Ringier macht digital vorwärts – 2015 im Zeichen des Wandels

 Der Medienkonzern Ringier erfindet sich gerade neu. Bald wird das Haus zu den führenden Unternehmen der Branche in Europa zählen. So jedenfalls sieht es das Drehbuch des Verlegers vor. 2015 ist in dieser Leseart einfach ein Jahr des Wandels.

Der Umsatz des Konzerns ging um 4,3 Prozent auf 946 Millionen Franken zurück. Unter anderem sind Währungsumrechnungen dafür verantwortlich – Ringier ist in zahlreichen Ländern Osteuropa, in Afrika und Asien präsent. Jüngst nahm der Konzern auch Aktivitäten in Myanmar auf. Im Gegenzug hat Ringier seine zusammen mit Axel Springer gehaltenen Geschäfte in Tschechien verkauft. Diese Umsätze fehlen nun. Dafür konnte sich Ringier mit dem Geld aus den Verkäufen Neues leisten, vor allem den Ausbau der digitalen Angebote. Zum Konzern gehören nebst Radio- und TV-Beteiligungen etwa 160 digitale Plattformen sowie mehr als 70 mobile Applikationen. Ausgebaut hat Ringier beispielsweise die Online-Marktplätze Scout24. Weiter gehören E-Commerce-Märkte wie MyStore.ch, Deindeal.ch und Geschenkidee.ch zu Ringier. Das Digitalangebot, das Ringier bereits vor Jahren aufzubauen begonnen hat, ist viel mehr Notwendigkeit als Spielerei. «Wer mit den neuen Realitäten nicht umgehen kann, hat keine Zukunft», sagte Verleger Michael Ringier am Mittwoch vor Journalisten. In den letzten Jahren konnte Ringier den Umsatzanteil aus dem Digitalgeschäft stetig steigern, inzwischen liegt er bei mehr als einem Drittel. Beim Betriebsgewinn stammen rund 61 Prozent mittlerweile aus dem Digitalgeschäft, nach knapp 50 Prozent im Jahr zuvor.

Zu den Besten gehören

Damit gehört Ringier gemäss eigenen Angaben bereits heute zu den Spitzenreitern in Europa. Und zu den Branchengrössen will Ringier morgen erst recht gehören – dank Digitalisierung und Diversifizierung, also neuen Produkten in neuen Märkten. 1,7 Milliarden Franken hat Ringier in den letzten Jahren in die Transformation investiert. «Die digitale Welt ist brutal», sagte Konzernchef Marc Walder. Nach dem Prinzip «the winner takes it all» – der Sieger bekommt alles – müsse man im Digitalgeschäft zu den Besten gehören. Das ist teuer. Unter dem Strich blieb Ringier 2015 nur ein Gewinn von 11,3 Millionen Franken. Im Vorjahr war es noch fast doppelt so viel. Sehr bescheiden und gewollt sei das, sagte Michael Ringier.

Zügige Abschreibungspolitik

Der Betriebsgewinn ohne Abschreibungen (EBIDTA) legte mit 96,1 Millionen Franken hingegen um 16,8 Prozent zu. Details zu den Abschreibungen gibt das Unternehmen nicht bekannt. Man verfolge eine «zügige Abschreibungspolitik», sagte Michael Ringier. Wie es sich für ein Familienunternehmen gehöre, sei die Finanzierungspolitik konservativ und der Verschuldungsgrad entsprechend tief. Keinen Hehl machte er daraus, dass das Kerngeschäft, also Zeitungen und Zeitschriften, auch dieses Jahr Federn lassen musste. Umsatzzahlen der einzelnen Zeitungen und Zeitschriften gibt Ringier nicht bekannt. Der Blick gehöre mit fast 600'000 Leserinnen und Lesern noch immer zu den meistgelesenen Bezahlzeitungen der Schweiz.

Werbeallianz gegründet

Dass das Geschäft mit der Tradition nicht ganz von gestern ist, zeigt gemäss Ringier auch das Magazin Landliebe. Das sei eine «Erfolgsgeschichte», welche beweise, dass «die Welt nicht schwarz oder weiss ist». Gemäss Marc Walder ist Landliebe ein Beispiel dafür, dass auch eine Zeitschrift Erfolg haben kann, wenn sie es schafft, ein Lebensgefühl zu vermitteln. Digitale Plattformen nannte er im Unterschied dazu «Informationsgewitter». Als Meilensteine des Jahres erwähnte Ringier weiter das Gemeinschaftsunternehmen mit Axel Springer im Bereich Zeitschriften und die Werbeallianz Admeira. Um bei der Vermarktung zuzulegen, hat Ringier zusammen mit dem Telekomriesen Swisscom und der SRG Admeira gegründet. Bis Ende Jahr werden sich noch weitere Unternehmen einbringen. Es gebe Interessenten, Details nannte Verleger Ringier auf Anfrage nicht. (SDA)

 

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In Flagranti: Hauert eröffnet Balkonpflanzen-Saison

Es ist Zeit für die «Hauert-Kugel». Daran erinnert der neue Spot, den In Flagranti für den Düngemittel-Hersteller Hauert realisiert hat. Wiederum mit dem Eichhörnchen als Markenbotschafter.

