Zu guter Letzt: Der Gemächt-Grüsel im Kinderkatalog

Der Blick ist bekanntlich Weltmeister im Aufdecken von allerlei Grüsel-Skandalen. Der neuste Coup des Boulevardblatts: Ein Grüsel-Werbefoto im La Redoute-Kinderkatalog.

Auf der Website Laredoute.fr war doch tatsächlich während mehrerer Stunden ein Werbefoto aufgeschaltet, das fröhlich spielende, in Bademode gekleidete Kinder am Strand zeigte. Im Hintergrund ein «splitterfasernackter Mann», der «mit hängendem Gemächt aus dem Wasser stapft». Also nein! Da fragt sich der Blick natürlich, wie es sein kann, dass es dieses Grüsel-Foto durch alle Instanzen hindurch bis zur Veröffentlichung schaffte. Das fragen wir uns auch. Übrigens soll es seit der Veröffentlichung des Fotos auf Twitter und Blogs «Spott und Häme» hageln. Die allgemeine Meinung zum Grüsel-Foto geht dabei in Richtung «peinlicher Fauxpas». Nur ein paar wenige vermuten hinter der Aktion eine «versteckte Botschaft eines pädophilen Marketingprofis». Über «versteckt» liesse sich wohl diskutieren, ebenso über «Profi».

Ganz so tragisch ist die Geschichte ja nun auch nicht: Immerhin war das Gemächt «hängend» und nicht sonstwie. Wie dem auch sei, das Foto wurde glücklicherweise nach wenigen Stunden vom Netz entfernt. Natürlich macht es weiterhin fleissig in der virtuellen Welt die Runde – dem Screenshot sei Dank. Anzuschauen ist das Werk beispielsweise auf Blick.ch.
 

Viele Medienlobbyisten im neuen Bundesparlament

Von den 246 neugewählten Bundesparlamentariern sind mindestens 38 Nationalräte und 8 Ständeräte beruflich oder anderweitig im Medien- und Kommunikationsbereich tätig. CVP-Ständerat Filippo Lombardi hält eindeutig am meisten Branchenmandate.

Mit zwölf Personen sehr gut vertreten sind die Verleger: Zu ihnen zählt Filippo Nationalrat Leutenegger (FDP, ZH), der nicht nur einen eigenen Verlag (Hausmagazin) führt, sondern sich neuerdings auch als Sanierer der Basler Zeitung Medien versucht. CVP-Ständerat Filippo Lombardi vertritt als VR-Delegierter der Timedia-Holding die Interessen von gleich zwei der drei Tessiner Tageszeitungen. Urs Schwaller, sein fribourgischer Parteikollege im Stöckli, steht gar für drei Zeitungen ein – ist er doch VR-Mitglied sowohl beim Quotidien Jurassien als auch bei der Imprimerie St-Paul, die La Liberté und die Freiburger Nachrichten druckt. Umgekehrt ist die kleine, rechtsgerichtete Schweizerzeit Verlags AG sogar doppelt im Nationalrat vertreten – mit den VR-Mitgliedern Hans Fehr (SVP, ZH) und Lukas Reimann (SVP, SG). Auch Nationalratspräsident und Fast-Bundesrat Hansjörg Walter (SVP, TG) kennt sich im Verlagsgeschäft aus, denn als Verwaltungsrat der Druckerei Flawil AG ist er Mitherausgeber der Wiler Zeitung, diverser Wochenzeitungen und der Zeitschrift Moto Sport Schweiz. Ähnlich Ratskollegin Corina Eichenberger-Walther (FDP, AG): Sie präsidiert den Verwaltungsrat des Zofinger Tagblatts. Auch drei SP-Nationalräte sind in Verlagen aktiv: So ist Hans-Jürg Fehr (SH) Verleger der Schaffhauser AZ, Andreas Gross (ZH) ist Geschäftsleitungsmitglied eines kleinen Buchverlages in St. Ursanne, und Beat Jans (BS) ist Vorstandsmitglied beim Verein Strassenmagazin Surpise. CVP-Ständerätin Brigitte Häberli-Lolle (TG) wirkt zudem im Vorstand einer Genossenschaft mit, die das Frauenfelder Pfarreiblatt Forum Kirche herausgibt. Und nicht zu vergessen: Auch der Zürcher SVP-Nationalrat Christoph Blocher hat(te) immer wieder verlegerische Interessen – sei es beim Bündner Tagblatt, sei es bei der Basler Zeitung.

