Leserbrief: Moneycab schätzt Online-Werbemarkt unrealistisch ein

Moneycab schätzt Online-Werbemarkt unrealistisch ein WW 01/02: «Mehr Chancen am Goldbach»Zu den Ausführungen von Markus Gisler betreffend den Online-Werbeverkauf auf Moneycab möchte ich wie folgt Stellung nehmen:Um über 30 Arbeitsplätze b

Moneycab schätzt Online-Werbemarkt unrealistisch ein WW 01/02: «Mehr Chancen am Goldbach»
Zu den Ausführungen von Markus Gisler betreffend den Online-Werbeverkauf auf Moneycab möchte ich wie folgt Stellung nehmen:
Um über 30 Arbeitsplätze bei Moneycab zu schützen, hat Adlink den Vermarktungsvertrag mit der Finanzplattform frühzeitig aufgelöst. Die Übertragung der Vermarktungsrechte an Active Agent war eine Bedingung für die Übernahme von Moneycab durch Goldbach Media. Es ist daher bedauerlich, dass Adlink im oben erwähnten Artikel von Markus Gisler als technische Firma dargestellt wird, die Moneycab «nicht wirklich verkauft» habe.
Mit einer ausgewiesenen Auslastung von 70 bis 80 Prozent des Werbe-Inventars auf Moneycab hat Adlink die Plattform in einem schwierigen Markt ausgezeichnet verkauft. Der Grund für Markus Gislers Enttäuschung über die erzielten Werbeeinnahmen ist wohl eher in einer unrealistischen Markteinschätzung zu suchen. So erwartet Markus Gisler, dass Moneycab 30 bis 40 Prozent des Betriebsbudgets von 10 Millionen Franken durch Online Werbung finanziert. Das sind 4 Millionen netto und etwa 6,6 Millionen Franken brutto. Die gesamten Online-Werbeaufwendungen in der Schweiz für das laufende Jahr werden auf rund 25 Millionen Franken geschätzt. Somit erwartet Moneycab also rund 26 Prozent der gesamten Online-Werbeaufwendungen in der Schweiz und dies, notabene, bei einer Million Page Impressions pro Monat. Diese Erwartung ist nur schwer nachvollziehbar, erscheint doch Moneycab nicht einmal unter den Top-20-Sites in der Schweiz im Nielsen- und/oder MMXI-Rating.
Solche Aussagen sind deshalb der Online-Werbung nicht förderlich, können nur in völliger Unkenntnis des Online-Werbemarktes gemacht werden und erklären wohl auch den Ausstieg der bisherigen Investoren.
Martin Radelfinger
Managing Director
Adlink Internet Media AG

