BMB für Snowboard Garage: Nicht den Hirsch raushängen lassen

Die BMB Werbeagentur hat für die Snowboard Garage einen Radiospot realisiert: Carl Hirschmann kassiert dabei eine Parkbusse und verliert die Nerven. Der Spot ist ein Aufruf an alle, auch beim Erhalt eines ungeliebten Strafzettels anständig und sportlich zu bleiben.

«Binere Buess nöd dä Hirsch usähänkä, Mann», so die Botschaft des Radiospots, der unmittelbar vor Weihnachten realisiert wurde. Ziel war es, auf eine Verkaufspromotion der Snowboard Garage aufmerksam zu machen. Der Laden hatte den Kunden bei jedem Einkauf ab 200 Franken die Kosten für eine allfällige Parkbusse gutgeschrieben. Es sei nicht darum gegangen, einen Spot über Carl Hirschmann zu produzieren, wie Christian Baertschi von der BMB Werbeagentur gegenüber der Werbewoche sagte. Im Zentrum standen vielmehr die vorweihnachtlichen Parkbussen. «Wir haben den Spot ausgewählt, der von der Tonalität her am besten zur Zielgruppe der Snowboard Garage passt», so Baertschi. Schwierig hatte es die Produktion aber bei den Radiosendern: Radio Energy wollte den gewagten Spot gar nicht ausstrahlen. Auf Radio 24 lief er einige Tage, wurde dann aber gestoppt.

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Verantwortlich bei Snowboard Garage: Christian Schuler (CEO Tower Sports AG). Verantwortlich bei BMB: Flavio Meroni und Markus Tränkle (Kreation), Marion Schwager und Christian Baertschi (Beratung), Vertonung/Sounddesign: Selmi Tonstudio, Chris Grunder.

Schweiz Tourismus: Neuer Leiter für den Markt Schweiz

Schweiz Tourismus hat die Abteilung «Markt Schweiz» ausgebaut. Leiter des neu geschaffenen Teams – bestehend aus zwei Verkaufsverantwortlichen, einem Medienprojektleiter und einem Partner- und Kampagnenverantwortlichen – wird Tino Kunz.

Tino Kunz ist seit 2005 bei Schweiz Tourismus (ST). Der 37-Jährige verantwortete zuerst am Hauptsitz in Zürich die Familienpromotion innerhalb des Product Managements. Anschliessend war er als District Manager Nordrhein-Westfalen mit Sitz in Düsseldorf tätig. Weitere Stationen sind Imholz Special Tours, Jet Aviation und Switzerland Travel Centre. Sein Marketing- und Managementwissen hat sich Kunz durch seine Weiterbildung an der Hochschule für Wirtschaft in Luzern und während der vorgängigen berufsbegleitenden Ausbildung an der Höheren Fachschule für Tourismus in Luzern angeeignet. Der genaue Starttermin wird auf die Nachfolgeregelung in Deutschland abgestimmt.
Die neue Organisation soll den gezielten und systematischen Einsatz der Marketinginstrumente für den Schweizer Markt sichern. Besonderes Gewicht werde auf die Akquisition von potenziellen Vertriebs-, Kommunikations- und Medienpartner und der Distribution von speziellen Ferienangeboten gelegt, wie es in einem Communiqué heisst.

USA: Washington Times entlässt Dutzende Mitarbeiter

Die US-Zeitungskrise zwingt die konservative Washington Times zu drastischen Einschnitten. Die Sport- und Lokalteile werden aufgegeben, Dutzende Reporter, Redaktoren und Fotografen entlassen.

Die genaue Zahl der Entlassungen ist noch unklar, wie das Hauptstadt-Blatt am Donnerstag berichtete. In den Redaktionen der Sport- und Lokalteilen sind rund 170 Menschen beschäftigt. Bereits Anfang Dezember hatte das Management der Belegschaft eröffnet, dass rund 40 Prozent der Mitarbeiter gehen müssten. Laut eigenen Angaben schrieb das konservative Blatt seit seiner Gründung vor 27 Jahren Verluste. Zuletzt wurden die Probleme immer drängender: Erst voriges Jahr wurde die Samstagsausgabe aufgegeben.
Die US-Zeitungskrise verschärft sich zusehends: Die Auflagen der US-Zeitungen sanken zwischen April und September 2009 um 10,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Das Wall Street Journal (WSJ) ist eine der wenigen Zeitungen, die zulegen konnten. Andere grosse Zeitungen mussten herbe Rückschläge hinnehmen: Die New York Times büsste bis September 2009 im Vergleich zum Vorjahr 7,3 Prozent ein. Auch die Los Angeles Times und die Washington Post verloren Leser.

