VR-Startup Emotional Experience

Drei kreative Köpfe aus Bern und Los Angeles bieten neu virtuelle Rundgänge an.

Was bisher nur in der Phantasie möglich war, wird nun reale Wirklichkeit. Die Kundin läuft durch virtuell gestaltete Räumlichkeiten ihrer zukünftigen Wohnung und kann Möbel ändern, Farbe oder Musterungen anpassen und nach dem eigenen Gusto gestalten. Der Kunde taucht nebenbei in die Innenwelt seiner Lieblingskarrosse ein und kann beobachten, wie das technische Interieur seines Fahrzeuges gestaltet und zusammengesetzt ist. Von aussen betrachtet, sitzt der Nutzer mit einer VR-Brille vor dem Computer, ist aber in seiner eigenen Welten und durchlebt eine komplett neue Anschauung von Realitäten und von Gefühlswelten.

Vereintes Fachwissen in 3D, Werbung und Technologie

«Wir erschaffen neue Welten, das ist fast wie Gott spielen», schmunzelt Raffael Dickreuter, der in LA lebt und als Berner auch in der Schweiz durchstarten will. Es braucht viel Detailarbeit, weiss der anerkannte VR-Spezialist, welcher schon in vielen bekannten amerikanischen Blockbustern mitgewirkt hat. Was in der virtuellen Realität im 21. Jahrhundert Bestand haben will, muss wahrheitsgetreu und in Feinarbeit gestaltet sein. Der heutige Kunde stelle hohe Ansprüche an Genauigkeit seines dargestellten Produktes und die Kreativität in der Umsetzung, ergänzt Simon Hofer. Seit Jahren mit Dickreuter befreundet, sieht er als Werbeschaffender das Potential für die werbetreibende Kundschaft: «Die Zeit ist reif für die vierte und fünfte Dimension», so Hofer, «jede Firma, jeder Brand, jedes Produkt oder Dienstleistung wird sich mit den heutigen technischen Möglichkeiten neu erfinden müssen». Und die Möglichkeiten scheinen fast unbegrenzt. Für die technische, finanzielle und organisatorische Umsetzung bringt der Allrounder und Diplom-Ingenieur Markus Brinkrolf sein Wissen in das Dreierteam ein: «Jedes virtuelle Projekt gleicht einem Hausbau. Ohne klare Vorstellung, Planung, Überwachung und Durchführung gibt es kein Endprodukt. Meine Stärken liegen im Planen und Umsetzen, den kreativen Part überlasse ich gerne meinen beiden Kollegen», lacht Brinkrolf.

Präsentation in den Gebäuden vom Tesla

Der gewählte Ort, um mit dem Start-Up Emotional Experience am 21. April 2016 an die Öffentlichkeit zu gehen, ist kein Zufall: «Tesla steht mit seinem Brand für Innovation, Zukunft und neue Technologien», sagt Hofer. Auch das macht das Emotional Experience-Team mit seinen lancierten Produkten VR, VR Film und VR Interaktiv. Die Zeit ist reif für eine neue zu schaffende Wirklichkeit, womit sich zukünftig auch jeder Marketingmensch beschäftigen muss. «Es steht ausser Frage, dass sich 3D respektive VR zukünftig durchsetzen wird», erklärt Dickreuter, «die Frage ist, wer den Anschluss verpasst oder wer auf den bereits fahrenden Zug aufspringt.»

ee

Mehr zu zur Entstehung und Zukunftsplänen von Emotional Experience erzählt Simon Hofer (rechts im Bild) in der nächsten Printausgabe vom 20. Mai (Kopf der Woche).

Einstige CS-Kommunikationschefin wechselt zu Siemens

Ende letzten November hat Clarissa Haller ihren Posten als Kommunikationschefin bei der Grossbank CS verlassen. Ab 1. Juli wird sie die gleiche Position beim deutschen Elektrokonzern Siemens mit Sitz in München antreten, wie Siemens am Mittwoch mitteilte.

Im vergangenen Oktober hatte der damals neue CS-Chef Tidjane Thiam bekannt gegeben, seinen Weggefährten Peter Goerke zum Verantwortlichen für Personal, Kommunikation und Markenführung ernannt zu haben. Kurz darauf wurden die CS- Mitarbeitenden informiert, dass die bisherige Kommunikationschefin Clarissa Haller ihren Posten per Ende November aufgebe.

