Gemi: Internet und Radio legen signifikant zu

In einem stabilen Gesamtmarkt steigt der Werbedruck bei Internet und Radio signifikant an, während TV erstmals seit der Wiedereinführung des Goldbach Index (Gemi) im November 2011 einen leichten Verlust hinnehmen muss.

Ebenfalls leicht rückgängig ist der Werbedruck im Bereich Teletext sowie den elektronischen Medien insgesamt. Das zeigt die Oktober-Ausgabe des Gemi. TV muss einen leichten Rückgang hinnehmen und schliesst im Oktober bei 634 (638) Indexpunkten. Eine Zunahme von ganzen acht Indexpunkten verzeichnet Internet 753 (745), während Radio sich um sechs Indexpunkte 430 (424) verbessert. Mit einem Plus von zwei Indexpunkten 622 (620) bleibt Adscreen auf Wachstumskurs, Teletext 64 (65) hingegen verbucht im Oktober den Verlust eines Indexpunktes. Die elektronischen Medien insgesamt verlieren zwei Indexpunkte und schliessen bei 639 (641), während sich der Gesamtmarkt 236 (236) erneut konstant zeigt.

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Zu guter Letzt: Sonderbaar

Die Aussenwerbung des K Kiosk Bahnhof Baar lässt im ersten Moment vermuten, Banksy habe einen Ausflug in den Kanton Zug gemacht. Falscher Alarm – das muss so sein.

Das Bild zeigt vermutlich Mutter und Tochter, Hand in Hand. Auch wenn die kleinere Frau nicht wirklich wie ein Vorschulkind wirkt (Frisur, Kleidung, Proportionen). Dafür erinnert der Umriss der grösseren Frau eher an denjenigen eines Mädchens. Je länger man das Bild anschaut, desto mehr befremdet die Szene. Das wäre eigentlich nicht weiter erwähnenswert. Interessanter ist, was das Kind zur grösseren Frau sagt: «Hauen wir uns was rein?»

Das sollte aus Texter-Sicht vermutlich nach angesagter Jugendsprache klingen. Stattdessen hat man sich eines Ausdrucks bedient, den die meisten Leute spontan mit Drogenkonsum assozieren. So gesehen macht die Mini-Mutter, die ihre überdimensionale Riesentochter ausführt, schon fast wieder Sinn. Man muss das Ganze im Kontext sehen. Global. Eine Horizonterweiterung zulassen. Und sollten dabei spontan Hungergefühle aufkommen: Der K Kiosk Baar hat täglich bis 20 Uhr geöffnet. (hae)

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Bild: ZVG

Kundenzuwachs und Pitch-Gewinne

Verschiedene Agenturen freuten sich in den vergangenen Tagen über Kundenzuwachs und Pitch-Gewinne. Diesmal mit dabei: Ottiger & Partner, Havas Worldwide Zürich und Franz & René.

Willisau Switzerland neu bei Ottiger & Partner

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Ottiger & Partner BSW freut sich über die neue Partnerschaft mit der Möbelmanufaktur Willisau Switzerland. Das innovative Unternehmen setzt auf modernes Design, klare Linien und makellose Manufaktur. Die Luzerner Agentur wird ab sofort in den Bereichen Konzeption und Kreation massnahmenübergreifend tätig sein.

Havas setzt sich neu für Psychische Gesundheit ein

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Ein Verbund von sieben Organisationen und kantonalen Stellen, die sich für psychische Gesundheit einsetzen, plant unter der Führung von Pro Mente Sana und dem Institut für Sozial- und Präventivmedizin Zürich (ISPMZ) eine nationale Kampagne zur Entstigmatisierung psychischer Krankheiten. Im Rahmen einer Konkurrenzpräsentation konnte sich Havas Worldwide Zürich gegen mehrere Agenturen durchsetzen. Das Mandat umfasst die Entwicklung eines ganzheitlichen Kommunikationskonzepts inklusive Entwicklung einer neuen Marke sowie die Kreation integrierter Kommunikationsmassnahmen. Die nationale Kampagne wird ab 2014 für das Thema Psychische Gesundheit sensibilisieren und Wissen vermitteln. Es sollen konkret mehr Menschen wissen, dass psychische Krankheiten vielfältig und häufig sind, jeden treffen können und behandelbar sind. Dadurch sollen psychisch Kranke weniger stigmatisiert beziehungsweise ausgegrenzt werden. Havas Worldwide Zürich überzeugte mit einer klaren Strategie sowie mit einer überraschend einfachen und auf alle Massnahmen umsetzbaren Idee.

