Stephan Klapproth verlässt «Sternstunden»

Stephan Klapproth gibt die Moderation der «Sternstunde Philosophie» nach dem Sommerprogramm ab.

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Der langjährige Moderator von «10vor10» steht SRF weiter für politische Sondersendungen wie das Nachtspecial zur US-Präsidentschaftswahl am 8. November 2016 zur Verfügung. Daneben vertieft der studierte Politologe seine Tätigkeit als Publizistikdozent an verschiedenen Schweizer Universitäten und als unabhängiger Kommunikator. Klapproth gehört seit knapp zwei Jahren zum Moderationsteam von «Sternstunde Philosophie». In dieser Zeit realisierte er Sendungen mit hochkarätigen Gästen wie José Manuel Barroso, Carla Del Ponte, Yanis Varoufakis, Joschka Fischer, Rüdiger Safranski und dem Clown Dimitri. Seine letzte Sendung galt der Suche nach einem anderen Europa als Folge des Brexit.

Klapproth hat sich laut Mitteilung entschieden, sich künftig vermehrt eigenen Projekten zu widmen. Am Bildschirm wird er auch künftig als Moderator von politischen Sondersendungen zu sehen sein – das nächste Mal im Nachtspecial zu den US-Präsidentenwahlen im November. Die Nachfolge bei den Sternstunden wird zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben.

Neue Leitung für Ringier China

Geoffrey G. Ng übernimmt ab 22. August 2016 die Nachfolge des interimistischen Geschäftsführers Robert Ferguson bei Ringier China und berichtet direkt an Florent de Rocca-Serra, General Manager Ringier Asia Pacific.

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Geoffrey G. Ng besitzt laut Mitteilung einen Bachelor of Commerce von der McGill University in Montreal, Kanada. Von 2010 bis 2013 war er Chefredaktor des Magazins City Weekend bei Ringier China in Shanghai. Danach wechselte er zu Hyatt International und verantwortete als Marketing & Communications Manager die Kommunikationsmassnahmen des Hotels Andaz Shanghai. Seit 2015 führte er die Marketing-Agentur Colt21 und war als Chefredaktor für das Online Reisemagazin Travelog.me zuständig.

Florent de Rocca-Serra, General Manager Ringier Asia Pacific freut sich über den Neuzugang: «Unser operatives Geschäft in China wird von seiner umfassenden Erfahrung im Digitalbereich und dem chinesischen Markt profitieren.»

Die Ringier-Gruppe publiziert in China rund 12 Online- und Print-Produkte. Dazu gehören unter anderem das Bordmagazin CAAC, das kostenlose englische Magazin City Weekend sowie City Weekend Parents & Kids und die englische Familienzeitschrift Shanghai Family. Zum digitalen Portfolio zählt die englische Community-Site shanghaiexpat sowie auch die Onlinepräsenz von City Weekend. Ringier beschäftigt in China derzeit mehr als 120 Mitarbeitende mit Niederlassungen in Shanghai, Peking, Suzhou, Shenzhen, Guangzhou und Hong Kong.

L’Officiel Schweiz stellt neues Team vor

Nach der Übernahme von L'Officiel Schweiz durch die Pariser Jalou Media Group stellt das Magazin das neue Team vor. Die Redaktionsleitung übernimmt das Duo Odile Burger und Livia Zafiriou.

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Reinhard Schmidt wird weiterhin als Art Director wirken und auch Stéphane Bonvin bleibt dem Team als Senior Editor für die französischsprachige Ausgabe erhalten. Manou Steiger, die bisherige Koordinatorin, wird neu die Funktion als Managing Editor für Print und Online übernehmen.

Neues Führungs-Duo

Odile Burger studierte Journalismus an der SAL in Zürich und ist die ehemalige Chefredaktorin des Elternmagazins Fritz+Fränzi. Die 47-Jährige arbeitete später im Kader von Unicef Schweiz, als Marketing- und Kommunikationschefin, bevor sie 2010 eine Weiterbildung am Fashion Institute of Technology (FIT) in New York absolvierte und das Modeunternehmen Wooster gründete. Odile Burger stiess im Oktober 2015 als Redaktorin – vorerst für das Kunstmagazin L'Officiel Art – zum Team und übernahm diese Rolle kurz darauf für alle anderen Titel: L'Officiel Schweiz, L'Officiel Hommes, L'Officiel Voyage.

