Eidgenössischer Datenschützer soll Windows 10 unter die Lupe nehmen

Der Eidgenössische Datenschützer soll Windows 10 von Microsoft unter die Lupe nehmen. Das fordert die Piratenpartei Schweiz, die dem neuen Betriebssystem «Datenhunger» unterstellt.

Windows 10 dringe in die Privatsphäre ein, schreiben die Piraten am Donnerstag in einem Brief, welcher der Nachrichtenagentur sda vorliegt, an den Eidgenössischen Datenschützer Hanspeter Thür. Windows 10 sauge Daten von Nutzerinnen und Nutzern ab und teile diese automatisch mit dem Softwarehersteller. Dieser wiederum reiche die Daten an Dritte weiter, etwa an Werbeunternehmen. Dabei müsse der User entscheiden können, ob er seine Daten weitergeben wolle. Eine solche Zustimmung – ein sogenanntes «Opt-in» – kann beispielsweise durch das Setzen eines Häkchens bei den Einstellungen gegeben werden. Von Thür erhofft sich die Piratenpartei Klarheit in mehreren Punkten. So soll der Datenschützer auflisten, welche persönlichen Daten an wen weitergegeben werden, wo sie gespeichert werden und wie lange. Zudem müsse Thür prüfen, ob die User richtig über die Nutzung ihrer Daten aufgeklärt werden. (SDA)

Viola Tami moderiert die vierte Staffel «Die grössten Schweizer Talente»

Anfang 2016 strahlt SRF 1 die vierte Staffel von «Die grössten Schweizer Talente» aus. Viola Tami wird erneut als Moderatorin durch die Casting- und Liveshows führen. Neu darf Tami aktiv ins Geschehen eingreifen.

Die 34-jährige Zürcherin ist seit vielen Jahren regelmässig in Fernsehsendungen, bei Events oder auf Theaterbühnen im Einsatz und hat sich in den letzten Jahren erfolgreich als SRF-Moderatorin etabliert. Dass Viola Tami die notwendige Erfahrung für die Moderation von «Die grössten Schweizer Talente» mitbringt, hat sie bereits während der dritten «DGST»-Staffel bewiesen. Sven Sarbach, Bereichsleiter Show und Events: «Viola Tami ist ein Moderationstalent: Sie hat uns sehr überzeugt, ihre frische und eloquente Art zu moderieren, ist beim Publikum sehr gut angekommen.»

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Viola Tami wird die «DGST»-Kandidatinnen und Kandidaten von den Jury-Aufzeichnungen im Theater 11 in Zürich bis hin zu den Liveshows in Kreuzlingen als Moderatorin begleiten. Und: Sie darf neuerdings – wie die vier Juroren – einmal auf den Golden Buzzer drücken und damit ein Talent direkt ins Halbfinale schicken. Viola Tami: «Kleine Warnung an die Jury: Ich kann sehr schnell rennen! Wer vor mir drücken will, muss sich rasch entscheiden.» Die Bewerbungsphase für die Kandidaten läuft. Die genauen Sendedaten sowie die Jury werden zu einem späteren Zeitpunkt bekanntgegeben.

Tele Bärn lanciert Kandidaten-Voting für die Nationalratswahlen

567 Bernerinnen und Berner kämpfen um 25 Nationalratssitze. Tele Bärn bietet mit dem Kandidaten-Voting «Bewerbung als Nationalrat» eine Plattform, auf welcher sich die Kandidierenden mit einem selbstgedrehten Video von ihrer besten Seite zeigen können.

