Newsportal Watson nimmt Betrieb auf

Watson hat am Abend des 22. Januar 2014 den Betrieb aufgenommen. Das Newsportal will sich bei einer jungen, mobilen Leserschaft etablieren und arbeitet mit Spiegel Online zusammen.

Bieten will man laut Mitteilung einen eigenständigen Mix aus Nachrichten, Sport, Digital und Unterhaltung. Dafür sorgt ein gut 50-köpfiges Team aus Journalisten, Designern, Marketingleuten und Entwicklern in Zürich. Über 40 davon waren bis vor kurzen bei 20 Minuten Online tätig. Inhaltlich profitiert Watson von einer exklusiven Zusammenarbeit mit Spiegel Online. Die Kooperation ermöglicht Watson den Zugriff auf die Inhalte von fast 300 Journalisten, die auf Spiegel Online publizieren. Durch ein Responsive Design, das sich auf jede beliebige Bildschirmgrösse anpasst, will sich Watson auch optisch von der Konkurrenz abheben. Für Apple und Android-User werden native Apps entwickelt. Deren Lancierung ist für die Olympischen Winterspiele in Sotschi geplant.

Die Zielgruppe von Watson ist laut Mitteilung digital native, kaufkräftig, urban, vernetzt – und vor allem mobil. Das Angebot ist gratis. Eine Paywall ist nicht geplant. Im Bereich der Werbung bietet Watson neben Bannern neue Formen von Native Advertising an, die insbesondere die Möglichkeiten der Smartphones intelligent nutzen wollen.

Hinter Watson steht das Zürcher Medien-Start-up Fixxpunkt, das im April 2013 vom ehemaligen Chefredaktor von 20 Minuten Online, Hansi Voigt, gegründet wurde. Er und ein ca. 15-köpfiges Entwicklungsteam haben seit Mai 2013 den technischen und inhaltlichen Aufbau des Portals vorangetrieben und ein eigenes CMS von Grund auf entwickelt. Seit November 2013 halten die AZ Medien sowie die BT Holding – die Beteiligungsgesellschaft von Verleger Peter Wanner – die Mehrheit an Fixxpunkt.

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Bild: Watson.ch

 

Zürcher Regionalzeitungen: Stellenabbau und Neuorganisation

Die Zürcher Regionalzeitungen organisieren Redaktion und Verlag neu und bauen dabei 25 Stellen ab. In der nationalen und internationalen Berichterstattung kommt es zu einer Zusammenarbeit mit der BZ Berner Zeitung.

Die Redaktionen von Landbote, Zürichsee-Zeitung und Zürcher Unterländer, die im Zeitungsverbund Zürcher Regionalzeitungen kooperieren, werden künftig noch enger zusammenarbeiten. Die bisher dezentral und unabhängig voneinander arbeitenden Sport-, Service- und Onlineredaktionen der drei Zeitungen werden organisatorisch zusammengeführt. Dasselbe gilt für Produktion und Korrektorat. Der Chefredaktor Benjamin Geiger wird diese Neuorganisation mit seinen stellvertretenden Chefredaktoren, Jakob Bächtold für den Landboten, Cyprian Schnoz für den Zürcher Unterländer sowie Michael Kaspar und Martin Steinegger für die Zürichsee-Zeitung umsetzen. Die Leitung der kantonalen Berichterstattung übernimmt Patrick Gut.

Kantonalredaktion in Winterthur

Die Mitarbeitenden der Mantelredaktion werden laut Mitteilung ihren Arbeitsplatz grösstenteils in Winterthur haben. Dort wird auch die neu gebildete Kantonalredaktion angesiedelt sein, die für alle Zürcher Regionalzeitungen über das Geschehen in Stadt und Kanton Zürich berichtet. Der Redaktionsstandort Winterthur wird damit weiterhin gegen 60 Vollzeitstellen umfassen. In der Auslands- und Inlandsberichterstattung wird der ZRZ-Verbund eng mit der BZ Berner Zeitung zusammenarbeiten. Starke Regionalredaktionen werden für den Landboten aus Winterthur, für den Zürcher Unterländer aus Bülach sowie für die Zürichsee-Zeitung aus Stäfa, Horgen und Rapperswil berichten.