Die Tage sind länger und die Temperaturen höher geworden; Zeit für einen Klassiker. Als solchen kann man die Düngerkugel der Firma Hauert bezeichnen. Einmal vergraben, gibt sie die ganze Saison über Nährstoffe für Blumen genauso wie für Balkongemüse ab. Auf diesen Umstand verweist auch der Slogan «einmal vergraben, eine Saison lang Freude».  Dieses Depot-Prinzip führte zur Lancierung des Eichhörnchens, das ebenfalls Nahrungsdepots anlegt. Im aktuellen Spot wird die Saison für Balkonpflanzen eröffnet – und das flinke Eichhörnchen hilft dem Menschen bei der Gartenarbeit.

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Verantwortlich bei Hauert: Philipp Hauert und Judith Bircher. Verantwortlich für Strategie, Konzept und Realisation: In Flagranti communication. Film: Markenfilm Schweiz.
 

NZZ Media Solutions: Stefan Bai wird Werbemarktleiter der Ost- und Zentralschweiz

Ogilvy & Mather: Ford Werbung unter allen Bedingungen

Ogilvy & Mather Zürich hat für die Ford Vertretung Schönegg Garage in Spiez ein Outdoor-Werbemittel entwickelt, das sich dem Wetter anpasst.

Die Schönegg Garage in Spiez ist die Hauptvertretung von Ford im Berner Oberland. Dort konnte man sich für die kommenden zwei Jahre eine Dachplakatstelle auf der Talstation der Wiriehorn-Bahnen sichern. Ogilvy hat dafür ein Plakat kreiert, das die Wetterumstände, im Besonderen den Schneefall, aufnimmt und buchstäblich in das Plakat integriert. Dabei handelt es sich um ein Plakat in Form einer schmalen Box aus Plexiglas, deren oberer Abschluss offen bleibt. Fällt Schnee, sammelt er sich nicht nur auf den Pisten des Skigebiets Wiriehorn, sondern vor allem auch in dieser Plexiglas-Box. Je mehr Schnee fällt, desto höher steigt die Schneegrenze in der Box.

Sobald der Winter sich auch mit Schneefall meldet, beweist Ford auf dem Dach der Talstation Wiriehorn-Bahnen, dass seine 4×4 Modelle unter allen Umständen vorne weg fahren. Und die Schönegg Garage setzt sich gleichzeitig durch das erste meteorologisch adaptive Werbemittel der Schweiz als Ford Kompetenzzentrum im Raum Berner Oberland in Szene.

Verantwortlich bei Schönegg Garage Spiez: Patrick Burkhardt (Geschäftsführer). Verantwortlich bei Ford Motor Company Switzerland: Raphael Fasler (Retail Marketing Manager). Verantwortlich bei Ogilvy & Mather: Thomas Bolliger (CD); Mark Levay (AD); Marcel Elsener (Text); Marcel Kohler (Produktion); Max Brunner (Beratung); Jonathan Schipper (Gesamtverantwortung).

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BOSW-Ranking: Hinderling Volkart bleibt zuoberst

Hinderling Volkart bestätigt die Führung im BOSW-Ranking – nur dreieinhalb Punkte vor der zweitplatzierten Agentur Jung von Matt/Limmat.

Aufgrund eines Übertragungsfehlers der Daten hat Best of Swiss Web am Dienstag ein falsches Ranking veröffentlicht. Die auch auf Werbewoche.ch publizierte Rangliste wurde in der Folge gelöscht. Der Korrektur entsprechend konnte Hinderling Volkart die letztjährige Spitzenposition in Best of Swiss Web All-Time-Ranking behaupten. Die Geschäftsführung von Best of Swiss Web entschuldigt sich in einer Mitteilung bei allen Leserinnen und Lesern, den Medienpartnern und den betroffenen Agenturen für dieses Missgeschick.

Hinderling Volkart konnte in der Ewigen-Bestenliste 2001 – 2016 des Best of Swiss Web Awards den im Vorjahr errungenen ersten Rang somit verteidigen. Allerdings neu dicht gefolgt von der Agentur Jung von Matt/Next, welche mit nur wenigen Punkten Abstand auf den Leader wiederum den zweiten Rang belegt. Auch nichts geändert hat sich auf dem dritten Podest Rang, welcher weiterhin Namics einnimmt.
 

Rang Firma Pkt. '15 Δ Punkte
1 Hinderling Volkart
(plus Betabong Klaus)
170.5 24.5 195.0
2 Jung von Matt/Limmat
/next
152.5 39.0 191.5
3 Namics 145.9 17.2 163.1
4 Unic 131.5 26.0 157.5
5 Liip 93.4 14.0 107.4
6 Station
(plus Patman.ch)
102.0 5.0 107.0
7 Wirz Werbung
(plus Assai)
98.0 6.5 104.5
8 Eyekon 64.0 17.0 81.0
9 Notch Interactive 58.7 20.5 79.2
10 Netvertising 74.0 1.0 75.0
11 Maxomedia 73.7 0.0 73.7
12 Equipe 49.0 21.0 70.0
13 Getunik 52.0 1.0 53.0
14 Goldbach Interactive
(plus orange8)
46.7 0.0 46.7
15 Crealogix 43.5 0.0 43.5
16 Netcetera 35.8 5.0 40.8
17 Futurecom
(ohne Y&R Group)
24.5 6.0 30.5
18 Contexta 26.5 3.0 29.5
19 Zeix 21.0 6.5 27.5
20 Räber Information
Management
25.0 0.0 25.0
20 Raptus 25.0 0.0 25.0

 

Hinweise zur Methode: Punktesystem: Shortlist: 1 Punkt | Bronze: 2 Pte. | Silber: 4 Pte. | Gold: 7 Pte. | Master: 3 Pte. Mehrere Auftragnehmer pro Projekt: Punkte wurden entsprechend der Anzahl Unternehmen aufgeteilt. Fusionen: Zusammenführung aller Punkte von fusionierten Unternehmen.

