Zu guter Letzt: Cosmos wirbt für Rentier-Schlittenfahrten

Das Rentier Cosmos von Melchsee-Frutt ist seit über zwei Wochen auf der Flucht. Statt Skifahrer zu ziehen, sorgt der Ausreisser für mediale Präsenz des Ferienortes.

Auf Melchsee-Frutt im Kanton Obwalden sind derzeit keine Plakate nötig, die für die Rentier-Schlittenfahrten des Restaurantbesitzers André Fischer werben würden. Dies hat Fischers Rentier Cosmos bereits selbst übernommen. Mit seiner Flucht kurz vor Weihnachten hat das Tier massenhaft mediale Aufmerksamkeit erlangt. Das Schweizer Fernsehen hatte am Mittwoch über den Ausreisser berichtet und titelte: «Rentier ausgerissen: Cosmos lässt sich nicht einfangen und hält ein ganzes Skigebiet auf Trab». Das Rentier war in der letzten Woche auch in diversen Zeitungen präsent. Auf Zisch.ch wird gemutmasst, ob der Herdentrieb das Tier wieder zurückholen kann. Blick.ch spricht gar die Gefahren an, denen Cosmos nun ausgeliefert ist: Zwei Wölfe, die im Melchtal lauern würden. Bis jetzt sei ihm noch nie ein Rentier ausgerissen, sagt Fischer gegenüber News.ch.
Doch trotz Gefahren für das Tier und dem temporären Verlust seines Cosmos, gibt es einen Trost für Fischer: Cosmos sei das Beste, was dem Skigebiet passieren konnte, die Melchsee-Frutt sei in aller Munde, schreibt die Neue Obwalder Zeitung. Sollte Cosmos sich nicht einfangen lassen, sind ihm wenigstens kostenlose Werbung und höhere Besucherzahlen gewiss.

Jung von Matt/Limmat: Für Fritz und Fränzi Musiklehrer zum Esel gemacht

Jung von Matt/Limmat hat neue Motive für das Magazin der Stiftung Elternsein Fritz und Fränzi gestaltet. Auf Plakaten zeige die Sujets, wie Kinder und Jugendliche die Erwachsenen sehen.

Die Agentur Jung von Matt/Limmat stellt für das Familienmagazin Fritz und Fränzi Lehrer als Tiere dar. Die Illustrationen sollen zeigen, wie Kinder und Jugendliche die Erwachsenen in und um die Schule sehen. Auf diversen Motiven sollen die Anzeigen verdeutlichen, dass Kinder beispielsweise den vermeintlich sympathischen Turnlehrer eher als Ratte erfahren, die Hauptlehrerin als Ziege, oder den Musiklehrer als Esel.
Das Magazin verfolge den Anspruch zu verstehen, wie die Jungen ticken, schreibt die Agentur. Diese Anforderung sei gleichzeitig das Konzept für die neuen Printmotive. Fritz und Fränzi gibt Erwachsenen wie auch Jungen Tipps, wie man allfällige Differenzen und Konflikte zwischen Jung und Alt angehen kann.
Die Anzeigenkampagne ist seit Dezember in der ganzen Deutschschweiz in Familien-affinen Magazinen zu sehen.
Verantwortlich bei Fritz und Fränzi: Dr. jur. Ellen Ringier (Präsidentin Stiftungsrat), Thomas Schlickenrieder (Verlagsleitung). Verantwortlich bei Jung von Matt/Limmat: Tom Seinige (Creative Direction), Thomas Ammann (Text), Inken Rohweder (Art Direction), Nora Vögeli (Grafik), Erasmo Palomba, Ilonka Galliard (Art Buying)
Ariane Sonderegger (Beratung), André Rösler (Illustration).
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Stellvertretender Chefredaktor verlässt Aargauer Zeitung

Der Stellvertretende Chefredaktor der Aargauer Zeitung Balz Bruder tritt von seiner Position zurück.

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Balz Bruder wird per Mitte Februar von seiner Position als stellvertretender Chefredaktor der Aargauer Zeitung zurücktreten. Die AZ teilte in ihrer Samstagsausgabe mit, er nehme eine neue berufliche Herausforderung an. Bruder hatte seine berufliche Laufbahn vor 18 Jahren als Lokalredaktor beim damaligen Aargauer Tagblatt begonnen. In den vergangenen acht Jahren hat er auch das Kantonalressort Aargau geleitet.

