Neonazis in Deutschland nutzen soziale Medien immer stärker

Rechtsextreme in Deutschland nutzen zur Verbreitung ihrer Propaganda immer stärker Internet-Plattformen wie Facebook, Youtube und Twitter. 2011 gab es insgesamt 629 Hinweise anderer Internetnutzer auf rechtsextreme Aktivitäten in diesen sozialen Netzwerken.

Damit hat sich die Zahl der Beschwerden über Angebote auf diesen Seiten von 2008 bis 2011 mehr als verdreifacht. Dies ist das Ergebnis einer am Mittwoch in Berlin vorgestellten Studie der deutschen Zentrale für politische Bildung, der Online-Beratung gegen Rechtsextremismus und der Organisation Jugendschutz.net. Besonders stark wuchsen den Angaben zufolge die Aktivitäten von Rechtsextremen im Kurznachrichtendienst Twitter: Dort verdoppelte sich die Zahl der von Neonazis betriebenen Kanäle binnen einen Jahres von 73 auf 141.

Wie der Jahresbericht von Jugendschutz.net ferner ergab, führte die dem Zwickauer Neonazi-Trio zugeschriebene Mordserie zu einer Vielzahl von Interneteinträgen. Binnen drei Wochen nach Beginn der Berichterstattung über die zehn Morde habe es alleine im von Rechtsextremen betriebenen Thiazi-Forum mehr als 1500 Postings gegeben. Darin seien unter anderem der rechtsextreme Terror bezweifelt sowie die Gewalttaten gutgeheissen und die Opfer verhöhnt worden. Der Präsident der Zentrale für politische Bildung, Thomas Krüger, sprach von einem «Nährboden» für rechtsextreme Gewalt und Terrorismus.

Laut der Studie wurden 2011 rund 3700 Videos, Profile und Kommentare rechtsextremen Inhalts gesichtet. Die Rechtsextremen würden immer gewiefter und aggressiver um Nachwuchs werben, sagte dazu Stefan Glaser, Experte für Rechtsextremismus bei jugendschutz.net. (sda)

HDK: Voller Einsatz für Genfer Privatbank

HDK hat für die Zürcher Niederlassung der Genfer Privatbank Reyl & Cie eine Imagekampagne realisiert. Die Sportveranstaltung Le Mans steht vor allem für Eines: vollen Einsatz.

Wer nach 24 Stunden die Ziellinie erreichen will, kann sich keine Kompromisse bezüglich seines Engagements leisten. Diesem bedingungslosen Einsatz für ihre Kundschaft habe sich auch die Reyl-Gruppe mit Sitz in Genf und Niederlassungen in Zürich, Paris, Luxemburg, Singapur und Hongkong verpflichtet, so die Agentur. Sie pflege eine etwas andere Art des Bankings, die auf Commitment, Fairness und Innovation beruhe.

Die von HDK für die deutschsprachige Schweiz realisierte Inseratekampagne thematisiert das Engagement der Privatbank – sozusagen «rund um die Uhr» – mit drei aufeinander folgenden Bildsujets, die im Juni und Juli 2012 lanciert werden. Buchstäblich den Start bildet eine Aufnahme des 1925 eingeführten Le-Mans-Startprozederes, bei dem die Fahrer über die Fahrbahn zu ihren Fahrzeugen sprinten mussten. Die nachfolgenden Sujets greifen weitere Aspekte der Schweizer Reyl-Gruppe auf.

Verantwortlich bei Reyl & Cie Zürich: Thomas H. Dürmüller (Vorsitzender der Geschäftsleitung Zürich), Renate Waldner (Stellvertretende Direktorin). Verantwortlich bei HDK: Thomas Hauser (Strategie), Romana Hauser-Bonelli (Text/Konzept), Raphael Baumann (Creative Direction), Rachel Wicki (Beratung).
 

Direktionswechsel bei Seven One Media Schweiz

Andrea Haemmerli ist ab September dieses Jahres neue Geschäftsführerin der Seven One Media. Sie folgt auf Managing Director Hardy Lussi, der nach zwölf Jahren den Wunsch geäussert hat, ein Sabbatical zu nehmen.

Andrea Haemmerli kommt von Belcom, wo sie seit 2008 die Geschäftsführung der Vermarktungsorganisation von Tele Züri, Radio 24 und dem Verbund der regionalen TV-Stationen der Schweiz verantwortete. Zuvor war Haemmerli über 12 Jahre in verschiedenen leitenden Positionen bei Eurosport / Eurosales tätig, zuletzt als Director Central Europe. In dieser Funktion verantwortete sie unter anderem die Entwicklung crossmedialer Vermarktungskonzepte.

