Köpfe der Woche: Die grünen Männer von Obfelden

Wer denkt in Zeiten knapper Kassen schon an die Umwelt? Werner Stulz und Ruedi Jäger. Die Eventgroup, die die beiden Eventprofis Anfang des Jahres gegründet haben, setzt Firmenanlässe nach ökologischen Kriterien um. Denn wer nicht nachhaltig agiert, ist bald nachhaltig weg vom Fenster.

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Das Essen und die Dekoration, die Anlieferung der Speisen und die Anreise der Gäste, das Veranstaltungsgebäude und die Beleuchtung – fast alles kann bei einem Anlass ökologisch durchdacht sein. Oder eben nicht. «Selbst Firmen, die nachhaltig produzieren, denken bei der Gestaltung ihrer Feste oder Incentives nur selten an die Umwelt», sagt Werner Stulz, einer der beiden Köpfe der Eventgroup. Dabei ist es auch finanziell wenig durchdacht, für eine Party in Luzern das Catering aus Zürich zu holen und die Reinigungsfirma aus dem Aargau. Dieses Bewusstsein wollen Stulz und sein Geschäftspartner Ruedi Jäger bei ihren Kunden wecken. Für 50 bis 500 Teilnehmer organisieren sie Motivations- und Integrationsveranstaltungen, Mitarbeiterevents, Produkt- und Informationsveranstaltungen, Corporate Events, Fachtagungen und Kongresse nach grünen Massstäben. Alternativ beraten sie Unternehmen bei der ökologischen Umsetzung ihrer Events. Dabei können ihre Auftraggeber zwischen einem und hundert Prozent Grün wählen: Alles ist besser, als überhaupt nicht an die Umwelt zu denken.
Auf jedem Parkett daheim
Mit Stulz und Jäger sind echte Eventprofis am Werk. Werner Stulz soll 1970 eigentlich die Schlosserei seines Vaters übernehmen. Doch er weiss schon früh, dass das nicht sein Zukunftstraum ist. Stulz lässt sich zum Elektromechaniker ausbilden, aber auch dieser Job packt ihn nicht. «Ich habe nie in diesem Beruf gearbeitet», erzählt er. «Mich zog es in die Show- und Entertainmentbranche.» Mitte der 1970er-Jahre tourt Stulz mit der Band von Pepe Lienhard durch die Schweiz, Deutschland und Österreich. Er managt die Tournee und ist als Bühnentechniker für alles verantwortlich, was unter Strom steht. In dieser Zeit lernt Stulz viele bekannte Künstler kennen, zum Beispiel Catarina Valente, Shirley Bassey, Katja Epstein, Gitte, Bill Ramsey und Udo Jürgens. 1977 und 1978 arbeitet Stulz als Bühnentechniker am Schauspielhaus Zürich, danach gründet er die Firma Disco Light Center, die Ton- und Lichtanlagen für Künstler, Discotheken und Tanzereignisse plant und aufbaut. In den 1980er-Jahren arbeitet Stulz als Verkäufer für elektronische Bauteile, Abteilungsadministrator für Bürotechnikgeräte, Künstleragent, Künstlerberater, Eventmanager, Werbeleiter einer Computerschule, Nachtwächter, Bodyguard für VIP-Künstler, Discjockey, Moderator, Jongleur und Limousinen-Chauffeur für Geschäftsleute. Ausserdem gründet er eine Eventagentur, die Künstler aller Art vermittelt und Anlässe organisiert. Nach einem dreijährigen Ausflug in die «normale Arbeitswelt», wie Stulz das Angestelltenverhältnis bezeichnet, absolviert der Tausendsassa noch das Handelsdiplom, bevor er 2001 wieder auf den Tummelplatz der Events und Künstler zurückkehrt: Stulz gründet die Event- und Künstleragentur Event & Consulting, die seit Anfang 2009 ein wichtiges Standbein der Eventgroup ist. «Ich habe meine beiden Fachgebiete Künstler und Events wieder aufgesplittet und das Eventthema gemeinsam mit Ruedi auf die grüne Schiene gebracht», sagt Stulz. Den Kunden der Eventgroup kommt nicht nur Stulz’ Expertise als Veranstaltungsorganisator zugute, sondern auch seine zwanzigjährige Erfahrung mit Künstlern und seine Kontakte zu Hunderten von Kunstschaffenden, vom Alleinunterhalter über den Zauberer bis zur Bigband.
Ruedi Jäger ist ausgebildeter Elektromonteur. 1977 schliesst er seine Lehre ab und arbeitet drei Jahre im gelernten Beruf. Parallel bildet er sich im Bereich Elektronik weiter. Von 1980 bis 1986 arbeitet er als Servicetechniker von Sicherheitsanlagen, danach übernimmt er für fünf Jahre die Leitung des Computercenters bei Marc Rich. Zusätzliche Ausbildungen als Marketingplaner und Einkäufer öffnen Jäger neue Türen: Zwischen 1991 und 1996 arbeitet er bei Bakosysteme und als Logistikleiter bei Beringer Hydraulik. 1996 sucht er nach einer Neuorientierung. «Ich schlug die Zeitung auf, stolperte über ein Inserat und kaufte eine Firma: High Tech Electronic, die später in Mobile Games umbenannt wurde», fasst Jäger seinen Werdegang Mitte der 1990er-Jahre zusammen. Mobile Games vermietet mehr als 200 Spiele, von der Hüpfburg über Kicker und diverse Simulatoren bis zum Roulette-Tisch und ist in diesem Segment die Nummer 1 in der Schweiz.
Jäger plant seit zwölf Jahren auch die Anlässe rund um seine Spielereien für Gross und Klein. «Mobile Games bietet aktive Unterhaltung – im Gegensatz zu der passiven zum Zuhören und Zuschauen, für die Werner mit seinen Künstlern sorgt», sagt Jäger. «Wir ergänzen uns also wunderbar.»