Zu viele Musen in den Alpen

Eine Zeitschrift und zwei Websites beanspruchen den Namen Musenalp

Eine Zeitschrift und zwei Websites beanspruchen den Namen MusenalpVon Bruno Amstutz Das Label Musenalp ist begehrter denn je. Gleich drei Unternehmen benutzen die Bezeichnung, aber nicht alle in gegenseitigem Einvernehmen.
Der Musenalp Express weist eine wechselvolle Geschichte auf: 1976 wurde die Zeitschrift von Othmar Beerli gegründet und beinhaltete eine Plattform, auf der Jugendliche Gedanken, Gedichte oder Reiseberichte publizierten. Zugleich funktionierte Musenalp als Versandhandel. 1988 startete Beerli das Musenalp-Magazin in Deutschland und versuchte auch nach Österreich zu expandieren. Nach dem Fall der Mauer stellten sich jedoch in Deutschland Finanzprobleme, die den Todesstoss für die deutsche und die österreichische Ausgabe bedeuteten.
Der Schweizer Musenalp Express hat seither eine Odyssee hinter sich: 1996 gelangte er in die Hände der Musenalp-Express-Medien AG in Hergiswil, einer Tochtergesellschaft der S.A.R.I. AG des Verlegers Romeo Maggi, der im Frühjahr 1998 den Versandhandel aus dem Heft verbannte.
Im August 1998 beteiligte sich Ringier mit 60 Prozent an der Zeitschrift und versuchte darauf, das Blatt mit einem Redesign unter dem Titel MEX aufzupeppen. Dazu gehörte die Aufschaltung einer Website mit der Adresse www.musenalp.ch, die bald darauf auch unter www.mextown.ch erreichbar war.
Ringier beendete das Experiment MEX im November 2000 und verkaufte den Printtitel an die Direktmarketingagentur Factum, behielt aber die Mextown-Site. Factum lancierte unter dem Namen www.mexworld.ch einen eigenen Internetauftritt, während Ringier die Domains mu senalp.ch und mextown.ch im Herbst 2001 an die Zürcher Informatikfirma Athena verkaufte.
Die Verwirrung ist komplett, seit sich Musenalp-Gründer Othmar Beerli wieder ins Geschehen eingeschaltet hat. Ende Dezember 2001 brachte er die Website www.musenalp.com aufs Netz. Dort will er seine ursprüngliche Idee neu verwirklichen und ein vielsprachiges Forum für Jugendliche aus aller Welt anbieten. Er ist der Meinung, dass musenalp.com ohne Probleme parallel zu musenalp.ch laufen könne und hat sich auch die Domain-Endungen .de, .at und .info reserviert. Auch das altgediente Musenalp-Logo prangt auf Beerlis Site.
Wenig erfreut darüber ist Valentino Mauriello von Factum, der über die neu gegründete Mex Verlags AG die Geschäfte des Magazins führt: «Was Beerli macht, ist nicht korrekt, und wir werden dagegen Schritte einleiten.» Factum hat die Namensrechte an Musenalp von Ringier gekauft und ist Inhaberin der Markenrechte. Mauriello stuft deshalb auch den Domainhandel zwischen Ringier und Athena als nicht hundertprozentig nachvollziehbar ein.
Trotzdem ist ein Joint Venture zwischen Mex und Athena geplant, in dem auch die mittlerweile etwas verwahrloste Mextown-Site wieder auf Vordermann gebracht werden soll. Eine Zusammenarbeit mit Beerlis Seite kommt für Mauriello aber nicht in Frage: «Beerli hatte damals eine gute Idee, aber wir haben uns davon gelöst und das Magzin auf ein älteres Zielpublikum ausgerichtet.»

Das Mass ist brechend voll

Wirz mobilisiert die Gemeinschaft gegen die Gewalt

Wirz mobilisiert die Gemeinschaft gegen die GewaltUm der Vision einer gewaltarmen Gesellschaft einen Schritt näher zu kommen, hat die von Sigi Feigel initiierte Stiftung gegen Rassismus und Gewalt (GRA) Ende 2001 die Kampagne «gemeinsam gegen Gewalt» lanciert. Der von Wirz, Zürich, konzipierte Auftritt fordert den Einzelnen auf, nicht wegzuschauen, sondern einzuschreiten, wenn Gewalt angewendet wird. Die Kampagne will einen Diskurs auslösen und bewirken, dass jeder über sein eigenes Verhalten nachdenkt. «Das Geringfügigste, das jemand gegen Gewalt unternimmt, ist besser, als gar nichts zu tun», so John Leuppi, Texter bei Wirz. Seite 5 und 10

Wer ist die Schönste im Land?

WerbeWoche-Leser wählen via www.You-AD.ch die besten Ideen für Heckscheibenkampagnen

