Nokia streicht weltweit 1’700 Stellen

Nokia setzt seine Sparziele vom Januar um und will weltweit 1’700 Stellen streichen. Betroffen sind neben der Mobilfunksparte auch Arbeitsplätze im Marketing, in der Entwicklung und der Kundenbetreuung.

Der finnische Handy-Weltmarktführer Nokia setzt seine Sparziele vom Januar um und will weltweit 1’700 Stellen streichen. Betroffen seien neben der Mobilfunksparte auch Arbeitsplätze im Marketing, in der Entwicklung und der Kundenbetreuung, wie das Unternehmen am Dienstag in Helsinki mitteilte. Weitere Massnahmen werden geprüft.
Ende 2008 beschäftige der finnische Konzern weltweit 128’000 Menschen. Bei der Bekanntgabe der Jahresbilanz hatte Nokia als Ziel für 2009 die Kosteneinsparungen von 700 Millionen Euro benannt. Im vierten Quartal 2008 hatte das Unternehmen mit 113 Millionen Handys 15 Prozent weniger abgesetzt als im vorhergehenden Jahr.

Marti & Partner bringt seinen Werbekunden vor die Kamera

Marti & Partner hat für die Bewerbung des neuen Konzepts von Ruckstuhl Garagen den Inhaber Martin Ruckstuhl gleich selber vor die Kamera gebracht. In einem Spot verkündet Ruckstuhl, dass das Unternehmen Ruckstuhl beim Kauf eines Neuwagens für das alte Auto eine Verschrottungsprämie von bis zu 7'000 Franken ausbezahle.

Marti & Partner hat für die Bewerbung des neuen Konzepts von Ruckstuhl Garagen den Inhaber Martin Ruckstuhl gleich selber vor die Kamera gebracht. In einem Spot verkündet Ruckstuhl, dass das Unternehmen Ruckstuhl beim Kauf eines Neuwagens für das alte Auto eine Verschrottungsprämie von bis zu 7’000 Franken ausbezahle. Der 30 Sekunden-Spot läuft ab Mittwoch, 18. März, auf Tele Züri und Tele Top und wird von zahlreichen Begleitmassnahmen im Online- und Offline -Bereich unterstützt.
Verantwortlich bei Ruckstuhl Garagen: Martin Ruckstuhl, Toni Suter. Verantwortlich bei Marti & Partner: Peter Marti (Konzept), Anita Kittel (Beratung&Media). Film: Streun Communications.
Zum Spot

Schweizer Fernsehen zieht Bilanz

Das Schweizer Fernsehen SF hat für das vergangene Jahr eine positive Bilanz gezogen. Im Jahr 2008 konnte SF den Marktanteil um 0,7 Prozent steigern.

Das Schweizer Fernsehen SF hat für das vergangene Jahr eine positive Bilanz gezogen. Im Jahr 2008 konnte SF den Marktanteil um 0,7 Prozent steigern. Im Ganztagesschnitt lag der Anteil bei 43,2 Prozent, jener am Abend betrug durchschnittlich 43,9 Prozent. Die guten Ergebnisse seien in erster Linie auf die Euro 2008 und die Olympischen Spiele zurückzuführen, wie SF am Dienstag mitteilte.
Deltenre zur Fusion von Radio DRS und SF
Die Zusammenlegung von Radio DRS und dem Schweizer Fernsehen soll weiter vorangetrieben werden, so die Forderung der Fernsehdirektorin Ingrid Deltenre anlässlich der Jahresmedienkonferenz am Dienstag in Zürich. Grund dafür sei in erster Linie der wirtschaftliche Druck. Es werde finanziell härter für SF, die Werbeeinnahmen würden 2009 im besten Fall stagnieren, wenn nicht gar deutlich zurückgehen.
Ein Zusammenrücken von Radio und Fernsehen mache aber nicht nur aus wirtschaftlichen Gründen Sinn, sondern bietet auch eine grosse Chance, so Deltenre weiter. Es versetze die Mitarbeitenden in die Lage, ein noch vielseitigeres Angebot zu ermöglichen. Die Mediennutzung werde mit Mobiltelefonen oder Podcasts zunehmend multimedial. An dieser Entwicklung wolle man teilhaben, um die jungen Nutzer nicht zu verlieren.
Tag und Nacht» war Flop des Jahres
Die Eigenproduktion «Tag und Nacht» bezeichnete Deltenre als den Flop des Jahres 2008. Die Serie fiel beim Publikum durch und wurde bis zu ihrer Absetzung im Sommer ins Vorabendprogramm am Sonntag verschoben. Dennoch sei die Eigenproduktion von Serien nicht gestorben. Momentan sei eine Projektgruppe an der Erarbeitung eines Nachfolgekonzeptes.