Ob Jungpolitiker oder amtierende Nationalräte, jede und jeder hat die Chance, sich bei den Zuschauern von TeleBärn zu präsentieren und kräftig die Werbetrommel in eigener Sache zu rühren. Über politisches Sein oder Nichtsein können die Zuschauer ab sofort online auf Telebaern.tv/nationalrat mitbestimmen. Den 20 Kandidaten mit den meisten Publikumsstimmen winkt die Teilnahme an einem halbstündigen Wahl-Talk auf TeleBärn, welcher ab dem 8. September jeweils am Dienstag- und Mittwochabend um 18.20 Uhr ausgestrahlt wird. Bei der Verteilung der Startplätze wird neben dem Voting auch die bisherige Parteienstärke berücksichtigt.

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Seit Anfang Woche sind bereits über 70 Videos veröffentlicht worden. Dabei kamen etliche freiwillig und unfreiwillig komische Beiträge zustande. So posiert Nationalrat Heinz Siegenthaler (BDP) mit einem «Rüebli», Corrado Pardini (SP) schwingt den Kochlöffel und Grossrat Erich Hess (SVP) geht baden. Tele Bärn begleitet den Verlauf des Kandidaten-Votings in den News und im Fokus. Die Siegerinnen und Sieger werden am Freitag, den 28. August bekannt gegeben.

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Die Roboter kommen!

Gleich in zwei Studien haben Medienforscher herausgefunden, dass Leser journalistische Texte, die von Computer-Software und somit algorithmisch generiert sind, kaum noch von Artikeln zu unterscheiden vermögen, die leibhaftige Profi-Journalisten verfasst haben.

Christer Clerwall (Karlstad University, Schweden) legte insgesamt 45 Testpersonen Texte vor, die teils von Computern, teils von Journalisten erstellt worden waren. Die Respondenten stuften die maschinengenerierten Texte als geringfügig «informativer», «genauer», «vertrauenswürdiger » und «objektiver», aber auch «langweiliger» ein, während die Journalisten im Blick auf «Kohärenz», «Klarheit» und «Lesespass» punkteten – aber insgesamt waren diese Differenzen «nicht signifikant».

Hille van der Kaa und Emiel Krahmer (beide Tilburg University in den Niederlanden) spürten speziell der Glaubwürdigkeit von «Roboter»-Texten nach und befragten dazu 232 Holländer, unter ihnen 64 Journalisten. Interessanterweise vergaben die befragten Normalbürger an Computer und Journalisten gleich gute Noten im Blick auf Glaubwürdigkeit und Expertise. Nur die Journalisten bescheinigten ihrem eigenen Berufsstand mehr Vertrauenswürdigkeit als den Roboter-Kollegen. Doch das ist womöglich nur die Spitze des Eisbergs. Noch wichtiger als das Schreiben von Artikeln ist in Zeiten, in denen auf einen Journalisten in den USA bereits vier bis fünf PR-Leute kommen, ja das Auswählen aus den zugelieferten Medienmitteilungen. Auch diese Auswahl übernehmen bei Suchmaschinen und sozialen Netzwerken zunehmend Algorithmen, und Medienexperten wie Caitlin Dewey (Washington Post) oder Walter Quattrociocchi (Institute for Advanced Studies, Lucca) sorgen sich, dass auf diese Weise unser Weltbild sehr einseitig werden könnte – einfach, weil uns die Algorithmen nur noch das zuliefern, was wir erfahren wollen, und nicht das, was wir erfahren sollten.

Nikki Usher (George Washington University) gibt da allerdings Entwarnung. Aus ihrer Sicht ist und bleibt das Problem der «selektiven Wahrnehmung», also die Tatsache, dass wir vorzugsweise Medienangebote konsumieren, die unsere Vorurteile bestätigen, unser Problem als Mediennutzer und nicht das der Suchmaschinen und sozialen Netzwerke, die uns mit Informationen versorgen. Deren Algorithmen seien sehr viel komplexer, als die Kassandra- Rufer das gemeinhin darstellten. Zum Beispiel würde der Algorithmus von Google News bestimmte Nachrichten favorisieren, etwa jene, die grosse Redaktionen wie die The New York Times zulieferten, oder Angebote, die mehr Kontext, etwa in Form von Originalzitaten, enthielten, oder eben besonders aktuelle News. Im Prinzip würden sich die Leute, die für Google News verantwortlich sind, ähnlich wie Profi-Journalisten darum bemühen, eine «bestmögliche Nachrichtenauswahl» zu offerieren – nur eben mit Hilfe von Algorithmen, welche auf Nutzerinteressen eingehen.

