Spinas Civil Voices: Nein zu «Monsanto-Kindern»

Spinas Civil Voices hat ein Abstimmungsplakat entworfen, das auf genmanipuliertes Maissaatgut des Agrarkonzernes Monsanto anspielt.

2015 hat das Stimmvolk Ja zu einer Verfassungsänderung gesagt, die die Einführung von Gentests an Embryos (Präimplantationsdiagnostik) im Grundsatz ermöglicht. Weil das neue Fortpflanzungsmedizingesetz (FMedG) aber von über 50 Parlamentsmitgliedern aus BDP, CVP, EDU, EVP, Grüne, SP und SVP als extrem, gefährlich und unkontrollierbar beurteilt wurde, hat ein überparteiliches Komitee das Referendum ergriffen.

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Im Auftrag des Komitees hat Spinas Civil Voices ein Abstimmungsplakat entworfen, das auf genmanipuliertes Maissaatgut des Agrarkonzernes Monsanto anspielt. Und das damit schnell und überraschend das Thema auf den Punkt bringt. Das Sujet hat seinen ersten grossen Auftritt bereits in der Tagesschau gehabt (siehe unten), ab dem 16. Mai wird es an mindestens 1'000 Orten in der Schweiz auch als Strassenplakat zu sehen sein. Die Volksabstimmung findet am 5. Juni 2016 statt.

Verantwortlich beim Komitee «Nein zu diesem FMedG»: Samuel Kullmann (Kampagnenleiter). Verantwortlich bei Spinas Civil Voices: Conny Geibel (Beratung), Wanda Michel (AD), Matthias Freuler (Texter), Hannes Aeschlimann (Grafik).
 

Agentur am Flughafen konzipiert für Schöb Imagebroschüre aus dem Wald

Glaswerk: Glamour Meets Technology

Die Entwicklung der neuen Website für Sibylle Cosmetic ist Ausdruck einer bewährten, langjährigen Zusammenarbeit. Das Kosmetikinstitut befindet sich in Bad Ragaz und lässt sich mit wenigen Worten beschreiben: Glamour Meets Technology Meets Beauty.

Mit dem Relaunch der Website soll dieser Anspruch lebendig werden, in Wort, Bild und technologisch. Die Bildwelt der Website zeigt selbstbewusste Frauen und Männer, sexy und mit hohem ästhetischen Anspruch. Sie spiegelt das Selbstverständnis und die Sehnsucht der Kundinnen und Kunden wider. Bei Sibylle Cosmetic geht es um Hightech-Kosmetik, ästhetische Medizin, Permanent Make-up – kurz, um höchste Ansprüche, Top-Pflegemarken und um technologische Produkte auf dem sogenanntem Gold-Standard. So formuliert es Sibylle Mathis gerne selbst.

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Im Zentrum von Sibylle Cosmetic steht Sibylle Mathis. Sie ist die Person, die mit ihrer Offenheit, ihrem Charme, ihrer Erfahrung und Leidenschaft, die Menschen und ihre Wünsche ernst nimmt und gemeinsam realistische Erfolgsaussichten festlegt. Sybille Mathis verspricht nichts, was sie nicht halten kann und verschreibt sich voll und ganz der individuellen Schönheit Ihrer Kundinnen und Kunden.

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Menschen mit ästhetischem Bewusstsein. Menschen, die gerne Ihre natürliche Ausstrahlung betonen und damit persönliche Qualitäten ausdrucksvoll unterstreichen – im beruflichen und privaten Umfeld. Unter Sibylle-cosmetic.ch finden künftige Kundinnen oder Kunden ein Preview von allem, was sie im Kosmetikinstitut erwartet.