Privatsender sind breiter abgestützt als die SRG

Eine starke Lobby haben auch die lokalen Radio- und TV-Stationen: So vertritt Lombardi auch Radio 3iii und TeleTicino im Bundesparlament. Als Präsident des Lokalfernsehverbandes Telesuisse lobbyiert er aber auch für die ganze Privat-TV-Branche und als Stiftungsrat der Stiftung Mediapulse auch für deren Nutzungsforschung. Im Nationalrat ist mit Yannick Buttet (CVP, VS) ferner ein VR-Mitglied von Radio Chablais, mit Maximilian Reimann (SVP, AG) ein Mitbegründer von Radio Argovia und Tele M1. Die Nationalrätin Barbara Schmid-Federer (CVP, ZH) ist VR-Mitglied von Radio Zürisee, Christine Bulliard-Marbach (CVP, FR) ist Verwaltungsrätin bei Radio Freiburg, und ihre Ratskollegin Viola Amherd (CVP, VS) sitzt im Vorstand des Trägervereins des Walliser TVs Canal 9. Gleich zwei Nationalräte kann das kleine Tele D (Diessenhofen) stellen – mit den Stiftungsräten Peter Spuhler (SVP, TG) und Hans-Jürg Fehr (SP, SH). Auch Radio 105 hat eine Stimme im Nationalrat – via Cédric Wermuth (SP, AG), der beim Jugendsender im Programmbeirat ist. Zu erwähnen ist noch Ruedi Noser (FDP, ZH), der zu 20 Prozent an der ZH-Medien GmbH des früheren ZüriPlus-Betreibers Peter Steinmann beteiligt ist.

Weniger komfortabel vertreten ist die SRG: Im Nationalrat sind zwar mit Maximilian Reimann (SVP, AG) und Walter Wobmann (SVP, SO) zwei Mitglieder der regionalen SRG-Gesellschaften, doch ist zumindest Reimann als SRG-Kritiker bekannt. Auf derselben Seite steht auch der ehemalige SF-Redaktor Filippo Leutenegger (FDP, ZH), der zusammen mit Natalie Rickli (SVP, ZH) die SRG-kritische Aktion Medienfreiheit präsidiert. Rickli arbeitet zudem bei der SRG-Konkurrentin Goldbach Group, die hierzulande die meisten ausländischen TV-Werbefenster vermarktet. Mehr Rückhalt dürfte die SRG beim ehemaligen SF-Journalisten Matthias Aebischer (SP, BE) geniessen.

Journalisten, PR-Leute und die Werbe-Lobby

Vier Nationalräte und eine Ständerätin geben übrigens an, journalistisch tätig zu sein: Weltwoche-Redaktor Peter Keller (SVP, NW), Lorenzo Quadri (Lega, TI), der beim Lega-Blatt Mattino della Domenica arbeitet, der ehemalige Tagblatt-Redaktor Christian Lohr (CVP, SG), der heute freier Journalist ist, dann der Waadtländer Liberale Fahti Derder, der auch als Kommunikationsberater arbeitet, sowie aus dem selben Kanton SP-Ständerätin Géraldine Savary.

