Waffeninitiativ-Gegner setzen auf SVP-Werber

Das überparteiliche Komitee gegen die Waffeninitiative setzt ebenso wie die Initianten auf Emotionen: Ein geschundener 1. August-Lampion soll darauf hinweisen, dass die Initiative Schweizer Werte gefährde. Die Kampagne trägt die Handschrift des SVP-Werbers Alexander Segert.

Das Komitee habe sich für den Vorschlag des SVP-Werbers und dessen Agentur Goal entschieden, bestätigte Jakob Büchler, CVP-Nationalrat und Co-Präsident des Komitees, am Dienstag auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA. Segert konzipierte für die SVP unter anderem die Kampagnen für die Ausschaffungsinitiative mit den Schäfchenplakaten oder die Anti-Minarett-Initiative mit der Burka-Trägerin.

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(Bild: Keystone)

Wie viel Geld für die Kampagne gegen die Initiative «Ja für den Schutz vor Waffengewalt» zur Verfügung steht, wollte der Kampagnenleiter des Vereins gegen die Waffeninitiative, Hans-Peter Wüthrich, nicht sagen. Offiziell verfügt der Verein mindestens über 975'000 Franken. Soviel zahlten die rund 65'000 lizenzierten Schützen während drei Jahren für den Abstimmungskampf ein.
 
Die Initianten verfügen über deutlich weniger Mittel: Die Dachorganisationen des Initiativkomitees stellten insgesamt 50'000 Franken bereit, hiess es beim Initiativkomitee auf Anfrage. Zusätzliche Gelder sollen durch Spenden zusammenkommen.

Auch die Befürworter der Initiative setzen auf emotionale Werbung: Auf ihren Plakaten ist ein angeschossener Teddybär zu sehen. Die Arbeit stammt von KSB. Die Agentur habe die Plakate kostenlos erstellt, wie es auf Anfrage der Werbewoche heisst.
 

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Umfirmierung: Aus Kirchhoff Nix wird Petranix

Petranix Corporate and Financial Communications heisst die neue Agentur in Adliswil, die aus der Umfirmierung von Kirchhoff Nix per Ende Dezember 2010 entstanden ist. Die Agentur ist spezialisiert auf Unternehmens- und Finanzkommunikation.

Bereits im Frühling 2010 hat Petra Nix, Inhaberin und Managing Partnerin von Petranix, die vollständige Mehrheit an der früheren Kirchhoff Consult (Schweiz) AG übernommen. Mit der Umfirmierung und der neuen Namensgebung folgt nun die visuelle Trennung und der Abschluss der Kooperation mit der deutschen Kirchhoff Consult AG, Hamburg. Die 2001 gegründete Beratungsagentur fokussiert auf Strategische Kommunikation, Geschäftsberichte, Media & Investor Relations, Corporate Responsibility und Corporate Publishing. Zusätzlich zu Unternehmen aus der Schweiz wird Petranix in Zukunft auch Kunden in Deutschland beraten.
 

 

Nike: Neuer Country Manager für die Schweiz

Das internationale Sportartikelunternehmen Nike Inc. hat Fabian Tinnirello zum neuen Country Manager der Nike Switzerland GmbH ernannt. Der 32-Jährige hat seit dem 3. Januar 2011 die Führung für die Schweiz übernommen.  

Fabian Tinnirello löst Rico Fallegger ab, der seit November 2004 für die Führung von Nike Switzerland zuständig war und das Unternehmen verlässt. Bis anhin leitete Fabian Tinnirello als Mitglied der Geschäftsleitung den Verkauf für die Dosenbach-Ochsner-Gruppe und den unabhängigen Schweizer Sportfachhandel. Seine berufliche Laufbahn startete er nach einer kaufmännischen Ausbildung bei Globus im Einkauf. Danach war er für zwei Jahre als Supply Chain Manager bei Signity (Swarovski) beschäftigt. 2003 stiess er zu Nike als Key Account Manager Footwear. 2006 wurde er als Strategic Account Manager in die Geschäftsleitung berufen.

 

Zu guter Letzt: Berlusconi versucht es mit einem Rebranding

Silvio Berlusconis Partei kämpft mit dem angeschlagenen Image. Eine Marketinggesellschaft soll es nun richten und für die Partei des italienischen Regierungschefs einen neuen Namen und ein neues Logo entwerfen.