Zühlke führt Umsatzrangliste an

Im Netzwoche-Ranking der umsatzstärksten Webdienstleister gibt es eine neue Nummer eins: Zühlke Engineering. Das Unternehmen übertrumpft mit einem Jahresumsatz von rund 60 Millionen Franken für den Einsatz von Webtechnologien die letztjährige Nummer eins, Namics. Namics setzte im vergangenen Jahr mit Webservices geschätzte 45,2 Millionen Franken um. Interessant ist, dass Zühlke traditionell ein Technologie-Provider ist, der heute ebenfalls Webdienstleistungen anbietet. Das zeigt auch, dass die Grenzen zwischen Webtechnologie und traditioneller IT verschwimmen. Eine Entwicklung, die sich durch die digitale Transformation noch beschleunigen dürfte. Unternehmenskunden sind an neuartigen Prozessen interessiert. Worauf diese basieren, ob auf Web- oder klassischer IT-Technologie, wird weniger hinterfragt. Es zeigt auch, dass die anfänglich als exotisch wahrgenommene Webbranche nicht mehr wegzudenken ist. Die vollständige Rangliste mit 85 Schweizer Webdienstleistern auf Netzwoche.ch

Die grössten Web- und Internet-Unternehmen der Schweiz
 

Rang Firma Seit Stellen
2015*
Umsatz
2015**
1 Zühlke Engineering 1968 280 60
2 Namics 1995 294 45.2
3 Unic 1996 210 E: 38
4 Netcetera 1996 160 21
5 Liip 2007 88 14.7
6 Futurecom
Interactive
1996 72 E: 12.6
7 Virtua 1998 64 11.4
8 JvM/Limmat 1991 36 10
8 The House Agency 2010 20 10
8 Webrepublic 2009 69 10
9 JLS Digital 2001 65 8
10 Goldbach
Interactive
1998 45 E: 6.6
11 Equipe 2008 36 6.3
11 Hinderling Volkart 2007 28 6.3
12 MySign Agentur
und Softwarehaus
1998 40 E: 5.7

E: Zur Umfrage: Von jenen Agenturen, die ihre Umsätze in diesem Jahr nicht melden wollten oder – zum Beispiel aus börsenrechtlichen Gründen – nicht melden konnten, hat die Redaktion Plausibilisierungen vorgenommen; z.B. durch Beizug verfügbarer Daten (z.B. Geschäftsberichte), telefonisches Nachfragen oder die Zuordnung von Durchschnittswerten oder Schätzungen. Diese Umsätze sind mit * bezeichnet. *: Bezieht sich auf Anzahl Vollzeitstellen Schweiz: nur im Bereich Digital/Online/Mobile **: Bezieht sich auf Umsatz 2015 in Millionen Franken, nur Online/Mobile/Digital (Schweiz), ohne Media

Was beschäftigt die Webbranche?
 

Die Netzwoche-Redaktion führte auch dieses Jahr eine Umfrage unter den Webdienstleistern durch. Letztes Jahr stand bei 54,6 Prozent der Befragten das Thema Mobile ganz oben auf der Prioritätenliste, gefolgt von der Personalbeschaffung (49,5 Prozent) bzw. dem Fachkräftemangel. Auf dem Spitzeplatz stehen in der aktuellen Befragung die Herausforderungen rund um die digitale Transformation (59,8 Prozent). gefolgt der Personalrekrutierung mit 50 Prozent und dem Thema Mobile mit noch 48,8 Prozent Nennungen.

Vom Frankenschock hat sich die Branche offenbar gut erholt. War die plötzliche Aufwertung des Frankens vor einem Jahr noch für gut 24,3 Prozent der Umfrageteilnehmer Anlass zur Sorge, sank die Bedeutung der Frankenstärke im Vergleich zu ausländischen Währungen dieses Jahr um die Hälfte auf 12,2 Prozent Nennungen.

Auch die Sorge um die ausländische Konkurrenz nahm gegenüber der letzt­jährigen Befragung deutlich ab. Hatten letztes Jahr noch 23,2 Prozent der Umfrageteilnehmer ausländische Projektteams als wichtiges Thema genannt, waren es dieses Jahr noch 13,4 Prozent. Die Auftragslage hat sich offenbar gebessert. Machten sich letztes Jahr noch 38,4 Prozent der Dienstleister Gedanken über die Auftragslage, war diese im aktuellen Jahr nur für 30,5 Prozent ein Thema.

Felix Oberholzer-Gee neu im Ringier-VR

Felix Oberholzer-Gee, Professor für Betriebswirtschaft an der Harvard Business School in Boston, Massachusetts, wird Verwaltungsrat von Ringier.

Oberholzer ist gebürtiger Schweizer aus Zug, hat seit 13 Jahren eine Professur an der Elite-Universität in den USA und ist Spezialist für die digitale Transformation moderner Unternehmen.

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Der 55-Jährige leitet das MBA-Programm der Kaderschmiede und unterrichtet vorwiegend in Ausbildungsprogrammen für Führungskräfte. Er studierte Wirtschaftswissenschaften an der Universität Zürich, war vor seiner akademischen Laufbahn als Direktor bei einem Schweizer Unternehmen für Prozesssteuerungen tätig und erhielt sodann eine erste Professur an der Wharton School der University of Pennsylvania.

