OSZE möchte E-Voting beobachten lassen

Die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) hält es für angebracht, bei den eidgenössischen Wahlen das E-Voting genauer unter die Lupe zu nehmen. Ob ein OSZE-Expertenteam in die Schweiz geschickt wird, ist aber noch offen.

Vertreter der OSZE hatten im Juni während drei Tagen die Schweiz besucht, dies im Hinblick auf die eidgenössischen Wahlen im Oktober. In einem Bericht, über den die Berner Zeitung am Dienstag berichtete, empfahlen sie anschliessend die Entsendung eines Expertenteams, das den rechtlichen Rahmen und die Umsetzung des E-Votings beurteilt. Eine gründliche Überprüfung des E-Voting könnte von Nutzen sein, insbesondere da der Einsatz E-Voting bei künftigen Wahlen ausgeweitet werden soll, heisst es im Bericht. In Gesprächen, welche die OSZE in der Schweiz geführt habe, seien punkto E-Voting Bedenken geäussert worden, unter anderem betreffend des Datenschutzes.

Ob die OSZE ein Expertenteam in die Schweiz schickt, ist allerdings noch nicht entschieden. Ein Sprecher des zuständigen OSZE-Büros für Demokratische Institutionen und Menschenrechte (ODIHR) teilte auf Anfrage mit, man plane, der Empfehlung nachzukommen, dies sei aber abhängig von zusätzlichen Geldern der OSZE-Teilnehmerstaaten. Die Diskussionen dazu seien noch am Laufen. Bei den Wahlen diesen Oktober könnten erstmals auch in der Schweiz wohnhafte  Wähler per E-Voting an den National- und Ständeratswahlen teilnehmen – die Kantone Genf und Neuenburg haben beim Bund einen Antrag dafür gestellt. 13 Kantone (AG, BS, FR, GE, GL, GR, LU, NE, SO, SG, SH, TG, ZH) wollen den in ihren Stimmregistern eingetragenen Auslandschweizern die Möglichkeit anbieten, ihre Stimme über das Internet abzugeben.

Kritik an fehlender Transparenz

In ihrem Bericht kritisieren die OSZE-Experten einmal mehr die mangelnde Transparenz bei der Parteienfinanzierung. Da die Schweiz die langjährige Empfehlung der OSZE zur Verbesserung der Transparenz nicht umgesetzt hat, würde die Entsendung von Wahlbeobachtern zu diesem Thema aber nichts bringen, wie es im Bericht heisst. Abgesehen von der Parteienfinanzierung haben die Experten aber kaum etwas zu kritisieren. Alle Gesprächspartner hätten vollstes Vertrauen in die  Wahlbehörden, schreiben sie in ihrem Bericht. Auch bezüglich der Kampagnen, der  Medienberichterstattung und der Registrierung der Kandidaten seien keine  grundsätzlichen Bedenken geäussert worden. Die OSZE-Vertreter hatten nach eigenen Angaben bei ihrem Besuch in der Schweiz mit Vertretern von Behörden, Parteien, Medien und der Zivilgesellschaft gesprochen. (SDA)

Bild: Lu.ch

APG|SGA: Digitale Wachstumsstrategie in der Zentral- und Westschweiz

Drei neue Shoppingcenter in Kriens, Marin und Yverdon-les-Bains konnte APG|SGA für digitale Werbeformen gewinnen. Das Angebot erweitert sich damit um 16 Screens auf total 107 Shopping E-Panels in 16 Shoppingcentern.

APG|SGA nimmt erstmals digitale Shopping E-Panels in der Zentralschweiz in Betrieb. Die ersten acht 70-Zoll-E-Panels werden im Shoppingcenter Pilatusmarkt in Kriens an Premium-Standorten mitten in der Mall installiert. Der Pilatusmarkt umfasst eine helle Mall mit einem Coop Megastore und 47 weiteren Geschäften auf einer grosszügigen Verkaufsfläche von 21'500 Quadratmetern sowie 1325 gedeckte Parkplätze. Das viertgrösste Shoppingcenter der Zentralschweiz generiert einen Umsatz von 135 Millionen Franken.