Gut zwei Jahre zuvor war die heute 49-jährige Haller vom Siemens-Rivalen ABB zur CS gewechselt. Bei ABB war sie seit 2006 Kommunikationschefin gewesen. Die studierte Germanistin hatte davor auch Posten beim Chemiekonzern Roche, dem Keksbäcker Bahlsen und dem Daimler-Konzern inne.

In ihrer neuen Funktion als Leiterin Unternehmenskommunikation bei Siemens wird sie direkt an den Siemens-Chef Joe Kaeser berichten. Wie der Konzern mitteilte, wird sie für die Digitalisierung in der Unternehmenskommunikation, Marketing und Branding zuständig sein. Anders als ihr Vorgänger soll sie bei Siemens allerdings nicht mehr für die Beziehungen zu Staatsorganen zuständig sein. Diese Abteilung wird in einen anderen Stabsbereich verschoben. (SDA)

Teaserbild: Linkedin.com
 

Zu guter Letzt: Bitte ein Bitter

Je grösser die Verbitterung der Leute, desto bitterer das Bier, das die Brauerei Farnham ihnen spendierte.

Farnham Ale & Lager ist eine Mikrobrauerei aus Quebec. Und bietet eine Palette an Bieren in allen Geschmacksrichtungen. Mit schönen Verpackungen.

Unbenannt-1_129

Die Schweiz ist leider ein Entwicklungsland, was Bierkultur betrifft. Auch wenn man hierzulande langsam auf den Geschmack kommt – und noch teure Nischenprodukte wie India Pale Ale kaufen muss (obwohl deren Herstellung gar nicht teurer wäre als ein handelsübliches Lager). Egal, das kommt noch. Bis dahin schauen wir etwas neidisch nach Belgien, Amerika, England – oder eben Kanada. Für Farnahm hat die Agentur Lg2 – bekannt aus den Kampagnen für das Quebec City Magic Festival '15 und '16 – auf einem Festival einen Automaten aufgestellt, der die Verbitterung der Besucher mit dem entsprechenden Bier belohnt. Etwas weit hergeholt, aber irgendwie doch gut. (hae)

Überarbeitung eines Klassikers

Das Lehrbuch für angehende Köche ist mit einem überarbeiteten Layout in der 14. Auflage erschienen. Hinter dieser Veränderung steht das Berner Unternehmen Stämpfli.

Das Kochbuch «Pauli» geht in eine neue Runde. Seit fast 90 Jahren gilt es als das Schweizer Kochlehrmittel schlechthin – für angehende Köche wie auch für erfahrene Profis. Die neue Ausgabe wurde zusammen mit Stämpfli realisiert. Eine grosse Aufgabe, zumal der «Pauli» 720 Seiten umfasst und unzählige Grafiken, Illustrationen sowie rund 1700 Abbildungen und Step-by-Step-Aufnahmen enthält.

kochbuch1
kochbuch3

Das Lehrbuch wurde dabei komplett neu gestaltet. Beim dazugehörigen Rezeptbuch hat man den Umschlag dem neuen gestalterischen Konzept angepasst und das Fotoshooting für die Rezeptbilder begleitet. Für das Gestaltungskonzept des Lehrbuchs inklusive der Einladungskarte zur Buchvernissage sowie für das Fotokonzept des Rezeptbuchs war die Agentur Stämpfli Kommunikation verantwortlich. Bei diesem grossen Projekt konnte Stämpfli beinahe ihr gesamtes Leistungsangebot ausschöpfen (vom Gestaltungskonzept über das Lektorat/Korrektorat bis hin zum Druck und zur Weiterverarbeitung).

kochbuch2
 

Mit den richtigen K(l)icks an die EM

Feldschlösschen hat Goldbach Interactive im Vorfeld der Uefa Euro 2016 mit der Konzeption und Umseztung eines interaktiven Gewinsspiels auf Instagram beauftragt. So startet nun als Auftakt zur Euro 2016 die «Euro-Challenge by Feldschlösschen».

