Gruner+Jahr: Zweistellige Rendite bei leicht steigenden Umsätzen

Der Zeitschriftenkonzern Gruner+Jahr hat im ersten Halbjahr bei leicht steigenden Umsätzen eine zweistellige Rendite halten können. Der Konzernumsatz der Bertelsmann-Tochter erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr von 1,22 Milliarden auf 1,25 Milliarden Euro.

Der Gewinn vor Steuern und Zinsen ging von 125 Millionen auf 123 Millionen Euro zurück, wie das Unternehmen am Donnerstag in Hamburg mitteilte. Bereinigt um Sondereinflüsse und Einmaleffekte ergebe sich eine Umsatzrendite von 10,1 Prozent gegenüber 10,7 Prozent im Vorjahreszeitraum. Sowohl die Vertriebs- wie auch die Werbeerlöse seien weltweit gestiegen. (SDA)
 

Supino: «Die SRG ist masslos und verweigert die Diskussion»

Deutliche Worte von Pietro Supino in Sachen «SRG-Onlinewerbung»: An der Pressekonferenz zu Tamedias Halbjahres-Zahlen forderte der Tamedia-Verleger die SRG auf, sich an Gesetz und Bundesverfassung zu halten und sich der Diskussion zu stellen.

Keine Frage, die Zeit drängt: Verleger und SRG haben nur noch bis Ende Jahr Zeit, punkto «SRG-Onlinewerbung» gemeinsam eine Lösung zu finden. Dies sagte Medienministerin Doris Leuthard kürzlich in einem Werbewoche-Interview. Doch bekanntlich möchte der Bundesrat der SRG diese Einnahmequelle nicht grundsätzlich verwehren.

Dieser Umstand bringt die SRG in eine relativ komfortable Position. Bei den Verlegern und Onlinemedien hingegen macht sich Nervosität breit. Auch bei Tamedia, wo Verleger Pietro Supino offenbar bereits einen Teil der Onlinewerbefelle davon schwimmen sieht. Jedenfalls übte er anlässlich der Präsentation seiner Halbjahreszahlen ungewöhnlich harsche Kritik an der SRG. Wohl solle sich die SRG auch online entfalten dürfen, jedoch nur innerhalb des gesetzlichen Auftrags, hielt Supino fest. Und der Auftrag der SRG sei klar: «Sie soll Radio und Fernsehen machen.» Darüber hinaus schreibe die Bundesverfassung der SRG Rücksichtnahme gegenüber den privaten Medienunternehmen vor.

Dass die SRG nun aber «ein neues Onlinemedieum entwickeln» und erklärtermassen zu einem «Haus der Inhalte» werden wolle – und dies allein, weil ihr «extrem hohe Gebührengelder zur Verfügung stehen» – das halte er «für masslos und unanständig», führte der Verleger weiter aus.

Es sei deshalb nötig, eine Diskussion darüber zu führen, was ein öffentlich-rechtlich finanziertes Unternehmen wie die SRG legitimerweise online machen darf und was nicht. «Doch bis jetzt verweigert sich die SRG dieser Diskussion», sagte Supino, fügte jedoch an, er sei guter Hoffnung, dass man demnächst zusammen sprechen werde. «Wenn wir das nämlich tun, wird sich relativ schnell die Lösung abzeichen», meinte der Verleger.

Der SRG gab er ferner den Tipp, nicht auf die «Totalkonvergenz aller Medien» zu setzen. Auch Tamedia, dass seine TV-Sender verkauft hat und seine Radiosender eventuell noch verkaufen wird, habe davon Abstand genommen. «Ich glaube nicht, dass diese Allmediastrategie für uns das Richtige ist, und ich denke auch nicht, dass sie für die SRG das Richtige ist.» Supino betonte zudem, dass es ihm nicht darum gehe, die «wertvolle Institution» SRG zu schwächen.

Markus Knöpfli
 

Metzgerlehner: Michael Rottmann neuer Creative Director

Michael Rottmann, bisher Creative Director Jung von Matt/Limmat, übernimmt die kreative Führung bei Metzgerlehner Worldwide Partners.

Michael Rottmann führe als neuer Creative Director seit Anfang August die Kreation bei Metzgerlehner, teilte die Agentur am Donnerstag mit. Mit der ADC-Mitglied verstärke sich die Erlenbacher Agentur um eine der renommiertesten kreativen Persönlichkeiten der Branche. Rottmann übernehme als GL-Mitglied und Partner die Verantwortung für die kreative Zukunft von Metzgerlehner und freue sich auf seine neuen Aufgaben und natürlich besonders auf neue spannende Projekte.

Michael Rottmann hat während der letzten neun Jahre als Creative Director und GL-Mitglied bei Jung von Matt/Limmat erfolgreich für zahlreiche Marken und Unternehmen gearbeitet und zeichnete auch mitverantwortlich für den Gewinn zahlreicher Awards.

> «Wenn es am schönsten ist, soll man gehen»

Kälinkom: Dschungelbuch mit Paloma Würth und Jörg Abderhalden

Kälinkom hat einen neuen Spot für den Hausgerätehersteller Bosch kreiert. Die Geschichte spielt im tropischen Wald, wo der Kaffee herkommt und wo Tarzan und Jane wohnen.