Den Einsatz, den Sibylle Mathis für ihre Kundinnen und Kunden zeigt, erwartet sie auch von ihrer Agentur. Dabei steht die Entwicklung individueller Lösungswege mit Weitblick und Ehrlichkeit im Vordergrund. Mit der neuen Website positioniert sich Sibylle Cosmetic zielsicher unter den führenden Kosmetikinstituten in der Schweiz. Der nächste Schritt wird die Einrichtung und Etablierung eines Online-Shops sein. (pd)

Verantwortlich bei Glaswerk: Tobias Gläser (Beratung), Clovis Wieske (Creative Direction), Alexander Gyger (Design), Ralph Müller (Text), Moritz Schuler (Digital Production), Daniel de Souza (Digital Production), Anastasia Ruckelshausen (Assistenz Digital Production).

 

Wie Siroop sich als offener Marktplatz positioniert

Das Sortiment von Brack.ch ist jetzt auch über den Onlinemarktplatz von Siroop.ch erhältlich. Für das Joint-Venture von Swisscom und Coop ist es der erste grosse Händler. Das Unternehmen erklärt, wie andere Händler teilnehmen können und was es kostet.

Der Onlinemarktplatz Siroop hat prominenten Zuwachs bekommen. Wie das Unternehmen mitteilt, kann das Sortiment von Brack.ch ab sofort über die Plattform bezogen werden.

Siroop bezeichnet sich selber als «ersten offenen Onlinemarktplatz der Schweiz». Das Unternehmen ist ein Joint-Venture der Coop-Gruppe und von Swisscom. Noch befindet sich das Projekt in einer Beta-Phase. Erst im zweiten Quartal dieses Jahres soll das Portal mit einer grossangelegten Werbekampagne lanciert werden.

Brack.ch macht Konkurrenz keine Sorge

Insgesamt umfasst das auf Siroop zugängliche Sortiment von Brack.ch 80'000 Artikel, wie das Unternehmen mitteilt. Für beide Seiten sei die Zusammenarbeit eine Win-Win-Situation. Siroop profitiere vom Zuwachs durch einen grossen Schweizer Anbieter. Brack.ch erhöhe im Gegenzug seine Reichweite.

Brack.ch hat sich schon in der frühen Phase zur Zusammenarbeit mit Siroop entschieden, da der Marktplatz zu «einer der primären Anlaufstellen für Schweizer Konsumenten in Sachen Produktsuche werden» könnte, schreibt das Unternehmen.

Laut Markus Maler, CEO von Brack.ch, ist es auch kein Problem, dass Coop als Eigentümer vom Konkurrenten Microspot.ch mit bei Siroop involviert ist. Siroop agiere eigenständig und behandle alle Akteure auf der Plattform gleich, so Maler weiter.

Finanzierung über Kommissionen

Prinzipiell kann sich jeder Händler dem Marktplatz von Siroop anschliessen. Die Aufnahme ist kostenlos, teilte das Unternehmen auf Anfrage mit. Siroop selber finanziert sich durch Kommissionen. Die Höhe dieser ist abhängig von der Produktkategorie. Die Grösse eines Händlers spielt keine Rolle, betont das Unternehmen.

Für Elektronikhändler liegt der Kommissionssatz bei 6 Prozent. Alle anderen Kategorien schlagen mit 9,9 Prozent zu Buche. In der Kommission mit eingeschlossen sind die Payment-Kosten. Weitere Informationen zur Teilnahme hat Siroop auf seiner Website bereitgestellt. Zurzeit sind 63 Händler auf dem Marktplatz registriert. Das Sortiment reicht dabei von Kosmetik über Bücher bis hin zum Elektronik-Fachhandel.

Konkurrenz bisher kein Problem

Siroop sieht sich nach eigenen Angaben in der Schweiz als «Pionier». Es gebe noch keinen Onlinemarktplatz, «der allen Marktteilnehmern komplett offen steht». Dabei reiche Siroop allen interessierten Firmen die Hand. Neben grossen Online-Playern wie Brack.ch werden auch kleine «Läden um die Ecke» angesprochen, teilt Siroop weiter mit. Nicht einmal eine Website sei hierzu notwendig.