Stulz und Jäger lernen sich vor zehn Jahren auf der Messe Swissevent kennen. Stulz wirbt mit süssem Zuckergebäck für seine Eventagentur und Jäger will sich ein Säckchen dieser Gaumenfreude gönnen. «Halt, halt, halt», hört er im Weggehen. Stulz eilt ihm nach, denn er will dem Besucher noch erklären, warum der Zuckerbäcker an seinem Stand steht. «Das war unser erster Kontakt», erzählt Jäger. Seitdem arbeiten die beiden Männer bei vielen Events zusammen: Wenn Jäger einen Künstler sucht, organisiert Stulz den passenden. Braucht Stulz ein Rodeogerät oder einen Flipper, hat Jäger das Spielwerk parat. Aus der Synergie entwickelt sich langsam eine Symbiose. Immer häufiger diskutieren die beiden während ihrer Zusammenarbeit und bei gemeinsamen Reisen auch über das Thema Ökologie. «Schliesslich war uns klar, dass grünes Handeln der Schwerpunkt sein müsste, wenn wir uns für eine Eventagentur zusammentun», sagt Jäger.
Grüne Events sind die Zukunft
Warum kommen Jäger und Stulz mitten in der Krise mit Events und Bio? Im deutschsprachigen Raum werde für die Umwelt schon viel getan, sagt Stulz: «Beim klimaneutralen Arbeiten und Produzieren bewegt sich vieles. In der Schweiz ging die Initiative bisher meist vom Bundesamt für Umwelt aus, aber zunehmend achten die Unternehmen auch selbst auf Umweltverträglichkeit.» Das ist schon einmal gut. «Doch das nachhaltige Denken in der Eventplanung fehlt bislang», bedauert Jäger. «Darum haben wir uns auf grüne Anlässe spezialisiert. Eine weitere Agentur, die klassische Events organisiert, brauchte es wirklich nicht. Wir sind nun die erste Schweizer Agentur, die Green Events anbietet. Aber um das klarzustellen: Wir haben das Thema Umwelt nicht aufgegriffen, weil es eine Marktnische ist. Wir fokussieren uns darauf, weil uns klar geworden ist, wie wichtig Umweltschutz ist: Wir haben nur eine Umwelt.»
In keinem Lebensbereich geht es auf Dauer ohne ökologisches Handeln, davon sind Stulz und Jäger überzeugt. Beide fahren ein Auto mit Hybridantrieb, ihre Broschüre ist auf umweltfreundliches Papier gedruckt, ihr Büro liegt mitten in der Pampa im grünen Obfelden. Die beiden sind aber keine militanten Ökoheinis mit Rauschebart und Birkenstocksandalen. Und sie ketten sich auch nicht an Gleise, um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen. Stulz und Jäger gehören zu einer neuen Generation Umweltbewusster, für die Grün nicht mehr öko und bio ist, sondern ein Lebensstil, eine Geisteshaltung. «Grün hat nichts mit Körnlipickern zu tun», betont Stulz. «Grün ist Hightech.» Stulz und Jäger sind fest davon überzeugt, dass Umweltschutz im Kommen ist und irgendwann zum Daily Business werden wird. Genau genommen kommt Umweltschutz schon seit Anfang der 1970er-Jahre – aber eben immer nur ein bisschen. Themen wie Mülltrennung und Energiesparen begleiten uns zwar schon von Kindesbeinen an. Trotzdem sind sie uns noch nicht in Fleisch und Blut übergegangen.
Weitblick in jedem Bereich
Auch im öffentlichen Raum ist umweltfreundliches Handeln längst nicht selbstverständlich, sondern wird gesetzlich erzwungen: Veranstalter von Strassenfesten oder Festivals zum Beispiel müssen üblicherweise eine Abfallplanung vorlegen, und dabei bleibt es dann meist. «Stattdessen könnte man das gesamte Event umweltgerecht gestalten, ohne dass es teurer würde», sagt Jäger. «Ein komplett grüner Anlass fördert ausserdem die regionale Wirtschaft und bringt mediale Aufmerksamkeit – auch diese Aspekte sollten Veranstalter mitbedenken.» Als gutes Beispiel für ein umweltgerechtes Grossevent führt Jäger die Fussballeuropameisterschaft 2008 an. Die Veranstalter wollten möglichst viele ökologische Massnahmen umsetzen und stellten damit einen nachhaltigen Anlass auf die Beine.
Ökologisch von ganzem Herzen
Wenn es um die Umwelt geht, geschieht vieles halbherzig – auch weil die Politik handfeste Unterstützung vermissen lässt. «Derzeit betreiben viele Firmen ‹Green Washing›: Sie geben ihren Produkten einen ökologischen Anstrich, obwohl sie nicht umweltgerecht sind», kritisiert Jäger. Diese Zeiten dürften jedoch bald vorbei sein: Unternehmen geraten immer mehr unter Druck, jeden ihrer Handgriffe mit Blick auf die Umwelt zu rechtfertigen. Und auch Privatleute sind in der Verantwortung. «Spätestens 2012, wenn das Kyotoprotokoll erneuert wird, wird es einen neuen Kick für den Umweltschutz geben», ist Stulz überzeugt. «Dann werden Firmen neue obligatorische Umweltschutzvorschriften einhalten müssen. Sie sollten sich jetzt schon Schritt für Schritt darauf vorbereiten, zum Beispiel mit Green Events.»
Jäger und Stulz sind der Zeit voraus: «Je mehr wir uns mit ökologischer Eventplanung beschäftigen,
desto heisser werden wir auf das Thema», sagt Jäger. «Und obwohl wir uns schon einen breiten Wissensschatz erarbeitet haben, sind wir selbst immer wieder überrascht, was noch alles mit Umwelt zusammenhängt.» Die jüngste Idee des Green-Teams ist, einen Onlineshop für ökologisch wertvolle Give-aways aufzubauen. Denn zum (neuen) grünen Selbstverständnis passende Werbegeschenke müssen sich Schweizer Unternehmen derzeit noch in diversen Shops zusammensuchen. Aber nicht mehr lange: Die Zeichen stehen auf Grün.

