Informationsplattform Teledata hat neuen Besitzer

Die Informationsplattform OFWI Teledata wird Tochter der italienischen CRIF-Gruppe. Axon Active trennt sich vom Schweizer Marktführer für Handelsregisterdaten sowie Kredit- und Wirtschaftsinformationen.

Teledata hatte ursprünglich dem Verlags- und Sicherheitsdruckunternehmen Orell Füssli gehört. Die nachmaligen Besitzer Axon Active wollen sich nun auf den Ausbau von Datennetzwerken zu prozessorientierten Entscheidungsfindungslösungen im Marketing konzentrieren, wie sie am Montag mitteilte. Unter dem neuen Besitzer soll Teledata Kernkompetenzen pflegen: «Unter dem Dach von CRIF kann sich das fusionierte Unternehmen vollständig auf seine Kernkompetenzen im Kreditrisikomanagement konzentrieren und sein Angebot erweitern», schrieb Stefan Muff, Verwaltungsratspräsident der Axon Active Holding, in der Mitteilung. CRIF werde aber strategischer Partner für Axon Active in der Schweiz. (SDA)

Kompost: Animationsfilm für Arrow Electronics

Im Auftrag von Ogilvy & Mather Hong Kong hat das Zürcher Animationsstudio Kompost für Arrow Electronics einen Show-Trailer kreiert.

Täglich wird der Markt von unzähligen Innovationen überschwemmt. Allerdings setzen sich nur die wenigsten davon wirklich durch. Selten erweist sich eine dieser Innovationen als wahrer «Game Changer». Die meisten scheitern, mal mehr, mal weniger.

Ogilvy & Mather Hong Kong hat Kompost angefragt, diese unterschiedlichen Schicksale von Innovationen für ihren Kunden Arrow Electronics im Rahmen eines Show-Trailers zu dramatisieren – und zwar auf eine möglichst einzigartige, plakative und inspirierende Weise. Entstanden ist ein kurzer Animationsfilm, der die Geschichte von Erfolg und Scheitern in einer fesselnden und fast schon mystischen Weise erzählt. It can all change in a moment.

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//vimeo.com/84874386

Verantwortlich bei Kompost: Ian Sampaio (Art Director), Gian Klainguti (Executive Producer), Fabian Dörr (Producer).

Zu guter Letzt: Bob Marley

Nette Idee: Draftfcb New York und das jamaikanische Tourismusdepartement haben den Soundtrack für das exotische Bob-Team produziert. Besonderheit: Das Video läuft synchron zum echten Bob-Kurs.

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Im Olympia-Jahr der «Cool Running»-Neuauflage erobert die New Yorker Agentur mit dem Ohrwurm «Bobsled Song» das Internet. Der eingängige Reggaesong («To the right! To the left! It's bobsled time!») wird visualisiert durch ein Musikvideo im 8-bit-Stil der Computerspiele vergangener Jahrzehnte. Wird beim Bob-Start gleichzeitig auch die Musik gestartet, läuft das Video synchron zur im Fernsehen gezeigten Bobfahrt in Sotchi. Einziges Problem: Das Jamaikanische Bobteam startet im Zweierbob – und dieser Wettbewerb fand am Sonntag und am Montag statt. Ob das Ganze auch beim Viererbob (22./23. Februar) funktioniert, bleibt aufgrund der höheren Geschwindigkeiten abzuwarten. (hae)

//www.youtube.com/watch?v=r71JHunY8rI

Medieninstitut: Neun diplomierte Medienmanager

Das Medieninstitut gratuliert den neun erfolgreichen Absolventen der Prüfungen für den Titel des eidgenössisch diplomierten Medienmanagers.

An der Abschlussprüfung stellten sie sich in der ersten Februar-Woche den harten Fragen der Prüfungs-Expertinnen und -Experten, wie es in einer Mitteilung heisst. Zuvor verfassten sie eine Diplomarbeit, in der sie eine praxisrelevante Fragestellung aus der Medienwirtschaft behandelten. Der erfolgreiche Abschluss bestätigt ihre umfangreichen Fachkenntnisse, analytischen Fähigkeiten sowie die kommunikativen Kompetenzen, die in der praktischen Leitung von Projekten in den Bereichen Medienproduktion und Medienmarketing sowie für die Führung in Medienunternehmen gefordert sind.