Franz & René: Grisoni Zaugg neu im Portfolio

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Franz & René hat im Rahmen eines Agenturpitch die Neugestaltung der Kommunikationsmittel von Grisoni-Zaugg, einem der grössten Bauunternehmen in der Westschweiz, zugesprochen bekommen.
Die neue Image-Broschüre und Webseite werden im Januar 2014 zu entdecken sein.
 

Kathrin Hönegger wechselt zu «Einstein»

Kathrin Hönegger stösst von Radio SRF 3 neu zum TV-Wissensmagazin «Einstein». Sie ersetzt als Aussenmoderatorin und Redaktorin Nicole Ulrich.

Diese verlässt Schweizer Radio und Fernsehen auf Ende 2013 (Werbewoche.ch berichtete). Seit längerem ist bekannt, dass die Stelle der Redaktionsleitung bei «Einstein» 2014 neu besetzt wird. Deshalb wird die zweite Moderationsstelle neben Tobias Müller vorerst nur befristet bis Ende Sommer 2014 vergeben. Die neue Redaktionsleitung soll über die definitive Neubesetzung mitbestimmen können. Kathrin Hönegger wird vor allem als Aussenmoderatorin für das Wissensmagazin im Einsatz stehen.

Kathrin Hönegger begann ihre Laufbahn bei SRF 2010 als Aussenreporterin bei «SRF bi de Lüt – Live». Danach wechselte sie als Moderatorin und Redaktorin ins Tagesprogramm von Radio SRF 3. Weitere Erfahrung vor der Kamera sammelte sie bei SRF als Moderatorin und Auslandreporterin von «Jeder Rappen zählt». Vor ihrem Engagement bei SRF war sie als Moderatorin unter anderem bei Radio Top, Radio Energy Zürich und zuletzt Tele Top tätig.

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Leo Burnett erklärt die neue Paket-Welt

Die Post vereinfacht den Paket-Versand. Um Geschäftskunden die neuen Dienstleistungen rund um das Paket bekannt zu machen, hat Leo Burnett Schweiz Animationsfilme geschaffen, welche die neuen Services im Detail erklären.

Filme, die in einer von Hand gebauten Paket-Welt stattfinden, in der alles aus echtem Karton besteht. Das ist insofern bemerkenswert, da die Animationsfilme in Stop-Motion-Technik gedreht wurden, bei der jede Bewegung von neuem aus Karton ausgeschnitten wird. Entstanden sind drei Erklärungsfilme, welche die neuen Services auf eine Weise erzählen, die unterhaltsam ist. Zu sehen sind die Werke auf einer Microsite von Postlogistics, Post.ch/paket-welt

Verantwortlich bei Postlogistics: Ruth Mathias, Christian Suter , Inari Kirchhofer. Verantwortlich bei Leo Burnett Schweiz: Christian Bircher (CD/Art), Patrick Suter (CD/Text), Roland Buob, Marco Donada (Art Direction), Patrick Suter, Bastian Otter (Text), Peter Brönnimann (ECD), Suzana Kovacevic, Erasmo Palomba (Art Buying), Michael Gassler, Fiona Gottwald, Sebastian Zeuner (Beratung), Daniel Strickler (Produktion). Film: Plan B (Produktion), Tilburs (Artwork), CanCan (Animation), Bruno Conti und Jimena Oddi (Regie). Microsite: Station.

 

//vimeo.com/78711000

 

STS kritisiert Fleisch-Werbung als irreführend

Eine Studie des Schweizer Tierschutz STS zeigt: Die Haltebedingungen in der Schweizer Fleischproduktion werden für besser gehalten, als sie sind. Schuld daran sind nicht nur Trittbrettfahrer-Labels, sondern auch die Werbung.