WerbeWoche-Leser wählen via www.You-AD.ch die besten Ideen für HeckscheibenkampagnenDer You-AD Creativity Award 2001 ist ein Erfolg. Mit über 150 Arbeiten haben sich Schweizer Werbeagenturen um den Gewinn einer You-AD-Kampagne im Wert von 55000 Franken beworben. Eine prominent besetzte Jury hat jetzt die Top-4-List definiert. Nun sind Sie, die Leserinnen und Leser der WerbeWoche, gefragt: Geben Sie auf www.you-AD.ch der Kampagne Ihrer Wahl die Stimme. Die Sieger-Kampagne wird am «Werber des Jahres» am 17. Januar präsentiert. Seit dem Frühjahr 2001 ist You-AD in der Schweiz und in Deutschland auf dem Markt: Privatautos werden zu fahrenden Werbeträgern. Insgesamt hat das Team gemeinsam mit Agenturen und Direktkunden (unter anderem Credit Suisse, more4u, Autogrill) in den beiden Ländern bereits 12 Kampagnen durchgeführt, darunter eine nationale Aktion mit Skoda.
You-AD ist zufrieden mit dem Marktstart: «Zwar spüren wir die gedrückte Stimmung des Werbemarktes auch in der Schweiz, andererseits sehen die Werber und Kunden gerade jetzt den Wert eines Mediums, das durch Innovation und Auffallen das Optimum aus dem Werbefranken herausholt», meint Robert Wernli, Verkaufsleiter Schweiz von You-AD. Für die kommenden Monate sind bereits wieder einige Projekte mit hohem Aufmerksamkeitspotenzial in der Pipeline.
«You-AD wirkt dann am besten, wenn sich die Werber vom aussergewöhnlichen, bewegten Ort ihrer Aussage zu einer speziellen kreativen Lösung inspirieren lassen. Den You-AD Creativity Award 2001 haben wir auf Grund der Idee von Michael Conrad ausgeschrieben, um zu sehen, wie die Werber mit diesem neuartigen Medium umgehen – und um inspirierende Beispiele für den Umgang mit You-AD in Umlauf zu bringen», erklärt Wernli die Zielsetzung des Awards.
Zu gewinnen gibt es komplette Gratiskampagnen im Wert von 55000 Franken (Schweiz) beziehungsweise 50000 Euro (Deutschland). Der Schweizer Gewinn ist äquivalent mit – beispielsweise – einer einen Monat dauernden Kampagne mit 100 privaten Vielfahrern, Produktion inklusive.
Bereits bei seiner ersten Austragung hat der You-AD Creativity Award 2001 für grosse Resonanz gesorgt. Robert Wernli: «Insgesamt 330 eingereichte Arbeiten in der Schweiz und in Deutschland haben unsere Erwartungen bei weitem übertroffen. Und das nicht nur, was die Quantität und was die Mischung der teilnehmenden Agenturen – von klein bis ganz gross – angeht: Auch die Qualität hat uns Freude gemacht.»
Dass die Aktion so erfolgreich war, dürfte zu einem guten Teil auch auf die prominent besetzte Jury zurückzuführen sein. Neben dem in Zürich lebenden und arbeitenden Initiator und Jury-Vorsitzenden Michael Conrad, Chief Creative Officer Leo Burnett Worldwide und ehemaliger Cannes-Lion Jurypräsident, waren Frank Bodin (Chairman und CEO Euro RSCG Zürich), Hanspeter Heckel (Chefredaktor Werben & Verkaufen München), Maru?sa Fasano (Gründerin You-AD Zürich), Claudia Langer (Gründerin .start Werbeagentur München), Jürgen Knauss (Chairman Heye & Partner München) und Sebastian Turner (Kreativchef Scholz & Friends Berlin, ADC-Präsident Deutschland) als Jury gesetzt.
You-AD-Gründerin und Jurymitglied Maru?sa Fasano erinnert sich gerne an die Auswahl der besten Motive Mitte Dezember in Berlin: «Der Einfallsreichtum der Arbeiten hat uns beeindruckt. Wir haben so selber die Möglichkeiten unseres Mediums noch ein ganzes Stück besser kennen lernen dürfen. Zudem war es für mich als Nicht-Werberin hochinteressant zu sehen, mit welcher Differenziertheit, Treffsicherheit und Effizienz die Werbeprofis in der Jury die Arbeiten beurteilten.»
Ergebnis der Jurierung war auf Schweizer Seite eine Top-4- Liste der besten Motive, aus denen nun die Leserinnen und Leser der WerbeWoche über Internet (www.you-AD.ch) ihren Favoriten küren können. Der Gewinner wird am 17. Januar 2002 anlässlich der Wahl zum «Werber des Jahres» vorgestellt und erhält dort den Gutschein für die You-AD-Kampagne als Geschenk an seinen Kunden.
Aus den deutschen Eingaben hat die Jury eine Top-10-Liste definiert, die auf www.you-AD.de besichtigt werden kann. Auch die deutsche Gewinner-Kampagne ist von der Jury bereits gewählt worden. Sie wird im Fachorgan Werben & Verkaufen veröffentlicht, sobald die Modalitäten der Kampagnendurchführung mit Agentur und Kunde geklärt sind.
Damit aber nicht genug, was die Wirkung des You-AD Creativity Award angeht. Robert Wernli ergänzt dazu: «Selbstverständlich gab es eine grosse Zahl kreativer, origineller, frecher, auffallender Motive. Wir werden daraus ein kleines Inspirations-Booklet machen, das wir allen Werberinnen und Werbern zur Verfügung stellen werden, die sich über das kreative Potenzial von You-AD informieren möchten.»

