Frankreich: Werber jagen römische Streitwagen für Ben Hour durch Paris

Die Ideen von Werbetreibenden werden immer ausgefallener: Am Sonntagmorgen zogen fünf römische Streitwagen mitsamt ihren Zugpferden und Kämpfern in Vollmontur durch das noch verschlafene Paris.

Die Ideen von Werbetreibenden werden immer ausgefallener: Am Sonntagmorgen zogen fünf römische Streitwagen mitsamt ihren Zugpferden und Kämpfern in Vollmontur durch das noch verschlafene Paris. Für das Spektakel sperrten die Verantwortlichen die Iéna-Brücke am Fusse des Eifelturms, wie die Nachrichtenagentur SDA berichtet. Ziel der Aktion ist die Werbung für die Grossinszenierung «Ben Hur» unter der Regie von Rober Hossein, die im September im Stade de France über die Bühne geht. An fünf Tagen wird das Stück aufgeführt, erwartet werden 300’000 Zuschauer.

Aargauer Jugendradio zum letzten Mal auf Sendung

Das Aargauer Jugendradioprojekt "Power FM" geht am nächsten Samstag für die Dauer eines Monats wieder auf Sendung – wahrscheinlich zum letzten Mal.


Das Aargauer Jugendradioprojekt „Power FM“ geht am nächsten Samstag für die Dauer eines Monats wieder auf Sendung – wahrscheinlich zum letzten Mal. Das Radio produziert ein mehrheitsfähiges Jugendprogramm und war seit 2001 bereits drei Mal On Air. Die Zukunft ist jedoch ungewiss.
Das Radio starte am 2. September wahrscheinlich zum letzten Mal in bisheriger Form. Denn eine Beschwerde beim Bundesamt für Kommunikation verlange, dass das Radio nicht mehr konzessioniert werde.

Mario Gutknecht, Initiant und Leiter von „Power FM“, wollte gegenüber der SDA keine Angaben machen, wer die Beschwerde eingereicht hatte. Geplant sei ein 24-Stunden-Programm, sagte Gutknecht. Mehr als zehn junge Macher arbeiteten ehrenamtlich für die Radiostation. Im Tagesprogramm würden jede Stunde Nachrichten gesendet. Am Abend seien Sondersendungen programmiert.

Radio „Power FM“ hatte bei der Sendeperiode im September 2005 durchschnittlich
33’600 Hörerinnen und Hörer pro Tag erreicht, an Spitzentagen
96’000 Hörer. Die Angaben ermittelte Radiocontrol.

PubliGroupe steigert Umsatz und legt im Online-Geschäft zu

Die Medien- und Werbevermittlerin PubliGroupe hat im ersten Halbjahr 2006 einen Reingewinn von 28.6 Mio. Franken erzielt, der Umsatz wurde um 2.9 Prozent auf 1035 Mio. Franken gesteigert. Alle Geschäftsaktivitäten haben zugelegt, besonders aber Online und Ausland.


Die Medien- und Werbevermittlerin PubliGroupe hat im ersten Halbjahr 2006 einen Reingewinn von 28.6 Mio. Franken erzielt. Der Umsatz wurde um 2.9 Prozent auf 1035 Mio. Franken gesteigert. Alle Geschäftsaktivitäten haben zugelegt, meldete die PubliGroupe am Montag.
Im ersten Halbjahr schneidet das Waadtländer Unternehmen damit nicht ganz so gut ab wie im Vorjahr, in welchem ein durch Wertsteigerungen des Wertschriftenportfeuilles begünstigter Gewinn von 46.7 Mio. Franken ausgewiesen werden konnte. Das Finanzergebnis bewege sich auf normalem Niveau. Diese Wertsteigerungen nicht eingerechnet, hat sich das Nettoergebnis aber um 1.9 Prozent gegenüber Vorjahr verbessert.

Verbesserung in allen Hauptsegmenten Erwartungsgemäss seien die Werbeausgaben in den entwickelten Märkten stabil geblieben bzw. nur leicht angezogen, so die PubliGroupe. Asien und die Online-Medien sowie Kategorien der elektronischen Medien zeigten eine dynamischere Entwicklung als die Printmedien. Die Printmedien konnten ihre weiterhin starke Position aber mit Erfolg verteidigen.