Der Inserateverkauf des Landboten sowie des Winterthurer Stadtanzeigers, der bereits heute grösstenteils beim Verlag Zürcher Regionalzeitungen in Winterthur angesiedelt ist, wird vollständig integriert. Die Redaktion des Winterthurer Stadtanzeigers wird dem Verlag Zürcher Regionalzeitungen unter der Leitung von Robin Tanner angegliedert.

Abbau von 25 Vollzeitstellen

Die neue Organisationsstruktur der Redaktion und des Verlags ermöglichen es, die Zukunft des Zeitungsverbunds von Landboten, Zürcher Unterländer, Zürichsee-Zeitung – zu dem als unabhängiger Partner auch der Zürcher Oberländer gehört – als starke Zeitungsstimme in der Region Zürich zu festigen und damit die Medienvielfalt zu stärken, so Tamedia in einer Mitteilung vom Mittwoch. Die Reorganisation der ZRZ-Redaktionen und des Verlags hat den Abbau von rund 25 Vollzeitstellen in Bülach, Stäfa und Winterthur zur Folge. Die Verlage und Redaktionen an den drei Standorten umfassen bisher 165 Vollzeitstellen. Um die Zahl der Kündigungen möglichst gering zu halten, soll der Stellenabbau soweit möglich über natürliche Fluktuation und Frühpensionierungen erfolgen. Zudem werden den betroffenen Mitarbeitenden nach Möglichkeit offene Stellen bei anderen Medien von Tamedia angeboten. Für die Betroffenen kommt ein begleitender Sozialplan zur Anwendung. Sämtliche Entscheidungen stehen unter dem Vorbehalt der gesetzlichen Mitwirkungsrechte der betroffenen Mitarbeitenden.

Der Landbote erhält neue Zeitungsarchitektur

Der Landbote wird ab Juni 2014 mit einer angepassten Zeitungsarchitektur erscheinen. Die Stadt und die Region Winterthur werden entsprechend ihrer Bedeutung an den Anfang der Zeitung gerückt. Der erste Bund wird damit die Stadt Winterthur und die Region abdecken, gefolgt vom Sport und den Veranstaltungen. Im zweiten Bund finden die Themen Stadt und Kanton Zürich sowie Schweiz, Ausland, Wirtschaft, Kultur, Service und Vermischtes Platz, die von den Mantelredaktionen in Winterthur und Bern produziert werden. Die neue Landbote-Struktur wird damit derjenigen von Zürichsee-Zeitung und Zürcher Unterländer angeglichen. Zum Start der neuen Kooperation mit der BZ Berner Zeitung werden die Zürcher Regionalzeitungen ihr gemeinsames Layout erneuern.

Kreienbühl und Vogler feiert mit Passaia

Vor 50 Jahren wurde Passaia in der Schweiz lanciert. Zum runden Geburtstag hat die Agentur Kreienbühl und Vogler sowohl ein Jubiläumssujet, wie auch das Jubiläumslogo kreiert.

Vor genau 50 Jahren wurde das Erfrischungsgetränk mit dem Saft der Passionsfrucht in der Schweiz lanciert. Rivella betraute zum feierlichen Anlass Kreienbühl und Vogler mit der Entwicklung eines Jubiläumssujets. Bei diesem ist mit einem Schluck ersichtlich, welchen runden Geburtstag Passaia feiert. Zudem hat die Zürcher Agentur ein Jubiläumslogo kreiert, das 2014 zum Einsatz kommt. Als kleines Geschenk verteilt Passaia in der ganzen Schweiz 50-Jahr-Röhrchen.

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Verantwortlich bei Rivella: Guido Nydegger (Senior Brand Manager Passaia), Mireille Schmutz (Marketing Assistant Passaia). Verantwortlich bei Kreienbühl und Vogler Werbeagentur: Reto Vogler, Oli Kreienbühl, Marco Donada, Fabian Schiltknecht; Lorenz Wahl (Bildbearbeitung). Fotografie: Nadia Neuhaus.
 