Die Kritiker würden oftmals übersehen, was «Algorithmen, die Nachrichten filtern, mit herkömmlichen Verfahren bei der Nachrichtenselektion gemein » hätten: «Auch Redaktionen waren lange Zeit so etwas wie ‹black boxes› – besetzt mit Journalisten, die hinter undurchdringlichen Mauern über die Top-Storys des jeweiligen Tages entschieden.» Gleichwohl bleiben natürlich für Manipulation und Fernsteuerung Tür und Tor geöffnet, wenn gigantische Konzerne wie Google oder Facebook zentral über den Algorithmen-Einsatz entscheiden – und damit weltweit programmieren können, was Chen Cheng in Singapur, John Sixpack in Tennessee und Frau Hinz und Herr Kunz im Appenzeller Land zu sehen, hören und lesen bekommen. Auch den Optimismus einiger Forscher, dass der Roboter-Einsatz in den Redaktionen Ressourcen für wichtigere Aufgaben wie die Recherche freisetzen könnte, muss man nicht unbedingt teilen. Clerwall sieht das realistischer als «einen Weg, mit dem Medienunternehmen Personal einsparen können».

Schon eine ganze Zeitlang herrscht ja in den Redaktionen Götterdämmerung: Jahrzehntelang waren es Journalisten gewohnt, nur über die Arbeitslosigkeit anderer zu berichten, ohne selbst davon betroffen zu sein. Spätestens seit der Jahrhundertwende hat sich das gründlich geändert. Computerprogramme und Algorithmen werden den Job-Abbau in den Redaktionen wohl noch einmal dramatisch beschleunigen – und dann vermutlich auch vor den redaktionellen Zulieferern, der PR-Branche, nicht halt machen.

Stephan Russ-Mohl leitet das Europäische Journalismus-Observatorium an der Universität Lugano.

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Literaturtipps:

Christer Clerwall (2014): Enter the Robot Journalist, in: Journalism Practice 8:5, 519-531 http://www.tandfonline.com/doi/abs/10.1080/17512786.2014.883116?journalCode=rjop20#.VZJDR6QwKH4

Hille van der Kaa/Emiel Krahmer (2014): Journalist versus news consumer: The perceived credibility of machine written news, Tilburg University https://pure.uvt.nl/portal/files/4314960/cj2014_session4_paper2.pdf

Caitlin Dewey (2015): http://www.washingtonpost.com/news/the-intersect/wp/2015/06/03/if-you-use-facebook-to-get-your-news-please-for-the-love-of-democracy-read-this-first/

Nikki Usher (2015): Who’s afraid of a big bad algorithm? In: Columbia Journalism Review,.June 11,http://www.cjr.org/analysis/whos_afraid_of_a_big_bad_algorithm.php

 

Ruf Lanz für die VBZ: Das Tram als Papamobil

Der Papst fordert mehr Umweltbewusstsein. Ruf Lanz bietet ihm im Namen der VBZ ein neues Papamobil an.

In seiner kürzlich veröffentlichten Umwelt-Enzyklika «Laudato si» ruft Papst Franziskus mit Blick auf den Klimawandel dazu auf, den Ausstoss von Kohlendioxid drastisch zu reduzieren. Aufs reformierte Zürich übersetzt, heisst dies: Umsteigen lohnt sich. Denn eine einzige Tramspur befördert gleich viele Menschen wie fünf Autostrassen. Und eine Person im Tram verursacht 13-mal weniger CO2-Emissionen als eine Person im Auto (bei durchschnittlicher Besetzung). Ein treffender Anlass für Ruf Lanz, um dem umweltbewussten Papst das Tram als Papamobil anzubieten, wenn er eines Tages nach Zürich kommt. Das jüngste Sujet der preisgekrönten VBZ-Kampagne erscheint derzeit in 20 Minuten sowie in Online-Anwendungen.

