GAV für welsche Privatradios unterzeichnet

Der erste Gesamtarbeitsvertrag (GAV) für Privatradios steht. Das am Dienstag in Yverdon VD unterzeichnete Papier gilt jedoch nur für die Romandie. In der Deutschschweiz sind die Privatradios und die meisten anderen Journalisten nach wie vor ohne GAV.

 Der erste Gesamtarbeitsvertrag (GAV) für Privatradios steht. Das am Dienstag in Yverdon VD unterzeichnete Papier gilt jedoch nur für die Romandie. Der GAV war gemäss SDA von der Gewerkschaft Impressum und von der Union romande des radios régionales (RRR) ausgehandelt worden. Er gilt für Journalisten, aber auch für einen Teil der Moderatoren, wie die beiden Sozialpartner am Mittwoch mitteilten.Die Gewerkschaft und die Privatradios sind sich einig, dass den Moderatoren künftig eine noch wichtigere Rolle zukommen wird. Der GAV definiert den Beruf und die Ausbildung jener Moderatoren, die Inhalte beisteuern. Bisher wendeten die meisten Westschweizer Privatradios die Vorschriften des geltenden GAV für die welsche Printbranche an.
In der Deutschschweiz und im Tessin sind dagegen laut Impressum-Direktor Mathieu Fleury die Mitarbeiter der Privat-Radios und Privat-TV ohne GAV. Auch die Printbranche befindet sich seit August 2004 in einem vertragslosen Zustand, nachdem die Verleger den alten GAV auslaufen liessen.

Axel Springer steigert Umsatz dank Online und Zukäufen

Der deutsche Medienkonzern Axel Springer hat beim Wachstum im ersten Halbjahr 2008 vor allem durch Zukäufe im internationalen Geschäft und bei digitalen Medien zugelegt. Auch für die zweite Jahreshälfte zeigte sich Konzernchef Mathias Döpfner optimistisch: Axel Springer trotze angesichts trüber Konjunkturaussichten dem Trend.

 Der deutsche Medienkonzern Axel Springer hat beim Wachstum im ersten Halbjahr 2008 vor allem durch Zukäufe im internationalen Geschäft und bei digitalen Medien zugelegt. In den ersten sechs Monaten des Jahres steigerte der Konzern den Umsatz um 11,1 Prozent auf 1,343 Milliarden Euro, teilte Europas grösstes Zeitungshaus am Mittwoch in Berlin mit. Der Überschuss lag bei 526,2 Millionen Euro gegenüber 88,8 Millionen Euro vor einem Jahr. Der starke Anstieg sei unter anderem auf den Verkaufserlös der Beteiligung am TV-Konzern ProSiebenSat.1 zurückzuführen. Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) erhöhte sich um 7,2 Prozent auf 213,9 Mio. Euro im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.
Springer-Konzernchef Mathias Döpfner äusserte sich optimistisch über die zweite Jahreshälfte –trotz trüber Konjunkturaussichten und eines schwierigen Marktumfeldes für die Medien. «Axel Springer trotzt dem Trend», sagte Döpfner. Das Medienhaus bestätigte denn auch die Wachstumsprognose für das Gesamtjahr 2008.
Der internationale Markt und das Online-Geschäft seien für den Verlag immer wichtiger, so Döpfner weiter. Bereits 22,3 Prozent des Umsatzes würden im Ausland erzielt. Der Konzern werde weiter die Verzahnung von Online- Titeln und Printangeboten vorantreiben.

SF schaltet Forum zu den Olympischen Spielen ab

HD Suisse zeigt während den Olympischen Spielen tagsüber Sportübertragungen aus Peking ohne Kommentar. In einem Forum des Schweizer Fernsehens fielen deswegen kritische Worte.