APGSGA-Shopping-ePanel-Pilatusmarkt

Fortsetzung der digitalen Strategie auch in der Westschweiz

Mit den Einkaufscentern Manor in Marin und Belair in Yverdon-les-Bains hat APG|SGA (zusätzlich zum bestehenden Centre Quartz in Martigny) zwei weitere Objekte für das Shopping-Netz in der Westschweiz akquiriert. Die Malls werden mit je vier Shopping E-Panels ausgestattet. Für Werbetreibende ergeben sich dadurch Präsenzmöglichkeiten im französischsprachigen Landesteil.

APGISGA betreibt ein Angebot mit aktuell 231 digitalen, grossflächigen Werbeträgern in allen Kommunikationsräumen (City, Event, Mountain, Rail und Shopping). Dazu Beat Holenstein, Leiter Partner & Product Management: «Der erfolgreiche Markteintritt im Kommunikationsraum Shopping ist ein exemplarisches Beispiel für die digitale Strategie von APG|SGA. Nur an absoluten Premium-Standorten werden digitale Werbeträger eingesetzt mit dem Ziel, unseren Werbekunden einerseits einen starken Auftritt anzubieten und den Vertragspartnern andererseits für ihre Informationsbedürfnisse massgeschneiderte Lösungen zu offerieren. Werbekunden schätzen zudem die Möglichkeit der flexiblen Buchung: Werbebotschaften können dank modernster Technik auf den Shopping ePanels kurz vor dem Kaufentscheid optimal ausgesteuert werden.»
 

Maxomedia: Swisspass – der Schlüssel für den ÖV

Der Swisspass ermöglicht Reisenden einen einfachen und zukunftsorientierten Zugang zum öffentlichen Verkehr. Maxomedia hat für die SBB das Kommunikationskonzept für die Einführungskampagne der neuen roten Karte entwickelt.

Maxomedia kreierte das Kommunikationskonzept und setzte eine breite Palette an Massnahmen um. TV-Spots veranschaulichen Nutzen und Gebrauch der Swisspass-Karte einfach und verständlich. Parallel setzen die statischen Key-Visuals die Vielfalt der Verkehrsmittel ins Zentrum und transportieren unterhaltsam und direkt die Botschaft. Nebst den TV-Spots wird die Kampagne vorwiegend Out-of-home und Online eingesetzt werden.

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Der SwissPass soll Kundinnen und Kunden das Reisen in Zukunft noch einfacher machen; so sollen die Partnerdienste laufend erweitert werden. Deshalb wurde besonderen Wert auf ein flexibles Konzept gelegt, welches weitere zukünftige Adaptionen erlaubt. Der SwissPass ist am 1. August 2015 eingeführt worden und wird nun schrittweise – hauptsächlich bei der Erneuerung der bestehenden Abos – den Weg in die Portemonnaies der ÖV-Nutzer finden.
 

Verantwortlich bei den SBB: Reto Meissner (Leiter Marketing-Kommunikation), Marco Serratore (Teamleiter Beratung Marketing-Kommunikation), Franziska Kellenberger (Leiterin Dialog Marketing-Kommunikation), Franziska Pasqua (Mediaplanung). Verantwortlich bei Maxomedia: Bernhard Herzig (Gesamtverantwortung), Reto Schild (Creative Director), Mike Keller (Beratung), Virginie Schneider (Beratung), Daniel Rödel (Art Direction). Verantwortlich bei Shining Pictures: Olivier Egli (Regie), Stefan Bircher (Produzent), Jonathan Heyer (Fotografie), Patrik Rohner (Bildbearbeitung).

Jung von Matt/Limmat baut Geschäftsleitung aus

Die Kommunikationsagentur Jung von Matt/Limmat baut die Geschäftsleitung aus. Neu im Führungsteam dabei sind Samuel Christ (Executive Creative Director) und Cyrill Hauser (Executive PR Director).

«Mit Samuel und Cyrill habe ich die ideale Besetzung gefunden für diesen Schritt. Beide sind in ihrem Fachbereich führend und kennen Jung von Matt von Grund auf. Es macht mir grosse Freude, in Zukunft noch intensiver mit Cyrill und Samuel zusammenzuarbeiten», so Roman Hirsbrunner, CEO von Jung von Matt/Limmat.

