Cool sein, ohne uncool zu werden

Grand Prix bei den Epica-Awards – und nun beim Eurobest. Die Kampagne für das Modelabel Jack & Jones mit Christopher Walken ist brillant umgesetzt und vor allem eines: absolut cool. Wie schafft man das? Die Werbewoche hat mit Regisseur Martin Werner gesprochen.

In der Schweiz kennt man den dänischen Regisseur Martin Werner unter anderen von Spots für die Ovomaltine oder Love Life « Juckt’s? Dann bitte zum Arzt». Internationale Beachtung findet derzeit vor allem sein jüngstes Werk, eine fünfteilige Spotserie für eine Premiumkollektion des Modelabels Jack & Jones, in dem sich Christopher Walken zum überaus coolen Superschneider mausert. Getreu dem Claim der Kampagne «Made from cool» entfaltet der Hollywood-Schauspieler, den man als Captain Koons aus dem Kultstreifen Pulp Fiction kennt, bei der Herstellung der Kollektion seine Superkräfte – ohne nur einmal mit der Wimper zu zucken. Nach Paris wurde die Kampagne der dänischen Agentur & CO. Copenhagen nun auch in Lissabon beim Eurobest mit dem Grand Prix honoriert.

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WW: Martin Werner, der Claim der Kampagne heisst «Made from cool». Eine schwierige Vorgabe für einen Regisseur?
Sehr. Es hat seinen Grund, weshalb das Wort «cool» in der Werbung nicht allzu oft gebraucht wird. Alles, was mit «cool» zusammenhängt, ist beinah verdammt dazu, «uncool» zu werden. Das Ziel war, ein attraktives, eben «cooles» Image rund um das Produkt zu kreieren. Meine Ambition als Regisseur war es, dass sämtliche Elemente im Spot – die Kleider, die Szenografie, die Musik –, die Coolness unterstützten.

Wie lautete das Briefing oder anders gefragt: Was war vorgegeben, was ist Ihr Beitrag?
Meine Aufgabe war es, einen Darsteller zu finden, der im Stande war, den Claim «Made from cool» glaubhaft zu verkörpern. In diesem Zusammenhang kam der Name Christopher Walken auf. Weder die Agentur noch ich konnten uns einen besseren Schauspieler für die Rolle vorstellen. Mein Beitrag bestand hauptsächlich darin, Walken und seinen Agenten zu überzeugen. Ein ambitioniertes Ziel, denn Walken hat zuvor noch nie Werbung gemacht.

Wie haben Sie ihn überzeugt?
Ich schrieb ihm immer und immer wieder, wie ich das Projekt angehen möchte und erklärte im: Falls er sich jemals dafür entscheide, Werbung zu machen, sei das genau das Richtige… Und dann war da glücklicherweise noch seine Frau, eine bekannte Casting-Direktorin in Los Angeles. Sie war begeistert von meinen Spot mit George Clooney für die DNB Bank und leistete ebenfalls Überzeugungsarbeit.

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Ein bekannter Schauspieler macht noch keine gute Werbung. Sie haben schon oft mit Hollywood-Schauspielern gedreht. Worauf kommt es an?
Wenn man einen prominenten Schauspieler engagiert, nur um ein berühmtes Gesicht zu zeigen, kommt es zumeist schlecht heraus. Es geht um die Person als Ganzes. Nehmen Sie zum Beispiel den Film mit George Clooney. Er ist der begehrteste Junggeselle der ganzen Welt. Wenn eine Frau nach einer durchzechten Nacht mit einem Typen an ihrer Seite aufwacht, einen Typen, den sie offenbar sogar geheiratet hat; wen Besseres gäbe es als ihn? Clooney war perfekt! Das ist bei Christopher Walken dasselbe. Seine Integrität und seine geheimnisvolle Art machten ihn zur idealen Besetzung. Stellen Sie sich den Spot nur mal mit Mick Jagger oder David Bowie vor, das ginge nicht.

Was war für Sie beim Dreh die grösste Herausforderung?
Walken ist eine introvertierte Person. Die Schwierigkeit bestand darin, eine Beziehung zu ihm aufzubauen und dafür zu sorgen, dass er sich wohl fühlte, Werbung zu machen.