AZ Medien: TV-Senderfamilie bald in HD

Im ersten Halbjahr 2014 lanciert die TV-Senderfamilie der AZ Medien zwei neue Formate aus dem Unterhaltungssegment: «Fashion Run» und «The Gran Plan». Ausserdem erfolgt die Umstellung auf HD.

Bei «Fashion Run – das Shoppingduell» kämpfen zwei Kandidatinnen um den Sieg. Die Challenge: Die Konkurrentinnen müssen gemeinsam mit einem Budget von 1‘000 Franken einkaufen gehen und sich in drei Stunden von Kopf bis Fuss einkleiden, frisieren und schminken lassen. Den Entscheid über Sieg oder Niederlage fällt eine dreiköpfige Jury.

In der TV-Sendung «The Gran Plan» unterstützen drei willensstarke Grossmütter junge Menschen mit Alltagsproblemen. Humorvoll, direkt und doch emotional geben sie Tipps und zeigen Lösungswege auf. Mit ihren insgesamt rund 200 Jahren Lebenserfahrung wissen die Grosis, was im Leben wirklich zählt und zeigen dies – auch mal mit einem Augenzwinkern – in der Sendung. Die Sendung ist ein Konzept von Armoza Formats (Israel), das für Tele Züri, Tele M1 und Tele Bärn von der Firma Golden Eye Media produziert und erstmals im deutschsprachigen Europa umgesetzt wird. Das Konzept wurde weltweit in über 20 Länder verkauft. «Fashion Run – das Shoppingduell» ist ein Konzept der Firma Golden Eye Media und wird auch von dieser produziert.

Die beiden neuen Sendungen werden – ergänzend zum heutigen Programm der drei Sender – in der Primetime ausgestrahlt. Alle bestehenden Formate sind erfolgreich und werden laut einer Mitteilung weitergeführt. Weitere neue Formate sind für die zweite Jahreshälfte geplant.

Umstellung auf HD

Tele Züri, Tele M1 und Tele Bärn stellen im Verlauf des Jahres 2014 auf HD um. Die drei Sender können über die grossen Netzbetreiber UPC Cablecom, Swisscom, Quickline und Sunrise sowie viele weitere Kabelnetzbetreiber in der gesamten Deutschschweiz empfangen werden. Im Web sind sie via Web-TV (Wilmaa, Zattoo, Teleboy, Blick TV, Swisscom TV Air) verfügbar und bieten ihr Programm im Live-Stream sowie on-demand auf ihren Websites an.
 

Scholz & Friends: Erscheinungsbild für WM 2017

Die bereits fünfte Austragung der alpinen Ski Weltmeisterschaften in St. Moritz wird schillernd, inspirierend und stimmungsvoll. Diesem Anspruch soll auch das Erscheinungsbild von Scholz & Friends gerecht werden.

Visuelle Entsprechung findet das primäre Attribut «schillernd» im Key Visual «Kristall». Der Kristall steht für St. Moritz als Sinnbild eines alpinen, golden schillernden Unikats, in dessen fraktaler Struktur das viel zitierte magische Licht des Engadins erstrahlt. So verbindet der goldene Kristall die Marken-Positionierung «schillernd» für St. Moritz mit dem Siegessymbol aller alpinen Ski Weltmeisterschaften, der Goldmedaille. Das Erscheinungsbild ist geprägt durch Illustrationen, welche die vier alpinen Ski Disziplinen Slalom, Abfahrt, Riesenslalom und Super-G darstellen.

Stilistisch knüpfen diese an die fast 120-jährige Tradition der touristisch-sportlichen Plakatkunst im Engadin und St. Moritz an, transferieren diese aber in das 21. Jahrhundert. Ausgehend vom Kristall werden Skirennfahrer fraktal abstrahiert dargestellt, so dass sie im einzigartigen Licht des Engadins und der Ski WM 2017 schillern. Erste Umsetzungen sind seit Mitte Dezember 2013 auf Plakaten, Blachen und Fahnen vor Ort zu sehen.