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Samuel Christ (links) und Cyrill Hauser (rechts)

Samuel Christ ist seit 2012 als Creative Director für Jung von Matt tätig. Er verantwortete zahlreiche preisgekrönte Kampagnen der Agentur. Nach seinem Abschluss in Jura, begann Christ seine Kreativkarriere bei Springer&Jacoby in Hamburg, seither arbeitete er bei Jung von Matt/Limmat in verschiedenen Positionen. Christ ist verheiratet und Vater von zwei Kindern.

Cyrill Hauser führt seit 2013 das heute zehnköpfige PR-Team bei Jung von Matt. Der 33- Jährige war in den letzten sieben Jahren verantwortlich für zahlreiche ausgezeichnete PR-Kampagnen. Cyrill Hauser ist verheiratet und hat einen Bachelor in Kommunikation sowie ein MBA in Marketing.

Das Führungsteam von Jung von Matt/Limmat besteht aus folgenden Personen:

Roman Hirsbrunner, CEO

Samuel Christ, Executive Creative Director
Cyrill Hauser, Executive PR Director
Alexander Jaggy, Executive Creative Director
Matthias Städeli, Client Service Director
 

Neulancierung der NZZ steht kurz bevor

Am 21. August erscheint die Neue Zürcher Zeitung mit geschärftem Inhaltskonzept und in frischem Layout. Die Tageszeitung bietet künftig noch mehr Meinungs- und Debattenbeiträge, Reportagen und Gesellschaftsthemen.

Das Layout der Neuen Zürcher Zeitung wurde 2009 letztmals überarbeitet. Dass jetzt erneut eine inhaltliche wie gestalterische Neulancierung erfolgt, ist auf die veränderten Lesegewohnheiten zurückzuführen, wie es in einer Mitteilung heisst. Diese haben die Projektverantwortlichen in zahlreichen Befragungen eruiert. Dabei zeichnete sich beispielsweise ab, dass die Lesezeit zum Wochenende hin zunimmt. Diesem Bedürfnis wird die Neue Zürcher Zeitung mit einem zusätzlichen Wochenend-Bund entgegenkommen. Chefredaktor Eric Gujer: «Wir bauen unsere Kernkompetenz als führendes Schweizer Meinungsblatt aus und bieten in Zukunft noch mehr Hintergründe, Debatten und Reportagen.»

Colette Gradwohl, Stellvertretende Chefredaktorin und Projektverantwortliche für die Neulancierung der Printzeitung: «In Fokusgruppen und Befragungen konnten sich unsere Leserinnen und Leser zu Layout-Entwürfen, inhaltlicher Gewichtung und Bildsprache äussern. Aufgrund dieser Rückmeldungen haben wir unsere Zeitung nicht nur inhaltlich überarbeitet, sondern auch das Layout akzentuierter, aber weiterhin sachlich-elegant gestaltet. Dadurch wird die Zeitung noch lesefreundlicher.» Das Logo der «Neuen Zürcher Zeitung» bleibt in der ursprünglichen Fraktur – ein Verweis auf die 235-Jahre alte Tradition der Zeitung, die weltweit zu den ältesten Titeln gehört.
Detaillierte Informationen zum neuen Auftritt wird die NZZ mit der Lancierung am 21. August bekannt geben.

Schweiz Tourismus: Philippe D. Clarinval wird neuer Landesleiter Niederlande

Für den wichtigen Prioritätsmarkt Niederlande hat Schweiz Tourismus Philippe D. Clarinval zum neuen Landesleiter ernannt. Er tritt somit die Nachfolge von Corinne Genoud an.

Innerhalb des internationalen ST-Märkteportfolios kommt den Niederlanden eine besondere Bedeutung zu: der traditionelle Prioritätsmarkt nahm 2014 gemessen am Hotellogiernächte-Volumen den achten Rang innerhalb der Auslandsmärkte ein (nach den Golfstaaten und vor Belgien) und wird mit seinen mehr als 680'000 Hotellogiernächten auch weiterhin die Zukunft des Tourismus in der Schweiz prägen. Mit der Aufhebung des Euro-Mindestkurses bleibt das holländische Marktumfeld anspruchsvoll, gezielt werden Stammgäste angegangen und ein differenziertes und spezialisiertes Marketing betrieben. Umso mehr freut sich ST, mit Philippe D. Clarinval (40) einen überzeugenden Nachfolger der bisherigen Landesleiterin Corinne Genoud verpflichten zu können. Die 45-Jährige verliess Amsterdam per Ende April 2015, um die Marktleitung Vereinigtes Königreich und Irland zu übernehmen.