 HD Suisse zeigt während den Olympischen Spielen tagsüber Sportübertragungen aus Peking ohne Kommentar, was vom Schweizer Fernsehen mit «logistischen und finanziellen Gründen» erklärt wird (siehe ). Dass die Kommentare fehlen, scheint nun einigen Zuschauern sauer aufzustossen. Sie liessen im SF-Forum Dampf ab, wie Tagesanzeiger.ch und Blick am Abend berichteten. So habe sich Zuschauer Martin Loepfe beispielsweise die wenig schmeichelhafte Worte «Das ist eine Verarschung der Zuschauer» geäussert. Bei der SRG heisst es, dass man sich bei HD Suisse für die kommentierten Sendungen bewusst auf die Primetime konzentriere. Aus technischen, personellen und finanziellen Gründen habe man auf Kommentare zu den Event-Übertragungen auf HD Suisse verzichtet. Das Forum, in welchem die negativen Bemerkungen zu HD Suisse fielen, wurde nun entfernt, wie die Newsnetz-Portale berichten. «Wir haben das Forum bewusst abgeschaltet», sagte SF-Sprecher David Affentranger gegenüber Tagesanzeiger.ch. «Der geplante Austausch zwischen Forum und Sendung hat nicht stattgefunden. Offenbar bestand kein Bedarf.» Nichts zu tun habe das mit der öffentlichen Kritik an HD Suisse. «Wir haben nichts zu verstecken. Und Kritik gelangt sowieso zu uns – auch ohne dieses Forum», so Affentranger.

Zu guter Letzt: Bekiffte Kommunikation

Manche mögens heiss: Mit dem Slogan «lieber bekifft figge als bsoffe fahre!» werben die Jungsozialisten für die Hanf-Initiative, die im November vors Stimmvolk kommt.

Um auch bestimmt viel Aufmerksamkeit für ihre Hanf-Initiative zu erregen, haben die Jungsozialisten an der Gürtellinie vorbei tief in die Unterhose gegriffen. «Lieber bekifft figge als bsoffe fahre!» heisst der Slogan, mit dem sie für die Volksinitiative über die Cannabis-Legalisierung in die Schlacht ziehen wollen. Lanciert hatten den Spruch die Jungsozialisten Baselland bei einer Kondom-Verteilaktion im Juli. «Wir wollen das auch national einsetzen», sagte Juso-Präsident Cédric Wermuth gegenüber der Gratiszeitung News. Er zeige die Absurdität auf, dass Cannabis verteufelt werde und Alkoholkonsum selbstverständlich sei. In diesem Sinn hatte der Juso-Präsident an einer Delegiertenversammlung Ende Juni bei der Parolenfassung zur Hanf-Initiative auf dem Podium demonstrativ einen Joint geraucht. Was wohl auch heisst, dass die Juso lieber bekifft als besoffen politisieren.

Swissflirt mit neuem Kleid und erweitertem Angebot

Die Schweizer Datingplattform Swissflirt.ch hat sich zum zehnjährigen Jubiläum ein komplett neues Design mit Web 2.0-Elementen geschenkt. Das Design stammt von der Berner Kommunikationsagentur Nothing from outer space.

 Die Schweizer Datingplattform Swissflirt.ch hat sich zum zehnjährigen Jubiläum ein komplett neues Design mit Web 2.0-Elementen geschenkt. Gleichzeitig wurde das Angebot erweitert. So können Flirtwillige beispielsweise ein eigenes Profil mit Bildern und Videos erstellen. Mit Amorpfeilen kann die Sympathie eines möglichen Partners geprüft werden, und ein «Flirt-Radar» erleichtert die Suche. Für die technische Realisation des Relaunchs sorgte wie bisher der Betreiber der Plattform, Puzzle ITC. Das Design stammt erneut von der Berner Kommunikationsagentur Nothing from outer space.

Goldenes Ohr 2008: Einreichfrist beginnt am 15. September

Am 15. September 2008 läuft die Bewerbungsfrist für den Radiospotpreis «Das Goldene Ohr» unter dem diesjährigen Motto «Ohren sehen mehr als Augen» an. Verliehen werden die goldenen, silbernen und bronzenen Ohren am 31. Oktober 2008 in der Zürcher Limmat Hall.

