Clear Channel erfolgreich.

Clear Channel Plakanda blickt auf ein erfolgreiches Jahr 2001 zurück.

Clear Channel Plakanda blickt auf ein erfolgreiches Jahr 2001 zurück. Im Umfeld des gesamthaft stagnierenden Schweizer Werbemarktes und bei einem geschätzten Nettowachstum des Schweizer Plakatmarktes von 3,5 bis 4,0 Prozent übertraf Clear Channel Plakanda den Nettoumsatz des Vorjahres um 8,2 Prozent. «Damit setzt sich das Wachstum der Plakanda auch unter ihrem neuen Firmennamen ungebremst fort», kommentiert Beat Roeschlin, CEO Clear Channel Plakanda, den Erfolg.Rote Alfas soll man küssen. Im Auftrag von Alfa Romeo hat die Zürcher Agentur Red Cell Miss Schweiz Jennifer Ann Gerber mit Nadims Nebenbuhler zusammengebracht – einem Alfa 147. Einen zusätzlichen Akzent verlieh die Agentur dem schönen Paar mit der Einführung der durchgestylten und teuren Kosmetiklinie, bestehend aus Lippenstift und Nagellack in exklusivem «rouge Alfa». Zur besseren Positionierung des Fahrzeugs bei der Frauenzielgruppe wurden die Kosmetikprodukte ursprünglich nur für eine Aktion in Frankreichs Zeitschriften Madame und Elle entwickelt. Da Alfa Romeos temperamentvolle Motoren seit je Synonym für das sinnliche Erlebnis sind, lag das Schalten in einen höheren Werbegang auf der Hand.
Schweizer siegen bei Epica Awards. An den diesjährigen Epica Awards wurden drei Schweizer Beiträge ausgezeichnet. Im Filmwettbewerb konnte McCann-Erickson, Zürich, die Jury überzeugen. Prämiert wurde der «Hitch Hiker»-Spot für Randstad in der Kategorie Business Services. Beim Print heissen die Gewinner Publicis, Zürich, und Advico Young & Rubicam (AY&R), Gockhausen. Publicis siegte in der Kategorie Financial Services mit Arbeiten für Die Mobiliar und AY&R in der Kategorie Household Maintenance mit Werbung für Tela von Hakle-Kimberly. Insgesamt wurden 33 Print- und 24 Filmpreise vergeben. Der Hauptpreis Epica d’Or ging an die Agentur Mother in London mit einer Kampagne für das Musikfernsehen QTV.
Heimat schlägt Lucky Lack. Die Jury des Jahrbuchs der Werbung hat Heimat aus Berlin zur Newcomer-Agentur des Jahres 2001 gewählt. Im Final setzte sich Heimat gegen Lucky Lack aus Basel und Vasata Schröder aus Hamburg durch. Insgesamt nahmen rund 30 Agenturen an dem Wettbewerb teil, zu dem Unternehmen aus dem ganzen deutschsprachigen Raum eingeladen waren, die nach dem 1. Januar 1999 gestartet sind.
Ski WM St.Moritz 2003. Am 3. März 2002 befinden die Bündner Stimmbürger über einen Kantonsbeitrag von vier Millionen Franken zu Gunsten des Veranstaltungsbudgets der Ski WM 2003. Das Abstimmungskomitee hat die Viva AG für Kommunikation in Zürich mit der Konzeption und Realisation einer umfassenden Informationskampagne beauftragt. Mit der Hauptbotschaft «Ja, weil mit der Ski WM 2003 ganz Graubünden gewinnt» wird auf die grosse Bedeutung der Ski WM 2003 für den Tourismus-Kanton Graubünden hingewiesen. Konzept/Text: Tina Ackermann und Markus Cavegn; Produktion: Heini Schmid; Beratung: Roman Gasser, Bea Hubschmid.
Ganzheitlich vernetzt. Vor einigen Monaten haben Maja Amrein, Alfredo Schilirò, die Leiterin und der stellvertretende Leiter Corporate Communications beim Migros-Genossenschafts-Bund, zusammen mit der vielseitig engagierten selbstständigen Kommunikationsberaterin Lisa Steger das Unternehmen Flowcube Communications gegründet. Damit haben drei profilierte Spezialisten im Bereich Kommunikation ihre Netzwerke fusioniert. «Individualität, kombiniert zu einem sich ergänzenden Ganzen mit eigener Dynamik», heisst es in der Unternehmensbroschüre von Flowcube. Diese ist jetzt in vieldeutiger Aufmachung in Zusammenarbeit mit Beda Achermann entstanden.
Wädenswil gewinnt mit Links. In Wädenswil sieht Wahlwerbung dank der SP in diesem Jahr anders aus, weil bei den Wahlen im Februar der Gemeinderat von 45 auf 35 Mitglieder reduziert und der Kampf um die Sitze härter geführt wird. Die lokale SP gibt Vollgas und beauftragte Lesch + Frei mit der Wahlwerbung. Unter dem Titel «Wädi gewinnt mit links» legte sie SP-Gemeinderäten in Wädenswil Plakataussagen in den Mund, die bereits aufgeregt diskutiert werden. Für eine bessere Gestaltung des ersten Eindrucks der Stadt zum Beispiel mit der hintersinnigen Bemerkung «Vor Scham über den Bahnhofplatz: Wädi wird rot.» Verantwortlich bei Lesch + Frei: Thomas Lüber, CD und Text, Olivier Marti, AD, Anita Caprez, Beratung, Fabio Clerici.
Die Jurypräsidenten von Cannes. Am Internationalen Werbefilmfestival in Cannes übernimmt in den Wettbewerben Film und Press & Poster Jeffrey Goodby, Co-Chairman der Werbeagentur Goodby Silverstein & Partners in San Francisco, das Jurypräsidium. George Gallate leitet die Verleihung der Cyber Lions. Der Neuseeländer ist CEO von Euro RSCG Interaction und zudem Global Brand Director für Euros Intel-Budget. Den Media Lions steht John Perriss, CEO der neu vereinigten Zenith Optimedia Group, vor. Als Jurypräsident für den erstmals durchgeführten Wettbewerb Lions Direct wurde Malcolm Speed, CEO von Rapp Collins Worldwide, ausgewählt. Das Festival findet vom 16. bis 22. Juni statt, die Lions Direct vom 23. bis 25. Juni.
ZKG ersetzt Cash für D’Arcy. Die Zürcher Werbeagentur Cash und das internationale Agenturnetzwerk D’Arcy beenden ihre fünfjährige Partnerschaft im Frühling dieses Jahres. Wie Cash mitteilte, will sich die Agentur künftig auf die eigenen Kunden konzentrieren. Cash betreute für D’Arcy Etats von Roche, Philips und Fiat (teils auf Projektbasis). Künftig sollen die D’Arcy-Kunden in der Schweiz von Zogg Kettiger Gasser (ZKG), Zürich, betreut werden.
De gustibus disputandum est