Zu guter Letzt: Ist den Briten der Humor abhanden gekommen?

Die Briten sind berühmt-berüchtigt für ihren Humor. Bei der Königin hört der Spass aber auf. Diese Erfahrung musste nun ein britischer Radiomoderator machen…

Sein Vergehen: Der waghalsige Moderator hatte die Übertragung der traditionellen Weihnachtsansprache von Königin Elizabeth II. abgebrochen und als «langweilig» kritisiert. Die Strafe: Er ist von seinem Sender gefeuert worden. Die vollständige Übertragung der Weihnachtsansprache sei ein Regiefehler gewesen und er habe nach einem Weg gesucht, aus der Situation herauszukommen, rechtfertigte sich der Mann. «Ich wollte die Sache loswerden, und so habe ich einen Witz gemacht. Ich sagte: ‚Zwei Worte: Lang-weilig’», erklärte er. Anschliessend habe er einen Witz gerissen, wonach viele Briten die königliche Familie für einen wichtigen Tourismusfaktor hielten, obwohl die Franzosen ihre Könige geköpft hätten und immer noch viele Besucher bekämen… Da hätte man sich auch Ärgeres vorstellen können, oder?

Neue Programme für das Schweizer Fernsehen

Das Schweizer Fernsehen (SF) bereitet eine Reihe von neuen Programmen vor. Geplant sind unter anderem eine Serie über wichtige Schweizer, eine Talkshow am Sonntag sowie ein neues Magazin über Auslandthemen. Verhandlungen mit der ARD über einen Einstieg in die Krimiserie «Tatort» stehen zudem kurz vor dem Abschluss.

Als Schweizer «Tatort»-Kommissar sei der 52-jährige Stefan Gubser vorgesehen, wie Ueli Haldimann, seit drei Monaten Interimsdirektor des Schweizer Fernsehens, in einem Interview mit der NZZ am Sonntag sagte. Die Produktionsfirmen Tellfilm und Turnus Film haben den Auftrag erhalten, gemeinsam eine erste Krimifolge zu produzieren. Ebenfalls geplant ist eine Pilotsendung über bedeutende Schweizer Persönlichkeiten. Wenn der Pilot gefällt, soll daraus eine Serie werden. Vorgesehen sind sechs bis acht jeweils einstündige Folgen. Die Beiträge mit dokumentarischen und fiktionalen Teilen sollen unter dem Namen «Die Schweizer» gesendet werden. SF orientiert sich hier an der im Herbst 2008 ausgestrahlten ZDF-Serie «Die Deutschen». Geprüft wird auch, am Sonntagabend eine halbstündige Talkshow mit einem Gast ins Programm zu nehmen. Bereits Ingrid Deltenre hatte Pläne für ein solches Format. Es fehle zurzeit aber ein guter Sendeplatz, so Haldimann weiter. Zur Debatte steht auch ein neues Magazin über Auslandthemen. Die Pläne dazu sind jedoch nicht ausgereift.

Bewirbt er sich für den Posten des Superdirektors?
«Ich muss mir das ernsthaft überlegen», antwortete Ueli Haldimann auf die Frage, ob er sich für die Stelle des Direktors für Radio und Fernsehen bewerbe. «Ich spüre, dass viele Leute – nicht nur beim Fernsehen – von mir erwarten, dass ich antrete.» Festnageln liess sich Haldimann aber nicht. Er habe sich noch nicht entschieden, betonte der TV-Chef zum Schluss des Interviews nochmals.

Teleboy: Tops und Flops des Schweizer Fernsehjahres gesucht

Die Abstimmung für die zweiten Teleboy Awards läuft. Der Schweizer Internet-TV-Guide sucht wieder den «Schönsten Moderator», die «Aufregendste Moderatorin» sowie die «Blödste Sendung» des Schweizer Fernsehjahres 2009.

