Der Tagesanzeiger auf iPad sei kein ePaper, sondern biete eine auf die vielfältigen Möglichkeiten des iPads zugeschnittene Lösung, schreibt Tamedia in einer Medienmitteilung. Die ersten Artikel stehen bereits beim Aufstarten zur Verfügung, gleichzeitig lädt die App alle weiteren Inhalte im Hintergrund. Ist eine Ausgabe vollständig auf das iPad geladen, kann sie anschliessend auch ohne Internetverbindung abgerufen werden.
Die Applikation ist personalisierbar, durch das Abonnieren von Stichworten beispielsweise haben die Leser die Möglichkeit, Themendossiers nach eigenen Interessen zusammenzustellen. Sämtliche Artikel können direkt aus der App per E-Mail versendet und auf Facebook und Twitter empfohlen werden. Bei wichtigen Ereignissen wird man auf Wunsch sofort benachrichtigt. Links machen auf weiterführende Artikel auf Tagesanzeiger.ch, Wikipedia und Google News aufmerksam. Aber auch einzelne Begriffe lassen sich direkt bei Google und Wikipedia nachschlagen, ohne die App zu verlassen. Die publizistische Leitung der multimedialen Ausgabe obliegt Andreas Dietrich. Ihm steht ein fünfköpfiges Team mit insgesamt 340 Stellenprozenten zur Seite.
Bisherige iPad-App wird weitergeführt
Die neue App steht ab sofort kostenlos im iTunes-Store zum Download zur Verfügung. Sie kann bis Ende August gratis Probe gelesen werden, ab September ist sie im Tages-, Wochen-, Monats- oder Jahresabonnement erhältlich. Aber auch die kostenlose iPad-App, die der Tagi Anfang Juni letzten Jahres lanciert hatte, wird es weiterhin geben, wie Tagi-Chefredaktor Markus Eisenhut gegenüber der Nachrichtenagentur SDA sagte. Inhaltlich bietet diese mehrheitlich tagesaktuelle Artikel der Onlineredaktion. Das Gratisangebot werde allerdings eingeschränkt. Während die Onlineredaktion heute rund 15 Artikel aus der Zeitungsredaktion übernehmen dürfe, seien es neu «weniger als die Hälfte», so Eisenhut.
Bereits im vergangenen Oktober hatte Tamedia eine kostenpflichtige iPad-Version der Wochenendbeilage Das Magazin lanciert. Eisenhut stellt nun in Aussicht, dass die Magazin-App in einem zweiten Schritt in die neue App integriert werden soll.