Vier weitere Politiker kommen aus dem PR- und Kommunikationsbereich: So ist Nationalrätin Doris Fiala (FDP, ZH) Inhaberin von relations & more, einer Agentur für Öffentlichkeitsarbeit, ihr Ratskollege Balthasar Glättli (Grüne, ZH) ist beim VPOD Schweiz als Leiter Kampagnen und Werbung tätig, der PR-Berater Lorenz Hess (BDP, BE) sitzt im VR der Berner Kommunikationsagentur Stoll, Hess und Partner, und Ständerat Werner Luginbühl (BDP BE) arbeitet als Leiter Public Affairs bei der Mobiliar.

Auch die Werbung hat zahlreiche Interessenvertreter im Bundeshaus: Im Ständerat ist es einmal mehr Filippo Lombardi, der als Präsident des Verbandes Schweizer Werbung gleich für die ganze Branche lobbyiert. Schützenhilfe erhält er von acht Nationalräten, die sich im Rahmen der IG Freiheit unter anderem gegen Werbeverbote einsetzen. Konkret sind dies IG-Präsident Peter Spuhler (SVP, TG), die beiden Vizepräsidenten Otto Ineichen (FDP, LU) und Gerhard Pfister (CVP, ZG) sowie die IG-Mitglieder Toni Brunner (SVP, SG), Christian Lüscher (FDP, GE), Jean-François Rime (SVP, FR), Thomas Müller (SVP,SG) und Walter Müller (FDP, SG).

Vom Glasfaser-Verband bis zum Pruntruter Kino

Erstaunlich ist, dass der im letzten September gegründete «Interessenplattform» Glasfasernetz Schweiz, wo die Swisscom mit CEO Carsten Schloter prominent vertreten ist, gleich drei Vorstandsmitglieder nach Bundesbern delegieren kann, nämlich die Nationalräte Martin Landolt (BDP, GL) und Ruedi Noser (FDP, ZH) sowie CVP-Ständerat Peter Bieri (ZG).

Fünf SP-Parlamentarier haben anderweitige Affinitäten zum Thema Medien: So arbeitet die Nationalrätin Evi Allemann (BE) im Vorstand der «Vereinigung gegen mediale Gewalt» mit, Ratskollegin Ursula Wyss (BE) ist im Beirat des Instituts für Medienwissenschaften der Uni Bern, und Ständerätin Pascale Bruderer Wyss (AG) gehört dem Advisory Board des Swiss Media Forum, das letztes Jahr von «Der Sonntag»-Chefredaktor Patrik Müller initiiert wurde. Zudem ist Bruderer Anwältin des Aussenwerbers Clear Channel Schweiz. Zu erwähnen sind noch Nationalrat Pierre-Alain Fridez (JU), der für das Kino von Pruntrut engagiert, sowie Ständerat Hans Stöckli (BE), der im Stiftungsrat der Comdays (Bieler Kommunikationstage) Einsitz hat.

Wo die Bundesparlamentarier engagiert sind, geht zumindest teilweise aus den selbst deklarierten Interessenbindungen (www.parlament.ch) hervor. Allerdings sind die Listen dort fehlerhaft, teilweise veraltet und unvollständig. Unvollständig ist übrigens auch das Bundesparlament: Denn nach der Wahl von Ständerat Alain Berset in den Bundesrat muss der Kanton Fribourg am 11. März noch einen neuen Standesvertreter bestimmen.

Markus Knöpfli

(Teaserbild: Parlament.ch)
 

Im Bowlingcenter: Für Audi neben der Spur

Der Spurhalteassistent Audi active lane assist verhindert, dass Autofahrer ihre Fahrspur unbeabsichtigt verlassen. Wie lässt sich der Nutzen dieses Assistenzsystems einfach zeigen und überraschend erlebbar machen?

Die Idee: Spurhalten beim Autofahren unterscheidet sich gar nicht mal so sehr vom Bowling. Die Y&R-Gruppe programmierte die Computer eines Bowlingcenters um: Immer wenn eine Kugel aus der Bowlingbahn driftete, wurde der Audi active lane assist auf dem Punkte-Screen beworben. Gleichzeitig wurden auf der Bahn die «Bumpers» hochgefahren – Hilfsbanden, die eigentlich für Kinder und Anfänger gedacht sind.

