Privatradios erhöhen Werbeumsätze

Privatradios profitieren wirtschaftlich von der neuen Radio- und Fernsehgesetzgebung. Weniger rosig sieht es fürs Regionalfernsehen aus. Dies geht aus einer aktuellen, im Auftrag des Bakom und der Branchenverbände erstellten Publicom-Studie hervor.

Seit Inkrafttreten der neuen Radio- und Fernsehgesetzgebung (RTVG) hat sich die wirtschaftliche Situation der Privatradios deutlich verbessert. Auch die Werbeumsätze nahmen zu und erreichten 2012 164 Millionen Franken. Weniger rosig präsentiert sich die Situation des konzessionierten Regionalfernsehens, das im Schweizer Werbemarkt noch immer eine Randerscheinung ist.

Nicht zuletzt dank gesteigerten Erlösen aus dem Werbemarkt hat sich die wirtschaftliche Situation der Privatradios in den letzten Jahren deutlich verbessert. Die Umsätze mit Werbung und Sponsoring stiegen seit 2010 um acht Prozent auf 164 Millionen Franken.

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Dennoch erreicht gut die Hälfte der Veranstalter keine genügende Rentabilität, und die Zahl der Veranstalter, die Verluste schreiben, hat im letzten Jahr wieder zugenommen. Das Gesamtbild präsentiert sich allerdings sehr uneinheitlich. Es gibt in allen Regionen der Schweiz Radios, die insgesamt erfolgreich wirtschaften, und solche, die weniger erfolgreich sind. Dies gilt auch für die Umsetzung von Gebührengeldern in Programmleistungen: Der effizienteste Veranstalter produziert mit seinem Gebührenanteil mehr als dreimal so viel regionale Information wie das Radio mit der geringsten Umsetzungsleistung.

Schwierige Situation beim Regionalfernsehen

Trotz Erhöhung der Gebührenanteile ist die Situation der konzessionierten Regionalfernsehstationen weiterhin sehr schwierig, obwohl inzwischen bis zu 70 Prozent des Betriebsaufwands mit Gebühren bestritten werden können. Nur zwei Veranstalter wirtschaften ausreichend rentabel, die Hälfte ist unterfinanziert oder überschuldet. Zwar konnten die Erträge aus Werbung und Sponsoring seit 2009 deutlich gesteigert werden, doch stagnierten die Umsätze zuletzt wieder. Mit einem Werbeumsatz von 40 Millionen Franken (ohne Tele Züri) ist Regionalfernsehen im Schweizer Werbemarkt noch immer eine Randerscheinung.

Auch die Regionalfernsehen setzen die bezogenen Gebührengelder höchst unterschiedlich in Programmleistungen um: Der effizienteste Veranstalter produziert mit den öffentlichen Geldern rund siebenmal mehr regionale Information als das Regionalfernsehen mit der geringsten Umsetzungsleistung.

Seit 2012 untersucht Publicom im Auftrag des Bundesamts für Kommunikation und der Branchenverbände die wirtschaftliche Situation der konzessionierten privaten Rundfunkstationen. Der Kurzbericht der Studie «Die wirtschaftliche Situation des Privatrundfunks in der Schweiz – Aktualisierung (Datenbasis 2012)» kann unter diesem Link heruntergeladen werden.

Lions Health: Jurybesetzung steht fest

Das Lions Health Festival, das im Juni 2014 stattfindet, gibt die Jurymitglieder bekannt. Die Schweiz ist mit Julian Astin, Creative Director bei ICC Lowe vertreten.

Die Jurymitglieder des Lions Health Festival, erstmals stattfindend vom 13. bis 15. Juni 2014, stehen fest. Julian Astin, Creative Director bei ICC Lowe vertritt die Schweiz in der Kategorie Health & Wellness. Kathy Delaney, Global Chief Creative Officer bei Saatchi & Saatchi Wellness steht der Kategorie «Health & Wellness» und Jeremy Perrott, Global Chief Creative Officer von McCann der Kategorie «Pharma» vor.

