FCB Zürich kämpft gegen digitale Hetze

Die Organisation Flüchtlinge Willkommen und die Agentur FCB Zürich wehren sich mit der Aktion «Search racism. Find truth» gegen digitale Hetze. Herzstück der Kampagne sind gezielte Youtube-Platzierungen.

Seit Tagen ist die Organisation Flüchtlinge Willkommen Teil der internationalen Berichterstattung. Grund dafür ist die Kampagne «Search racism. Find truth.», mit der sie sich gegen Online-Hetze und Fremdenhass gegenüber Geflüchteten engagiert. Wer seit diesem Dienstagmorgen auf Youtube nach fremdenfeindlichen Videos sucht, bekommt vorher Clips zu sehen, in denen Geflüchtete die nachfolgenden Vorurteile auf ihre ganz eigene Art und Weise entkräften: Mit Fakten, persönlichen Geschichten, überraschenden Enthüllungen oder sogar mit Humor. Dank der komplexen Kombination aus Channel- und Keyword-Targeting sowie Buchungen von «Unskippable Ads» vor selektierten Hetz-Videos, erreicht die Kampagne laut Mitteilung eine höchstmögliche Visibilität. So sind Fremdenfeinde gezwungen, sich mit den Geflüchteten und ihren Argumenten auseinanderzusetzen.

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Auch wer auf Google nach ausländerfeindlichen Begriffen sucht, wird mit einladenden Adwords Anzeigen auf die entwaffnenden Clips gelockt. Die Spots selber führen zu einer Kampagnen-Seite, auf der man die Geflüchteten und ihre Geschichten näher kennenlernen kann. Insgesamt hat die Organisation Spots mit neun Geflüchteten produziert. Jeder Spot widmet sich einem ganz bestimmten Vorurteil oder Thema.

«Mit der Kampagne wollen wir genau dort zu mehr Aufklärung und Weltoffenheit beitragen, wo Hass und Hetze gegen Fremde sich am schnellsten verbreiten: im Internet», betont Jonas Kakoschke, Initiator von Flüchtlinge Willkommen. Auch FCB Zürich freut sich über das weltweite Interesse und hofft, damit möglichst viele Menschen zum Nach- und vielleicht sogar zum Umdenken zu animieren.

Verantwortlich bei Flüchtlinge Willkommen: Mareike Geiling, Jonas Kakoschke (Initiatoren). Verantwortlich bei FCB Zürich: Dennis Lück (Chief Creative Officer), Andy Lusti (Creative Director), Hanja Baruschke (Creative Director Digital), Sarah Ming (Copywriter), Olivia Schläpfer, Fabian Sigg, Elgee David Wee, Lia Bellini (Art Direction), Emanuel Büchler, Marco Frei (Content Developer), Mark Becker (Client Service Director), Mirjam Milenkovic, Sharon Nehrenheim, Michael Hürlimann (Account Director), Aleksandar Sofranac (Frontend Developer/Design). Verantwortlich bei Ehrenberg Kommunikation: Snezana Tadic, Peter Fobe.

Schweizer Berg-Idylle statt Terrorgefahr

Kult-Hotelier Art Furrer will mit «Bombensicherheit» werben. Jürg Schmid, Direktor von Schweiz Tourismus, ist davon wenig begeistert.

Laut Meldungen des italienischen Geheimdienstes soll die Terror-Organisation IS nun auch die beliebten europäischen Badestrände im Visier haben, nachdem die westlichen Touristen Orte in Nordafrika aus Angst meiden. Ein Vorteil für den hiesigen Tourismus, findet Ski-Akrobatik-Legende und Riederalp-Hotelier Art Furrer. Er fordert von der Branche mehr Selbstvertrauen: «Gerade in solch turbulenten Zeiten können wir hier mit frischer Bergluft, gutem Essen, viel Ruhe und Bombensicherheit trumpfen – die Wahrheit darf und soll man immer erzählen», wird Furrer in der Schweiz am Sonntag zitiert.

Schweiz-Tourismus-Direktor Jürg Schmid dämpft Furrers Euphorie und warnt davor, die Sicherheit derart in den Vordergrund zu rücken – dies sei gefährlich. Ausserdem erachte er Sicherheitsvergleiche mit dem bedrohten Ausland als «stillos», so Schmid gegenüber der Zeitung. Für Buchende sei Sicherheit ein Ausschlusskriterium, kein Reisemotiv. Es sei absehbar, dass die Schweiz diesen Sommer von der Terrorgefahr profitieren werde, ist auch Schmid überzeugt. Kampagnen in Europa sollen nun kommunizieren, dass die Schweiz «viel mehr zu bieten» habe als «nur Sicherheit». (hae/Schweiz am Sonntag)
 

E-Commerce: Werbedruck schwächelt im März

Im Vergleich zum Vorjahr schwächelt der Werbedruck E-Commerce im März. Der Reisesektor befindet sich dank Trivago weiterhin im Höheflug. Auch sonst gilt: Wenige Brands werben viel.

Der Frühlingsmonat März bringt einen E-Commerce Werbedruck von 47,7 Millionen Bruttofranken und liegt über dem Wert des Vormonats (45,1 Millionen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat entspricht dies einem Rückgang von 8,1 Prozent. Der Anteil am gesamten Werbemarkt ist im Vergleich zum Vormonat von 11,2 Prozent auf 9,1 Prozent gesunken. Dies zeigt der «E-Commerce Trend März 2016» von Media Focus.

