Youngster: Redaktion von People-Magazin wächst weiter

Das für Oktober geplante People-Magazin von 20 Minuten, Annabelle und Tilllate.com verzeichnet mit Thomas Nagy und Alexandra Kruse personellen Zuwachs.

 
Das neue People-Magazin mit dem Projektnamen Youngster, das 20 Minuten Ende Oktober 2008 gemeinsam mit Annabelle und Tilllate.com lanciert (siehe: ), erhält mit Alexandra Kruse und Thomas Nagy zwei neue Redaktoren. Die 29-jährige Kruse wird als Lifestyle-Redaktorin arbeiten. Sie war nach der Matur Schülerin der Amd Akademie für Mode & Design in München. Im Anschluss daran absolvierte sie ein Praktikum bei Mare und war als Redaktorin bei Elle Girl tätig. Nach einiger Zeit als freischaffende Stylistin (u.a. für die deutsche Band Tokio Hotel) ist sie seit einem Jahr Stylistin bei der Annabelle.
Der 30-jährige Basler Thomas Nagy ist in den letzten Zügen seines Medienwissenschaft-, Wirtschaft- und Geschichts-Studiums. Seit 2005 ist er bei 20 Minuten verantwortlich für die Nightfever-Seiten der Region Basel, seit 2006 schreibt er zusätzlich für 20 Minuten Week, dessen Musikleitung er zuletzt inne hatte. Zuvor arbeitete Nagy bei der Start-up-Presseagentur All the Content mit und war Journalist und Moderator bei Radio X.
 

AZ Medien: Wanner setzt sich wieder ans Steuer

Die von Peter Wanner vorgeschlagenen und vom Verwaltungsrat abgesegneten Änderungen in der Geschäftsleitung der AZ Medien haben Wanners Position als Geschäftsführer gestärkt. Der Posten des COO wurde aufgelöst, ebenso die erweiterte Geschäftsleitung.

 
Der Verwaltungsrat der AZ Medien hat die vom VR-Delegierten und Geschäftsführer Peter Wanner vorgeschlagene neue Struktur der Unternehmensleitung rückwirkend per 1. Juli 2008 gutgeheissen. Damit werden gleich mehrere personelle und Funktionswechsel sowie kleinere Anpassungen an der Struktur der Unternehmensleitung angekündigt (siehe: ). Aufgelöst wird der Posten des COO, womit Wanner als CEO die Linienverantwortlichen wieder direkt führt. Auch die im Jahr 2005 geschaffene erweiterte Unternehmensleitung wird als organisatorische Einheit aufgelöst, da wieder direkt über die einzelnen Unternehmensbereiche geführt werden soll. Wanners Funktion als Geschäftsführer geht aus dieser Restrukturierung also klar gestärkt hervor.

Zu guter Letzt: Das grosse Saufen

Jetzt ist der Handel perfekt: Der Bierkonzern InBev übernimmt den grössten amerikanischen Bierbrauer Anheuser-Busch und überholt damit den bisher umsatzstärksten englischen Konzern SABMiller.

 
Jetzt ist der Handel, der sich bereits seit längerem abzeichnete, perfekt: Der belgisch-brasilianische Bierkonzern InBev übernimmt den grössten amerikanischen Bierbrauer Anheuser-Busch und überholt damit den bisher umsatzstärksten englischen Konzern SABMiller. Zusammenfassend gesagt: Die weltweite Nummer zwei übernimmt die Nummer drei und wird Nummer eins. Im neuen Konzern wimmelt es nur so von Weltmarken wie Budweiser, Bud Light, Stella Artois, Becks, Diebels, Hoegaarden und die Münchner Biere Löwenbräu, Spaten und Franziskaner. Und natürlich überbieten sich die Onlinespalten jetzt ob dieser Konzentration an Bieren mit ausladenden Trinkmetaphern: «2 schluckt 3», «Nummer 1 säuft ab» etc., schliesslich geht’s ja ums Saufen, oder eben um’s Bier, das ja auch getrunken wird. Und insgesamt werden die gebrauchten Superlative und Kraftausdrücke den Dimensionen tatsächlich gerecht: Der Kaufpreis liegt bei zirka 52 Millionen Franken, es ist die grösste Übernahme der Brauereigeschichte, der neue Konzern Anheuser-Busch InBev hält etwa 50 Prozent des amerikanischen Markts und produziert weltweit jedes vierte Bier. Na dann Prost! 

