Österreich: ORF und Musikbranche schliessen Pakt

Nach zähen Verhandlungen um den Anteil österreichischer Musik haben der öffentlich-rechtliche Sender ORF und die Musikbranche einen Pakt geschlossen.

Ziel ist es, dass bis 2011 rund 30 Prozent der gespielten Musik in allen zwölf ORF-Sendern aus Österreich kommt. Dies gaben der ORF und die österreichische Musikbranche am Mittwoch laut SDA in einem Communiqué bekannt.
In der Schweiz ist seit rund fünf Jahren eine Charta in Kraft, mit der sich die SRG verpflichtet, Schweizer Musik in ihren Radioprogrammen zu fördern. Auf feste Quoten wurde verzichtet, was mittlerweile auch die Schweizerische Gesellschaft für die Rechte der Urheber musikalischer Werke (Suisa) richtig findet. Die Charta der Schweizer Musik funktioniere «ganz offensichtlich», erklärte Suisa-Mediensprecher Martin Wüthrich auf Anfrage der SDA. Insbesondere in der Deutsch- und Westscheiz sei die Entwicklung sehr positiv, während es im Tessin «Entwicklungsmöglichkeiten» gebe. Der Anteil der Schweizer Musik schwankt stark – während laut Wüthrich jeder zweite auf Radio Rumantsch gespielte Song aus der Schweiz stammt, sind es bei Rete Tre im Tessin nur acht Prozent.

TBWA Zürich: Kampagne für den iff-Award 2010 lanciert

TBWA Zürich hat im Auftrag von Alphapay für den iff-Award 2010 eine Kampagne entwickelt. Diese beinhaltet unter anderem die Konzeption einer eigenen Website sowie den Versand eines personifizierten Notizbuches.

Das Notizbuch mit dem Titel «Morgen2, Zukunft ertragen. Oder machen» wurde dabei an Marketingverantwortliche versandt. Ein Inserat im Wirtschaftsmagazin Bilanz machte zusätzlich auf den Anlass aufmerksam. Der Intelligent Finance Foresight Award (iff-Award) zeichnet jedes Jahr nachhaltige Konzepte für kreditfinanzierten Konsum in der Schweiz aus. Die Verleihung findet am 6. Mai 2010 im Gottlieb Duttweiler Institute (GDI) in Rüschlikon statt und wird von Alphapay, KPMG Schweiz und Bilanz als Medienpartner ausgeschrieben.

Verantwortlich bei Alphapay: Andrea Schwyzer (Marketing & Communications). Verantwortlich bei TBWA Zürich: Frederick Rossman (CD, Art), Magnus Sambo (CD, Text), Laura Grümann (AD), Andy Hostettler, Philipp Sattelmeyer, Danijel Sljivo (Beratung), Daniel Rickert (Strategie), Ingrid Notter, Stephanie Berz (PR), Simona Mink (DTP), Toni Rubera (Bildbearbeitung), Philipp Graf (Produktion/Print). Web: TBWA Zürich und The Spaceboys Agency (Simon Gallus, Andreas Hucks, Michael Herrmann).

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Wählen Sie die Kampagne des Jahres

Für die Wahl zur Kampagne des Jahres hat die Redaktion der Werbewoche zwölf Werbekampagnen ausgewählt. Wer bei der Kampagne des Jahres mithilft beim Abstimmen, kann Einkaufsgutscheine offeriert von Coop im Wert von total 5‘000 Franken gewinnen.

Wer abstimmen will, sendet ein SMS mit dem Stichwort «Clip» und der entsprechenden, zweistelligen Nummer der Kampagne an die Zielnummer 2222 (FR.1.50 pro SMS). Es gilt auch die Gratisteilnahme per Postkarte an: Werbewoche, Neugasse 10, Postfach 1753, 8031 Zürich. Teilnahmeschluss ist der 4. Januar 2010.

> Zu den Kampagnen

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Zu guter Letzt: Die Drei Könige ins VBZ-Tram gesteckt

Würde die Weihnachtsgeschichte im 21. Jahrhundert spielen, müssten die Heiligen Drei Könige nicht mehr solch beschwerliche Reise auf sich nehmen und würden die Geschenke erst noch pünktlich zum Fest überbringen – zumindest wenn es nach den Werbern von Ruf Lanz geht. Ihr neustes Plakatsujet zeigt: Die Weisen von heute reisen mit dem ÖV.

Das aktuelle Kampagnensujet mit Kaspar, Melchior und Balthasar im Tram der Verkehrsbetriebe Zürich (VBZ) soll wiederum die Vorzüge von Tram und Bus gegenüber dem Individualverkehr in der Stadt Zürich dramatisieren. Das Adventsujet kommt auf Inseraten, Plakaten und an den Fahrerrückwänden in Tram und Bus zum Einsatz. Nun denn, bleibt zu hoffen, dass es im vorweihnachtlichen Verkehr zu keinen Verspätungen kommt, damit die Bescherung pünktlich vonstatten gehen kann.