Bald soll Berlusconis Gruppierung nicht mehr «Popolo della liberta» (PdL/Volk der Freiheit), sondern neu «Popolari» (Volkspartei) heissen, wie die römische Tageszeitung Il Messaggero weiss. Kann nicht schaden, die Popularität der stärksten Regierungspartei ist laut jüngsten Umfragen auf Talfahrt. Der neue Name soll einerseits die Erinnerung an die grosse Partei der italienischen Katholiken wachrufen, die der sizilianische Priester Luigi Sturzo 1919 gegründet hatte. Ausserdem will der Ministerpräsident einen möglichen Urheberrechtsanspruch seines ehemaligen Verbündeten Gianfranco Fini auf das PdL-Logo abwenden. (Die PdL entstand 2009 aus der Fusion Berlusconis Gruppierung Forza Italia und der rechten Alleanza Nazionale Finis.) Ein neuer Name allein genügt jedoch nicht, dessen ist sich auch Berlusconi bewusst. Der Premier hat noch weitere gute Ideen parat: zum Beispiel mehr Frauen in Führungspositionen hieven. Gute Idee, so haben alle was davon!
 
 

 

KSB: Zueribuch.ch bekannt gemacht

Seit Oktober liefert Zueribuch.ch in Zürich die bestellten Bücher innert Stunden per Velokurier. Zur Lancierung hatte KSB Krieg Schlupp Bürge eine Aktion an Veloparkplätzen gestartet.

In der ganzen Stadt Zürich wurden Bücher mit Veloschlössern an grosse öffentliche Veloparkplätze gekettet. So beispielsweise am Hauptbahnhof, Stadelhofen, Bürkliplatz und vor den grossen Medienhäusern. Weiterführend werden in Tramdispensern Lesezeichen in Form eines Velowegweisers verteilt. Nur sind auf dem Wegweiser keine Stadtteile zu lesen, sondern bekannte Buchtitel.
 
 
Verantwortlich bei Zueribuch.ch: Roman Horn. Verantwortlich bei KSB: Daniel Krieg (CD), Jowita Jaskiewicz (AD), Nicole Maczko (Text), Cristina Lutz (Beratung), Bettina Beyeler (DTP). Bildbearbeitung: Detail AG.
 
 
 

 

Matter & Gretener und McCann Erickson mit Neukunden

Zwei Agenturen vermelden am Montag Kundengewinne: Matter & Gretener ist neu für alle Schweizer Radisson Blu Hotels tätig. McCann Erickson konnte sich ein strategisches Projekt für Acino Pharma sichern.  

Seit 2008 arbeitet Matter & Gretener mit dem Radisson Blu Hotel, Zurich Airport zusammen. Nun entschied sich die Rezidor Hotel Group, zu der die Radisson Blu Hotels gehören, dass die Nudge-Agentur inskünftig für alle vier Schweizer Radisson Blu Hotels Kommunikationsaufgaben übernimmt. Erste Arbeiten seien bald zu sehen, teilte die Agentur mit.
 
McCann Erickson darf ein strategisches Projekt für das in Basel beheimatete Unternehmen Acino Pharma realisieren. Dafür verantwortlich zeichnen werden Katharina Lohse (CEO), Folker Wrage (CCO), Thilo Boullion (Head of Planning) und Annika Seidel (Group Account Director).

 
 

 

Zürcher Regionalzeitungen mit aufgefrischtem Layout ins neue Jahr

Nicht nur die Thurgauer Zeitung hat ein neues Erscheinungsbild. Aufgrund des letztjährigen Tauschs von Zeitungstiteln zwischen Tamedia und der NZZ-Gruppe haben auch mehrere Zürcher Regionalzeitungen auf Anfang Jahr ihr Layout überarbeitet.  

Im Neuen Kleid erschienen am Montag beispielsweise Zürcher Oberländer, Zürcher Unterländer, Anzeiger von Uster sowie die Zürichsee-Zeitung. Die Inland-, Ausland-, Wirtschafts- und Kulturseiten der bisherigen Landzeitungen, die sich neu Zürcher Regionalzeitungen (ZRZ) nennen, werden nun vom Winterthurer Landboten hergestellt. Dies wirkt sich auch auf das Layout aus. Die ZRZ haben es weitgehend dem Landboten angeglichen. Bisher produzierten der Zürcher Unterländer und die Zürichsee-Zeitung, die zur NZZ gehörten, zusammen mit dem Zürcher Oberländer gemeinsam ihre überregionalen Seiten.
 