Alle Jurymitglieder im Überblick:

Pharma Lions Jury

Jeremy Perrott, Global Creative Director, McCann Health, Global – Jury President
Alexandra von Plato, President and Global Chief Creative Officer, Publicis Healthcare Communications Group, Global
Andrew Spurgeon, Creative Director, Langland, UK
Bruce Rooke, Chief Creativity Officer, GSW Worldwide, Global
Hugh Fitzhardinge, Creative Director, Ward6, Australia
Joshua Prince, Chief Creative Officer, The CDM Group, USA
Laura Schoen, President Global Healthcare and Chair Latin America, Weber Shandwick, Global/Latin America
Mauro Arruda, Managing Director, Chief Creative, Havas Life São Paulo, Brazil
Pierre Loo, Regional Professional Director – Creative, Red Fuse, Hong Kong
Vineet Bhagchandani, Group Chief Creative Officer & Vice President Operations, Aakanksha Healthcare, India

Health and Wellness Lions Jury

Kathy Delaney, Global Chief Creative Officer, Saatchi & Saatchi Wellness, Global – Jury President
Carolyn Paul, Global Managing Director, Health and European Health Practice Chair, Edelman, Global/Europe
Christian Bauman, Managing Director & Chief Creative Officer, H4B Chelsea, USA
Denis Mamo, Executive Creative Director, UrsaClemenger, Australia
Dick Dunford, Creative Partner, Loooped, UK
Elizabeth Elfenbein, Partner, The CementBloc, USA
Jacqueline Nolan, Executive Creative Director, Digitas Health, USA
Julian Astin, Creative Director, ICC LOWE, Switzerland
Merlee Cruz-Jayme, Chair/Chief Creative Officer, DDB/DM9 Jayme Syfu, The Philippines
Mike Rogers, Creative Partner, Serviceplan Group for Innovative Communication, Germany
Pete Smith, Regional Executive Creative Director, Ogilvy CommonHealth, China
Peter Henshaw, Creative Director, inVentiv Health Europe, UK
Rob Rogers, Chief Creative Officer, Sudler, USA
Rui Piranda, Executive Creative Director, Giovanni + DraftFCB, Brazil

Beim Lions Health Festival steht die Kommunikation zu Themen wie Gesundheit, Wellness und Nachhaltigkeit im Vordergrund. Terry Savage, CEO Lions Festival: «Wir freuen uns sehr, diese angesehene Gruppe von Experten, welche den globalen Charakter der Kommunikation im Gesundheitswesen hervorragend repräsentieren, in Cannes willkommen zu heissen. Die Leidenschaft für die Bedeutung von kreativer Exzellenz in Kommunikation wird nicht nur die Messlatte für das Lions Health setzen, sondern auch die Zukunft der Kommunikation im Gesundheitswesen weltweit beeinflussen. Uns stehen aufregende Tage bevor!»
 

«Mein Plan ist, mal keinen Plan zu haben»

Peter Brönnimann verlässt Leo Burnett nach zwölf Jahren. Auf den amtierenden Werber des Jahres folgt Axel Eckstein als neuer Executive Creative Director. Peter Brönnimann und Andy Stäheli über die Gründe und die Perspektiven.

Axel Eckstein wird ab dem 3. März 2014 die Leitung der Kreation zusammen mit dem bestehenden Executive Creative Director Johannes Raggio übernehmen und wird Teil der Geschäftsleitung von Leo Burnett Schweiz. Dies schreibt Leo Burnett in einer Mitteilung vom Freitag.

«Nach wie vor viel Freude am Kreieren»

Peter Brönnimann, Werber des Jahres 2013, hat sich nach fast 12 Jahren an der Aemtlerstrasse entschieden, die Agentur zu verlassen, eine Auszeit zu nehmen und sich danach neuen Herausforderungen zu stellen. Wie die Auszeit konkret aussehen wird, darüber hat sich Brönnimann bewusst noch keine grossen Gedanken gemacht, wie er gegenüber Werbewoche.ch sagt: «Mein Plan ist, nach so vielen Jahren mal keinen Plan zu haben für eine gewisse Zeit – ausser derjenige, dass wir im Sommer meine Schwiegereltern in Australien besuchen werden.» Auch die Entscheidung, was danach folgt, lässt er offen. Er könne sich alles vorstellen, auch Werbung. «Ich habe nach wie vor sehr viel Freude am Kreieren von guten Kommunikationsideen.» 