Verantwortlich bei Amag: Erich Hunold (Marketingleiter Audi) und Barbara Wernli (Leiterin Werbung Audi). Verantwortlich bei der Y&R-Gruppe: Markus Gut (CCO), Daniel Bieri (CD), Dieter Boller (Text/Konzept), Vincent Schaublin (AD) und Rémy Müller (Beratung).
 

Verstärkung der Verlagsleitung der Migros-Medien

Seit Beginn dieses Jahres ist Nicole Thalmann stellvertretende Verlagsleiterin und Thomas Brügger ist der neue Anzeigenleiter.

Nicole Thalmann ist seit dem 1. Januar neu neben der Leitung des Verkaufsinnendienstes, die Unterstützung des Verlagsleiters Patrick Wehrli in einer Stellvertreterfunktion. Sie ist seit 2007 für die Migros-Medien tätig und wird im Februar die Ausbildung zur Medien-Managerin abschliessen.
Thomas Brügger übernimmt die Leitung des Verkaufsaussendienstes. Er arbeitet bereits seit drei Jahren im Anzeigen-Verkauf der Migros-Medien.
Patrick Wehrli, Verlagsleiter Migros-Medien äussert sich positiv zum Wechsel: «Es freut mich, dass ich Nicole Thalmann und Thomas Brügger für diese Funktionen gewinnen konnte. Ich bin überzeugt, dass beide einen wertvollen Beitrag zur erfolgreichen Weiterentwicklung des Verlags leisten werden.»
 

Krönchen für Pistenbegeisterte im Riders Palace in Laax

Riders Palace, das Design-Hotel in Laax, feiert diese Saison das zehn-jährige Jubiläum. Zum runden Geburtstag hat die Basler Werbeagentur Eyeloveyou das Jubiläumsemblem, die Bildwelt sowie die passenden Massnahmen konzipiert und umgesetzt.

Das Riders Palace hat sich zum 10-Jahr-Jubiläum einen Jubiläums-Claim von Eyeloveyou aus Basel umsetzen lassen. Der Claim mit dem Namen «Royal Riding – since 2001» zeigt sich passend mit einem Krönchen – bestehend aus Skistöcken und Snowboards. Das Riders Palace tritt im Jubiläumsjahr auch mit einer neuen Bildwelt auf. Über die clevere Inszenierung von Miniaturfiguren im Umfeld der drei Bereiche Hotel, Club oder Piste gelingt es, das Royal-Riding-Konzept konsequent und humorvoll umzusetzen. Zu den Jubiläumsmassnahmen gehören auch die komplett überarbeitet Website, die Check-in Karten im Hotel, die Barkarte, sämtliche Eventplakate sowie ein spezielles Pokerset.

Verantwortlich bei Weisse Arena Gruppe: Christoph Schmidt (Leiter Resort und Services), Tobias Treichler (Direct Marketing und Werbung), Josef Sporer (Web-Management und ECommerce) und Silke Palmieri (Betriebsleitung Riders Palace, Musik und Entertainment). Verantwortlich bei Eyeloveyou: Rafael Dietschy (Design, Konzeption), Stevie Fiedler (Design), Oliver Kirschbaum (Beratung), Anne Krier (Grafik) und Tobias R. Dürring (Fotografie).
 

Ammarkt holt sich Ralf Kostgeld als Creative Director in die Geschäftsleitung

Auch die St. Galler Agentur Ammarkt verkündet im neuen Jahr einen Wechsel. Ralf Kostgeld wird neu als Creative Director anzutreffen sein.

Ammarkt verstärkt ihr Führungsteam. Mit Ralf Kostgeld holt sich die Agentur einen Creative Director mit nationalem und internationalem Erfolgsausweis in das 32-köpfige Unternehmen. Der gebürtige St.Galler hat in der Vergangenheit für verschiedene renommierte Kreativ- und Designagenturen im In- und Ausland gearbeitet. Zuletzt als langjähriger CD bei Publicis.
 