Da die Plattform offen ist, treffen hier auch direkte Konkurrenten aufeinander. Dessen sind sich die Betreiber durchaus bewusst – es ist ein essenzieller Teil des Konzepts. Letztendlich müssten die Händler entscheiden, ob es der richtige Ansatz für sie ist. Siroop möchte allen Unternehmen, ungeachtet der Grösse und Bedeutung, eine gleich attraktive Plattform bieten.

Bisher gab es noch keine Probleme zwischen Händlern mit gleichem Sortiment. «So haben sich beispielsweise viele unserer kleinen Händler eine Nische geschaffen, in der sie spezialisiert sind. Oder sie bieten Produkte an, die grosse Händler so nicht im Angebot haben», teilen die Betreiber mit.

Verbesserungen auf der Website

Seit dem Beginn der Test-Phase entwickelte Siroop den Onlinemarktplatz kontinuierlich weiter. Dabei floss das Feedback von rund 1500 Kunden mit ein. Durch diese Anregungen konnte das Kundenerlebnis laut Siroop verbessert werden. Weiterhin wurde der Funktionsumfang sukzessive ausgebaut, um den Mehrwert für Kunden und Händler zu steigern.

Bei der Erarbeitung des Web-Auftritts arbeitete Siroop eng mit externen Partnern aus dem In- und Ausland zusammen. Beim Design und der Webentwicklung setzt Siroop auf die Schweizer Agenturen Ginetta und Liip, teilt das Unternehmen mit.

Zudem beschäftig das Unternehmen momentan 20 eigene Entwickler am Standort in Zürich. Im März 2015 waren es erst 2 Entwickler. Momentan sucht Siroop auch noch nach weiteren Entwicklern für sein Team. Das sind vor allem Spezialisten im Bereich Back- und Frontend-Entwicklung, wie auch Suchspezialisten. Nach eigenen Angaben arbeiten momentan 100 Personen im Unternehmen. (Netzwoche)

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CIM St. Gallen: Zuwachs im Verwaltungsrat

Das Center for Industrial Marketing St. Gallen (CIM) ernennt Roman Boutellier und Markus Diggelmann als neue Mitglieder des Verwaltungsrats.

Roman Boutellier ist der frühere Vizepräsident für Personal und Ressourcen der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) Zürich, wo er auch als ordentlicher Professor für Innovations- und Technologiemanagement tätig war. Professor Boutellier bekleidet zudem zahlreiche Verwaltungsratsmandate, unter anderem bei Georg Fischer.

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Der neu konstituierte Verwaltungsrat des CIM: (v.l.n.r) Markus Diggelmann, Roman Boutellier, Michael Weibel (Managing Director), Christian Belz

Markus Diggelmann ist Rechtsanwalt und Partner bei Schoch, Auer & Partner, einer der grösseren Anwaltsfirmen der Ostschweiz in St. Gallen und Schiedsrichter für Vertragsrecht, Gesellschaftsrecht und Bankenvertragsrecht im Rahmen der St. Galler Schiedsordnung SGSO. Er ist unter anderem auf den Kauf und Verkauf von Unternehmen, Nachfolgeregelungen und Due Dilligence-Prüfungen spezialisiert.

Das Center for Industrial Marketing St. Gallen wurde 2014 als Ableger des Instituts für Marketing der Universität St. Gallen von Michael Weibel und Christian Belz gegründet. Das Beratungsunternehmen unterstützt sowohl national als auch international bedeutende Industrie- und Dienstleistungsunternehmen sowie öffentliche Institutionen in vielen Bereichen des Business-to-Business Marketings und Vertriebsmanagements.
 

Executive Managing Director Nicolas Noth verlässt PHD Schweiz

Nach drei Jahren des Aufbaus der neuen Kommunikations- und Mediaagentur PHD im Schweizer Markt hat sich Executive Managing Director Nicolas Noth entschieden, das Unternehmen zu verlassen.