Während der nächsten drei Wochen haben User auf Instagram.com/feldschloesschen die Möglichkeit, zwei Tickets für das EM-Finalspiel am 10. Juli 2016 im Stade de France zu gewinnen. Das Gewinnspiel ist in einem virtuellen Fussballmatch eingebettet: Korrektes Aufwärmen, Gegner ausspielen und gezielte Pässe sind angesagt, um den Ball schlussendlich im Tor zu versenken. Die Funktionalitäten von Instagram wurden dabei durch Verlinkung und Verknüpfung diverser temporärer Instagram-Accounts erweitert. So können die verschiedenen Spielzüge visualisiert und der Spielablauf Klick für Klick individuell beeinflusst werden.

https://vimeo.com/165553061

 

Die eigens kreierte Bilderwelt, inklusive Videomaterial, in Stop-Motion-Art ist authentisch und kanalgerecht aufbereitet, womit der zunehmenden Bedeutung von Bewegtbild-Marketing auf Instagram Rechnung getragen werden soll. Der Spassfaktor soll zudem für einen hohen Wiedererkennungseffekt sorgen, der durch begleitende Kommunikationsmassnahmen auf Facebook und der Feldschlösschen-Website verstärkt wird. «Wir hätten das Instagram-Projekt niemals umsetzen können, wenn der Kunde während der ganzen Zeit nicht so offen und engagiert gewesen wäre», so GBI-Projektleiterin Christina Tobler dazu.

Key-Visual_633x404
EM_Mobile_633x404_FS

Feldschlösschen nutzt damit in Kooperation mit dem Social Media Team der GBI die Vorfreude auf die EM, um weitere Fans für sich zu begeistern. Der Getränkehersteller ist zwar erst seit Februar 2016 auf Instagram präsent, erreicht mit seinem Account aber bereits über 1‘600 Abonnenten.

Verantwortlich bei Feldschlösschen: Flavio Biribicchi (Junior Brand Manager), Dominique Zingg (Brand Manager), Jérôme Rueff (Brand Director). Verantwortlich bei Goldbach Interactive (Schweiz): Stephanie Wörmann (Beratungsgruppenleiterin Social Media; Gesamtverantwortung), Christina Tobler (Junior Consultant Social Media;Projektleitung), Andreas Dürr (Creative Director), Marek Zdarsky (Art Director),Torsten Schallmaier (Senior Texter / Konzepter).

 

Bauernverband kritisiert Pestizid-Kampagne von Pro Natura

Der Schweizer Bauernverband (SBV) kritisiert eine Kampagne von Pro Natura gegen Pestizide. Die Kampagne stosse die Bauernfamilien im Land vor den Kopf, schreibt der Verband.

Mit einseitigen, tendenziösen und undifferenzierten Aussagen würden in der Kampagne Bauern als die Gewässerverschmutzer schlechthin verurteilt. Die Landwirtschaft habe bereits sehr viele Anstrengungen unternommen, um den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln zu optimieren. Sie sei zudem bereit, auch künftig aktiv ihren Beitrag zu leisten.

Die Landwirtschaft unterstütze den Aktionsplan Pflanzenschutz des Bundes, schrieb der Bauernverband. Er stellt sich auch hinter eine Motion einer Nationalratskommission zum Glyphosat-Monitoring. Er verweist zudem darauf, dass vierzig bis fünfzig Prozent der Lebensmittel in der Schweiz importiert seien.

Pro Natura will mit Plakaten auf die Verschmutzung von Bächen und Seen durch Pestizide aufmerksam machen. Vom Bundesrat forderte die Umweltorganisation einen Plan, der eine «deutliche Reduktion des Pestizid-Einsatzes» bringt. Dieser müsse «unmissverständliche Vorgaben» an Landwirtschaft und Industrie enthalten. (SDA)

55111_1

Von Engsberg lanciert Eröffnungskampagne

Das neue Domus Studio in der St. Galler Altstadt ist eröffnet. Die verantwortliche Agentur Von Engsberg hat für die Eröffnungskampagne eine Wohngemeinschaft komplett auf den Kopf gestellt.

Das neue Domus Studio feierte die Eröffnung seines zweiten Standortes an der Spisergasse 42 mit zahlreichen Aktionen und Überraschungen. Im Mittelpunkt stand die benachbarte Wohngemeinschaft der Gebrüder Wehrle und ihren Freunden. Die Wohnung wurde extra für die Eröffnung komplett neu eingerichtet und verwandelte sich während zwei Tagen in einen Showroom.
 

