Zu guter Letzt: Beichten im 21. Jahrhundert

Sich neben den Pfarrer ins Beichthäuschen setzen und auf Vergebung hoffen war gestern. Der moderne Katholike braucht dafür nicht mehr in die Kirche zu pilgern, sondern legt die Beichte bequem von zu Hause aus ab – das Internet machts möglich.

Sich neben den Pfarrer ins Beichthäuschen setzen und auf Vergebung hoffen war gestern. Der moderne Katholike braucht dafür nicht mehr in die Kirche zu pilgern, sondern legt die Beichte bequem von zu Hause aus ab – das Internet machts möglich. Auf Beichthaus.com, dem virtuellen Beichtstuhl, kann sich jeder seine Sorgen von der Seele reden beziehungsweise schreiben. Gleichzeitig kann man seine eigenen Sünden aber auch mit denjenigen von anderen vergleichen.
Da die Beichten völlig anonym abgelegt werden können, scheint die Hemmschwelle nicht besonders hoch zu liegen. So bleibt der neugierige Nutzer von intimen Details der Phantasien und Übeltaten seiner Mitsünder nicht verschont. Zu Lesen ist beispielsweise: «Ich hasse meinen Ex-Freund so sehr, dass ich es gar nicht in Worte fassen kann. Seit gestern habe ich die Testergebnisse vom Routine-Abstrich beim Frauenarzt. Ich habe mir Chlamydien von meinen fremd gegangenen Ex eingefangen».
Sogar für Hobbypsychologen ist eine Kategorie dabei: «Helfen & Kommentieren». Sind Hopfen und Malz verloren, findet der Sünder bei den Google-Anzeigen weiter unten verschiedene Anregungen: Klickt man auf den Link «Fremdgehen», gelangt man zu diversen Anzeigen, die einem unter anderem Frauen aus der Ukraine oder schöne Thailänderinnen versprechen.

Thomas Bargetzi verlässt Publicitas – Robert Schmidli übernimmt

Thomas Bargetzi, CEO Sales Schweiz, verlässt den Medienvermarkter Publicitas per sofort, um wieder in die Selbständigkeit zurück zu kehren. Seine Aufgaben in der Leitung der Verkaufsregion Schweiz übernimmt zusätzlich Publicitas CEO Robert Schmidli.

Thomas Bargetzi, CEO Sales Schweiz, verlässt den Medienvermarkter Publicitas, um nach Abschluss der ersten Reorganisationsphase wieder in die Selbständigkeit zurück zu kehren. Er scheidet bei Publicitas per sofort aus, seine Aufgaben in der Leitung der Verkaufsregion Schweiz übernimmt zusätzlich Publicitas CEO Robert Schmidli.
Bargetzi war seit Sommer 2006 für Publigroupe und Publicitas tätig. Er betreute zuerst als Berater das Innovationsprojekt «Publicitas Dynamic Pricing». Seit Herbst 2007 baute er als CEO Sales Schweiz die neue Organisation der Publicitas in der Schweiz mit auf. Nach Abschluss der wichtigen, ersten Phase der Reorganisation hat er sich entschieden, wieder als selbständiger Unternehmer tätig zu sein.
Publicitas-CEO Robert Schmidli zum Abgang von Bargetzi: «Thomas Bargetzi hat in einer wichtigen und sehr anspruchsvollen Phase sehr viel für die neue Publicitas geleistet. Seine Energie und sein Durchhaltewillen waren uns allen eine wichtige Hilfe. Wir danken ihm für sein ausserordentliches Engagement.»
«Ich werde die zweieinhalb Jahre bei PubliGroupe und Publicitas in guter Erinnerung behalten», sagte Bargetzi. «Die P und ihre Mitarbeitenden haben auf dem anspruchsvollen Weg zum Allmedia-Vermarkter schon viel geleistet. Ich wünsche Publicitas und ihren Teams viel Erfolg auf dem weiteren Weg.»

Shortlist: Die Fotos vom Marketing-Tag 2009

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Allgemein

TBWA\ZÜRICH für McDonald’s: Bratwurst oder Cheesburger?

