Kafkas Porno-Hefte entpuppen sich als Marketing-Masche
In den vergangenen Tagen war in verschiedenen Medien über die Entdeckung einer Pornosammlung von Franz Kafka zu lesen. Diese Meldung ist nach Ansicht seines Biografen Reiner Stach aber bloss eine Marketing-Masche für ein Buch des Briten James Hawes.
In den vergangenen Tagen war in verschiedenen Medien über die Entdeckung einer Pornosammlung von Franz Kafka zu lesen. Diese Meldung ist nach Ansicht seines Biografen Reiner Stach aber bloss eine Marketing-Masche für ein Buch des Briten James Hawes. «Es ist keine Entdeckung. Diese Zeitschriften sind keine Pornosammlung», sagte Stach der deutschen Presse-Agentur DPA. Dass Kafka Magazine mit pornografischen Darstellungen besessen habe, sei weder neu, noch habe Kafka bisher als keusch oder heilig gegolten. Unter anderem hatte die Times unter Verweis auf das bald erscheinende Hawes- Buch geschrieben, nun würden Kafkas Pornos aus dem Schrank geholt. «Das Ganze kommt mir vor wie ein unglaublicher Marketing-Gag, der auch funktioniert», sagte Stach. Die Existenz von Kafkas Magazinsammlung, welche man sich nicht wie die harte Pornografie von heute vorstellen dürfe, sei von Biografen nie verschwiegen worden.
Einen Marketing-Hinweis in eigener Sache konnte sich Stach selbst allerdings auch nicht verkneifen: Auch er werde in einem bald erscheinenden Buch über die Magazine schreiben.
Einen Marketing-Hinweis in eigener Sache konnte sich Stach selbst allerdings auch nicht verkneifen: Auch er werde in einem bald erscheinenden Buch über die Magazine schreiben.