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Peter Brönnimann, Werber des Jahres 2013 (Bild: Werbewoche/Isabel Imper)

Keine unerwartete Wendung

Brönnimann war seit dem Start der Agentur 2002 dabei und für viele preisgekrönte Kampagnen mitverantwortlich. Brönnimann war unter anderem mitverantwortlich für die Wendesätze – der meistprämierten Plakatkampange der Welt 2013 (Werbewoche.ch berichtete). Hat sein Leben hier ebenefalls eine unerwartete Wendung genommen oder stand sein Weggang bereits seit längerer Zeit fest? «Man trifft solche Entscheide ja nicht von heute auf morgen. Bei mir kam seit längerer Zeit immer öfters der Wunsch nach einer Veränderung auf, ich möchte auch noch andere Erfahrungen machen. Andy Stäheli und ich haben dann gemeinsam einen Fahrplan gemacht, der genügend Zeit liess, um einen guten Nachfolger zu finden. Und ich bin froh, dass man mit Axel Eckstein einen solchen gefunden hat.», so Brönnimann.

Die Trennung folgte «im Guten», wie auch Leo Burnett CEO Andy Stäheli gegenüber Werbewoche.ch bestätigt: «Zu 100 Prozent! Wir sind sehr lange gemeinsam unterwegs und ich respektiere Peters Entscheid, nach fast zwölf Jahren an der Aemtlerstrasse eine Pause einzulegen und danach etwas Neues machen zu wollen.» In der Mitteilung dankt er Brönnimann «für sein langjähriges Engagement und sein ständiges Streben nach frischen Ideen».

Tiefes Verständnis für Marken

Mit Axel Eckstein gewinne Leo Burnett Schweiz einen ausgewiesenen Kreativen mit fast 20 Jahren Erfahrung in bedeutenden nationalen und internationalen Agenturen, der hervorragend zur Agentur passe, so Stäheli: «Axel verfügt über ein tiefes Verständnis für Marken und ein breites Branchen-Know-how, sein stetiger Antrieb nach dem Neuen und seine persönliche Auffassung von wirkungsvoller Kommunikation, haben ihn zu unserem Wunschkandidaten im Schweizer Markt gemacht.» Axel Eckstein ist Mitglied des ADC Schweiz, des ADC Deutschland und der Account Planning Group Switzerland. «Mit Johannes Raggio als bestehenden und Axel Eckstein als neuen Executive Creative Director setzen wir gleichzeitig auf Kontinuität und neuen Schwung – und damit auf die weiterhin erfolgreiche Zukunft der Agentur» so Andy Stäheli.

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Johannes Raggio und Axel Eckstein, Executive Creative Directors; Andy Stäheli, CEO

«Nicht nur fachlich, sondern auch menschlich top»

Der Zukunft sieht Stäheli optimistisch entgegen und hat keine Angst, dass Brönnimann im Sinne einer Rochade weitere Leistungsträger der Agentur folgen werden. «Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben sehr gerne mit Peter zusammengearbeitet – und ich bin sicher, dass sie und unsere Kunden ebenso gerne mit Axel zusammenarbeiten werden», so Stäheli gegenüber Werbewoche.ch. Eckstein sei nicht nur fachlich top, sondern passe auch menschlich bestens zum bestehenden Team. «Wir werden nach wie vor populäre Markenideen kreieren und damit Menschen und Marken überdurchschnittlich stark bewegen. Dieses Credo wird bei uns von allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gelebt und auch Axel hat das gleiche Verständnis von effizienter Kommunikation.»

Thomas Häusermann

 

Ammarkt gewinnt Klinik Award 2013

Im November wurde in Köln der Klinik Award 2013 verliehen. In der Kategorie «Bester Werbespot» ging die Auszeichnung an die Klinik Schloss Mammern – und damit an die St. Galler Agentur Ammarkt.

Die exklusive Privatklinik am Bodensee unterstützt ihre Patienten mit medizinischer, therapeutischer und pflegerischer Kompetenz sowie mit viel Einfühlungsvermögen auf ihrem Weg «Zurück zur Gesundheit». In dem von Ammarkt lancierten und von der Fachjury prämierten Image-Spot wird dieses «Zurück» auf neue, eigenständige und emotionale Art vermittelt. Ruhige, eingängige Bilder transportieren den zentralen Rehabilitationsgedanken, der ganz den Wünschen der Patienten entspricht: «Zurück zu einer freien Lebensgestaltung, zurück zu Familie und Freunden, zurück zur Lebensfreude, zurück zur Gesundheit».