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Werner Stulz hat seine Leidenschaft für Entertainment zum Beruf gemacht und arbeitet nach dem Lustprinzip. Wenn er sich einmal nicht um Events oder Künstler kümmert, macht er gerne Städtereisen und hält seine Eindrücke in Bildern fest.
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Ruedi Jäger wäre als Bub gerne Lastwagenchauffeur geworden, nun sind Events seine Obsession. «Freizeit brauche ich eigentlich nicht», sagt er. Hat er doch mal welche, sitzt er gerne mit einem Bier in seinem Garten.

Anne-Friederike Wilhelm

«Award für Marketing + Architektur»: Christof Glaus ist neuer Jurypräsident

Der «Award für Marketing + Architektur» hat mit Christof Glaus einen neuen Jurypräsidenten. Ausserdem wurde die Jury um sechs Personen erweitert.

Der «Award für Marketing + Architektur» hat einen neuen Jurypräsidenten: Christoph Glaus, Partner der Stücheli Architekten Zürich, wurde von einem Juryausschuss einstimmig zum neuen Präsidenten gewählt. Ausserdem hat die Jury mit Pia Schmid, Michael Grund, Daniel Freitag, Urs Hofer, Thomas Müller und Franz Beyeler sechs neue Mitglieder. Zudem seien etliche Partnerschaften mit Sponsoren verlängert oder neu abgeschlossen worden, heisst es in einer Mitteilung vom Mittwoch. Als neuer Goldsponsor konnte Regent, Hersteller von Lichtprodukten aus Basel, gewonnen werden. Als Presentingpartner tritt die Credit Suisse auf.
Der «Award für Marketing + Architektur» findet am 23. April 2010 zum zweiten Mal statt.

Attack of the Buzz

Wie funktionieren die neuen dynamischen Werbeformen? Antworten dazu versprechen drei Buzz-Events von Numéro 10 in Zürich, Bern und Lausanne.