Verantwortlich bei den VBZ: Heinz Vögeli (Gesamtverantwortung Unternehmenskommunikation), Jacques Baumann (Gesamtverantwortung Marktkommunikation). Verantwortlich bei Ruf Lanz: Markus Ruf, Danielle Lanz (CD), Marcel Schläfle (AD), Kristina Burch (Beratung). Fotografie: Jonathan Heyer. Bildbearbeitung: Patrik Rohner.

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Gemi: E-Medien wachsen im November erneut

Gemäss Goldbach Index (Gemi) wächst der Werbedruck der elektronischen Medien im November um acht Indexpunkte. Das Total aller durch Media Focus erfassten Medien hält sich auf dem Vormonat.

Der Goldbach Index (Gemi) verzeichnet bei den E-Medien erneut einen markanten Zuwachs des Werbedrucks um 8 (7) Indexpunkte auf 457 (449). TV steigert den Werbedruck um 9 Indexpunkte auf 462 (453), was gemäss Media Focus einer «werbehistorischen Wachablösung» gleichkommt. Die Tages-, Wochen- und Monatspresse wird damit nach dem Oktober ein weiteres Mal überholt. Radio reiht sich mit einem Plus von 2 Indexpunkten auf 259 (257) erfolgreich in die Reihe des Werbedruckwachstums ein. Internet bestätigt mit 6 Wachstumspunkten den steigenden Werbedruck auf 565 (559). Teletext und Adsceen tanzen aus der Reihe der E-Medien und sinken mit 2 Indexpunkten auf 143 bzw. mit 5 Indexpunkten auf 179 (184). Alle durch Media Focus publizierten Medien halten sich auf 183 Indexpunkten. Bei der Beurteilung des Index ist zu beachten, dass in der Kurzzeitbetrachtung jeweils die zwölf vergangenen Monate saisonal geglättet werden.

Auf Schweizer Internetadressen surft man sicher

Schweizer Internetadressen gehören zu den sichersten der Welt. Das bestätigt eine neue Studie des Sicherheitsdienstleisters Mc Afee.

Schweizer Internetadressen mit der Endung .ch gehören zusammen mit Ländern wie Japan, Irland oder Luxembourg zu den sichersten der Welt. Das Risiko, sich beim Surfen einen Computervirus einzufangen, beträgt zum Beispiel beim Besuch einer kamerunischen Webseite (.cm) beträchtliche 69,7 Prozent. In der Schweiz sind es dagegen lediglich 0,3 Prozent. Von allen getesteten Websites weltweit werden 5,8 Prozent als unsicher eingestuft.

SGB: Peter Lauener wird neuer Kommunikationschef

Der Schweizerische Gewerkschaftsbund (SGB) hat den SP-Kommunikationsleiter Peter Lauener zum neuen Kommunikationschef gewählt. Er wird in dieser Funktion Pietro Cavadini ablösen, der sich ab 2010 hauptsächlich der verstärkten Kampagnenarbeit im SGB widmen wird.

Peter Lauener ist gegenwärtig als Kommunikationsleiter der SP Schweiz tätig. Zuvor war der 40-Jährige Informationsbeauftragter bei der Gewerkschaft des Verkehrs- und Eisenbahnpersonals (SEV). Peter Lauener wird die neue Stelle beim SGB zu einem noch festzulegenden Zeitpunkt im kommenden Jahr antreten.

Tele Ostschweiz beantragt Übergangskonzession

Nachdem sich mit dem Entscheid des Bundesverwaltungsgerichts die Vergabe der Ostschweizer Regionalfernsehkonzession weiter verzögert, hat Tele Ostschweiz beim Bundesamt für Kommunikation (Bakom) eine Übergangskonzession beantragt. Damit will der Sender mithilfe von Fernsehgebühren seinen regionalen Service Public bis zum Abschluss des Verfahrens aufrechterhalten.

Der vor einer Woche veröffentlichte Entscheid des Bundesverwaltungsgerichts, die Konzessionierung von Tele Ostschweiz zur nochmaligen Überprüfung an die Vorinstanz zurückzuweisen, bringe den Sender in finanzielle Bedrängnis, wie es in einem Pressecommuniqué vom Dienstag heisst. Denn mit dem Entscheid verzögert sich die Auszahlung der Fernsehgebühren voraussichtlich um ein bis zwei Jahre. Bislang hätten die Tagblattmedien in Erwartung der Gebührenanteile den defizitären Betrieb von Tele Ostschweiz finanziert. Ohne Fernsehgebühren sehe sich der Sender aber zu einschneidenden Sparmassnahmen bei Programm und Personal gezwungen.
In der Ostschweiz bestehe ein erhebliches öffentliches Interesse daran, dass weiterhin ein regionales Fernsehen existiere, wie es weiter heisst. Einzig Tele Ostschweiz, das seit zehn Jahren sende und über Infrastruktur, Personal und die regionale Verankerung verfüge, sei derzeit in der Lage, diesen Auftrag im Sinn des Radio- und Fernsehgesetzes (RTVG) zu erfüllen. Auch inhaltlich erfülle Tele Ostschweiz alle Anforderungen. Dem weiteren Verfahren zur definitiven Konzessionierung sehe man zuversichtlich entgegen.