Livia Zafiriou wirkte bereits zur Zeit der Konzeption 2013 im Team von L'Officiel Schweiz mit – vorerst als Koordinatorin, nach einem Jahr als Managing Editor und war somit verantwortlich für die Produktion von L'Officiel Schweiz, L'Officiel Hommes, L'Officiel Voyage und L'Officiel Art. Die 28-Jährige wurde in London als Tochter griechisch-schweizerischer Eltern geboren und verbrachte einen grossen Teil ihres Lebens zwischen London und der Schweiz. Sie studierte Geschichte und Kunstgeschichte am Amherst College in den USA. Später startete sie ihre Karriere in London, dort arbeitete sie in der Finanz- Kommunikation bei RLM Finsbury sowie kurz in der Kunst- PR- Branche, bevor sie zum britischen Auktionshaus Bonhams stiess, wo sie in der Funktion als Wissenschaftlerin für den Bereich Impressionismus und Moderne Kunst arbeitete. 2012 zog sie in die Schweiz.
 

ViznerBorel kürt den Trash Hero of the Year

ViznerBorel hat für die IG saubere Umwelt (IGSU) auf offener Strasse den «Trash Hero of the Year» gekürt.

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Littering ist ein allgegenwärtiges Thema. Besonders in der warmen Jahreszeit wird Abfall achtlos weggeworfen oder liegen gelassen. Littering stört: es senkt das Wohlbefinden, das Sicherheitsempfinden und die Lebensqualität im öffentlichen Raum und verursacht unnötige Kosten. Dass die meisten Menschen in der Schweiz ihren Abfall aber korrekt im Kübel entsorgen, darf nicht vergessen werden.

Um dieser grossen Mehrheit mehr Aufmerksamkeit zu verschaffen, hat die Kommunikationsagentur ViznerBorel für die IG saubere Umwelt (IGSU) eine nicht alltägliche Kampagne ausgeheckt. In einer gross angelegten, orchstrierten Aktion wurden Passanten auf öffentlichem Grund dabei gefilmt, wie sie ihren Abfall korrekt im Kübel entsorgen. Was dann jeweils geschah, hat alle «Trash Heroes of the Year» überrascht und erfreut. Damit will die IGSU nicht nur diesen Menschen, sondern mit der Verbreitung des Films auch bei allen «Abfall-Helden des Alltags» in der ganzen Schweiz bedanken.

Verantwortlich bei IGSU: Nora Steimer, Geschäftsleiterin. Verantwortlich bei ViznerBorel: Gian Maurizio (Art Direction), Jürg Waeber (Konzept & Text), Farid Mhedbi, Martina Glaser (Beratung), Guillaume Borel und Lajos Vizner (Gesamtverantwortung). Filmproduktion: Doppelrahm, Christoph Rahm (Regie & Produktion).

Spinas Civil Voices: Nachhaltig bis 2050

Spinas Civil Voices hat für die Initiative Grüne Wirtschaft eine Kampagne entwickelt, die an das Verantwortungsgefühl der heutigen Generationen appelliert.

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Die Schweiz verbraucht zurzeit wie andere Industriestaaten rund dreimal mehr natürliche Ressourcen als die Erde regenerieren kann. Probleme wie Klimawandel, Abholzung der Tropenwälder, überfischte Meere oder wachsende Abfallberge sind die Folgen. Darum haben sich die EU und andere Länder das Ziel gesetzt, die Umweltbelastung bis 2050 auf ein nachhaltiges Mass zu senken. Die Initiative für eine Grüne Wirtschaft, über die am 25. September abgestimmt wird, fordert dasselbe für die Schweiz.

Spinas Civil Voices hat das Initiativkomitee strategisch beraten und die Kampagne entwickelt. Während die Gegner der Vorlage mit Verzichtsdrohungen auf egoistische Reflexe setzen, zielt die Pro-Kampagne auf das Verantwortungsgefühl. Alle Eltern und viele Erwachsenen, denen ein Kind nahesteht, wollen dieser Generation einen gesunden Planeten überlassen, wenn man sie darauf anspricht.