Wie gelang Ihnen dies?
Indem ich ein 3-Gang-Menu für ihn und seine Frau kochte. Walken liebt Essen und ist selbst ein passionierter Koch. Als er für das zweitägige Shooting nach Kopenhagen reiste, wollte er ursprünglich im Noma essen gehen (Anm. d. Red.: bekanntes Restaurant mit zwei Michelin-Sternen). Schliesslich entschied er sich dafür, bei mir zu essen. Ich kochte selbst. Es war sehr schön, sehr persönlich.

Wie viel in den Filmen ist real, wie viel Computer-generiert?
Die meisten Tricks sind computer-basiert. Das war ein ganzes Stück Arbeit. Die Vorbereitungen dauerten vier Monate. Wir mussten sicher gehen, dass die Tricks auch dann funktionierten, wenn sich Walken nicht genau an die Regieanweisungen hielt. Walken spielt eben so, wie er will.

Was gefällt Ihnen an den Filmen besonders?
Natürlich Walken. Und: Die Filme sind sehr «cinematic», beinahe «old school». Es passiert wenig, doch dann geschieht plötzlich etwas – zum Beispiel die Art, wie er das Hemd faltet (Video 0:25). Die Kombination macht es aus. Zuerst nichts, und dann, plötzlich, «one thing becomes everything». Zuerst wollte ich auch keine Musik. Als wir dann begannen, mit den Spots zu spielen, realisierten wir, es wäre spannend, wenn sich die Spots entwickelten. (Musik: Nick Cave & The Bad Seeds)

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Zwischen Coolness und Peinlichkeit ist es ein schmaler Grat. Wie gelingt es, nicht auf die falsche Seite abzurutschen?
Man muss den Mut aufbringen, zu reduzieren und sich auf den Kernaussage zu konzentrieren. Wir sagten beispielsweise: Wir haben Christopher Walken, aber, wir lassen ihn nicht sprechen. Angereichert mit ein paar simplen aber präzisen und wirkungsvollen Filmeffekten kam die Komik, das Bezaubernde richtig zur Geltung. Walken wirkt dabei nicht wie ein Hollywoodstar, der etwas verkaufen möchte. Es tut nicht plötzlich etwas, das man nie von ihm erwartete.

Es sind insgesamt fünf Spots. Welcher ist Ihr Favorit?
Der mit dem Schaf, der ist der coolste.

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Gibt es eine Fortsetzung der Kampagne?
Man weiss nie…

Was ist Ihr nächstes Filmprojekt?
Momentan bin ich an einem Commercial für ein Parfum von Benetton. Für einmal aber ohne berühmte Schauspieler.

Interview: Isabel Imper

In der Schweiz wird Martin Werner von Pumpkin Film repräsentiert. Weitere Informationen: Pumpkinfilm.ch.

 

Weihnachts-Stimmung in der Europaallee

Vizner Borel hat erneut Plakatsujets für die Europaalle entworfen und wirbt damit für die diesjährigen Weihnachtsattraktionen.

Nach der ersten Plakatwelle zur Bekanntmachung der Europaallee Mitte Jahr, legt Vizner Borel für Zürichs neuesten Stadtteil nach: Fünf neue Plakatsujets, die winterliche Feststimmung verbreiten, zum Besuch in die Europaallee einladen und auf die verschiedenen Weihnachts-Attraktionen wie Weihnachtsmarkt, Sonntagsverkauf und Weihnachts-Kasperlitheater aufmerksam machen. Das gibt die Agentur in einer Mitteilung vom Montag bekannt.

Verantwortlich bei SBB Immobilien für Europaallee: Adrian Bucher. Verantwortlich bei Vizner Borel: Lajos Vizner, Guillaume Borel (Gesamtverantwortung), Eveline Jakob (Beratung), Florian Steiner (Art Direction), John Leuppi (Text), Rainer Schaer (Fotografie), JBW Media (Media).

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TCS Online Game sensibilisiert für Herbstgefahren

Wirz Corporate hat für TCS das Online Game «TCS GrandTour I – Herbstgefahren» konzipiert und realisiert. Das Spiel wurde im Rahmen der TCS Herbstkampagne lanciert.

