Zu guter Letzt: Was schuldet Twitter mir?
Der Börsengang von Twitter ist ein Geldsegen. Doch welchen Anteil haben einzelne Twitter-Feeds daran? Ein Online-Rechner gibt Auskunft.
Nach dem erfolgreichen Börsengang des Kurznachrichtendienst Twitter von letzter Woche fragen sich immer mehr twitterfreudige Zeitgenossen, welchen Anteil sie mit ihren so veröffentlichten Mitteilungen an diesem Geldsegen haben. Das amerikanische Nachrichtenmagazin Time hat deshalb auf seiner Website ein einfaches Formular zur Berechnung des Werts öffentlicher Twitter-Feeds aufgeschaltet. Dabei wird die Anzahl publizierter Tweets, die Zahl der Followers berücksichtigt, ebenso wie seit wann getwittert wird. Diese Zahlen werden dann mit Angaben aus dem Prospekt für den Börsengang verrechnet.
So erfährt man, dass der Führer der freien Welt, Präsident Barack Obama, 5,2 Millionen Dollar zu gute hätte. Das ist indes nichts gegen den Teenie-Pop-Star Justin Bieber, dessen unentwegtes Twittern 21,2 Millionen Dollar wert wäre. Natürlich haben die Twitter-Chefs nicht im Sinn, ihre User für ihr kreatives Schaffen zu entschädigen. Das kann mit zweierlei Sichtweisen betrachtet werden: Schreibt jemand während fünf Jahren jeden Tag einen schlauen Satz und dann kommt jemand anderes und veröffentlicht diese Früchte kreativen Schaffens und macht damit einen Reibach – sollte dann der Autor etwas davon erhalten oder nicht? Oder ist doch eher so wie mit E-Mails und dem Internet-Provider: Schreibt jemand viele Mails an viele Empfänger, käme auch niemand im Traum in den Sinn, dafür vom Telekomm-Anbieter Geld zu verlangen. Macht auch nichts: Denn twitternde Koryphäen aus der schweizerischen Medienwelt kämen nach dem Time-Rechner ohnehin nur mit Peanuts davon.
Christoph J. Walther