Guerilla-Marketing, die virale Verbreitung von Kampagnen im Netz oder Buzz sind Trends, die in der aktuellen Werbung zunehmend wichtiger werden. Internationale Fachleute sind sich einig: Barack Obama hat seinen Wahlkampf zum US-Präsidenten nur dank neuesten Aktionen mit viralem Marketing über Online-Communities gewinnen können. Aufsehen von der Schweiz aus erregte in diesen Tagen ein «neuer Film» von Mark Forster, der sich schliesslich nach ein paar Windungen im Netz als Prestige-Spot von Publicis für die Fluggesellschaft Swiss entpuppte. In bester Erinnerung sind die Abenteuer von Mary Woodbridge aus der fantastischen Bergwelt von Spillmann Felser Leo Burnett. Oder kürzlich ein geheimnisvoller Film mit dem Fussballer Stephan Lichtsteiner, der als Star von Lazio Roma und Spieler der Schweizer Fussball-Nationalmannschaft plötzlich zu einer kultigen Werbefigur mutierte. Unter dem neuen Namen «Liftsteiner» sorgt der Fussballstar nicht nur im Netz für Puma für allerhand Verwirrung und Furore.
Hinter dieser letzten Aktion steht Numéro 10 im bernischen Bremgarten. Neben der klassischen Kommunikation hat sich Numéro 10 zusätzlich mit ihrer neuen Unit Buzzilla im März 2008 als «erste Schweizer Agentur für Buzz-, Viral- und Guerilla-Marketing» geoutet. Seither hat Buzzilla für zahlreiche Kunden wie Fnac, Blick, Le Matin Bleu, Cardinal, Vaudoise Assurances, Wyborowa, L’Hébdo, La Redoute oder jetzt Puma diverse Kampagnen mit der neuen Technik in die Welt gesetzt. Diese innovativen Aktionen wurden von den Schweizer Medien aufgegriffen und sorgten für Aufmerksamkeit – kurz: Sie generierten «Buzz», was in der Übersetzung soviel wie «flüstern» im Sinn von «Gerüchte verbreiten» heisst.
Marken und ihr Umfeld werden stetig mit gesellschaftlichen Umwälzungen konfrontiert. Die Märkte werden von Innovationen überschwemmt. Die Medienlandschaft zersplittert zusehends und besteht inzwischen aus Tausenden von Websites, Magazinen, Fernseh- und Radiokanälen. Um sich in diesem Kontext der generellen Reizüberflutung durchzusetzen, müssen Marken dringend herkömmliche Werbung mit neuen Marketingtechniken kombinieren.
Die Erkenntnisse und Erfahrungen aus solchen Projekten will Buzzilla nun in einen informativen Event für die Branche einbringen. «Als Schweizer Pionier für Buzz-Werbung sehen wir es als unsere Rolle, hier auch Aufklärung für Kunden zu betreiben», meint Gilles Aeby. Der CEO und Stratege von Numéro 10, auch am Sawi Dozent für diese boomende Sparte, ist überzeugt: «Aufklärung ist nötig» rund um die Unterschiede von Viral, Buzz, Street-Marketing und Guerilla.
Es erklärt sich dabei von selbst, dass ein solcher Event zur Aufklärung nicht als «klassisches» Seminar über die Bühne gehen soll. Die Idee hat Aeby in einem «Buzz-Event» gefunden. Dieser soll der neuen Technik entsprechend auch unterhaltend ausfallen. Am 10. September in Zürich, am 17. September in Bern und am 1. Oktober in Lausanne wird jeweils um 17 Uhr ins Kino geladen. Angekündigt ist die Premiere von «Attack of the Buzz». Dieses überraschende Movie ist von Numéro 10 in Koproduktion mit Pumpkin Stream und Regisseur Tolga Dilsiz entstanden. Der Inhalt verspricht eine populärwissenschaftliche Erklärung von Buzz und Co. mit ihren Mechanismen. Ein Trailer des Movies, das sich im visuellen Stil an die Fantasy-Filme der Fifties und Sixties anlehnt, ist auf der Website www.attackofthebuzz.ch zu sehen. Dort können auch Tickets online bestellt werden. Für 20 Franken ist man in der neuen Welt dabei inklusive Apéro zum Netzwerken und Diskutieren. Die Veranstaltung soll um 18.30 Uhr enden. «Für einen ganzen Abend geht heute niemand mehr an eine Werbeveranstaltung. Ein Kinobesuch zum Apéro scheint mir aber eine ideale Afterwork-Party». So will Aeby auch hier die klassische Norm ein bisschen durchbrechen.
Andreas Panzeri

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Erfolgreichee Selbstläufer im Netz: Swiss-Film von Mark Forster, Mary Woodbridge und «Liftsteiner».
In der Kampagne von Barack Obama spielten viral verbreitete Videos im Netz eine entscheidende Rolle.

