Nachrichtenagenturen zeigen sich besorgt über Ungarns Mediengesetz
Die Allianz Europäischer Nachrichtenagenturen (European Alliance of News Agencies/EANA) ist über das neue ungarische Mediengesetz «tief besorgt».
Das Gesetz bedeute eine Abkehr vom Grundsatz der Pressefreiheit, schrieb die EANA am Donnerstag gemäss SDA in einem Brief an die Regierung und das Parlament in Budapest. Das neue Mediengesetz könne, falls missbräuchlich verwendet, zur Unterdrückung von Medien führen sowie die Grundprinzipien der Medienfreiheit und unabhängigen Berichterstattung verletzen, erklärte EANA-Präsident Mika Pettersson, Geschäftsführer und Chefredakteur der finnischen Nachrichtenagentur STT- Lehtikuva.
Hauptanliegen der 1956 gegründeten EANA ist die Sicherstellung von Pressefreiheit und unabhängiger Berichterstattung durch geeignete wirtschaftliche und rechtliche Rahmenbedingungen. Der Allianz gehören unter anderem die Nachrichtenagenturen SDA (Schweiz), AFP (Frankreich), dpa (Deutschland), EFE (Spanien), ANSA (Italien) und ITAR-TASS (Russland) an.