Nach 254 Beiträgen verabschiedet sich Beat Gloor als Sprachbeobachter der WerbeWoche; er weilt auf einer Weltreise und will anschliessend – nach seinem «Staat Sex Amen» – ein weiteres Buch schreiben. Wir danken ihm für seine inspirierenden und feinfühligen Sprachbeobachtungen und hoffen später wieder von seiner Sprachkompetenz profitieren zu können.
Neu finden Sie auf Seite 8 die Kolumne «Business Lunch». Unser Textchef und Gastrosoph Carlo Bernasconi wird jede Woche ein Restaurant auf seine Eignung für Kundenessen beurteilen. Seit über einem Jahrzehnt schreibt er über die einheimische Gastroszene und ist bisweilen im Ristorante Italiano Heimelig selber am Herd anzutreffen. Daneben verfasste er ein Kochbuch («Italienisch kochen») und eine Kulturgeschichte des Cocktails («Das Jahrhundert-Mixbuch») mit Peter Roth von der Kronenhalle-Bar.
Neben Küche und Keller geht es in der Rubrik «Business Lunch» um Bedienung und Ambiente. Und zwar vor allem unter dem Gesichtspunkt von Geschäftsessen: Kann sich mein Gegenüber wohl fühlen, weil etwa die Privacy gewahrt ist? Wie ist der Service? Stimmt die Atmosphäre? Ist das Personal ausgebildet, oder handelt es sich um trendiges Szenevolk? Wie steht es mit Raucher-/Nichtrauchermanagement? Wie geht man mit der leidigen Natel- und Zigarrenfrage um? Geschäftsessen sind ja zeitlich beschränkt, und da spielt die Aufmerksamkeit des Personals eine herausragende Rolle.
Kein Bereich zeigt das Problem der Kundenkommunikation deutlicher als die Gastronomie. Die gegenseitigen (Verhaltens-)Erwartungen sind oft völlig dereguliert; keiner weiss, wie sich der andere eigentlich zu verhalten hat. In Szenelokalen kann man beispielsweise von einem Kellner geduzt, vom nächsten gesiezt und vom dritten überhaupt nicht bedient werden. Zwischen Überbetreuung und Ignoranz ist alles möglich. Da lobt man sich die klare Kommunikation der französischen Luxusgastronomie, wo man nach den Regeln des Kundenservices der Haute Cuisine bedient wird…
Wenn wir für Sie ein Restaurant auf seine Business-Lunch-Tauglichkeit beurteilen sollen, mailen Sie uns doch die Adresse zu ([email protected]), und wir werden es testen. Samuel Helbling, Chefredaktor

