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Neue publizistische Stimme erstmals in den Briefkästen
Obwalden und Nidwalden sollen Ende April eine neue Zeitung erhalten. Damit wird ein Unternehmen mit 15 Vollzeitstellen geschaffen.
Die ONZ finde in den beiden Kantonen bei der Bevölkerung und dem lokalen Gewerbe einen breiten Rückhalt, so die Initianten in der Mitteilung weiter. Innerhalb weniger Wochen wurde bereits Aktienkapital in der Höhe von einer Million Franken zugesichert. Am Freitag dieser Woche erhalten alle Haushalte der beiden Kantone eine Probeausgabe der neuen Zeitung.
Initianten der ONZ sind die Gesellschaft Nidwaldner Volksblatt und Medieninteressierte. Sie wandten sich mit ihrem Anliegen, Ob- und Nidwalden wieder eine zweite publizistische Stimme zu verleihen, an Urs Gossweiler. Dies, nachdem im August 2009 sowohl das Nid- als auch das Obwaldner Wochenblatt eingestellt wurden. Seither sind in den beiden Kantonen die von der LZ Medien AG herausgegebenen Neue Obwaldner respektive Neue Nidwaldner Zeitung vorherrschend. Urs Gossweiler ist vor allem als Verleger der Jungfrau Zeitung bekannt, die seit zehn Jahren im Berner Oberland als so genannte Mikrozeitung funktioniert und dabei ausschliesslich auf lokale Themen setzt. Internet, Mobiltelefon, Fernsehen und Printausgabe werden miteinander vernetzt. Gossweiler zeigte sich am Donnerstag gemäss SDA in Luzern vor den Medien überzeugt, dass die ONZ nach dem selben Prinzip erfolgreich sein wird.
Eine Redaktion – bestehend aus 800 Stellenprozenten – wird während sieben Tagen in der Woche auf einer Online- und Mobileplattform lokale Themen in den Ressorts Politik, Wirtschaft, Kultur und Sport publizieren. Dienstags und freitags werden die News in einer Vier-Bund-Zeitung zusammengefasst. Am
(morgigen) Freitag erhalten alle Haushalte beider Kantone eine Probeausgabe der ONZ.
Der Chefredaktor oder die Chefredaktorin der ONZ ist noch nicht bestimmt, die Stelle ist momentan ausgeschrieben. Anfang März soll sie besetzt werden und danach wird die übrige Redaktion bestimmt. Der Verlag und die Redaktion sind in Alpnach Dorf NW angesiedelt.
Online gratis, Print kostenpflichtig
Die Onlineausgabe der ONZ ist gratis, die Printausgabe kostet 165 Franken im Jahr. Aktionäre erhalten das Abo für 150 Franken. Die Kantone Ob- und Nidwalden verfügen über rund 33’000 Haushalte. Ziel der Initianten ist es, in der Anfangsphase rund 5000 und mittelfristig rund 10’000 Abonnemente zu verkaufen. An der ONZ AG beteiligt sind die Gesellschaft Nidwaldner Volksblatt, Obwaldner Unternehmer und die Brienzer Gossweiler Media AG. Um die ONZ Ende April lancieren zu können, musste das Kapital von 105’000 auf 3 Mio. Franken erhöht werden. Laut Gossweiler wurde bislang Aktienkapital in der Höhe von 1 Mio.
Franken zugesichert.
Gossweilers Ziel ist es, möglichst viele Einzelaktionäre zu gewinnen, um ein «möglichst unabhängiges Produkt» zu lancieren. Verwaltungsrätin Marlène Wirthner betonte denn auch, dass die ONZ keine Zeitung «gegen Luzern», also gegen die LZ Medien, sein soll. Sondern eine Zeitung für Ob- und Nidwalden.
Spinas|Gemperle: Blinde Menschen einmal anders gesehen
Seit dem 8. Februar macht der SZB Schweizerischer Verband für das Blindenwesen mit einem TV-Spot auf die Bedürfnisse der rund 80 000 blinden und taubblinden Menschen in der Schweiz aufmerksam. Begleitet wird die Sensibilisierungskampagne jetzt auch durch Anzeigen.