Gesamtmarkt

Entwicklung des E-Commerce Werbedrucks per März 2016

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Travel und Clothing & Accessories weiterhin auf Erfolgskurs

Die Kategorie Travel ist seit Beginn des Jahres die ungeschlagene Nummer eins. Die Kategorie Clothing & Accessories hat sich im Vergleich zum Februar um einen Rang verbessert und ist neu auf Platz zwei der Kategorien, welche im ersten Frühlingsmonat den grössten E-Commerce Werbedruck erzeugten. Consumer Electronics springt von Platz sieben auf Platz drei im März. Der Top Brand in dieser Kategorie ist Microspot.ch. Bei den Top Brands der ersten beiden Kategorien Travel und Clothing & Accessories zeigt sich ein unverändertes Bild: Trivago und Zalando erzeugen auch im März den grössten Werbedruck.

Markt-Kategorien

Monatlicher E-Commerce Werbedruck und Top Brand

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Consumer Electronics feiern Comeback

Der Media Mix des E-Commerce Werbedrucks zeigt, dass die Mediengruppen Print (-3 Prozent) und TV (-5 Prozent) im März kleinere Einbussen in Kauf nehmen mussten. Die Kategorie Consumer Electronics gehört neu zu den Top 5 Kategorien und wirft Search & Find aus der Top 5. Consumer Electronics wird im März von Print und TV dominiert. In der Kategorie General Merchandise wurde deutlich mehr Werbedruck in der Mediengruppe Print erzeugt als im Februar 2016. Clothing & Accessories zeigt im März 2016 eine grössere Diversifikation als im Vormonat und eine Veränderung zu Gunsten von Out-of-Home. Im Media Mix vom März wurde neu die Medienuntergruppe Point of Sale (POS) erfasst.

Media Mix

Werbedruck-Verteilung aller eCommerce Marken im März 2016

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Top 5 Brands auch im Frühling dominant

In der Kategorie Travel haben im Vergleich zum Vormonat 17 Brands weniger Werbung gemacht. Den zweitstärksten Rückgang verzeichnete die Kategorie Search & Find, in der im März 231 Brands Werbung machten (Vormonat 245 Brands). Die Kategorie Food & Beverages, bei der im Februar noch zusätzliche Brands Werbung gemacht hatten, verlor im März insgesamt 13 Brands. In der Kategorie Clothing & Accessories wurde über 60 Prozent des Werbedrucks von den Top 5 Brands erzeugt, im Vormonat waren es knapp 37 Prozent. Search & Find zeigt die grösste Verteilung. In dieser Kategorie haben auch die kleineren Brands einen relativ grossen Anteil am gesamten E-Commerce Werbedruck.

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Werbeanteile der E-Commerce Brands im März 2016

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Zu guter Letzt: Cola-Babuschka

Wer zum Jubiläum der Cola-Flasche von Coca-Cola mit diesem Kunstwerk beschenkt wurde, durfte sich glücklich schätzen.

100 Jahre alt wurde im vergangenen November die bekannteste Flasche der Welt. Egal wo man sich auf dem Erdball befindet: Die markante Form der Cola-Flasche erkennen alle. Das Getränk gibt's schon länger, die sogenannte Konturflasche wurde jedoch «erst» am 16. November 1915 zum Patent angemeldet. Und erhielt das US-Patent – als eine der wenigen Verpackungen überhaupt. Die Flasche wurde danach mehrmals weiterentwickelt, das Design blieb über die Jahrzehnte hinweg jedoch fast unverändert.

Zum 100-Jahre-Jubiläum hat die Agentur Memac Ogilvy & Mather aus Dubai 100 spezielle Kunstwerke hergestellt und am 16. November 2015 persönlich an besondere Partner des Konzerns übergeben. Eine Art Babuschka-Flasche zeigt die Evolution der Kult-Flasche. Handgemacht und mundgeblasen. Man gönnt sich ja sonst nichts. In den Vereinigten Arabischen Emiraten scheinen Werbebudgets höchstens durch die Fantasie der Kreativen begrenzt zu werden. (hae)

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Geyst – auf Reisen für Lidl Schweiz

Für Lidl Schweiz begab sich Geyst auf Rundreise quer durch die Schweiz, porträtierte einzigartige einheimische Produzenten und erforschte deren persönliche Geschichten. Der vielfältige Content wurde zur Basis für das Storytelling in der Kommunikation.

Büffelmilchjoghurt, Fondue Single Malt, Greyerzer Schlossspeck, Schweins-Museggbröckli, Rheintaler Dörrbohnen, Destillat Spezialitäten Val Müstair, Winzers Weinsuppe, Apfel-Bier Praline, Pinot Gris AOC Flurlingen 2014 …

Geyst hat für den Detailhändler Lidl Schweiz hinterste Täler erforscht und höchste Berge erklommen, um in der ganzen Schweiz kleine, aber feine Produzenten zu besuchen und zu porträtieren. Die entstandenen Porträts wurden in Form eines Booklets zum exquisiten Kulinarium «klein, aber fein» verarbeitet. Der vielfältige Content bildete ausserdem die Grundlage für unterschiedliche Kommunikationsmassnahmen im On- und Offline-Bereich.