Seine solide akademische Hotelmanagement-Ausbildung inkl. MBA hat Clarinval bisher in Betrieben auf der ganzen Welt eingesetzt. Nach diversen leitenden Einsätzen in Asien war der schweizerisch-belgische Doppelbürger zuletzt als Managing Director der Omnia Mountain Lodge in Zermatt und somit wieder in der Schweizer Heimat tätig. Philippe D. Clarinval zeichnet sich durch seine Mehrsprachigkeit (Deutsch und Französisch als Muttersprachen), seine ausgeprägte internationale Hotellerie-Erfahrung und seine Touristik-Kenntnisse sowie nicht zuletzt durch seine persönliche Nähe zur Benelux-Region aus.

Clarinval tritt seine neue Position in Amsterdam am 1. Dezember 2015 an.

Jim & Jim: Jugendkampagne für Hotelplan

Die auf Jugend- und Studentenmarketing spezialisierte Agentur Jim & Jim hat für den Reiseveranstalter Hotelplan eine warme und freudvolle Bewegtbild-Kampagne konzipiert und umgesetzt.

Da Jugendliche heute in ihren Ferien oftmals mehr als nur Party und Strand suchen, zeigt die Kampagne junge Protagonisten in verschiedenen emotionalen Ferien-Videos, die auch ausserhalb der Hotels und des Nightlife ein individuelles und abenteuerliches Feriengefühl vermitteln. Gedreht wurde an den begehrten Mittelmeer-Destinationen Ibiza, Mallorca, Ayia Napa und Mykonos. Unterstützt werden die erfrischenden Spots mit dem Slogan «Check out – New Places», der an die Abenteuerlust der Jugendlichen appelliert und sowohl ein «Ich bin dann mal weg»-Gefühl vermittelt als auch zum Erkunden neuer Pfade aufruft.

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Bewegtbilder sind ein geeignetes Mittel, um das breite Angebot von Hotelplan für die junge Zielgruppe in all seinen Facetten zu zeigen und dabei möglichst viele Emotionen zu transportieren. Denn diese spielen bei der Ferienplanung eine wichtige Rolle. Weil Online-Buchungen für Hotelplan inzwischen der wichtigste Anknüpfungspunkt zur jugendlichen Zielgruppe sind, wurde bei der jüngsten Kampagne vor allem auf die Bespielung von Online-Kanälen gesetzt. Die Videos werden als Pre-Rolls und als TV-Spots eingesetzt.

Verantwortlich Hotelplan bei: Manuela Byland (Manager Branding & Sponsoring). Verantwortlich bei Jim & Jim: Fabio Emch (Gesamtverantwortung), Tobias Bonfanti (Projektleitung). Verantwortlich für Spot Produktion: Hillton.
 

Swiss Marketing: Peter Keller neuer Geschäftsführer

Peter Keller übernimmt die Geschäftsführung von Swiss Marketing. Er verfügt über langjährige Führungserfahrung und ist auf die erfolgreiche Umsetzung von interdisziplinären Projekten in den Bereichen Verkauf und Service spezialisiert.

Der Vorstand hat den 56-Jährigen per 1. August 2015 zum neuen Geschäftsführer ernannt. «Mit Peter Keller konnten wir eine leistungs- und ergebnisorientierte Führungspersönlichkeit für Swiss Marketing gewinnen. Wir sind überzeugt, dass sich seine ausgeprägte Kundenorientierung und Expertise positiv auf unseren Berufs- und Fachverband auswirken wird und freuen uns auf ein neues, gemeinsames Kapitel», erklärt Uwe Tännler, Präsident von Swiss Marketing, in einer Mitteilung. Bei Swiss Marketing zeichnet Peter Keller unter anderem für das operative Geschäft des Verbandes und die Erarbeitung und Implementierung der Geschäftsstrategie verantwortlich. Zuletzt hatte Keller die Führung eines KMU im Technologiebereich inne. Er blickt zudem auf eine langjährige Karriere im Schindler-Konzern zurück, wo er zwischen 2004 und 2010 Geschäftsführer von Schindler Aufzüge Aarau war. Insgesamt verfügt Keller über mehr als 20 Jahre Führungserfahrung in den Bereichen Geschäftsführung, Verkauf, Marketing und Service.