Oberholzer gilt aufgrund seiner Forschung und Lehre als Medien- und Digitalisierungsexperte, der sich regelmässig auch mit der chinesischen Wirtschaft und der Leistung von multinationalen Unternehmen in China auseinandersetzt. Er publiziert in zahlreichen internationalen Fachpublikationen wie dem American Economic Review, dem Journal of Political Economy – aber auch in der Financial Times, dem Guardian, Le Figaro, der New York Times und vielen weiteren mehr. Im September 2012 veröffentlichte er in Harvard unter dem Titel «Ringier – Building a Digital-Age Media Company» auch eine Case Study über das Medienunternehmen Ringier und beleuchtete darin die Implementierung des Newsrooms der Blick-Gruppe.

Michael Ringier, Verleger und Präsident des Verwaltungsrates, in einer Mitteilung: «Mit Professor Felix Oberholzer nimmt in unserem Verwaltungsrat eine Persönlichkeit Einzug, die nicht bloss nahe an der digitalen Welt lebt, sondern mitten drin.»

Zu guter Letzt: Lucky Luki

Schöne Erfindung: Mit einem Spezialrucksack rettet die JWT in Kolumbien Kinder vor dem Ertrinken – und betreibt ganz nebenbei Werbung für einen Fruchtdrink.

Casa Luker aus Kolumbien ist ein 110 Jahre altes, auf Kakao-Produkte spezialisiertes Unternehmen. Nebst Kakaobohnen produziert die auf Nachhaltigkeit und Sozialverträglichkeit eingestellte Firma auch andere Lebensmittel. Zum Beispiel Luki, ein zu 100 Prozent natürliches Fruchtgetränk für Kinder. Luki liegt das Wohl der Kinder aber vermutlich nicht nur am Herzen, weil sie die Zielgruppe sind. Sondern Kinder. In Kolumbien erreichen unzählige Kinder die Schule per Boot. Die Gewässer sind eine stetige Gefahr, besonders bei heftigen, unvorhersehbaren Regenfällen. So sind in den letzten fünf Jahren 10'000 (!) Kinder mit dem Boot gekentert und ertrunken.

Dem Problem hat sich JWT Colombia angenommen. Und es entzückend clever gelöst. Nicht für alle Kinder, aber für einige. Mit einem Schulrucksack, der nicht nur super aussieht, sondern gleichzeitig eine lebensrettende Schwimmweste ist. Zieht Kind gerne an, transportiert die Schulbücher wasserdicht und rettet nebenbei noch Leben. Man kann nur hoffen, dass möglichst viele Betroffene eines der speziellen Werbegeschenke erhalten. (hae)

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Marken machen Unternehmen, Redaktionen machen Marken

Unternehmen, die künftig spannende Geschichten über sich erzählen und so Konsumenten an sich binden möchten, brauchen eine interne Redaktion, die – den Werten der Marke verpflichtet – autonom arbeiten kann. Sagen Ruedi Alexander Müller-Beyeler und Heiner Butz.

Die Werbewoche wollte wissen, wie das funktionieren soll. Das gesamte, dreiseitige Interview finden Sie in der aktuellen Printausgabe 7/16.

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Das Unternehmen, die Marke und ich – Unternehmen durch Marken führen
Die beiden Autoren haben ihr Wissen aus Kommunikation und Markenführung, Brandmanagement und Journalismus zusammengeführt sowie in Forschung und Praxis weiterentwickelt, getestet und angewendet. So entstand die «Strategische Markenführung redaktioneller Prägung». Unternehmen können durch ihre Marke führen und durch sie mit ihrer Zielgruppe in engem Kontakt bleiben. Reputation wird auf­gebaut und gepflegt – als nachhaltiger Wert. Redaktionell geführte Marken treten bereits erfolgreich am Markt auf und können die Anforderungen moderner Kommunikation wirksam und authentisch erfüllen. Das Buch zeigt, wie das geht. 1. Auflage 2016, 256 Seiten, gebunden, Haupt-Verlag, CHF 44.00, ISBN: 978-3-258-07975-2.

Das Buch gewinnen!

Die Werbewoche verlost Exemplare des beschriebenen Buches. Senden Sie eine Mail an [email protected]

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Heiner Butz und Ruedi Alexander Müller-Beyeler (Foto: Lauschsicht)

Werbewoche: Ruedi Müller-Beyeler, Unternehmenskommunikation und Markenführung waren dem Journalismus und redaktionellem Arbeiten bisher spinnefeind, beide Kommunikationsdisziplinen haben traditionell nach Leibeskräften versucht, sich voneinander abzugrenzen. Das habe sich gravierend verändert, konstatieren Sie in Ihrem gerade erschienenen Buch. Inwiefern?
Heiner Butz: Eigentlich war es doch schon immer eine Art Hassliebe. Journalisten haben seit ehedem die Fronten gewechselt, aber heute benutzen beide die gleichen Werkzeuge. Und vor allem hat sich in einer digitalisierten Welt Kommunikation für beide Seiten stark verändert. Unternehmen stehen heute im direkten Kontakt mit ihrer Zielgruppe. Vor einer Weile haben sich noch Praktikanten um diese Kommunikation gekümmert – eine hochgefährliche Zeit.
Ruedi Alexander Müller-Beyeler: Unterdessen haben viele Unternehmen realisiert, dass Kommunikationsfachleute das Sprechen mit ihrer Zielgruppe übernehmen müssen. Ich kenne mehrere Grossunternehmen, die seit Kurzem in vielen Bereichen direkt mit ihren Kunden kommunizieren, und zwar nicht mehr kampagnenbasiert, sondern in einem redaktionellen Fluss und an Themen gebunden, mit Storytelling. Ich kann zwar noch keine Best Practices präsentieren, aber das Thema ist bei den Unternehmen angekommen.

