Providence Equity übernimmt Kabel Deutschland

Die britische Investmentgesellschaft Providence Equity kauft sich mit Kabel Deutschland den grössen Kabelnetzbetreiber Deutschlands und Europas.

Das Bundeskartellamt hat grünes Licht für
den Kauf der Kabel Deutschland-Aktien durch die britische
Investmentgesellschaft Providence Equity gegeben. Im Dezember 2005
hatte sich das Unternehmen mit den Mitgesellschaftern Apax Partners und
Goldman Sachs Capital Partners geeinigt, deren Anteile zu übernehmen.
Nun verfügt Providence Equity über rund 95 Prozent von Kabel
Deutschland (KDG). Die restlichen Anteile bleiben beim KDG-Management.
Kabel Deutschland versorgt rund 10 Millionen TV-Haushalte in
Deutschland in 13 Bundesländern und ist der grösste Kabelnetzbetreiber
in Deutschland und
Europa.

Verbrauchervertrauen der Schweizer gestiegen

Herr und Frau Schweizer haben wieder grösseres Vertrauen in Volkswirtschaft und Arbeitsmarkt. Und zudem mehr Zuversicht, was ihre persönliche Situation betrifft.

Herr und Frau Schweizer haben wieder
grösseres Vertrauen in Volkswirtschaft und Arbeitsmarkt. Und zudem mehr
Zuversicht, was ihre persönliche Situation betrifft. Dies zeigt der
2005 von ACNielsen initiierte Consumer Confidence Index. In der Schweiz
lag der Index im 2. Halbjahr 2005 bei 98 Punkten, was über dem
europäischen Durchschnitt von 95 Punkten ist. Gegenüber dem Wert vom 1.
Halbjahr 2005 konnte der Index in der Schweiz um fünf Punkte zulegen.
Auf
die Frage, ob jetzt die richtige Zeit für Anschaffungen sei, äusserten
sich in der aktuellen Befragung 50 Prozent positiv, gegenüber 38
Prozent im 1. Halbjahr 2005. Die Daten stammen aus einer globalen
Online-Studie, in welcher das Marktforschungsunternehmen
ACNielsen im November 2005 in 42 Ländern 23’500 Verbraucher befragten.

Mehr Marktanteil für Westschweizer Fernsehen

Das Westschweizer Fernsehen (TSR) konnte im vergangenen Jahr seinen Marktanteil um 1,3 Prozent steigern.

Das Westschweizer Fernsehen (TSR) konnte
im vergangenen Jahr seinen Marktanteil steigern. Beide Kanäle
trugen zum Wachstum bei. Insgesammt erreichte TSR einen Marktanteil von
31.6 Prozent, was einer Steigerung von 1.3 Prozent gegenüber dem
Vorjahr entspricht. In der Hauptsendezeit stieg der Marktanteil
ebenfalls um 1,3  auf 38,1 Prozent. Gilles Marchand sprach am
Montag auf der Medienkonferenz von einem exzellenten Jahr 2005. TSR2
konnte vor allem mit
Sportübertragungen mehr Zuschauer gewinnen, so die
Mitteilung. Das erfolgreichste Sendegefäss auf TSR1 war erneut die
Informationssendung Téléjournal.

Google ist einflussreichste Marke des Jahres 2005

2528 Personen aus 99 Ländern haben in der jährlichen Umfrage von Brandchannel (Interbrand) Google zur einflussreichsten Marke 2005 gewählt.

2528 Personen aus 99 Ländern haben in der
jährlichen Umfrage von Brandchannel (Interbrand) Google zur
einflussreichsten Marke 2005 gewählt. Damit hat Google den
Vorjahressieger Apple knapp auf den zweiten Platz verwiesen und den
Rang 1 zurückerobert. Die Rangierung trage, so Brandchannel, den
Milestones von Google im Jahr 2005 Rechnung: mit der Markteinführung
von Google Mini, der Desktopsuche, dem internetbasierten Dienst Google
Earth und weiteren innovativen Ideen hat Google das Leben weltweit
massgeblich beeinflusst. Weit geringer bewertet liegen auf den Rängen
drei bis fünf Skype, Starbucks und Ikea.
Deutlich sind die kontinentalen Unterschiede der Erhebung. In Europa
heissen die drei Bestplatzierten Nokia, Ikea und Skype. In Nordamerika
liegt Apple vor Google und Starbucks. In Asien/Pazifik fällt die beste
Wertung auf Sony, gefolgt von Toyota und Samsung. Und in Zentral- und
Lateinamerika liegt Corona vor Baccardi und Moviestar.
Brandchannel, 2001 von Interbrand ins Leben gerufen, widmet sich der
globalen Sicht auf Brands. Die weltweite Umfrage wird jährlich
durchgeführt.