Movie-Vorstellungen:
Donnerstag, 10. September um 17.00 Uhr im Kino Arthouse Le Paris in Zürich.
Donnerstag, 17. September um 17.00 Uhr im Ciné Bubenberg in Bern.
Donnerstag, 1. Oktober um 17.00 Uhr im Cinéma Capitole in Lausanne.
Trailer, Infos und Tickets: www.attackofthebuzz.ch.

Publicitas-Index im Mai weiter im Sinkflug

Der Sinkflug des Publicitas-Index geht im Mai weiter, obwohl gleichviele Inserate erschienen sind wie im Mai 2008. Der lokale und regionale Markt hingegen verzeichnete immerhin einen minimen Aufwärtstrend.

Obwohl im Mai gleichviele Inserate erschienen sind wie im Mai 2008, geht der Sinkflug des Publicitas-Index weiter. Der Index verlor weitere 2 Punkte und sank damit auf 80,3. Betroffen vom Rückgang waren alle Anzeigenkategorien. Trotz verstärkter Werbeaufwendungen gewisser Branchen wie der Versicherungen zeigte der Trend bei der kommerziellen Werbung in der Presse nicht nach oben. Die grossen nationalen Anzeigenkunden zeigten sich zugeknöpft, wie die Publicitas gemäss SDA mitteilte.
Der lokale und regionale Markt verzeichnete immerhin einen minimen Aufwärtstrend. Im Gegenzug belasteten die Gelegenheitsinserate den Index. Trotz der eidgenössischen Abstimmung vom 17. Mai wurde weniger Anzeigevolumen generiert als im Mai des Vorjahrs.
Die Stelleninserate vervollständigten das düstere Bild ebenso wie die Immobilienanzeigen: Sie behielten beide den Abwärtstrend bei.

Königliches Wundenlecken

Hesskiss hat zur Feier des Meistertitels ihres Kunden FC Zürich tierisch gute Plakate gestaltet.

Nachdem der FC Zürich im Spiel gegen die AC Bellinzona zum 12. Mal Schweizer Fussballmeister geworden war, regte Hesskiss, die langjährige Werbeagentur des FCZ, gegenüber der Vereinsleitung eine Plakatkampagne an. Ihr Sinn und Zweck? Ganz einfach: Die vielen treuen Fans in und um Zürich hatten sich nach einer langen, harten Saison ein ganz spezielles Dankeschön mehr als verdient. Die Kampagne funktioniert dabei ganz einfach: Weil zwei Zürileuen als Schildhalter Teil des Logos des Stadtclubs sind, setzten die Hesskiss-Kreativen für einmal voll auf den König der Tiere. So sind auf den beiden Sujets in den Formaten F12 und F200 Löwen zu sehen, die sich nach einem langen, aber erfolgreichen Kampf in der Wildnis die Wunden lecken und sich bereits wieder für die nächsten Herausforderungen vorbereiten. Dazu das Logo des FCZ und der Hinweis auf den Meistertitel 08/09.
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ADC of Europe: Publicis gewinnt das einzige Schweizer Gold

Publicis Zürich hat am ADC of Europe als einzige Schweizer Agentur eine Goldmedaille gewonnen. Sie erhielt diese für die Viralkampagne Cézanne, die letztes Jahr in den Schweizer Medien für Schlagzeilen sorgte. Insgesamt wurden zwölf Arbeiten von Schweizer Agenturen nominiert.

Für die Viralkampagne Cézanne, die letztes Jahr in den Schweizer Medien für Schlagzeilen sorgte, hat Publicis Zürich am ADC of Europe jetzt das einzige Gold für die Schweiz geholt: Die virale Werbung für die Art Poster Gallery basierte auf einem Spot, der die vermeintlichen Kunstdiebe beim Aufhängen eines Cézanne zeigt, welcher zusammen mit anderen Bildern aus der Bührle-Sammlung in einer Zürcher Villa gestohlen wurde. Der Spot führte zu den wildesten Spekulationen in den Schweizer Medien, bis ein paar Tage später die Lösung nachgeliefert wurde. Die ganze Fallstudie zum goldenen Cézanne gibt’s hier.

Verantwortlich bei Publicis: Res Matthys (Text), Raffael Monsch (AD), Martin Denecke (CD), Marion Marxer (Beratung).