Die Patienten der Klinik, das Ambiente, die Parkanlage mit Seeanstoss, die moderne medizinische Infrastruktur, sogar die historische Kapelle sind Teil der neuen Klinik-Kommunikation. Diese umfasst neben dem Spot das neugestaltete CI/CD, die Image-Broschüre, eine überarbeitete Website für Patienten und Zuweiser sowie Image-Inserate.

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Verantwortlich bei Klinik Schloss Mammern: Beat Oehrli (Spitaldirektor), Dr. med. Annemarie Fleisch Marx (Chefärztin), Dr. med. Ruth Fleisch-Silvestri (Chefärztin), Dieter Kunz (VR-Präsident). Verantwortlich bei Ammarkt: Ralf Kostgeld (Creative Direction), Fabian Bucher, Marcel Odermatt, Bettina Siegenthaler, Manuela Lüchinger (Beratung), Fabian Bucher, Michael Schmid (Strat. Planung), Christof Müller (Art Direction), Clarissa Krauss, Andrin Rohner, Fabienne Grass (Grafik), Günter Kasel (Text), Adrian Schiess, Jeremy Zahner, Julian Schattner (Digital), Mäggie Widmer, Bettina Siegenthaler (Media), Alessandra Leimer (Fotografie), Snap Film AG (Filmproduktion), Michael Kindermann (Producer/Regisseur), Jonas Jäggy (Kameramann), Lukas Gähwiler (Editor), Mariana Galyshyn (Komponistin/Musik).
 

Ringier Digital übernimmt Scout24 Schweiz

Ringier Digital übernimmt alle Anteile der Scout24 Schweiz Gesellschaften. Durch die Übernahme will Ringier die schnell wachsende Digitalsparte stärken.

Ringier Digital, eine Tochterfirma von Ringier, übernimmt alle Anteile von Scout24 International Management in Baar (neu: Classifieds Business Beteiligungs- und Verwaltungs AG) und wird damit Alleinaktionärin der Scout24 Schweiz Gesellschaften. Die Scout24 Schweiz Holding hat ihren Hauptsitz seit 1998 in Flamatt FR und gehört bereits seit Ende 2007 zu 49,9 Prozent zu Ringier. Mit dieser bedeutenden Investition in die profitable Scout24 Schweiz dokumentiert Ringier die Absicht, das Classified Geschäft als wichtiges Standbein der Digitalstrategie weiter auszubauen, wie es in einer Mitteilung heisst.

Thomas Kaiser, Chief Digital Officer Ringier und Geschäftsführer Ringier Digital, sieht deutliche Vorteile in der Übernahme des gesamten Aktienkapitals: «Scout24 Schweiz war schon immer ein fester Bestandteil von Ringier Digital und ist operativ stark mit den übrigen Ringier Digital-Tochterfirmen verbunden. Mit diesem historischen Schritt festigen wir den bestehenden Unternehmensverbund und schaffen die Grundlage für den nächsten Wachstumssprung.»

Marc Walder, CEO Ringier: «Diese Transaktion ist enorm wichtig für Ringier. Es ist uns damit gelungen, im digitalen Kleinanzeigenmarkt Schweiz – also Stellen, Immobilien und Automobile – unsere bedeutende Stellung stark auszubauen.»

Die Akquisition bildet einen weiteren Wachstumspfeiler der Ringier Digital. In den vergangenen drei Jahren betrug das durchschnittliche Umsatzwachstum der Ringier Digital 35 Prozent, bei gleichzeitig stark steigender Profitabilität. Mit der Vollkonsolidierung der Scout24 Schweiz wird Ringier Digital in 2014 über 200 Millionen Franken zum Gesamtumsatz von Ringier beitragen.

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Grafik: Scout24.ch

ADC Awards: Dani Levy als Gastjuror

Die diesjährige ADC Jurierung findet am Dienstag, 28. und Mittwoch, 29. Januar 2014 im World Trade Center in Zürich-Oerlikon statt. Dany Levy ist Gastjuror.

Am Montag, 27. Januar von 18 bis 21 Uhr können alle eingereichten Arbeiten besichtigt werden. Der Eintritt ist frei. Für die diesjährige Austragung konnte Regisseur Dani Levy als Gastjuror gewonnen werden (Interview Werbewoche 2013). Levy wird am Mittwoch in der Award-Jury Einsitz nehmen. Am Samstag, 1. Februar 2014, werden dann die ADC Awards 2014 in der Maag Halle vergeben.