Jeweils sechs Finalisten sind in jeder Kategorie nominiert. Dabei sind unter anderem Alena Gerber, Nik Hartmann und Katja Stauber. Neu wird neben dem «Bewegendsten TV-Moment» erstmals auch der «Überraschendste WebTV-Moment» gesucht. In Onlinevideos können die Zuschauer nochmals anschauen, was sie 2009 im Netz und auf dem Fernsehgerät bewegt hat. Bereits geehrt wurde Frank Baumann. Ihn hat die Redaktion zum «Besten Schweizer im Ausland» gekürt.

>Zur Abstimmung

Microsoft verliert Patentstreit um Textverarbeitung Word

Ein US-Berufungsgericht hat ein Urteil gegen Microsoft zur Zahlung von mehr als 290 Millionen Dollar an ein kanadisches Konkurrenzunternehmen bestätigt.

Das Gericht in Washington sah es als erwiesen an, dass Microsoft patentgeschützte Anwendungen der kanadischen Firma i4i in bestimmte Versionen seines Schreibprogramms Word integrierte. Es bestätigte damit laut W&V das Urteil eines texanischen Gerichts vom 12. August, das Microsoft angefochten hatte. Microsoft wurde zugleich untersagt, die betreffenden Word-Programme nach dem 11. Januar zu verkaufen.
I4i-Chef Louden Owen begrüßte die Entscheidung des Gerichts. Der Microsoft-Konzern kündigte indes an, dass er bis zum 11. Januar ein Textverarbeitungsprogramm für die entsprechenden Word-Versionen ohne i4i-Anwendungen auf den Markt bringen werde. Der Konzern hielt sich zugleich offen, erneut in Berufung zu gehen.

Swisscom stellt Vermittlungsdienst Connect 1811 ein

Swisscom wird die Vermittlung von Anrufen auf Mobiltelefone per Ende Jahr einstellen. Grund ist die revidierte Fernmeldedienstverordnung, die am 1. Januar 2010 in Kraft tritt.

Swisscom hat aufgrund der neuen regulatorischen Rahmenbedingungen entschieden, den Vermittlungsdienst Connect 1811 per 28. Dezember 2009 einzustellen. Dies teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Mit diesem Dienst war die Vermittlung von Anrufen auf ein Mobiltelefon der Swisscom möglich. In der ab 1. Januar 2010 gültigen Fernmeldedienstverordnung wird Swisscom verpflichtet, bei Weiterführung des Dienstes Kundendaten an Drittanbieter weiterzugeben. Davon betroffen wären Mobiltelefondaten von Kunden, die nicht im öffentlichen Telefonverzeichnis eingetragen sind und zu deren Weitergabe die Kunden nicht zugestimmt haben. «Swisscom wird jedoch weiterhin die Privatsphäre ihrer Kunden schützen und stellt deshalb den Vermittlungsdienst Connect 1811 ein.», schreibt das Unternehmen in der Mitteilung. Swisscom habe sich seit Lancierung von Connect 1811 im Januar 2009 für eine gemeinsame Branchenlösung eingesetzt, welche die Privatsphäre der Kunden schützt und gleichzeitig allen Anbietern ermöglicht, einen vergleichbaren Vermittlungsdienst anzubieten. «Anstelle einer Branchenlösung tritt nun eine Verordnung in Kraft, welche diese Vorschläge nur unzureichend berücksichtigt. Mit Connect 1811 war die Vermittlung auf Mobiltelefon-Nummern von Swisscom Privatkunden möglich, auch wenn die Nummer nicht im öffentlichen Telefonverzeichnis eingetragen ist. Die Nummer wurde dabei nicht bekannt gegeben und die Privatsphäre blieb somit jederzeit gewahrt.»

Zu guter Letzt: Es unt und unt im Wörterwald

Die englische Vorsilbe «Un-» ist im Trend: Bei Twitter können Sie «unfollowen», bei Youtube «unfavoriten», bei Facebook «unfrienden» - letzteres wurde gar vor Kurzem vom New Oxford English Dicitionary zum englischen Wort des Jahres 2009 gekürt.