Draftfcb/Lowe Group erstellt «Die Nudel»-Kampagne für Theater Rigiblick

Draftfcb/Lowe Group hat für das Theater Rigiblick eine witzige Kampagne für «Loriot - Der Theaterabend» entwickelt und passend zum Thema «die Nudel» gestaltet.

Das Theater Rigiblick präsentiert seit Dezember «Loriot – Der Theaterabend» mit den bekanntesten Sketches von Loriot. Draftfcb/Lowe Group realisierte dafür sechs verschiedene Sujets, die das Kultstück «Die Nudel» in den Mittelpunkt stellen. Die Sujets kommen als Plakate, im Programmheft und auf der Website des Theaters zum Einsatz und entstanden in Zusammenarbeit mit dem Fotografen Felix Streuli.
Begleitet wird die Kampagne von einer Guerilla-Aktion. Mit sogenannten Guerilla-Spaghetti, die mit einem QR-Code versehen sind, wird auf Fremdplakaten und in der Spaghetti Factory auf «Loriot – Der Theaterabend» aufmerksam gemacht. Zu sehen ist die Kampagne noch bis Ende Januar.

Verantwortlich beim Theater Rigiblick: Daniel Rohr (Theaterleitung) und Brigitta Stahel (Stellvertretende Theaterleitung). Verantwortlich bei Draftfcb/Lowe Group: Dennis Lück (ECD), Frédéric Nogier (AD), Tizian Walti (Text) und Felix Streuli (Fotograf).
 

Neue Zahlen für TV-Nutzung im zweiten Halbjahr 2011

Die neusten Zahlen der Mediapulse-Tochter Publica Data für das zweite Semester des Jahres 2011 wurden kürzlich erhoben und ausgewertet. SF 1 hält sich immer noch an der Spitze, während SF 2 weniger Marktanteil als der Deutsche Privatsender RTL vorweisen kann.

Auch im zweiten Halbjahr des 2011 steht der öffentlich-rechtliche Sender SF 1 mit einem Marktanteil von 20.6 Prozent an der Spitze für die Deutsch-Schweizerischen Fernsehzuschauer. In der Auswertung aller Personen ab drei Jahren in der Deutschschweiz ist SF 1 klar der führende Sender, gefolgt von RTL (7.3), SF 2 (6.5) und den beiden rechtlich-öffentlichen Sender aus Deutschland ARD (5.0) und ZDF (4.9).

In der werberelevanten Zielgruppe der 15-49-Jährigen ist SF 1 mit 11.1 Prozent wiederum an der Spitze zu finden. Bei dieser Hochrechnung der Marktanteile zeigt sich jedoch, dass RTL mit 10.2 Prozent beinahe gleich beliebt ist. SF 2 hingegen ist auch in dieser Zielgruppe mit 7.4 Prozent auf dem dritten Platz zu finden. Die beiden Deutschen öffentlich-rechtlichen Sender ZDF und ARD sind von den beiden Deutschen Privatsendern ProSieben (6.9) und Vox (5.5) abgelöst worden. Bei der gesamten Stichprobe haben 2077 Personen teilgenommen, davon waren 1044 in der Zielgruppe 15-49 zu verorten.

Die vollständigen Daten befinden sich unter: www.publicadata.ch

Am Donnerstag wurden die hochgerechneten Marktanteile von Goldbach Media veröffentlicht. Ein Vergleich zeigt, dass bei Goldbach Media, welche die Werbefenster Deutscher Privatsender vermarktet, RTL einen höheren Marktanteil aufweist, als SF 1. Die Unterschiede ergeben sich durch die Ausrechnung der Gäste. Während Mediapulse die Gäste miteinbezog, hat Goldbach Media die Marktanteile ohne Gäste berechnet.