Anstatt gemeinsam mit ihrem Helden in Lendenschurz eine Tasse hervorragenden Kaffee aus der Vero Bar von Bosch zu trinken, zieht Jane (gespielt von Paloma Würth) es vor, den nachhaltig gebrühten Kaffee in Ruhe und alleine mit Cheetah zu geniessen. Was Tarzan (gespielt von Ex-Schwingerkönig Jörg Abderhalden) schmerzlich erfahren muss.

Der Spot wurde für das 3D-Kino und für online realisiert. Mit Jörg Abderhalden als Botschafter für Bosch Hausgeräte.

Verantwortlich bei BSH Hausgeräte: Marc Wiefel (Leiter Marketing Bosch/Siemens/Gaggenau), Fabienne Neukom (Brandmanager Bosch Hausgeräte). Verantwortlich bei Kälinkom & Partner: Rolf Kälin, Fredy Messmer (Zeitsprung Commercial), Eike Betinga (Regie), Christoph Griep (Kamera), K-Effects Wien (Postproduktion 2D/S3D), Tro GmbH (Musik).
 

Publicis: Die APG unterstützt das Schweizerische Rote Kreuz

Am 3. September findet in Zürich die Swiss Red Cross Gala statt. Thema des Abends: Wasser. Der Erlöst der Gala kommt den Opfern vergessener Katastrophen zugute, für viele dieser Menschen ist sauberes Trinkwasser oft ein schier unerreichbarer Luxus.

Die APG unterstützt das Schweizerische Rote Kreuz in seinen Bemühungen, dem Abhilfe zu schaffen und schaltet dazu ein Inserat im Programmheft. Dazu unterstützt die APG das SRK mit einem Plakataushang. Inserat und Plakat wurden von Publicis konzipiert und realisiert.

Verantwortlich bei APG: Markus Ehrle (Leiter Marketing & Business Development), Slavica Lecic (Leiterin Marketing-Kommunikation). Verantwortlich beim Schweizerischen Roten Kreuz: Lucy Schweingruber (Event Manager). Verantwortlich bei Publicis: Peter Rettinghausen (CD), Grischa Rubinick (Senior AD), Nicolo Giunta (Junior AD), Margrit Weber und Jennifer Meier (Beratung), Patrick Rohner, Bildbearbeitung.

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Aus Assai Dialog+Digital wird Wirz Wietlisbach Dialog

Die Wirz Gruppe lanciert mit Wirz Wietlisbach Dialog eine auf Dialog-Marketing spezialisierte One-to-one-Agentur. Parallel dazu werden die bisher in der Assai konzentrierten Digital-Kompetenzen in alle Gruppen-Firmen integriert.

Mit der Lancierung von Wirz Wietlisbach Dialog würdige Wirz die Bedeutung des Dialog- Marketings als eigene Disziplin, heisst es in einer Mitteilung vom Mittwoch. Bereits das vor einem Jahr erfolgte Engagement von Guido Wietlisbach (Bild oben) als Geschäftsführer habe signalisiert, dass dass sich die ehemalige Assai Interactive mehr in Richtung Dialog-Marketing entwickeln würde.

Mit dem Namen «Wirz Wietlisbach Dialog AG» betone man sowohl die Eigenständigkeit als auch die Zugehörigkeit zur Gruppe. Die simple Lösung «Wirz Dialog» sei nicht in Frage gekommen, weil man die Firma dann für eine Unit von Wirz Werbung hätten halten können.

Markus Schärer wird GL-Mitglied bei Wirz Werbung

Parallel zu dieser Schärfung des Dialog-Angebotes erfolgt eine Integration der bisher bei Assai konzentrierten Digital-Kompetenzen in alle Wirz-Gesellschaften. Im Zuge dieser Neuausrichtung wechselt ein Grossteil des von Markus Schärer geführten Digital-Teams zu Wirz Werbung, er selbst wird dort als Geschäftsführer Digital neues GL-Mitglied. Die Dezentralisierung bezieht sich in erster Linie auf die digitale Beratung, Konzeption und Kreation, während der Bereich Technologie und Umsetzung/Programmierung weiterhin als zentrale Ressource angeboten wird, neu jedoch innerhalb der Wirz Werbung.

Zu den aktuellen Kunden von Wirz Wietlisbach gehören gemäss Mitteilung Orange, Post Mail, Swisscard und Betty Bossi.

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Markus Schaerer.

 

Tamedia: Martin Kall tritt zurück

Martin Kall hat entschieden, sich ab 2013 beruflich neu auszurichten. Der Verwaltungsrat von Tamedia hat den bisherigen stellvertretenden Vorsitzenden Christoph Tonini auf den Zeitpunkt des Austritts von Martin Kall zu seinem Nachfolger ernannt.