Doch wer nun denkt, es handle sich beim Un-Boom um ein Phänomen der heutigen Social-Networking-Gesellschaft, der täuscht sich: Bereits 1967 pries sich die Limonade 7-Up als «Un-Cola» an, der Slogan lautete «put some un- in your life» – im nachfolgenden Mai leistete die Jugend dem Aufruf Folge und kletterte auf die Barrikaden. Auch heute ist die neue Beliebtheit der alten Vorsilbe mehr als nur ein linguistisches Kuriosum: Mit dem allen Computernutzern wohl bestens bekannte undo-Befehl beispielsweise habe die Informationstechnologie uns beigebracht, dass unsere Taten immer zurückgenommen werden können, heisst es im Trendradar 2.09 des GDI Gottlieb Duttweiler Institute, der sich ganz dem gegenwärtigen Erfolg der Vorsilbe widmet. Die Un-Mode habe indes noch eine weitere Bedeutung: Als Negation stehe das Präfix für Ablehnung. Un- sei als Zeichen des Unbehagens die Verkürzung des Wunsches nach Veränderung, eine Art Leerstelle für das, was komme, was wir aber noch nicht richtig verstehen und benennen könnten.
Beispiele, was alles ver-unt werden kann, gibt es unzählige: Branding, Store, Convenience, Comsuption, Packaging, Pricing, Restaurant, Model, Conference, Teaching, Possessing oder auch Economy. Was Unbranding, Unrestaurant, Unmodel und Co. bedeutet, können sie hier nachlesen (Quelle: Trendradar 2.09 des GDI).
Aber lassen Sie sich von den vielen Uns nicht ver-un-sichern: Geniessen sie die w-un-derschöne Weihnachtszeit, verbringen Sie viel Zeit mit Familie un-d Fre-un-den un-d rutschen Sie gut ins n-un folgende 2010!

Apple-Abo-Fernsehen nimmt konkrete Formen an

Das geplante Abo-Fernsehen von Apple nimmt konkrete Formen an. Wie US-Medien berichten, haben bereits mehrere TV-Stationen Interesse signalisiert, an dem Projekt teilzunehmen und ihre Inhalte über iTunes zu verbreiten. Für rund 30 Euro im Monat sollen die Nutzer dann Zugriff auf Fernsehprogramm on Demand erhalten.

Die Networks ABC und CBS befinden sich offenbar unter jenen Sendern, die ernsthaftes Interesse an einer Kooperation mit Apple zeigen. Noch gibt es keine offiziellen Stellungnahmen zu Verhandlungen, laut Insiderinformationen sind die Personen, die an den Gesprächen beteiligt sind, nicht befugt, öffentlich darüber zu sprechen. Weiter heißt es, die Verhandlungen würden sich noch in einem frühren Anfangsstadium befinden.
ABC gehört zum Disney-Konzern, der außerdem die beiden Kabelsender ABC Family und Disney Channel für das Apple-Fernsehen verfügbar machen könnte. CBS hält die Hälfte am TV-Network CW, das ebenfalls mit ins Boot geholt werden könnte. Offizielle Stellungnahmen gibt es aber auch von diesen Seiten bisher nicht.
«Apple ist ein innovatives Unternehmen, das sowohl Software als auch Hardware produziert und beide Seiten optimal aufeinander abstimmt. Ich kann mir vorstellen, dass gerade durch die Konvergenz von Web, TV und auch Handy, sich ein solches Angebot erfolgreich durchsetzen wird», meint Manfred Bobrowsky, Professor am Wiener Institut für Publizistik und Kommunikationswissenschaft, gegenüber Pressetext. Abo-Fernsehen, angepasst an individuelle Nutzerbedürfnisse, sei heute sehr gefragt. Durch das Überangebot an Medieninhalten werde die Vorselektion für User immer wichtiger.
Weniger euphorisch aufgenommen werden Apples Abo-TV-Pläne offenbar bei Rupert Murdochs News Corp sowie bei Turner Broadcasting, dem Eigentümer von CNN. Die Unternehmen machen sich Sorgen um ihr Hauptgeschäft der kostenpflichtigen Kabelprogramme. Durch Breitbandinternet-Abos bestehe die Gefahr, dass Konsumenten abwandern und nicht mehr für die klassischen Fernseh-Bundles bezahlen.

Post darf Preise für Zeitungszustellung nicht erhöhen

Die Post darf die Preise für die vergünstigte Zustellung von abonnierten Zeitungen nicht erhöhen. Der Bund hat ein Gesuch der Post um eine Erhöhung der Preise abgelehnt. Bewilligt hat er für 2010 lediglich eine Anpassung an die Teuerung.