Hauptstadtradio Capital FM auf Sendung

Die Region Bern hat einen neuen Sender, seit Montag 5.30 Uhr ist das neue Lokalradion Capital FM im Äther.

Die Region Bern hat nach Radio Extra Bern,
dessen Betrieb Ende 2005 eingestellt wurde, einen neuen Sender. Seit
Montag 5.30 Uhr ist das neue Lokalradio Capital FM auf Sendung. Die Station aus
dem Hause Espace Media Group will neben einem umfassenden regionalen
Service public unter anderem eine Morgenshow und bis zu 20
Nachrichtenbulletins bieten. Das Musikprogramm umfasst aktuelle Hits und die Perlen der
letzten 30 Jahre. Zusätzlich wird Radio Capital FM auch als Webstream
im Windows Media Format zur Verfügung gestellt. 
Wegen sinkender Hörerzahlen hatte Radio Extra Bern den Betrieb nach 22
Jahren eingestellt. Wie die SDA berichtet, waren im Zusammenhang mit
der Neupositionierung unter dem Namen Capital FM Anfang November drei
Mitglieder des Moderationsteams entlassen worden. Das Team von Capital
FM besteht laut Espace Media aus rund drei Dutzend fest angestellten
und freien Mitarbeitenden.

Presse Suisse: Namens- und Führungswechsel

An der Generalversammlung in Lausanne haben die Verlegerinnen und Verleger der Westschweiz einstimmig Valérie Boagno zur Präsidentin gewählt.

An der Generalversammlung in Lausanne
haben die Verlegerinnen und Verleger der Westschweiz einstimmig Valérie
Boagno zur Präsidentin gewählt. In diesem Amt löst sie Tibère Alder ab.
Der Verband legt Wert auf die Feststellung, dass zum ersten Mal eine
Frau an die Spitze gewählt worden ist.
Boagno ist stellvertretende chefredaktorin der Tageszeitung Le Temps
und seit mehreren Jahren Direktionsmitglied von Presse Suisse. Sie
präsidierte in dieser Funktion diversen Komissionen. Die auf
wirtschaftliche Fragen und Pressemarketing spezialisierte Fachfrau ist
ferner Verwaltungsratsmitglied der WEMF.
Presse Suisse hat neben dem Führungswechsel auch einen Namenswechsel
hinter sich. Der Verband war früher unter dem Namen Presse Romande
tätig. Der Namenswechsel wird begleitet von einem gemeinsamen visuellen
Auftritt der drei Verlegerverbände Presse Suisse, Schweizer Presse und
Stampa Svizzera. Die drei Organisationen bleiben aber unabhängig.

Jung von Matt / Limmat unter den Top 20

Für einmal sind es nicht die kreativen Leistungen, die zum Rating führten: Der von Jung von Matt / Limmat letzte Woche lancierte Agenturpodcast schaffte es auf Platz 12.

Für einmal sind es nicht die kreativen Leistungen, die zum Rating führten: Der von Jung von Matt / Limmat letzte
Woche lancierte Agenturpodcast schaffte es auf Platz 12 der
meistabonnierten Podcasts. Wie die SDA berichtet, kletterte das
Agenturportfolio nach einem sofortigen Einstieg in die Top 30 Schritt
für Schritt bis auf Platz 12. Der Video-Podcast kann über die Website
jvm.ch oder direkt im iTunes Music Store kostenlos heruntergeladen
werden.

Weitere mögliche Hürden im Fall Springer

Ab 23. Januar werden für Springer Zinsen von 25 Millionen Euro pro Monat auf den Verkaufspreis von 2,4 Milliarden Euro fällig.

Ab 23. Januar werden für Springer Zinsen
von 25 Millionen Euro pro Monat auf den Verkaufspreis von 2,4
Milliarden Euro fällig. Die Konzernleitung von Springer und Haim Saban,
Senderbesitzer von ProSiebenSat.1 hatten sich letzte Woche getroffen.
Das Gespräch sei sehr konstruktiv verlaufen, wie die Süddeutsche
Zeitung in Erfahrung gebracht hat. Saban will sogar eingewilligt haben,
vorläufig auf die anstehenden Zinsen zu verzichten.
Wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung spekuliert, könnte im Ringen um
die Fernsehpläne nun auch Wettbewerbern wie Holzbrinck („Handelsblatt“)
oder DuMont („Express“) entscheidende Rollen zukommen. Diese könnten
nach einer Erteilung der Sondergenehmigung (Ministerialerlaubnis) durch
den Bundeswirtschaftsminister Glos ein gerichtliches
Beschwerdeverfahren in Gang bringen, welches das Geschäft jahrelang
verzögern könnte. Am 27. Januar wird der Entscheid des
Bundeskartellamts fällig, erwartet wird ein Verbot der Fusion. Ob
Springer danach eine Ministerialerlaubnis beantragen oder auf die
Übernahme von ProSiebenSat.1 verzichten wird, ist derzeit nicht
bekannt. Springer hatte vor drei Jahren selbst mit einer Klage gegen
eine Ministerialerlaubnis gedroht, als eine solche für Holzbrinck im
Zusammenhang mit einer Übernahme der Berliner Zeitung im Gespräch war.