Zu guter Letzt: SRG kämpft mit Maulkörben gegen Tratsch

Obwohl laufend Informationen – und Gerüchte – über die geplante Konvergenz von Radio und Fernsehen durch undichte Lücken des SRG-Systems an die Medien durchsickern, scheint sich die Abteilung SRG Deutschschweiz nach wie vor vehement gegen eine öffentliche Diskussion zu wehren. Jetzt werden sogar Maulkörbe verteilt.

Obwohl laufend Informationen – und Gerüchte – über die geplante Konvergenz von Radio und Fernsehen durch undichte Lücken des SRG-Systems an die Medien durchsickern, scheint sich die Abteilung SRG Deutschschweiz nach wie vor vehement gegen eine öffentliche Diskussion zu wehren. Jetzt werden sogar Maulkörbe verteilt. Viktor Baumeler, Verwaltungsratspräsident der SRG Deutschschweiz, forderte letzten Freitag die Regionalräte der SRG Deutschschweiz in einer E-Mail dazu auf, gegenüber den Medien keine Auskunft mehr zu geben, bis die beiden Verwaltungsräte die Entscheide gefällt haben. Wie die Berner Zeitung am Dienstag schreibt, gilt der Maulkorb sogar für Präsidenten der Mitgliedgesellschaften der SRG Deutschschweiz.
Interessant ist vor allem der Zeitpunkt des E-Mails: Die Nachricht wurde nur wenige Stunden nach Erscheinen eines Interviews der Berner Zeitung mit Dieter Niedermann versandt, in dem der SRG-Ostschweiz-Präsident scharfe Kritik am Vorgehen der nationalen SRG übte. Dabei schien er einen wunden Punkt getroffen zu haben. Niedermann kritisierte unter anderem, dass der SRG-Generaldirektor seine Macht bis an die Grenzen ausspiele. Jetzt kann der angegriffene Armin Walpen aufatmen, auch er erhielt – zur Kenntnisnahme – die Maulkorb-Nachricht.

Das Tratschen geht weiter – trotz Redeverbot
Trotz Maulkorb scheint die SRG vor bösen Kommentaren nicht gefeit. Das Redeverbot gilt schliesslich nicht für Ehemalige der SRG. Davon machte Ex-TV-Direktor Peter Schellenberg Gebrauch, als er sich in einem Gespräch mit dem Zofinger Tagblatt äusserst kritisch über die Kommunikationspolitik der SRG – diejenige von Armin Walpen im Speziellen – äusserte: «Es ist für mich vollkommen unerklärlich, wie man so vorgehen kann.». Das liege vor allem an der Struktur der SRG, der Generaldirektor habe einfach zu viel Macht, so Schellenberg weiter. «Die SRG ist das einzige bedeutende publizistische Unternehmen, das keine Trennung von Geld und Geist kennt.»
Allzu lang geht es ja nicht mehr, bis zur Entscheidung des SRG-Verwaltungsrats. Dann ist hoffentlich Schluss mit Redeverbot und Geheimniskrämerei. Gut kommuniziert, ist halb gewonnen – oder doch nicht?

Veer: Schriftdesigner erhalten TDC-Auszeichnungen

Zwei Schriftdesigner von Veer haben am 55. internationalen Wettbewerb des Type Directors Club (TDC) eine Auszeichnung erhalten. Stephen Rapp wurde für seine Scriptfont «Montague» gekürt, Alejandro Paul erhielt eine Auszeichnung für «Adios».

Zwei Schriftdesigner von Veer, einem Hersteller und Anbieter von Fotografien, Illustrationen und Schriften, haben am 55. internationalen Wettbewerb des Type Directors Club (TDC) eine Auszeichnung erhalten. Stephen Rapp wurde für seine Scriptfont «Montague» gekürt, Alejandro Paul erhielt eine Auszeichnung für «Adios». Beide gewannen in der Kategorie «Script Displays».
Rund 165 Kreationen aus insgesamt 26 Ländern wurden beim Wettbewerb eingereicht. Die Schriftarten wurden unter der Leitung einer Jury bestehend aus Fachleuten und Designerkollegen ausgewählt. Die prämierten Arbeiten sind auf der Homepage des TDCs zu sehen.