Welche Auswirkungen hat diese Entwicklung für die Unternehmensführung?
Müller-Beyeler: Die meisten Unternehmen richten erst einmal einen Newsroom ein, mit einem grossen Bildschirm an der Wand und Möbeln, die an ein kreatives Umfeld erinnern. Aber das kreative Umfeld allein reicht natürlich noch nicht, wichtig ist vor allem eine Haltungsänderung. Eine tiefgreifende Haltungsänderung, die nicht mehr erlaubt, dass der Chef top-down alles kontrolliert. Sondern man muss einen Rahmen finden, in dem alle eine gewisse Grundhaltung vertreten, ansonsten aber frei arbeiten.
Butz: Der Unternehmer, das Management führt durch Werte und Vorgaben und der neue Freiraum in der Kommunikation wird genutzt von den unterschiedlichsten Talenten. Hier helfen dann redaktionelle Arbeitsweisen und Strukturen.

Sie sprechen nicht von einem journalistischen Newsroom, sondern von Newsrooms in Wirtschaftsunternehmen, nicht wahr?
Müller-Beyeler: Genau. Die Newsrooms der Medienhäuser sind etwas anderes, aber die Unternehmen nennen ihren Ort für Kommunikation auch oft Newsroom. Auch in Medienhäusern ist der Titel quasi die Marke und gibt damit die Haltung vor. Das muss in Unternehmens-Newsrooms auch so werden, für Unternehmen eine fundamentale Veränderung. Wenn Sie heute für ein Unternehmen etwas kommunikativ aufarbeiten, zum Beispiel für ein Unternehmensmagazin, dann kaufen Sie Texte und Bilder ein und ganz viele Leute reden mit, bevor das Produkt fertig ist. Da kommen zuerst einmal die Fachleute, die zwar etwas von der Sache verstehen, aber meist wenig von Kommunikation. Dann kommen Vertreter diverser Hierarchieebenen und schwatzen Ihnen rein. Am Schluss schaut noch der CEO drauf – und dann stirbt alles. Hier brauchen wir eine Haltungsänderung: Man etabliert im Unternehmen eine Redaktion, die gehalten ist, mit der Marke und den gemeinsamen Werten im Hintergrund sauber zu internen und externen Themen zu recherchieren und daraus dann eine packende, multimediale Geschichte zu produzieren und zu publizieren. Ohne dass der Auftraggeber noch einmal darauf Einfluss nehmen darf. Sonst entstehen einfach nur flache Produkte, keine interessanten Geschichten.

Ist es denn realistisch, dass beispielsweise ein produzierendes Unternehmen, das bisher einen Hauptteil seiner Kraft auf die Produktion und Optimierung seiner Waren verwendete, gleichzeitig auch noch eine Redaktion aufbaut?
Müller-Beyeler: Die allermeisten Unternehmen sind sich noch nicht bewusst darüber, dass das nötig sein wird und wie aufwendig das ist. Auch die Agenturen kommen ins Zittern, denn klassische Zulieferfunktionen verändern sich, gut möglich, dass sie teilweise auch verschwinden. Vielleicht entstehen auch neue, damit ergäben sich neue Chancen. Dennoch wollen Agenturen logischerweise nicht, dass der etablierte Einkommensfluss ins Stocken gerät. Ein anderer Hemmschuh sind Machtkämpfe zwischen Unternehmenskommunikation und Marketing. Das grosse Budget hatte bisher immer das Marketing, das wurde weitergereicht an die Agenturen. Und ein ganz verhaltenes Budget bekam die Unternehmenskommunikation. Das muss sich verändern. Das geht nur, indem man Marketing und Unternehmenskommunikation viel näher zusammenführt, eben im erwähnten Newsroom.

Müssen Unternehmen dafür denn neue Ressourcen aufbauen? Das halte ich für nicht machbar.
Müller-Beyeler: Mit den Teams, die heute in der Unternehmenskommunikation arbeiten, können sie diese Aufgabe nicht leisten. Und eine zusätzliche Redaktion aufzubauen, können sich die meisten Unternehmen auch nicht leisten. Also wird es Verschiebungen geben: Wenn ein Unternehmen ein paar Millionen weniger für eine Agentur ausgibt, kann sie das Geld in eine Redaktion investieren. Das sind aber Entscheidungen, die ganz oben im Top-Management gefällt werden müssen. Die Entwicklung ist neu, darum gibt es noch keine Best Practices. Aber es wird einen neuen Ansatz geben müssen. Wir haben heute so viele Unternehmensbroschüren, dass sie kein Mensch lesen kann. Und wenn alle Heldengeschichten erzählen, kann man sich auch mit diesen nicht mehr abheben. Der Kampf um die Aufmerksamkeit der Konsumenten ist gross. Darum ist es wichtig, richtig gute Geschichten zu erzählen.

… in Deutschland hat ein grosser Detailhändler gerade eine grosse interne Redaktion aufgebaut …
Müller-Beyeler: Das ist sicher der richtige Schritt.