Für die Plakatkampagne wurden deshalb werdende Eltern angefragt, ob sie ihr Neugeborenes gleich nach der Geburt fotografieren lassen. Denn die Geburt eines Kindes löst bei Eltern, Grosseltern, Göttis und Tanten automatisch eine fürsorgliche Haltung aus – man fühlt die Verantwortung für das künftige Wohlergehen.

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Weil das eigene Kind das beste Abstimmunsargument für die Grüne Wirtschaft ist, lädt das Pro-Komitee Eltern und andere Bezugspersonen dazu ein, auf der Website Fuerdich.org ein persönliches Abstimmunsujet mit «ihrem» Kind zu gestalten. Damit soll im Bekanntenkreis mittels Postkarte, Social Media Post oder Email für ein Ja geworben werden. Bereits kurz nach der Lancierung haben Hunderte ein Bild mit Widmung hochgeladen.

Verantwortlich beim Komitee Ja zur Grünen Wirtschaft: Carla Hoinkes (Kampagnenleiterin). Verantwortlich bei Spinas Civil Voices: Lorenz Spinas (Gesamtverantwortung), Miriam Fischer und Guido Huwiler (Kreation), Hannes Aeschlimann (Grafik), Martina Honegger (Beratung), Veera Juvonen (Beratung Digital).
 

Medienkompetenz braucht Eltern und Lehrpersonen

Medienkurse helfen Jugendlichen, gezielt Informationen über Neue Medien zu erhalten und sensibilisieren sie in Bezug auf Gefahren. Dies zeigt der neue Jamesfocus-Bericht der ZHAW und Swisscom.

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Für die Entwicklung von Medienkompetenz ist das private Umfeld aber genauso wichtig. Die ZHAW-Forscherinnen und -Forscher empfehlen deshalb Medienkurse in der Schule oder Freizeit als Ergänzung zur elterlichen Medienerziehung.

Bei der Vermittlung von Medienkompetenz – der Fähigkeit, verantwortungsbewusst und kritisch mit Medien umzugehen – spielen neben Lehrpersonen auch Familie und Freunde eine zentrale Rolle. Dies zeigt der aktuelle Jamesfocus-Bericht der ZHAW. Basis des Berichtes ist die JAMES-Studie, welche alle zwei Jahre das Medienverhalten von Schweizer Jugendlichen im Alter von 12 bis 19 Jahren untersucht. Die ZHAW-Medienpsychologen Daniel Süss und Gregor Waller untersuchten mit ihrem Team, wie nützlich Medienkurse für Schweizer Jugendliche sind, über welche Quellen sie sich informieren und ob Medienkurse helfen, verantwortungsvoll mit den Digitalen Medien umzugehen. Gemäss dem aktuellen Bericht haben 22 Prozent der Jugendlichen in der Deutschschweiz in der Schule einen Medienkurs besucht. In der Westschweiz und dem Tessin werden Kurse zu Medienkenntnissen mit je 33 Prozent deutlich öfters besucht. «Wir vermuten, dass die Unterschiede dadurch zustande kommen, dass die Umsetzung des neuen Lehrplans 21, der die Medienbildung im Unterricht verankert, in der Deutschschweiz zum Zeitpunkt der Befragung noch nicht angelaufen ist», sagt Daniel Süss.

Dem stimmt auch Michael In Albon, Jugendmedienschutz-Beauftragter bei Swisscom, zu: «Wenngleich in einigen Schulen viel zum Thema Medienkompetenz gemacht wird, fehlt ein flächendeckender Ansatz». In vielen schulischen ICT-Konzepten werde viel über Geräte, Server und Netzwerke geredet. Der Aspekt der Medienkompetenz fehle aber oft. In Albon empfiehlt Schulen deshalb, den Medieneinsatz ganzheitlicher zu thematisieren und auch das Elternhaus einzubeziehen.