Beim diesjährigen ADC of Europe wurden über 960 Arbeiten aus 20 Ländern eingereicht. Eine Jury bestehend aus 50 Mitgliedern nominierte insgesamt 169 Beiträge, darunter auch zwölf Arbeiten von Schweizer Agenturen:

  • Advico Y&R AG: Sonntags Zeitung, Kategorie TV Commercials
  • Advico Y&R AG: Sonntags Zeitung, Kategorie Cinema Commercials
  • Advico Y&R AG: Sonntags Zeitung Babushka, Kategorie Poster Advertising
  • Advico Y&R AG: Sontags Zeitung Babushka, Kategorie Newspaper Advertising
  • Advico Y&R AG: Sonntags Zeitung Babushka, Kategorie Magazine & Trade Advertising
  • Metrographen: Relocation Movie, Kategorie Web & Alternative Use of Media
  • Ruf Lanz Zürich: Sound designer, Kategorie Cinema Commercials
  • Ruf Lanz Zürich: Euro-Campaign, Kategorie Poster Advertising
  • SFLB: WOZ buys UBS, Kategorie Mixed Media Campaigns
  • SFLB: Zurich’s being sold, Kategorie Mixed Media Campaigns
  • SFLB: 100 Posters, stay tuned, Kategorie Poster Advertising
  • SFLB: Irresistible Floralp Butter (Slice), Kategorie Poster Advertising
  • Walker: Lovescheme
  • Walker: Weathercam
  • Walker: Tanti Auguri
  • Hier geht es zur vollständigen Gewinner-Liste.

    New Impact: Neues Internetportal für die Schwyzer Kantonalbank

    New Impact hat das Internetportal der Schwyzer Kantonalbank SZKB überarbeitet. Das neue Design basiert auf der Imagekampagne der Bank.

    New Impact hat das Internetportal ihres Kunden, der Schwyzer Kantonalbank (SZKB), überarbeitet. Die Berner Internetkommunikationsagentur hat die Website auf Grundlage der neuen Imagekampagne der Schwyzer Kantonalbank komplett überarbeitet. Sowohl das Design, die Benutzerfreundlichkeit als auch die Technologiemigration wurden erneuert. Das Content Management System stammt von der Münchner Firma Contens Software.

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    Im Schweizer Film geht es nicht nur um Tell

    Für Schweizer Filme war 2008 ein schlechtes Jahr im Kino. Auch an den grossen internationalen Wettbewerben fand man helvetische Produktionen nicht einmal unter ferner liefen. Trotzdem kann Swiss Films eine positive Bilanz ziehen. – Was kein Widerspruch im Drehbuch bedeutet.