Verantworltich beim LOC der Ski Weltmeisterschaft St. Moritz 2017: Hugo Wetzel (President), Andri Schmellentin (Head of Departement Marketing, Communication & Social Events), Michaela Reichel (Leiterin Marketing). Verantwortlich bei Scholz & Friends Schweiz: Tanita Bohny, Michèle Gutmann, Martin Samsel (Beratung); Gregor Fitz, Wim Lanz, Lorenzo Müller, Lukas Frei (Kreation).

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ZJP: Hannes Britschgi wird Jury-Präsident

Nach neunjähriger Tätigkeit als Präsident der Jury des Zürcher Journalistenpreises (ZJP) wird Fredy Gsteiger sein Amt nach der Preisverleihung 2014 niederlegen. Der Stiftungsrat des ZJP hat deshalb Hannes Britschgi zu dessen Nachfolger gewählt.

Britschgi wird somit nach der Preisverleihung vom 20. Mai 2014 in der Jury Einsitz nehmen und das Präsidium übernehmen. Britschgi ist derzeit Leiter der Ringier Journalistenschule. Er war beim Schweizer Fernsehen mehrere Jahre lang Produzent der Sendung «Kassensturz» und Leiter der «Rundschau», später Chefredaktor des Nachrichtenmagazins Facts und des Sonntagsblicks sowie Programmleiter von Ringier TV. 1997 erhielt er den Telepreis für seine «Rundschau»-Interviews.

Der Stiftungsrat dankt Fredy Gsteiger, der sein Amt nach neun Jahren auf eigenen Wunsch niederlegt, für seinen Einsatz zugunsten des Zürcher Journalistenpreises. Gsteiger habe nicht nur die Arbeit der Jury in seiner ruhigen, kompetenten und besonnenen Art koordiniert und geleitet, sondern auch die Weiterentwicklung des ZJP in den letzten Jahren stark mitgeprägt, so eine Mitteilung. Mit Britschgi habe man einen kompetenten Jurypräsidenten gefunden, der ein ausgewiesener Medienprofi mit breitem Praxiswissen sei.

Zu guter Letzt: Germany’s Next Hausfrauentest

Jung von Matt/Elbe hat den Hausfrauentest wörtlich genommen. Das Resultat kann sich sehen lassen – und zwar täglich vier Stunden.

Beim sogenannten «Hausfrauentest» wird eine unternehmens- oder abteilungsfremde Person aus dem näheren Umfeld als Proband genutzt, um Ideen, Konzepte oder Produkte auf ihre Tauglichkeit zu prüfen. In der Werbebranche werden die genialen Einfälle der Kreativen auf die Nicht-Kreativen – also Beratung oder Empfang – losgelassen, um das Ausmass der Genialität abzuschätzen. Genial!

Die Bezeichnung ist zweifelsohne subtil abwertend. «Hausfrau» bedeutet in dem Zusammenhang: Bekommt von allem nichts mit, hat kein Hintergrundswissen – muss aber überzeugt werden, da konsumfreudig. Höchste Zeit also, den Begriff ausnahmsweise mal wörtlich zu nehmen. Und höchste Zeit, einmal echte Hausfrauen nach ihrer Meinung zu fragen. Jung von Matt/Elbe hat sich der Sache angenommen und stellt der kreativen Allgemeinheit ein äusserst effizientes Tool zur Verfügung: Sylvia, Viola und Regine. Die drei authentischen Hausfrauen im Alter von 33, 43 und 52 Jahren sitzen täglich im «häufigsten Wohnzimmer Deutschlands» (eingerichtet 2004 in den Räumlichkeiten der Agentur) auf dem Eck-Sofa – vor der Web-Cam. Zwischen 14 und 18 Uhr kommentieren, bewerten, kritisieren oder loben sie, was man ihnen Kreatives per Mail zusendet. Die Zeit zwischen den eingesendeten Arbeiten vertreiben sich die Damen mit Gesprächen über Gott und die Welt.