TBWA\Zürich hat für McDonald’s eine Plakatkampagne entwickelt. Diese soll verdeutlichen, dass man beim Fastfoodriesen mehr für sein Geld bekommt.

TBWA\Zürich hat für McDonald’s eine Plakatkampagne entwickelt. Diese soll verdeutlichen, dass man beim Fastfoodriesen mehr für sein Geld bekommt. Passend zu den verschiedenen Sprachregionen der Schweiz vergleichen die Werbesujets Preise von regional beliebten Produkten mit denen des Cheeseburgers: In der Deutschschweiz die Bratwurst und Popcorn, in der Romandie Ramequin und Popcorn und im Tessin Pizza und Piadina.

Verantwortlich bei McDonald’s Schweiz: Thomas Truttmann (Marketing & Communications Director), Jan De Schepper (Marketing Manager), Sonia Milici (Marketing Coordinator). Verantwortlich bei TBWA\Zürich: Urs Schrepfer (CD), Martin Friedlin (AD), Simon Smit (Text), Toni Rubera (Bildbearbeitung), Tina Kazimir (Beratung).

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Ruf Lanz: Lienhardt & Partner neu im Portfolio

Ruf Lanz gewinnt mit der Privatbank Lienhardt & Partner einen Neukunden hinzu. Die 1868 gegründete Bank investiert erstmals in Werbung in der Öffentlichkeit.

Ruf Lanz gewinnt mit der Privatbank Lienhardt & Partner einen Neukunden hinzu. Die 1868 gegründete Zürcher Bank investiert erstmals in Werbung in der Öffentlichkeit. Die Agentur vom Zürcher Löwenplatz überzeugte dabei laut Christian Lienhardt mit einer Kampagne, welche die Vorzüge der Bank intelligent auf den Punkt bringe, wie es in einer Mitteilung vom Montag heisst. Das Resultat wird demnächst in der Wirtschaftspresse zu sehen sein.

Schweiz auf Rang acht in der Kommunikationstechnologie

Die Schweiz nimmt weltweit den achten Platz in der Verbreitung der Kommunikations-Technologie ein. Damit fiel sie im Vergleich mit 2004 um einen Rang zurück, wie eine Studie des Internationalen Fernmeldevereins (UIT) ergeben hat.

Die Schweiz nimmt weltweit den achten Platz in der Verbreitung der Kommunikations-Technologie ein. Damit fiel sie im Vergleich mit 2004 um einen Rang zurück, wie eine Studie des Internationalen Fernmeldevereins (UIT) ergeben hat. Die modernen Kommunikationsmittel sind in der Schweiz aber teurer als in vielen anderen Ländern. Geht es nach den Kosten, liegt die Schweiz lediglich auf Platz 12. Während sich der Zugang zu Kommunikationstechnologien verbesserte, ist die Zahl der Mobiltelefone im Vergleich zu den nördlichen Staaten hierzulande weniger stark gewachsen.
Bei den nordischen Staaten ist das Niveau der Kommunikationstechnologie besonders hoch: Schweden befindet sich auf Rang 1, Dänemark auf Platz 3, Island auf Platz 5, und Norwegen auf Platz 6. Den zweiten Rang nimmt Südkorea ein, den vierten die Niederlande. Auch Luxemburg (7. Platz) ist stärker als die Schweiz. Finnland befindet sich auf dem 9. Platz vor Grossbritannien, Hongkong, Japan und Deutschland. Die USA fielen vom 11. auf den 17. Platz zurück, wie das UNO-Büro am Montag mitteilte.

Kommunikationstechnologien legen weltweit zu
Alle Länder verbesserten ihre Leistungsfähigkeit in den letzten fünf Jahren, aber manche stärker als andere. Osteuropa, namentlich die baltischen Staaten und Rumänien, entwickle sich besonders dynamisch, heisst es weiter. Unter den Entwicklungsländern machten besonders Pakistan, China, Vietnam und Saudiarabien Fortschritte. China verbesserte sich seit 2004 vom 90. auf den 73. Rang. Die Festnetzanschlüsse sowie die Zahl der Mobiltelefone und der Internetanschlüsse legten besonders stark zu.
Gemäss UIT hatten Ende Jahr weltweit 23 von 100 Menschen Zugang zum Internet.
Afrika liegt mit einer Verbreitung von fünf Prozent stark hinter diesem Durchschnittswert. Der Ländervergleich stützt sich auf zwölf Indikatoren.