Die Prüfungskommission verabschiedete letzte Woche die Resultate. Das eidgenössische Diplom erhalten folgende Medienmanagerinnen und Medienmanager im Rahmen einer Feier im Mai:

• Séverine Bonini, Prime Public Media, Zürich
• Myriam Born, AZ Medien, Basel
• Tanja Buhse, Goldbach Media (Switzerland), Küsnacht
• Alexandro Isler, Druckerei Appenzeller Volksfreund, Appenzell
• Christian Klinner, Ron Orp, Zürich
• Fabian Marbot, Mengis Medien, Visp
• Andreas Mathyer, Publicitas Publimag, Bern
• Goce Nikoloski, News and Sport Factory, Zürich
• Sabine Schweizer, Swisscom, Zürich

Werbemarkt im Zeichen des Abstimmungskampfs

Der Media Focus Werbemarkt Trend Report zeigt: Der Januar verzeichnet ein leichtes Minus gegenüber dem Vorjahreswert und stand ganz im Zeichen des Abstimmungskampfs.

Der Jahresstart des Werbemarkts kommt nur knapp unter dem Vorjahreswert zu liegen. Im Januar 2014 wurde ein Werbedruck von 327,2 Millionen Schweizer Franken gemessen. Im Vorjahresvergleich kommt dies einem leichten Minus von 0,8 Prozent (-2,6 Millionen Franken) gleich.

Schlussspurt im Abstimmungskrimi

Der Januar stand ganz im Zeichen des Abstimmungskampfs. So wurde im Monat vor den nationalen Abstimmungen im Bereich Initiativen & Kampagnen (+15,9 Prozent, 28,5 Millionen Franken) der drittgrösste Werbedruck des Gesamtmarkts gemessen. Der grösste Anteil daran erzielte die Masseneinwanderungsinitiative mit 5,3 Millionen Franken.

Im gesamten Kampagnenverlauf (Oktober 2013 bis Januar 2014) stand die Nein-Parole zur Masseneinwanderungsinitiative dem Ja-Komitee mit einem Werbedruck von 5,6 Millionen Franken gegenüber. Die Befürworter der Initiative erzielten im selben Zeitraum einen Werbedruck von 2,1 Millionen Franken. Auf die einzelne Stimme herunter gebrochen bedeutet dies, dass jeder Nein-Stimme 3,85 Werbefranken und jeder Ja-Stimme 1,45 Werbefranken zu Grunde lagen.

Starker Start für den Nahrungsmittelmarkt

Der Nahrungsmittelmarkt startete nach einem durchzogenen Werbejahr 2013 (-1,8 Prozent) mit einem Plus ins neue Jahr. Im Januar legte die Branche gegenüber dem Vorjahresmonat um 14.6 Prozent (+4,0 Millionen Franken) zu. Die treibenden Kräfte hinter der Zunahme waren die Hersteller von Cornflakes, Haferflocken, Cerealien (+1,8 Millionen Franken) und Schokoriegel (+1,1 Millionen Franken).

Der Grippe keine Chance

Der Pharmabranche erreichte im Januar 2014 die grösste prozentuale Steigerung im Gesamtmarkts (+42,1 Prozent, +5,4 Millionen Franken). Gemäss den Medien war der Januar der erste Grippemonat dieser Winterperiode. Dies widerspiegelt sich auch in den Produktgruppen, welche im Januar den höchsten Werbeanteil in der Branche ausmachten. Namentlich waren dies die Produktgruppen Erkältungs-/Grippemittel (2,3 Millionen Franken) und Halsschmerzmittel (2,0 Millionen Franken).

Lesen Sie den ganzen Media Focus Werbemarkt Trend Report 2014/1 (PDF)

Vizner Borel: Saviva serviert das Beste für Gäste

Für den Gastronomie- und Hotellerie-Dienstleister Saviva hat Vizner Borel das Logo und das gesamte Corporate Design entwickelt.

«Saviva – Swiss Food Services» ist die Verbindung von Food-Service-Spezialisten für anspruchsvolle Gastgeber. Dank der Bündelung von Handel und Produktion unter der neuen Marke in der Ausser-Haus-Verpflegung profitieren Gastronomie und Hotellerie von vorteilhaften Dienstleistungen und umfassenden Angeboten.