Medienerziehung in der Familie spielt eine grosse Rolle

Insgesamt finden die Jugendlichen Medienkurse hilfreich. 50 Prozent von ihnen geben an, von den Kursen profitiert zu haben. Zwei Drittel der befragten Jugendlichen informieren sich auch in ihrem privaten Umfeld über Neue Medien. Wenn Gespräche mit Eltern oder Peers stattfanden, beurteilten sogar 69 Prozent der Jugendlichen die erhaltenen Informationen als hilfreich. Dabei stehen für sie vor allem Themen wie Gefahren der Neuen Medien, vorsichtiger Umgang und Schutz der persönlichen Daten sowie Anwenderkenntnisse im Vordergrund. Daniel Süss erklärt den Unterschied folgendermassen: «Das private Umfeld und besonders die soziale und mediale Kompetenz der Eltern können jungen Menschen dabei helfen, Informationen aus der digitalen Welt in ein breiteres Weltwissen einzuordnen. Eltern und Peers sind deshalb wichtige Ansprechpartner im Alltag».

Mehr Bewusstsein für digitale Sichtbarkeit

Das Thema Privacy-Aspekte hat in Medienkursen einen besonders positiven Effekt: Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass sich Jugendliche, die an Medienkursen teilgenommen haben, öfter über die Risiken der Privatsphäre bewusst sind. Bis zu 60 Prozent von ihnen aktualisieren ihre Privacy-Einstellungen regelmässig. «Wer an einem Kurs teilgenommen hat, macht sich mehr Gedanken über die Sichtbarkeit seiner digitalen Informationen», sagt Daniel Süss. «Die Medienkurse sensibilisieren die Jugendlichen also für dieses wichtige Thema.»

Tipps für Schulen und Eltern

Eltern sind wichtige Vermittler von Medienkompetenz. Sie können ihre Kinder im Hinblick auf Medien durch ihre Erfahrungen in den Bereichen Genussfähigkeit, Kritikfähigkeit oder Sozialkompetenz unterstützen. Medienkurse können eine sinnvolle Ergänzung sein und Anwenderkenntnisse vertiefen. Die langfristige Begleitung und Medien-Erziehungsleistung der Eltern können Kurse allein jedoch nicht übernehmen oder ersetzen.

Medienkurse in der Schule sind sinnvoll. Wünschenswert ist aber auch die Einbindung von Medienthemen in anderen Schulfächern. Dies ist in Form von Anwendungskompetenzen im «Lehrplan 21» für die Deutschschweiz vorgesehen.

Learning by doing. Wenn Jugendliche aktiv in Medienprojekte einbezogen werden, wie beispielsweise die filmische Umsetzung eines Unterrichtsthemas oder das Gestalten einer Online-Schülerzeitung, wird Medienkompetenz nachhaltiger und sinnvoller gestärkt als durch reine Informationsvermittlung. In Medienkursen sollten deshalb neben Informationen auch konkrete Handlungsempfehlungen integriert sein.

Eltern und andere Interessierte finden in der Broschüre «Medienkompetenz – Tipps zum sicheren Umgang mit digitalen Medien» Informationen zur Mediennutzung von Kindern und Jugendlichen sowie hilfreiche Tipps zur Medienerziehung. Lehrpersonen und Schulleitungen finden praktische Hinweise zur Vermittlung von Medienkompetenz im Unterricht in der Broschüre «Medienkompetenz im Schulalltag». Download und/oder kostenlose Bestellung unter Jugendundmedien.ch.

James-Studie und Jamesfocus-Bericht

Seit 2010 werden in der James-Studie von der ZHAW Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften im Auftrag von Swisscom alle zwei Jahre über 1000 Jugendliche im Alter von 12 bis 19 in den drei grossen Sprachregionen der Schweiz zu ihrem Medienverhalten befragt. Die Jamesfocus-Reihe nutzt die Daten der James-Studie und analysiert vertieft unterschiedliche Aspekte. In diesem Jahr sind in der Jamesfocus-Reihe die Berichte «Mediennutzung und Schlafqualität» sowie «Medienkurse und Medienkompetenz» erschienen. Die Ergebnisse der nächsten James-Studie werden Anfang November 2016 erwartet.

Bild: Titelseite Broschüre «Medienkompetenz – Tipps zum sicheren Umgang mit digitalen Medien»
 

Migros eröffnet Mini-Migros

Die Migros weiht im Glattzentrum ihre erste Spielfiliale ein. Auf über 100 Quadratmetern können Kinder vom 29. August bis zum 10. September 2016 «Verkäuferlis» spielen. Danach reist die mobile Mini-Migros von einem Einkaufszentrum zum nächsten.