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Verantwortlich bei den VBZ: Heinz Vögeli (Leiter Unternehmenskommunikation). Verantwortlich bei Ruf Lanz: Markus Ruf, Danielle Lanz (Creative Direction), Marcel Schläfle (Art Direction), Dave Schellenberg (Grafik), Markus Ruf (Text), Tanja Felix, Pascal Trütsch (Beratung). Fotografie: Archiv. Bildbearbeitung: Dave Schellenberg.
 

Neues Kinomagazin auf Telebasel

Mit «Reihe 8» lanciert der Regionalsender Telebasel ein neues Filmmagazin. Der Startschuss fällt am 20. August.

«Der Name kommt von der Regiereihe im Theater. Reihe 6-8, dort sitzt der Regisseur und schaut ganz genau hin», so Dani von Wattenwyl, Moderator der Sendung. Mit dem neuen Magazin können sich die Telebasel-Zuschauer darüber informieren, welche Filme in den Basler Kinos starten und wie die Dreharbeiten dazu verliefen. Dazu Karin Müller, Chefredaktorin von Telebasel: «Es ist uns ein Anliegen, neue Filme in der Region vorzustellen und mit dem Telebasel-Kinoreporter zusätzlich eine Stimme aus dem Publikum zu integrieren.» Die Erstausstrahlung von «Reihe 8» findet am 20. August 2015 um 18:15 Uhr statt. Das Filmmagazin wird vierzehntägig immer donnerstags um 18:15 Uhr ausgestrahlt und ab 20:30 Uhr stündlich wiederholt.

Zu guter Letzt: Alter Schwede

Der Online-Möbelhändler Home24 verspottet in einer neuen Plakatkampagne wieder den grossen, gelben Riesen aus dem Norden.

Home24 kennen viele nur durch die Werbung. Obwohl es das Online-Möbelhaus mittlerweile auch hierzulande gibt. Ob das für die Qualität der Werbung oder gegen die Qualität des Händlers spricht, bleibt offen. Fakt ist: Die Home24-Kampagnen fallen immer wieder positiv auf. Zwei Dinge haben alle gemeinsam. Erstens: Sie sind lustig. Zweitens: Sie schiessen gegen die klassischen Möbelhäuser. «Möbel kauft man nicht mehr am Arsch der Welt, sondern ganz bequem online» hiess es 2012 – eine «Hommage» an die weitentfernten Autobahnausfahrten, an denen die meisten grossen Möbelhäuser liegen.
 

https://www.youtube.com/watch?v=TiRCDyDXY24

Der Mann, der sich in den endlosen Selbstabholungshallen von Ikea verirrte und erst nach Jahren völlig verwahrlost gefunden wurde (Werbewoche.ch berichtete), flimmert in der Schweiz immer noch über die TV-Bildschirme. «Das Leben musste weitergehen… und Home24 war unsere Rettung».

https://www.youtube.com/watch?v=8838gqw45Ow

Und auch die neue Plakatkampagne, die seit dieser Woche zu sehen ist und von der Berliner Agentur Plantage kreiert wurde, macht deutlich, wieso man Möbel besser bequem von zuhause aus kauft, statt sich in das grosse, schwedische Einrichtungshaus zu mühen. Die Idee, Ikea-Anleitungen für eigene Zwecke zu entfremden, ist nicht neu. Aber hier ist die Umsetzung wieder mal erfrischend gelungen. (hae)

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Weit über 200 Medien in aller Welt warten auf Schweizer Urlauber

Von den über 2'000 deutschsprachigen Publikationen ausserhalb des deutschen Sprachraums richten sich mehr als 180 hauptsächlich an deutsche, österreichische und schweizerische Urlauber, wie die Internationale Medienhilfe (IMH) in einer Untersuchung ermittelt hat.