Hardy Lussi wird künftig einige Monate Zeit mit seiner Familie verbringen und eine Weiterbildung in Angriff nehmen, bevor er nach seiner Auszeit eine neue Herausforderung ausserhalb der Pro Sieben Sat.1 Group angehen will. Lussi trat im Jahr 2000 als Marketingleiter in die Seven One ein. Vor fünfeinhalb Jahren übernahm er die Geschäftsleitung und zeichnete für die Vermarktung der Schweizer Werbe- und Programmfenster auf Sat.1, Pro Sieben und Kabel eins verantwortlich. Zudem baute er die Online-Plattformen der Sendergruppe auf.
 

Somexcloud zertifiziert Social Media Manager

Charles von Graffenried verstorben

Charles von Graffenried ist in der Nacht auf Dienstag verstorben. Der Gründer von Espace Media gehörte seit 2007 dem Verwaltungsrat der Schweizer Mediengruppe Tamedia an.  

Verwaltungsrat, Unternehmensleitung und Mitarbeitende von Tamedia trauern um Charles von Graffenried und drücken der Trauerfamilie ihr Beileid aus. Dies schreibt Tamedia am Dienstagabend in einem Communiqué.
 
Der 1925 geborene Rechtsanwalt und Notar von Graffenried war Gründer und Verwaltungsratspräsident des Berner Medienunternehmens Espace Media und Verleger der Berner Zeitung und der Zeitung Der Bund. Mit dem Verkauf von Espace Media an Tamedia wurde von Graffenried 2007 auch Verwaltungsrat des Zürcher Medienhauses. Von Graffenried gehörte ausserdem die Von-Graffenried-Gruppe (GR), mit der Privatbank Von Graffenried, einem Liegenschaftsunternehmen, einem Treuhandbüro und einem Rechtsbereich. Sein Vermögen wurde vom Wirtschaftsmagazin Bilanz 2010 auf 300 bis 400 Millionen Franken geschätzt.

«Ich will nicht der Bund-Killer sein»

Der aus einer der bekanntesten Berner Familien stammende von Graffenried setzte den Grundstein zu seiner Verlegerkarriere, als er als Unternehmer 1979 aus der Fusion der Berner Nachrichten und dem Berner Tagblatt die Berner Zeitung BZ bildete. Aus der BZ-Herausgeberin für das Berner Tagblatt ging via Berner Tagblatt Medien 2001 die Espace Media hervor. Somit war in Bern während vieler Jahre ausgerechnet von Graffenried – der Berner Patrizier – als Verleger der BZ Gegenpart des Berner Traditionsblatts Der Bund, der bis 1995 unabhängig blieb und viel mehr die bürgerlich-liberale Tageszeitung vom Stil eines von Graffenried war, als die Berner Zeitung.
 
Es war aber schliesslich von Graffenried, der 2003 den damals schwer defizitären Bund rettete, indem er einen Teil der NZZ-Anteile am Bund übernahm und diese Zeitung gemäss dem sogenannten Berner Modell unter das Dach der Espace Media nahm. «Ich habe immer gesagt, dass ich nicht der Bund-Killer sein will», sagte von Graffenried damals.
 
Der Bund und Berner Zeitung lebten fortan als redaktionell eigenständige Blätter neben- respektive miteinander weiter. Das ist auch heute noch so, nachdem sich 2007 Tamedia und die Espace Media zusammenschlossen. Von Graffenried trug insofern dazu bei, dass in Bern auch heute noch zwei Tageszeitungen erscheinen – die er jahraus, jahrein – beide las.
 

Engagement über den Tod hinaus
 
Von Graffenried machte sich für die Presse auch mit dem Preis für Lokaljournalismus verdient, der bis 2010 jeweils unter dem Titel «BZ-Preis für Lokaljournalismus» verliehen wurde, ab 2011 unter der Bezeichnung «Medienpreis der Stiftung Reinhardt von Graffenried». Mit diesem Preis wird das Engagement des bekanntesten Berner Verlegers für die Presse also über dessen Tod hinaus weitergehen. (SDA)

(Bild: Keystone)

Schweizerischer Versicherungsverband beauftragt Previon für Extranet

Der Schweizerische Versicherungsverband SVV hat sich Ende Juni entschieden, den Luzerner Web-Spezialisten Previon für das neue Extranet zu beauftragen. Die Agentur soll das neuen SVV-Extranet konzipieren und technisch realisieren.