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In der Spielfiliale gestalten die Kinder ihre eigene Welt und schlüpfen wahlweise in die Rolle einer Filialmitarbeiterin, eines Kunden oder eines Logistikers. «Für einmal können die Kleinen alles tun, worauf sie Lust haben: Produkte transportieren und einräumen, mit dem Einkaufswägeli herumrennen oder alle Tasten auf der Kasse drücken», sagt Hansueli Siber, Leiter Marketing Migros.

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Die Migros hat das Konzept für die Mini-Migros gemeinsam mit Marius Tschirky von der Agentur Hotz’n’Plotz entwickelt. Der erfahrene Kindergartenlehrer ist vor allem bekannt, weil er mit der Band für Kinder «Marius und die Jagdkapelle» auch als Musiker erfolgreich ist. «Es war uns wichtig, dass die Kinder frei spielen. Ohne Anleitungen und Animationen haben sie nicht nur mehr Spass, sondern lernen auch viel – zum Beispiel beim Zählen, Stapeln, Tauschen und Verhandeln», erklärt Tschirky.

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Der Spielbereich ist über 100 Quadratmeter gross. In den Regalen sind Spielprodukte wie Blévita, Aproz-Mineralwasser oder Risoletto zu finden, die original verpackt sind. Frische Artikel wie Äpfel, Salat oder Brot sind aus Plastik nachgestaltet. Wie die echte Migros verfügt auch die Mini-Migros über eigene Industrie-Betriebe, welche die Filiale mit Produkten beliefern.

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Die einzigen Erwachsenen im Laden verfügen über pädagogische Erfahrung und nehmen die Rolle des «Kundendienst-Mitarbeiters» und des «Filialleiters» ein. Beim «Kundendienst» erhalten alle Kinder ein eigenes Portemonnaie, gefüllt mit einer Cumulus-Spielkarte und Lilibiggs-Spielgeld. Eltern, Grosseltern oder der Götti bleiben draussen, für sie gibt es neben dem Eingang Sitzgelegenheiten. Die Wände um die Kinderfiliale sind auf drei Seiten aus Plexiglas, deshalb kann man den Kindern beim Spielen zusehen. Alle Kinder im Alter zwischen 4 und 12 Jahren sind laut Mitteilungt willkommen. Der Eintritt ist gratis, es braucht keine Voranmeldung. Die Mini-Migros wird auch an der Olma zu Gast sein.

TV-Sender wollen Spulmöglichkeit beschränken

Die in der Interessengemeinschaft Radio und Fernsehen (IRF) zusammengeschlossenen Fernsehsender fordern eine Beschränkung des Überspulens von Werbung im zeitversetzten Fernsehen.

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Denn damit werde das Geschäft der TV-Sender bedroht. In der Deutsch- und Westschweiz werde beim sogenannten Catch Up TV 59 Prozent weniger Werbung gesehen als im Live TV, beklagt die IRF in einer Mitteilung vom Montag. Durch das Überspulen der Werbung werde Werbeumsatz vernichtet und die Sender verlören Geld. 2014 habe der Ertragsausfall der Werbung 45 Millionen Franken betragen und 2015 sogar 67 Millionen Franken. Für 2017 wird mit einem Ausfall von 123 Millionen Franken gerechnet. Die Schweiz sei das einzige Land, in dem die Kabelnetzbetreiber und TV- Plattformen die Urheberrechte für die Archiv-Dienste mit dem ganzen Programm aller Fernsehsender zu einem regulierten Preis von einer Verwertungsgesellschaft erwerben könnten.