Wie ist denn eine solche Markenredaktion aufgebaut? Und wie viele Leute arbeiten da?
Butz: Pauschal lässt sich diese Frage nicht beantworten. Es gibt im Medienbereich Redaktionen mit 5 oder mit 500 Mitarbeitern. Ganz so gross wird die Bandbreite in einer Markenredaktion sicher nicht sein. Wir denken, dass es schon mit 7 Mitarbeitern losgehen kann. Es hängt eben viel von den Aufgaben ab. Soll die Redaktion aktuell Social Media bearbeiten? – dann braucht es sicher mehr Personal. Sollen hier gute Medienbeiträge als Hintergrund entstehen, ohne allzu grossen Aktualitätsdruck? – dann braucht es weniger, aber auch anders qualifiziertes Personal.
In einer Redaktionsstruktur sind Freiräume absolut wichtig. Viele Funktionen werden wohl nicht fest vergeben sein, sondern mit wechselndem Personal besetzt. Das ist eine sehr grundsätzliche Veränderung, die aber eine sehr flache Hierarchie als Folge haben wird. Hierarchie leitet sich in einer Redaktion meist aus der jeweiligen Funktion ab und ist nicht von Dauer. Das ist in den meisten Kommunikationsabteilungen von Unternehmen ganz anders.

Verliert Marketing, also die taktische und kurzfristige Produktwerbung, im Zeitalter der offenen Kommunikation aller mit allen an Bedeutung?
Müller-Beyeler: Das zu behaupten würde ich mir nicht anmassen. Marketing kennt Funktionen und Mechanismen, mit denen man ganz direkt verkaufen und etwas kurzfristig bekannt machen kann. Und diese Möglichkeit werden wir immer brauchen. Was Marketing in der Regel nicht macht, ist eine Marke schaffen, eine Marke aufbauen und Kunden daran binden. Und viele wirklich erfolgreiche Unternehmen verkaufen oft gar nicht direkt das Produkt, sondern sie verkaufen sich als Unternehmen, sagen, warum es sie gibt und der Kunde kauft sie aufgrund genau dieser Argumentation, weil sich das, was das Unternehmen macht, mit der Haltung des Konsumenten deckt. Natürlich muss auch das Produkt passen, aber ich denke, das langfristige Markendenken wird immer wichtiger. Beispiel Krankenversicherung: Ich behaupte, dass kein Mensch zuerst das Produkt einer Krankenversicherung auswählt und dann schaut, welche Kasse dahintersteht. Erst sucht man sich den Versicherer aus, zu dem man irgendeine Affinität hat. Und dann schaut man, ob der das richtige Produkt hat. Vielleicht macht man dann noch einen Preisvergleich, aber ganz wenige Leute suchen auf Comparis nur das billigste Produkt. Das ist Marke.

…Fortsetzung lesen Sie in der aktuellen Printausgabe der Werbewoche.

Interview: Anne-Friederike Heinrich

PR Suisse mit zahlreichen neuen Projekte und Initiativen 2015 und 2016

An der Generalversammlung von PR Suisse im Verkehrshaus der Schweiz Luzern stimmten die Mitglieder allen Anträgen des Zentralvorstands ohne Gegenstimmen zu und erteilten Décharge. Ebenfalls diskussionslos wurden der gesamte Zentralvorstand und der Ehrenrat wiedergewählt.

Hugo Schmidt aus Luzern wurde aufgrund seiner grossen Verdienste um die PR-Branche zum Ehrenmitglied ernannt. PR Suisse ist der gesamtschweizerische Berufsverband der PR- und Kommunikationsprofis.

Zahlreiche Projekte und Initiativen angestossen und realisiert

Neben den statutarischen Geschäften blickte Präsident Peter Eberhard in seiner Tour d’horizon auf die Aktivitäten 2015 zurück und gab einen Ausblick auf das laufende Jahr. Zu den zahlreichen Projekten und Initiativen zählen insbesondere die neue Broschüre «Corporate Communication und Public Relations», eine eigentliche Standortbestimmung aus Sicht des Berufsverbands, die auf grosse Nachfrage stiess, der neu konzipierte und seit Januar 2015 monatlich publizierte Branchen-Newsletter Swissprnews, die Kooperation mit dem Swiss Award Corporate Communications, die erste umfassende Lohn- und Gehaltsumfrage der Schweizer PR- und Kommunikationsbranche sowie neu eine kostenlose erste Rechtsberatung für Mitglieder.

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GV im Planetarium Verkehrshaus Luzern: Präsident Peter Eberhard spricht

Überprüfung des Engagements im Bildungsbereich

Angesichts der Herausforderungen, denen sich die Lehrgänge in der Höheren Berufsbildung in einem kompetitiven Umfeld gegenübersehen, beschloss der Zentralvorstand, sein Engagement im Bereich Aus- und Weiterbildung im Verlauf von 2016 einer grundsätzlichen Überprüfung zu unterziehen, dies unter Beiziehung eines externen, erfahrenen Bildungsexperten als Coach.
Die internationalen Kontakte mit der Global Alliance, wo sich PR Suisse in einer Arbeitsgruppe ebenfalls zum Thema Bildung aktiv einbringt, wurden intensiviert.

Im Vorfeld des offiziellen Teils hatten die Teilnehmer Gelegenheit zu einer Spezialführung durch die Ende März eröffnete Sonderausstellung «Neat» (längster Eisenbahntunnel der Welt) und erhielten so einen vertieften Einblick in dieses Jahrhundertbauwerk, das am 1. Juni offiziell dem Verkehr übergeben wird.

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Der alte und neue Zentralvorstand von PR Suisse: Simone Bianchi, Cla Martin Caflisch, Suzanne Rouden-Schmidlin, Regula Ruetz, Peter Eberhard, Christian Wick, Brigitte Heinrich (es fehlen Anita Schweizer und Sylvia Würsten)
 

TV25 bringt Filme und Wetternews

Ein neuer Schweizer Privatfernsehsender steht vor dem Start: Das Unternehmen AZ Medien lanciert am 26. April TV25. Der nationale Sender setzt auf Unterhaltung - und während des Tages bestimmen Wetternews das Programm.