Deutsche, Österreicher und Schweizer sind Urlaubsweltmeister. Überall, wo sie Ferien machen und Geld ausgeben, steht auch ihre Sprache hoch im Kurs. Es gibt dort für angehende Hotelangestellte Deutschkurse oder deutschsprachige Tourismus-Studiengänge und für die Feriengäste spezielle Zeitungen oder Zeitschriften auf Deutsch. Von den über 2'000 deutschsprachigen Publikationen ausserhalb des deutschen Sprachraums richten sich mehr als 180 hauptsächlich an deutsche, österreichische und schweizerische Urlauber. Hinzu kommen noch etwa 35 Radioprogramme und zwei kleinere Fernsehangebote für Reisende. Neben diesen Spezialmedien existieren natürlich noch viele weitere in deutscher Sprache, die eher allgemein berichten, aber gelegentlich auch Beiträge und Rubriken für Touristen anbieten.

Björn Akstinat, Leiter der IMH: «Die meisten Urlaubermedien, nämlich rund 100 Publikationen und Rundfunkprogramme, gibt es verständlicherweise in Spanien. Danach folgen mit weitem Abstand die Tschechische Republik, Polen, Thailand, Italien, Portugal, die Vereinigten Staaten und die Türkei. Aber auch Länder wie Costa Rica, Island, Namibia und Zypern bieten deutschsprachige Touristenmedien. Sogar in Tunesien wird eine tägliche Radiosendung extra für Gäste aus dem Norden ausgestrahlt.»

Die bekanntesten Auslandszeitungen sind zweifellos das 1971 gegründete Mallorca-Magazin und die im Jahr 2000 entstandene Mallorca-Zeitung. Sie können sich beide schon sehr lange am Markt halten, da hinter ihnen spanische Grossverleger als Herausgeber stehen. Gelesen werden sie von Kurzzeit-Touristen und «Dauerurlaubern», die bereits fest auf Mallorca gemeldet sind. Mittlerweile wohnen auf der Insel rund 30'000 Deutschsprachige dauerhaft. Einige davon wurden schon dort geboren. So entsteht langsam aber sicher eine neue Minderheit aus Deutschen, Schweizern und Österreichern im Mittelmeer mit eigener Kultur und Infrastruktur.

Die meisten Medien werden von einheimischen oder deutschstämmigen Chefredakteuren geleitet. Aber auch Schweizer haben den Schritt in die ausländische Selbstständigkeit gewagt. Dazu gehören Joe Schacher vom Kanaren-Express auf Teneriffa und Martin Rüegsegger vom thailändischen Magazin Der Farang. Rüegseggers Zeitschrift hat unter seiner Führung eine beachtliche Auflage von rund 7'000 Exemplaren erreicht.

Florida war in den 90er Jahren Gründungsort von rund zehn neuen deutschsprachigen Urlauberpublikationen. Davon hat bis heute nur die Zeitschrift „Florida Sun“ überlebt, die man auch an Kiosken in Europa kaufen kann. Konkurrenzlos ist sie jedoch nicht, denn vor kurzem wurde wieder eine neue Zeitung auf Deutsch gestartet: The SunState Post.

Neu ist ebenfalls das Magazin Schottland aus Edinburgh. Gründerin ist Nicola de Paoli, eine frühere Mitarbeiterin der Financial Times Deutschland, die es aus familiären Gründen in die Hauptstadt der «abtrünnigen» Region Grossbritanniens verschlagen hat. Ihre Zeitschrift ist die erste bedeutende gedruckte Informationsquelle und Orientierungshilfe für Schottland-Reisende. In der Sommerausgabe finden sich ein Bericht über die «Harry-Potter»-Eisenbahn in den Highlands, Tipps rund ums Auswandern und eine reich bebilderte Geschichte zu alten Schmuggler-Pfaden durch die Whisky-Region Speyside.