Am 15. September 2008 läuft die Bewerbungsfrist für den 11. deutschsprachigen Radiospotpreis «Das Goldene Ohr» unter dem diesjährigen Motto «Ohren sehen mehr als Augen» an. Mitmachen können alle, die in der Schweiz, in Deutschland, Österreich und Südtirol an der Kreation von Radiospots oder anderen Audiowerbemitteln aktiv beteiligt waren und deren Beiträge in den vergangenen zwölf Monaten (1. Oktober 2007 bis und mit 10. Oktober 2008) in einem der genannten Länder gesendet oder anderweitig distribuiert worden sind.Die Wettbewerbsbeiträge werden von einer 18-köpfigen Jury bewertet, wie es in einer Mitteilung heisst. Einsendeschluss ist der 10. Oktober 2008, online oder per Post bei der Goldenen Ohr GmbH. Ausschreibung und Anmeldeformulare sind ab 1. September auf Goldenesohr.com aufgeschalten. Die Preisverleihung findet am 31. Oktober 2008 in der Zürcher Limmat Hall statt, ausgezeichnet wird mit bronzenen, silbernen und goldenen Ohren.

2. ADC Young Creatives Award läuft an

Am 21. August 2008 fällt mit einem Warm-Up-Event der Startschuss für den zweiten ADC Young Creatives Award. Am Wettbewerb können alle mitmachen, die nach dem 28. Juni 1980 geboren sind.

Am 21. August 2008 fällt mit einem Warm-Up-Event der Startschuss für den zweiten ADC Young Creatives Award, den Nachwuchswettbewerb des ADC Schweiz. Eröffnet wird der informative Anlass von Urs Schrepfer, Creative Director bei TBWA Switzerland und ADC-Vorstandsmitglied. Für die Besucherinnen und Besucher besonders interessant dürfte der Auftritt von Nik Hodel und Martin Arnold sein. Als eines von zwei Siegerteams berichten sie über ihre Erfahrungen am Nachwuchswettbewerb in Cannes. Der Warm-Up-Event findet bei Condor Films an der Kreuzstrasse 2 in Zürich statt. Interessierte können sich auf Adc.ch/nachwuchs anmelden. Am Wettbewerb können alle mitmachen, die nach dem 28. Juni 1980 geboren sind.

SF erzielte im Juli den gleichen Marktanteil wie vor einem Jahr

Das Schweizer Fernsehen erreichte im Juli 2008 im Ganztagesschnitt einen Marktanteil von 32,5 Prozent und damit den gleichen Wert wie im Vorjahresmonat. Der Jahresmittelwert liegt 1,1 Prozentpunkte über dem Vorjahresschnitt.

 Das Schweizer Fernsehen erreichte im Juli 2008 im Ganztagesschnitt einen Marktanteil von 32,5 Prozent und damit den gleichen Wert wie im Vorjahresmonat. Das Publikum interessiere sich stärker als im Vorjahr für die Sendungen des Sommerprogramms am Hauptabend (plus ein Prozentpunkt) und am Spätabend (plus 1,2 Prozentpunkte), teilte SF am Dienstag mit. Weniger Zuschauer fand dagegen das Vorabendprogramm (minus 1.1 Prozentpunkte). Es fehlten gegenüber dem Juli 2007 Sportereignisse wie der America’s Cup, führt SF als Begründung an. Von Januar bis Juli 2008 ergibt sich ein Mittelwert von 34,6 Prozent, damit liegt das Schweizer Fernsehen 1,1 Prozentpunkte über dem Jahresmittelwert 2007. Die Nutzung des Portals Sf.tv ist weiterhin steigend. Mit total 187’000 Visits pro Tag beträgt die Zunahme im Juli 2008 gegenüber dem Vorjahresmonat rund 22 Prozent. Die grösste Zunahme verzeichnete die «Tagesschau»-Plattform – die Anzahl der Besuche stieg auf 30’200 Visits pro Tag und legte um 26 Prozent zu.

Karin Schuler verstärkt In Flagranti

Karin Schuler ist am 1. August 2008 bei In Flagranti eingestiegen. Die Planerin Marketingkommunikation wechselte von Puma Schweiz in die Lysser Agentur.

Karin Schuler ist am 1. August 2008 bei In Flagranti eingestiegen. Die Planerin Marketingkommunikation wechselte von Puma Schweiz, wo sie zuerst Marketing-Assistentin und anschliessend PR-Verantwortliche Schweiz war. In der 27-köpfigen Lysser Agentur arbeitet sie erstmals auf Agenturseite und betreut unter anderem die Kunden Postfinance und 1to1 Energy.