Typische Herbstgefahren wie Nebel, Wildwechsel und erster Schneefall werden häufig unterschätzt und führen zu Unfällen. Das Spiel soll junge wie alte Autofahrerinnen und Autofahrer für diese Gefahren sensibilisieren, Tipps für das sichere Fahren geben und auf die verschiedenen Services vom TCS aufmerksam machen.

Im Online Game «TCS GrandTour I – Herbstgefahren» müssen die Spieler Gefahren erfolgreich meistern. Je weiter die Spieler unfallfrei mit ihrem Auto durch die Schweizer Herbstlandschaft fahren, desto mehr Punkte sammeln sie für das Ranking. Unabhängig von der Platzierung kann jede Spielerin und jeder Spieler ein TCS-Fahrtraining sowie viele weitere Preise gewinnen. Wie im wahren Leben bietet der TCS auch im Game zahlreiche Tipps und Services an, damit sich die Spieler möglichst unfallfrei durch den Strassenverkehr bewegen, heisst es in der Mitteilung vom Montag.

Das Game kann sowohl am PC wie auch mobil auf Tablets oder Smartphones gespielt werden. Konzipiert und realisiert wurde das Spiel von Wirz Corporate, Partner für die Programmierung war die Firma Netigo in Düsseldorf.

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AZ Medien: Neuer TV-Sender TV24

AZ Medien von Verleger Peter Wanner lanciert im kommenden Jahr mit TV24 einen neuen Fernsehsender. Über TV24 sollen sowohl Dokumentationen, Serien und Spielfilme als auch lokale und überregionale News aus Politik, Kultur, Wirtschaft und Sport ausgestrahlt werden.

TV24 ergänze das vorhandene TV-Portfolio der AZ Medien mit den Sendern Tele Züri, Tele M1 und Tele Bärn und profitiere von deren langjähriger Erfahrung in den Bereichen Vermarktung, Programm, Technik und Distribution, teilte das Medienunternehmen am Dienstag mit. Der Sendestart ist für das zweite Quartal 2014 geplant. (SDA)

 

Zu guter Letzt: Jung von Platt

Jung von Matt Hamburg hat am Montag anlässlich der eigenen Weihnachtsfeier ein Bild mit Dresscode-Vorschlag für die weiblichen Mitarbeitenden auf Facebook gestellt. Darauf sieht man Brüste und ein bisschen Stoff. Die Community reagierte mit einem Shitstorm.

Das Bild löste eine Sexismus-Debatte aus, wie sie eigentlich zu erwarten war. Von den weiblichen Kommentatorinnen finden den Dresscode-Vorschlag nur wenige lustig. Viele bezeichnen den Post als sexistisch und die meisten finden ihn einfach platt. Die männlichen Fans hingegen wollen vor allem das Bild zurück, welches die Agentur am Dienstagmorgen wieder vom Profil entfernte, oder nutzen die Gelegenheit, um ihrem Ärger über moralisierende Feministinnen Luft zu machen. Einige holen dabei gleich zum Rundumschlag aus gegen Veganer, Homosexuelle und andere Minderheiten, die der Gesellschaft ihre Meinung aufdrücken würden.

Ziemlich einig ist man sich jedoch geschlechtsübergreifend, dass Jung von Matt mit solchen Social Media Aktivitäten nicht das kreative Level der Kundenkampagnen erreicht. Dafür bekommt die Agentur bezüglich virales Marketing Punkte. Denn die Geschichte machte am Dienstag in zahlreichen Onlineportalen die Runde. Die Frage ist dann aber, ob sie die Botschaft transportiert, die Jung von Matt den Kunden oder auch zukünftigen Mitarbeitenden vermitteln will. Als Facebook-Post wird das Bild als spontaner Witz verstanden und damit als authentischer Ausdruck von Humor und Umgangston. (sis)
 

Rivella lanciert Promotion mit Swiss Olympic Team

Rivella begleitet das Swiss Olympic Team an die Olympischen Winterspiele 2014. Bereits im Vorfeld lanciert das Unternehmen eine grosse Promotion inklusive Gewinnspiel.