Das Vertrauen der Schweizer in die heimische Fleischproduktion ist in den letzten Jahren wieder stark gestiegen – für den Schweizer Tierschutz (STS) fast zu stark. Labels wie Suisse Garantie und QM-Schweizer Fleisch suggerierten tierfreundliche Haltung, obwohl sie nur absolute Mindeststandard garantierten, kritisiert der STS. Mehrmals pro Woche klingelt beim STS das Telefon, weil Tierfreunde vermeintliche Quälereien in der Landwirtschaft melden wollen, etwa Rinder auf Gummiböden und Schweineställe ohne Einstreu. «Wir müssen den Leuten dann sagen,
dass die Tierschutzverordnung diese Haltungsformen immer noch zulässt», sagte STS-Geschäftsführer Hans-Ulrich Huber am Dienstag in Zürich vor den Medien. Meist seien die Anrufer enttäuscht. «Die meisten stellen sich die Tierhaltung in der Schweiz zu gut vor», sagte Huber weiter.

Das liege nicht zuletzt an Labels wie Suisse Garantie und QM-Schweizer Fleisch, die mit glücklichen Tieren auf saftigen Weiden werben würden. «Dabei garantieren sie nur die gesetzlichen Mindeststandards, die leider keineswegs artgerecht sind.» Suisse Garantie ist eine Herkunftsbezeichnung, die lediglich garantiert, dass die Schweizer Tierschutzverordnung eingehalten wurde. QM-Schweizer Fleisch bedeutet, dass die Bauern Qualitätsmanagement betreiben, also etwa die verabreichten Medikamente in einem Journal festhalten. Gemäss STS ist dies aber «sowieso vorgeschrieben», das Label deshalb «nicht viel wert».

Langeweile auf Spaltenböden

Eine repräsentative Umfrage des STS zeigt, wie sehr sich Schweizer Konsumentinnen und Konsumenten bei der Schlachttierhaltung irren: 88 Prozent der über 1000 Befragten waren überzeugt, dass Einstreu bei Mastrindern obligatorisch ist. 81 Prozent waren zudem der Meinung, dass alle Tiere an die frische Luft dürfen. «Leider ist das in der Schweizer Mastrindhaltung keineswegs Standard», sagte Huber weiter. Rund 110'000 Rinder würden auf Spaltenböden und ohne Auslauf gehalten. Falsch informiert sind viele auch beim Thema Schweinemast: 83 Prozent der
Befragten waren überzeugt, dass Schweine auf Stroh gehalten werden müssen. 77 Prozent meinten zudem, dass alle Schweine Auslauf haben. Für 1,1 Millionen Tiere ist der Alltag jedoch einiges langweiliger. Sie verbringen ihn ohne Einstreu auf Spaltenböden und können nie an die frische Luft.
Die Labels Suisse Garantie und QM-Schweizer Fleisch und deren Werbung seien irreführend, kritisiert der Tierschutz. Er fordert, dass die Produzenten realitätsnaher informieren, wie es auf den Betrieben wirklich aussieht. Der STS will zudem ans Bundesamt für Veterinärwesen gelangen, damit dieses die Bevölkerung besser über die geltende Tierschutzverordnung informiert.

Vom guten Ruf profitieren alle

Was den STS besonders ärgert: Vom guten Ruf des Schweizer Fleisches profitieren alle Hersteller – auch jene, die für ihre Tiere nur das Mindeste machen. Suisse Garantie und QM-Schweizer Fleisch seien Trittbrettfahrer von echten Tierwohl-Labels wie etwa der Bioknospe, Coop Naturafarm oder Migros Weide-Beef. Dabei kämen diese Produzenten nicht ansatzweise an eine artgerechte Haltung heran, auch wenn sie die Gesetze einhalten würden, sagte Huber.