Der bis Ende 2016 gültige Tarif sehe vor, dass die TV-Verbreiter pro Monat und Kunde 1.50 Franken bezahlten, wenn sie diesen ermöglichten, während sieben Tagen die Programme frei anzuschauen. Für 2017 sei eine minimale Erhöhung von 10 Rappen pro Nutzer und Monat vorgesehen. Die Zahlungen für die Rechte von Catch Up TV gingen an die Verwertungsgesellschaften und hätten 2015 18,9 Millionen Franken betragen. Die Fernsehsender hätten 5,4 Millionen Franken von den Verwertungsgesellschaften erhalten, was in keinem Verhältnis zum Ertragsausfall von 67 Millionen Franken stehe, schreibt die IRF weiter. Die Fernsehsender fordern deshalb eine partielle Aufhebung der Spulmöglichkeit, die Weiterverbreitung eigener interaktiver Angebote an die Zuschauer, eine Einschränkung der Such- und Findungsfunktionen sowie eine marktgerechte Vergütung. In der Interessengemeinschaft sind neben der SRG alle grossen deutschen Privatsender wie RTL, Pro7 und Sat1, die 3 Plus Group, AZ Medien TV und die regionalen und lokalen privaten Fernsehsender der Schweiz zusammengeschlossen. (SDA)

Zum Thema: TV-Sender fordern Spul-Verbot für Werbung (29.5.2016)

Radiowerbung: Programmatic-Plattform lanciert

Swiss Radioworld lanciert die europaweit erste nationale Programmatic-Plattform für klassische Radiowerbung.

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Die Schweizer Radiowerbung bricht in die Zukunft auf: Mit der Lancierung einer SSP (Sales Side Platfom) für klassische Spots eröffnet Swiss Radioworld (SRW) zusammen mit der Mehrheit der Privatradiostationen neue Möglichkeiten für Werbetreibende.

Automatisiert, dynamischer und mit zusätzlichen Daten angereichert wird der Audiovermittler SRW ab 2017 Radiokampagnen abwickeln. Das Buzzword dazu heisst Programmatic. Für Managing Director Ralf Brachat stehen aber die Vorteile für den Kunden im Vordergrund. Theoretisch sind wetterbasierte Kampagnen oder Spots mit Bezug auf Sportresultate bereits heute möglich – allerdings nur mit enormem personellem Aufwand. «In Zukunft platziert der Kunde beispielsweise ein Budget für eine Hagelkampagne. Der angebundene Wetterserver stellt danach automatisch sicher, dass der Spot für die Hagelschutzversicherung rechtzeitig am richtigen Ort ausgestrahlt wird», sagt Brachat.

Den ersten Umsetzungsschritt in Form einer SSP implementiert SRW bereits bis Ende 2016 zusammen mit den Privatradiostationen. Dies ist auf nationaler Ebene eine Premiere in Europa. Die technische Plattform automatisiert manuelle Prozesse zwischen Werbetreibenden und Sendern und bietet sich als Spielwiese für innovative Audioprodukte geradezu an: Vom kurzfristigen, sportresultat-abhängigen Sujet-Wechsel bis hin zu dynamischen Buchungen eröffnen sich neue Möglichkeiten für alle Beteiligten. Verantwortlich für die technische Umsetzung zeichnet Aprile Consulting (ACG) aus Hamburg, die Systeme von Amily, München und von Adremes & Co KG, Hamburg hier implementiert.

Domenico Blass schrieb für Christa Rigozzi

Am 9. September erscheint Christa Rigozzis Buch. Unter die Arme gegriffen hat der Neu-Autorin Domenico Blass.

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In «Selfissimo» erzählt Rigozzi, was sie in den zehn Jahren seit ihrem Miss-Schweiz-Titel erlebt hat. Und mehr. «Alles, was du noch nicht von mir weisst», so der Titel des Buches, das unter anderem 200 private Fotos bietet. Laut Recherchen der Schweiz am Sonntag stösst das Werk bereits im Vorfeld der Veröffentlichung auf Interesse: Bereits sollen über 1000 Stück der 5000 Bücher umfassenden, ersten Auflage verkauft sein.

Die Schweiz am Sonntag ist es denn auch, die herausgefunden haben will, wer «Christa Rigozzis Entwürfe zu spannenden Anekdoten» verarbeitet und das Buch strukturiert hat: Domenico Blass. Der 49-Jährige ist nicht nur erfolgreicher Drehbuchautor (z.B. «Ernstfall in Havanna») und Cheftexter der im Dezember auslaufenden SRF-Sendung « Giacobbo/Müller», sondern seit November 2014 auch Mitglied des ADC Schweiz (Werbewoche.ch berichtete). (hae)

Porträtfoto Domenico Blass: Regula Müdespacher

 

Verleger empört über Roger de Weck

Laut Schweiz am Sonntag hat Roger de Weck in Bern eine Lobby-Offensive gestartet. Die privaten Verleger sind empört über seine Argumentation.