ADC Awards: Ausstellung der eingereichten Arbeiten

Tag der offenen Tür beim Art Directors Club: am 23. Januar können von 18.00 bis 20.00 Uhr alle eingereichten Arbeiten im World Trade Center besichtigt werden.

Einmal im Jahr fordert der Art Directors
Club die Branche auf, die besten Arbeiten einzuschicken und sie von
einer Jury aus ADC-Mitgliedern beurteilen zu lassen. Am 23. Januar
können von 18.00 bis 20.00 Uhr alle eingereichten Arbeiten im World
Trade Center in Zürich besichtigt werden. Die Jurierung wird am 24. und
25. Januar vorgenommen, die Preisverleihung findet am 29. Januar um
16.30 Uhr im Filmpodium in Zürich statt.

Malbuner Kampagne: Onkel Herbert im Wahlfieber

Onkel Herbert mischt sich ab Montag in Zürich mittels Plakaten unter all die Ledergerbers und Vollenwyders, um Wähler für Malbuner zu motivieren.

Onkel Herbert mischt sich ab Montag in
Zürich mittels Plakaten unter all die Ledergerbers und Vollenwyders, um
Wähler für Malbuner zu motivieren. Abschluss der Aktion ist eine
Anzeige im Tage Anzeiger, in welcher Onkel Herbert den
Wahlausgang bekanntgibt und kommentiert. Den von Malbuner natürlich!
Auch bei weiteren Wahlen soll Onkel Herbert Präsenz zeigen: geplant
sind Plakate vor Coop oder Migros, die als Malbuner Wahllokale
fungieren.

GEMI: Internet und TV auf Wachstumskurs

In beiden Bereichen sind die Werbeinvestitionen während des ganzen letzten Jahres gewachsen, wie der Goldbach Electronic Media Index zeigt.

Der Goldbach Electronic Media Index (GEMI)
für den vergangenen Dezember weist für die TV-Werbung eine Zunahme um 3
Indexpunkte auf 323 aus. Der Internetindex sprang um 4 Punkte auf 178.
In beiden Bereichen seien die Werbeinvestitionen während des ganzen
letzten Jahres gewachsen, kommentiert der Vermarkter Goldbach Media.
Eine erfreuliche Entwicklung zeigte sich auch beim Radioindex, der von
250 auf 252 Punkte stieg, nachdem der Herbst durchzogen ausgefallen
war. Der Teletext blieb auf dem Vormonatsstand von 163 Punkten. Die
elektronischen Medien insgesamt steigerten sich im Dezember um 3 auf
318 Indexpunkte. Der Gesamtmarkt der Werbemedien konnte erneut um einen
Indexpunkt zulegen.
Ein Jahresvergleich ist nicht zulässig, weil der Datenerheber Media
Focus ab August 2005 die Eigenwerbung der Medien nicht mehr erfasst
hat, wie Goldbach Media mitteilt.

Stellenabbau bei Ringier Print Adligenswil

Sechs Personen werden vorzeitig pensioniert, vier im Haupterwerb angestellte Personen entlassen und elf Teilzeitstellen aufgelöst.

Die Druckerei Ringier Print Adligenswil
baut 21 Stellen ab. Vier Mitarbeitenden muss gekündigt werden, sechs
gehen vorzeitig in Pension. Daneben werden elf Teilzeitstellen
aufgelöst, wovon Schüler, Studenten und Personen mit einem anderen
Haupterwerb betroffen sind. Dieser Schritt werde nötig in einem
anhaltend schwierigen Umfeld, welches von hohen Überkapazitäten geprägt
sei, begründet Ringier den Stellenabbau. Für die Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter bestehe ein Sozialkonzept, welches zwischen der
Geschäftsleitung und der Personalkommission vereinbart worden sei. Im
November gab das Medienhaus bereits bekannt, dass bei Ringier Print
Zofingen bis Mitte 2007 eine Stellenreduktion in der Grössenordnung von
50 Stellen erfolgen werde.
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