«Solltest Du mit einer womöglich unveröffentlichten Arbeit teilnehmen, bedenke, dass das gesamte Internet dabei zusieht.» warnt «der offizielle Ausrichter dieser Aktion», Jung von Matt auf der Website Hausfrauentest.tv. Das hindert die drei Hausfrauen nicht daran, die eingesandten – meist bekannten – Werbespots mit einer erfrischenden, unbelasteten Direktheit zu beurteilen. Wenn etwas lustig ist, wird gelacht. Wenn nicht – und das hat der nervige Snickers-Spot mit Aretha Franklin längst verdient – ist es die «billige Kopie des Spots vorher…in der Umkleidekabine…der war lustig». Endlich hat mal jemand ausgesprochen, dass der Spot – so gut die Idee sein mag – nicht lustig ist. Das kann nur ein echter Hausfrauentest.

Das Projekt steht in den ersten zwei Wochen für jedermann frei zur Verfügung. Laut W&V ist ab März geplant, die Idee als seriöses Marktforschungs-Tool zu etablieren: «Unternehmen, Agenturen und Werbungtreibende können ab diesem Zeitpunkt aus einer Vielzahl von Hausfrauen auswählen und von ihnen ihre Kampagne testen lassen – dann unter Ausschluss der Öffentlichkeit.» Klingt einleuchtend. (hae)

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Ombudsmann rügt «10 vor 10»

Der SRG-Ombudsmann Achille Casanova hat eine Beschwerde gegen einen Beitrag der Nachrichtensendung «10 vor 10» über zunehmende Korruption gutgeheissen. Im Beitrag ging es unter anderem um das umstrittene Informatikprojekt Insieme des Bundes.

Die Journalisten des Schweizer Fernsehens befragten dazu den damaligen Vizedirektor und heutigen Direktor der Eidgenössischen Finanzkontrolle (EFK), Michel Huissoud. Als dieser den fertigen Beitrag sah, reichte er eine Beanstandung ein, wie aus dem am Dienstag von der Ombudsstelle publizierten Bericht hervorgeht. Das Onlineportal NZZ.ch berichtete am Mittwoch darüber. Huissoud machte geltend, der Bericht enthalte in Zusammenhang mit Insieme schwerwiegende Fehler. Er wolle nicht länger im Fernsehbeitrag zu sehen sein, da seine Aussagen falsch interpretiert worden seien und seine Äusserungen so den Falschaussagen zusätzlich Gewicht verliehen hätten. Insbesondere wies Huissoud, der seit dem 1. Januar der EFK vorsteht, darauf hin, dass der Schaden durch mutmassliche Korruption beim Projekt Insieme massiv überbewertet worden sei. Die Schadensumme bewege sich im Bereich einiger 10'000 Franken, im Bericht war jedoch von 100 Millionen Franken die Rede.

Ombudsmann Casanova hat die Beanstandung vollumfänglich gutgeheissen. Im Fernsehbeitrag werde behauptet oder zumindest suggeriert, dass in der Bundesverwaltung die Korruption zunehme. Dieser Eindruck werde durch eine falsche Interpretation von Zahlen verstärkt. Der Bericht habe das Publikum nicht in die Lage versetzt, sich über die Korruption in der Bundesverwaltung eine eigene Meinung bilden zu können. (SDA)

Editions Weblaw: Simone Kaiser neue Verlagsleiterin

Simone Kaiser, RA und Executive MBA, hat per 1. Dezember 2013 bei Weblaw die Leitung des Verlages Editions Weblaw übernommen.

Seit 2010 ist Simone Kaiser Mitarbeiterin von Weblaw. Zunächst übernahm sie die Leitung der Online-Zeitschrift Jusletter und war ab Mai 2012 als stellvertretende Verlagsleiterin Editions Weblaw tätig, wie es in einer Mitteilung heisst. Editions Weblaw steht für gedruckte und digitale Publikationen für Juristen. Zum Verlagsprogramm zählen die Online-Zeitschriften Jusletter, die Schweizer Richterzeitung, Jusletter IT – Die Zeitschrift für IT und Recht und der dRSK Digitaler Rechtsprechungs-Kommentar sowie Datenbanken (BFonline, Push-Service Entscheide, Sozialhilferecht). Daneben bilden E-Books und gedruckte Bücher seit 2006 einen Schwerpunkt.