Noth wechselte per 1. September 2013 von Joiz zu PHD (Werbewoche.ch berichtete). Stefan Burgass, CEO Omnicom Media Group Schweiz, in einer Mitteilung : «Ich bedaure den Entscheid von Nicolas Noth die Agentur zu verlassen. Er hat in den fast drei Jahren seiner Verantwortung als Executive Managing Director PHD Schweiz die Agentur massgeblich mit geprägt und im Schweizer Markt aufgebaut». Bis ein Nachfolger für den zurücktretenden Executive Managing Director Nicolas Noth gefunden ist, wird Stefan Burgass die interimistische Leitung der PHD Schweiz übernehmen.

 

Zu guter Letzt: Genial Generali versichert

Ogilvy baute in Spanien für Generali Vogelhäuschen, die Leben retten.

Manche Zahlen geben zu denken: 2015 wurden 40 Prozent des Nordspanischen Waldes durch Waldbrände zerstört. Im Schnitt bricht fast ein Waldbrand pro Woche aus. Die Feuer bedrohen (und zerstören) nicht nur Flora und Fauna, sondern auch die Menschen, die in der Nähe der Wälder wohnen. Ogilvy Madrid hat sich für den Kunden Generali an die Lösung des Problemes gemacht und eine erstaunlich simple – aber effektive Lösung entwickelt: Der Vogelhaus-Alarm. Dabei handelt es sich um einen solarbetriebenen Rauchmelder in Form eines Vogelhäuschens. Wird im Umkreis von 20 Metern Rauch geortet, sendet das Vogelhaus über 3G ein Signal an die Feuerwehr – inklusive GPS-Daten zur Lokalisierung. Mehr zum Haus auf Generalibirdhousealarm.com. Nicht ganz klar wird, ob das Vogelhaus-Konzept nur Deko ist oder ob sich – nebst der ganzen Technik – auch ein Vogel einnisten kann. Vermutlich ist ihm aber auch schon damit geholfen, wenn nicht sein kompletter Lebensraum abbrennt. (hae)

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https://www.youtube.com/watch?v=0he-WpBVPAA

Kabelnetzverbund will sich Sport-Übertragungsrechte sichern

Die Mitglieder des Dachverbands der Schweizer Kommunikationsnetze Suissedigital nehmen einen neuen Anlauf, sich die Übertragungsrechte für Sportevents zu sichern. Sie wollen damit die jetzige starke Position der Swisscom brechen.

Die rund 200 Mitglieder der Schweizer Glasfasernetzbranche mit zusammen 2,5 Millionen Kunden haben sich dazu zu einem Konsortium zusammengeschlossen, wie Suissedigital am Montag mitteilte. Das gemeinsame Vorgehen werde auch in der Westschweiz mitgetragen, heisst es in der Mitteilung. Mit von der Partie seien neben den grossen Anbieter UPC Cablecom, Quickline, net+ und Lausanne auch kleinere wie zum Beispiel Rii-Seez-Net und GGA Maur. Die jetzigen Verträge der Sportverbände mit der Swisscom laufen gemäss Matthias Lüscher von Suissedigital nach der Saison 2016/17 aus. Bei der letzten Ausschreibung unterlag der Verbund des damals noch Swisscable genannten Branchenverbands und der SRG dem Branchenkonkurrenten Swisscom. Bei der anstehenden Vergabe will sich Suissedigital jedoch nicht mehr mit der SRG zusammenschliessen. Der Telekom-Marktführer Swisscom hatte 2012 für mindestens 140 Millionen Franken die Übertragungs- und Vermarktungsrechte für die obersten beiden Ligen der Schweizer Fussballmeisterschaften erworben. Auch die Rechte für die Spiele der Eishockeymeisterschaft liegen bei ihr. Damit hatte Swisscom, die die Spiele über die Tochterfirma Teleclub überträgt, ihre Stellung in der Sportdirektübertragung deutlich ausgebaut. (SDA)

Best Swiss Brands 2016: Nescafé verteidigt Spitze

In diesem Jahr kann Nescafé den Platz an der Spitze der Best Swiss Brands von Interbrand ein weiteres Mal verteidigen. Nestlé sichert sich Silber und und Rolex steigt in die Top drei auf.