Neue Töpfe, neuer Dampf

Zwei Gastromagazine und ein Redesign beleben im Frühjahr den Kiosk- und Abomarkt

Zwei Gastromagazine und ein Redesign beleben im Frühjahr den Kiosk- und AbomarktVon Carlo Bernasconi Kochen und La Tavola heissen die neuen Küchen- und Lifestyle-Magazine, die im März auf den Markt drängen. Zudem wurde das bislang eher biedere d’Chuchi aus dem Verlag Meyer in eine Schlankheitskur geschickt, und die hochpreisige Marmite wird nur noch viermal jährlich aufs Feuer gesetzt. Die Schlacht um die Leserinnen- und Lesergunst am Kioskbuffet und auf dem Abomarkt ist eröffnet.
In der Gastronomie und der Küche herrscht die neue Sachlichkeit vor. «Wenig bis gar keinen Firlefanz» genehmigt sich Hanspeter Eggenberger, neuer Chefredaktor von Chuchi (jetzt ohne vorangestellten Artikel, aber immer noch konsequent kleingeschrieben). Im Herbst vergangenen Jahres erhielt er vom Verlag Meyer AG in Jona SG den Auftrag, im Mandatsverhältnis die Redaktion des vor rund zehn Jahren lancierten Kochmagazins zu leiten.
«Wir wollen kein zerstückeltes Kochbuch präsentieren, sondern einen journalistischen Approach zum Thema Essen und Trinken wahrnehmen», ergänzt er. Das erste Heft setzt diese Maxime zumindest optisch um: «Vorher zeigten die Bilder noch üppige Dekorationen, jetzt konzentriert sich das Bild aufs Gericht», ergänzt der CEO von Duktus AG, der neu gegründeten Editorialfirma, mit der Eggenberger weitere Mandate akquirieren wird.
Ramona Meisser, seit 1. Dezember Anzeigenleiterin von Chuchi, hat für dieses Redesign der mit 106652 Exemplaren (Wemf 2000) beglaubigten Kochzeitschrift die Anzeigenpreise nicht erhöht. 12710 Franken kostet die vierfarbige Seite. Wohl war schon lange klar, dass die bisherige Chefredaktorin Annemarie Wildeisen per Ende 2001 ihre Kochschürze bei Chuchi abgeben würde, doch «wussten viele nicht, vor allem auf Mediaseite, was mit dem Heft passiert», sagt sie (siehe auch Seite 3). Auch Anzeigenverkäufer im eigenen Haus tappten im Dunkeln.
Den «Nachholbedarf an Kommunikation» will der Verlag Meyer AG mit Heft 3 am Kiosk stillen und vor allem auf die Leser zielen. Oder Leserinnen. «Möglich, dass wir einen Anlass realisieren», meint Meisser. Eine umfangreiche Leserbefragung ist fürs laufende Jahr ebenfalls geplant.
Mit 80000 Exemplaren will die AZ-Medien-Gruppe aus Baden
am 6. März die ersten zwei Ausgaben der neuen Monatszeitschrift Kochen (mit Annemarie Wildeisen – so der Untertitel) auf den Markt werfen. Ab Heft fünf wird der Ausstoss auf 40000 Exemplare runtergefahren. Mit 6590 Franken pro Seite liegt der Anzeigentarif eher auf der Schnäppchenseite. Zu tief fast? «Nein», widerspricht AZ-Verlagsleiter Ueli Eckstein. «Wir wollen lieber Anzeigen im Blatt haben», meint er und sieht im Betrag keinen Einführungspreis.
In breiter Lesernische will das AZ-Magazin Kochen tätig sein
Erste Erfahrungen auf dem Markt geben Eckstein Recht. Er widerlegt auch den Hinweis, dass ein Frühjahrslaunch für eine Zeitschrift nicht gerade der ideale Zeitpunkt sein könnte. «Wir sind überzeugt, dass das Projekt zum richtigen Zeitpunkt auf den Markt kommt. Wir wollten uns diese Investition leisten.» Er begründet seinen Optimismus mit einer AZ-internen Umfrage im Juli 2001 bei 951 Testpersonen (davon 840 weiblich), denen eine Nullnummer von Kochen vorgelegen hatte. 354 der befragten Personen – 515 hatten den Fragebogen zurückgeschickt – gaben an, die Textpräsentation der Rezepte, Kernkompetenz von Wildeisen, sei sehr gut, und die Bildpräsentation fanden 345 Befragte sehr gut.
Diese Investition in jährlich 10 Kochen-Ausgaben geht freilich zu Lasten der Zeitschrift Marmite, die bisher sechsmal im Jahr erschienen ist. Jetzt stutzt AZ-Verleger Peter Wanner das Hochglanzmagazin auf vier Ausgaben zurück. Für den Alltag an Kochherd und Spültrog ist nun Annemarie Wildeisen zuständig – sie war es übrigens gewesen, die bei Wanner angeklopft und das Projekt einer neuen Zeitschrift vorgeschlagen hatte. Eine halbe Stunde sassen Wanner und Wildeisen beim Lunch zusammen, dann stand das Projekt auf dem Herd.
Die Nullnummer zeigt das, wofür der Name Wildeisen mittlerweile bei Hobbygastronomen steht: propere Biederkeit. Freilich, Strass und Schnörkel wurden eliminiert, die Leserführung ist aber optimal noch nicht: Oft sucht die Leserin (70 Prozent der anvisierten Zielgruppe zwischen 28 und 50 Jahren) den Aufhänger, irrt auf der Seite herum, und die Texte bleiben auf dem biederen, aber blank polierten Küchenboden stehen. Unverständlich bleibt dem Gourmet, warum keine einzige Weinstory die Lektüre von Kochen süffiger macht …
Marion Michels mischt den Lifestyle-Markt auf
Am 12. März will Marion Michels ihr Magazin La Tavola by Marion Michels auf den Markt werfen. Sie startet gleich mit einer Auflage von 100000 Exemplaren, die sie über die neue nationale Fluglinie, Hotels, Arztpraxen, den Fachhandel (Einrichtungshäuser für Gastronomie) und natürlich Abos und Kiosk vertreiben will. Mit einem Einzelpreis von 12 Franken wird die alle drei Monate erscheinende Hochglanzzeitschrift (später will Michels den Erscheinungsrhythmus erhöhen) eine Lifestyle-verwöhnte Klientel ansprechen: Grosszügig aufgemachte und über die Seiten verteilte Bilder, stimmungsvolle Aussen- und Innenaufnahmen sollen vor allem das Auge erfreuen, ist Michels überzeugt. «Ich glaube, der Zeitpunkt für die Lancierung von La Tavola ist äusserst günstig», sagt sie.
Die Verlegerin aus Orselina TI verkauft vorläufig die Anzeigen und Publi-Reportagen selber und setzt als Anzeigenpreis für eine vierfarbige Seite den Betrag von 9800 Franken ein. Im Gegensatz zu den anderen Kochmagazinen legt Michels Wert auf eine gepflegte Umgebung für ihre kulinarischen Kreationen, für die sie Maestros aus der ganzen Schweiz und «Jahrhundertkoch» Eckart Witzigmann engagiert hat.
So wird La Tavola den Lesern auch zeigen, wie man Tische schön deckt und einen gehobenen Lebensstil pflegen kann, ohne dafür gleich reihenweise Aktienpakete abstossen zu müssen. Dass dabei gastronomische Reiseziele ebenfalls vorgestellt werden, rundet das Bild des Newcomers unter den Lifestylemagazinen ab.
Neue Delikatessen

Nicht zuletzt aus Gründen tieferer Produktionskosten, aber vor allem wegen der sich rasch wandelnden Restaurantszene Zürichs gibt der Werd Verlag (Tamedia) seine bisher alle zwei Jahre publizierten Restaurant-Guides in Buchform auf und bringt im Mai erstmals eine Jahreszeitschrift unter dem Titel Delikatessen in einer Auflage von 25000 Exemplaren auf den Markt. Das im Rollenoffsetverfahren gedruckte Jahrbuch mit 160 Seiten Inhalt kostet am Kiosk 27 Franken, Tages-Anzeiger-Abonnenten erhalten es für 19.90 Franken. Anzeigen können darin ebenfalls platziert werden. Ganzseitige Anzeigen vierfarbig kosten 5900 Franken. Die Anzeigen akquiriert die Schmid Annoncen in Zürich.

Best of North-West (3. Quartal 2001)

Affinität der Anzeigen bei den Supportern im «Yuppieland»

Affinität der Anzeigen bei den Supportern im «Yuppieland»Best of Print Advertising Die Anzeigenhits 2001 aus dem Advertising-Index des Marktforschungsinstituts Demoscope
In Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsinstitut Demoscope präsentiert Publimedia den Leserinnen und Lesern der WerbeWoche fünfmal pro Jahr einen Auszug der
Resultate aus dem Advertising-Index (AX Print). Dieser Index (siehe Kasten) ist ein Modul des Market Radar und misst die Beliebtheit von Anzeigensujets. In den oberen beiden Reihen befinden sich diejenigen Sujets, die in der betreffenden psychografischen Zielgruppe (siehe Windrose) die grösste Akzeptanz erzielten. Die drei Sujets, die
bei der gesamten Stichprobe, also bei allen vier Zielgruppen insgesamt, im 3. Quartal 2001 am besten abschnitten, werden unter dem Titel «Top Three» gezeigt.