Cosmic: Neue Sujets für BLS Reisezentren

Cosmic Bern setzt für die Kampagne der BLS Reisezentren weitere Kommunikationsmassnahmen um. Plakate werben derzeit für Städtereisen nach Berlin und Paris sowie für das Generalabonnement.

Cosmic Bern setzt für die Kampagne der BLS Reisezentren weitere Kommunikationsmassnahmen um. Plakate werben derzeit für Städtereisen nach Berlin und Paris sowie für das Generalabonnement. Im Bereich Direct Marketing informiert ein Mailing über aktuelle Reiseangebote und lockt mit einem Gewinnspiel. Weitere Massnahmen sind in Planung, wie die Agentur in einer Pressemitteilung vom Montag schreibt.

Verantwortlich bei Kunde BLS: Damian Pfister (Leiter Marketing), Mark Bachmann (Leiter Kommunikation), Patrick Sahli (Kommunikation), Beat Theiler (Leiter BLS Reisezentren). Verantwortlich bei Cosmic: Thom Pfister (CD), Julien Junghäni (AD), Isabella Jungo, Antonia Bekiaris (Text), Simon Schatzmann (Leiter Beratung), Gabriela Fust (Beratung).

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Zu guter Letzt: Stranger than Business Class

Martin Suters wöchentliche Kolumne über die Managerklasse, Business Class, geht nach 15 Jahren in Rente. Vielleicht ist es Zeit. Wenn sich der Stoff des Satirikers zur Realsatire wandelt, gibt es nichts mehr zu tun.

Martin Suters wöchentliche Kolumne Business Class geht nach 15 Jahren in Rente. Mit scharfer Feder verfolgte Suter, einst als Werbetexter und Creative Director selbst Mitglied der Managerklasse, die komischen Seiten und Abgründe der Teppichetagen und ihrer Hauptdarsteller, der Manager. Als letzter Kolumnen-Sammelband ist nun «Das Bonus-Geheimnis» erschienen. Das Bonus-Geheimnis gehört offenbar zu den grossen Mysterien der Business Class, so gut gehütet, dass es zur Heirat verführen könnte. Denn nur der Ehefrau verrät der Manager die Höhe der eigenen Vergütung. Schliesslich kommen im Buch die letzten Worte nach 15 Jahren Kolumne, und sie münden in die grosse Frage, wieviele Salznüsschen in einem Schälchen liegen, das an der Bar zu den Getränken bereitgestellt wurde. Sind es 20 oder weniger?
Suters skurrile Gestalten zeugten immer wieder von der Banalität des Blöden in der Managerklasse, ein Umfeld von offenbar so inspirierender und schrankenloser Ignoranz, dass sie Suter für eineinhalb Jahrzehnte genug Material für all seine Kolumnen lieferte. Oft bedurfte sie seiner satirischen Überzeichnung jedoch gar nicht. «Ich hatte schon manchmal das Gefühl, dass es so nicht weitergehen kann», sagte Suter im vergangenen Jahr mitten in der Finanzkrise. «Aber ich staune, dass es so knüppeldick gekommen ist.» Die Realität der Business Class hat Suter überholt, ihr formidabler Satiriker wird er bleiben.

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(Foto: Keystone)

Süddeutsche Verlag: Familienmagazin eingestellt

Der Münchner Süddeutsche Verlag stellt seine Familienzeitschrift Wir nach einer Testausgabe im vergangenen November ein. Das Magazin erscheint vorerst kein zweites Mal.

Der Münchner Süddeutsche Verlag stellt seine Familienzeitschrift Wir nach einer Testausgabe im vergangenen November ein. Das Magazin erscheint vorerst kein zweites Mal. Über eine Weiterführung sei aber noch nicht entschieden, wie Rudolf Spindler, Geschäftsführer Magazin Verlagsgesellschaft beim Süddeutschen Verlag, gegenüber dem Branchendienst Kress sagte. Die Druckauflage des Familienmagazins lag bei 130’000 Exemplaren, 50’000 sollten davon mindestens weggehen. Offenbar wurde diese Marke nicht auf Anhieb erreicht. Übrig bleiben werden die SZ-Beilagen SZ-Magazin, Golf spielen und Wohlfühlen.