Verantwortlich bei SZB: Norbert Schmuck (Leiter Öffentlichkeitsarbeit und Mittelbeschaffung). Verantwortlich bei Spinas|Gemperle: Lorenz Spinas (CD), Miriam Fischer (Konzept), Tom Malecha (Konzept/Text), Wanda Michel (AD), Irene Stutz (Beratung). Fotos: Pierluigi Macor. Retouche: Süsstrunk & Jericke.

SRG informiert Parteien nicht über gsf-Umfrage
Die SRG informiert die Parteien nicht über die Resultate der gfs-Umfrage zur Abstimmung vom 7. März. Sie hat diesen abschlägigen Bescheid den Parteien SP, SVP, FDP, CVP, BDP und Grünen in einem Schreiben mitgeteilt.
Die Kontroverse um die gfs-Umfrage lösten deren Ergebnisse zur Minarettverbot-Initiative aus, über die am 29. November 2009 abgestimmt worden war. Aufgrund der Befragung war eine Nein-Mehrheit von 53 Prozent prognostiziert worden, die Initiative wurde aber mit 57 Prozent Ja-Stimmen angenommen. Deshalb entschied die SRG, die Umfrage zu überprüfen und während dieser Zeit keine Umfrageergebnisse zu veröffentlichen. Deshalb stehen die Zahlen für die Abstimmung vom 7. März nicht zur Verfügung. Soweit sie erhoben worden seien, hätten nur das gfs.bern und der SRG-Projektleiter Kenntnis der Ergebnisse, sagte Steiner.
Die SRG werde aber am Abstimmungstag selber wie bisher auf die Hochrechnungen von gfs.bern zurückgreifen, wie Steiner sagte Ob und in welcher Form die gfs-Umfrage wieder publiziert werde, solle bis zur nächsten eidgenössischen Abstimmung am 26. September klar sein. Die SRG gab bisher pro Urnengang rund 40’000 Franken für die jeweils zwei Befragungen von Stimmberechtigten aus.
Hochspannung gewinnt Pitch um Etat von 3M
Die Agentur Hochspannung freut sich über einen Neukunden im Portfolio. Im Rahmen einer Konkurrenzpräsentation konnte sich die Zürcher Werbeagentur durchsetzen und die 3M als Kunden gewinnen.
NZZ-Wirtschaftschef Schwarz wird neuer Direktor von Avenir Suisse
Der langjährige Leiter der Wirtschaftsredaktion der Neuen Zürcher Zeitung, Gerhard Schwarz, ist vom Stiftungsrat der liberalen Denkfabrik Avenir Suisse zum Nachfolger von Thomas Held berufen worden. Er wird sein neues Amt voraussichtlich im 4. Quartal 2010 antreten.
Der 1951 geborene Gerhard Schwarz studierte von 1969 bis 1980 in St. Gallen, unterbrochen durch Studienaufenthalte in den USA und in Kolumbien, Volks- und Betriebswirtschaftslehre. Nach einem einjährigen Gastspiel in einem Liechtensteiner Industriebetrieb trat er 1981 in die Wirtschaftsredaktion der Neuen Zürcher Zeitung ein. Bereits Ende 1982 wurde er als Korrespondent nach Paris versetzt, wo er während vier Jahren die wirtschaftliche und wirtschaftspolitische Entwicklung Frankreichs verfolgte. Auf Anfang 1987 kehrte er in die Redaktion nach Zürich zurück. Sieben Jahre später wurde er zum Nachfolger von Willy Zeller als Ressortleiter der irtschaftsredaktion berufen.
Das Schwergewicht seiner publizistischen Arbeit lag seither im Bereich der Konjunkturbeobachtung und Konjunkturpolitik, der Geldpolitik, der Corporate Governance sowie wirtschaftspolitischer, weltwirtschaftlicher und wirtschaftsphilosophischer Fragen. Schwarz nimmt ausserdem seit 1989 einen Lehrauftrag an der Universität Zürich zu Fragen der Ordnungspolitik wahr. Er wurde 2008 zum Stellvertretenden Chefredaktor der NZZ ernannt.
SFLB: Pokerrunde ums Essen
Die neue SFLB-Kampagne für den Entwicklungsdienst «Brot für alle» hat den internationalen Handel von Lebensmitteln zum Thema. Auf den Nahrungspoker aufmerksam machen nebst einem TV-Spot Plakate und Anzeigen.