Die am weitesten entfernte Touristikpublikation ist die Zeitung Neuseeland News am anderen Ende der Welt. Sie wird seit fast 20 Jahren von Gerhard Uster veröffentlicht und ist das wichtigste Nachrichten- und Werbemedium des Kiwilandes in deutscher Sprache. Uster erklärt: «Neuseeland wird als Reiseziel immer beliebter und Schweizer können sich über unsere Zeitung und unser Internetportal natürlich viel leichter und schneller informieren als über fremdsprachige Medien.»

Zeitungen, Zeitschriften und Rundfunkprogramme, die sich vornehmlich an Touristen wenden, sind die am meisten boomende Sparte der deutschsprachigen Medienszene im Ausland. Die Zahl der Urlaubermedien nimmt ständig zu. Auch wenn einige eingehen, steigt die Gesamtmenge durch zahlreiche Neugründungen. Wer wissen will, welche Publikation oder welches Rundfunkprogramm in der Nähe seines Urlaubsortes erscheint bzw. ausgestrahlt wird, erhält unter [email protected] kostenlos rund um die Uhr Auskunft.

Die Arbeitsgemeinschaft Internationale Medienhilfe (IMH) ist die Vereinigung der deutschsprachigen Zeitungen, Zeitschriften, Radio- und Fernsehprogramme im Ausland. Seit über 20 Jahren berät sie Medienmacher, unterstützt Neugründungen von Medien und vermittelt Schweizer Studenten als Praktikanten zu ihren Mitgliedsmedien. Das von der IMH ins Leben gerufene Praktikantenvermittlungsprogramm ist mittlerweile das grösste im Medienbereich.

Bolero im neuen Look

Das Magazin Bolero schenkt sich zum 25. Jubiläum einen Relaunch. Konzeptionell, optisch und inhaltlich richtet sich der Titel für die Deutschschweiz und die Romandie an eine Leserschaft mit Sinn für Luxus und Exklusives.

Die Magazine Bolero und Bolero Men aus dem Medienhaus Ringier werden neu zu nationalen Titeln und ersetzen Edelweiss und L’HebdoMen in der Romandie (Werbewoche.ch berichtete). Bolero wurde laut Mitteilung komplett überarbeitet und will sich neu zeitgemäss, elegant und einladend präsentieren. Der Fokus liegt weiterhin auf Mode und Beauty im Luxussegment, neben dem zweiten Scherpunkt Kultur (Kunst und Reisen).

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Auch die Bolero-Ausgabe für den Mann, Bolero Men, bekommt einen neuen Look. Das inhaltliche Spektrum reicht von Mode über Accessoires bis hin zu technischen Gadgets. Selbstverständlich finden auch Persönlichkeiten aus Sport, Kultur und Film ihren Platz.

Sabina Hanselmann-Diethelm, die nebst der Chefredaktion von SI Style neu auch die von Bolero verantwortet: «Das neue Konzept konzentriert sich auf die Kernkompetenzen von Bolero – das sind Mode und Kultur auf höchstem Niveau. Die inhaltliche und geografische Ausweitung der Magazine ist für unsere Werbekunden ein spannender Aspekt – sie erreichen damit auf nationaler Ebene eine noch breitere Zielgruppe als bisher.»

Die erste Ausgabe im neuen Design erscheint in der Deutschschweiz am 12. August 2015, das erste Bolero in der Romandie am 26. August. Bolero Men ist ab 2. September in der Deutschschweiz und ab 9. September in der Romandie am Kiosk.
 