Konsumenten in der Pflicht

Den Vorwurf, dass ein Signet wie Suisse Garantie gute Tierhaltung suggeriere, streitet die Branchenvereinigung Agro-Marketing Suisse in einer Mitteilung ab. Es handle sich um ein Herkunftszeichen und stehe nicht für eine bestimmte Tierhaltungs- oder Produktionsart. Dasselbe gelte für QM-Schweizer Fleisch, das nur die Einhaltung der Bestimmungen sicherstelle. Auch hier werde nichts suggeriert. Zur Verteidigung der Bauern fügt Agro-Marketing Suisse an, dass viele Betriebe grosses Interesse daran hätten, an Labelprogrammen mit höheren Anforderungen mitzuwirken. Die Realität zeige aber, dass etwa beim Rindvieh nur 40 Prozent unter einem Label und damit zu besseren Preisen vermarktet werden könnten. Es liege in der Verantwortung der Konsumenten, diesen Anteil zu vergrössern. (SDA)

Bild: Keystone

Eyeloveyou für The Cover Media on air

Im Auftrag von The Cover Media hat die Eyeloveyou das Redesign der Gruppenwebsite gestaltet und umgesetzt. Im neuen Auftritt werden zwei Medien zusammengebracht, die unterschiedlicher kaum sein könnten.

The Cover Media aus Basel ist spezialisiert auf Radiowerbung in der Schweiz und im nahen Ausland. Damit bedient das Unternehmen ein Medium, welches über eine lange Tradition verfügt. Dennoch ist Radio so aktuell wie eh und je. Genauso aktuell wie der Service von The Cover Media: auf heutige Bedürfnisse und Gegebenheiten spezialisiert und mit Rundum-Paket für die Kundschaft.

Die Divisionen der Cover Media Gruppe identifizieren sich über Farbe. Die neue Website nimmt diese Farben auf. Dadurch entsteht ein klar strukturiertes, visuelles Gesamtkonzept. Durch den Gegensatz von antiken Empfangs- und Sendegeräten in den farbigen Headern und den klaren Linien der Websitestruktur gelingt der Spagat zwischen der Tradition des Mediums und dessen Aktualität. Gleichzeitig sind die Websites typografisch und in ihrem Layout modern gestaltet – klare Linien und eine grosszügige Anordnung bestimmen das Erscheinungsbild.

Als Spezialanwendung kommt für Covermedia.ch eine erweiterte Radiostationensuche mit Filtern nach Sendegebiet zum Einsatz. Ausserdem wurde eine Galerie entwickelt, welche je nach Bedarf Bild, Ton oder Film wiedergeben kann. Als zusätzliche Massnahme wurde für Theposmedia.ch einen Animationsfilm entwickelt, welcher das Angebot von The POS Media in nur 100 Sekunden klar und verständlich kommuniziert. Für Tcm-service.ch wurde eine 3D-Map integriert, welche auf übersichtliche Weise das Einzugsgebiet der Radiostationen in den beiden Dreiländerecks zeigt.

Verantwortlich bei The Cover Media: Hans-Ueli Zürcher (Inhaber), Nicole Willinger (Inhaberin), Michel Zürcher (The POS Media), Pascal Rüdin (TCM Service). Verantwortlich bei Eyeloveyou: Stevie Fiedler (Art Direction), Oliver Kirschbaum (Beratung, Konzeption), Open Interactive (Programmierung).

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Kilian Gasser vermarktet das Magazin Wohnen

Kilian Gasser Medienvermarktung mit Sitz in Altdorf UR ist ab Januar 2014 für die Gesamtkoordination der Werbevermarktung für das Magazin Wohnen zuständig.

Unterstützt wird Kilian Gasser vom langjährigen Wohnen-Akquisiteur Johann Wieland, der etwas kürzer tritt, aber weiterhin einen Teil der Inserenten betreut. Wohnen wird vom Verband Wohnbaugenossenschaften Schweiz herausgegeben. In einer Auflage von 10‘705 Exemplaren geht die Zeitschrift zehnmal jährlich an alle Entscheidungsträger (Verwaltungen, Vorstände) von mehr als tausend Wohnbaugenossenschaften in der Schweiz. Diese besitzen gut 140‘000 Wohnungen und investieren jährlich über 1,4 Milliarden Franken in Neubauten wie auch in den Unterhalt und die Renovation ihrer bestehenden Liegenschaften. Daneben wird das Magazin von externen Fachleuten aus der Baubranche gelesen. Dreimal jährlich geht das Magazin zudem in einer erhöhten Auflage zusätzlich an die Bewohnerinnen und Bewohner der genossenschaftlichen Liegenschaften.
 