Onlinemarketing: Mit Adtech in die Unabhängigkeit

Die beiden Verlagshäuser Ringier und Tamedia arbeiten künftig mit der Adserving-Technologie von Adtech, um ihre Online-Sales-Geschäfte unabhängig von Dritten voranzutreiben.

 Die beiden Verlagshäuser Ringier und Tamedia arbeiten künftig mit der Adserving-Technologie von Adtech, um ihre . Ebenfalls zum Kundenstamm von Adtech gehören OmniMedia (Mediaswiss, Scout24-Gruppe), Tilllate, Moneyhouse und Blogwerk. Adtech bereitet die technologische Basis für einen neuen Ansatz in der Online-Vermarktung. Schweizer Medienhäuser sind in Zukunft technisch in der Lage, ihren Kunden grosse Reichweitenkampagnen über mehrere Webseiten anzubieten. Dabei bleiben die einzelnen Seiten dennoch unabhängig.

Zu guter Letzt: Kleine Panne im grossen Land

Obwohl es bereits am Freitagabend geschah und deshalb keine Neuigkeit im klassischen Sinne mehr ist - für ein «Zu guter Letzt» muss die Geschichte der ultimativen iPhone-Panne zum US-Verkaufsstart nochmals herhalten.

Obwohl es bereits am Freitagabend geschah und deshalb keine Neuigkeit im klassischen Sinne mehr ist – für ein «Zu guter Letzt» muss die Geschichte nochmals herhalten: Pech für zahlreiche iPhone-Fans in den USA – als sie das Schmuckstück nach stundenlangem Schlangenstehen endlich stolz in ihren Händen hielten, wollten viele Geräte einfach nicht funktionieren. Und natürlich war der Sündenbock schnell gefunden – die Telefongesellschaft AT&T, die das iPhone in den USA exklusiv vertreibt, machte kurzerhand den Hersteller Apple als Schuldigen für das Desaster aus. Der iPod-Konzern habe Probleme beim Synchronisieren zwischen dem Telefon und dem Online-Musikdienst. Wie lange es dauere, bis das Problem behoben sei, könne man nicht sagen, dies sei eine gute Frage für Apple, so ein Sprecher von AT&T. Apple jedoch äusserte sich zunächst nicht. Schon blöd irgendwie, vor allem wenn man sein altes Handy in euphorischer Vorfreude auf das neue Statussymbol bereits weggeschmissen hat. Da bleibt einem wohl nichts anderes mehr übrig, als unterwegs auf ein gutes altes Münztelefon zurückzugreifen – falls es denn so was überhaupt noch geben sollte.
 

SRG interveniert im Fall «Swiss Award» gegen Bakom

Die SRG hat im Verfahren um mögliche Schleichwerbung in der Sendung «Swiss Award» ein Ausstandsbegehren gegen das Bakom eingereicht. Das Kommunikationsdepartement (Uvek) soll entscheiden, ob das Bakom befangen ist.

 Die SRG und das Bundesamt für Kommunikation (Bakom) liegen sich in den Haaren. Streitpunkt ist die Informationspraxis in Aufsichtsverfahren. Gemäss einem Bericht in der Sonntagszeitung hat die SRG im Verfahren um mögliche Schleichwerbung in der Sendung «Swiss Award» (siehe ) ein Ausstandsbegehren gegen das Bakom eingereicht. Das Kommunikationsdepartement (Uvek) soll entscheiden, ob das Bakom befangen ist. Die SRG ist verärgert, weil das Bakom bereits über Verfahrenseröffnungen informiert. Das Bakom sehe es als seine Pflicht an, auch über laufende Verfahren zu informieren, die SRG dagegen sei der Ansicht, dass das Bakom als urteilende Instanz nur zu rechtskräftigen Urteilen Stellung nehmen sollte, so SRG-Sprecher Daniel Steiner in der Sonntagszeitung. Der entsprechende Artikel 87 im Radio- und Fernsehgesetz ist unterschiedlich auslegbar. Es heisst dort nämlich: «Die Aufsichtsbehörden orientieren die Öffentlichkeit über ihre Tätigkeit. Sie können insbesondere die administrativen und strafrechtlichen Entscheide veröffentlichen und im Abrufverfahren zugänglich machen».
Ausstandsbegehren gegen das Bakom seien selten, sagt Uvek-Kommunikationschef André Simonazzi gegenüber der Sonntagszeitung. Das Uvek wolle nach den Sommerferien entscheiden. Dass die SRG ausgerechnet im Fall «Swiss Award» interveniere, sei Zufall, so Sprecher Steiner. Es gehe einzig um die Klärung von Artikel 87.