Die Agentur Vizner Borel hat für Saviva das Logo gestaltet sowie das gesamte Corporate Design entwickelt. Entstanden ist eine neue Marke, die sowohl als eigenständiger Brand der Ausser-Haus-Verpflegung als aber auch als gemeinsames Dach der Kompetenzmarken in Erscheinung tritt. Gleichzeitig hat die Agentur die Philosophie von Saviva in einem Claim auf den Punkt gebracht: «Saviva – Das Beste für Ihre Gäste». Neben der Marke hat Vizner Borel auch die Kampagne mit diversen Kommunikationsmitteln für die Markteinführung von Saviva konzipiert und realisiert: Der Online-Auftritt, die Broschüren, der Imagefilm sowie die Anzeigen werden bis auf weiteres im Business-to-Business Bereich eingesetzt.

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Komet: Sensationelle Funde im Shoppyland

Um eine Couponing-Aktion zu promoten hat Komet die Shoppyland-Ente in ein Fossil verwandelt.

In der neuen Promotionskampagne nimmt die Bildmarke des Shoppylands wieder Form an und verwandelt sich passend zum Thema Abenteuer in eine seltene Entdeckung. Die Couponing-Aktion «Sensationelle Funde» bewirbt die grosse Angebotsvielfalt und soll im Frühjahr Verkauf und Frequenz des grössten Einkaufscenters der Region Bern Mittelland steigern. Das Enten-Fossil von Komet begrüsst die Besucher auf Flyern und verschiedenen Indoor-Massnahmen.

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Verantwortlich bei Shoppyland: Karl Gorsatt (Centerleiter Shoppyland), Rahel Waelti (Marketing & Kommunikation), Diana Weber (Administration). Verantwortlich bei Komet: Thom Pfister (CD), Joël Weber (AD), Antonia Bekiaris (Text), Simon Schatzmann (Leiter Beratung), Sarina Künzli (Beratung).
 

Neue LGK: Beratung und Kreation verstärkt

Die Agentur Neue LGK vermeldet drei Neuzugänge: Lars Bo Müller verstärkt die Beratung, Heike Gross und Roland Buob die Kreation.

Seit November letzten Jahres verstärkt Lars Bo Müller das Beratungsteam der Agentur an der Konradstrasse in Zürich. Der Berater weist 20 Jahre in Agenturenerfahrung in Basel und Zürich auf; die letzten acht Jahre war Lars Müller für die Agenturen Sulzer, Suter und Hesskisssulzersutter tätig.

Gleich zwei Neuzugänge gibt es in der Kreation: Texterin/Konzepterin Heike Gross ist seit Oktober, Art Director Roland Buob seit Dezember mit an Bord. Heike Gross textet seit mehr als zehn Jahren für Agenturen in der Schweiz. Ihre Stationen waren unter anderem McCann Erickson, Metzgerlehner sowie &Söhne.

Roland Buob war die letzten dreieinhalb Jahre bei Spillmann Felser Leo Burnett als AD angestellt. Davor war er als Freelancer tätig – vor allem für Wirz Werbung sowie Publicis, aber auch für viele weitere grosse und kleine Agenturen in der Schweiz.

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Matter Gretener Lesch: Kampagne für Motorex

Matter Gretener Lesch hat für Motorex eine Kampagne für den schwedischen Markt kreiert.

Forstmitarbeiter, die Spalier stehen; Landwirte, die schwedische und schweizerische Wimpeln schwenken; ein Blasorchester aus Bauarbeitern: Mit humorvollen Motiven macht das Schweizer Familienunternehmen Motorex deutlich, dass seine innovativen Schmierstoffe auch im hohen Norden sehr beliebt sind. Die Kampagne, die den erfolgreichen Markteintritt von Motorex in Schweden thematisiert, stammt von der Nudge-Agentur Matter Gretener Lesch und ist laut Mitteilung in schwedischen Fachzeitschriften zu sehen.

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Verantwortlich bei Motorex: Manuel Gerber (Leiter Marketing). Verantwortlich bei Matter Gretener Lesch: Daniel Matter (Creative Direction), Dominik Imseng (Text), Caroline Jordan (Art Direction), Marcus Gretener und Simone Frei (Beratung). Fotografie: Christof R. Schmidt/Cyrill Matter; Bildbearbeitung: Daniel Belet.