Der grösste Beitrag zur Umsatzzunahme um 2.9 Prozent stammte aus der internationalen Division Publicitas Promotion Network (PPN), die 18.6 Prozent zulegte und vom Segment «Geschäfte im Aufbau» (Consulting/E-Business, Electronic, Digital & Interactive Media), das sich um 36.6 Prozent steigerte. PubliDirect legte 1.7 Prozent zu und PubliPresse ging um 0.9 Prozent leicht zurück.

Starke Zunahme der «Geschäfte im Aufbau» Die im Jahr 2005 getätigten Investitionen für die Entwicklung der Gruppe in den Bereichen Online und elektronische Medien (siehe
Publigroupe will mit elektronischen Medien einen Spitzenplatz) haben sich bezahlt gemacht. In der Halbjahresbilanz per Juli 2006 erzielte das Geschäft im Aufbau «Consulting/E-Business Electronic, Digital & Interactive Media» eine Umsatzsteigerung von 36.6 Prozent auf 40.3 Mio. Franken. Damit sei beinah schon der Break-even erreicht, schreibt die Gruppe.
Das Beratungsunternehmen Namics steigerte den Umsatz um 45.9 Prozent auf 13 Mio. Franken. Gerechnet wird mit weiterer Expansion.

Die Cinecom steigerte ihrem Umsatz um 32 Prozent auf 23.3 Mio. Franken. Dabei nahm die Kinowerbung um 9 Prozent zu. Die Cinecom profitiere nun von der Digitalisierung der Kinowerbung – das Medium Kino sei nun für lokale Werbeaufträge attraktiver. Fernsehwerbung nahm um 35 Prozent zu und durch die Vertretung des neuen Senders 3+ ist mit weiterer Umsatzsteigerung zu rechnen.

Web2com, die Vermarkterin von Werbung in interaktiven Medien, legte um 59.3 Prozent zu und erzielte einen Umsatz von 5 Mio. Franken. Damit wies dieses Segment zu erstem Mal schwarze Zahlen aus.

PubliDirect auf hohem Niveau Das Unternehmenssegment PubliDirect steigerte sich um 1.7 Prozent auf hohem Niveau von 52.6 Mio. Franken Umsatz – trotz Ausbaukosten für die neue Suchmaschine Local.ch und Erweiterung der Beteiligungen bei The Guide Company (siehe
PubliGroupe baut Beteiligung an The Guide Company aus).
Mit lokalen Telefonbüchern wurde ein Umsatzzuwachs von 12 Prozent erzielt, die gedruckten Gelben Seiten wuchsen um 4 Prozent bei unveränderter Auflage.
PubliPresse im schwierigen Umfeld Die Vermarktung des Werbeangebots der Schweizer Presse und ihrer Onlinedienste fand in einem schwierigen und kompetitiven Umfeld mit hoher Volatilität statt, schreibt die PubliGoupe. Der Umsatz nahm um 0.9 Prozent auf 767.7 Mio. ab. Zu leiden hatte die PubliPresse unter dem Rückgang der kommerziellen Werbung. Zum ersten Mal seit drei Jahren gingen auch die Immobilienanzeigen zurück (-3.4 Prozent). Einzig bei den Stellenanzeigen zeigte sich ein ungebrochener Wachstumstrend mit einem Plus von 18.7 Prozent.
Internationale Vermarktung von Pressewerbung Die Division Publicitas Promotion Network (PPN), die Pressewerbung international vermarktet, steigerte den Umsatz um 18.6 Prozent auf 183.9 Mio. Franken. Besonders erfolgreich war das Geschäft in Asien/Australien (+ 24 Prozent) und auch das Geschäft in Europa erholte sich merklich (+ 23.3 Prozent). Nord- und Südamerika sind weiterhin negativ (-7.7 Prozent).