Traumschiff auf dem Vierwaldstättersee

Wer träumt nicht insgeheim von einer erholsamen Kreuzfahrt mit romantischen Sonnenuntergängen? Die SGV Luzern macht’s möglich: Auf dem Vierwaldstättersee, eingebettet in eine märchenhafte und geschichtsträchtige Landschaft.

 
Wer träumt nicht insgeheim von einer erholsamen Kreuzfahrt mit romantischen Sonnenuntergängen? Die SGV Luzern macht’s möglich: Auf dem Vierwaldstättersee, eingebettet in eine märchenhafte und geschichtsträchtige Landschaft. Ohne lange Anreise, für jedes Budget und das auch nur für einen Tag. Wave-Advertising setzt die erschwinglichen Träume auf Plakaten stimmungsvoll in Szene. Der Einsatz erfolgt ab Juni in der deutschen Schweiz.

Verantwortlich bei Schifffahrtsgesellschaft Vierwaldstättersee, Luzern: Peter Rüegger. Verantwortlich bei Wave-Advertising, Luzern: Roger Landold (AD), Peter Frey (Text), Klaus Fiebiger (Beratung), Peter Christensen (Fotografie).

Neu gegründete «Aktion Medienfreiheit» kämpft gegen Werbeverbote

Die vom Zürcher FDP-Nationalrat Filippo Leutenegger präsidierte bürgerliche «Aktion Medienfreiheit» sieht sich unnötigen staatlichen Interventionen im Medienmarkt und im Bereich Werbung gegenüber und wird diese bekämpfen. In der Herbstsession will die von FDP-, CVP- und SVP-Nationalräten getragene Aktion parlamentarische Vorstösse zur Liberalisierung des Medienrechts einreichen.

 
Die vom Zürcher FDP-Nationalrat Filippo Leutenegger präsidierte bürgerliche «Aktion Medienfreiheit» stellte am Freitag in Bern ihr Programm vor. Sie sieht sich unnötigen staatlichen Interventionen und Subventionen im Medienmarkt gegenüber und will diese bekämpfen. Der Paragrafenwald müsse gelichtet werden, so Leutenegger. Der Staat beginne, die Medien zu observieren, ja zu kontrollieren. Diesem Trend wolle die «Aktion Medienfreiheit» entgegenwirken. Zudem fordert die Aktion die Aufhebung von Werbeverboten. Das Alkohol-, Tabak- und Politikverbot für die Fernsehwerbung sei aufzuheben, forderte die Zürcher SVP-Nationalrätin Natalie Rickli. Der Sankt-Galler CVP-Nationalrat Thomas Müller meinte, Werbung sollte nur für Verbotenes, nicht aber für Erlaubtes untersagt werden. Damit wiederholte er die grundsätzliche Position der Aktion gegenüber Werbeverboten.
Auf die Frage, in welchem Bereich die Werbeverbote zurückgedrängt werden soll, sagte Filippo Leutenegger gegenüber der Werbewoche: «Grundsätzlich dort, wo die EU liberaler ist als die Schweiz, also beispielsweise bei der Alkoholwerbung. In solchen Fällen besteht auch Aussicht auf Erfolg, in den anderen Fällen ist es aufgrund der gesetzlichen Situation schwierig.» Eine Zusammenarbeit mit anderen Organisationen, die gegen Werbeverbote kämpfen, kann er sich sehr gut vorstellen.
Kritisiert wurde auch die Revision des Radio- und Fernsehgesetzes (RTVG). Sie sei in die falsche Richtung gegangen, sagte Leutenegger. Statt Innovationen und unternehmerische Spielräume zu eröffnen, habe sie einen staatlichen Geldtopf für Verleger, Radio- und TV-Stationen geschaffen. Das RTVG sei eine Fehlkonstruktion. Es schwäche die privaten Sender, indem es ihnen nur regionale Funktionen zuweise. Gleichzeitig zementiere es die privilegierte Stellung der SRG auf nationaler Ebene. Private Medienpioniere hätten deshalb einen schweren Stand.
In der Herbstsession will die Aktion parlamentarische Vorstösse zur Liberalisierung des Medienrechtes einreichen. Ausgearbeitete Vorschläge liegen noch keine vor. Ihr gehören Nationalratsmitglieder aus FDP, CVP und SVP an.