Deindeal: Neuer TV-Spot von Zense

Das Online Shopping-Portal Deindeal zeigt ab dem 18. November 2013 einen von Zense kreierten TV-Spot. Zentrale Botschaft: Kunden entdecken durch vielfältige Angebote neue, ihnen bisher unbekannte Welten.

«Mit Deindeal können unsere Kunden ihr Leben individuell gestalten und immer wieder neue Abenteuer erleben», so Adrian Locher, Gründer und COO von Deindeal. Diese Botschaft steht im Mittelpunkt der neuen TV Spots. Durch sein abwechslungsreiches Angebot im Lifestyle-Bereich bietet das Portal seinen Kunden Produkte und Erlebnisse, die überraschen, inspirieren und Lust auf mehr machen. Angebote, die den Alltag eines jeden einzelnen besonders gestalten.

Hauptakteure in den Spots sind einerseits Matthias Britschgi, der Hauptdarsteller aus «Achtung, fertig, WK!» sowie Johanna Kohlmünzer, aufkommende Schauspielerin und Model. Als Statisten waren neben mehreren Deindeal-Mitarbeitern auch Amir Suissa, Gründer & CEO, sowie Adrian Locher im Einsatz.

Verantwortlich für die Konzeption und Produktion der Deindeal-Spots ist die junge Zürcher Agentur Zense, die das Unternehmen dabei unterstützt, komplexe Inhalte mithilfe von Techniken rund um Storytelling und Visualisierung in- und extern zu kommunizieren.

Verantwortlich bei Deindeal: Nicolas Bürer (CMO), Bianca Zeuner (Brand Manager), Chiara Bello (Creative Director). Verantwortlich bei Agentur Zense: Andri Hinnen (Produktion & Kreation), Mats Frey (Director), Marco Leisi (Produktionsleiter)
 

//www.youtube.com/watch?v=UoCWaFxaja0

Zu guter Letzt: Werbung zum Weinen

Überschreitet Werbung eine gewisse Dummheits-Grenze, darf man sich guten Gewissens zur Wehr setzen. So geschehen kürzlich in Berlin.

Werbung zementiert gerne realitätsfremde Geschlechter-Stereotypen. Nicht nur Frauen-, sondern auch Männerbilder von vorgestern werden so genährt. Mit dem dümmlichen Slogan «Echte Männer weinen nicht. Es sei denn, sie werden Champion» will die Duschgel-Marke Right Guard bei den Herren der Schöpfung Eindruck schinden. Als Testimonial dient Fussballer Bastian Schweinsteiger, der nicht nur nach Siegen, sondern auch nach Niederlagen weint. Kein Wunder: «Männer weinen nun einmal, genau wie Frauen – aus Trauer und Schmerz, vor Freude, Rührung oder Zorn» (Focus.de). Wenn auch weniger oft: Eine Frau weint 30 bis 64 Mal pro Jahr, ein Mann nur sechs bis 17 Mal. Und wenn, dann nur zwei Minuten lang (Frau: sechs Minuten). Diese Unterschiede ändern nichts an der Dummheit besagter Kampagne. Umso schöner, wenn sich jemand die Mühe macht, sie vor Ort abzustrafen. (hae)

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Bildquelle: Notesofberlin.com

15. ENA: Awards für Schweizer Zeitungen

Beim diesjährigen European Newspaper Award wurden zahlreiche Schweizer Zeitungen ausgezeichet. Mehrfachgewinner waren unter anderem NZZ, Ostschweiz am Sonntag und Schweiz am Sonntag.