Simone Kaiser hat ihr Studium der Rechtswissenschaften an der Friedrich-Alexander Universität Erlangen/Nürnberg absolviert; seit 2011 ist sie als Rechtsanwältin in Freiburg i.Br. (Deutschland) zugelassen. Im Dezember 2013 hat sie zudem die Weiterbildung zum Executive MBA mit Schwerpunkt General Management erfolgreich abgeschlossen.
 

SLK: Der metaphorische «Kalkwürfel-Test»

Die Lauterkeitskommission urteilte über einen Kalkreiniger-Spot, den ein Mitbewerber gleich doppelt beanstandete. Die Beschwerde wurde zur Hälfte gutgeheissen.

Handelt es sich um einen TV-Spot oder sind es zwei? Ist der Kalkreiniger so stark wie behauptet? Und gilt seine Wirkung auch für den mitbeworbenen Aktivschaum? Das waren drei der Fragen, die die Zweite Kammer der Schweizerischen Lauterkeitskommission an ihrer letzten Sitzung 2013 beantworten musste. Bezug nehmend auf den massgebenden Durchschnittskonsumenten hiess sie die entsprechende Beschwerde zur Hälfte gut.

Konkret ging es um einen zweiteiligen TV-Spot für Badreinigungsmittel von insgesamt 30 Sekunden Länge; zwei Drittel der Zeit waren einem Kalkreiniger gewidmet, die letzten zehn Sekunden einem sogenannten Aktivschau. Ein Mitbewerber beanstandete diese Werbung gleich doppelt. Zum einen habe der Kalkreiniger gar nicht die behauptete Wirkung. Zum andern werde mit dem fliessenden Übergang von einem Produkt zum andern der Eindruck erweckt, dass auch der Aktivschaum kalklösende Wirkung aufweise. Beides führe die Konsumenten hinters Licht und sei deshalb unlauter.

Falscher Eindruck, statthafter Test

Die Zweite Kammer der Lauterkeitskommission (SLK) urteilte differenziert. Den ersten Teil der Beschwerde unterstützte sie nicht, den zweiten dagegen schon. Nach Ansicht der Kammermitglieder und Fachexpertinnen/-experten war für den Durchschnittskonsumenten klar, dass der gezeigte «Kalkwürfel-Test» lediglich als Metapher für die an sich unbestrittene Wirkung des Produkts diente. Dies umso mehr, als auch in Wirklichkeit im Badezimmer keine ganzen Kalkwürfel entfernt werden müssten, sondern lediglich Ablagerungen auf Flächen und Armaturen. Die Zweite Kammer hiess die Beschwerde dagegen insofern gut, als der Übergang zwischen der Werbung für die beiden Reiniger fliessend war, beide Produkte den gleichen Einsatzbereich haben und zum Aktivschaum keine eigenen Wirkungsaussagen gemacht werden. So entstehe der Eindruck, es handle sich beim Schaumreiniger um eine Produktvariante mit gleicher Wirkung. In den Augen der SLK handelte es sich deshalb um eine irreführende Darstellung im Sinne von Art. 3 Abs. 1 lit. b des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG).

Weitere Fälle der Zweiten Kammer

Insgesamt behandelte die Zweite Kammer acht Beschwerden; darunter eine gegen die Bewerbung der Milch als «natürliches Fitnessprogramm». Diese Aussage sei, so der Beschwerdeführer, unwahr und irreführend, da Studien längst bewiesen hätten, dass der Milchkonsum krank mache. Sie wurde ebenso abgewiesen wie die Beschwerde gegen eine Garage mit Sitz in der Gemeinde Lamone, knapp fünf Kilometer ausserhalb von Lugano, die mit der Ortsangabe Lamone-Lugano warb. Gutgeheissen wurden dagegen die Beschwerden gegen den Claim «Gratis in alle Schweizer Netze telefonieren», ein Verstoss gegen die Robinsonliste des Dirketmarketingverbandes SDV sowie eine als humoristisch verteidigte Werbung einer Internetagentur mit den prallen, nur leicht bedeckten Brüsten einer Frau und dem Claim «Soignez votre vitrine sur le web».
 