Eine Erhöhung der Preise würde den Grundsätzen widersprechen, die das Parlament 2007 bei der Revision des Presseförderungssystems guthegeheissen habe, schreibt das Uvek laut SDA in einer Mitteilung vom Mittwoch. Demnach müsse sich die Preiserhöhung auf den Teuerungsausgleich beschränken. Die Post verfüge somit über einen Spielraum von 2 Prozent, was im Durchschnitt 0,5 Rappen pro Exemplar entspreche. Diese Einschätzung teile auch der Preisüberwacher, hält das Uvek fest.
Die Post hatte das Departement ersucht, den Preis für die Zustellung von Regional- und Lokalzeitungen um einen Rappen pro Exemplar und den Preis für die Zustellung von Titeln der Mitgliedschaftspresse um zwei Rappen pro Exemplar erhöhen zu dürfen.
Ständerat will an indirekter Presseförderung festhalten
Die Frage des Tarifsystems wird bei der laufenden Revision des Postgesetzes erneut zur Debatte stehen. In der Wintersession hat sich der Ständerat mit der Zustellung von Zeitungen befasst. Er möchte am geltenden Modell der indirekten Presseförderung festhalten. Nach diesem System übernimmt der Bund einen Teil der Kosten, die der Post durch die verbilligte Zustellung von abonnierten Zeitungen entstehen. 2007 hatte das Parlament beschlossen, dass der Bund jährlich insgesamt 30 Millionen beitragen soll. 20 Millionen sind für die Regional- und Lokalzeitungen mit einer Auflage von bis zu 40’000 Exemplaren bestimmt, 10 Millionen für Mitgliederzeitungen nicht gewinnorientierter Organisationen. Der Nationalrat hatte ursprünglich eine Lösung vorgeschlagen, von der auch Grossverlage profitiert hätten.
Verband Schweizer Presse zufrieden
Der Verband Schweizer Presse zeigt sich in einem Communiqué erfreut über den Entscheid des Uvek. Mit dem Entscheid vom 23. Dezember 2009 hat das Uvek ein klares Signal gesetzt. Dank der Beibehaltung der Preise für die vergünstigte Tageszustellung von abonnierten Zeitungen und Zeitschriften schaffe der Bund die Grundlage, dass in einer wirtschaftlich schwierigen Zeit keine zusätzlichen Kosten – ausgenommen die Teuerung – seitens der Post auf Verleger und Abonnenten zukommen würden. Solche Rahmenbedingungen brauche die Presse, um in unserer Demokratie möglichst breit und vielfältig orientieren zu können.
Die Post habe den Auftrag, die Grundversorgung sicherzustellen. «Dazu gehören neben den Briefsendungen auch die Zeitungen und Zeitschriften in der Tageszustellung. Während das Volumen bei den Briefen schwankt und stetig abnimmt, bilden die abonnierten Zeitungen und Zeitschriften eine kalkulierbare Auslastung für das Postgeschäft.», schreibt der Verband. «Den Rückgang und die neu geschaffene Konkurrenz bei den Briefen durch Erhöhung der Vertriebspreise bei den Zeitungen wettmachen zu wollen, können die Verleger nicht akzeptieren.»

Google: Über 100‘000 Werke der Kantons- und Universitätsbibiothek Lausanne digitalisiert

Die Kantons- und Universitätsbibliothek Lausanne hat in Zusammenarbeit mit Google über 100'000 alte Bücher digitalisiert.

Die Arbeit habe zwei Jahre gedauert, teilte Google am Mittwoch zum Abschluss des Projekts mit. Gescannt wurden rechtefreie Werke, die vor 1870 verfasst wurden. Diese können nun von Internetnutzern auf der ganzen Welt gelesen werden. Die Kantons- und Universitätsbibliothek Lausanne sei die erste französischsprachige und innerhalb Europas die fünfte Bibliothek, die diesen Weg gehe, heisst es in der Mitteilung weiter. Derzeit sind die digitalisierten Bücher erst über «Google Book Search» zugänglich. Demnächst wird aber auch der Katalog des Bibliotheksnetzes der französischsprachigen Schweiz (RERO) durch entsprechende Links ergänzt.
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