Vom 7. bis 23. Februar 2014 treten in Sochi die weltbesten Athleten um olympisches Gold, Silber und Bronze an. Als langjähriger Leading Partner von Swiss Olympic und Partner von Swiss Ski wird Rivella mit einer grossen Promotion am Start sein, wie die Getränkeherstellerin in einer Mitteilung vom Dienstag bekannt gibt.

Unter dem Motto «Pack and Win» wurde seit dem 1. Dezember 2013 im Rahmen der breit angelegten Promotion auch ein Gewinnspiel lanciert. Wer dabei seinen Lieblings-Athleten aus den Bereichen Ski, Eishockey oder Bob beim Packen hilft, gewinnt mit etwas Glück Preise im Gesamtwert von CHF 250 000.-. Es sind dies VIP-Weekends für das Ski-Weltcupfinale in Lenzerheide inklusive «Meet and Greets» mit den Skistars, Gutscheine von Ochsner Sport sowie exklusive Olympia-Fellmützen.

Kommuniziert wird die Rivella-Promotion «Pack and Win» auf Rivella-Etiketten und Verpackungs-Materialien. Zudem wird die Promotion online durch eine Bannerkampagne beworben und mittels Spezialaktivierung auf Facebook begleitet. Hierzu wurde eigens eine Facebook-App programmiert, um weitere Codes für das «Pack and Win»-Gewinnspiel zu erhalten. Wer mit seinen Lieblingsathleten bereits vor den Olympischen Winterspielen 2014 in ein witziges Rennen starten will, nimmt an der Promotion unter Rivella.ch/sochi teil.

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Hager ins richtige Licht gesetzt

Komet hat für den Elektronikhersteller Hager Schweiz eine neue Bildwelt entworfen.

Hager bietet massgeschneiderte Lösungen in der elektrischen Energieverteilung, vom Schalter bis zur Schaltanlage. Komet entwarf und realisierte den neuen Image-Auftritt für Hager Schweiz.

Die Bildwelt setzt die Bildmarke von Hager als leuchtende Kuben in den diversen Wirkungsfeldern des Energieexperten in Szene. Die Umsetzungen sind auf verschiedenen Print- und Online-Massnahmen sowie an den Messeauftritten von Hager Schweiz zu sehen.

Verantwortlich bei Hager Schweiz: Michael Studer (Leiter Marketing). Verantwortlich bei Komet: Thom Pfister (CD), Joël Weber (AD), Stefan Cecere (Grafik), Antonia Bekiaris (Text), Simon Schatzmann (Leiter Beratung), Bettina Ammann, Miranda Bieri (Beratung).

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Was kommt nach Facebook?

Der Artikel von Roger Basler, Marketingleiter bei Preloved und selbstständiger Berater, widmet sich dem Trend in Sozialen Netzwerken, zeigt die Alternativen zu Facebook auf und was dies für Unternehmen und Unternehmer bedeutet.

Ende Oktober wartete Facebook mit einer überraschenden Meldung auf: junge Menschen zwischen 18 und 25 Jahren laufen dem Netzwerk zunehmend davon. Zwar gewinnt das Netzwerk in absoluten Zahlen und wächst weiter, allerdings in anderen Ziel- und Altersgruppen. So überraschend dies in den Schweizer und Deutschen Medien aufgenommen wurde: bereits am 11. August bloggte die 13-jährige Ruby Karp auf der Trend-Plattform Mashable.com: «I’m a teen living in New York. All of my friends have social networks (…) but lately, I’ve been noticing something different. Facebook is losing teens, and I think I know why. » / «Ich bin ein Teenager aus New York. Alle meine Freunde nutzen Soziale Netzwerke (…) aber in letzter Zeit habe ich einen Unterschied bemerkt. Facebook verliert Teenager und ich weiss wieso.»