Auch 2016 veröffentlicht Interbrand gemeinsam mit dem Schweizer Wirtschaftsmagazin Bilanz das Ranking der 50 wertvollsten Marken der Schweiz und zeigt damit die Entwicklungen in der Markenwelt auf. LafargeHolcim und Audemars Piguet sind die einzigen Marken, die ein zweistelliges Wachstum verzeichnen können: LafargeHolcim wächst um 13 Prozent und klettert zwei Plätze nach oben auf Platz 21, Audemars Piguet kann sich über elf Prozent plus freuen und steigt von Rang 29 auf 26.

Nescafé konnte seinen Markenwert noch einmal um sieben Prozent verbessern, ebenso wie der Mutterkonzern Nestlé, der dieses Jahr auf Platz zwei aufsteigt. Beide Marken sind global sehr gut aufgestellt. Nescafé ist die grösste Kaffeemarke der Welt und schafft es durch immer neue Touchpoints, wie z.B. Flagship Coffee Shops in Japan und Südkorea oder neue Social-Media-Kanäle, die Kunden zu begeistern. Auch die Online-Kampagne #DatingDesaster kam bei der jungen Zielgruppe gut an.

Die zweitplatzierte Marke Nestlé, die dieses Jahr ihr 150. Jubiläum feiert, stellt durch authentisches Storytelling eine persönliche Beziehung zu den Kunden her und kann dadurch sowohl das Vertrauen als auch den Markenwert auf 7,974 Milliarden Franken steigern – insgesamt ein hervorragendes Ergebnis für den Nestlé-Konzern, der 2016 abermals mit drei Marken (Nescafé, Nestlé und Nespresso) im Ranking vertreten ist. Grund dafür ist auch die Strategie des Konzerns, sich auf erfolgreiche Marken zu konzentrieren und weniger erfolgreiche Marken aus dem Portfolio auszugliedern.

Den dritten Platz im Ranking sichert sich Rolex mit einem Markenwert von 7,387 Milliarden Franken. Trotz der drohenden Konkurrenz durch Apple und die Apple Watch kann der Schweizer Luxusuhrenhersteller mit Status, Zuverlässigkeit, Wertbeständigkeit und Unvergänglichkeit bei Uhrenliebhabern punkten. Mit einem leichten Plus von zwei Prozent bleibt der Markenwert weiterhin stabil.

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Die grössten Aufsteiger

Das grösste Wachstum im Markenwert konnte in diesem Jahr LafargeHolcim verbuchen. Nach der Fusion steigt der Markenwert um 13 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Das liegt am durch die Fusion erhöhten Umsatzvolumen, der gestiegenen Sichtbarkeit im Markt und den Wachstumschancen des Milliardenkonzerns. Allerdings muss zunächst über die generelle Fortführung der Marke, die nun CHF 1,308 Milliarden wert ist, entschieden werden.
Auch Audemars Piguet erhöht seinen Markenwert: der Wert ist um elf Prozent auf CHF 961 Mio. gewachsen. Das liegt vor allem an der Strategie, sich entgegen dem Trend in der Industrie zu verhalten, z. B. die Preise zu erhöhen um noch exklusiver und begehrenswerter zu sein. Erfolgreiche Partnerschaften mit der Art Basel Hongkong und der beliebten Royal Oak, dem Kernmodell der Uhrenmarke, helfen dem Wachstum des Markenwerts.

Die Neueinsteiger

Auch die diesjährigen Neueinsteiger können als die grossen Gewinner des Rankings angesehen werden. Der Vermögensverwalter Pictet, der Aroma- und Duftstoffhersteller Givaudan, die Privatbank Lombard Odier und Kaba, ein Unternehmen für Sicherheitstechnik und Zugangslösungen, konnten in diesem Jahr die Plätze 18, 29, 35 und 49 belegen.

Pictet ist mit einem verwahrten Vermögen von CHF 437 Milliarden und Anlagetätigkeiten in mehr als 80 Ländern einer der führenden unabhängigen Vermögensverwalter Europas. Die Kernwerte Unabhängigkeit, Kontinuität und Anpassungsfähigkeit überzeugen Kunden und Mitarbeiter – und schaffen damit einen Markenwert von 1,561 Milliarden Franken.