Medianovis verstärkt Geschäftsleitung

Christian Greder wird neu Mitglied der Geschäftsleitung von Medianovis, der Kilchberger Kommunikationsagentur mit Schwerpunkt Content Marketing.

Christian Greder ist Wirtschaftsjournalist mit einer breiten Kommunikationsausbildung. Zuletzt war er Chefredaktor der Hotellerie Gastronomie Zeitung, wo er massgeblich am Aufbau und Erfolg der grössten Schweizer Gastronomiezeitung beteiligt war. Insbesondere hat er auch den Übergang der über 130-jährigen Branchenpublikation ins digitale Zeitalter erfolgreich eingeleitet. Er ist laut Mitteilung ein ausgewiesener Kenner der Schweizer Medienlandschaft und Journalist BR mit langjähriger Berufserfahrung. Ausserdem hat er diverse Weiterbildungen am Medienausbildungszentrum Luzern (MAZ) absolviert. Unter anderem den CAS-Lehrgang «Professionelle Medienarbeit» und «Redaktionsmanagement – Führen in den Medien».

Christian Greder wird bei Medianovis die publizistische Leitung übernehmen und den Weiterausbau der Agentur zu einem multimedialen Dienstleistungszentrum für Content Marketing vorantreiben.

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Zu guter Letzt: Volkskinderwagen

Volkswagen hat in den Niederlanden auf einen Facebook-Kommentar reagiert und einen vollautomatischen, selbstbremsenden Kinderwagen gebaut.

Alles begann mit einer von der Agentur Achtung! kreierten TV-Kampagne, die im April in den Niederlanden ausgestrahlt wurde. Darin wurde gezeigt: Volkswagen-Fahrer haben sich derart an technische Annehmlichkeiten gewöhnt, dass sie diese auch von ihren restlichen Besitztümern erwarten. #jeverwachtmeer (Ich erwarte mehr). Falls Sie des Niederländischen einigermassen mächtig sind:
 

Fazit: Ein Pferd hat kein Navigationssystem – und ein Kinderwagen keinen Bremsassistenten, der automatisch eingreift, wenn das Gefährt auf ein Hindernis zurollt. Wieso eigentlich nicht? Die Idee wäre gar nicht so so schlecht – fand Timo Ros und postete den Einwand unter den auf Facebook veröffentlichten Spot.

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Screenshot Facebook.com
 

Die VW-Ingenieure reagierten und machten sich an die Arbeit. Anfang August wurde der Prototyp in einem amüsanten Video – ebenfalls von Achtung! – präsentiert. Der Wagen bremst nicht nur automatisch, sondern folgt auch seinem Besitzer und fährt selbständig.

https://vimeo.com/134807048

Wie funktionstüchtig der schlaue Kinderwagen wirklich ist, ob er tatsächlich von VW-Ingenieuren entwickelt wurde und ob Timo Ros seinen Einwand nicht im Auftrag der Agentur postete – man weiss es nicht. Vermutlich würde ohnehin niemand das eigene Kind da reinlegen wollen, denn dessen Gesundheit hat man lieber in den eigenen Händen. Wieso das beim Autofahren anders sein soll, ist hingegen eine andere Frage… (hae)

«One-Trick Pony»: Womit Google Geld verdient

Die Liste der Google-Dienste wird länger und länger – bei den Einnahmen ist Internetgigant aber weit weniger vielseitig aufgestellt: Geld verdient Google fast nur mit Werbung.

Google Suche, G-Mail, Google Maps, der Online-Speicher Google Drive, das Smartphone-Betriebssystem Android mit dem App-Store Google Play und, und, und: Die Liste der Google-Dienste wird von Jahr zu Jahr länger. Und in seinen geheimen Labs arbeitet der Konzern an weiteren Produkten wie einem selbstfahrenden Auto oder Heissluft-Ballons, über die auch entlegene Gegenden mit Internet-Zugängen versorgt werden sollen.