«Wir finden, dass unsere Produkte noch besser zur Geltung kommen, wenn sie in einem privaten Kontext gezeigt werden», sagt Domus Geschäftsleiter Marc Künzle. Unter dem Motto «Ufenes Cüpli bi Wehrle’s» stand die Wohnung während der Eröffnungstage für alle Besucher offen. Die verschiedenen Wohn- und Designlieblinge von Marken wie Vitra, Nils Holger Moormann, Artemide oder Freitag konnten noch vor Ort zu Rabattpreisen gekauft werden.

Bild_Domus5
Bild_Domus3

Verantwortlich bei Domus Studio: Marc Künzle (Geschäftsführer). Verantwortlich bei von Engsberg Agentur für PR & Event, Zürich: Daniel Steiner (Idee, Konzept, Gesamtverantwortung), Pat von Engsberg (Planung), Thomas Edelmann (Foto), Gerald Joeri (Filmproduktion).

Neue Sujets fürs Berner Traditionsblatt

Den intellektuellen Anspruch der Tageszeitung «Der Bund» demonstriert Contexta bereits zum vierten Mal mit der charakteristischen, schwarzen Lesebrille mit passender Headline.

Erneut inszeniert Contexta die Tageszeitung als jene, welche die richtigen Fragen stellt, genau hinschaut und die relevanten Themen zur Sprache bringt. Für die Bereiche Politik, Wirtschaft und Gesellschaft hat die Contexta deshalb erneut die bekannte Lesebrille umgestaltet und themengerecht dargestellt. Zu sehen sind die Sujets auch in diesem Jahr als Plakate, Inserate und Online-Banner.

BUND_1
BUND_2
BUND_3
BUND_4
BUND_5

Verantwortlich bei Espace Media: Sandra Locher (Leiterin Lesemarketing Regionalmedien D-CH), Patrick Linder (Leiter Werbung Regionalmedien D-CH). Verantwortliche Agentur: Contexta. CGI und Bildbearbeitung: Pixelprinz, Zürich.
 

SLK: «Äpfel mit Birnen vergleichen»

Die Erste Kammer der Schweizerischen Lauterkeitskommission (SLK) hatte an ihrer Sitzung vom 9. März 2016 sieben neue Fälle sowie einen Sanktionsantrag zu beurteilen. Fiktive Röntgenbilder, Elektrosmog-Chips und gewagte Vergleiche sorgten für einigen Diskussionsstoff.

Äpfel mit Birnen zu vergleichen, ist abgesehen von Ernährungsfragen bekanntlich keine allzu gute Sache. So auch im Falle des Preisvergleichs «Fernwärme: 1 kWh = 16,74 Rp.; Heizöl: 1 kWh = 7,5 Rp.» Einem Wärmepreis einen Brennstoffpreis gegenüberzustellen, monierte die Beschwerdeführerin, sei ebenso unstatthaft wie die Behauptung «Da der Heizbetrieb dieser Fernwärmeanlagen nicht für die gesamte Wärmeversorgung ausreicht, wird ein wesentlicher Anteil von der Ölheizung übernommen.» Die Erste Kammer der SLK gab der Beschwerdeführerin in beiden Fällen recht. Bei Vergleichen und insbesondere bei Preisvergleichen darf gemäss Bundesgericht nur wirklich Vergleichbares miteinander verglichen werden (BGer 4A_647/2014 vom 15.4.15). Art. 3 Abs. 1 lit. e des Gesetzes gegen den unlauteren Wett­bewerb (UWG) verlangt zudem, dass solche Werbung nicht unrichtig oder irreführend sein darf und für den Durchschnittskonsumenten unmittelbar nachvollziehbar sein muss. Die beanstandete Aussage ihrer­seits ist eine Sachbehauptung, die ein Beschwerdegegner beweisen muss. Der als Beleg angeführte PR-Artikel der Fernmeldebranche genügt dafür nicht. In beiden Punkten wurde die Beschwerde gutge­heissen.