Dies teilte Tamedia am Mittwoch mit. Martin Kall ist seit April 2002 Vorsitzender der Unternehmensleitung von Tamedia. Der 41-jährige Christoph Tonini ist seit 2003 Mitglied der Unternehmensleitung, war in den letzten Jahren unter anderem für Finanzen, Services und Zeitungen Schweiz verantwortlich und leitet derzeit die Unternehmensbereiche Medien Schweiz sowie Digital. An der Generalversammlung 2013 soll Martin Kall in den Verwaltungsrat des Unternehmens gewählt werden.

(Bild: Keystone)

Bertelsmann: Jahresprognose leicht zurückgeschraubt

Europas grösster Medienkonzern Bertelsmann schraubt wegen der Kosten für neue Geschäfte und der unsicheren Wirtschaftsentwicklung seine Jahresprognose leicht nach unten.

Das operative Ergebnis werde dieses Jahr nicht mehr – wie bislang erwartet – den Vorjahreswert erreichen, sondern ein wenig darunter liegen, teilte Bertelsmann am Mittwoch mit. Im ersten Halbjahr sank das operative Ergebnis um zwei Prozent auf 737 Millionen Euro.
 
Der Umsatz legte dagegen um zwei Prozent auf 7,2 Milliarden Euro zu. Zu Bertelsmann gehören unter anderem die Fernsehgruppe RTL und der Verlag Gruner + Jahr mit Titeln wie Stern und der Financial Times Deutschland. (SDA)

Wirz: Kampagne für das Velohelm-Tragen gewonnen

Nach einem Pitch haben sich die Beratungsstelle für Unfallverhütung BFU, der Verkehrsclub der Schweiz VCS und Swiss Cycling für Wirz als neuen Partner entschieden.

Gesucht wurde eine neue Kampagne, die das freiwillige Tragen des Velohelms fördert, jedoch ohne Schockbilder und Drohfinger funktioniert. Wirz sei es gelungen, das Entscheidungsgremium in strategischer wie in kreativer Hinsicht zu überzeugen, schreibt die Agentur in einer Mitteilung. Die neue Kampagne, die eine Reihe von Massnahmen im On- und Offline-Bereich umfasst, soll im Frühling 2012 gestartet werden.
 

Blue Spirit: Anzeige für die SV Group realisiert

Das Restaurant Spiga Ristorante, das Teil der SV Group ist, tritt ab sofort als Sponsor der Berner Young Boys auf. Blue Spirit Communications wurde beauftragt, dies zu kommunizieren.

Die Schlierener Agentur setzte dabei gemäss Mitteilung auf eine aussagekräftige Typolösung. Entstanden ist ein Inserat, das im Matchprogramm erscheint sowie ein Internet-Banner.

Verantwortlich bei SV Group: Dana Staffiero Donzé (Marketing Consultant). Verantwortlich bei Blue Spirit Communications: Jae Erne (Art Direction), Andrea Golay (Grafik), Peter Bietenholz (Text), Enrico Bachmann (CD), Eveline Stocker (Beratung).

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UPC Cablecom muss Joiz ins analoge Netz nehmen

Das Bundesverwaltungsgericht hat die Beschwerde von UPC Cablecom gegen den Aufschaltentscheid des Bundesamtes für Kommunikation abgewiesen. UPC Cablecom ist demnach verpflichtet, den Fernsehkanal Joiz auf ihr analoges Kabelnetz aufzuschalten.

Mit dem Urteil des Bundesverwaltungsgerichtes werde der Entscheid des Bundesamtes für Kommunikation Bakom vom letzten Jahr bestätigt und soll nun endlich umgesetzt werden, heisst es in einer Mitteilung des Jugendsenders: Joiz soll spätestens ab Ende 2011 von UPC Cablecom auch analog verbreitet werden.

Das Bundesverwaltungsgericht habe dabei in allen relevanten Punkten der ersten Instanz recht gegeben. Cablecom werde verpflichtet, Joiz während dreier Jahre sowohl im digitalen als auch auf ihrem analogen Kabelnetz zu verbreiten. Damit werden rund 700'000 weitere Haushalte in der Deutschschweiz erschlossen.

> Zum selben Thema auf Werbewoche.ch

 

Zu guter Letzt: Die neue Wunderwaffe der Werbebranche

«Sie fühlen sich leer und ausgelaugt? Ihnen fehlt es an kreativer Inspiration? Wir haben die Lösung.». Die Lösung heisst Kreatorium - eine Wunderwaffe, die geniale Ideen für jede Kampagne, jedes Produkt und jeden Kunden auf Knopfdruck innerhalb von Sekunden generiert.

Die durchwachten Nächte, die schier endlose Suche nach DER kreativen Idee haben endlich ein Ende! Die Wunderwaffe ist für jeden kostenlos zugänglich – einfach die Kategorie auswählen, das Produkt nennen, die Farbwelt bestimmen und schon geht es los. Probieren Sie es aus.

Die Anwendung wurde übrigens von der Aachener Agentur Powerflasher anlässlich des Wettbewerbstarts für das Jahrbuch der Werbung 2012 entwickelt. Das Kreatorium ist für die Dauer des Wettbewerbs – also bis am 7. Oktober – online.
 

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