 

Initiativgegner: Online-Marketing vernachlässigt

Hätte gutes Online-Marketing die Masseneinwanderungsinitiative zum Kippen bringen können? Ein Beitrag von Linus Oertli, SEO/SEM Verantwortlicher bei Zip Media, Zürich.

Zur Zeit gibt es ja nur noch ein Thema in den Medien: Die Annahme der Masseneinwanderungsinitiative. Die Diskussion dreht sich vor allem um die Gründe, Folgen und weiteren Vorgehensmöglichkeiten. Doch kam es wirklich so, wie es kommen musste? Lesen Sie hier eine Analyse der Online Präsenz beider Komitees während des Abstimmungskampfes – und wie sich der Spiess vielleicht noch hätte drehen lassen.

Die Befürworter und Gegner der Masseneinwanderungsinitiative kreuzten die Klingen über Monate hinweg auf verschiedenen Portalen und Medien. Unter anderem waren beide Lager mit einer Website im Netz vertreten. Wir untersuchen: Wessen Online Marketing war effizienter und erfolgreicher?

Website-Darstellung: 1:0 für die Befürworter

Die Befürworter stiegen mit der Seite Masseneinwanderung.ch ins Rennen, die Gegner der Initiative entschieden sich für Bilaterale.ch. Die Ästhetik beider Seiten ist nicht zu bemängeln und auch die wichtigsten Inhalte werden abgebildet.

Ausserdem finden wir auf beiden Websites die wichtigsten Informationen und einige schöne Extras:
Die Gegner warten dabei auf mit

• Gut dargestellten Testimonials
• Einer ständig aktualisierten News-Sektion
• Umfangreichem Infomaterial
• Factsheets, FAQs und Events
• Der Möglichkeit, sich im Komitee einzutragen

Nichts Spektakuläres, aber durchaus ansprechend. Die Befürworter decken diese Bereiche ähnlich ab, sind aber noch etwas stärker in der Einbindung Ihrer Besucher, was den viralen Effekt einer solchen Kampagnenseite verstärkt. Dies erreichen sie durch

• Eine viel prominentere Social Media-Einbindung
• Einbindung von Videos, die aber leider nicht für Suchmaschinen optimiert wurden
• Direkte Aufforderungen zum Mitmachen (Promotionen, Komitee beitreten, Finanzielle Unterstützung, Möglichkeit zum Einreichen von Leserbriefen) – alles mit sauberen Call-to-Actions

Insgesamt ist die Seite Masseneinwanderung.ch etwas interaktiver, was ihr wohl zu mehr Aufmerksamkeit über virale Effekte verhalf.

Dieser Vorteil alleine reicht noch nicht zum Sieg und kann kompensiert werden… oder könnte…
SEO: und schon steht’s 4:0

Im Suchmaschinen-Bereich fällt Bilaterale.ch jedoch deutlicher ab Zwar. ist die Website nicht schlechter indexiert als Masseneinwanderung.ch, aber gefunden wird die Site gemäss dem SEO-Tool Search Metrics über folgende Suchbegriffe: «bilaterale», «power point präsentation», «argumente», «brief», «präsentation», «simonetta sommaruga» und «bilaterale 1»

Die Befürworter-Seite hingegen ist präsent für Suchbegriffe wie «masseneinwanderung», «masseneinwanderungsinitiative» (jeweils auf Platz 1), «einwanderung schweiz», «ausländeranteil schweiz», «einwanderung in die schweiz», «immigration schweiz» und «gegen» (Platz 2, hihi)

Über diese aktuellen und prägnanten Keywords ist Bilaterale.ch nicht zu erreichen, wie man auch am folgenden Screenshot sieht (Ausnahme ist «masseneinwanderung nein» – da sind die Gegner dann doch präsent und auf Platz 1).

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Für beide Lager ist es natürlich essenziell, dass deren Sites bei den Suchbegriffen erscheinen, nach denen unentschlossene Stimmbürger in der Zeit vor der Abstimmung suchen. Doch welche Suchbegriffe hatten vor der Abstimmung stark erhöhte Suchanfragen? Betrachten wir dazu die Verhältnisse der Suchanfragen:

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Wir sehen: Die Suchbegriffe «masseneinwanderung» und «masseneinwanderungsinitiative» haben jeweils fünf bis sechs mal höhere Suchanfragen als «bilaterale». Personen, die sich aktiv auf die Suche nach Infos zur Abstimmung gemacht haben, fanden mehrheitlich die Website der Befürworter.