PIN-Daten kaum vor 2014
 

Aargauer Regierungsräte werden Kolumnisten bei Radio Argovia

Radio Argovia lässt sich etwas ganz Spezielles einfallen, um den Hörerinnen und Hörer ein wenig Einblick in das Leben von Politikern zu gewähren.

Die Aargauer Regierungsrätin und ihre vier Kollegen werden im neuen Jahr Kolumnisten bei Radio Argovia. Jeweils am Donnerstagabend – erstmals am 12. Januar – werden sich die Regierungsrätin und die Regierungsräte im Argovia Abendinfo abwechselnd zu einem von ihnen frei gewählten Thema äussern. Über diese Kolumne sollen die Hörerinnen und Hörer neben der politischen auch die andere Seite der Regierungsräte kennenlernen. Radio Argovia gibt bekannt, sich sehr zu freuen, die Gesamtregierung für dieses bisher in der Schweizer Radioszene einmalige Projekt gewonnen zu haben.

S&W: Attraktiv dank Bildung

S&W hat sich für die Wirtschaftshochschule FHNW eine lustige Kampagne ausgedacht, die jeden anlocken soll, der gebildet und somit auch attraktiv sein möchte.

Die Hochschule für Wirtschaft der Fachhochschule Nordwestschweiz FHNW mit Standorten in Olten, Basel und Brugg bewirbt ab 9. Januar mit einer Kampagne die Ausbildungsangebote für Jugendliche und junge Erwachsene. Die beiden Sujets zeigen: Erfolg macht attraktiv. Für die Kampagne kommen Strassenplakate, Railposter in S-Bahnen und Regionalzügen sowie Tram-, Zug- und Bushänger und Flyers zum Einsatz. Dazu werden animierte Busscreens in Bussen des Kampagnengebietes geschaltet. Neben dem Kerngebiet der FHNW liegen auch die angrenzenden Regionen im Fokus der Kampagne.
Einen Kampagnenschwerpunkt bilden Online- und Social Media-Kanäle: Geworben wird unter anderem mit animierten Banners und Anzeigen neben verschiedensten zielgruppenrelevanten Sites.

Verantwortlich bei der Hochschule für Wirtschaft FHNW: Richard Pöllinger (Leiter Kommunikation). Verantwortlich bei der S&W Werbeagentur AG: Jörg Krummenacher und Urs Wiezel (Kreation), Martin Perini (Konzeption und Beratung), Thomas Beck (Media und Produktion) Dominik Golob (Fotografie).
 

Amtsblatt des Kantons Aargau ist neu eine Online-Gratiszeitung

Als erster Kanton publiziert der Aargau sein traditionelles Amtsblatt nur noch in elektronischer Form im Internet. Die Onlineausgabe mit News wie Erbaufrufen und Parkverbotsgesuchen oder Gesetzestexten ist am Freitag erstmals nicht mehr auf Papier erschienen.

Optisch präsentiert sich das Amtsblatt des Kantons Aargau wie bisher. Es ist als PDF-Ausgabe jeden Freitag im Internet abrufbar. Die Publikationsgebühren sinken um rund 20 Prozent, wie die Staatskanzlei am Freitag mitteilte. Die beglaubigte Auflage des Amtsblattes im A4-Format betrug zuletzt knapp 3'500 Exemplare. Unter anderem waren die Gemeinden verpflichtet, das Blatt zum Jahrespreis von 95 Franken zu abonnieren.

Die Kantone Zürich, Basel-Land und Solothurn planen, die rechtsverbindlichen amtlichen Publikationen einzig in elektronischer Form herauszugeben. Auch das Fürstentum Liechtenstein will das elektronische Amtsblatt einführen. Das Schweizerische Handelsblatt (SHAB) wird in gedruckter und in elektronischer Form veröffentlicht. Seit 2006 ist jedoch die elektronische Fassung massgebend. (SDA)
 

RTL beliebtester TV-Sender bei den Schweizern

2011 war RTL der beliebteste TV-Sender bei den 15- bis 49-jährigen Schweizern. Mit 12,6 Prozent Zuschauer-Marktanteil gewinnt RTL deutlich vor SF 1 (11,2 Prozent).