Ausblick Eine Trendwende im Werbemarkt erwartet die PubliGrouope für dieses Jahr nicht mehr. Die im ersten Halbjahr festgestellten Tendenzen des Werbemarktes würden sich im zweiten Semester fortsetzen. Der Umsatz dürfte dank den ausländischen Märkten und den elektronischen Medien weiter zunehmen. Dazu beitragen werde auch die Vermarkterin von Radiowerbung, RadioTele AG, die seit Juli 2006 in die Gruppe integriert ist. Das Unternehmen will weiter rund 8 Mio. Franken in die Weiterentwicklung des Geschäfts investieren. Obwohl das operative Ergebnis im Rahmen der Erwartungen der Analysten lag, gab die Aktie der PubliGroupe bis am Mittag im Handel leicht nach.

McCann Erickson stockt um vier neue Mitarbeiter auf

Seit Anfang August verstärken zwei neue Texter sowie zwei neue Berater die Zürcher Agentur.


Seit Anfang August verstärken eine neue Texterin sowie ein neuer Texter das Team von McCann Erickson Zürich. Chantal Panozzo schrieb vor ihrem Wechsel während drei Jahren diverse Kampagnen für die amerikanische Agentur The Martin Agency. Nebenbei unterrichtete sie Copywriting an der Virginia Commonwealth University. Rolando Baron, bekannt von Sulzer,Sutter, Publicis und Weber,Harbeke bringt knapp zehn Jahre Erfahrung als Texter zu McCann Erickson. Seine Arbeit ist schon mehrfach ausgezeichnet worden – unter anderem von ADC und den New York Festivals. Auch die Beratungsleitung bekommt Verstärkung. Monica Fischer wechselt als Group Account Director von McCann Erickson Frankfurt nach Zürich. In Deutschland betreute sie für die Deutsche Bank die weltweite Markenkampagne, die Investment-Banking-Kampagne sowie die interne Kommunikation. Für die CDU managte Fischer die Bundestagswahlkämpfe und die Europaratswahlen. In Zürich ist Monica Fischer nun unter anderem zuständig für die Betreuung des Kunden Credit Suisse. Ebenfalls neu gestartet im Beratungsteam ist Thomas Rom. Er verfügt über Erfahrungen auf Agentur- sowie auf Kundenseite.

Google und Ebay schmieden Werbe-Allianz

Im Kampf der Platzhirsche zur Sicherung möglichst grosser Anteile am globalen Werbekuchen kommt die nächste Nachricht aus dem Hause Google: Mit dem grössen Online-Marktplatz Ebay wurde eine mehrjährige Kooperation vereinbart.


Im Kampf der Platzhirsche zur Sicherung möglichst grosser Anteile am globalen Werbekuchen kommt die nächste Nachricht aus dem Hause Google: Am Montag wurde von Ebays Agentur Weber Shandwick eine mehrjährige Kooperation für die Werbung im Web mit dem Web-Auktionator Ebay bekannt gegeben.
Die Kooperation umfasst vor allem Textanzeigen und «Click-to-call»-Funktionalität. Die Tests werden im Frühling 2007 gestartet. «Click-to-call» ermöglicht einen Internettelefonanruf zu Anbietern oder Werbetreibenden per Mausklick.
Google werde ausserhalb der USA exklusiv für die Ebay-Internet-Seiten Werbeanzeigen von Drittfirmen liefern, heisst es in der Mitteilung. Bislang hatte Ebay mit Yahoo kooperiert und wird dies auch weiterhin in den USA tun. Die Firmen machten keine Angaben zu finanziellen Details der Vereinbarungen. Ebay erklärte lediglich, sie würden weder 2006 noch 2007 erhebliche Auswirkungen auf die Ergebnisse haben.

Publicitas verstärkt Bereich «Interaktive Medien»

Die Publicitas International intensiviert die Aktivitäten im Bereich der interaktiven Medien. Michèle Szczepanski ist neu seit August Sales Director Interactive Media.


Die Publicitas International intensiviert die Aktivitäten im Bereich der interaktiven Medien. Michèle Szczepanski ist neu seit August Sales Director Interactive Media. Zuvor war sie Account Executive bei der Online-Vermarkterin Web2com.
Diese Erweiterung der Kernkompetenz bedarf eines fundierten Know-hows, und dies gewährleiste Michèle Szczepanski, teilt die Publicitas am Montag mit. Die Synergien zwischen Publicitas International und Web2com könnten so auch optimal genutzt werden.