Grund Nummer eins: Uncool

Der erste Grund: die Netzwerke überaltern zunehmend. Welche jungen Menschen wollen sich schon auf demselben Platz tummeln wie ihre Eltern, Lehrer oder gar Grosseltern. Während Facebook in der Nutzergruppe ab 40 zulegte (plus 40 Prozent seit 2010), gaben gemäss einer Studie des US-Forschungsinstituts Pew 42 Prozent der 18- bis 29-Jährigen und 34 Prozent der 30- bis 49-Jährigen an, im letzten Jahr weniger Zeit täglich auf Facebook verbracht zu haben als zuvor. Ausserdem hat sich Facebook mit seinen ständigen Layoutverbesserungen keinen Gefallen getan, ebensowenig mit den wechselnden Einstellungen der Privatsphäre. Wenn etwas zu kompliziert wird, kehren Jugendliche dem lieber den Rücken.

Grund Nummer zwei: Alternativen

Der zweite Grund ist noch trivialer: Die Alternativen haben zugenommen – und zwar massiv. Derzeit zählt das Netz rund 300 Social Media zugehörige Plattformen. Darunter die Veteranen wie Twitter (Kurznachrichten) oder Foursquare (Check-In’s), die Newcomer Pinterest (Online Sammlungen) oder Tumblr (Mikro-Blogging) und allen voran: Instagram. Der Dienst entspricht dem absoluten Selbstverständnisgefühl der heutigen Jugend: zeig mir was du tust und ich sage Dir wer du bist. Nicht viel schreiben, nur fotografieren, keine komplexen Sicherheits- und Privatsphäreneinstellungen (privat oder öffentlich) und sehr wenig Text. Dieser Trend hatte auch Facebook erkannt, als es 2012 Instagram für eine Milliarde USD kaufte.

Die Hidden-Champions

Aber welche Netzwerke sind nun in der zweiten und dritten Reihe? Immer mehr wird klar, dass der Sieg auf dem Mobiltelefon ausgemacht werden wird. Eine Webseite im klassischen Sinn ist für die Ü30 und älteren unter uns immer noch eine Anlaufstellte mit Orientierungsfaktor. Inklusive Navigation und klassischem Aufbau. Die Generationen nach uns sind aber bereits sehr angetan von Whatsapp und Snapchat. Whatsapp verwandelt das persönliche Adressbuch in einen Chatroom, in welchem Bilder und Videos einfach geteilt, Standorte übermittelt und Statusmeldungen verteilt werden können. Snapchat hat sich auf eine besondere Nische spezialisiert: so kann man mit der App Snapchat Bilder nur für eine bestimmte Zeit verfügbar machen, von 5 bis 60 Sekunden ist es dem Übermittelnden überlassen, wie lange die Nachricht zu sehen ist. Wird ein Bildschirmfoto gemacht, erhält der Absender eine Nachricht. Erst Mitte November 2013 hatte der Gründer von Snapchat ein Angebot von Facebook in der Höhe von drei Milliarden USD ausgeschlagen. Warum Facebook Interesse an Snapchat hat? Letztere haben Facebook kürzlich geschlagen im täglichen Foto-Teilen-Wettbewerb, das heisst, mehr Benutzer laden Fotos über Snapchat hoch als über Facebook: konkret 400 Millionen sogenannte «Snaps» pro Tag, gegenüber 350 Millionen auf Facebook. Allerdings beinhaltet die Facebook Zahl nicht die Bilder von Instagram (rund 55 Millionen).