Unbenannt-2_153
Ausschnitt Flyer «Wärmeverbund»

Nachahmungsfreiheit

Abgewiesen wurde dagegen die Beschwerde eines Eishockey-Webradiosenders, der einen Mitbewerber beschuldigte, für seine Website Texte, Layouts, Logos und Aufbau abgekupfert zu haben. Das Lauter­keitsrecht kennt kein generelles Verbot, fremde Leistungen nachzuahmen. Das Bundesgericht hat mehr­fach festgehalten, dass Leistungen oder Arbeitsergebnisse, die keinen Immaterialgüterrechtsschutz – insbesondere Marken- oder Urheberrechtsschutz – geniessen, grundsätzlich von jedermann genutzt und nachgeahmt werden dürfen. Die Nachahmung darf allerdings nicht zu Verwechslungen mit Waren, Werken, Leistungen oder dem Geschäftsbetrieb eines anderen führen (Art. 3 Abs. 1 lit. d UWG). Obwohl eine gewisse Ähnlichkeit nicht zu leugnen war, konnte die Erste Kammer insgesamt weder ein Verstoss gegen das Lauterkeitsrecht noch gegen das Urheberrecht feststellen.

Spiel mit der Angst

Die Werbung eines fiktiven Röntgeninstitutes für E-Bikes mit fiktiven Röntgenbildern sei irreführend und reine Panikmache, meinte die Beschwerdeführerin. Der E-Bike-Vertrieb sah das anders und war der Ansicht, dass der humoristische Gehalt der Aktion bereits beim ersten Blick auf das fiktive Röntgenbild klar erkennbar sei. Gemäss Art. 4 Abs. 2 des Kodex der International Chamber of Commerce (ICC) soll Marketingkommunikation nicht ohne vertretbaren Grund mit Angst spielen. Das kann im vorliegenden Fall nicht ausgeschlossen werden, da das übergrosse Couvert mit dem fiktiven Absender «Röntgeninstitut Oberwangen – Röntgen, Mammographie, Ultraschall» und dem Vermerk «Röntgenaufnahmen –  Bitte nicht knicken!» versehen war. Die Erste Kammer hat diese Frage nicht abschliessend geklärt, da der E-Bike-Vertrieb glaubhaft versichert hat, diese Art Kampagne nicht mehr weiterzuführen (Art. 9 Abs. 1 lit. b Geschäftsreglement SLK).

ebike-roentgen

Bioresonanz oder Blödsinn?

Können «Elektrosmog-Chips» schädliche Handystrahlung tatsächlich in positive Bioresonanz-Strahlung umwandeln und «Food-Chips» den Geschmack von Lebensmitteln verbessern? Der Beschwerdeführer war der Ansicht, das sei «Schwachsinn». Die verwendeten Begriffe seien wissenschaftlich nicht bewiesen. Zudem war er der Meinung, dass nur Wirkungsweisen beworben werden dürfen, die über einen wissen­schaftlichen Nachweis verfügen. Das ist nach Meinung der SLK nicht der Fall, da es sonst auch nicht mehr statthaft wäre, homöopathische Mittel zu bewerben. Zu beurteilen, ob Elektrosmog- und Food-Chips effektiv wirken oder bloss Schwachsinn sind, liegt nicht in der Kompetenz der Lauterkeitskommis­sion. Die Erste Kammer hatte deshalb nur zu beurteilen, ob die vom Beschwerdeführer beanstandeten Aussagen der Werbung irreführend waren. Dafür gab es keinen Hinweis. Die Beschwerde wurde abge­wiesen.

Unbenannt-5_149
 

«Unternehmen handeln bei der Digitalisierung zu kurzsichtig»

Die aktuelle Führungskräfte-Umfrage der H&Z Unternehmensberatung offenbart grosse Schwachstellen eines künftig digitalen Servicegeschäfts.

«Kurzfristig sind Unternehmen für die digitalen Veränderungen im Servicegeschäft relativ gut aufgestellt, langfristig betrachtet gibt es grosse Baustellen», fasst Roman Bauer, Part-ner bei der H&Z Unternehmensberatung und Experte im Bereich Service, die Ergebnisse der Online-Live-Umfrage auf dem Service Round Table, organisiert von H&H, zusammen. Angesichts des digitalen Wandels wurden 35 Führungskräfte aus C-Level und Service-Funktionen zu den Entwicklungen im Servicegeschäft befragt. Insgesamt beruhen heute im Schnitt 30 Prozent des Serviceumsatzes der befragten Unternehmen direkt oder indirekt auf digitalen Angeboten.