«Als Schweizer Detailhändler sehen wir uns klar in der Verantwortung, Schweizer Kleinbetriebe zu unterstützen und zur Bewahrung der Schweizer Tradition und Vielfalt beizutragen», erklärt Georg Kröll, Geschäftsleitungsvorsitzender Lidl Schweiz. Welcher Hersteller mit welchem Produkt «klein, aber fein» ist, das hat mit Starkoch René Schudel, Model und Moderatorin Anita Burri sowie Reto Ruch, Geschäftsleitung Einkauf Lidl, eine hochkarätig besetzte Jury entschieden.

Die «klein, aber fein» Produkte waren von Ende März bis Anfang April 2016 in allen Schweizer Lidl-Filialen erhältlich. Die Aktion war höchst erfolgreich und löste landesweit ein grosses Echo in der Medienlandschaft aus.

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Verantwortlich bei Lidl: Reto Ruch (Geschäftsleitung Einkauf & Marketing), Raphael Werner (Leiter Marketing & Werbung), Robert Uwira (Stv. Leiter Marketing & Werbung). Verantwortlich bei Geyst: Johannes Just, Florian Spierling, Cyril Schicker (Kreation), Stephan Huber, Julia Hartung (Beratung), Loredana Boni, Séverine Reich (Realisation). Fotografie: Meinrad Schade, Robert Aebli.

Die Welt des Dolder Grand wird online erlebbar

Die Digitalagentur Dream Production und die Designagentur Source haben zusammen mit dem Marketingteam des Dolder Grand den umfassenden Relaunch der Website des renommierten Hotels umgesetzt.

2015 entschied sich das Management des Dolder Grand für einen umfassenden Relaunch der Website. Die neue Website auf der Basis von WordPress bindet den Besucher in einen Dialog ein, der ihn das Hotel in seinem eigenen Tempo entdecken lässt.

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Der im Responsive Design umgesetzte Auftritt besticht durch hochwertige Videos, Bilder und Texte. Die Inhalte sind in ihrer Grösse und ihren Eigenschaften aufeinander abgestimmt und passen sich dem Browserfenster an. Neu steht dem Besucher ein benutzerfreundliches Onlinebuchungstool zur Verfügung, womit nicht nur Zimmer, sondern auch Tische in den Restaurants gebucht werden können. Zudem haben die Redaktoren neu deutlich verbesserte Möglichkeiten, mit Modulen neue Seiten zu erstellen und die Website zu erweitern.

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Für die Umsetzung war das Entwicklerteam von Dream Production verantwortlich. «Wir hatten das Glück, einen Beitrag zu einem wegweisenden Projekt leisten zu dürfen und dabei mit einem grossen Team von Spezialisten zusammenzuarbeiten, die dem Begriff «kundenorientiertes Design» eine neue Bedeutung gaben», zeigt sich Christian Vollenweider, Projektleiter und Partner von Dream Production erfreut über den erfolgreichen Abschluss.

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Halluzinogen ohne Nebenwirkung – Teil 2

Virtual Reality (VR) erobert den Kunstmarkt, die ersten VR-Brillen drängen auf den Markt – Was ist dran an dem Hype und was bedeutet das fürs Marketing? Dies erläutern die Gründer der Agentur Responsive – mit einer brandaktuellen VR-Kampagne.

Den gesamten Artikel inkl. Interview mit Yves Sinka finden Sie in der aktuellen Printausgabe 7/16. Zu Teil 1.

«Virtual Reality bietet Möglichkeiten der Kundenansprache, wie sie in diesem Ausmass sonst im Marketing nicht zu finden sind», sagt Patrik Marty, Managing Partner Responsive. Denn die Überflutung mit Werbemassnahmen habe schon lange eine hohe Ignoranzfähigkeit ausgelöst. VR hingegen biete eine virtuelle Welt, die den Kunden auf jeder Ebene in den Bann ziehen und so mit der Marke oder dem Produkt emotional verbinden könne.

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Auch Google ist der Virtual-Reality-Welt auf den Fersen. Mit Project Tango wurde eine Technologie entwickelt, die es dem System ermöglicht, Raum und Bewegung zu verstehen. Aber auch mit der Cardboard-Brille von Google ist bereits einiges möglich. Sie bietet zwar nicht annähernd dasselbe virtuelle Erlebnis wie eine VR-Brille von Oculus Rift etwa, der Nutzer kann sich aber durch Interaktivität in seinen Bann ziehen lassen. Mit Tilt Brush kann der Nutzer dreidimensionale Räume malen. Während also über die Bewegung der Hände eine Zeichnung entsteht, kann der Maler sich gleichzeitig in diesen neu entstandenen Räumen bewegen. Anschaulich erklärt wird dies auf Youtube: «Tilt Brush The Lab at Google Cultural Institute».

Noch wenige Nutzer sind bereits im Besitz einer VR-Brille. Wer nicht bereit ist, den Weg ins Verkehrshaus oder zu anderen VR-Installationen auf sich zu nehmen, kann die virtuellen Welten auch direkt am Heimcomputer runterladen. Da fällt jedoch die Animation weg – was bleibt ist ein 360°-Video. Mit Google Cardboard und der entsprechenden App können diese ohne grossen Mehraufwand nachträglich geschaut werden. Die Cardboard-Brillen von Google werden bereits rege in diversen Bereichen genutzt – gerade weil sie so preiswert zu haben sind. So etwa für eine bewegbare Rundumsicht von Google Maps. Sie bieten eine virtuelle Welt, die sich jederzeit in die Hosentasche stecken lässt. Auf Youtube findet sich bereits ein eigener Kanal nur mit 360°-Videos. Da diese Möglichkeiten zum 360°-Video auf einem Markenkanal, wie auch die 360°-Werbevideos im Format True View (Pre-Roll) von allen Firmen, Agenturen und Werbetreibenden eigenständig genutzt werden können, hat Google keine eigentlichen Partnerschaften – die werbenden Firmen machen dies in Eigenregie. Grundsätzlich kann jede Firma, jeder Werbetreibende ein 360°-Video für Youtube erstellen.