Mobile-Angebot vom Blick wird interaktiv

Der Blick fürs Mobiltelefon wird interaktiv: Einen Monat nach Lancierung wird das Angebot um Videos und interaktive Möglichkeiten erweitert. Die Inhalte des Blicks am Abend sind neu ebenfalls abrufbar.

 
Der Blick fürs Mobiltelefon wird interaktiv: Einen Monat nach Lancierung wird das Angebot um Videos und interaktive Möglichkeiten erweitert. Die Inhalte des Blicks am Abend sind neu ebenfalls abrufbar. Neu kann man mit dem Handy an Publikums-Abstimmungen teilnehmen, Kommentare zu einzelnen Artikeln abgeben oder Leserbriefe schreiben. iPhone-Benutzer können zudem ab sofort auch Videos anschauen. Ebenfalls ist neu eine Auswahl von Beiträgen vom Blick am Abend unter m.blickamabend.ch zu finden, zusammen mit den Unterhaltungsthemen «whats’up», «Fun» und «Games». Das mobile Angebot von Blick ist kostenlos. Es fallen nur die Übertragungskosten der Mobilprovider an. 

Facing: 3,1 Millionen Teilnahmen am Coop-Pronto-Rubbelfieber

Bei der in allen 189 Coop-Pronto-Läden durchgeführten Rubbellosaktion nahmen rund 3,1 Millionen Lose per SMS oder Website an der Schlussverlosung teil. Die Aktion wird Anfang 2009 wiederholt.

 
Bei der in allen Coop-Pronto-Läden durchgeführten Rubbellosaktion nahmen rund 3,1 Millionen Lose per SMS oder Website an der mit 81 Hauptpreisen dotierten Schlussverlosung teil. Insgesamt wurden für die von Januar bis April 2008 erstmals durchgeführte Promo- und Kundenbindungsaktion rund 16 Millionen Lose ausgegeben. Der Auftraggeber der Kampagne, die Coop Mineralöl AG, ist gemäss Mitteilung vom Donnerstag mit dem Resultat zufrieden und will die Aktion nächstes Jahr in allen 200 Coop-Pronto-Läden – mit und ohne Tankstellen – wiederholen. Die von der Zürcher Agentur Facing umgesetzte Kampagne wurde neben Mobile-Direkt- und Internet-Marketing mit Inseraten, Plakaten und Radiospots unterstützt. Verantwortlich bei Coop Mineraloel AG:
Andreas Hofer (Gesamtverantwortung) und Anita Signorell (Projektleiterin). Verantwortlich bei Facing: Lucius Leonhardt (Gesamtverantwortung/Beratung), Roger Sandmeier (CD) und Werner Gryffenberg (Grafik). LoseTragtaschenPlakat F-12

«Ich will Pornos auf dem iPhone gucken»

Am Medienevent der Swisscom für das iPhone staunte die Redaktion der Werbewoche nicht schlecht, als man die Medienmacher über ihr Erscheinen ausfragte. Die Journalisten wollten nur etwas: das iPhone. Die Enttäuschung war entsprechend gross.

Die Lancierung des iPhone 3G war ohne Zweifel eine Sensation. Die Werbewoche-Redaktion war selbst vor Ort und staunte nicht schlecht, als sie das Gerangel vor dem Swisscom-Shop in Zürich beobachtete. Noch mehr gestaunt haben wir über den Medienevent im Restaurant Hiltl. Vor dem offiziellen Verkaufsstart des iPhone 3G lud der Telefonkonzern Swisscom die hiesigen Medienschaffenden ein, um ihnen ein «einzigartiges Multimediaerlebnis» zu bieten. In der Gerüchteküche brodelte es. Wird die Swisscom eines dieser begehrten Dinger abgeben? In Sachen Mobile-TV und Nokia N77 zeigte sich die Swisscom gegenüber der Journaille eben grosszügig. Im Gespräch mit Berufskollegen zeigte sich, dass man sich im Hiltl zusammen fand, um ein iPhone im wahrsten Sinne des Wortes abzustauben. Die Motive waren unterschiedlich. «Mein Chef schickt mich hierher, weil er seiner Tochter das Teil schenken will», meint ein junger Journalist. Sein Tresennachbar liess gar die «beste Party» des Jahres sausen, um an ein Gerät zu kommen. «Kauf ich mir doch nicht», sagt er unverblümt.
 