Naturgemäss gibt es dabei grosse branchenbedingte Unterschiede. Während eines der Unternehmen bereits ein komplett digitales Geschäftsmodell verfolgt, erzielen einige andere nach wie vor keinen Umsatz aus digitalen Services. Dennoch, die Führungsebene steht bei fast allen Unternehmen hinter der Digitalisierung des Servicegeschäfts. Das bestätigen 79 Prozent der Befragten. «Der Geist scheint willig, aber das Fleisch ist schwach» könnte man angesichts weiterer Ergebnisse zur Stärke der Unternehmen in relevanten Erfolgsfaktoren* einer digitalen Transformation rezitieren. Denn zu den grössten Hürden gehören nach wie vor fehlende Ressourcen und das verfügbare Budget.

Vor allem aber ist die Unternehmensstruktur nur unzureichend auf die digitalen Verände-rungen ausgerichtet. Sie wird von den Umfrageteilnehmern nach den mangelnden Res-sourcen sogar als grösste Schwäche auf ihrem Weg in die Digitalisierung gesehen. Wie schwer dies wiegt, unterstreicht Professor Guido Baltes, wissenschaftlicher Direktor des Instituts für Strategische Innovation und Technologiemanagement (IST) der HTWG Kon-stanz, in seinem Vortrag auf dem Service Round Table.

«Digitalisierung ist langfristig kein Wettbewerbsvorteil»

Zwar steige der Druck, das Servicegeschäft zu digitalisieren, doch langfristig könnten sich Unternehmen damit nicht differenzieren, so die Überzeugung von Professor Guido Baltes. Kurzfristig differenzieren sich Unternehmen durch digitale Serviceprozesse und -angebote. Mittelfristig reicht das angesichts der allgemein fortschreitenden Digitalisierung aber noch lange nicht. Denn «erarbeitete Vorteile» werden von digitalen Wettbewerbern schneller aufgeholt, als sie aufgebaut sind. «Digitalisierung im Service ist eine Hygienebedingung.» Und Roman Bauer ergänzt: «Jedes Unternehmen landet früher oder später zumindest teilweise im digitalen Modell. » Um seinen Vorsprung zu wahren, müsse ein Unternehmen sich stets weiterentwickeln. «Um neuen Wettbewerbern, die ohne Ballast an digitale Geschäftsmodelle herangehen zu begegnen, braucht es agile Modelle wie beispielsweise eingebettete Unternehmerteams», so Roman Bauer weiter.

Die digitalen Veränderungen im Servicegeschäft führen aber nicht nur zu neuen Unternehmensstrukturen, sie reduzieren auch die Anzahl der benötigten Servicemitarbeiter. Die befragten Führungskräfte schätzen, dass sich in den kommenden zehn Jahren ihre Service-Mannschaft nahezu halbieren wird. Automatisierte Prozesse und Roboter werden künftig viele klassische Service-Aufgaben übernehmen.

* Gefragt wurde nach Commitment des Managements, Kundenzugang, Know-how, IT/Technologie, Lieferanten/Partnerschaften, Mindset, ausreichend Budget, agile Organisa-tion, Ressourcen
 

ASW-GV inmitten historischer Zeitzeugen

Einmal mehr lud die ASW Allianz Schweizer Werbeagenturen zu ihrer Generalversammlung an einen speziellen Ort – am 29. April 2016 war es der Energy Park im solothurnischen Laupersdorf.

Speziell war diese Destination in zweierlei Hinsicht: Erstens ist sie der Sitz der ASW-Agentur Business+Design und zweitens gehört der Energy Park dem Agenturinhaber Martin Jaggi. Dieser Energy Park beherbergt allerdings nicht bloss eine Werbeagentur, sondern auch ein ganz spezielles Museum: die weltgrösste Sammlung an historischen Tanksäulen. Und, weil zum Thema passend, eine beeindruckende Auswahl an legendären Fahrzeugen aus vergangenen Epochen.

aswgv16-Museum
ASW-GV im Energy Park:
Weltgrösse Sammlung historischer Tanksäulen und zahlreiche Fahrzeugraritäten begeistern ASW-Mitglieder und geladene Gäste.