JvM/Limmat: 3600 Bilder für einen Film

Neue Apps für AZ Nordwestschweiz

Ab sofort sind die neuen News- und E-Paper Apps der AZ Nordwestschweiz erhältlich. Sie sind schneller, interaktiver und bieten dem Leser eine deutlich verbesserte Bedienbarkeit.

Die bestehenden Apps der AZ Nordwestschweiz werden durch neue, eigene News- und E-Paper-Apps abgelöst. Smartphone- und Tablet-User können sich neu schneller und individueller über regionale, nationale und internationale Themen aus Politik, Wirtschaft, Sport und Kultur informieren und profitieren vom geräteoptimierten Layout. Sharing-Funktionen erlauben das Teilen der Artikel über die sozialen Medien wie Facebook, Twitter, Whatsapp, E-Mail, SMS und mehr. Alle acht Tageszeitungen der AZ Nordwestschweiz erhalten eine eigene E-Paper und News-App. Die Apps sind für iOS im App Store und neu auch für Android bei Google Play erhältlich.

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Die neue, reine News-App bietet jetzt Einstellungsmöglichkeiten wie eine individualisierbare Berichterstattung der favorisierten Region, eine chronologische Timeline für eine schnelle Übersicht über alle News des Tages, mehr Live-Berichte, sowie wie bisher umfassende Kommentar- und Leserreporter-Funktionen.

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Auf Wunsch erhalten die Leser der «az Nordwestschweiz» Umfragen direkt auf ihre Apple-Watch und können umgehend ihre Meinung abgeben. Die Apple Watch wird so zum neuen Pulsmesser der Nordwestschweiz. Die News-App ist kostenlos.

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Die neue eigene E-Paper App bietet den schnellen Zugang auf aktuelle oder ältere Zeitungsausgaben aller Regionen der AZ Nordwestschweiz. Die Ausgaben der Woche können im E-Zeitungskiosk gebündelt abgerufen werden. In der E-Paper App sind Einzelausgaben und Abonnements erhältlich. Bestehende Abonnenten können sich mit Ihrem Login anmelden und vom vollen Angebot profitieren.

 

Bundesgericht: Weinhändler muss Schriftzug auf Trockenmauer entfernen

2013 hat ein Weinhändler in Sion VS zwei Trockenmauern derart sandstrahlen lassen, dass sich der Name des Weinkellers und des Gebiets «Clos Cochetta» in gut sechs Meter grossen, hellen Lettern von der Wand abhoben. Laut Bundesgericht muss die Werbung weg.

Das höchste Gericht hat entschieden, dass der ursprüngliche Zustand wieder hergestellt werden muss. Damit bestätigt es den Entscheid des Walliser Kantonsgerichts. Bereits dieses hatte in seinem Urteil festgehalten, dass für das «Anbringen» einer solchen Werbung in der Landwirtschaftszone eine Baubewilligung hätte beantragt werden müssen. Der Schriftzug befindet sich in einem Gebiet, das aufgrund seiner Ausgestaltung mit meterhohen Trockenmauern unter besonderem Schutz steht. Ausserdem ist der Schriftzug vom Rhonetal aus sichtbar. Die Gemeinde Sitten hat Bedenken, dass die Aktion des Weinhändlers zu Nachahmungen animiert. Das Bundesgericht betrachtet das als nachvollziehbar.

 

Wie schon die Vorinstanz kommt es zum Schluss, dass auch eine nachträgliche Baubewilligung für die ausgewählt präzise durchgeführte Unterhaltsarbeit nicht erteilt werden kann. Auch sei eine Wiederherstellung des ursprünglichen Zustands nicht unverhältnismässig. Wie die sauberen Steine wieder in ihren verwitterten Zustand versetzt werden können, bleibt im Urteil des Bundesgerichts offen. Klar ist, dass der Schriftzug auch eineinhalb Jahre nach seiner Vollendung noch gut sichtbar war. (SDA/hae)

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Bild: Gilliard.ch

 

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