Einige bekannte 360° Werbe/Branding-Videos aus der Schweiz:

Swiss Int'l Airlines vom Januar 2016 anlässlich der Lauberhorn Abfahrt in Wengen

Graubünden Tourismus

MySwitzerland.com mit einer 360° Skiabfahrt in Laax

Samsung Schweiz zum Samsung Galaxy S6 Edge mit Knackeboul

SRF Reportage in 360°

Blick.ch mit 360° Airbus Swiss View

Während für einige wenige VR bereits keine Neuheit mehr ist, sondern Teil der Gaming-Freizeit, bietet Virtual Reality dem Durschnittnutzer immer noch eine neue Welt – Wow-Effekt garantiert. Diese Welt kann den Nutzer nicht nur emotional ansprechen, sondern auch ohne Ablenkung. Tun sich hier neue Möglichkeiten fürs Marketing auf, ist es noch zu früh und die Technologien noch zu wenig weit entwickelt, oder ist VR lediglich ein Hype, der ebenso schnell wieder verpuffen wird, wie er gekommen ist?

 


Eine neue Welt des Marketings

Im Verkehrshaus in Luzern können Besucher bis im Herbst mit einer der ersten öffentlichen 3D-Virtual-Reality-Anwendungen den Bau der beiden Gotthard-Eisenbahntunnel und das Tessin hautnah erleben. Eine andere Welt, deren Sogwirkung dem Marketing in vielerlei Hinsicht eine neue Richtung verpassen könnte, so sind Patrik Marty und Tuan Nguyen, Managing Partner von Responsive, überzeugt.

Werbewoche: Die virtuelle Welt für Ticino Turismo im Verkehrshaus Luzern hat eine starke Anziehungskraft. Welche Möglichkeiten sehen Sie generell für VR?
Patrik Marty:
Virtual Reality ermöglicht es dem Nutzer, dahin zu gehen, wo man sonst nicht hin kann – sei dies aus physischen oder zeitlich-räumlichen Gründen: Mit VR können wir etwa vergangene oder zukünftige Zeiten besuchen und dabei das Gefühl verspüren, wirklich dort zu sein. Wir können uns in Räumen bewegen, ohne uns zu bewegen. Es gibt geschichtliche oder verbotene Räume, die man mit VR besuchen kann. Wir können weite Distanzen zurücklegen, uns im Grand Canyon umsehen, während wir eigentlich ans Bett gefesselt sind. Und wir können an Orte gehen, die wir physisch nicht in der Lage sind zu besuchen – etwa im Inneren eines Backofens den Wernli- Guetzli beim Backen zusehen.

In welche Richtung geht VR fürs Marketing?
Marty:
Wir nutzen VR bereits sehr vielseitig. Einerseits für Immobilienanbieter: Ein noch nicht gebautes Gebäude kann so besichtigt werden, bevor es gebaut wurde. Dabei kann der Nutzer auch sehen, wie zum Beispiel seine Aussicht vom Balkon aus wäre, fotografiert von einer Drohne. Der Nutzer hat eine 360°-Ansicht der einzelnen Zimmer, kann sich frei darin bewegen und kann dank in Echtzeit berechneten 3DObjekten in jeden Winkel der Wohnung sehen. Geplant ist für die Zukunft noch mehr Interaktivität – gerade auch für diese Anwendung. So sollte der Nutzer der Zukunft auch beispielsweise Gegenstände hochheben, drehen und verstellen können, aber auch selber neue Gegenstände gestalten und so den Raum selber einrichten können. Unsere bisherige Kernkompetenz liegt bei der Konzeption und Realisation von hoch involvierenden Gewinnspielen. Da sehen wir in Zukunft viele Synergien zu VR. So können die Leute am POS, Messen, Events etc. via VR-Brille in die Markenwelt eintauchen. Und auch hier: Je mehr Interaktivität, je mehr die Leute zum Beispiel ihre Hände nutzen und die Welt selber mitgestalten können, desto mehr sind sie auch emotional involviert. Virtual Reality bietet so völlig neue Möglichkeiten der Kundenansprache, die den Kunden auf jeder Ebene in den Bann ziehen und so mit der Marke oder dem Produkt emotional verbindet. Hinzu kommt, dass der Nutzer in der virtuellen Welt zu 100 Prozent auf die Marke oder das Produkt aufmerksam ist, es gibt nichts, das ihn ablenken könnte. Wenn der Nutzer in der virtuellen Welt ist, in der Markenwelt, sieht er genau das, was ich will. Das war bisher mit keinem andern Medium möglich.

Wie reagieren Kunden auf Ihre Vorschläge, VR etwa in eine Kampagne zu integrieren?
Marty:
Die Nachfrage ist definitiv da – für viele ist VR aber noch ziemlich unbekannt. Die Überzeugungsarbeit ist aber zu einem grossen Teil geleistet, sobald ein Kunde die Brille angezogen und sich einmal in die virtuelle Welt begeben hat und sich deren Möglichkeiten so richtig bewusst wird.