Apple kündigt Verkauf frei kopierbarer Musik an

Apple befreit die iTunes Musikdateien vom Kopierschutz. Acht Millionen Titel sind bereits ohne digitales Rechtemanagement zum Kauf bereit.

Auf der Computermesse Macworld hat der Apple-Marketingchef Phil Schiller angekündigt, ab April alle Songs im iTunes Store ohne Kopierschutz anzubieten. Apple, als weltweit grösser Händler für digitale Musik, habe sich mit drei der vier grössten Plattenlabels – Warner Music, Universal und Sony BMG – einigen können, schreibt die NZZ am Sonntag. Dies mache eine Lockerung des Download-Kopierschutzes möglich. Das vierte Label EMI betreibe bereits seit 2007 kopierschutzfreie Musik über den Apple-Web-Shop.
Alle zehn Millionen Lieder von Apples Musikdownload-Laden sollen ohne Kopierschutz verkauft werden. Acht Millionen Titel stehen laut der Sonntagszeitung bereits ohne digitales Rechtemanagement (DRM) zum Kauf bereit.

Pro Infirmis prüft Beschwerde gegen Produktwerbung der Migros

Im Migros-Magazin sind Kleinwüchsige als Wichtel dargestellt worden. Pro Informis prüft nun eine Beschwerde wegen Diskriminierung.

Die Migros hat in einer sechsteiligen Serie Produkte mit Kleinwüchsigen beworben. Die Behindertenorganisation Pro Informis findet nun, dass diese als Gruppe missbraucht wurden. Man prüfe nun eine Beschwerde bei der Lauterkeitskommission wegen Diskriminierung, sagt deren Sprechen Mark Zumbühl im Gespräch mit der Sonntagszeitung. Der Verein kleinwüchsiger Menschen der Schweiz (VKM) ist der Ansicht, dass die Veröffentlichung der Bilder schlecht sei fürs Image. Im Text seien die Wichtel als Wesen dargestellt, die nur unter Anleitung arbeiten würden und dauernd grinsen.
Auf der Redaktion sei man der Meinung gewesen, die Bilder würden Weihnachtsstimmung verbreiten, so Chefredaktor des Migros Magazins Hans Schneeberger. Was möglicherweise ein Fehlentscheid gewesen sei. Eine Wiederholung sei kein Thema.
Ob der Fall einen Grundsatz der Kommission verletzt, müsse erst geprüft werden, so der Sprecher der Lauterkeitskommission Piero Schäfer.

Nicht im Kino: Stone-Streifen «W.» liegt gratis dem Sonntagsblick bei

«W.», der Film über den aus dem Amt scheidenden US-Präsidenten George W. Bush, wurde vom ehemaligen Jobs.ch-Betreiber Thomas Sterchi mitfinanziert. Am 18. Januar liegt er als DVD dem Sonntagsblick bei. In die hiesigen Kinos hat es der Oliver-Stone-Streifen nicht geschafft.

«W.», der Film über den aus dem Amt scheidenden US-Präsidenten George W. Bush, wurde vom ehemaligen Jobs.ch-Betreiber Thomas Sterchi mitfinanziert. Am 18. Januar liegt er als DVD dem Sonntagsblick bei. In die hiesigen Kinos hat es der Oliver-Stone-Streifen nicht geschafft.
Gut fünf Millionen Dollar hat der 40-jährige Thomas Sterchi, reich geworden durch den Verkauf von Jobs.ch, in den neusten Film von Oliver Stone gesteckt. Das Investment hätte den grossen Startschuss für seine Produktionsfirma Millbrook Pictures bilden sollen. «Ich bin mit dem Film sehr zufrieden. Er erhellt tatsächlich sehr vieles», sagte Sterchi bereits im vergangenen Oktober gegenüber dem Tages-Anzeiger und sprach von einer reellen Chance mit dem Film des erfolgreichen Hollywood-Regisseurs («JFK», «Nixon», «Platoon», «Natural Born Killers», «Geboren am 4. Juli») Geld zu verdienen. Anscheinend wäre das Projekt mit einem Gesamtbudget von 30 Millionen Franken und einem sehr knappen Zeitplan sogar ohne die Finanzspritze aus der Schweiz gar nicht durchführbar gewesen. Doch nun hat es der Film nicht mal in die hiesigen Kinos geschafft.
«Es scheiterte an unseren terminlichen Vorstellungen. Wir wollten den Film unbedingt noch in der letzten Amtswoche Bushs auf die Leinwand bringen», sagte Karl Spoerri, Direktor des Zurich Film Festivals und Mitbetreiber von Sterchis Produktionsfirma Millbrook Pictures, gegenüber der Berner Zeitung. Die entsprechenden Kinos hätten jedoch erst im März Platz gehabt. Allerdings war das Echo auf «W.» auch in den USA eher bescheiden. Vor lauter Euphorie um den neu gewählten Präsidenten Barack Obama interessierte sich das amerikanische Publikum nicht gross für den scheidenden Bewohner des Weissen Hauses. Auch die Kritiken waren eher mässig. Nun wird der Stone-Film also nur über heimische Bildschirme flackern. Zum einen über DVD – der Film liegt der Ausgabe zum 40-jährigen Jubiläum des Sonntagsblicks am 18. Januar bei – zum anderen wird die Doku am 23. Januar im Programm von Pro Sieben gezeigt.