Schaffhauser Nachrichten wirbt per Riesenplakat

Mitten in der Schaffhauser Altstadt hängt seit vergangenem Wochenende die grösste Inserateseite der Schweiz, die das Inserat als attraktives Werbemittel hervorheben soll.

Mitten in der Schaffhauser Altstadt hängt seit vergangenem Wochenende die grösste Inserateseite der Schweiz. Sie soll während rund zweier Monate an der Fassade der Zeitung Schaffhauser Nachrichten das Inserat als attraktives Werbemittel hervorheben. Wie einer Medienmitteilung zu entnehmen ist, zeigt die Riesenseite in Anlehnung an die Aktionskampagne des Verbandes Schweizer Presse auf 120 Quadratmetern klar: Grosse Wirkung erzielen, das kann nur ein Inserat. Die Massnahme wurde anlässlich einer Fassadenrenovation an der Liegenschaft der Schaffhauser Nachrichten lanciert. Die grösste Inserateseite der Schweiz hängt noch bis Mitte Oktober.

Chefredaktor verlässt Tribune de Genève

Der Chefredaktor der Genfer Tageszeitung Tribune de Genève, Dominique von Burg (60), gibt seinen Posten ab. Er werde nur noch für die Lokalredaktion tätig sein, teilte das Verlagshaus Edipresse am Montag mit.


Der Chefredaktor der Genfer Tageszeitung Tribune de Genève, Dominique von Burg (60), gibt seinen Posten ab. Er werde nur noch für die Lokalredaktion tätig sein, teilte das Verlagshaus Edipresse am Montag mit. Sein Nachfolger soll innert nützlicher Frist ernannt werden.
Von Burg leitete die Redaktion seit dem Jahr 2000. Er gibt den Chefredaktionsposten noch vor der für diesen Herbst angekündigten Neugestaltung der Zeitung ab. Das letzte Lifting war im November 2004 durchgeführt worden. Schon damals hatte von Burg erklärt, dass dies die letzte grosse Herausforderung sei, die er als Chefredaktor angehen wolle.

Der 60-Jährige schaut auf eine lange Journalistenkarriere zurück, meldet die Nachrichtenagentur SDA. Sie begann bei der Tribune de Genève, führte ihn 1979 zum Westschweizer Fernsehen, wo er die Sendung «Temps Présent» produzierte und Chefredaktor der Tagesschau war.

Bluewin erweitert Radioangebot

Swisscom Fixnet präsentiert per 7. September auf Bluewin.ch ein ausgebautes Radioangebot, das neu auch über IP-Radiogeräte empfangen ist.


Swisscom Fixnet präsentiert per 7. September auf Bluewin.ch ein ausgebautes Radioangebot. Die User können über das Portal die meisten der Schweizer Radiosender abrufen und das Angebot neu auch über IP-Radiogeräte empfangen. Durch den Ausbau wird Swisscom Fixnet zum «grössten Schweizer Verbreiter von Radiosignalen im Internet», heisst es in einer Mitteilung.  
Bluewin startete im Dezember 2005 (siehe
Radio hören via Bluewin-Portal) mit dem Angebot. Dieses wurde von anfänglich zwölf Vertragspartnern aus dem deutschsprachigen Raum auf rund 40 Radiosender aus dem deutsch-, französisch- und italienischsprachigen Gebiet ausgeweitet. Neu sind auch die öffentlich rechtlichen Sender von Schweizer Radio DRS aufgeschaltet. Ein weiterer Ausbau ist Ende 2006 geplant. Die IP-Empfänger, welche den Radiokonsum mittels Beitbrand ermöglichen, sind in allen Swisscom Shops erhältlich.

Rotor und Fauxpas pixeln zusammen

In enger Zusammenarbeit mit der Webagentur Fauxpas entwickelte die Zücher Kommunikationsagentur Rotor eine komplett neue Agenturwebsite.