Was ist der Vorteil einer 3D-Animation gegenüber einem 360°-Video?
Tuan Nguyen:
Die Technologie, die die VRBrille benötigt, ist in der Gaming-Welt schon vorhanden. Games sind ja an sich schon prädestiniert für VR. Man taucht in fremde Welten ein und interagiert mit ihr, man kann überall hinlaufen und jeden Gegenstand benutzen. Mit VR ist man jetzt zusätzlich mittendrin statt nur dabei. Diese bis anhin noch nicht dagewesenen Möglichkeiten können unsere Kunden nun auch für ihre Bedürfnisse und Zielgruppe nutzen. Ein 360°-Video dagegen ist eher mit einem Film zu vergleichen, den man passiv anschaut, ohne interagieren zu können. Bei 360°-Videos kann ich nicht hinter einen Baum schauen, während dies mit einer in 3D erschaffenen Welt möglich ist, und der Nutzer kann den Baum beispielsweise auch mit einer virtuellen Axt fällen – mit einem Film geht das nicht. Somit liegen die Vorteile einer in 3D erschaffenen Welt klar auf der Hand.

Virtual Reality ermöglicht im Zuge einer erweiterten Interaktivität auch wieder neue Anwendungen. Gerade etwa im ECommerce oder im Eventbereich.
Marty:
Genau! Sobald ein Nutzer etwa einen Avatar von seinem eigenen Körper zur Verfügung hat, kann er sich selber einkleiden, ohne sich dabei umziehen zu müssen – und kann sich dabei noch problemlos von allen Seiten betrachten, etwa ob die Jeans auch von hinten sitzt. Dies ist nur ein Beispiel für Anwendungen, die ich mir für die Zukunft vorstellen könnte. Mit VR kann man praktisch alles machen, es lässt nichts nicht zu. Schlussendlich ist das lediglich eine Frage des Aufwands. Organische Gegenstände etwa, die sich vielleicht auch bewegen, sind viel schwerer als geometrische Figuren zu animieren. Hier werden sich die Technologien noch stark verbessern.

Das klingt, als könnte VR zukünftig viele Bereiche des sozialen Kontakts fast komplett ersetzen.
Marty:
Im ersten Moment, wenn man eine solche Brille nutzt, denkt man noch «Wow, jetzt muss man nirgends mehr hin, man könnte auch einfach in einer Kiste wohnen und trotzdem alles erleben und überall sein – VR ermöglicht es, seine eigenen Welt zu kreieren. Aber aus Erfahrung kann man rückblickend sagen: Man hat schon beim Telefon befürchtet, dass die Menschen vereinsamen. Das Gleiche bei der Verbreitung von Radio, Fernsehen, Internet und aktuell beim Smartphone. Aber das Gegenteil ist der Fall: Die Leute waren noch nie so viel unterwegs und haben noch nie so viel miteinander kommuniziert. Auch VR wird die Menschen nicht vom Reisen abhalten, stattdessen eher vielleicht einen Vorgeschmack geben – wie bei der Nutzung von Google Earth etwa kann man via virtuelle Realität einen ersten Eindruck gewinnen und dann entscheiden, wo man hin und auch in real sehen will. Nguyen: Es gibt bestimmt einen guten Grund, warum Facebook sich für VR interessiert. Wie ich gelesen habe, ist Mark Zuckerbergs längerfristiges Ziel eine «connected world». So geht der Plan mit VR wohl auch in diese Richtung. In Zukunft kann der Nutzer möglicherweise eine VR-Brille anziehen und sich mit seiner Grossmutter auf der andern Seite der Erdkugel im selben Raum unterhalten.

Aktuell sind drei VR-Brillen auf dem Markt.
Nguyen:
Was die Hardware-Anforderungen und das Set-up betrifft, stammt alles aus dem Gamingbereich. Auch die VR-Brillen. Einerseits gibt es heute die Oculus Rift. Dann die Playstation-VR, welche im Herbst erscheint und die günstigste sein wird. Hier wird daher wohl auch die Verbreitung am stärksten stattfinden; nicht nur wegen des Preises, sondern vor allem weil die Hardware (Playstation 4) schon in vielen Haushalten vorhanden ist. Die dritte Brille ist eine HTC Vive. Diese hat den Vorteil, dass man sich mit der Brille physisch im Raum bewegen kann.

Grundsätzlich: VR 2016, Hype mit Zukunft oder vergänglicher Trend mit Wow-Effekt?
Nguyen:
Die Technologien sind sicher noch ausbaufähig, gerade auch was Animationen mit organischen Gegenständen betrifft. Die Gaming-Industrie wird anfangs die grösste Industrie in diesem Bereich sein – Playstation etwa hat 36 Millionen User. Jeder, der eine entsprechende Brille hat, ist dabei und kann die dann aber auch für andere Anwendungen nutzen, sodass sich die Nutzung der Brillen über die Gaming-Welt hinaus bewegen wird. Marty: Die mobile Version von VR wird sicher bereits in diesem Jahr eine ziemlich grosse Verbreitung erfahren. Aber die Konsumentenversion von Oculus Rift kommt bei einer Bestellung heute im besten Fall im Juli beim Konsumenten an. Und dann fehlt immer noch die entsprechende Hardware (PC mit extrem starker Rechenleistung und Grafikkarte) – für den Heimkonsum wird somit dieses Jahr sicher noch nicht der grosse Durchbruch sein. Darum empfehlen wir aktuell VR-Aktionen eher an fixen Standorten – wie Museen, Messen, Events, Fabrikläden – wo wir die Hardware mitbringen und die Zielgruppe VR so konsumieren kann. Wir sehen ein Riesenpotenzial gerade an Messen. Die ersten Feedbacks sind extrem positiv, VR ist ein sehr starker Eyecatcher. Viele haben erst davon gelesen, noch die wenigsten haben eine VR-Brille bereits nutzen können und wollen diese einfach mal ausprobieren. Die Hardware wird aber bald billiger, sobald die breite Masse sich dafür interessiert und so auch die Nachfrage steigt. Oculus bietet zum Beispiel bereits jetzt attraktive Bundles an – Brille inklusive VR-fähigem PC. Ich bin überzeugt, in den nächsten zwei bis drei Jahren wird VR eine grosse Verbreitung erfahren.