Weil der Besuch des Museums wohl eher für die zahlreichen Anmeldungen von Mitgliedern und geladenen Gästen verantwortlich war als die ASW-GV selber, ging letztere zügig über die Bühne. Alle Anträge wurden einstimmig genehmigt und – als einzige personelle Mutation – Ivan Zumbühl als neuer Vizepräsident gewählt. Präsident Michael Waldvogel verabschiedete im Anschluss an die 53. Generalversammlung das langjährige Revisorenteam Margrith Fischer und Thomas Irniger. Zudem wurde das Neumitglied Agentur Tollkirsch aus Winterthur in den Reihen der ASW willkommen geheissen und der Aufnahmeträger Laurenz Zellweger durfte das begehrte Diplom entgegen nehmen.

aswgv16-Diplom-an-Tollkirsch
Diplomübergabe:
Laurenz Zellweger, Inhaber Tollkirsch Winterthur (links), Michael Waldvogel, ASW-Präsident (rechts)

Beim anschliessenden Apéro inmitten der Ausstellung wurde einem zum ersten Mal bewusst, wie viele wunderschöne Sammlerstücken im Energy Park eine würdige Bleibe gefunden haben. Martin Jaggi erzählte in einem witzig-packenden Vortrag, wie seine Sammlerleidenschaft mit dem Kauf der ersten Tanksäule im Alter von 15 Jahren und des ersten Oldtimers im Alter von 16 (!) Jahren begonnen hatte und wie er seither weltweit getauscht und gekauft hatte und damit erlesene Stücke in die immer grösser werdende Sammlung integrieren konnte.

Beim gemeinsamen Museumsrundgang gaben Martin und seine Partnerin Ursula zu jeder Tanksäule und jedem Oldtimer die gewünschten Auskünfte und hatten zu jedem der Exponate eine spannende Geschichte zu erzählen. Auch das Nachtessen fand inmitten des Museums statt und das Dessert wurde stilgerecht ab einem «Piaggio Glacé-Mobil» angeboten. Und es war offensichtlich: Alle genossen das Beisammensein inmitten dieser aussergewöhnlichen Kulisse und fühlten sich in eine Zeit zurück versetzt, als Qualität und Liebe zum Detail noch gross geschrieben wurden. (pd)
 

Planet Luzern
: Einzigartige Markenwelt für Gastronomie Vierwaldstättersee

Gastronomie Vierwaldstättersee gehört zu Tavolago und serviert auf den SGV-Schiffen kulinarische Köstlichkeiten. Tavolago hat Planet beauftragt, für die «Gastronomie Vierwaldstättersee» ein Erscheinungsbild für die Marke zu entwickeln.

Das Erscheinungsbild soll das Gesamterlebnis auf dem Schiff widerspiegeln und auf den möglichen Kanälen fassbar, nah- und erlebbar gemacht werden. In mehreren Workshops wurden die Markenkernwerte herausgeschält und das Versprechen: «Alle Sinne ansprechend» entwickelt. Dieser wertebasierte Ansatz wurde in der Visualisierung des Logos, des gesamten Erscheinungsbildes berücksichtigt. Die Bildmarke – das schwimmende «g» soll zum wiedererkennbaren Signet werden. In weiteren Umsetzungs-Vorlagen wie beispielsweise dem Journal du Lac wurde das Gesamterlebnis – die einzigartige Kombination der Kulinarik mit dem Naturerlebnis vor imposanter Kulisse – in den Vordergrund gestellt. Mit Icons und ausgewählten Farben und dem Layout im Magazin-Charakter wird das Journal du Lac diesem Anspruch gerecht.

Tavolago_Massnahmen_2016_01
Tavolago_Massnahmen_2016_00
Tavolago_Massnahmen_2016_03

Die weitere Realisation der Werbemittel und des Journal du Lacs gab die Agentur in die Hände von Tavolago.

Verantwortlich bei Tavolago: Fredy Wagner (CEO). Verantwortlich bei Gastronomie Vierwaldstättersee: Karin Ahlmalm, Lena Hess und Isabelle Bossart (Marketing). Verantwortlich bei Planet: Silvan Kaeser (Creative Direction), Andreas Stebler (Grafik), Beatrix Imhof (Markenentwicklung, Beratung).
 

get_footer();