In enger Zusammenarbeit mit der Webagentur Fauxpas entwickelte die Zücher Kommunikationsagentur Rotor eine komplett neue Agenturwebsite. Das Ziel bestand darin, im verwirrenden Dschungel der Java- und Flash-Seiten eine einfache und damit umso informativere Seite zu gestalten, welche in kürzester Zeit relevante Informationen vermittelt. „Ein User hat nach 32 Klicks die ganze Website gesehen und ist somit innert maximal 2 Minuten bestens über unsere Agentur und die zusammengestellten Referenz-Projekte informiert“, führt Alexander Gessert, CD und Mitinhaber von Rotor aus.

Online-Supermarkt von Coop geht in die Offensive

Coop baut Online-Supermarkt massiv aus. Das Angebot werde ab sofort verdreifacht, teilte Coop in einem Communiqué mit. Damit sind nun mehr als 10'000 Produkte online bestellbar.


Coop baut Online-Supermarkt massiv aus. Das Angebot werde ab sofort verdreifacht, teilte Coop in einem Communiqué mit. Damit sind nun mehr als 10’000 Produkte online bestellbar.
Erfolgsgeschichte Vor 5 Jahren hatte Coop den Online-Supermarkt lanciert. Im Jahr 2005 erwirtschaftete der Coop-Online Supermarkt mit 140’000 Auslieferungen einen Umsatz von 25 Millionen Franken, 57 Prozent mehr als im Vorjahr. 70 Prozent des Kundenkreises sind Frauen, meist berufstätig und mit Kindern. Bei 76 Prozent Kundinnen und Kunden liegt zwischen dem Bestell- und dem Lieferdatum nicht mehr als ein Tag. Für das laufende Jahr erwartet Coop für Online-Supermarkt und Wineshop einen Umsatz von über 40 Mio. Franken. Der Break Even soll gemäss Mitteilung 2008 erreicht werden.
Grösstes Sortiment Mit dem nun grössten Online-Sortiment der Schweiz decke Coop die Bedürfnisse eines Wocheneinkaufs ab. Zudem enthalte der Wineshop mehr als 1000 Weine. Die Preise der Produkte im Online-Shop würden exakt denen in den Läden entsprechen. Ab September würden die Kunden zudem auch von den meisten Aktionen der Coop-Läden profitieren.

Studie: Nur wenige TV-Sender werden wirklich genutzt

Je mehr Fernsehprogramme empfangbar sind, desto geringer ist die Ausschöpfung dieses Potenzials. Zu diesem Schluss kommt eine deutsche Studie, die im Fachblatt "Media Perspektiven" publiziert wurde, berichtet die NZZ.


Je mehr Fernsehprogramme empfangbar sind, desto geringer ist die Ausschöpfung dieses Potenzials. Zu diesem Schluss kommt eine deutsche Studie, die im Fachblatt „Media Perspektiven“ publiziert wurde, berichtete die NZZ am Freitag. Untersucht wurde die Frage, wie viel Sehdauer die Programmangebote zur gesamten Fernsehnutzung der einzelnen Zuschauer in Deutschland beitragen. Das Resultat ist verblüffend: Mit dem meistgenutzen Sender wird bereits ein Drittel der gesamten Fernsehnutzung abgedeckt; zwei Programme decken gut 50 Prozent, und 10 Programm 92 Prozent der Fernsehnutzung ab (Untersuchungszeitraum 1. Quartal 2006).

Weniger ist mehr Die Konzentration auf wenige Programme ist vor allem bei Betrachtung kurzer Zeiträume – wie zum Beispiel einzelner Tage – am höchsten. Betrachtet man die einzelnen empfangbaren Sender, zeigt es sich, dass auch bei über 100 Kanälen 90 Prozent der Fernsehnutzung von 10 Programmen kommen.
ARD, ZDF und RTL sind führende Sender Bei der Untersuchung des Nutzungsverhaltens von Personen von sehr hohem und sehr niedrigem Fernsehkonsum zeigt sich, dass sich Personen mit geringem Fernsehkonsum auf wenige Programme konzentrieren. Aber auch bei Vielsehern stammt der überwiegende Teil der Fernsehnutzung aus nur 10 Programmen. Keine Rolle bei der Zahl der genutzten Kanäle spielen Genre-Präferenzen, schreibt die NZZ weiter. Die führenden Sender mit fast gleichen Rangplätzen seien ARD, ZDF und RTL.

get_footer();