Netzwerke der nächsten Generation

Wohin geht die Reise in diesem hart umkämpften und oft unübersichtlichen Markt? Der Trend ist eindeutig: Social – Local – Mobile. Menschen wollen zwar international informiert sein, interagieren wollen sie jedoch lokal und zwar mit Menschen, welche die gleichen Interessen teilen wie sie selbst: Dazu gibt es Riffer (für Gitaristen), Goodreads (für Bücherfans), Redkaraoke (Sie erraten es) sowie Nextdoor (für die Nachbarschaft). Alle Apps und Webseiten können einfach gefunden und getestet werden. Auch wenn derzeit die meisten Netzwerke grosse Nutzer in den USA sowie Deutschland besitzen. Wenn Netzwerke also vemehrt persönlicher, lokaler und vor allem mobil sein sollen, so sind zwei Netzwerke auf sehr gutem Weg Facebook & Co den Rang abzulaufen oder von eben jenen akquiriert zu werden. Diese zu erwähnenden zwei Newcomer sind bereits Champions in den USA und die Frage bleibt, wann diese nach Europa und in die Schweiz rollen werden: Path.com und Highlig.ht (man beachte die Aufteilung von Name und Domain). Das besondere daran: beides sind Apps, keine Websiten und erlauben dem Benutzer sein eigenes, kleines lokales Netzwerk auf- und auszubauen. Path.com ist eine App, welche dem Benutzer erlaubt, seinen ganzen Tagesablauf wiederzugeben – inklusive wann diese Person aufsteht oder zu Bett geht. Highlig.ht hingegen setzt ganz auf den «sechsten Sinn». So zeigt die App an, wenn Highlighter in der Nähe sind, welche gemeinsamen Freunde und Interessen man hat (auch wenn man nicht mit ihnen befreundet ist) und wenn Freunde in die Nähe kommen, benachrichtigt die App mich selbständig. Big Brother mit Stalking-Funktion lässt grüssen. Aber auch hier gilt: jeder Nutzer entscheidet selbst über Teilnahme und Freigabe.

Chancen für Unternehmer und Unternehmen?

Was bedeutet dies für Unternehmer und Unternehmen? Müssen wir nun alle Marketingpläne vervielfachen und umschreiben? Nein. Denn Facebook und Twitter werden nach wie vor die dominierenden Netzwerke sein und bleiben, zumindest bis 2015. KMU tun sich gut daran, den Markt zu beobachten und zu analysieren, welche Zielgruppe in welchem Netzwerk wirklich Sinn macht. Für Marken und Konsumgüter heisst es jedoch, dass selbst klassische Online-Kampagnen je länger je weniger funktionieren, ganz einfach weil sich die User dem Zugang entziehen. Mit persönlichen, lokalisierten Netzwerken werden Anzeigen faktisch immer mehr ausgeschaltet. Über Botschafter, und gesponserte Geschichten im grossen Stil, geteilt über alle Netzwerke (so wie Red Bull es mit Stratos bereits getan hat) werden die Karten ab 2014 nochmals neu gemischt werden.

Autor: Roger Basler

Roger Basler ist Betriebsökonom FH, Marketingleiter bei Preloved und selbstständiger Unternehmens-Architekt. Seine Fachspezialisierungen sind Business-Development, New Media, Social-Commerce und Digitales Marketing.
 

Axel-Springer-Preis für junge Journalisten

In vier Wochen ist Bewerbungsschluss für den diesjährigen Axel-Springer-Preis. Bewerben können sich junge Journalisten aus dem ganzen deutschsprachigen Raum.

Noch bis zum 6. Januar 2014 sind auf Axel-springer-preis.de Bewerbungen für den 23. Axel-Springer-Preis für junge Journalisten möglich. In den Kategorien Internet, Print, Fernsehen und Hörfunk werden Preisgelder in Höhe von insgesamt 54 000 Euro vergeben. Vier Jurys entscheiden über die Gewinner. Die Preisverleihung findet am 6. Mai 2014 im Berliner Axel-Springer-Haus statt.

Bewerben können sich alle Journalisten, die bei der Veröffentlichung ihrer Beiträge nicht älter als 33 Jahre waren. Einreichen kann man deutschsprachige Arbeiten zu aktuellen politischen, wirtschaftlichen, kulturellen, sportlichen oder gesellschaftlichen Themen.

Weitere Informationen finden Sie auch auf Facebook.

Pro Juventute: Aufklärungs-Kurzfilm für Eltern

Die Stiftung wendet sich für die Aufklärung zu Cyber-Risiken neu direkt an die Eltern: Mit dem Aufklärungs-Kurzfilm «Liebe + Sex 2.0» zeigt Pro Juventute Ausschnitte aus der Onlinewelt der Jugendlichen und fordert Eltern auf, mit den eigenen Kindern darüber zu sprechen.

«Unsere Erfahrung zeigt, dass viele Eltern nicht Bescheid wissen darüber, was ihre Kinder im Cyberspace erleben», sagte Daniela Melone, Leiterin Elternberatung Pro Juventute. Denn: Im Gegensatz zu anderen Aufklärungsthemen wie Verhütung kennen die heutigen Eltern von Teenagern die Onlinekommunikation nicht aus der eigenen Jugend.