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Tamedia: Zusammenlegung von Regionalredaktionen

Seven One Media: Leiter für die AdFactory bestimmt

Stefan Bernet hat bei Seven One Media Schweiz die neu geschaffene Stelle des «Head of AdFactory» angetreten. Der 49-Jährige leitete zuletzt bei der NZZ Media den Anzeigenmarkt.  

Stefan Bernet verfügt über 13 Jahre Erfahrung in der Medienwelt und war zuletzt als Leiter Anzeigenmarkt und stellvertretender Filialleiter der NZZ Media verantwortlich für die NZZ, NZZ am Sonntag und Magazin Z. Bei Seven One Media Schweiz wird Bernet die neu geschaffene Abteilung «AdFactory» aufbauen und im Werbemarkt einführen.
 
Die AdFactory bietet Konzepte rund um TV, Online, Mobile und Lizenzen an. In enger Zusammenarbeit mit der Vermarktungsagentur Goldbach Media werden vernetzte Konzepte über alle Plattformen der Pro-Sieben-Sat.1-Gruppe Schweiz entwickelt.
 
 

 

 

BSW mit neuem Geschäftsführer

Peter Leutenegger wird neuer Geschäftsführer des Verbandes der führenden Werbe- und Kommunikationsagenturen der Schweiz, BSW Leading Swiss Agencies. Er übernimmt die Verantwortung mit Datum der Mitgliederversammlung vom 18. Mai 2011.  

Peter Leutenegger war während über 25 Jahren Inhaber der Agentur FCB Leutenegger Krüll (später Draftfcb und seit 2008 Draftfcb/Lowe Group) in Wallisellen. 2009 hat er seine Anteile an der Agentur verkauft und ist seither als Unternehmens- und Kommunikationsberater tätig. Von 2002 bis 2009 war er Mitglied des BSW-Vorstandes, von April 2004 bis März 2006 BSW-Präsident.
 
Leutenegger folgt auf Walter Merz, der die Geschäftsstelle während zwölf Jahren geführt hat und den Verband im Mai 2011 verlassen wird. Um einen reibungslosen Übergang zu gewährleisten, werde Leutenegger bereits ab Januar 2011 in einem 20-Prozentpensum für den Verband tätig sein, heisst es in einer Mitteilung vom Montag.
 
 
 
 
 
 

Ungarn: Zeitungen protestieren gegen Mediengesetz

Zwei ungarische Tageszeitungen haben am Montag auf ihren Titelblättern gegen das neue restriktive Mediengesetz protestiert. Das international scharf kritisierte Gesetz war am 1. Januar in Kraft getreten, zeitgleich hatte Ungarn die EU-Ratspräsidentschaft übernommen.  

«In Ungarn ist die Pressefreiheit zu Ende»war in allen 23 offiziellen Sprachen der EU auf der ersten Seite der links-liberalen Zeitung Nepszabadsag zu lesen. Das sozialdemokratische Blatt Nepszava schrieb in Ungarisch und Englisch: «In einem Land der Europäischen Union ist die Pressefreiheit ein Grundwert. Wir müssen in Ungarn unsere demokratischen Rechte verteidigen. Lasst uns Pressefreiheit fordern!»
 
Man sei davon überzeugt, dass das Mediengesetz den «autoritären Bestrebungen» der Regierung diene, schrieb Nepszabdadsag weiter. Es biete die Möglichkeit, jene zu bestrafen «und letzten Endes sogar zu vernichten», die eine andere Meinung vertreten. In der Zeitung Nepszava hiess es, man glaube daran, dass Europa den «antidemokratischen»Charakter der ungarischen Regierungsmassnahmen erkenne.
 