Wenn es im Hightech-Zirkus aber um das Geldverdienen geht, ist Google quasi nur ein «One-Trick Pony», also ein Zirkuspferd, das nur einen einzigen Trick beherrscht: Werbung. Von den knapp 35 Milliarden Dollar Umsatz im ersten Halbjahr dieses Jahres entfielen 31,5 Milliarden auf Online-Werbung. Das ist ein Anteil von 90 Prozent. Den Grossteil der Werbeumsätze (24,3 Milliarden Dollar) erzielte Google auf den eigenen Sites, den Rest (rund 7,2 Milliarden Dollar) auf Webseiten von Geschäftspartnern. In der Google-Bilanz wird sonst nur noch ein Umsatz-Segment mit dem wenig aussagekräftigen Titel «Other» (Anderes) aufgelistet. Hinter diesen Umsätzen von rund 3,4 Milliarden Dollar im vergangenen Halbjahr, die Google nicht weiter aufschlüsselt, stehen nach Experten-Einschätzung vor allem die Gebühren aus dem Play Store, die Google von den Entwicklern von Android-Apps und Unterhaltungsanbietern verlangt. Um sich aus der Abhängigkeit von den Werbeeinnahmen zu befreien, hat Google in den vergangenen Jahren immer wieder Initiativen gestartet, etwa die Bereitstellung kostenpflichtiger Cloud-Dienste. (SDA)

Verschollenes Manuskript in Zürich aufgetaucht

Eine verschollene Original-Fassung des Romans «Sonnenfinsternis» des Schriftstellers Arthur Koestler (1905 bis 1983) ist nach Jahrzehnten wieder aufgetaucht - in der Zentralbibliothek Zürich.

Gefunden hat das maschinengeschriebene Manuskript ein Doktorand der Universität von Kassel in Deutschland. Der Text lasse neue Schlüsse auf die Entstehung des einstigen Bestsellers zu, hiess es in der Mitteilung der Hochschule vom Montag, welche die Nachrichtenagentur DPA zitiert. Bislang sei nur eine Rückübersetzung aus dem Englischen bekannt gewesen. Man ging demnach davon aus, dass der Originaltext verloren ging, als Koestler 1940 vor den Nazis aus Frankreich nach England floh. Ob nun das Original gefunden wurde, ist nicht abschliessend bewiesen, es spricht aber alles dafür – unter anderem handschriftliche Korrekturen und Einfügungen Koestlers. Wie das Dokument den Weg in das Archiv fand, blieb zunächst unklar.

Eigentlich etwas anderes gesucht

Er habe in Zürich etwas anderes zu Koestler gesucht, sagte der Germanistik-Doktorand Matthias Wessel der Nachrichtenagentur SDA. Und dann habe man ihm aus dem Archiv dieses mit März 1940 datierte Manuskript gegeben, das nicht den von Koestler, sondern von der Archivierungsstelle gewählten Titel trug und nach der Roman-Hauptfigur Rubaschow benannt war. Briefe Koestlers aus der Entstehungszeit von «Sonnenfinsternis», die weitere Aufschlüsse geben könnten muss Wessel nun in Moskau studieren. Dorthin seien sie nach der Besetzung Berlins durch die Rote Armee weggebracht worden, nachdem sie schon aus Paris, wo Koestler um 1940 lebte, von den Nazis abtransportiert worden waren.

Zürcher Europa Verlag wichtig für Exil-Autoren

In Zürich war der Europa Verlag eine wichtige Adresse für von den Nazis verfolgte deutschsprachige Exil-Autoren wie Koestler mit seinem österreichisch- ungarischen und jüdischen Hintergrund. Das könnte der Grund für die Archivierung an der Limmat sein. In seinem bekanntesten Werk – «Sonnenfinsternis» von 1940 – geht der einst überzeugte Kommunist Koestler hart ins Gericht mit den stalinistischen Säuberungsaktionen und Schauprozessen 1937/38 in der Sowjetunion. In Grossbritannien avancierte er zu einem der wichtigsten Autoren in englischer Sprache. «Sonnenfinsternis», der Roman, in dem Koestler sein Engagement für die linken Republikaner im Spanischen Bürgerkrieg (1936-39) verarbeitet, wurde in englischer Sprache als «Dark at Noon» ein Bestseller. (SDA)

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