Meta Design: Initial-Logo für Charles Vögele

Charles Vögele beauftragte Meta Design, eine zusätzliche Form des Logos zu kreieren. Dieses soll sich aus den Initialen C.V. zusammensetzen und in Shops, in der Kommunikation und auf der Kleidung zum Einsatz kommen.

Meta Design analysierte die Charakteristika des bestehenden Charles Vögele Logos systematisch. Die daraus resultierende Essenz bündelte MetaDesign in der neuen Logo- Kurzform. Die Qualität dieses Initial-Logos liegt in seiner Einfachheit, der Prägnanz und der eindeutigen visuellen Anbindung an die Marke. Mit dem neuen Logo gewinnt Charles Vögele laut Mitteilung an Flexibilität im Logo-Einsatz und bleibt gleichzeitig konsistent in der Markenführung. Rudolf Peter Scheben, Leiter Marketing Charles Vögele: «Meta Design hat die Herausforderung gemeistert, übergeordnet eine passende Lösung für die unterschiedlichen Bedürfnisse zu finden.» André Stauffer, Creative Director Meta Design: «Mit der Marke in ihrer komprimierten Form zu arbeiten, sie gleichzeitig aber für vielfältige Anwendungen zu denken und gestalten, war eine schöne Herausforderung und Reiz dieser Aufgabe.»

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Bain-Studie: Mobile-Nutzung explodiert global

Im Zuge der wachsenden Verbreitung von Smartphones und Tablet-PCs wechseln Konsumenten digitaler Medien weltweit zunehmend von Kauf- zu Mietmodellen sowie anderen Nutzungsformen für Videos, Spiele, Musikinhalte und Literatur. Das zeigt eine Studie von Bain & Company.

Die Studie «The Age of Curation: From Abundance to Discovery» der internationalen Managementberatung Bain & Company analysiert die Nutzung digitaler Formate von mehr als 6'000 Konsumenten in Brasilien, China, Deutschland, Frankreich, Grossbritannien, Indien, Russland sowie in den USA und offenbart grosse Unterschiede zwischen Industriestaaten und Schwellenländern.

In reifen Märkten wie den USA, Grossbritannien, Deutschland und Frankreich ist die Zahl der Smartphone-Besitzer 2013 mit durchschnittlich 64 Prozent gemessen an den 49 Prozent im Vorjahr förmlich explodiert. Von 24 auf 37 Prozent legten Brasilien, Russland, Indien und China (BRIC) zu. Einen Tablet-PC haben in den Industriestaaten derzeit 39 Prozent, 2012 waren es noch 18 Prozent. Auf 21 Prozent kommen die Schwellenländer – nach 13 Prozent im Jahr 2012. Auch konsumieren in den Industrieländern fast 70 Prozent der Abonnenten von Onlinevideodiensten mittlerweile mehr Videos als noch vor drei Jahren. Ähnlich verhält es sich bei den Abonnenten von Internetmusikdiensten: Knapp 60 Prozent verbringen mehr Zeit mit Musikhören als drei Jahre zuvor. Wer mehrere Endgeräte besitzt, schaut grundsätzlich auch mehr Videos. So konsumieren in den Industriestaaten rund 70 Prozent der Multigerätenutzer heute mehr Videos als in der Vergangenheit – im Gegensatz zu 45 Prozent bei den Durchschnittsnutzern. In den Schwellenländern schauen gar 83 Prozent der Multigerätenutzer mehr Videos als drei Jahre zuvor. Bei den Durchschnittsnutzern sind das nur zwei Drittel.

«Tablet-PCs und Smartphones werden zum permanent genutzten Mittel, um auch unterwegs Filme zu sehen, zu spielen und Musik zu hören», sagt Imeyen Ebong, Partner bei Bain & Company und Leiter der Praxisgruppe Media, Tech & Telco im deutschsprachigen Raum. «Diese Endgeräte stehen für eine leise Revolution im Leben von Millionen Menschen, die immer häufiger rund um die Uhr und überall auf digitale Inhalte zugreifen wollen.»