Best of Swiss Web Award verlängert Eingabefrist

Am 2. April werden im Kongresshaus Zürich die besten Online-Auftritte gekürt. Die Eingabefrist für den Wettbewerb ist um einen Woche verlängert worden.

Die Eingabefrist für den Best of Swiss Web Award ist um eine Woche vom 12. Januar auf den 19. Januar verlängert worden. Der diesjährige Wettbewerb steht im Zeichen der Frau, die Auszeichnung findet unter dem Thema «Women wired in web» statt und bewertet in einer Spezialkategorie ausschliesslich «weibliche Projekte». Am 2. April 2009 werden im Kongresshaus Zürich die Best of Swiss Web Awards für die besten Webprojekte vergeben.
Best of Swiss Web ist ein Schweizer Award für Internet- und Mobile-Projekte. Seit bald zehn Jahren fördert die Best of Swiss Web Association – zusammengesetzt aus dem Branchenverband Simsa (Swiss Interactive Media & Software Association), der Fachzeitschrift Netzwoche und rund 80 Jury-Mitgliedern – mit diesem Preis die Schweizer E-Business-, Internet- und Mobile-Branche.

Four. gewinnt Etat der Sonntagszeitung

Four. hat den DM-Etat der Sonntagszeitung erhalten. Fokus der Werbeaktivitäten ist die Abonnentengenerierung.

Die Sonntagszeitung hat sich entschieden, sämtliche Direct-Marketing Aktivitäten an die Agentur Four. zu vergeben. Die erst Mitte 2008 gegründete Agentur ist damit ab sofort für ein umfangreiches Massnahmenpaket zuständig. Ziel der Aktionen ist die Generierung von neuen Abonnenten.
Die Zürcher Agentur Four. zählt neben der Sonntagszeitung unter anderem Orange, die Credit Suisse, den WWF und den Swiss Travel Club zu ihren Kunden.

Spillmann/Felser/Leo Burnett darf für Sunrise-Privatkunden werben

Die Zürcher Agentur Spillmann/Felser/Leo Burnett hat einen neuen Kunden. Ab sofort darf sie für den Privatkunden-Bereich von Sunrise werben. Sunrise beauftragte das Werbebüro mit der Entwicklung eines komplett neuen Auftritts.

Die Zürcher Agentur Spillmann/Felser/Leo Burnett hat einen neuen, gewichtigen Kunden. Ab sofort darf sie für den Privatkunden Bereich (Residential Customers) von Sunrise werben. Sunrise beauftragte das Werbebüro mit der Entwicklung eines komplett neuen Auftritts. Erste Arbeiten sollen bereits Ende des Monats zu sehen sein.

Klinikgruppe Hirslanden vertraut auf KSB/SJ

Die Privatklinikgruppe Hirslanden hat KSB/SJ als neue, gesamtverantwortliche Kommunikationsagentur gewählt. Erste Arbeiten werden ab Frühjahr 2009 zu sehen sein.

Die Agentur KSB/SJ hat in einem Pitch die Privatklinikgruppe Hirslanden für ihr Kunden-Portfolio gewonnen. Hirslanden wählte KSB/SJ Ende letztes Jahr als neue, gesamtverantwortliche Kommunikationsagentur. Deren Aufgabengebiet umfasst nun die gesamte Kommunikation für das Hauptbüro sowie für alle Hirslanden Kliniken. Die Privatklinikgruppe Hirslanden besteht aus 13 Privatkliniken und über 100 Kompetenzzentren und spezialisierten Instituten.
Erste Arbeiten werden ab dem Frühjahr 2009 zu sehen sein.