    „Wir können aus Stroh kein Gold machen.“ So fasst Micha Schiwow, der Direktor der Promotionsagentur Swiss Films, die Stimmung im aktuellen Schweizer Filmschaffen zusammen. Zwar wird produziert wie kaum je zuvor. Trotzdem fehlten im vergangenen Kinojahr die Highlights, welche in der Regel auch Goodwill beim Publikum für die gesamte Marke „Swiss Films“ schaffen. Das Fehlen einer Lokomotive zeigte sich auch an den grossen internationalen Festivals. Weder in Cannes noch in Berlin wurde ein Schweizer Film ins Rennen geladen – obwohl Swiss Films alle entscheidenden Kontakte hat spielen lassen. Dafür hat es „Auf der Strecke“ von Reto Caffi an kleineren aber feineren Festivals zu insgesamt 50 Preisen gebracht. Der Kurzfilm wurde sogar für einen Oscar nominiert – in der Kategorie „Short Film“. Kurz gehalten sind eben die Budgets in der Schweiz im internationalen Vergleich. Und da darf ein Erfolg umso stärker gewertet werden, wenn ein Erstling wie „Home“ von Ursula Meier in diesem Jahr bereits an 31 Festivals in alle Welt eingeladen worden ist. Diese Präsenz hat „zu vielen internationalen Verkäufen geführt“ , wie Swiss Films am heutigen Mediengespräch informieren konnte. Auch andere Erfolge wie „Un autre homme“ von Lional Baier, „La forteresse“ von Fernand Melgar oder „No More Smoke Signals“ von Fanny Bräuning konnten von Swiss Films auf ihrer Karriere auch im Ausland kontinuierlich begleitet werden.
    Die vom Produktionsschaffen unabhängige Stiftung hat den Auftrag, im In- und Ausland Promotion für den Schweizer Film zu schaffen. Für dieses Mandat wird Swiss Films vom Bundesamt für Kultur sowie von Pro Helvetia mit jeweils 1,4 Millionen Franken alimentiert. Von privatwirtschaftlicher Seite muss der Teleclub eine Konzessionsabgabe beisteuern. Dazu stehen einzelne Projektbeiträge im Rahmen der Exportförderung zur Verfügung sowie 140 000 Franken für die Hintergrundarbeit rund um den Schweizer Filmpreis. Dieser wird von der neu formierten „ Schweizer Filmakademie“ nur juriert. Für die Organisation des Preises hat Swiss Films das Mandat noch bis 2010. Die SRG hat sich für eine Übertragung der Gala bis 2011 verpflichtet. Eine Arbeitsgruppe sucht deshalb jetzt für das fehlende Jahr den Organisator – und Swiss Films macht keinen Hehl daraus, dass diese Aufgabe „inhouse“ am besten angesiedelt wäre.
    Bei der Promotionsagentur Swiss Films laufen alle Infos rund um den Schweizer zusammen. „Mit Swiss Films besteht eine bekannte, vernetzte und verlässliche Adresse, welche im Dienst der Branche die Informations- und Promotionsleistungen für das Schweizer Filmschaffen sicherstellt“, hält die Stiftungsratspräsidentin Josefa Haas fest. Aufgrund der Vermittlung und mit Unterstützung von Swiss Films sind 2008 über 50 Schweizer Filme an internationale Festivals eingeladen worden. Mit dem Ankauf von Filmkopien und Beiträgen an Festivalteilnahmen konnte die Visibilität der Schweizer Filme tatkräftig unterstützt werden. In diesen Tagen ist man zum Beispiel mit vier Filmen in Shanghai. „Die Präsenz im Ausland – an internationalen Filmfestivals, gekrönt noch mit Auszeichnungen oder in Form von Retrospektiven – hat Signalwirkung für das Inland“, ist Micha Schiwow überzeugt. Diese Signalwirkung verstärkt Swiss Films dann mit Events wie der selber kuratierten Reihe Appellations Suisse und der „Journée du Cinéma Suisse“ am Filmfestival in Locarno sowie zum Beispiel der Kurzfilmnacht. Diese Tour hat 2008 über 17 000 Besucher ins Kino gelockt.
    Eine grosse Bedeutung misst Swiss Films dem Erfassen von Filmdaten zu, welche auf www.swissfilms.ch sowie in jährlichen Katalogen veröffentlicht werden. Dazu wurden im 2008 Datensätze zu 360 Filmen in verschiedenen Produktions- und Auswertungsstadien verfügbar gemacht. Die 15 Ausgaben des elektronischen Newsletters erreichen jeweils 1 800 Filmprofis und Interessierte rund um den Globus. „Die Promotionsagentur des Schweizer Films ist heute gut aufgestellt, in der Branche anerkannt und arbeitet immer professioneller“, meinte der Stiftungsrat zum Schluss des Mediengesprächs und versprach: „Bis Ende Jahr wollen wir das auch von unserer Website sagen können.“ Das zehnjährige Pioniermodell quasi aus den Zeiten des Stummfilms soll nämlich in Zukunft auch interaktiv und audiovisuell adäquat bespielt werden können.

    Andreas Panzeri

    Goldbach Media: Aktienrückkaufprogramm abgeschlossen

    Die Goldbach Media AG hat ihr Aktienrückkaufprogramm abgeschlossen. Insgesamt sind für knapp zwei Millionen Franken insgesamt 87'715 eigene Aktien erworben worden.

    Die an der SIX-Exchange kotierte Goldbach Media AG hat ihr Aktienrückkaufprogramm abgeschlossen. Seit dem Start am 17. Oktober 2008 seien für knapp zwei Millionen Franken insgesamt 87’715 eigene Aktien zu einem Durchschnittskurs von 22.65 Franken erworben worden, teilte das Medienunternehmen am Dienstag mit. Die mit dem Rückkaufprogramm erworbenen Aktien wolle die Firma bei sich bietender Gelegenheit als Akquisitionswährung einsetzen. Die Goldbach-Aktien schlossen am Montag auf 35 Franken.

    Schweizer Presse: Günstige Bedingungen für private Medienanbieter gefordert

    Der Schweizerische Verlegerverband macht sich Sorgen um die Qualität und Vielfalt von Medienprodukten. Er ruft die Politik auf, günstige Rahmenbedingungen für private Medienanbieter in der Schweiz zu schaffen. Direkte Presseförderung wird jedoch klar abgelehnt.

    Der Schweizerische Verlegerverband ruft die Politik auf, günstige Rahmenbedingungen für private Medienanbieter in der Schweiz zu schaffen. Damit soll sichergestellt werden, dass diese auch in Zukunft qualitativ hochstehende und vielfältige Medienprodukte anbieten können. Vor allem die Presse erbringe für die politische Meinungsbildung einen zentralen Beitrag, welcher durch die gegenwärtige konjunkturelle Lage und die veränderte Marktsituation gefährdet sei, wie der Verband in einem Pressecommuniqué vom Dienstag schreibt.
    An seiner jährlichen Klausurtagung hat sich das Präsidium von Schweizer Presse mit den Fragen einer geeigneten Marktordnung für die Schweizer Medienlandschaft beschäftigt. Dabei wurden direkte Förderungen – wie etwa eine direkte Presseförderung – klar abgelehnt, da dadurch die Unabhängigkeit der Medien tangiert würde. Im Rahmen eines medienpolitischen Manifestes wurden sieben konkrete Forderungen aufgestellt. Diese umfassen:

  • Befreiung von der Mehrwertsteuer für Medienprodukte
  • Steuerliche Abzugsfähigkeit für Abonnemente von Zeitungen und Zeitschriften
  • Ausdehnung der bestehenden Vertriebsförderung für ermässigte Posttarife
  • Wahrung der Werbefreiheit für private Anbieter
  • Einschränkung der Online-Aktivitäten der SRG und Beibehaltung des Online-Werbeverbots für SRG-Sender
  • Keine Konkurrenzierung durch Verlegertätigkeit der öffentlichen Hand
  • Zeitgemässer Schutz der Urheberrechte für publizistische Inhalte und verlegerische Produkte, insbesondere im Online-Bereich
  • Zu guter Letzt: Werbestopp beim Werbevermarkter

    Web2com hat vergessen die Domain seines Ad-Servers zu verlängern, was dazu führte, dass Teile der Onlinewerbung nicht ausgeliefert werden konnten. Dies ist am Dienstagmorgen in einem Blog zu lesen. Hat man beim Werbevermarkter wirklich verschlafen? Die Werbewoche hat nachgefragt.

    Web2com, der zur Publicitas gehörende Werbevermarkter, hat vergessen die Domain seines Ad-Servers zu verlängern. Dies ist am Dienstagmorgen auf der Bloggingseite von Tom Brühwiler zu lesen. Die Nachlässigkeit von Web2com habe dazu geführt, dass ganze neun Tage lang ein Grossteil der gebuchten Onlinewerbung nicht ausgeliefert werden konnte.
    Hat man bei Web2com verschlafen? Die Werbewoche wollte es genau wissen und hat bei der Publicitas-Tochtergesellschaft nachgefragt. «Tatsächlich hat es zwischen Samstag und Montag Ausfälle bei einem Ad-Server gegeben», bestätigte Christian Gartmann, Direktor Marketing & Communications von Publicitas. Dies habe zu Verzögerungen bei der Auslieferung diverser Onlinewerbungen geführt. Bereits am Montagmorgen sei aber beim Prüfen der Perfomance bemerkt worden, dass etwas nicht stimmen könne. Daraufhin hat Web2com Kontakt mit der Partnerfirma 24-7 Real Media aufgenommen und das Problem behoben. Von einem neuntätigen Ausfall, wie es im Blogeintrag heisst, könne keine Rede sein. Zwar sei die Domain am 7. Juni abgelaufen, sie habe aber bis am 13. Juni normal funktioniert. Die betroffenen Kunden seien umgehend über den Vorfall informiert worden. Ihnen würden direkt Lösungen vorgeschlagen.
    Wie kam es überhaupt zum Ausfall? Gartmann räumte ein, dass tatsächlich eine URL abgelaufen ist. Er betonte aber, dass man bei Web2com nicht einfach verschlafen habe, diese zu verlängern. Vielmehr sei bei einem technischen Dienstleister intern eine falsche Weisung erfolgt. Der Vorfall sei zwar ärgerlich, aber: «wo gearbeitet wird, passieren auch Fehler».

    Cosmic Bern: Für Planort Wohnkultur beleuchtet

    Cosmic Bern hat für das Einrichtungsunternehmen Planort eine Plakatserie gestaltet. Diese beleuchtet die Welt der gepflegten Wohnkultur.

    Cosmic Bern hat für das Berner Einrichtungsunternehmen Planort, das von Römi und Godi Ryser geführt wird, eine Plakatserie gestaltet. Diese soll die Welt der gepflegten Wohnkultur in seiner ganzen Vielfalt und ihrem Facettenreichtum beleuchten. Das Berner Grafikteam hat unter der Leitung von Creative Director Thom Pfister Wohnobjekte, Designermöbel und Accessoires frei illustriert und in verschiedene Wohnthemen und Lebensbereiche integriert. Dabei sind sinnlich-schöne Plakate entstanden, welche nicht nur die Freude am Design, sondern auch Leidenschaft, Lust und Genuss des Wohnens ausstrahlen.

    Verantwortlich bei Planort: Godi Ryser. Verantwortlich bei Cosmic Bern: Thom Pfister (CD), Julien Junghäni (AD), Roland Zenger, Tamara Janes, Louis Werder, Marc Zehnhäusern (Grafik), Isabella Jungo (Text), Simon Schatzmann (Leiter Beratung), Bettina Ammann, Nathalie Bützberger (Assistenz).

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