Nach dem neuen Gesetz kontrolliert eine Aufsichtsbehörde alle ungarischen Medien, auch deren Inhalte. Bei Verstössen gegen vage Vorschriften drohen hohe Geldstrafen, die manche Publikationen in den Ruin treiben können. Alle ungarischen Oppositionsparteien wollen das Gesetz vor dem Verfassungsgericht anfechten. Heftige Kritik an den neuen Regelungen kam von den Regierungen in Berlin, Prag und Luxemburg, von Menschenrechtsorganisationen und Fachverbänden. Die EU- Kommission prüft das Gesetz.
 
 

 

Thurgauer Zeitung neu unter dem Tagblatt-Mantel – Fusion im Rheintal

In der Ostschweizer Presselandschaft gibt es zum Jahresbeginn zwei Neuerungen: Die Thurgauer Zeitung ist mit der Integration in die St. Galler Tagblatt Medien zum Kopfblatt des St. Galler Tagblatts geworden. Zudem haben die Rheintalische Volkszeitungund der Rheintaler auf Anfang Jahr fusioniert.  

Die Thurgauer Zeitung erscheint neu als Kopfblatt des St. Galler Tagblatts mit eigenem Kantons- und Regionalteil. Der Mantel und das Layout werden aus St. Gallen übernommen. Vier Redaktionen in Frauenfeld, Weinfelden, Kreuzlingen und Arbon produzieren die drei regionalen Bünde. Gleichzeitig erhält die Zeitung mit David Angst einen neuen Redaktionsleiter. 
 
Mit einer Auflage von 43'000 Exemplaren ist die neue Thurgauer Zeitung die grösste der sieben Regionalausgaben des Tagblatts. Das St. Galler Tagblatt hat mit der Übernahme der Thurgauer Zeitung die Gesamtauflage auf 126'000 Exemplare gesteigert. Die Titelseite der neuen Thurgauer Zeitung unterscheidet sich nur gerade in zwei Einspaltern vom St. Galler Tagblatt. Individuell gestaltet ist der Bund «Thurgau». Hinzu kommt ein ausführlicher Lokalteil.
 
  
Rheintaler und Rheintalische Volkszeitung haben fusioniert
 
Einen Neuanfang erlebt auch die Rheintalische Volkszeitung: Sie wurde auf Anfang Jahr mit dem Rheintaler zusammengelegt und verliert damit nach 155 Jahren ihre Eigenständigkeit. Die beiden Titel erscheinen seit Montag mit dem gleichen Lokalteil, aber mit unterschiedlichem Mantel. Herausgeberin ist die neu gegründete Rheintal Verlags AG. Diese gehört mehrheitlich der Rheintaler Druckerei und Verlag AG (rdv), die den Rheintaler druckt.
 
Der Rheintaler hat eine Auflage von rund 11'000 Exemplaren, die Rheintalische Volkszeitung kommt auf 6000 Exemplare. Durch die Zusammenlegung der beiden Titel wurden sechs bis acht Stellen gestrichen.
 

 

OSW: Neuer Image-Auftritt für TopPharm Apotheken

Die Oswald Siegfried Werbeagentur (OSW) hat für ihren Kunden TopPharm Apotheken einen plakativen Image-Auftritt entwickelt. Dieser soll die Stärken des Pharmaziespezialisten herausstellen und den Bekanntheitsgrad der Marke steigern.  

Die Plakate und Anzeigen in Publikums- und Fachpresse arbeiten mit Schlagzeilen, die durch ungewohnte Formulierungen  Aufmerksamkeit auf sich ziehen sollen. Zudem gehen die Texte auf die Umgebung der Plakate, auf redaktionelle Beiträge und auf die Individualität der einzelnen Apotheken ein. Und mit dem neuen Claim «Ihr persönlicher Gesundheitscoach» will sich TopPharm, eine Gruppierung mit über 100 unabhängigen Apotheken in der deutschen Schweiz, hinsichtlich der Beratungsleistungen positionieren. Die Kampagne arbeitet mit annähernd 100 Schlagzeilen und wird jährlich in zwei Wellen eingesetzt.
 
 
Verantwortlich bei TopPharm: Judith Lanz (Leiterin Marketing und Kommunikation) Dominik Gschwend (Projektleiter Marketing und Kommunikation). Verantwortlich bei OSW: Michael Oswald (Art Direction), René Fisch (Text), Anthony Bertschi (Grafik) Hanna Baur Bättig (Grafik) Nadine Siegfried (Beratungsleitung), Zoe Maritz (Beratung).   
 

 
 

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