Ausserdem: Die ehemalige Tages-Anzeiger-Chefredaktorin Esther Girsberger kehrt zu Tamedia zurück. Sie wechselt von der Wirtschaftsredaktion der Weltwoche zur SonntagsZeitung.

Ausserdem Die ehemalige Tages-Anzeiger-Chefredaktorin Esther Girsberger kehrt zu Tamedia zurück. Sie wechselt von der Wirtschaftsredaktion der Weltwoche zur SonntagsZeitung. Dort ist sie künftig für das Interview im Themenbund verantwortlich. Neb

Ausserdem Die ehemalige Tages-Anzeiger-Chefredaktorin Esther Girsberger kehrt zu Tamedia zurück. Sie wechselt von der Wirtschaftsredaktion der Weltwoche zur SonntagsZeitung. Dort ist sie künftig für das Interview im Themenbund verantwortlich. Neben diesem 70-Prozent-Job bleibt sie an der Zürcher Fachhochschule Winterthur Bereichsleiterin des Studienlehrgangs Fachjournalismus und Unternehmenskommunikation.
Der bisherige Bundeshauschef der SonntagsZeitung (SoZ), Urs Paul Engeler, wechselt nicht zur Weltwoche. Er hatte im November als Politik-Chef und Kolumnist bei Weltwoche-Chefredaktor Roger Köppel unterschrieben und wollte ab Ende Januar am Relaunch des Traditionstitels mitwirken. Diesen Vertrag hätten Köppel und er nun in gegenseitigem Einvernehmen wieder aufgelöst, erklärte Engeler gegenüber der WerbeWoche, da nach dem Wechsel der Weltwoche zu Ringier unsicher sei, ob seine vorgesehene Rolle tatsächlich eingeführt würde. Engeler wird als Autor und Kommentator für den Themenbund der SoZ Analysen, Kommentare und Porträts aus der Bundeshauptstadt verfassen. Das Amt des Bundeshauschefs übernimmt wie vorgesehen Denis von Burg, bisher Inlandchef der Berner Zeitung.
Der AD Kim Küng verstärkt neu die Kreation der Agentur Weber Harbeke. Küng war zuletzt als Senior Designer bei Eclat tätig.
Robert Hess nimmt nach nur einem halben Jahr als CEO der Pixelpark (Schweiz) AG den Hut. An seiner Stelle übernimmt Jürg Dangel die Geschäftsführung bei Pixelpark als Delegierter des VR.
Hans Kaufmann wird neuer VR-Präsident der LZ Medien Holding. Der bisherige Vizepräsident löst Markus Kündig ab. Kaufmann übernimmt auch die Präsidien der Neuen Luzerner Zeitung AG und LZ Management AG, Kündig bleibt im VR der beiden LZ-Medien-Tochterfirmen. Zudem behält er den VR-Vorsitz beim Maihof Verlag, der Kündig Druck AG und der Multicolor-Unternehmen, die ebenfalls zur LZ Medien Holding gehören.
Der Kommunikationsspezialist und frühere Journalist Martin Gollmer wird neuer Leiter des Studiengangs Wirtschaftskommunikation an der Hochschule für Wirtschaft der Fachhochschule Zentralschweiz.
Per 1. Februar übernimmt Renata Libal, bisher stellvertretende Chefredaktorin von dimanche. ch, die Chefredaktion der Frauenzeitschrift Edelweiss. Libal folgt auf Marie-France Vigor.
Die bisherige Leiterin des internationalen Festivals für Film, Video und neue Medien Viper in Basel, Conny Voester, tritt nach sechs Jahren zurück.
Daniel Hartmann und die CDs Bernhard Abegglen und Hannes Weber sind rückwirkend per Januar 2001 Alleinbesitzer der Werbeagentur Contexta, Bern, geworden.

Best of South-East (3. Quartal 2001)

Affinität der Anzeigen bei den Supportern im «christlichen Lager»

Affinität der Anzeigen bei den Supportern im «christlichen Lager»Best of Print Advertising Die Anzeigenhits 2001 aus dem Advertising-Index des Marktforschungsinstituts Demoscope
In Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsinstitut Demoscope präsentiert Publimedia den Leserinnen und Lesern der WerbeWoche fünfmal pro Jahr einen Auszug der
Resultate aus dem Advertising-Index (AX Print). Dieser Index (siehe Kasten) ist ein Modul des Market Radar und misst die Beliebtheit von Anzeigensujets. In den oberen beiden Reihen befinden sich diejenigen Sujets, die in der betreffenden psychografischen Zielgruppe (siehe Windrose) die grösste Akzeptanz erzielten. Die drei Sujets, die
bei der gesamten Stichprobe, also bei allen vier Zielgruppen insgesamt, im 3. Quartal 2001 am besten abschnitten, werden unter dem Titel «Top Three» gezeigt.

News: SDA lanciert News per SMS

Die Schweizerische Depeschenagentur (SDA) verbreitet neu auch Nachrichten per SMS.

Die Schweizerische Depeschenagentur (SDA) verbreitet neu auch Nachrichten per SMS.News SDA lanciert News per SMS
Unter dem Namen SDA-Mobile bietet sie Websitebetreibern 17 News-Channels an, von der Politik über die Kultur bis zur Wirtschaft. Die Nachrichten werden von SDA-Journalisten verfasst und in Real Time während 24 Stunden an sieben Tagen in der Woche gesendet.
Swisscontent mit Biker-Newsletter Der Inhalteanbieter Swisscontent hat mit der Handelsfirma Hostettler einen neuen Kunden gewonnen. Für dessen Vertriebsfirmen Intercycle und Cosmo Sport produziert Swisscontent einen monatlichen Newsletter rund um Fahrräder und Trendsport, der gedruckt und online erscheint.
Webad-Index im Weihnachtshoch Der Publimedia-Webadvertising-Index (PWA-Index) ist im Dezember leicht gestiegen. Er legte um 0,4 auf 95,3 Punkte zu. Allerdings wurde die Jahresendrally gegenüber dem November (plus 2,6 Punkte) gebremst. Von August bis Oktober hatte der Index, der zu Jahresbeginn wieder auf 100 gesetzt wird, 9,5 Punkte verloren. Ende 2000 hatte der Index 136,95 Punkte erreicht.