Bei den 20-bis 49-jährigen Haushaltsführenden war der Vorsprung von RTL noch deutlicher, wie Goldbach Media in einer Mitteilung schreibt: Mit 14,2 Prozent konnte RTL weit mehr Anteile als SF1 für sich beanspruchen (10,2 Prozent). Mit dem Erfolg von RTL liegt zum ersten Mal in der Schweizer TV-Geschichte ein Privatsender über ein ganzes Jahr vor dem öffentlich-rechtlichen SF1. Auch für Pro Sieben war 2011 ein Erfolgsjahr: Der Sender erreicht 8,4 Prozent Zuschauer-Marktanteil und liegt auf Platz 3 der beliebtesten Sender in der Schweiz. Pro Sieben verdrängt damit SF zwei (8,0 Prozent) von den Podestplätzen.

Die beiden Privatsender konnten gegenüber dem Vorjahr deutlich Marktanteile gewinnen. RTL vergrössert seinen Anteil um 18 Prozent (2010 lag der Marktanteil bei 10.7 Prozent). Für Pro Sieben liegt der Zuwachs bei 8 Prozent (2010 erreichte Pro Sieben 7.8 Prozent). Dies sei ein deutlicher Beweis, wie beliebt das Programm der Privatsender in der Schweiz sei, so Goldbach Media.

Bekannte Quotengaranten bei RTL sind unter anderem «Gute Zeiten, Schlechte Zeiten» mit durchschnittlich 67‘700 Schweizer Zuschauern (14 Prozent Zuschauer-Marktanteil) oder «Familien im Brennpunkt» (19 Prozent). Aber auch Magazine und Nachrichtensendungen wie «Exclusiv – Das Star-Magazin» (13 Prozent) und «Punkt Zwölf» (20 Prozent) geniessen sehr hohe Beliebtheit.

Pro Sieben punktet vor allem durch Serien wie «Die Simpsons» (10 Prozent) oder «Two and a Half Men» (10 Prozent). Beliebte Magazine sind «Galileo» (9 Prozent) oder «Taff» (10 Prozent). Ebenfalls sehr beliebt sind Schweizer Programmfenster wie «Funky Kitchen Club» oder «Faces TV». Zum Jahresende hin gelingt Sat.1 und Pro Sieben mit «The Voice» ein Schweizer Publikumserfolg mit durchschnittlich knapp 150‘000 Zuschauern und 16 Prozent Marktanteil.

RTL und Vox beliebteste Privatsender der Schweizer Haushaltsführenden

Auch bei den 20- bis 49-jährigen Haushaltsführenden sind zwei Privatsender auf den Podestplätzen: Gold geht wieder an RTL. Der Sender liegt mit 14,2 Prozent Zuschauer-Marktanteil deutlich vor SF1 (10,2 Prozent). Auf den dritten Platz schafft es Vox mit 7,8 Prozent. Für Vox ist es gemäss Mitteilung das erfolgreichste Jahr überhaupt in seiner 20-jährigen Sender-Geschichte.

goldbach

Quelle: Mediapulse Fernsehpanel, Deutschschweiz, Januar bis Dezember 2010 vs. Januar bis Dezember 2011, 24h.
Zielgruppen: Personen 15-49 Jahre ohne Gäste (da ansonsten kein Vergleich zu 2010 möglich), Haushaltsführende 20-49 Jahre, Zuschauer-Marktanteile in Prozent.
Hinweis: Sendermarktanteil jeweils vom Gesamtsignal (RTL, Pro Sieben, Vox). Formate von RTL und Pro Sieben im 2011 jeweils nur auf Schweizer Signal ausgewertet (Zuschauer-Marktanteile bei 15 bis49 Jahren ohne Gäste, Anzahl Zuschauer auf Personen ab 3 Jahren mit Gästen).

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