17.30 Uhr Öffentliche Preisverleihung
20.00 Uhr ADC Gala (Einlass nur mit Ticket)



Tickets zur ADC Gala können online über Adc.ch gekauft werden. Für einen der Höhepunkte wird wie gewohnt die ADC Galazeitschrift sorgen. Dieses Jahr wird aus der von Ringier verlegten Autorenzeitschrift «Cicero – Magazin für politische Kultur» das einmalige: «Cicero – ADC Magazin für Kreativkultur».

3. IGEM-Insiderlunch zum Thema Second Screen

Am dritten Insiderlunch der Interessengemeinschaft elektronische Medien IGEM zum Thema Second Screen und Social Media stellte SRF die Erfahrungen mit ihren Anwendungen vor.

«Die Millionen-Falle» und «The Voice of Switzerland» standen im Zentrum der Ausführungen von Romain Haenni vom SRF-Multimediazentrum. Beliebteste Anwendung war die Musiksendung, die ja auch ein entsprechend hohes Onair-Rating erzielte. An diesen Sendungen beteiligten sich im ersten Quartal 2013 im Durchschnitt jeweils 35'000 Personen, bei den abschliessenden drei Livesendungen waren es sogar 50'000. Dabei bestand auch die Möglichkeit, als virtuelles Jurymitglied mitzuwirken. Auf das Ergebnis hatten diese Votings zwar keinen Einfluss. Wer mitmachte, konnte aber schon vor Bekanntgabe des Ergebnisses den Trend beim Online-Publikum mitverfolgen. Speziell interessant ist die Begleitung über einen Second Screen natürlich für ein Quiz. Bei der Millionenfalle haben sich jeweils im Durchschnitt 5000 Personen eingeloggt und sich dann gegeneinander gemessen.

Wichtig für den Erfolg von Second-Screen-Anwendungen ist insbesondere die Promotion. So nahm am 11. November 2013 die Zahl der Mitspielenden bei der Millionenfalle auf einen Schlag um rund 1000 Personen zu, nachdem eingeblendet wurde, dass 68 Prozent aller Online-Spieler diese Frage überstanden hätten. Da ja alle Mitspielenden eingeloggt sind und dazu diverse Angaben zur Person machen müssen, sind auch beliebige Auswertungen möglich wie zum Beispiel der Anteil der Männer oder Frauen, die noch dabei sind oder aus welchen Kantonen am meisten Spielende mitmachen usw. Speziell attraktiv war auch die Möglichkeit, sich als Online-Kandidat für ein Teilnahme im Studio qualifizieren zu können.

Für begleitende Aktivitäten auf dem Second Screen eignen sich vor allem Quiz-Sendungen, die aber auf einfachen Frage-/Antwort-Paaren basieren müssen. Bei Livesendungen ist es vor allem das Diskutieren des laufenden Geschehens. Bei Dokumentar- und Fiktionsprogrammen stehen dagegen weitergehende Informationen zur Sendung im Vordergrund. Für SRF haben sich die Aktivitäten in einer höheren Nutzung in der Zielgruppe 15 bis 49 Jahre niedergeschlagen. So stiegen die Reichweite um 45 und der Marktanteil 18 Prozent. Qualitativ wird durch Second-Screen-Aktivitäten eine stärkere Integration der Zuschauer und eine bessere Markenloyalität erreicht.

Bezüglich der Zugangstechnologie hat sich gezeigt, dass die App weit beliebter ist als die Website. Machten anfangs noch 65 Prozent über die Website mit, hat sich dieser Anteil sehr schnell auf 15 Prozent reduziert. Der Rest erfolgt über eine App deren Entwicklung nach Aussagen von Romain Haenni schnell einmal etwa so viel wie ein Mittelklassewagen kostet. Nicht zu unterschätzen ist auch der Personalaufwand. So wurden die Ausstrahlungen von «The Voice» durch fünf und der Millionenfalle durch zwei Personen begleitet, die direkt in der Sendeleitung sassen.