Sobald eine solche Verbreitung eintritt, werden die Nutzer sich aber nicht mehr unbedingt Marketingfilme anschauen wollen.
Nguyen:
Da wird sicher eine Angewöhnung stattfinden und die Erwartungen an VR wie bei allen neuen Medien werden laufend steigern. Gleichzeitig werden aber auch die Tools immer besser und somit auch die Möglichkeiten immer mehr, sodass wir mit den steigenden Erwartungen Schritt halten können – wie zum Beispiel mit dem Einbezug der Hände.

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Facts
Am 23. März feierte die Agentur Responsive mit Ticino Turismo und den geladenen Gästen in Anwesenheit von Bundesrätin Doris Leuthard und der Moderatorin Christa Rigozzi im meistbesuchten Museum der Schweiz eine Premiere. An der neuen Sonderausstellung «NEAT – Tor zum Süden» dürfen die Besucher auf einer der drei VR-Stationen Platz nehmen und eine eindrückliche Reise durch Raum und Zeit in einer besonders detailgetreuen 360°-Welt erleben. Die auf Online-, Mobile- und VR-Anwendungen spezialisierte Agentur Responsive hat für den Kunden und Gast im Verkehrshaus Ticino Turismo den gesamten VR-Auftritt vor Ort konzipiert und die Anwendung inhouse konzipiert und realisiert. Die Stationen wurden mit ausrangierten original SBB-Salonwagensitzen stilgerecht durch Objektbauer Cyrus Schwabe ebenfalls komplett in der Schweiz gebaut – inklusive zwei mobilen Oculus-Stationen komplett integriert in Alu-Rollkoffern. Responsive präsentiert VR gerne vor Ort – die erwähnten Anwendungen sowie weitere Demos können direkt am Standort der Agentur erlebt werden.

Interview: Ursina Maurer
 

 

Gesundheitskommission gegen Verbot von Tabakwerbung

Die Gesundheitskommission des Ständerates (SGK) will die Tabakwerbung im Kino oder auf Plakaten nicht verbieten. Sie stellt sich gegen das neue Tabakproduktegesetz. In den Vorschlägen des Bundesrates sieht die Kommission einen «Angriff auf die freie Marktwirtschaft».

Mit 6 zu 4 Stimmen bei 2 Enthaltungen beantragt die SGK ihrem Rat, das Tabakproduktegesetz an den Bundesrat zurückzuweisen, wie die Parlamentsdienste am Freitag mitteilten. Sie will den Bundesrat beauftragen, die wichtigsten Punkte aus der geltenden Tabakverordnung ins Gesetz zu übertragen, ohne die Werbung, das Sponsoring und die Verkaufsförderung stärker einzuschränken. Die Mehrheit der Kommission argumentiert, die Vorlage des Bundesrates gehe viel zu weit. Es sei nicht erwiesen, dass generelle Werbeverbote einen Rückgang des Rauchens bewirkten. Auch sei nicht einzusehen, wieso für nikotinhaltige E- Zigaretten die gleichen strengen Regeln gelten sollten wie für herkömmliche Zigaretten, die schädlicher seien. Die Minderheit der Kommission erachtet den Gesetzesentwurf als brauchbare Basis für die Detailberatung. Weiter halten die Befürworter fest, ein Gesetz im Sinne des bundesrätlichen Entwurfs sei eine nötige Voraussetzung für die Ratifizierung der WHO-Tabakkonvention.

Verkauf an Minderjährige verbieten

Nicht umstritten ist das schweizweite Verbot des Verkaufs von Zigaretten an Minderjährige. Die Kommission hält fest, diese Massnahme zum Schutz von Kindern und Jugendlichen begrüsse sie ausdrücklich. Der Bundesrat möchte darüber hinaus die Werbung einschränken: Tabakwerbung auf Plakaten, in Print- und Onlinemedien sowie im Kino soll verboten werden. Weiterhin werben dürften die Tabakkonzerne am Kiosk, an Automaten und an Festivals von nationaler Bedeutung. Gesundheitsminister Alain Berset sagte bei der Präsentation der Vorschläge, Werbung habe besonders auf Jugendliche einen grossen Einfluss. Gemäss einer deutschen Studie steigt das Risiko, dass Jugendliche zu rauchen beginnen, um 46 Prozent, wenn sie Tabakwerbung ausgesetzt sind.