City-Pool wackelt heftig

Förderband/BE1 lässt Extra Bern weit hinter sich liegen

Förderband/BE1 lässt Extra Bern weit hinter sich liegenVon Markus Knöpfli Die Radiocontrol-Daten des zweiten Semesters 2001 heizen insbesondere in der Deutschschweiz die Diskussionen um neue Pool-Zusammensetzungen an. Wegen der neuen Ausgangslage in Bern wackelt vor allem der City-Pool.
Kleiner Erdrutsch in der Romandie: Die SRG-Radios gewinnen gegenüber dem ersten Halbjahr 2001 insgesamt 13100 Hörerinnen und Hörer hinzu und steigern den Marktanteil um ganze 2 Prozent. Zu den Verlierern gehören alle ausländischen Sender sowie die meisten Schweizer Privaten (Ausnahmen: RTN 2001, Chablais). Mit einem Minus von 23100 Hörern zählt Nostalgie zu den grossen Verlierern. Aber auch Lausanne FM (minus 9600 Hörer) und Framboise (minus 6800) mussten Federn lassen. Mit dem hohen Verlust von Nostalgie verringerte sich der Abstand zum zweitplatzierten Framboise von 43400 Hörern im ersten Semester auf neu 27100. Dass sich dies auf die Diskussionen um den derzeit wackligen Pool Top Romandie auswirkt, steht ausser Zweifel.
Weniger dramatisch zeigt sich die Gesamtsituation in der Deutschschweiz. Dort legen sowohl die SRG als auch die Schweizer Privaten auf Kosten des deutschen Radio 7 leicht zu, wobei sich der Abstand zwischen SRG-Sendern und Privaten etwas verringert hat. Zudem wird anders als noch im ersten Semester Radio 24 nun sowohl bezüglich Hörerzahlen wie auch Marktanteil als stärkstes Radio ausgewiesen, der Vorsprung gegenüber Z vergrösserte sich gar um 11600 auf 43900 Hörer. Den grössten Zuwachs aller Deutschschweizer Privatsender verzeichnet Radio Top, das gleich 23600 Hörer zulegte. Das viertplatzierte Argovia büsste 9100 Hörer ein.
Spektakuläres ergab sich auf dem Platz Bern: Förderband/BE1 (bisher auf Rang 19) überholt Extra Bern dank 14600 neuen Hörern, von denen es wohl mehr als die Hälfte beim regionalen Erzrivalen (und den Rest bei Radio BeO) abgeluchst hat. Damit verliert das zur Espace Media Groupe gehörende Extra Bern, das von Rang 14 auf 17 zurückfiel, wohl die Berechtigung, weiter im City-Pool zu bleiben.
In der Region Basel hat sich die Situation ebenfalls akzentuiert: Der Abstand zwischen Basilisk (Rang 9) und Edelweiss, das von Platz 17 auf 20 zurückgefallen ist, hat sich vergrössert. Radio Regenbogen blieb relativ stabil.
Die Zahlen in der Innerschweiz sind mit Vorsicht zu geniessen, weil die drei dortigen Player grössere Sendegebiete zugesprochen erhielten. Ob sich dadurch die Rivalitäten zwischen Pilatus und Sunshine weiter verschärfen, bleibt abzuwarten.
Leicht zugespitzt hat sich die Konkurrenz zwischen Virus und Radio 105. Letzteres blieb stabil, während Virus Boden gutmachte.
Eine Neuerung ist zudem auf dem Platz Zürich festzuhalten: Radio Tropic liess sich erstmals ausweisen.
Im Tessin hingegen werden die Sender 3iii und Fiume Ticino sowie der Pool Ticino und Ticino Svizzero derzeit von der Publica Data nicht ausgewiesen. Allgemein ist festzuhalten, dass nur die ausländischen Privatsender, die im Tessin tätig sind, zulegen konnten, auf Kosten von allen anderen Konkurrenten inklusive SRG.
Radios Deutsche Schweiz (1.+ 2. Semester 2001) Nettoreichweite in 1000 HörerInnen und Marktanteil in % in der Deutschschweiz, 24 h, Personen 15+

Radios romandie (1.+ 2. Semester 2001) Nettoreichweite in 1000 HörerInnen und Marktanteil in % in der Romandie, 24 h, Personen 15+
Radios tessin (1.+ 2. Semester 2001) Nettoreichweite in 1000 HörerInnen und Marktanteil in % im Tessin, 24 h, Personen 15+

Mutter aller Werberpartys

Sie ist die Mutter aller Partys, die Egon-Verleihung und das Fest zum Werber des Jahres.