Die NZZ-Multimedia-Reportage «Keine Zeit für Wut» erhielt in der Kategorie «Online und Crossmedia» einen Award. Ausgehend von seiner Fukushima-Reportage im Jahr 2011 reiste der Reporter Marcel Gyr mit dem Fotografen Christoph Bangert zwei Jahre nach der Katastrophe noch einmal nach Japan. Die Eindrücke, Bilder und Videos wurden von einem interdisziplinären Redaktionsteam in einem multimedialen Grossprojekt umgesetzt. In der Kategorie «Data-Journalismus» erhielt die «Neue Zürcher Zeitung» für die Berichte «Stabile Arbeitslosenquote» und «Schweizer Karten» eine Auszeichnung. Zwei Awards erhielten NZZ Fokus und NZZ Campus in der Kategorie «Magazine».

Auch der Zeitung Ostschweiz am Sonntag wurden in vier Kategorien Awards verliehen. In der Kategorie «Sektions Titelseiten Wochenzeitung» habe die Ostschweiz am Sonntag eine Auszeichnung für ihre grosszügig gestalteten Aufschlag-Seiten der einzelnen Zeitungsbünde erhalten, schreibt das St. Galler Tagblatt in seiner Montagausgabe. Einen weiteren Award erhielt die Zeitung für ihr jeweils vielfältig präsentiertes Thema auf den Seiten zwei und drei jeder Ausgabe. Konkret ausgezeichnet hat die Jury eine Recherche über die Herstellung und den Handel mit billigen Textilien. Mit einem Award für «Konzeption/Innovation» gewürdigt hat die Jury ferner die Präsentation des wöchentlichen grossen Interviews als Auftakt des Zeitungsbundes Reflexe. Und schliesslich zeichnete das Gremium das St. Galler Tagblatt in der Kategorie Typographie aus.

Weitere Schweizer Gewinner:

– Schweiz am Sonntag («Sektions-Titelseiten Wochenzeitung», «Nachrichten-Seiten», «Konzept / Innovation»),
– Neue Luzerner Zeitung («Titelseiten Regionalzeitung», «Sektions-Titelseiten Regionalzeitung»)
– Handelszeitung («Titelseiten Wochenzeitung», «Innenseiten mit Anzeigen»)
– Berner Zeitung («Vatikan», «Lokal-Seiten»)
– Bieler Zeitung («Sektions-Titelseiten Lokalzeitung»)
– Zentralschweiz am Sonntag («Nachrichten-Seiten»)
– Thuner Tagblatt («Infografik»),
– Basler Zeitung («Beilagen»)
– Bündner Tagblatt («Typografie»)

Der European Newspaper Award gilt als der grösste europäische Zeitungswettbewerb und vergibt seit mittlerweile 15 Jahren Auszeichnungen im Bereich Zeitungsdesign und -konzeption. Dieses Jahr nahmen insgesamt 211 Zeitungen aus 25 Ländern teil. Die gesamte Gewinnerliste finden Sie unter diesem Link (PDF).
 

Markus Will verlässt die NZZ

Markus Will, Leiter Nutzermarkt, hat sich für eine Neuausrichtung entschieden und wird die NZZ per Anfang 2014 verlassen. Der 47-Jährige war seit 2007 in dieser Funktion tätig und trug in dieser Zeit massgeblich zum Wandel des Medienhauses bei.

Unter anderem hat Markus Will die Paid-Content-Strategie der NZZ mitinitiiert und war für deren nutzermarktseitige Umsetzung verantwortlich. Bis zur Regelung seiner Nachfolge wird der Bereich Nutzermarkt interimistisch von Steven Neubauer geleitet. Will, seit Frühjahr 2012 in der Geschäftsleitung der Neuen Zürcher Zeitung, richtete den Nutzermarkt neu aus. Er reorganisierte laut Mitteilung die Marketingabteilungen zu marktorientierten Einheiten, restrukturierte die internationale Druck- und Vertriebskonzeption, zentralisierte die ehemals drei verschiedenen Contact Centers der NZZ-Mediengruppe und initiierte das gruppenweite Customer Relationship Management System.

 

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