Auch der weltweit grösste Hersteller von Aromen und Duftstoffen Givaudan belegt in diesem Jahr mit einem Markenwert von 841 Millionen Franken einen der begehrten 50 Plätze des Schweizer Markenrankings. Dieser Erfolg wurde durch das Rebranding im vergangen Jahr unterstützt, das neben zahlreichen Design- und Branding-Auszeichnungen auch öffentliche Aufmerksamkeit für sich gewann.

Die Privatbank Lombard Odier konnte im vergangenen Jahr alle drei Geschäftsbereiche ausbauen und dadurch hohe Erträge erzielen. Mit 673 Millionen Franken steigt die Marke in die Best Swiss Brands 2016 ein.

Der vierte Neueinstieg gelang der Marke Kaba. Der 230 Millionen Franken hohe Markenwert ist die Folge kontinuierlicher Investitionen in die Marke, einer konsistenten Dachmarkenstrategie und eines neuen Markendesigns. Ausserdem wurde die Fusion mit Dorma gut gemeistert und sorgt für eine starke Bilanz.

«Der Gesamtwert aller Marken in den Top 50 ist trotz der aktuell wirtschaftlich schwierigen Bedingungen im Verhältnis gestiegen. Viele Marken litten unter hohen Geldbussen oder grossen einmaligen Ausgaben», sagt Calin Hertioga, Brand Valuation Director von Interbrand in Zürich. «Zusammenfassend kann man das vergangene Jahr als ein Jahr des Abwartens bezeichnen.»

Weiterführende Informationen unter Bestswissbrands.com sowie in der aktuellen Ausgabe der Bilanz vom 22. April 2016. Die Top 50 finden Sie als PDF unter diesem Link.
 

Miss Schweiz: Ende der Samstagabend-Show

Das viele Geld, das Guido Fluri bisher in die abendfüllende Live-Show steckte, will der Missen-Macher künftig sinnvoller ausgeben.

Laut Schweiz am Sonntag hat Fluri, der vor vier Jahren die Miss Schweiz Wahl mit privatem Geld rettete, genug von den «oberflächlichen» Live-Sendungen. Der Zuger Immobilien-Multimillionär will die rund 800'000 Franken Produktionskosten für die Wahl-Show künftig sinnvoller investieren. Weiterhin soll es mehrere TV-Sendungen geben, bei denen die Miss ausgewählt wird – das grosse Finale, das einst für Millionen-Quoten gesorgt hat und in den letzten Jahren in der Gunst der Zuschauer tief gefallen ist, fällt jedoch weg.

Fluris erste Show 2014 auf dem Berner Bundesplatz konnte die Quoten vom Vorjahres-Allzeittief leicht anheben (Werbewoche.ch berichtete), war in der öffentlichen Wahrnehmung aber geprägt von Pannen und Kritik. 2015 wies die Miss-Schweiz-Organisation eine beachtliche Quotensteigerung aus, die jedoch auf eine zu den Vorjahren unterschiedliche Erhebungsmethode (Netto-Reichweite) zurückzuführen war.

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Noch sozialer, noch karitativer: Die Miss Schweiz – hier die amtierende Titelträgerin Lauriane Sallin – soll noch mehr Spenden für gute Zwecke sammeln (Foto: Miss.ch).

Wenig überraschend, dass Fluri nun genug zu haben scheint und sich ganz vom traditionellen Missen-Prozedere verabschiedet. Die Miss-Wahl bleibt zwar ein Schönheitswettbewerb – die Jury-Kriterien sind je zur Hälfte Aussehen und Persönlichkeit. Neu sollen sich die Finalistinnen und die Titelträgerin aber noch aufopfernder und medienwirksamer für weniger privilegierte Menschen einsetzen. Die Siegerin erhält einen fixen Lohn und spendet ihre Einnahmen für wohltätige Zwecke.