Für die Zukunft stellen sich allerdings noch Fragen. So muss sich ein Sender überlegen, ob es sinnvoller ist, eine adaptierbare App für den Sender oder für jedes einzelne Programm anzubieten. Denn die Senderapp ist für die Werbung eher ungünstig, da sie vergleichsweise kleine Nutzerzahlen generiert. Für SRF stellen sich auf Grund des Werbeverbotes im Internet zudem noch teilweise knifflige Definitionsfragen. Auf der andern Seite ist bei eingekauften Formaten (wie bei der Millionenfalle) die App immer häufiger Teil des Lizenzpaketes.

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Romain Haenni, SRF Multimediazentrum präsentiert im Zunfthaus zum Rüden die Zahlen der Social-Media-User (Bild: Oscar Alessio)
 

Ringier Axel Springer Media erweitert Länderportfolio um Ungarn

Ringier und Axel Springer beabsichtigen, ihre Aktivitäten in Ungarn in Ringier Axel Springer Media einzubringen. Das neue Unternehmen mit Sitz in Budapest trägt den Namen Ringier Axel Springer Hungary.

Wettbewerbsrechtliche Voraussetzung für die geplante Einbringung in das Joint Venture von Ringier und Axel Springer ist der Verkauf eines Teils des Ungarn-Portfolios von Axel Springer und Ringier. Käufer ist VCP Capital Partners (Vienna Capital Partners). Neben der überregionalen Tageszeitung Népszabadság und der Wirtschaftszeitung Világgazdaság erwirbt Vienna Capital Partners mehrere Regionalzeitungen sowie Sport-, Frauen- und Jugendzeitschriften.

Das Portfolio von Ringier Axel Springer Hungary wird sich aus Titeln mit starker Marktposition und sehr guter Digitalisierungsperspektive zusammensetzen, wie Ringier in einer Mitteilung schreibt. Es umfasst vor allem das Boulevard- und Frauensegment inklusive der Boulevardmarke Blikk, die dieses Jahr ihr 20jähriges Jubiläum feiert.

Zur Blikk-Gruppe gehört nebst der Boulevardzeitung Blikk und Blikk.hu, die grösste Sonntagszeitung Ungarns Vasarnapi Blikk, sowie die Frauenzeitschrift Blikk Nők und weitere Line-Extension-Titel. Das Portfolio wird zudem eine Reihe an Frauenmagazinen, TV Zeitschriften und Lizenztiteln wie Glamour, Geo oder Auto Bild und deren jeweilige Online-Ausgaben beinhalten. Die Ringier-Druckerei Kiado Kft. – die grösste Zeitungsdruckerei des Landes – wird neu dem Portfolio von Vienna Capital Partners zugesprochen. Die Zeitungsdruckerei von Axel Springer Hungary, die Nyomda Kft. in Kecskemet, wird zu der neu entstandenen Ländergesellschaft gehören.

CEO von Ringier Axel Springer Hungary wird Jozsef Bayer, der derzeitige CEO von Axel Springer in Ungarn. Attila Mihók, heutiger General Manager von Ringier Hungary, wird neu CEO des Portfolios von Vienna Capital Partners in Ungarn.

Florian Fels, CEO Publishing von Ringier: «Für die Mitarbeiter und die Entwicklung des ungarischen Geschäfts wurde eine ausgezeichnete, zukunftsorientierte Lösung erzielt. Es entstehen zwei neue, starke Medienunternehmen – ausgestattet jeweils mit einem homogenen Portfolio – die einerseits die ungarische Medienvielfalt erhalten und andererseits einer verlegerischen Idee folgend, ihren eigenen Weg gehen werden. Mein besonderer Dank geht an Attila Mihók und sein Team bei Ringier Ungarn, die diesen anspruchsvollen Prozess professionell und engagiert begleitet haben.»

Mark Dekan, CEO Ringier Axel Springer Media: «Die Erweiterung unseres Länderportfolios um Ungarn bedeutet für uns als Gruppe den Zugang zu einem weiteren, interessanten Markt in Mitteleuropa. Für die Ländergesellschaft in Ungarn bedeutet es vor allem den Zugang zu technologischem und journalistischem Know-how unseres Joint Ventures. Die Ringier Axel Springer Media AG hat ihr Portfolio in den vergangenen 15 Monaten signifikant umorganisiert. Wir erwirtschaften heute bereits mehr als die Hälfte unserer Umsätze im digitalen Bereich.»

Der Vollzug der Transaktion steht unter dem Vorbehalt der Freigabe durch die ungarische Wettbewerbs- und die Medienbehörde.