Paradox ist, dass sich die Gegner der Initiative das Ei selber ins Nest gelegt haben, weil sie auf ihrer Website (ganz dem Kampagnenjargon folgend) stets von «Abschottungsinitiative» sprachen – ein Terminus, der sich jedoch beim Stimmvolk nie durchsetzen konnte, wie folgende Grafik zeigt.

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Mittels Google Trends und dem Google AdWords Keyword-Planer kann man in etwa abschätzen, wie hoch die Suchanfragen in den letzten Monaten für die Bereiche «Masseneinwanderung» und «Masseneinwanderungsinitiative» waren: Diese lagen schätzungsweise bei rund 300'000 bis 400'000 – und wurden von Masseneinwanderung.ch optimal abgefangen. Die fremdsprachigen Suchanfragen sind dabei nicht mal mit eingerechnet.

Fazit: Online Marketing hätte es vielleicht noch drehen können

Folgende Chancen wurden durch die Gegner der Initiative verpasst:

• Viraler Effekt auf der Website
• Mangelnde Präsenz bei einigen hundertausend Stimmbürgern, die sich im Web auf der Suche nach Informationen befanden aufgrund fehlender Keyword-Analyse vor der Aufschaltung der Website

Nicht detailliert auswerten kann ich die Präsenz im Bereich des «gekauften» Traffics über Adwords und andere Kanäle wie Banner oder Social Media, was sich natürlich auch auf das Ergebnis ausgewirkt hat. Gemäss Searchmetrics haben die Befürworter zumindest in geringem Masse bezahlte Suchmaschinen-Anzeigen geschaltet.

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Nichts desto trotz wurde mit der nicht optimalen Online Präsenz und vor allem der mangelnden Berücksichtigung des SEO-Bereiches von den Initiativgegnern eine grosse Chance vertan – eine fahrlässige und vielleicht folgenreiche Unterlassung mit Blick auf den knappen Ausgang der Abstimmung.

Linus Oertli, SEO/SEM Verantwortlicher bei Zip Media, Zürich

 

Protest gegen Tamedia-Sozialplan

Die Mitarbeitenden der Zürcher Regionalzeitungen (Der Landbote, Zürcher Unterländer, Zürichsee-Zeitung) wehren sich gegen den Sozialplan des Verlagshauses Tamedia. Die Leistungen seien dramatisch schlechter als frühere Sozialpläne. Tamedia streitet dies ab.

Am Mittwoch wollen die Regionalzeitungs-Mitarbeitenden dem Verlagshaus eine Petition überreichen, in der sie sich gegen den geplanten Sozialplan wehren. Sie verlangen, dass der Tages-Anzeiger-Sozialplan aus dem Jahr 2009 zur Anwendung kommen soll, da dieser grosszügiger gestaltet war. Der für die kommenden Kündigungen gültige Sozialplan sei dramatisch schlechter, schreiben die Mitarbeitenden in einer Mitteilung. So seien etwa alle Abgangsentschädigungen und Ausgleichszahlungen zu den Taggeldern gestrichen worden.

Bei Tamedia nimmt man den Protest zur Kenntnis, betont aber, dass der vorliegende Sozialplan nicht mit bisherigen Leistungen verglichen werden dürfe. «Jeder Sozialplan ist anders», sagte Unternehmenssprecher Christoph Zimmer am Montag auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA. Der von den Regionalzeitungs-Mitarbeitenden erwähnte Sozialplan sei 2009 für den Tages-Anzeiger ausgehandelt worden und könne nicht auf andere Redaktionen übertragen werden.

Verlängerte Kündigungsfrist

Dass die Leute nun keine Leistungen mehr erhalten würden, sei aber falsch. Der Sozialplan orientiere sich immer nach Alter, Dienstjahren und wie schnell jemand wieder eine Stelle finde. Die Leistungen seien deshalb sehr unterschiedlich. Kernpunkt des vorliegenden Sozialplans ist eine verlängerte Kündigungsfrist, damit Mitarbeitende mehr Zeit für die Stellensuche haben. Zusätzlich zur normalen Kündigungsfrist gewährt Tamedia den Entlassenen eine Verlängerung von bis zu 5 Monaten. Zudem seien Frühpensionierungen ab 60 Jahren möglich. Die Kündigungen, voraussichtlich sind 25 Vollzeitstellen betroffen, werden in den kommenden Wochen ausgesprochen. Ab Anfang Juni sollen die Regionalzeitungen dann mit neuer Struktur und neuem Layout erscheinen. Äusserlich werden sich Landbote, Zürcher Unterländer und Zürichsee-Zeitung künftig an der Berner Zeitung orientieren.