Fluris Vision – der Umbau der Miss vom Glamour-Sternchen zur Botschafterin mit Herz – scheint trotz Gegenwind zu funktionieren. Auch wenn den bisherigen zwei Titelträgerinnen medial immer wieder ein zu träges karitatives Engagement vorgeworfen wurde, konnte die Organisation in den vergangenen zwei Jahren offenbar durch spendenfinanzierte Herzoperationen das Leben zahlreicher Kinder retten. So engagierten sich Corelina, die Stiftung für das Kinderherz, und Terre des Hommes mit der Unterstützung der Miss Schweiz Organisation seit einem Jahr für den Aufbau eines Kinderherzzentrums in Marokko. Ein Projekt, das nun umgesetzt wird, wie auf Miss.ch zu lesen ist. Botschafterin von Corelina ist Miss Schweiz Lauriane Sallin, das Gesicht von Terre des Hommes Ex-Miss Laetitia Guarino. (hae)
 

Veit Dengler kritisiert Markus Somm

NZZ-CEO Veit Dengler kritisiert die Aussagen von BaZ-Chefredaktor Markus Somm, der sich für redaktionelle Rücksichtnahme auf Inserenten ausgesprochen hatte. Michael Ringier hält die Diskussion für «nichts Neues», Roger Köppel stützt Somm.

Markus Somm hat eine Lawine losgetreten. In der Radio-1-Sendung «Roger gegen Markus» – der Nachfolgesendung von «Roger gegen Roger» – hat Somm für die SVP-Strategie, die fehlbaren Medien mit Inserate-Boykott abzustrafen (Werbewoche.ch berichtete), viel Verständnis gezeigt. Sein Kredo: Wer die Redaktion mitfinanziere, müsse sich von ihr nicht in die Pfanne hauen lassen. Somm hat sich allerdings etwas differenzierter geäussert, als ihm danach teilweise in der öffentlichen Diskussion, die bis nach Deutschland reichte, vorgeworfen wurde. Der BaZ-Chefredaktor hat sich explizit dafür ausgesprochen, dass die Redaktion auch kritisch über Inserenten berichten soll. Er zeigte aber Verständnis dafür, dass sich Inserenten abwenden, wenn im redaktionellen Teil einseitig und systematisch die Inhalte der bezahlten Inserate relativiert – «blöd heruntergemacht» – würden.

Nachdem diese Haltung von Verlegerpräsident Lebrument noch gestützt wurde, stellt sich nun mit Dengler der erste Vertreter eines Grossverlages gegen Somm. Dies berichtet die Schweiz am Sonntag in ihrer aktuellen Ausgabe. Journalistische Unabhängigkeit sei das wertvollste Gut einer Zeitung, so Dengler. Sollte eine Haltung wie diejenige Somms mehrheitsfähig werden, hätte dies dramatisch negative Folgen für die Demokratie.

Dengler gewinnt Somms Äusserungen aber auch etwas Positives ab: Sie hätten – gewollt oder ungewollt – eine Debatte über den Wert publizistischer Unabhängigkeit angestossen. Diese sei innerhalb des Verbandes Schweizer Medien zu führen, denn in dessen Statuten werde der Schutz der unternehmerischen und publizistischen Unabhängigkeit verlangt.

Ringier: «Das war schon immer so»

Im Interview mit der Schweiz am Sonntag äussert sich auch Verleger Michael Ringier zur Diskussion. Die Äusserungen Somms und Lebruments würden ihn darin bestärken, dass es «höchste Zeit war, den Verband zu verlassen». Die Aussagen seien doch nichts Neues, es habe schon immer ein Spannungsfeld zwischen Redaktion und Anzeigenkunden gegeben, so Ringier. «Manchmal haben wir Fehler gemacht, dann haben wir korrigiert. Manchmal verbittet man sich Einflussversuche und erhält keine Anzeigen mehr. Das was schon immer so.» Die Zeitung Blick würde auch weiterhin – trotz Admeira – den Lohn des Swisscom-CEOs kritisieren, sofern die Kritik gerechtfertigt sei. Ungerechtfertigte Kritik bedeute etwa, wenn der Lohn mit demjenigen eines Bundesrates verglichen werde, da der Swisscom-CEO überall mehr Geld verdienen könne.