Der Schweizerische Versicherungsverband SVV betreibt seit mehreren Jahren eine Extranet-Plattform für seine Mitglieder. Die Plattform bietet Tools und Services zur Verbandsarbeit, ein umfassendes Issue Management sowie weitere Applikationen zur virtuellen Zusammenarbeit. Im Juni entschied der SVV abschliessend, das Portal einem Reengineering zu unterziehen und für die nächsten Jahre als effiziente und kollaborative Kommunikationsplattform in der Versicherungswirtschaft zu positionieren. Die Hauptanforderung ist es, kollaborative Elemente – bekannt aus Social-Media-Netzwerken – in die Plattform zu integrieren, so die Agentur in einer Mitteilung vom Mitwoch. Im Zentrum stehen Interaktion unter den Usern sowie Individualisierung und Personalisierung von Informationen.

Bestehende und erfolgreiche Komponenten der aktuellen Lösung werden übernommen und integriert. Previon erarbeitet gemeinsam mit dem SVV das innovative und modulare Extranet-Konzept und ist verantwortlich für das Design und die technische Umsetzung.
 

Renzen Communications: Stiftung Sozialtherapie Jahresbericht 2011

Die Agentur Renzen hat für die Stiftung Sozialtherapie ein Gestaltungskonzept entworfen. Im Mittelpunkt steht dabei eine individuelle Betreuung der Patienten sowie die interdisziplinäre Gestaltung der Therapieprozesse.

Anhand einer Origami-Faltanleitung wird der lange Prozess, der für jeden Süchtigen und jede Süchtige mit einem Entzug einhergeht, illustriert. Das weisse A4-Blatt am Anfang des Jahresberichts steht für die Ratlosigkeit, für die fehlende Perspektive. Mit jedem Schritt entstehen jedoch neue Formen, es kehrt Hoffnung ein, so die Agentur. Das Resultat ist ein gekonnt gefalteter Origami-Vogel. Er sitzt in den Händen seiner Betreuungspersonen – bereit, seine Flügel auszubreiten und den Sprung zu wagen in ein selbstbestimmtes, drogenfreies Leben.

Verantwortlich bei Stiftung Sozialtherapie, Egliswil: Kurt Roth, Marianne Stocker (Projektleitung). Verantwortlich bei Renzen Communications, Aarau: Hanno Lietz (CD), Achim Kaufmann (AD), Stefanie Berchtold (Grafik), Marc Prell (Bildbearbeitung), Desirée Agostino (Beratung). Fotografie: Michael Koritschan.
 

KSB: Volkswagen vom lokalen Partner

Mit Euro Bonus und vielen anderen Massnahmen hat Volkswagen die Preisunterschiede zum Ausland in den letzten Monaten angepasst. Das kommunizieren die Volkswagen-Händler zur Zeit mit einer von KSB Krieg Schlupp Bürge kreierten Kampagne.

Die Kampagne kommt vor allem in den grenznahen Gebieten der Schweiz zum Einsatz.

Verantwortlich bei Volkswagen Schweiz: Sandra Grau (Marketingleiterin), Nathalie Mösch (Projektleitung). Verantwortlich bei KSB Krieg Schlupp Bürge: Uwe Schlupp (Creative Direction), Samuel Knaus (Text/Konzept), Charles Blunier (Art Direction), Yves Kellenberger (Grafik), Christoph Bürge (Beratungsleitung), Rémy Müller, Franziska Saxer (Beratung), Sven Germann (Foto).
 

Flashmob zum internationalen Tag des Kusses

Der Kuss gilt in vielen Kulturen als Ausdruck von Liebe und Freundschaft. Dies wollten die Macher von Perfectfor2.com zelebrieren und organisierten kurzerhand zum internationalen Tag des Kusses einen Kiss for Happiness Flashmob in Zürich.

Ziel der Veranstaltung war es, dass sich möglichst viele Leute (Pärchen, Freunde, Bekannte, Unbekannte) gleichzeitig an einem zentralen Ort in Zürich treffen und sich mit einem Kuss einen gemeinsamen Moment Glück und Liebe schenken. Auch wenn der Flashmob in der Schweiz noch nicht die gleiche Anziehungskraft hat wie im Mutterland USA, konnten doch via Social Media und Radio einige Leute motiviert werden sich am 6. Juli 2012 Punkt 13.00 Uhr in der Halle des HB in Zürich zu treffen, zu küssen und zu umarmen, wie es in einer Mitteilung von Perfectfor2.com heisst. Die anwesenden Damen kamen in Genuss einer Rose.

Verantwortlich bei Perfectfor2.com: Tobias Lang (Inhaber, Managing Partner). Film: Joy Oelen. Idee & Konzept: Ceccato Brandpower.

TBS Identity: Rebranding und Messestand für CP Pump Systems

Der Pumpenhersteller CP Pump Systems hat an der diesjährigen Frankfurter Achema – der Messe für Chemische Technik, Umweltschutz und Biotechnologie – ausgestellt. Nebst erstmalig präsentierten Produkten stand vor allem der neue Markenauftritt des Unternehmens im Fokus.