Sie ist die Mutter aller Partys, die Egon-Verleihung und das Fest zum Werber des Jahres.Von Andreas Panzeri und Beat Fritsch Dieses Jahr wurde die Auszeichnung zum 25. Mal vergeben. Die Megasause dazu fand im X-tra Limmathaus statt. Angemeldet hatten sich über 1800 Gäste, einige mehr dürften im Verlauf des Abends noch dazugestossen sein. Gestossen ist schon richtig, denn es herrschte bisweilen und vor allem vor den Fleischtöpfen und Weinfässern ein Drängeln. Die Zahlen, die in den Fernsehsendern herumgereicht wurden, gingen gar bis 2500 Personen. Richtig gelesen: Fernsehsender! So viel semi- und real-offizielle Berichterstattung hat eine intime Feier unter Werbern noch nie nach sich gezogen. Und das nicht einfach im Nachrichtenblock als Kurzfutter.
Tele Züri berichtete bereits in den 19-Uhr-News über die Wahl von Dominique von Matt, tags darauf folgte ein ausführliches Porträt, aufgenommen in seiner Agentur. Star-TV doppelte mit einem Kurzbericht nach. Das Sahnehäubchen setzte SF DRS in der Sendung «Schweiz aktuell» vom Donnerstagabend auf. Nicht nur wurde die von den SI- und Tele-Leserinnen und -Lesern gewählte ZVV-Kampagne aus dem Hause Publicis ausführlich gewürdigt – im Anschluss ans Feature gabs aus dem X-tra gar eine Liveschaltung in über 700000 konsumfreudige Schweizer Haushalte, in der der Werber des Jahres 2001 und auch WerbeWoche-Chefredaktor Samuel Helbling ein bisschen PR für die gesamte Branche machen konnten. Das ist für eine Werberfete bisher einmalig!
Im Saal wars so rammelvoll, dass auch «Schweiz aktuell»-Moderator Christoph Baumgartner und sein Kameramann kaum mehr durchkamen. Und bei den gut 2000 Gästen wars ein Ding der Unmöglichkeit, jedefrau und jedermann anzutreffen. Die Party nimmt langsam ein Ausmass an, das schon fast zu denken gibt. Denn der Einlass ist begehrt wie sonst nirgends. Wie man von vielen Anwesenden hörte, sei das dem Termin zu Jahresbeginn zu verdanken. Die WdJ-Party ist jeweils das erste Grossereignis der Branche nach Silvester. Vielerorts zücken denn Spesenritter bei den zufälligen Begegnungen im Verlauf des Abends auch gleich ihre Agendas, um die Lunches und Dinners fürs erste Quartal zu terminieren. Schliesslich solls dieses Jahr wieder aufwärts gehen, wenn man den Wirtschaftsauguren glaubt. Auch mit den Spesenbudgets. Und so läufts wenigstens den Zürcher In-Beizen nicht auch noch bachab.
Den Gästen wurde einiges geboten. Los gings schon im Eingangsbereich. An der Bar von Buchs-Druck, den Druckern der WerbeWoche, gabs einen Meter neben der Garderobe den ersten Welcome-Drink. Derweil ein Promoter von Spamnetradio Fleischkäse im Vac-Pack verteilte. Den Senf dazu gibts auf www.spamnetradio.ch, auf dem sich Werber seit neuestem ihre Gehörgänge verstopfen lassen können. Reinhören lohnt sich unbedingt, nur schon weil es sich um das erste Werberradio der Schweiz handelt. Sponsor Facts wiederum wartete mit einem gruftähnlichen Outlet auf: In einem Betonsockel waren die Fussstapfen von Dominique von Matt gegenüber denjenigen seiner Mitbewerber Frank Bodin, Claude Catsky, Markus Gut, Daniel Matter und Martin Spillmann eindeutig als die tiefsten zu erkennen. Ein Werber des Jahres hinterlässt sichtbare Spuren. Wie übrigens auch Doktor Mai-Ling, das Aushängeschild des DM-Dienstleisters Trendcommerce. Er blickte von einem überdimensionalen Transparent herunter auf die Gästeschar.
Eng wurde es zum ersten Mal auf der Treppe in Richtung Buffet. Hier kollidierten diejenigen, die nach oben wollten, mit denen, die sich zum Essen ganz unkompliziert auf die Stufen setzten. Der Saal war bereits nach kürzester Zeit brechend voll, und Sitzplätze sowieso während des ganzen Abends Mangelware.
Nicht ausgegangen ist glücklicherweise das Flüssige. Dass alle Drinks am Werber des Jahres gratis sind, hat ja bereits Tradition. Sie werden jeweils grosszügig von den Sponsoren berappt. Was von den Partybesuchern noch grosszügiger ausgenutzt wird. In den «Kellergewölben» des X-tra befand sich zudem ein veritables Spielcasino mit Bar und sechs oder sieben Spieltischen, gesponsert von RMB und Qualiclick.
Jean-Claude Bruhin, Christoph Morach und Roger Baur schauten vor Ort gleich selbst zum Rechten. Wie man hörte, soll es im Verlauf des Abends an der Bar dieses Casinos recht feucht-fröhlich zu und her gegangen sein. Und auch an den Spieltischen frönten die Werber mit den geschenkten Jetons für einmal nur dem Vergnügen.
An der Bar hinter der Bühne, wo man sich wenigstens während der Verleihungszeremonie noch in Ruhe und ohne Gedränge einen Drink genehmigen konnte, servierten die Leute von Marc Schürmanns Promotionagentur Mosaik scharfe Drinks mit Trojka-Wodka. Nach der Verleihung wars dann mit der Ruhe an diesem Tresen aber auch bald vorbei. Die Tränke wurde gestürmt, als die Anwesenden bemerkten, dass die Bühne nun nicht mehr nur dem Werber des Jahres und seinen Gästen gehörte, sondern allen offen stand. Und auf eine Bühne braucht man die Werber nicht zweimal zu bitten. Erst recht nicht, wenn eine Bar drauf steht.
Mittlerweile war Dominique von Matts Ehefrau Jolanda mit Tochter eingetroffen. Für die VIPs und deren Begleitung war im Backstagebereich an genügend Platz mit eigenem Getränkenachschub gedacht worden. Allerdings musste Papa Dominique noch einige Interviews geben, bevor sich die Familie stolz neben ihn setzen konnte.
An einer anderen Bar wirkte Gebi Schregenberger als ruhender Pol. Der Grand Old Man der Branche genoss es, ungestört von stressigen Fachsimpeleien einfach nur den hübschen Assistentinnen beim Tanzen zuzuschauen.
Obwohl er wohl noch ein Jahr oder zwei warten muss, bis ihm der Titel «Werber des Jahres» hochoffiziell zugesprochen wird, freute sich Martin Spillmann an der verrückten Party. Fürs Foto hat sich Rita Spillmann stolz mit ihrem Martin – wie kann man schöner getröstet werden – für die Shortlist ablichten lassen. Zwar noch nicht als Ehefrau lächelte uns eine charmante Claudia entgegen; sie will demnächst Werner Schlatter vom Media-Daten-Verlag ehelichen, wie sie dem WerbeWoche-Team verraten hat. Und noch die Ehe zum Dritten; ums Heiraten geht es dem Vernehmen nach bald auch bei Marzio Frei von Moneycab und Iris Mettler. Die beiden haben sich bereits erkundigt, ob der Shortlist-Fotograf auch für eine Hochzeitsfeier gebucht werden könnte, was dieser aber meist dankend abzulehnen pflegt. Weil er auch keine Scheidungen fotografiert…
Gut gelaunt sah man IPM-CEO Michi Frank. Nach längerem Tauziehen konnte er endlich mit dem Westschweizer Werbefenster auf M6 loslassen, auch wenns mit der Vollabdeckung noch etwas hapert. Sebahat Derdiyok von Blood Sweat & Tears stöhnte ob der Massen im Treppenhaus. Etwas auf den Geist ging das Gedränge auch Helen Gerber, die wegen ihres eingegipsten Arms nur einen Ellbogen für den Nahkampf am Buffet frei hatte. Ebenfalls nur kurz in der Masse: Bettina Bussey von Primetime, die mal wieder vergessen hat, das alljährliche Weihnachtsessen des Ringier-Ehemaligenclubs zu organisieren. Private Zukunftspläne verriet Tarkan Özküp. Der frühere RMB-Verkaufsleiter will sich vor einer beruflichen Neuorientierung zuerst einmal um ein Proficiency-Diplom kümmern. Mitten im Getümmel trafen wir auch Özküps früheren Chef, RMB-CEO Matthias Luchsinger, zusammen mit Markus Cavegn. Letzterer scheint mit seiner Tätigkeit als selbstständiger CD auf guten Wegen zu sein. In der WdJ-Nummer der WerbeWoche zeichnete er nämlich gleich bei zwei Inseraten als Urheber. Neben den ehemaligen Werbern des Jahres, Ruf Lanz, deren Doppelseiter einen verblüffend ähnlichen Auftritt wie der von Cavegn hat. Der Werbung ist halt wie sonst nur der Kunst die unergründliche Bildung visueller Analogien eigen. Weshalb Werbung definitiv als Kunstrichtung zu betrachten sei! Für solche und andere hochprozentige Diskussionen verzogen sich Werberin und Werber später des Abends, als das X-tra dem gemeinen Volk geöffnet wurde, in die gemütliche Lounge bei Cognac und Zigarren.
Beat Fritsch und Andreas Panzeri