Schon in der Vernehmlassung umstritten

Heute gilt ein Werbeverbot für Tabak in Radio und Fernsehen. Auch Tabakwerbung, die sich explizit an Minderjährige richtet, ist untersagt. Ein weitergehendes Verbot war bereits in der Vernehmlassung auf Kritik gestossen. Der Bundesrat hielt dennoch daran fest. Die Schweiz gehe mit den geplanten Regeln weniger weit als die meisten europäischen Länder, gab Berset zu bedenken. Auch manche Kantone kennen heute striktere Regeln als der Bund. In 15 Kantonen ist Plakatwerbung für Tabakprodukte bereits verboten. In zehn Kantonen dürfen keine Zigaretten an Minderjährige verkauft werden, in weiteren zwölf Kantonen gilt das Abgabealter 16 Jahre. Weltweit sterben jedes Jahr über 5 Millionen Menschen an den Folgen des Tabakkonsums. In der Schweiz sind es rund 9500 Personen. Der Tabakkonsum ist damit die häufigste vermeidbare Todesursache in der Schweiz. (SDA)

Private Medienunternehmen und SRG: Zusammenarbeit ist möglich

Für eine engere Zusammenarbeit der SRG mit privaten Medienunternehmen gibt es gemäss einer neuen wissenschaftlichen Studie in Europa bereits vielfältige Vorbilder, und sie wird auch von vielen Direktbeteiligten in der Schweiz gewünscht.

Die grösste Herausforderung sei es allerdings, keine Wettbewerbsverzerrung zu verursachen – wie sie zur Zeit im Falle des Werbemarkt-Joint-Ventures Admeira drohe. Die Studie wurde von Stephanie Grubenmann und Stephan Russ-Mohl (beide Università della Svizzera italiana, Lugano) im Auftrag des Verbandes Schweizer Medien erstellt.

Im Rahmen der Studie äusserten sich Praktiker und Medienexperten zu Chancen und Risiken von Kooperationen zwischen der öffentlich finanzierten SRG und privaten Medienunternehmen. Der Bericht zeigt, dass ein grosses Interesse an Kooperationen besteht und offene Gespräche sowie eine politische Diskussion angezeigt sind. Wenig Konfliktpotenzial in Bezug auf unerwünschte Bevorteilung von Marktpartnern sehen die Studienautoren bei einer Zusammenarbeit in nicht-kompetitiven Bereichen wie der Forschung und Ausbildung. Feiner austariert müsse die Kooperation im redaktionellen Bereich sein. Hier sollten in einer ersten Phase explorative, zeitlich befristete und gegebenenfalls zurücknehmbare Projekte unter Einbezug möglichst vieler privater Medienunternehmen lanciert werden. Gestartet werden sollte in politikfernen Bereichen. Besonders interessant ist aus Sicht der Befragten eine Zweitverwertung von SRG-Inhalten und die Öffnung der Audio- und Video-Archive der SRG. Diese Inhalte seien bereits von den Gebührenzahlern finanziert und es bestehe ein öffentliches Interesse für eine grösstmögliche Verbreitung. Soll die Medienvielfalt in der Schweiz effektiv gefördert werden, müssten aus Sicht der Studienautoren vor allem auch kleine Medienunternehmen und Start-Ups in die Projekte einbezogen werden.

Der Verband Schweizer Medien begrüsst die Resultate der Studie und ist überzeugt, dass nur ein partnerschaftliches Nebeneinander öffentlich-rechtlicher und privater Medien die Medienvielfalt in der Schweiz stärken kann. Das Werbemarkt-Joint-Venture Admeira, in dem ein staatlich kontrolliertes und ein staatlich finanziertes Unternehmen gemeinsam mit einem einzelnen privaten Anbieter den Werbe- und Medienmarkt zu konsolidieren versuchen, zielt deshalb in die falsche Richtung. Die Politik muss die Rahmenbedingungen so gestalten, dass eine vielfältige Medienlandschaft bestmöglich gefördert wird. Der Verband Schweizer Medien unterstützt deshalb die Bestrebungen verschiedener Parlamentarier, sich für eine vielfältige Medienlandschaft einzusetzen. Die parlamentarischen Initiativen des Freiburger CVP-Ständerats Beat Vonlanthen und des Genfer FDP-Nationalrats Hugues Hiltpold, welche der SRG Kooperationen ausdrücklich erlauben, wenn die Medienvielfalt in der Schweiz dadurch gestärkt wird und sich alle interessierten Unternehmen zu gleichen Konditionen beteiligen können, gehen aus Sicht des Verbandes Schweizer Medien in die richtige Richtung.

Dass Public Private Partnerships auch in der Schweizer Medienbranche zwischen den privaten Medien und der SRG funktionieren können, zeigen bereits die Zusammenarbeit bei der Schweizer Depeschenagentur SDA, der Schweizer Mediendatenbank SMD und der Schweizer Journalistenschule MAZ.

Crossmedia Award: Gold für Equipe

Die zwölfte Verleihung des Crossmedia Awards im Zürcher Komplex 457 ist erfolgt. Unter den 44 eingereichten Kampagnen hat sich Equipe mit der Samsung Galaxy S6 Launchkampagne durchgesetzt.