 

Tamedia entlässt in Westschweiz elf Mitarbeitende

Die Westschweizer Publikationen des Medienhauses Tamedia entlassen elf Personen in der Logistik. Ab dem 1. Mai werden die Zeitungen vom Unternehmen Naville ausgeliefert, wie Tamedia am Donnerstag mitteilte.

Naville werde eine Anstellung dieser elf Angestellten prüfen, hiess es in der Medienmitteilung. Tamedia machte keine Angaben zu den Bedingungen, versicherte jedoch, dass für die betroffenen Angestellten ein Sozialplan gelte. Das Unternehmen Naville gehört der Gruppe LS Distribution Suisse, an der zu 65 Prozent Lagardère Service und zu 35 Prozent Tamedia beteiligt sind. Im Augenblick sei einzig die Region Genf betroffen, sagte Patrick Matthey, Mediensprecher der Westschweizer Publikationen von Tamedia. Zudem werden auch Lastwagenfahrer ausgelagert. Fünf Chauffeure sollen deshalb vom Unternehmen Morand in Ecublens VD eine Offerte erhalten oder in den vorzeitigen Ruhestand gehen können. (SDA)

Radio 24: Rita Meyer neue Verkaufsleiterin

Rita Meyer, die bisherige operative Leiterin von Tilllate.com, übernimmt neu die Verkaufsleitung von Radio 24.

Rita Meyer blickt auf eine langjährige Radiokarriere zurück. Die 42-jährige eidg. dipl. Verkaufsleiterin war von 2000 bis 2008 bereits für Radio 24 tätig, bevor sie zu Radio 1 wechselte, wo sie massgeblich am Aufbau der Vermarktung des Senders beteiligt war. In ihrer aktuellen Position als Leiterin von Tilllate.com gelang es ihr, das Nightlife-Portal im Verbund von 20 Minuten erfolgreich voranzutreiben.

Roland Baumgartner, Geschäftsführer Radio Medien: «Wir sind sehr glücklich, dass wir mit Rita Meyer einen Verkaufsprofi mit langjähriger Erfahrung und Herzblut im Radiobusiness gewinnen konnten. Sie ist im Werbemarkt Zürich optimal vernetzt und kennt ausserdem Radio 24 sehr gut. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit.»

«Ich habe Radio 24 sehr viel zu verdanken, unter anderem meinen Einstieg in die Medienwelt. Es freut mich deshalb umso mehr, zu meinen Wurzeln zurückzukehren. Mit Stolz nehme ich die neue Herausforderung zusammen mit einem professionellen Team in Angriff»- so Meyer. Der Stellenantritt von Rita Meyer erfolgt spätestens per 1. Juni 2014.

KSP: Brandaktuelle Anzeige zum Australien Open

Der Klimawandel verändert auch die grossen Sportereignisse der Welt. Das zeigt KSP mit einer aktuellen Anzeige für Myclimate.

Am Australian Open machen nicht nur die Schweizer Tennisstars Schlagzeilen, sondern auch der Klimawandel mit Hitze. Bei Temperaturen über 40 Grad mussten erstmals Spiele abgebrochen werden oder fanden unter geschlossenem Dach statt. Brandaktuell ist deshalb die Anzeige, die Myclimate in der Donnerstag-Ausgabe von 20 Minuten schaltet. Aus Melbourne wird Melburn, und der Text fordert die Sportfreunde in aller Welt deutlich auf, ihren CO2-Ausstoss mit Myclimate zu kompensieren und damit mitzuhelfen, den weltweiten Klimawandel zu stoppen. Damit Stan und Roger in Melbourne auch in den Finalrunden einen kühlen Kopf behalten.

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Verantwortlich bei Myclimate: René Estermann (Geschäftsführer), Kathrin Dellantonio (Bereichsleiterin Marketing & Sales) , Andrea Altorfer (Stv. Bereichsleiterin Sales & Marketing), Kai Landwehr (Projektleiter Marketing). Verantwortlich bei KSP Krieg Schlupp Partner: Flo Wacker (Creative Direction), Beat Egger (Text), Benny Goldstein (Art Direction), Kevin Zysset, Paco Alborghetti (Grafik), Flavia Meyer, Rahel Zumbühl (Beratung).

Zum Thema:

KSP für Myclimate – Klimaveränderte Schweiz

KSP für Myclimate – Mit wenig Geld weit kommen

 

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