Übrigens: Rückendeckung erhielt Somm – wenig überraschend – von seinem Radio-1-Talk-Vorgänger, Weltwoche-Verleger und SVP-Nationalrat Roger Köppel in der «Arena»-Sendung zur Revision des Asylgesetzes. Somm habe «absolut recht» – es könne doch nicht sein, dass man regelmässig «im redaktionellen Teil die Dementierung des Anzeigenteils» lese. (hae)

Köppel in der «Arena» zum Thema:
 

«Alle Verlage können wir nicht beteiligen»

Verleger Michael Ringier spricht im Interview mit der Schweiz am Sonntag über Admeira und die Zukunft des Journalismus – und derjenigen von Ringier.

Im ausführlichen Interview mit Christof Moser und Patrik Müller weicht Ringier dem Vorwurf, Ringier arbeite im Rahmen der gemeinsamen Werbevermarktung Admeira mit zwei Staatsbetrieben zusammen, teilweise aus. Swisscom sei eine börsenkotierte Firma und ob sie noch lange mehrheitlich im Besitz des Bundes sei, werde man sehen. Ringier unterstreicht aber nochmals das vielgehörte Ausland-Argument: 55 Prozent des digitalen Werbekuchens gehe ins Ausland, davon müsse man sich etwas zurückholen. Er schliesse nicht aus, dass sich auch andere Medienunternehmen beteiligen könnten. «Alle Verlage können wir aber nicht beteiligen», fügt der Verleger aber an. Es gehe nicht darum, sich gegenseitig zu benachteiligen – sondern darum, dass Daten der einzige Weg seien, um Werbung zu generieren. Wenn es nicht gelinge, in dieses Geschäft vorzudringen, könne man «den Laden dichtmachen».

Gegen den Verband Schweizer Medien schiesst Ringier scharf: Dieser habe keine Daseinsberechtigung, solange ein Teil der Medienrealität ausgesperrt werde. «Wir müssen die neuen Player an Bord holen. Einen Täubeli-Verein braucht niemand».

Bezüglich Zukunft und Nachfolgeregelung lässt sich der Verleger nicht in die Karten blicken. Er habe Nachfolger, betont er. Ob CEO Marc Walder einst in seine Fussstapfen treten könnte, lässt Ringier offen. Und wird doch deutlich: «Klar ist, dass Ringier die einzige Firma bleiben muss, für die Marc je gearbeitet hat».

«Sollen wir nur noch Fashion Nights organisieren?»

«Grundsätzlich Sorgen» macht sich Michael Ringier um den Journalismus und um dessen Stellung in der Demokratie. Er fragt sich, wie aufwendiger Journalismus, der «absolut essenziell für eine demokratische Gesellschaft» sei, in Zukunft finanziert werden soll. Auf Smartphones könne man Display-Werbung vergessen und ein durch Stiftungen finanzierter Journalismus verliere die Verankerung in der Gesellschaft. Und auch vom Modell, Zeitungen wieder wie früher über Kleinanzeigen zu querfinanzieren, ist Ringier wenig begeistert. Es gehe auch um die Ausstrahlung der Firma: «Sollen wir nur noch Kleinanzeigen finanzieren? Fashion Nights organisieren?» Ohne Journalismus werde Ringier zu einer anderen Firma.

Aber nicht nur um Ringier selbst sorgt sich der Verleger – auch um die Konkurrenz. Es gehe darum, das der Journalismus in den richtigen Händen bleibe. Würde etwa die NZZ in die falschen Hände geraten («eine wunderbare Beute»), würde die Schweiz eine wichtige Stimme verlieren und dem Land etwas fehlen. (hae/Schweiz am Sonntag)

Foto: Ringier.ch
 

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