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Im Vorfeld der Service-public-Debatte, die am 29. August startet, rührt SRG-Generaldirektor in Bern die Werbetrommel. Laut Schweiz am Sonntag, die sich auf mehrere Quellen beruft, sieht de Weck den Qualitätsjournalismus in Gefahr, weil die privaten Verleger in Zukunft immer mehr Mühe hätten, ihn zu garantieren und finanzieren. Es brauche deshalb die SRG als Bollwerk des unabhängigen Qualitätsjournalismus.

Dabei teilt er die Verlage in zwei Gruppen. Die erste habe sich bereits auf andere Geschäftsfelder verlegt und wolle journalistische Produkte tendenziell abstossen. Gemeint sind hier laut Einschätzung des Autors Tamedia und Axel Springer. Die zweite Gruppe – dazu gehören wohl NZZ, AZ Medien und Somedia – konzentriere sich weiterhin auf journalistische Angebote, könne durch eine grössere Wirtschaftskrise aber gezwungen werden, Produkte zu verkaufen.

Als Käufer dieser freiwilligen und unfreiwilligen Verkäufe kommt demnach vor allem Christoph Blocher in Frage. Gestützt wird diese Theorie durch die kürzlich von der Zeitschrift Schweizer Journalist verbreitete Recherche, Blocher plane eine eigene Sonntagszeitung und habe die Basler Zeitung gegen die Berner Zeitung eintauschen wollen.

De Wecks Äusserungen stossen auf harsche Kritik. Gewerbeverband-Direktor Hans-Ulrich Bigler hält sie für «skandalös und unhaltbar». CVP-Präsident Gerhard Pfister findet, de Weck rede die Verlage schwach, «um die SRG als einzigen Garanten darzustellen, der die Meinungsvielfalt sichern kann». Damit instrumentalisiere er die Angst vor Blocher im Medienbereich für SRG-Zwecke.

Kritisiert wird de Weck auch von Blocher selbst. Es sei «nicht der Auftrag des Vorstehers des Staatsfernsehens, private Verlage zu verunglimpfen». Das sei «kreditschädigend» für die Verlage.

Scharfe Worte auch von Somedia-Verleger und Noch-Präsident des Verbands Schweizer Medien Hanspeter Lebrument. «Als Skandal» empfinde er die Tatsache, dass der SRG-Direktor die privaten Verleger in privaten Gesprächen mit Parlamentariern schlechtmache. Die Verlage seien in einer schwierigen Zeit, gibt Lebrument zu. Es sei aber eine «absolute Erfindung» von de Weck, dass die Verleger Produkte einstellten, nur weil sie in gewissen Schwierigkeiten steckten. Die Ergebnisse der Privaten seien «ordentlich» und man gebe die publizistische Kompetenz nicht ab.

Unterstützung erhält de Weck hingegen von SP-Nationalrat und Ex-SRF-Mitarbeiter Matthias Aebischer. Man könne ihm im Spiel «Alle gegen die SRG» nicht vorwerfen, wenn er sich für den Service public zur Wehr setze. Es störe ihn nicht, wenn de Weck über die Gefahr einer Medienkonzentration spreche. Auch BDP-Präsident Martin Landolt findet, de Wecks Bedenken seien «keine Hirngespinste». GLP-Präsident Martin Bäumle schätzt die klaren Worte des SRG-Generaldirektors. (hae/SaS)

Bild: OBS/SRG SSR/Danielle Liniger
 

«Die SRG soll sich auf ihre Stärken konzentrieren»

3+-Chef Dominik Kaiser spricht im Interview mit der Sonntagszeitung über seine erfolgreichen Eigenproduktionen und darüber, wie er sich die Schweizer Fernsehlandschaft in Zukunft vorstellt.