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Jenni Kommunikation orientiert für TomTom

Jenni Kommunikation übernimmt per sofort die Pressearbeit für TomTom in der Schweiz. Die Zusammenarbeit beinhaltet das Verfassen und Adaptieren von Pressemitteilungen, die Verwaltung von Testgeräten sowie das Durchführen von Medienanlässen verschiedenster Form.

Jenni Kommunikation übernimmt per sofort die Pressearbeit für TomTom in der Schweiz. Die Zusammenarbeit beinhaltet das Verfassen und Adaptieren von Pressemitteilungen, die Verwaltung von Testgeräten sowie das Durchführen von Medienanlässen verschiedenster Form, wie Inhaber und Geschäftsführer Urs Jenni auf Anfrage der Werbewoche mitteilte.
TomTom ist ein weltweiter Anbieter von elektronischen Navigationslösungen mit über 3’500 Beschäftigten. Das Unternehmen stellt portable Navigationsgeräte her und bietet Smartphone Lösungen und Anwendungen für das Flottenmanagement an.

Swissinfo baut Videoangebot aus – auch auf Youtube

Swissinfo.ch baut das Angebot an selber produzierten Videos mit arabisch- und spanischsprachigen Videobeiträgen aus. Diese stehen auch auf der Videoplattform Youtube zur Verfügung.

Swissinfo.ch baut das Angebot an selber produzierten Videos mit arabisch- und spanischsprachigen Videobeiträgen aus. Diese stehen auch auf der Videoplattform Youtube zur Verfügung. Im Mittelpunkt der von Journalisten produzierten Beiträge stehen Informationen aus den Bereichen Gesellschaft, Umwelt, Kultur, Bildung, Forschung und Tourismus. Die Filme können von Nutzern bewertet, verschickt oder direkt weiterverwendet werden. Mit der Ausweitung des Angebots werde die Auslandstimme der SRG dem Leistungsauftrag des Bundes noch gerechter, wie es in einer Mitteilung vom Montag heisst.

Zu guter Letzt: Mit Chinas Regierungschef chatten

Der chinesische Ministerpräsident Wen Jiabao hat am Samstag übers Internet mit Bürgern gechattet, die unter anderem wissen wollten, wieviel Alkohol er vertrage. Er nahm auch Stellung zur Schuhattacke gegen ihn an der Universität Cambridge, die in China vorerst heruntergespielt worden war.

Der chinesische Ministerpräsident Wen Jiabao hat sich am Samstag zu einem Besuch ins China Wide Web begeben (das World Wide Web minus die von China zensurierten Seiten) und chattete mit Bürgern, die ihm laut einem Bericht der amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua mit tausenden Fragen bombardierten. So wollten die Chinesen wissen, wieviel der Regierungschef verdiene, wieviele Stunden er pro Tag schlafe und wieviel Alkohol er vertrage.
Wen blieb allerdings Reaktionen auf diese Fragen schuldig und beantwortete lieber die Fragen nach der Wirtschaftskrise, der Gesundheitsreform oder zur Bekämpfung der Korruption. Ausserdem äusserte sich Wen zu dem deutschen Studenten, der ihn an der Universität Cambridge mit einem Schuh beworfen hatte. Er war nach Bush die zweite prominente Zielscheibe der etwas zweifelhaften irakischen Ehrenbezeugung.

«Ich habe sehr ruhig gehandelt», sagte der Regierungschef. «Als erstes dachte ich an die nationale Würde, die Würde der Menschen und an die Aufrechterhaltung der Freundschaft zwischen Grossbritannien und China», schrieb er. «Ich musste die Vorlesung ohne Störung zu Ende bringen. Das ist mein persönlicher Stil.» Der Ministerpräsident folgte mit seinem Chat auf der Regierungs-Website www.gov.cn dem chinesischen Präsidenten Hu Jintao, der bereits im Juni mit Bürgern über das Internet kommuniziert hatte.

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