stürzten sich letzte Woche mit Fotograf Dominic Ott ins Gewühl der Werber-des-Jahres-Verleihung. Was da abging, darf man ruhig als Hardcore-Party bezeichnen. Zeitweise gab es kein Durchkommen mehr, und auch das Shortlistteam erprobte sich im Nahkampf. Mit 2000 Besuchern sprengte der Event alles da Gewesene und setzte neue Massstäbe. Zum Glück gibts auch mal wieder ruhigere Anlässe.
Wo diese stattfinden und wer sie besucht, wird an den verschiedensten Plätzen in der Szene geortet. Haben Sie schon jetzt etwas zu berichten? Greifen Sie zum Hörer (01 296 97 98) oder in die Tasten ([email protected]). Veranstaltungstipps wie auch weitere Shortlistbilder gibt
es online unter www.werbewoche.ch.

Muse & Musse: Gian Marco Juon

Muse & Musse Gian Marco Juon Welche kulturelle Veranstaltung haben Sie zuletzt besucht?Gian Marco Juon: Das Konzert von Corina Curschellas anlässlich ihrer Plattentaufe; weil ich als Bündner zwar kein Romanisch kann, es aber sehr gerne hö

Muse & Musse Gian Marco Juon
Welche kulturelle Veranstaltung haben Sie zuletzt besucht?
Gian Marco Juon: Das Konzert von Corina Curschellas anlässlich ihrer Plattentaufe; weil ich als Bündner zwar kein Romanisch kann, es aber sehr gerne höre.
Was lesen Sie gerade?
Juon: Haruki Murakami «Mister Aufziehvogel»; weil mich alles Japanische auf unerklärliche Weise fasziniert.
Welche CD hören Sie zurzeit mit Vorliebe?
Juon: Eine Ambient-Sound-CD, die ein befreundeter Grafiker aus Berlin aufgenommen hat.
Welchen Kinofilm würden Sie am liebsten nochmals sehen?
Juon: «Blue Velvet» von David Lynch; weil hinter dem schönen Schein so viel Morbides steckt.
Bei welcher TV-Sendung sind Sie neulich eingeschlafen?
Juon: Ich schaue selten TV. Meist schaff ich es ins Bett, bevor ich einnicke.
Welches ist Ihre neueste Entdeckung im Internet?
Juon: Die Websoap «Vorwärts und zurück» unter www.timo.ch. Allerdings verspricht sie viel mehr, als sie hält.
Worauf könnten Sie nie verzichten?
Juon: Auf Humor.
Was machen Sie in einer freien Minute?
Juon: Singen!
Liebe ist …?
Juon: …der Motor allen Seins.

Best of South-West (3. Quartal 2001)

Affinität der Anzeigen bei den Supportern in der «bürgerlichen Ecke»

Affinität der Anzeigen bei den Supportern in der «bürgerlichen Ecke»Best of Print Advertising Die Anzeigenhits 2001 aus dem Advertising-Index des Marktforschungsinstituts Demoscope
In Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsinstitut Demoscope präsentiert Publimedia den Leserinnen und Lesern der WerbeWoche fünfmal pro Jahr einen Auszug der
Resultate aus dem Advertising-Index (AX Print). Dieser Index (siehe Kasten) ist ein Modul des Market Radar und misst die Beliebtheit von Anzeigensujets. In den oberen beiden Reihen befinden sich diejenigen Sujets, die in der betreffenden psychografischen Zielgruppe (siehe Windrose) die grösste Akzeptanz erzielten. Die drei Sujets, die
bei der gesamten Stichprobe, also bei allen vier Zielgruppen insgesamt, im 3. Quartal 2001 am besten abschnitten, werden unter dem Titel «Top Three» gezeigt.

Zum Gelde drängt auch das Design

An der HGK Zürich startet im März ein neuer Nachdiplomstudienlehrgang Design Culture