1290581886_img090317_schrift1
«Montague» von Stephen Rapp: Die moderne kalligrafische Schrift basiert auf Buchstaben, die mit einem Zobelpinsel auf glattem Pergament geschrieben wurden.
1290581886_img090317_schrift2
«Adios» von Alejandro Paul: Der Schriftdesigner liess sich für die romantisch dekorative Schrift von Designs in Lettering-Guides der 40er Jahre inspirieren, hat diese aber durch eine Palette kunstvoller Zierbuchstaben weiterentwickelt.

Neues Magazin für Schweizer Schriftsteller und Texter

Die Schreibszene Schweiz lanciert mit Textin ein neues Magazin für Texter und Schriftsteller. Die Zeitschrift bringt Neuigkeiten, Reportagen und Interviews rund um das Thema Text und den Alltag von Autorinnen und Autoren.

Die Schreibszene Schweiz lanciert mit Textin ein neues Magazin für Texter und Schriftsteller. Die Zeitschrift bringt Neuigkeiten, Reportagen und Interviews rund um das Thema Text und den Alltag von Autorinnen und Autoren. Textin erscheint viermal pro Jahr, zweimal online und zweimal gedruckt. Getragen wird das Heft von einem Förderverein. Die erste Onlineausgabe ist ab dem 18. März 2009 auf Textin.ch zu finden.

img090317_textin

MCH Group verzeichnet gutes Jahresergebnis

Die MCH Group hat 2008 das zweitbeste Resultat in der Geschichte des Unternehmens erzielt. Dies, obwohl im Vergleich zum Rekordjahr 2007 einige grosse Messen nicht auf dem Veranstaltungskalender gestanden haben.

Die MCH Group, vormals MCH Messe Schweiz, hat 2008 das zweitbeste Resultat in der Geschichte des Unternehmens erzielt. Dies, obwohl im Vergleich zum Rekordjahr 2007 einige grosse Messen nicht auf dem Veranstaltungskalender gestanden haben. Dank Zusatzerträgen im Bereich Service bei den jährlich stattfindenden Veranstaltungen konnte der entsprechende Minderumsatz weitgehend kompensiert werden.
Das konsolidierte Resultat liegt bei einem Ertrag von 336,4 Millionen, die konsolidierte Bilanzsumme per Ende Berichtsjahr beträgt 520,7 Millionen, mit einem Fremdkapitalanteil von 313,3 Millionen und einem Eigenkapitalanteil von 207,4 Millionen.

Tagblatt-Nachrichten in St. Galler Bussen

In den Bussen der St. Galler Verkehrsbetriebe VBSG werden seit Dienstag auf Flachbildschirmen Nachrichten gezeigt. Aufbereitet werden diese von der Online-Redaktion des St. Galler Tagblatt.

In den Bussen der St. Galler Verkehrsbetriebe VBSG werden seit Dienstag auf Flachbildschirmen Nachrichten gezeigt. Aufbereitet werden diese von der Online-Redaktion des St. Galler Tagblatt. Wie das Tagblatt am Montag der SDA mitteilte schickt die Online-Redaktion die Meldungen über das Mobilfunknetz direkt in die VBSG-Busse. Nacheinander laufen so rund 20 Meldungen aus der Region, der Schweiz und dem Ausland, zu Sport und Wetter nacheinander über die Bildschirme.
In Aarau und Wettingen verbreitet die Aargauer Zeitung bereits Nachrichten in den Bussen der Städte und im Berner Marzili-Bähnli werden Meldungen der Firma Livesystem aufgeschaltet.
Nun prüft das St. Galler Tagblatt, auch in seinem eigenen Restaurant Nachrichten auf Bildschirmen zu verbreiten.

Inhalte von Epa-Agenturen neu auf Google News

Google und die European Pressphoto Agency (epa) haben eine Vereinbarung über die Bereitstellung von Epa-Inhalten auf Google News unterzeichnet: Das Abkommen ermöglicht Nutzern Zugriffe auf Originaltexte und -bilder der Onlinedienste von Epa-Nachrichtenagenturen.

Google und die European Pressphoto Agency (epa) haben eine Vereinbarung über die Bereitstellung von Epa-Inhalten auf Google News unterzeichnet: Das Abkommen ermöglicht Nutzern Zugriffe auf Originaltexte und -bilder der Onlinedienste von acht der insgesamt elf zur Epa gehörenden Nachrichtenagenturen. In den nächsten Monaten wird Google eine Verlinkung zu den Nachrichtenquellen einrichten, damit Nutzer direkt zu den Originalartikeln gelangen.
Die Vereinbarung sei für Nachrichtenagenturen von besonderer Bedeutung, da diese nun klar als Quelle für den von ihnen erstellten Originalinhalt erkennbar und anerkannt würden, wird Walter Grolimund, Epa-Aufsichtsratsvorsitzender, in einer Medienmitteilung vom Dienstag zitiert. Zudem biete sich den Agenturen die Möglichkeit, dank der mit Google geteilten Werbeeinnahmen neue Erträge für alle über Google News besuchten Artikel zu generieren, wie es in der Mitteilung weiter heisst.