Akzente in der TV-Landschaft setzt das Medienunternehmen bereits mit TeleZüri, Tele M1 und Tele Bärn. TV25 will nach eigenen Angaben «anspruchsvolle Unterhaltung» für die Altersgruppe der 30- bis 50-Jährigen bieten. Die AZ Medien versprechen ein breites Spektrum an europäischen Spielfilmen, Serien, Kochsendungen sowie Arthouse-Filmen und Schweizer Eigenproduktionen. Eine Marktlücke dürfte TV25 mit dem Tagesprogramm abdecken: Wetternews sind angesagt. Von 6 bis 18 Uhr ist TV25 kurzerhand ein Wetterkanal. Der von Peter Wick gegründete grösste Schweizer Wetterdienst, Meteonews, will regional, national und international informieren – mit Wetterbildern, Reporten bis hin zu Umweltwarnungen. Ein ähnliches Konzept fährt das Medienunternehmen seit Mai 2014 mit dem Sender TV24. An Wochentagen steht nach dem Spielfilm um 22 Uhr eine Nachrichtensendung auf dem Programm. TV24 ist auf die Zielgruppe der 20- bis 40-Jährigen ausgerichtet. Mit dem neusten TV-Kind bauen die AZ Medien des Verlegers Peter Wanner ihre Position im TV-Markt weiter aus. Das Medienunternehmen aus dem Aargau ist mittlerweile der grösste regionale TV-Veranstalter neben der SRG.

Mit Wachstum Marktanteile halten

«Wir wollen mit unserem TV-Portfolio weiter wachsen», sagt Roger Elsener, Geschäftsführer AZ Medien TV, der Nachrichtenagentur SDA: «Durch die Digitalisierung schreitet die Marktfragmentierung im TV unaufhaltsam weiter.» Alleine in den letzten zwei Jahren seien in der Schweiz 16 private TV-Sender gestartet oder angekündigt worden. Grosse Sender wie RTL verlören durch die stetig wachsende Konkurrenz Marktanteile. Mit eigenen Spartensendern versuche RTL die Portfolio-Marktanteile zu halten oder zu steigern. «Unser Ziel mit TV24 und TV25 ist das gleiche: Wir wollen die Marktanteile der Regionalsender möglichst stabil halten und mit TV24 und TV25 über das ganze TV- Portfolio wachsen». Das sei mit dem TV24 bisher sehr gut gelungen.

Umsatz von 35 Millionen Franken

AZ Medien TV beschäftigt derzeit rund 135 Vollzeitangestellte. Der Umsatz mit elektronischen Medien beziffert das Unternehmen auf 35 Millionen Franken. Das Aargauer Medienunternehmen setzt also auf TV – ganz im Gegensatz zu den Medienkonzernen Tamedia und Ringier, die mit ihren Ambitionen viel Geld verloren. Tamedia stellte den Betrieb von TV3 nach nur zwei Jahren Ende 2001 ein. Zehn Jahre später verkaufte der Konzern die beiden Regionalsender Tele Züri und Tele Bärn an die AZ Medien.

Bewegtbild als Zukunft

«Wir haben für uns früh erkannt, dass Bewegtbild grosse Zukunft hat», betont Elsener: «Die Leute konsumieren stetig mehr Bewegtbild über immer mehr Plattformen und Devices.» Bewegtbild eignet sich gemäss Elsener zudem als Werbeträger, sowohl im linearen TV als auch über On-Demand-Plattformen. «Durch die Produktions-Units der TV- Sender schöpfen wir zudem Synergie-Vorteile für die Produktion von Bewegtbild- Inhalten für unsere Online-Plattformen.» Während die Regionalsender Tele M1 und Tele Bärn über Konzessionen verfügen und daher etwas Gebührengelder erhalten, finanzieren sich Tele Züri und TV24/25 ausschliesslich über Werbeeinnahmen. Die Regionalsender bieten schnelle und boulevardeske Berichte sowie Talkrunden. Einen besonderen Stellenwert hat der «SonnTalk» mit Chefredaktor Markus Gilli.

Mehr Freiräume für Privatanbieter

Elsener fordert «akzeptable Bedingungen für eine funktionierende duale Medienlandschaft in der Schweiz». Es gehe dabei nicht darum, die SRG in die Schranken zu weisen. «Heute ist die SRG allerdings derart übermächtig, dass sie die Entfaltung der privaten Anbieter unnötig einschränkt.» «Wir sehen in der Diskussion des Service Public-Auftrags und in der damit verbundenen möglichen Rückbesinnung auf den Kernauftrag der SRG durchaus Chancen für die privaten Medien», betont er. Grundsätzlich werde jedoch eine starke SRG als Anbieter von nationalem Service Public begrüsst. Punktuelle Kooperationen mit SRG-Meiden sind jedenfalls kein Tabu. «Wir kooperieren schon heute an verschiedenen Stellen, so zum Beispiel auch beim Austausch von Sport- und News-Inhalten in der Kurzberichterstattung.» Man könne sich durchaus vorstellen, im Sinne eines kooperativen Wettbewerbs diese Zusammenarbeit in weiteren Punkten zu betreiben. Dabei wird auch die Werbeallianz von SRG, Ringier und Swisscom im Auge behalten. «Wir werden dies aber immer mit dem nötigen Weitblick prüfen», macht Elsener klar. «Unsere Unabhängigkeit ist dabei ein hohes Gut.» (SDA)

Wessinger und Peng im neuen Look

Mit ihrem neuen Webauftritt im Stil eines Fashionstores nimmt die in Zürich und Stuttgart beheimatete Agentur Wessinger und Peng die Agenturbranche und sich selbst stilvoll auf die Schippe.