Der mit 10‘000 Franken dotierte Crossmedia Award, der Einfluss auf das jährliche Kreativranking der Werbewoche hat, wurde vergeben. Gemeinsam mit Moderator Frank Baumann haben Jurypräsident Marco Taborelli und Goldbach Group CEO Michi Frank den Award vor der versammelten Schweizer Werbebranche übergeben. Von den neun Kampagnen, die es auf die Shortlist geschafft hatten, überzeugte die Samsung-Kampagne von Equipe die Jury am meisten. «Das Werbemotto «Was als nächstes kommt ist schon da» wurde crossmedial und individuell für jedes Werbemedium sehr unterhaltend umgesetzt. Überdies wurden die Zielgruppen mit Live Acts, wie jene mit Seven am Hauptbahnhof in Zürich, direkt und emotional in kreativer Art abgeholt», sagt Jurypräsident Marco Taborelli.

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Grund zum Anstossen: Equipe gewinnt Gold und Best in Mobile (Foto: hae)

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Video: Thomas Stuckert/Werbewoche

Goldbach-CEO Michi Frank überreichte zusammen mit Marco Taborelli die Preise. Die unabhängige Fachjury prämierte insgesamt drei Kampagnen mit dem begehrten Pokal in Gold, Silber und Bronze:

Gold
Kampagne: Samsung Galaxy S6 Launchkampagne
Auftraggeber: Samsung Electronics Switzerland
Agentur: Equipe

Silber
Kampagne: Graubünden Ferien – Bergdorf
Auftraggeber: Graubünden Ferien
Agentur: Jung von Matt/Limmat

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Bronze
Kampagne: USM – Project50
Auftraggeber: USM U. Schärer Söhne
Agentur: Scholz & Friends Schweiz

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Nebst Gold, Silber und Bronze wurden zudem die Spezialpreise «Best in» an Kampagnen mit wegweisender Vernetzung der crossmedialen Teilbereiche Mobile, Social Media und Video verliehen:
 

Best in Mobile
Kampagne: Samsung Galaxy S6 Launchkampagne
Auftraggeber: Samsung Electronics Switzerland
Agentur: Equipe

Best in Social Media
Kampagne: Graubünden Ferien – Bergdorf
Auftraggeber: Graubünden Ferien
Agentur: Jung von Matt/Limmat

Best in Video
Kampagne: Die Post/PostLogistics – Rennende Pakete
Auftraggeber: Die Schweizerische Post  / PostLogistics
Agentur: Jung von Matt/Limmat

 

Frank Baumann, selbst Kommunikationsfachmann und erfahrener Moderator, führte mit viel Witz und Schlagfertigkeit durch die Prämierung und zeigte sich sichtlich begeistert: «Alle Kampagnen auf der Shortlist zeichnen sich durch Einfallsreichtum und Kreativität aus. Diese inspirierende Stimmung war am Abend deutlich spürbar». An den Turntables läutete DJ Mike Candys die Afterparty ein.

Auf Crossmediaaward.ch können neben den Siegern auch alle Kampagnen, die es auf die Shortlist geschafft haben, eingesehen werden.

 

Zeit Büro Schweiz: Standort in Zürich eröffnet

Matthias Daum (Büroleiter Zeit-Schweiz) und Kilian Gasser (Verlagsvertreter) luden am 20. April zur Eröffnung des Zeit Büro Schweiz in Zürich.

Zur Eröffnung stellten sich Flavia Kleiner (Co-Präsidentin Operation Libero) und Nicola Forster (Präsident Think Tank Foraus) den 33 Fragen der Zeit-Redaktion.

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Büroleiter Zeit-Schweiz Matthias Daum (rechts) im Gespräch mit den Polit-Jungstars Flavia Kleiner, Operation Libero und Nicola Forster, Think Tank Foraus.

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Flavia Kleiner, Co-Präsidentin Operation Libero.

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Rund 30 Gäste kamen zur Einweihung des neuen Zeit-Redaktionsbüros an der Lavaterstrasse 61 in Zürich.

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Patrick Schwarz, Leiter Auslandausgaben der Zeit in Hamburg, präsentiert die neuesten Ausgaben der Zeit und weiht das neue Zürcher Redaktionsbüro ein.

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Matthias Daum (l.) Kaspar Loeb (Dynamics Group.

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Sarah Jäggi, Redaktion Zeit Schweiz, Christof Moser, Redaktion Schweiz am Sonntag, Riccarda Mecklenburg, Inhaberin CrowdConsul (v. l.).

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Zeit Büro Schweiz an der Lavaterstrasse 61 in Zürich.

In der Schweiz spiegelt das Magazin Die Zeit mit ihren vielfältigen Themen das breite Interesse ihrer Leserschaft nach fundierten Hintergrundberichten wider. Jede Woche wird auf drei, nur in der Schweiz erscheinenden Seiten, in einer Auflage von 19‘500 Exemplaren, aus und für die Schweiz berichtet. Für die Werbeakquisition in der Schweiz ist Kilian Gasser, Medienvermarktung, die Ansprechperson.

Top 5 Video-Spots auf Youtube

Google veröffentlicht die Top 5 Werbe-Videos auf Youtube in der Schweiz im 1. Quartal 2016. Das Ranking berücksichtigt hauptsächlich die Anzahl Views.

https://www.youtube.com/watch?v=ZtnS7hgLDVc

https://www.youtube.com/watch?v=B05Du_bb2Js

Ein Minimum an organischen Views (nicht bezahlte) ist Voraussetzung, um fürs Ranking berücksichtigt zu werden. Die Anzeigen werden durch einen Algorithmus bestimmt, der bezahlte und organische Aufrufe, sowie die Zuschauerbindung berücksichtigt. Eine genaue Beschreibung des Algorithmus findet sich auf Thinkwithgoogle.com.

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