Tamedia hatte im August 2013 bekannt gegeben, den Winterthurer Landboten vollständig zu übernehmen und die Regionalblätter neu zu strukturieren (Werbewoche.ch berichtete). Die Wettbewerbskommission stimmte dem Kauf im November zu, wenige Wochen später gab die bisherige Chefredaktorin Colette Gradwohl die Leitung des Landboten ab (Werbewoche.ch berichtete). Umsetzen wird die Neuorganisation der neue Chefredaktor Benjamin Geiger. (SDA)

Anwalt darf nicht an Hockeymatch werben

Ein Anwalt hat jeweils während Eishockeyspielen im Kanton Bern Werbung für seine Kanzlei gemacht. Dafür wurde er wegen Verletzung von Berufsregeln verwarnt - zu Recht, findet nun das bernische Verwaltungsgericht. Es wies die Beschwerde des Anwalts ab.

Dies geht aus einem am Montag publizierten Urteil hervor. Anwältinnen und Anwälte dürfen für ihre Kanzleien zwar Werbung machen, müssen dabei aber ein gutes Mass an Zurückhaltung an den Tag legen. Gestattet ist Werbung nur, solange sie objektiv ist und einem Informationsbedürfnis der Öffentlichkeit entspricht. So verlangen es die Berufsregeln. Die Werbung des betroffenen Anwalts im Eishockeystadion hielt das Verwaltungsgericht, wie die Vorinstanz, für unzulässig.

Strafe präsentiert

Der Werbe-Flash für den Anwalt wurde jeweils bei Spielerstrafen auf einer LED-Anzeige im Stadion aufgeschaltet. Der Stadionsprecher kündigte dies an mit dem Satz «Strafe- presented by». Die Werbeeinspielung mit Name und Internetadresse des Anwalts sowie einem Slogan dauerte rund acht Sekunden und wurde durchschnittlich sieben bis acht Mal pro Spiel ausgestrahlt, je nachdem wie viele Strafen der Schiedsrichter  eben aussprechen musste. In den oberen Fussball- und Eishockey-Ligen ist es heute gang und gäbe, dass Firmen und Organisationen mit durchaus professionellen Werbeauftritten während dem Spielverlauf Tore, Totomat-Durchsagen, Time-outs oder eben Strafen präsentieren.

Ethisch vertretbar

Der betroffene Anwalt berief sich auf einen St. Galler Gerichtsentscheid, wonach das in den Berufsregeln stipulierte «Informationsbedürfnis der Öffentlichkeit» grosszügig auszulegen sei. Die Mehrheit der Bevölkerung halte anwaltliche Werbung für informativ und ethisch vertretbar. Ausserdem befinde sich die Frage, ob und in welcher Form Anwaltswerbung zulässig sei, im Wandel, gab der Anwalt zu bedenken.

Angemessene Verwarnung

Diesen Argumenten folgte das Verwaltungsgericht indessen nicht. Alles in allem lasse die Werbung des Anwalts die erforderliche Zurückhaltung vermissen, stützte es die Vorinstanz. Mit seinem Slogan habe der Anwalt versucht, einen Zusammenhang zwischen dem vermeintlich rechtlichen Aspekt der Spielerstrafe und der Anwaltskanzlei herbeizuführen. Und dies während Spielunterbrüchen, in denen sich die Aufmerksamkeit der Zuschauer erfahrungsgemäss auf die Grossbildschirme im Stadion richte. Das wiederholte Abspielen bei jeder verhängten Strafe habe den Effekt auf die Zuschauer zusätzlich verstärkt. Die Verwarnung als mildeste Form einer Sanktion sei angemessen, kam das Verwaltungsgericht zum Schluss. Der Anwalt kann das Urteil ans Bundesgericht weiterziehen. (SDA)

Bild: Keystone

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