MA Leader 2009: Gratisblätter auch bei Führungskräften gefragt

Gratisblätter kommen auch bei Führungskräften gut an. Dies stellte sich bei der aktuellen Studie MA Leader 2009 heraus.

Gratisblätter kommen auch bei Führungskräften gut an. Dies stellte sich in der aktuellen Studie MA Leader 2009 der Wemf heraus. Die drei in der Studie ausgewiesenen Gratisblättern (20 Minuten, News und Cash) erreichen in der Deutschschweiz bei Führungskräften einen Leseranteil von 55,9 Prozent, bei so genannten Top Leadern gar deren 60,4 Prozent. Die Pendlerzeitung 20 Minuten erreicht alleine 35 Prozent der befragten Führungskräfte, mehr als jede andere werktägliche Zeitung. Lediglich die NZZ, die Sonntagszeitung und die NZZ am Sonntag werden von so genannten Top Leadern häufiger gelesen, als die Gratiszeitung 20 Minuten. Top bei Schweizer Führungskräften kommen ausserdem die Deutschsprachigen Zeitschriften Das Magazin und Geo an. In der Westschweiz liegt Le Matin Dimanche sowohl bei den Top Leadern als auch bei den Leadern an erster Stelle mit über 40 Prozent Reichweite.
Die Wemf befragt alle zwei Jahre Schweizer Führungskräfte und Entscheidungsträger in Politik Behörden und Wirtschaft zu ihrem Konsum- und Leseverhalten. In der MA Leader werden diese Resultate aufgelistet. Die Erhebung wurde zwischen dem 22. September und dem 23. November durchgeführt mittels rund 2500 Interviews in der Deutschschweiz und 740 Interviews in der Westschweiz. Wichtigstes Kriterium der MA Leader -Studie für Leader war nach neuer Wemf-Definition ein persönliches Brutto-Jahreseinkommen von mindestens 100’000 Franken. Top Leader sind in der Studie definiert durch ein Jahreseinkommen von mindestens 140’000 Franken sowie einer Position als Arbeitgeber oder Vorgesetzter – ob freiberuflich tätig, angestellt oder Akademiker – von mindestens einem Mitarbeiter.

Comedia und Impressum zur Vogt-Schild-Übernahme und zur Einstellung von Cash

Die Übernahme der Solothurner Vogt-Schild Gruppe durch die AZ Medien und die Einstellung der Wirtschaftszeitung Cash haben erste Reaktionen bei Comedia und Impressum ausgelöst. Die Mediengewerkschaft verlangt nun Stützungsmassnahmen der öffentlichen Hand für die Branche und fordert die Deutschschweizer Verleger auf, sofort auf Verhandlungen mit Comedia und Impressum für einen GAV für die Redaktionen der Deutschschweiz einzutreten.

