Senders. Bei TeleBasel sei man überzeugt, ohne Medag mehr Werbeeinnahmen generieren zu können, sagt er. Daraus spricht der uralte Argwohn, die Medag, die auch Radio Basilisk vermarktet, setze sich nur halbherzig für TeleBasel ein.
Bei der Medag wollte man zu all dem keine Stellung nehmen. Andreas Meili, bei Tamedia Leiter elektronische Medien, gibt jedoch zu, dass der vereinbarte Umsatz nicht erbracht wurde. «Wir hatten klare Vorstellungen, wie die Ziele zu erreichen wären», sagt er. So habe man TeleBasel vorgeschlagen, in seinem Programm mit zielgruppenspezifischen Sendungen ein werbeattraktiveres Umfeld zu schaffen. Weil Tele Basel dies aber abgelehnt habe, sei man seitens Medag zum Schluss gekommen, dass sich der Werbeverkauf für den Sender so nicht lohne. Meili: «Die Medag will sich künftig auf den wirtschaftlich viel interessanteren Verkauf der Werbung für Radio Basilisk konzentrieren.» Den Vorwurf, Tamedia habe über Ledermann Druck auf den Sender ausgeübt, wollte Meili nicht kommentieren. Und auf die Frage, ob Ledermann tatsächlich die Medag verlassen werde, antwortete er kurz und bündig: «Das ist falsch.»
Spezialfall TeleBaselTeleBasel hat als einziges Regional-TV den Status eines
öffentlich-rechtlichen Senders: Trägerin ist die staatlich initiierte Stiftung Kabelnetz, Besitzerin des lokalen Kabelnetzes. Diese verpflichtete die Kabelnetzbetreiberin Balcab (heute Teil der Cablecom) 1998 dazu, TeleBasel während 30 Jahren jährlich einen indexierten Betrag von
1,5 Millionen Franken zu bezahlen. Zusätzlich muss die Balcab bis 2010 ratenweise 5,8 Millionen Franken abstottern, davon vier Millionen Franken als Abzahlung einer früheren Schuld.Dieses Jahr kommt TeleBasel
gemäss Pia Bossert auf einen Gesamtumsatz von 3,7 bis vier Millionen Franken, die Werbeeinnahmen dürften etwa 700000 Franken erreichen (2002: 770000 Franken). Dazu kommen selbst akquirierte Sponsoringerträge von gut 300000 Franken. Das Sendegebiet von TeleBasel umfasst 450000 Personen in über 200000 Haushaltungen.
Die durchschnittliche Tagesreichweite beträgt etwa 100000 Zuschauer. (mk)
Heinrich Löffler,Präsident Balcab
Markus Knöpfli
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