Hintergrund
Im Versorgungsgebiet «Ostschweiz» bewarb sich neben Tele Ostschweiz auch Günter Heuberger Ende 2007 um eine Konzession. Im Oktober 2008 sprach das Departement für Umwelt, Verkehr und Kommunikation (Uvek) die Ostschweizer Fernsehkonzession Tele Ostschweiz zu. Günter Heuberger, der seinerseits für Tele Top die Zürcher Konzession erhalten hatte, akzeptierte den Ostschweizer Entscheid nicht und reichte Rekurs beim Bundesverwaltungsgericht ein. Das Gericht wies in seinem Urteil vom 10. Dezember 2009 die inhaltlichen Rügen Heubergers zwar ab, verlangte vom Uvek aber eine eingehendere Abklärung zur Frage der Gefährdung der Meinungs- und Angebotsvielfalt.

Marc Walder: Neu auch für Ringier Deutschland verantwortlich

Marc Walder ist ab Januar 2010 neben seinen Aufgaben als Geschäftsführer von Ringier Schweiz neu auch für Ringier Deutschland verantwortlich. Martin Paff, der Geschäftsführer von Ringier Deutschland, berichtet künftig direkt an Walder.

Am ersten Februar startet zudem Michael Naumann als neuer Chefredaktor des Politmagazins Cicero, das Ringier Deutschland neben dem Kunstmagazin Monopol herausgibt. Naumann folgt auf Gründungsherausgeber Wolfram Weimer, welcher Ringier in gegenseitigem Einvernehmen verlässt und neuer Chefredaktor von Focus wird, wie der Verlag am Dienstag mitteilte.

NZZ Business Combi neu auch online

«NZZ Business Combi» ist die Printanzeigenkombination der Neuen Zürcher Zeitung und der Westschweizer Zeitung Le Temps. Ab dem 4. Januar 2010 steht die Werbekombination auch in den Onlinemedien zur Verfügung.

Mit der gleichzeitigen Werbepräsenz auf den beiden Plattformen Nzz.ch und Letemps.ch können bis zu 753‘000 Unique User erreicht werden (Net-Metrix-Profile 2009-2).

Murdoch greift Sky erneut unter die Arme

Rupert Murdoch greift dem kriselnden deutschen Bezahlfernsehsender Sky erneut mit einer Finanzspritze unter die Arme. Damit erhöht sich die Beteiligung des Medienmoguls von 40 auf bis zu 45,4 Prozent.

Durch die Ausgabe von gut 49 Millionen neuer Aktien sollten im Januar 110 bis 120 Millionen Euro eingenommen werden, teilte der früher unter Premiere firmierende Sender am Montag mit. Murdoch ist seit 2008 an Bord, hat das Management mit eigenen Leuten besetzt und dem chronisch defizitären Sender bereits eine Kapitalerhöhung von 450 Millionen Euro organisiert. Für 2009 erwartet Sky einen operativen Verlust (Ebitda) von 255 bis 265 Millionen Euro. Zum Jahresende werde der Sender wohl nur knapp 2,5 Millionen Abonnenten haben.

Presserat: Beschwerden von Parteipräsident grösstenteils abgelehnt

Der Presserat hat die Beschwerde des Thurgauer SD-Kantonalparteipräsidenten Willy Schmidhauser gegen die Thurgauer Zeitung und den Tages-Anzeiger grösstenteils abgewiesen. Die Zeitungen hatten berichtet, Schmidhauser hätte einen Journalisten der Thurgauer Zeitung massiv bedroht.

Man habe gegen Schmidhauser Strafanzeige eingereicht, ein früheres Hausverbot bekräftigt und werde seine Texte vorläufig nicht mehr veröffentlichen, so die Publikationen. Schmidhauser beschwerte sich beim Presserat, er habe niemanden bedroht, sondern bloss auf der Publikation einer Abstimmungsparole beharrt und für den Weigerungsfall eine Klage wegen Verletzung des «Informationsauftrags» angekündigt. Mit der namentlichen Berichterstattung hätten ihn die beiden Zeitung vorverurteilend an den Pranger gestellt. Die Thurgauer Zeitung habe die Einstellung des gegen ihn eröffneten Strafverfahrens nur beiläufig und der Tages-Anzeiger überhaupt nicht vermeldet. Zudem hätten sich beide Redaktionen geweigert, die veröffentlichten «Unwahrheiten» zu berichtigen. Der Presserat weist die Beschwerde gegen die Thurgauer Zeitung ab und gibt Schmidhauser gegenüber dem Tages-Anzeiger lediglich in einem Punkt recht. Die Zeitung hätte nach der Eröffnung auch die Einstellung des Strafverfahrens erwähnen müssen.
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