Ein sommerliches Lookbook und grimmig dreinblickende Männermodels: Wer die neue Website der Agentur für Konzeption, Redaktion und Gestaltung besucht, wähnt sich im falschen Film. ‹Wir haben uns bei der Überarbeitung der Website aus zwei Gründen an den Webstores von Modelabels orientiert›, erklärt Projektleiter und Mitinhaber Yuan Peng. «Einerseits verfügen diese Shop-Sites über eine extrem benutzerfreundliche Struktur. Zum anderen finden wir, dass diese überhöhte Form der Produktdarstellung eine ziemlich passen- de Referenz zu unserer verkaufsorientierten Agenturbranche darstellt».

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Auf Wessingerundpeng.com sind diverse aktuelle Projekte der fünfköpfigen Agentur mit Sitz in Zürich und Stuttgart zu sehen. Ganz gemäss dem modischen Jahreszyklus werden kommende Projekte saisonal hinzugefügt und jeweils von einem «WP-Model» in Szene gesetzt. Für das «Lookbook» der Saison arbeitet Wessinger und Peng mit Fotografen aus ihrem Netzwerk zusammen.
 

Jérôme Martinu wird neuer Chefredaktor der Neuen Luzerner Zeitung

Jérôme Martinu tritt die Nachfolge von Thomas Bornhauser als neuer Chefredaktor der «Neuen Luzerner Zeitung» an. Zudem wird die Chefredaktion erweitert.

Flurina Valsecchi, bisher Reporterin und Leiterin Ausbildung, leitet neu die regionalen Ressorts; Wirtschaftschef Roman Schenkel verantwortet die überregionalen Ressorts. Dominik Buholzer bleibt Leiter der Zentralschweiz am Sonntag.

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Jérôme Martinu

Der Verwaltungsrat der LZ Medien hat Jérôme Martinu zum Chefredaktor der Neuen Luzerner Zeitung und ihrer Regionalausgaben Neue Nidwaldner Zeitung, Neue Obwaldner Zeitung und Neue Urner Zeitung gewählt. Martinu berichtet wie der Chefredaktor der Zuger Zeitung, Harry Ziegler, direkt an Pascal Hollenstein, der seit März als Leiter Publizistik der NZZ-Regionalmedien tätig ist.

Der 41-jährige Martinu stiess 2002 als Sportredaktor zur Neuen Luzerner Zeitung und wechselte 2006 zu den regionalen Ressorts, deren Leitung er 2009 übernahm. 2012 wurde er stellvertretender Chefredaktor. Jérôme Martinu, der an den Universitäten Freiburg und Bern Geschichte und Journalistik/Kommunikationswissenschaften studiert hat, freut sich auf die neue Aufgabe: «Ich danke der Unternehmensführung dafür, dass sie diesen nahtlosen Übergang ermöglicht hat, und werde mein Möglichstes tun, damit diese Zeitung auch weiterhin ein massgebliches Medium für die Zentralschweiz bleibt – auf allen Kanälen, im Print und digital.»

Jérôme Martinu tritt die Nachfolge von Thomas Bornhauser am 1. Mai an. Als Chefredaktor verantwortet er die regionalen Inhalte der Zeitung und hat die regionale Kommentarhoheit. «Mit seiner langjährigen Erfahrung und guten Vernetzung in der Zentralschweiz ist er die ideale Person, um die Neue Luzerner Zeitung zu führen und zu repräsentieren», erklärt Pascal Hollenstein.

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Flurina Valsecchi

Das Leitungsteam der Neuen Luzerner Zeitung wird zudem ab 1. Mai breiter abgestützt. Flurina Valsecchi verantwortet als stellvertretende Chefredaktorin neu die regionalen Ressorts. Die 36-Jährige stieg 2002 als Volontärin bei der Neuen Luzerner Zeitung ein, nachdem sie bei der Südostschweiz erste journalistische Erfahrungen gesammelt hatte. Von 2004 bis 2007 arbeitete sie als Bundeshaus-Redaktorin, zuerst für die Südostschweiz, danach für den Sonntagsblick. Nach zwei Jahren als Reporterin für die Schweiz am Sonntag kehrte sie 2010 als Leiterin Dossier zur Neuen Luzerner Zeitung zurück. Seit 2014 ist sie als Reporterin und Leiterin der internen Ausbildung tätig.

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Roman Schenkel

Ebenfalls neu Mitglied der Chefredaktion wird Wirtschaftschef Roman Schenkel als Leiter der überregionalen Ressorts und stellvertretender Chefredaktor. Der 37-Jährige war nach seinem Studium der Politikwissenschaften an der Universität Bern als Projektleiter Marktforschung bei der Post tätig. Seine journalistische Karriere begann er bei der Aargauer Zeitung, 2011 kam er als Wirtschaftsredaktor zur Neuen Luzerner Zeitung. Nach einem einjährigen Abstecher in die Kommunikationsbranche kehrte er 2015 als Ressortleiter Wirtschaft zur Neuen Luzerner Zeitung zurück. Die Zentralschweiz am Sonntag wird weiterhin Dominik Buholzer als stellvertretender Chefredaktor leiten.

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Dominik Buholzer

 

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