Die Studie offenbart allerdings auch die grossen Unterschiede zwischen den einzelnen Märkten und Formaten. So haben in Grossbritannien und den USA 40 Prozent der Befragten im vergangenen Jahr mindestens ein E-Book gelesen. In Deutschland sind dies lediglich 26, in Frankreich gar nur 17 Prozent. 2013 schauten in den USA 76 Prozent der Konsumenten Onlinevideos. In Grossbritannien waren es 70 Prozent, in Frankreich 67 und in Deutschland 63 Prozent. Internetmusikdienste wie Spotify, Google Music und Pandora konnten ihre Nutzerzahlen seit 2012 nahezu verdoppeln. Die höchsten Nutzungsraten in diesem Segment weisen die USAund Frankreich mit über 40 Prozent auf. Deutlich geringer fallen diese in Grossbritannien mit 30 Prozent und in Deutschland mit 27 Prozent aus.

Neben der Mediennutzung – Downloads werden heute durch Streaming abgelöst – zeigt die Studie auch, wie Konsumenten neue Inhalte entdecken. Mehr als 85 Prozent der Befragten in den Industrieländern und knapp 70 Prozent in den BRIC-Staaten greifen dabei auf mindestens eine der bekannten Plattformen wie Amazon, Apple, Google und Sony zu, um digitale Inhalte in allen möglichen Formaten zu kaufen oder anzusehen. Die Zahl der durchschnittlich genutzten Plattformen schwankt dabei zwischen 2 in Deutschland und 2,9 in den USA.

Darüber hinaus hören Nutzer in allen Industrieländern inzwischen weniger auf Kritiken aus professionellen Quellen, sondern vertrauen vielmehr persönlichen Empfehlungen aus ihren sozialen Netzwerken. Weniger als die Hälfte verlässt sich noch auf Bewertungen von Profis, dagegen bevorzugen über 50 Prozent den Rat anderer Kunden. In China und Indien sind zudem zwei Drittel bereit, persönliche Daten im Austausch für personalisierte Video- und Musikempfehlungen zu liefern. In den USA und Grossbritannien ist dies nur die Hälfte, in Deutschland sowie Frankreich sogar weniger als ein Drittel.

Bain zeigt in der aktuellen Studie drei Wege auf, wie traditionelle Medienunternehmen in einem Markt auch weiterhin eine wichtige Rolle spielen, in dem Onlineplattformen zunehmend direkten Kundenkontakt haben:

1. In eigene Inhalte investieren und so den Einfluss auf die Produktion stärken: Verleger aller Formate sind nach wie vor in der besten Position, um Innovationen und Produktentwicklungen voranzutreiben, Inhalte zu produzieren und ein Publikum zu entwickeln sowie profitabel zu machen – auch wenn Plattformen wie Netflix bereits mit eigenen Inhalten experimentieren.

2. Grössenvorteile nutzen, um den Zugang zu Fachkräften und Kapital zu behalten: Medienunternehmen gelingt es noch immer, hochwertige Inhalte beim traditionellen Publikum zu monetarisieren. Damit sind sie in der aussichtsreichen Lage, diejenigen Inhalte zu entwickeln und anzubieten, die auch in Zukunft ein breites Publikum generieren werden – selbst auf digitalen Platformen.

3. Datenanalyse vorantreiben, um den verlegerischen Ansatz zu ergänzen: Medienproduzenten müssen für ihr Marketing, ihre Programmplanung und Kreativprozesse in Konsumentendaten sowie stärker kundendatengetriebene Ansätze investieren, wenn sie in Zukunft mit den Onlineplattformen konkurrieren wollen.

«Mehr denn je werden erfolgreiche Strategien heute von Qualität und Originalinhalten bestimmt, die in einem immer unübersichtlicheren Markt auffallen», so Bain-Experte Ebong. «Doch diese Strategien erfordern es, Daten zum Konsumentenverhalten zu analysieren. Die Verbindung dieser beiden Welten ist die grösste Herausforderung, aber zugleich auch die vielversprechendste Chance für die Medienunternehmen der Gegenwart.»
 

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