Mit einem Aufklärungs-Kurzfilm erhalten Eltern Einblick in die Online-Welt der Jugendlichen und werden aufgefordert, Cyberrisiken in die Aufklärung ihrer Kinder zu integrieren. In einem weiteren Schritt erhalten Schulen Informationsunterlagen, die sie den Eltern zustellen können. Eltern werden in den folgenden Wochen über Youtube und mit Kinowerbung auf den Aufklärungs-Kurzfilm aufmerksam gemacht. Dieser ist Bestandteil der aktuellen Aufklärungskampagne von Pro Juventute (Werbewoche.ch berichtete), die Cyberrisiken wie Sexting thematisiert.

Eine Ausweitung der Sexualerziehung auf den Online-Bereich sei dringend nötig, schreibt die Stiftung in einer Stellungnahme vom Montag. Es genüge heute nicht mehr, sein Kind über Verhütung oder Geschlechtskrankheiten aufzuklären. Cyberrisiken wie der Missbrauch von Sexting und Grooming müssten genauso zuhause thematisiert werden. Dabei würden sich Eltern Unterstützung und Beratung wünschen.
 

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Hotelplan-Advent sorgt für Ferienstimmung

Weihnachtsstimmung und Reiselust liegen auf den ersten Blick weit auseinander. Coundco hat sie gemeinsam mit Hotelplan zusammengeführt. Mit einem Gewinnspiel und einem E-Card Generator.

Spätestens im Januar beginnen sich Herr und Frau Schweizer Gedanken über ihre nächsten Ferien zu machen. Hotelplan hat einen Weg gesucht, bereits früher mit seinem Markenimage präsent zu sein. Der Weg, den Hotelplan gemeinsam mit Coundco erarbeitet hat, besteht aus zwei Spuren: einem Adventsspiel und einem Weihnachts-E-Card Generator.

Jeder Spieler kann pro Tag einmal am Adventsspiel teilnehmen. Wenn er das Game auf Facebook teilt, bekommt er am gleichen Tag noch einmal die Chance zu gewinnen. Der User wird so motiviert, das Spiel zu verbreiten. Mit dem E-Card Generator können die User individuelle Grüsse verschicken. Sowohl der Text als auch ein Bild können personalisiert werden.

Spiel und E-Card Generator finden die User auf der Facebook-Fanseite oder direkt auf Advent.hotelplan.ch/de/. Die Teilnehmer können täglich Sofortpreise oder in der Hauptverlosung einen von drei Reisegutscheinen gewinnen.

Verantwortlich bei Hotelplan: Manuela Byland (Teamleiterin Branding & Sponsoring). Verantwortlich bei Coundco: Florian Wieser (Strategie), Tina Sebald (Projektleitung), Marie Sophie Pascher (Design), Theo Gutmann (Web-Entwicklung).

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Zu guter Letzt: Körper öffnet Augen

Mit nackten Körpern erregt man viel Aufmerksamkeit. Und besonders viel Aufmerksamkeit erregt man mit vielen nackten Körpern aufs Mal.

Der Künstler Spencer Tunick hat mit ähnlichen Bildern auf die Klimaerwärmung aufmerksam gemacht und damit weltweit Bekanntheit erlangt. Mit Körpern wird auch alles Mögliche beworben. Die Körper im Clip der britischen Agentur Man and Hatchet werben für einmal für den Körper selbst. Beziehungsweise für den Fitnessgerätehersteller Withings. Im Clip zeigen die tanzenden Körper dem unsportlichen Sam, dass er mehr auf seinen Körper hören soll. Sie öffnen ihm zum Beispiel die Augen.

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In verschiedensten Formationen fordern die Körper Sam auf, sich mehr zu bewegen und er merkt schliesslich, dass das Spass macht. Zum Schluss tanzt er in ihrem Ballet mit und sie öffnen ihm das Herz. Einem Clip, der so ausdruckstark dazu anhält, auf den eigenen Körper zu hören, kann man keine reine Effekthascherei mit nackten Körpern vorwerfen. (sis)

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