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Seit zehn Jahren ist der einzige private, sprachregionale Unterhaltungssender im analogen Netz auf Sendung. Von Beginn weg erreichte 3+ mit Eigenproduktionen wie «Bauer, ledig, sucht…» oder «Der Bachelor» hohe Einschaltquoten und ist mittlerweile mit den Sendungen regelmässig Marktführer in der sogenannt «werberelevanten Zielgruppe». Im Interview mit der Sonntagszeitung erklärt sich Senderchef Dominik Kaiser den Erfolg damit, dass man – im Gegensatz zu ausländischen Sendern – die Leute nicht vorführe und sich lustig über sie mache, sondern herzlich mit ihnen umgehe. Gemeint sind hier vermutlich vor allem Aushängeschilder wie «Bauer, ledig, sucht…» oder «Bumann der Restauranttester». Aber selbst beim Fremdscham-Format «Liebesglück im Osten» wolle man «nie fies sein», sondern das «Aufeinandertreffen zweier Kulturen» thematisieren.

Mischrechnung geht auf

Einen Nachteil haben die erfolgreichen Zugpferde des Senders: Sie sind seit jeher defizitär. Für Kaiser geht die Rechnung dennoch auf. Die Eigenproduktionen prägten die Aussenwahrnehmung der Sender und halte diese auf allen Kanälen im Gespräch – was dem gesamten Programm wiederum neue Zuschauer bringe. Dies wiederum steigere die Relevanz für die Werbekunden, die auch Werbeblöcke im Umfeld von Serien und Spielfilmen buchten. Die Mischrechnung mache Sinn, so Kaiser. Tatsächlich scheint die Rechnung aufzugehen: Seit 2007 sei der Sender profitabel, so der Senderchef. Und: «Heute verdienen wir viel mehr». Wie viel genau, wird aber nicht verraten.

SRF: Nachrichten fördern, Unterhaltung abbauen

Als SRF-Programmchef würde Kaiser diejenigen Sendungen stärken, die am besten laufen und streichen, was nicht ankommt. Konkret: Aktuelles und Nachrichten deutlich ausbauen, Unterhaltung und Sendungen, die auf anderen Sendern auch laufen, zurückfahren. Im Gegensatz zum Unterhaltungssegment will der 3+-Gründer die SRG nicht in ihrer Kernkompetenz angreifen: «Das ist dumm. In naher Zukunft werden wir keine News machen.»

Anders sieht es im Sport aus. Kaiser will Fussballspiele zeigen, «welche die Schweiz bewegen». Nicht mehr Europa League, sondern Nati-Spiele. Man habe deshalb der Uefa ein Gebot unterbreitet, das diese ernst nehme. Das habe man bereits vor der Ära de Weck versucht, worauf man bei der SRG von einem «Nuklearkrieg» gesprochen habe. «Nati-Spiele sind offenbar heilig für die SRG», schliesst Kaiser aus der Reaktion.

Service public für alle

Interessant ist auch Kaisers neuste Idee: Er will den Service public für alle Sender öffnen. Nach diesem Konzept würden die Sendungen der verschiedenen Sparten ausgeschrieben und an denjenigen Sender vergeben, der das beste Angebot macht. Auch wenn er sein Anliegen als «politisch wohl chancenlos» einschätzt, will Kaiser seine Idee vor der nationalrätlichen Kommission vorstellen. Da das Konzept wohl wenig Anklang finden dürfte, will sich der 3+-Chef in einem ersten Schritt dafür einsetzen, dass die Gebührenausgaben der SRG stärker geregelt werden: Eine Konzentration auf die Nachrichtenproduktion einerseits, plus eine systematische Wiederholung von Top-Sendungen wie «Der Bestatter» andererseits. Das gesparte Geld solle statt in US-Serien in Schweizer Produktionen gesteckt werden. Zusätzlich fordert Kaiser eine Öffnung des SRF-Archivs, damit Private gegen Bezahlung Sendungen übernehmen könnten. Zu guter Letzt strebt er eine Schweizer Video-on-Demand-Plattform an, auf der alle Stationen Inhalte anbieten könnten. «Diese Ideen würden die Branche vorwärtsbringen», ist Kaiser überzeugt. «Die SRG würde nicht geschwächt, die Privaten hätten mehr Raum». (hae)

Foto: 3+

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