Gleich mehrere Redaktionsvertreter einer Pendlerzeitung stehen erwartungsvoll herum. Man ist nervös. «Ich hab zwar schon eines, aber meine Freundin will auch eines», gibt einer offen zu Protokoll. Sein Arbeitskollege sagt: «Hab gehört, dass iPhones verteilt werden. Hab mich also noch schnell angemeldet.» Minuten später erklärt ein Journalist von einer Qualitätszeitung mit Weltruf, dass er auf keinen Fall was über das iPhone berichten werde. Warum er hier sei, fragen wir. «Ich will Pornos auf dem iPhone gucken», sagt er und nippt am Bier. Erstaunt wenden wir uns zum nächsten Gesprächspartner. Und tatsächlich gibt es Journalisten, die noch nie ein Gerät in den Händen hielten, aber ihren mehrseitigen Testbericht längst verfasst haben. Wie das geht, fragen wir.
«Dank Google und Blogs», lautet die Antwort.  
Aufgefallen ist uns noch eine Journalistin einer Tageszeitung aus dem Haus Tamedia. Auf die Frage, ob sie das iPhone nach dem Test behalte werde, sagte sie: «Alles was über 100 Franken kostet, schicken wir zurück.» Vorbildlich, denken wir. Andere kommentieren die Aussage als reines Kodexgeplapper. Ein iPhone zu behalten sei weniger schlimm, als über Wochen das Telefon zum Hauptthema zu machen. Einer zählte in den letzten Tagen akribisch die iPhone-Nennungen in Artikeln seiner Kollegen. «Einmal habe ich 41 gezählt. Unglaublich oder?» Skandalös, sagen wir.
 
Bezüglich iPhone gingen wir übrigens mit leeren Händen von dannen. Die Swisscom hat nicht allen Journalisten ein Testgerät abgegeben, sondern nur denen, die für reichweitenstarke Titel arbeiten. Die Werbewoche fliegt offensichtlich unter dem Wahrnehmungsradar der Swisscom. Zum Trost: Unsere Kollegen müssen das Ding in vierzehn Tagen zurückschicken.

Ärger um svp.tv

Die SVP Schweiz will gegen das Thurgauer Unternehmen Now Production vorgehen. Grund: Auf der Internetseite www.svp.tv läuft derzeit ein Werbevideo der Bürgerlich-Demokratischen Partei (BDP).

 Die SVP Schweiz will gegen das Thurgauer Unternehmen Now Production vorgehen. Grund: Auf der Internetseite läuft derzeit ein Werbevideo der Bürgerlich-Demokratischen Partei (BDP). Die Parteizentrale in Bern hat die Produktionsfirma aufgefordert, den Namen sofort zu ändern. Per eingeschriebenem Brief setzte die SVP dem Unternehmen für die Änderung des Auftritts eine Frist bis zum 18. Juli, wie Parteisprecher Alain Hauert sagt. Die Partei argumentiert, dass die Bezeichnung SVP und das Parteilogo mit der Sonne rechtlich geschützt seien. Aufgeschaltet wurde svp.tv vor rund einem Monat, wobei die Sonne der Volkspartei eine dunkle Brille trägt. Finanziert wird der Auftritt von Sympathisanten der SVP-Abspaltung, wie Regula Marti von der Produktionsfirma sagt. Werbung gemacht werde nicht für die SVP, sondern für die neue Bürgerlich-Demokratische Partei. Marti nimmt die Intervention der SVP Schweiz gelassen. «Für uns ist das kein Problem. Es wird nach der Startphase sowieso eine Metamorphose geben», so Marti. Die Sonne im SVP-Logo könnte gemäss Vorstellung von Marti durch einen Stern ersetzt werden. Die neue Partei will das Internet weiter intensiv für ihre Belange nutzen. «Nächste Woche sind wir mit Bundesrätin Widmer-Schlumpf unterwegs», sagte Marti.
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