Unikat gewinnt Pharma-Budgets

Die Küsnachter Agentur Unikat konnte gleich zwei Pharma-Budgets holen. Erste Arbeiten für Roche kommen bereits im August zum Einsatz.

Unikat konnte gleich zwei Pharma-Budgets holen: Einerseits setzte sich die Küsnachter Agentur in einer Konkurrenzpräsentation für ein Budget von Roche Pharma (Schweiz) durch. Erste Arbeiten kommen bereits im August zum Einsatz, wie es in einer Mitteilung heisst. Andererseits gewann Unikat in einer Konkurrenzpräsentation die Einführungskampagne eines Produktes einer anderen Pharmafirma. Um wen es sich handelt, wollte die Agentur noch nicht verraten. Diese Arbeiten folgen gegen Ende 2008.

Sat. 1 und Kabel eins stellen auf 16:9 um

Ab dem 1. November stellen die TV-Sender Sat.1 und Kabel eins das Ausstrahlungsformat von Werbespots auf das Format 16:9 um.

 Ab dem 1. November stellen die TV-Sender Sat.1 und Kabel eins das Ausstrahlungsformat von Werbespots auf das Format 16:9 um. Damit passen sie sich den Sehgewohnheiten der Zuschauer an: 2007 verkaufte die Unterhaltungs-Elektronikbranche fast ausschliesslich Flachbildschirme im Breitbildformat. Rund die Hälfte aller Schweizer Fernsehhaushalte verfügt heute über einen Flachbildschirm, wie es in einer Mitteilung heisst. Für die Kunden der Vermarkterin Publicitas Cinecom ändert sich bis zum 31. Oktober nichts: Bis zu diesem Datum können die TV Spots wie bisher im Format 4:3 angeliefert werden. Für Kampagnen, die zwischen Oktober und November 2008 geschaltet werden, sollten gleich beide Formate angeliefert werden, um eine reibungslose Umstellung zu gewährleisten. Auf Wunsch bieten Sat.1 und Kabel eins bis Ende Oktober eine Konvertierung von 16:9 auf 4:3 Letterbox an. Ab dem 1. November 2008 werden ausschliesslich Spots im Format 16:9 ausgestrahlt.

Draftfcb/Lowe Group geht für Valser 18 Meter in die Breite

Die Werber der zur Draftfcb/Lowe Group gehörenden Lowe lassen Bündner Wasser durchs Unterland fliessen. Sie haben im Rahmen der aktuellen Valser-Kampagne ein Megaposter für die Abdeckung einer Baustelle im aargauischen Stein realisiert.

 Die Werber der zur Draftfcb/Lowe Group gehörenden Lowe lassen Bündner Wasser durchs Unterland fliessen. Sie haben im Rahmen der aktuellen Valser-Kampagne ein Megaposter für die Abdeckung einer Baustelle im aargauischen Stein realisiert. Auf der 18 Meter langen Abdeckung bei einer Coop-Filiale ist die über 1000 Meter tiefe «Produktionslinie» des Valser Wassers zu sehen. Lowe hat sich dafür eine Headline zur Longline ausgedacht: «Hier drin in unserer Fabrik, den Valser Bergen, hat die Natur eine über 1000 Meter tiefe Produktionslinie aufgebaut, mit der sie Wasser durch den Bündner Schiefer führt und es dabei mit Calcium und Magnesium anreichert. 25 Jahre dauert dieser Prozess. Zeit, die es braucht, um Wasser so gut und hoch mineralisiert zu machen, wie Valser es ist.» Das Megaposter soll noch bis mindestens Ende Jahr bei Coop in Stein prangen.Verantwortlich bei Valser:
Jacqueline Schlüssel (Project Coordinator), Joëlle Vock (Brand Manager). Verantwortlich bei Draftfcb/Lowe Group: Nicolas Vontobel (CD), Sebastian Hugelshofer (AD), Dominique Wegmann (Text), Rolf Jeger, Gabrielle Lommel (Beratung).

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