Die Übernahme der Solothurner Vogt-Schild Gruppe durch die AZ Medien und die Einstellung der Wirtschaftszeitung Cash haben erste Reaktionen bei Comedia und Impressum ausgelöst. Wie die Mediengewerkschaft in einem Communiqué vermeldet, stellten diese Veränderungen erneut einen schwerwiegenden Einschnitt in der Schweizer Druck- und Medienbranche dar. Der Konzentrations- und Restrukturierungsprozess habe vor zwei Wochen mit der Übernahme von Edipresse durch Tamedia einen Höhepunkt erreicht und gehe nun ungebremst weiter.
Comedia verlangt Stützungsmassnahmen der öffentlichen Hand
Die aktuelle Wirtschaftskrise und eine auf Renditesteigerung fokussierte Politik der grossen Verlage werden den Druck auf die Zahl und Qualität der Arbeitsplätze in den kommenden Monaten enorm erhöhen, so die Gewerkschaft in der Mitteilung weiter. Sie verlange angesichts der besorgniserregenden Entwicklung ein dringendes Krisenprogramm der öffentlichen Hand für die Branche.
An folgende Bedingungen knüpfte die Comedia solche Stützungsmassnahmen: Die Unternehmen müssten sich verpflichten, die Einführung von Kurzarbeit zu prüfen beziehungsweise zu beantragen, bevor Kündigungen ausgesprochen werden. Ausserdem dürften die Unternehmen keine Entlassungen vornehmen, solange die 18-monatige Bezugsdauer für Kurzarbeit nicht ausgeschöpft ist. Ausserdem wäre die stattliche Hilfe auf Unternehmen zu beschränken, die sowohl im grafischen wie im journalistischen Bereich Gesamtarbeitsverträge respektieren.
Ausserdem fordert die Mediengewerkschaft nun, nach dem Abschluss des GAV in der grafischen Industrie die Deutschschweizer Verleger auf, sofort auf Verhandlungen mit Comedia und Impressum für einen GAV für die Redaktionen der Deutschschweiz einzutreten.
Impressum fordert Ringier auf, auf Entlassungen zu verzichten
Der grösste Berufsverband der Schweizer JournalistInnen Impressum sei einerseits erleichtert über die Existenz eines Sozialplanes bei nach der Einstellung der Tageszeitung Cash, so eine Mitteilung von Impressum. Gleichzeitig sei der Verband jedoch bestürzt darüber, dass Ringier die Einstellung rund drei Jahre vorgezogen habe. Nun fordert der Verband Ringier auf, auf Entlassungen zu verzichten und die betroffenen Arbeitnehmenden im Unternehmen weiterzubilden und weiter zu beschäftigen. Ein Sprung in ein rein elektronisches Zeitalter der Wirtschafts- und Finanzplattform dürfe nicht mit dem Abbau von journalistischen Arbeitsplätzen und damit an journalistischer Qualität einhergehen.
Impressum stehe in Kontakt mit betroffenen Mitarbeitenden und der Personalkommission von Ringier und werde sich zusammen mit seinen Mitgliedern für eine sozialverträgliche Lösung einsetzen.

AZ Medien kauft Vogt-Schild

Die AZ Medien übernimmt die Vogt-Schild Medien Gruppe zu 100 Prozent. Der Verkauf der Solothurner Mediengruppe soll eine langfristige Entwicklung der Solothurner Zeitung sicherstellen.

Die Mehrheitsaktionärin der Vogt Schild Medien Gruppe, die Gottlieb und Hans Vogt-Stiftung, hat sich entschieden, ihren Anteil rückwirkend per 1. Januar 2009 an die Aargauer Zeitung Medien zu verkaufen. Die Übernahme soll eine langfristige Entwicklung der Solothurner Zeitung sicherstellen, so eine Mitteilung von AZ Medien und der Mehrheitsaktionärin. Christian Müller, Chef der Vogt-Schild Medien geht im Mai altershalber in Pension – ein Nachfolger steht noch nicht fest.
Der Verlag war bisher mit 35 Prozent an Vogt-Schild beteiligt. Die Übernahme der Vogt-Schild Medien Gruppe sei schon seit langem ein Ziel gewesen, so CEO der AZ Medien Peter Wanner gegenüber der SDA. Synergien seien vor allem in der Informatik und im Werbemarkt vorhanden. Eine Projektgruppe arbeite nun die Möglichkeiten für eine Zusammenarbeit aus. Ein Stellenabbau infolge der Übernahme sei nicht geplant. Ein Sparprogramm werde jedoch unabhängig von der Übernahme ausgearbeitet.
Zur Solothurner Vogt-Schild Gruppe gehören unter anderem die Tageszeitung Solothurner Zeitung, das Grenchner Tagblatt, das Langenthaler Tagblatt und die Berner Rundschau. Im Rahmen der Mittelland-Zeitung arbeiten diese Blätter bereits zusammen.
Regierung stimmt der Änderung des Stiftungszweckes zu
Der Solothurner Regierungsrat habe am Dienstagmorgen der Übernahme der Vogt-Schild Medien Gruppe zugestimmt. Die Solothurner Kantonsregierung musste an ihrer Sitzung über die Änderung des Stiftungszwecks der bisherigen Mehrheitseigentümerin entscheiden.
Verwaltungsrat verkleinert
Als Folge der Übernahme wird der Verwaltungsrat der Vogt-Schild um ein auf vier Mitglieder verkleinert, so eine Mitteilung von AZ Medien und der Mehrheitsaktionärin. Jürg Schärer (Präsident), Peter Wanner (Delegierter) und Georg Müller (Mitglied) nehmen darin Einsitz. Die spätere Ergänzung des Verwaltungsrats mit einem Vertreter aus dem Kanton Solothurn bleibe noch offen, heisst es in der Mitteilung weiter.
get_footer();