Für das Rebranding sowie für die gesamte Messekommunikation zeichnet die Zürcher Design- und Kommunikationsagentur TBS Identity verantwortlich. Mit der Realisierung des CP-Messestands sollte die Kernbotschaft des Pumpenherstellers mit gestalterischen Mitteln auf einen Blick sichtbar gemacht werden. Auf hell leuchtenden Panels, welche Technik und Natur stimmungsvoll miteinander verbinden, wird der Unternehmens-Claim «cleaner pumps, cleaner planet» nachvollziehbar auf den Punkt gebracht. Passend dazu kommt das von TBS redesignte Logo des Pumpenherstellers daher, so die Agentur. Parallel zu den Factsheets, die einen bündigen Überblick über das aktuelle Produkteportfolio geben, sollen auch die ab sofort einsetzbaren Briefschaften und der neue Webauftritt massgebend dazu beitragen, die tragenden Markenelemente des Unternehmens in Zukunft noch glaubwürdiger zu kommunizieren.

Verantwortlich bei CP Pump Systems: Thomas Würsch (CEO CP Pumpen), Caroline Hug (Marketing Manager CP Pumpen). Verantwortlich bei TBS Identity: Jürg Neuenschwander (Kommunikationsberatung), Matthias Schnüriger (Beratung Onlinemedien), Marlen Gassler und Olivier Mentha (Projektmanagement), Michael Schädelin (Konzeption), Christian Tobler (AD), Danny Rafaniello (Design), Franziska Binz (Screen Design), Käthy Meier und Andreas Gloor (Polygrafie).
 

Quade & Zurfluh startet mit Concordia und Migros Bank in den Sommer

Die Zürcher Agentur Quade & Zurfluh hat Migros Bank als neuen Kunden gewonnen und für Concordia die Kampagne «Sicherheit im und am Wasser» fortgeführt.

Quade & Zurfluh vermeldet einen Neukunden. Im Auftrag der Migros Bank konzipiert die Agentur ein Event-Tool mit Kommunikationsmassnahmen für die Niederlassungen der Migros Bank. Erste Arbeiten werden im Herbst 2012 umgesetzt.

Pünktlich zum Beginn der Schulferien startet zudem wieder die «Badi Tour» der Concordia Versicherungen. Mit der Kampagne «Sicherheit im und am Wasser» führt Concordia die Kampagne in über 50 Badeanstalten weiter. In Kooperation mit der SLRG werden vor Ort die Baderegeln den Kindern und Eltern auf spielerische Art nähergebracht. Auf der neu geschaffenen Online-Plattform finden sich zudem Informationen zur Badi-Tour, Comics und das Online-Spiel «Conci-Boccia», welches auch in einer Offline-Version in den Badis vor Ort zum Einsatz kommt. Als Belohnung für die Teilnahme werden Polaroid-Kindersonnenbrillen abgegeben. Neu in diesem Jahr ist die Partnerschaft von Concordia und Nickelodeon. Aus diesem Grund ist nun neben Conci auch Spongebob vor Ort in den Badis.

Quade & Zurfluh ist für den Gesamtauftritt mit sämtlichen grafischen Umsetzungen, Medienpartnerschaften und Auftritt vor Ort verantwortlich.

Verantwortlich bei Concordia: Mark Glutz (Leiter Marketing, Mitglied der Direktion), Marc Winterhalder (Leiter Werbung). Verantwortlich bei QuZ: Elmar Schäfer (Managing Partner), Conrad Eigenmann (Beratung), Patricia Schmidt (Projektleitung), Céline Stemmer (Grafik), Illustrationen: Amadeus Waltenspühl. Kreation & Umsetzung Online: Allink.

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Zu guter Letzt: Zur falschen Zeit am falschen Ort

Knapp ein Jahr lang war Ronaldinho als Testimonial für Coca-Cola unterwegs. Damit ist jetzt Schluss – Schuld daran sind zwei Pepsi-Dosen.

Der Fussballstar war während einer Pressekonferenz seines neuen Clubs Atlético Mineiro fotografiert worden – mit zwei Pepsi-Dosen im Vordergrund. Kein Wunder, war Coca-Cola alles andere als begeistert von der prominenten Platzierung des Konkurrenz-Produktes im Umfeld ihres Testimonials. Die Folge: Coca-Cola gab seinem Aushängeschild gnadenlos den Laufpass. Und dies, nachdem die beiden Werbepartner erst im November ihren Vertrag – der gemäss Wuv.de bis zur WM 2014 in Brasilien hätte laufen sollen und mit umgerechnet 600‘000 Euro pro Jahr dotiert war – unterzeichnet hatten…und das alles nur wegen zwei Blechbüchsen mit dem falschen Aufdruck. Gemein!

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