Werbeverbot in Kraft: Französisches Staatsfernsehen sendet abends ohne Unterbruch

Seit Montag darf im Französischen Staatsfernsehen nachts keine Werbung mehr geschaltet werden. Die Finanzierung dieser Reform ist jedoch noch unklar. Und, um die Finanzkrise abzufedern, fordern nun auch die privaten Medienhäuser Frankreichs höhere Subventionen für die Kompensation des rückläufigen Werbemarktes.

Seit Montag sendet das französische Staatsfernsehen von 20 Uhr abends bis 6 Uhr morgens keine Reklame mehr. Die erste Etappe der umstrittenen Initiative ist in Kraft getreten. Konkrete Lösungen für eine Finanzierung der Reform sind jedoch noch ungewiss. Die Regierung hat zwar für die Werbeeinbussen jährlich 450 Millionen Euro garantiert. Eingebracht werden sollte diese Summe durch zusätzliche Abgaben bei den Privatsendern sowie den Festnetz-, Mobil- und Online-Anbietern. Eine zusätzliche Besteuerung würde jedoch nicht die ganze Summe einbringen können, schreibt die NZZ am Freitag. Zudem soll ab 2012 das Werbeverbot auch auf den ganzen Tag ausgedehnt werden, was einen Einnahmeausfall von 800 Millionen Euro bedeute – plus geschätzte 400 Millionen Euro für die drei Stunden tägliche Sendezeit anstelle der Werbung.
Doch die Erfindungsgabe der Regierung zur Finanzierung dieser 1,2 Milliarden Euro wird noch zusätzlich gefordert. Denn auch die französische Informationspresse fordert nun vom Staat, ihre Subventionen aufzustocken. Der französischen Kulturministerin Christine Albanel wurde ein «Grünbuch» überreicht, ein Leitfaden zur Überwindung der Pressekrise. Die französischen Tageszeitungen erhalten bereits Subventionen in Millionenhöhe. Diese sollen aufgestockt werden. Der Staat solle ausserdem mehr Anzeigen schalten, um den rückläufigen Werbemarkt teilweise zu kompensieren. Frankreichs Staatspräsident wird darüber voraussichtlich Ende Januar entscheiden.

Webradios setzen sich gegen Urheberrechtsbeträge zur Wehr

Die Schweizer Internetradios setzen sich gegen hohe Urheberrechtszahlungen zur Wehr, nachdem der Musikindustrieverband Ifpi erstmals sechs Stationen betrieben hat. Webradios verdienten kaum Geld, so das Argument. Falls sich keine Einigung finden lässt, soll eine Klage der Ifpi folgen.

Der Verband der globalen Musikindustrie Ifpi hat Ende 2008 erstmals sechs Schweizer Webradio-Stationen betrieben. Der Streit darüber, wie viel Internetradios für Urheberrechte zahlen müssen, geht weiter. Das neue Urheberecht beachte zwar die neuen technischen Voraussetzungen des globalen Empfangs und der Programmsendung. Viele Details – vor allem die Höhe der Abgaben – seien jedoch noch unklar, so Philippe Perreaux, Vorstandsmitglied der Interessengemeinschaft Internetradio Schweiz (ISI) gegenüber dem Tages-Anzeiger. Bei den drei Gesellschaften, die einen Urheberrechtsbeitrag von den Webradios verlangen, handelt es sich um die Schweizer Gesellschaften Suisa und Swissperform sowie die weltweite Ifpi. Die Suisa und die Ifpi fordern einen Betrag von bisher rund 3400 Franken jährlich pro Station.
Perreaux sieht in zu hohen Urheberrechtsbeiträgen das Ende der Pionierarbeit Webradio. Die Internetradios hätten zwar teilweise Tausende von Hörern, würden aber kaum Geld verdienen, begründet er im Gespräch mit dem Tages-Anzeiger. Verhandlungen seien bisher harzig verlaufen, die Suisa und die Swissperform hätten jedoch zugesichert, mit Betreibungen auf eine beidseitig akzeptierte Lösung zu warten. Webradios jedoch, die bereits einen Vertrag der IFPI unterzeichnet haben, werden betrieben. Mit den Anderen sucht die Ifpi Schweiz eine Lösung, finde jedoch keine Einigung statt, werden sie eingeklagt, so Ifpi-Geschäftsführer Peter Vosseler.
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