An der HGK Zürich startet im März ein neuer Nachdiplomstudienlehrgang Design CultureDas Zusammendenken von Design und Kultur bis zum Projektmanagement ist Thema des Nachdiplomkurses Design Culture an der Hochschule für Gestaltung und Kunst Zürich. Geleitet wird das berufsbegleitende Projekt von Hannes Wettstein und Richard Feurer.Der Kurs will Management und Gestaltung zusammenführen: «Es sollte eine Art Anschlusskompetenz entstehen an der Schnittstelle von Unternehmen und ästhetischer Gestaltung», umschreibt Hannes Wettstein das Konzept. Und es geht um Querbezüge: «Wie entstehen bestimmte Strömungen und Trends? Wie verknüpfen sich diese untereinander?», ergänzt Richard Feurer.
Inhaltlich relevante Elemente und nicht fachspezifische Fragen des Designs sind also Programm beim ersten Nachdiplomstudienlehrgang Design Culture an der Hochschule für Gestaltung und Kunst Zürich. Das auch für Europa bisher einmalige Projekt startet im März. Anmeldeschluss ist Mitte Januar.
Zwanzig Teilnehmer aus dem Umfeld Medien, Gestaltung, Kunst, Architektur und Design, aber auch Juristen, Programmierer und Webdesigner wären ideal für den Kurs. Und ideal wäre natürlich auch, «wenn einer bereits mit einem Auftrag von einem Partner kommt».
Mit einer engen Bindung an die Wirtschaft wollen die beiden Studienleiter nämlich einen realen Bezug zu aktuellen Aufgaben herstellen. Es ist sowohl inhaltlich als auch finanziell ein Ziel, dass eigentliche Aufträge aus der Wirtschaft behandelt werden. Also Learning by Doing an Stelle von abstraktem Wissen.
Der berufsbegleitende Kurs soll zwischen den Teilnehmenden neue Interaktionen erzeugen. «Viele Designer arbeiten mit einem künstlerischen Ansatz und haben sich mit dem Unternehmerischen nicht eigentlich befasst. Was hat das Unternehmen für Bedürfnisse? Wo wirkt es hin?», konkretisiert Richard Feurer. Der Lehrgang will deshalb aufzeigen und instrumentalisieren, was in der Institution passiert: Wie laufen im Bereich Corporate Culture die Prozesse ab?
Für Wettstein könnten mögliche Aufträge von aussen aus dem Bereich Corporate Identity und Corporate Design auch mit Grundlagenforschung für solche Projekte ergänzt werden. Feurer: «Ein Ziel sind auch Kooperationen mit anderen Hochschulen.» Das Leitungsteam will solche Projekte vernetzen und coachen.
Bei diesem Prototyp eines Arbeitsmodells an der Schnittstelle zwischen Theorie und Praxis könnten mit dem Mix an Leuten, die man an diesem Kurs zu vereinen hofft, auch interessante Angebote an die Wirtschaft unterbreitet werden. Feurer: «Die Zeit wäre reif, denn viele Unternehmen sind in ihrem Alltag zeitlich so verankert, dass sie sich gar keine Gedanken über Forschung machen können.» Wettstein: «Die klassischen Kistchen müssen aufgebrochen werden, denn die interessanten Sachen passieren heute an den Schnittstellen.»
Beide Studienleiter haben bereits langjährige Erfahrung als Dozenten und arbeiten in einer losen Bürogemeinschaft zusammen im Zürcher Seefeld. Richard Feurer kommt aus dem Bereich Corporate Identity, Corporate Design, Mediengestaltung und Design Direction. Hannes Wettstein arbeitet in einem komplementären Bereich zwischen Architektur und Produktgestaltung und hat als Professor für Produktgestaltung in Karlsruhe «die modulhafte Methode schon sehr stark gelebt». Andreas Panzeri

Mehr als nur ein Anlass

Leading Events of the World will als Magazin exklusive Events mit bekannten Brands kombinieren

Leading Events of the World will als Magazin exklusive Events mit bekannten Brands kombinierenEntgegen allen Trends entwickelt sich ein neues Hochglanzmagazin auf dem Markt. Leading Events of the World ist ein eingetragenes Markenzeichen für sportliche und kulturelle Highlights im internationalen Veranstaltungskalender. Gleichzeitig ist die Auszeichnung Oberzeile und Programm für ein neues Hochglanzmagazin.Die Hochglanzmagazinserie Leading Events of the World präsentiert mit ihren Hintergrundberichten Attraktionen, Landschaften, Menschen und Lifestyle rund um die Leading Events. «Ein Kunstwerk als eine ausgezeichnete Plattform für die höchste Form der Eventkommunikation wie auch des Brandings», umschreibt Christof Küng sein Projekt. Der Editorial and Creative Director sowie Gründer und Inhaber der Corporate Identity by Küng AG in St.Gallen will mit seinen Luxusheften eine neue Marketingplattform anbieten, die die Leading Brands mit den Leading Events dieser Welt verbindet.
«Nur wenige Inserenten erkaufen sich das exklusive Recht, sich direkt mit einem solchen Anlass in Verbindung zu bringen», erklärt er sein prestigeträchtiges Angebot. Verwirklicht worden ist die Idee bisher beim White Turf in St.Moritz sowie beim Polo Open der Bank Hofmann in Zürich. In Prüfung sind weitere Events wie das Leichtathletikmeeting Weltklasse Zürich, die Festspiele auf der Seebühne von Bregenz, das Lucerne Festival, das 24-Stunden-Autorennen von Le Mans, die Pferderennen von Ascot, Wimbledon oder das US-Golf-Masters.
Entstanden ist die Idee aus einem Mandat, in dem die Corporate Identity Küng gebeten wurde, weltweit die besten Events für ein potenzielles Sponsoring zu evaluieren, zu testen und aufzulisten. Die Unternehmensberatung für Corporate Identity, die auch im Bereich der Eventorganisation, Vermarktung, Sponsoring und Betreuung grosse Erfahrung aufweist, entschloss sich, in der Unternehmensgruppe eine neue Verlagsorganisation aufzubauen, um sich des Themas Leading Events of the World professionell und intensiv anzunehmen.
Adolf Ogi greift auch für Pferde in die Tasten
Die ersten Magazine, die limitiert und in nummerierten Auflagen erschienen sind, erreichten jeweils 30000 Exemplare. Sie wurden an ausgesuchte Leser des Verlages, des Veranstalters, der Sponsoren und der Inserenten verteilt. In ausgewählten Hotels wird das Luxusmagazin ebenso aufgelegt. Die Swissair verteilt die edlen Printprodukte an ihre First-Class-Passagiere auf Überseeflügen und Crossair auf ihren Europaflügen in der Business-Class. Im Gespräch sind weiter: die Vereinigung Zürcher Bahnhofstrasse, das Büro Schweiz Tourismus sowie Golfplätze in der ganzen Schweiz oder ausgesuchte Restaurants und Bars.
Die aktuelle Ausgabe zum White Turf St.Moritz (3., 10. und 17. Februar) umfasst 80 Seiten und brilliert mit einem Vorwort von Altbundesrat Adolf Ogi über Hintergrundgeschichten zum Pferdesport bis zu Rennprogrammen, Porträts der beteiligten VIPs, Modeberichten und «Pferdegeschichten aus 1001 Nacht». Unter den Inserenten finden sich Brands vom Badrutt’s Palace Hotel über BMW, CS, Swisscom, Crossair, American Express, Mauritius Tourismus oder Les Ambassadeurs. Mehr Infos zum Projekt gibt es unter www.leading-events.com
Andreas Panzeri
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