Verantwortlich bei Brot für alle/Fastenopfer: Matthias Dörnenburg (Leiter Marketing und Kommunikation Fastenopfer), Pierre Reift (Leiter Marketing und Kommunikation, Brot für alle), Jean-Claude Huot (Leiter Fastenopfer Westschweiz). Verantwortlich bei Spillmann/Felser/Leo Burnett: Sabine Bechtel (Art Buying), Martin Spillmann, Patrick Suter, Pablo Schencke, Christian Schäfer (Kreation), Petra Gayko, Patricia Fabbri (Beratung). Fotografie: Jonathan Heyer.

Frank Bodin in der Global Effie Awards-Jury
Frank Bodin ist in der Jury des Global Effie Awards, welcher die Wirksamkeit von Marketing-Kommunikation würdigt. Er vertritt die Schweiz in der Jurierung der globalen Kampnen.
Den Effie gibt’s nicht nur als «Landesmeisterschaften» in praktisch allen Werbemärkten, sondern auf globaler Ebene auch für die grossen globalen Kampagnen. Diese Jurierung beginnt nun diese Woche in London. Die Schweiz ist durch Frank Bodin vertreten.

SF zwei: Über eine Million sahen Abfahrts-Olympiasiege
Bis zu 1,5 Millionen Zuschauer verfolgten am Montag auf SF zwei die Olympiasiege von Didier Défago und Dario Cologna. Dies entspricht einem Marktanteil von 66,8 Prozent. Durchschnittlich sahen rund 1,2 Millionen Personen die Direktübertragung aus Whistler Creekside (Marktanteil: 55,5 Prozent).

(Bild: Keystone)
Presserat rügt Blick: Zweimal die Privatsphäre verletzt
Wie der Presserat in seiner Stellungnahme festhält, hat der Blick die Privatsphäre der Beteiligten verletzt, als er über den Tod von Martin Suters Sohn berichtete. Das Blatt ist zudem nicht weniger zimperlich vorgegangen, als es Sexbilder einer Gemeindeangestellten abdruckte.
Der Presserat kritisiert den Blick insbesondere dafür, dass er das private Foto auf dem Grab reproduzierte und an die deutsche Zeitung Bild und deren Onlineausgabe weiterverkaufte. Die Eltern des Kindes hatten erst nach der Beerdigung eine Todesanzeige aufgegeben, weil sie einen Medienrummel vermeiden wollten. Aufgrund dieser Anzeige hat der Blick das Grab gesucht und fotografiert. Der Presserat hält nun fest, eine Todesanzeige sei «keine Lizenz zur publizistischen Plünderung einer Grabstätte».
Sado-Maso: «In krasser Weise» Privatsphäre verletzt
Im Falle einer jungen Frau, die als Gemeindeangestellte arbeitet und sich in ihrer Freizeit in Sado-Maso-Posen ablichten lässt, ist die Boulevardzeitung nicht weniger zimperlich vorgegangen. «Sado-Maso im Sozialamt» titelte der Blick und druckte Fotos der Frau als Sex-Sklavin ab. Der Blick hatte die Bilder vom Internet heruntergeladen. Die Redaktion verpixelte zwar das Gesicht der Frau, nannte aber ihren Vornamen sowie die Gemeinde und die private Website mit den Fotos. «Der Blick hat damit in krasser Weise die Privatsphäre der Frau verletzt», stellt der Presserat fest. Er hat eine entsprechende Beschwerde gutgeheissen.
Denn die Frau sei durch den Bericht auch über ihr nächstes Umfeld hinaus erkennbar geworden, während sie auf dem Internet unter einem Pseudonym aufgetreten sei. Für den Presserat gibt es «keinerlei öffentliches Interesse», solche Fotos einer privaten Website abzudrucken und damit einem grösseren und ganz anderen Publikum zugänglich zu machen.
Zu guter Letzt: Es gibt ihn wirklich, den Axe-Effekt!
Der Axe-Effekt – Sie wissen schon, das Versprechen aus der Werbung, Männer müssten sich lediglich mit dem beworbenen Deo einsprühen und schon würden ihnen die Frauen zu Füssen liegen. Ein Fantasieprodukt der Werbung? Nein, den Axe-Effekt gibt es wirklich!
(Bild: Obs/Axe – Unilever)