Aufgefallen: Sie können es einfach nicht lassen, die lieben – männlichen! – Werber.

AufgefallenSie können es einfach nicht lassen, die lieben – männlichen! – Werber. Obschon ich bis jetzt immer der Ansicht war, dass BMW ein klassisches Frauenauto sei, belehrt mich die aktuelle Kampagne der Bayerischen Motorenwerke des puren Geg

Aufgefallen Sie können es einfach nicht lassen, die lieben – männlichen! – Werber. Obschon ich bis jetzt immer der Ansicht war, dass BMW ein klassisches Frauenauto sei, belehrt mich die aktuelle Kampagne der Bayerischen Motorenwerke des puren Gegenteils. Nachdem schon die IWC-Uhren demonstriert haben, dass sie für das richtige Geschlecht ticken, zeigt BMW, welchen Fahrer er am liebsten hinter seinen Lenkrädern sehen möchte. Den, der schon seit frühester Kindheit eine Frauenbrust als Übungsmodell eines Navigationssystem im wahrsten Wortsinn begreift. An beiden lässt sich wohl rumdrücken und rumspielen und eine Frauenstimme begleitet ständig das Tun des äusserst intuitiven männlichen Zeitgenossen. So intuitiv, dass es eben ohne Navigationssystem nicht mehr geht. Wahrscheinlich geht es nicht mehr lange, und BMW gestaltet seine Airbags in Form von riesigen Frauenbrüsten, in die der BMW-Fahrer seinen intuitiven Kopf eintauchen kann…wie damals, als er auf dem Weg zum ersten Ziel war. Einem Ziel, das bis heute seinen Alltag und sein Schaffen prägt. Chandra Kurt
Kolumne

Werbung 2002
Von Thomas Lüber
Sehr geehrte Damen und Herren
Trotz der unsicheren Wirtschaftslage im Bäckereizuliefergewerbe und der beunruhigenden Tatsache, dass die von allen herbeigeredete Rezession noch nicht vorbei ist, ja noch nicht einmal angefangen hat.
Trotz der Einführung des Euros, des Einbruchs im Quartalsergebnis der CS auf unter eine Milliarde und der x-ten Gewinnwarnung der Zurich.
Trotz des Aus für TV 3 und Tele 24, des Verkaufs von wichtigen Teilen der Basler Mediengruppe und des Einbruchs der Tamedia-Aktie.
Trotz des Attentats von Zug, der Brandkatastrophe im Gotthardtunnel, des Groundings der Swissair samt staatlicher Milliardensubventionen und der Copilotisierung von Moritz Suter, die uns Basler so schmerzt.
Trotz des Krieges in Afghanistan, der Turbulenzen um Kaschmir, der Präsidentenhyperinflation in Argentinien und trotz der schrecklichen Ereignisse des 11. Septembers.
Trotz all dieser negativen Einflüsse und der damit verbundenen Unsicherheit im globalen wie nationalen Umfeld dürfen wir Ihnen heute hoch erfreut mitteilen, dass unsere Geschäftsleitung einstimmig meinem Vorschlag gefolgt ist und entsprechend unserer Firmenphilosophie beschlossen hat, proaktiv und dynamisch mit antizyklischer Werbung den Marktanteil zu erhöhen. Wir haben deshalb unser Marketingbudget für das neue Jahr lediglich um 745 Prozent auf CHF 25312.35 all in gekürzt.
Also dann: motiviert an die neue Aufgabe! Wir freuen uns auf Ihre Jahrespräsentation (Sie wissen ja: TV, Radio, Plakate, grosse DM-Geschichte; geht es Ihnen übermorgen um 8.30 Uhr bei uns?) und wünschen Ihrer Agentur ein erfolgreiches 2002.
Mit freundlichen Grüssen
Hansheiri Hunziker, Rosinenpickerei AG; Erwin Stirnimann, Marketingleiter
PS: Danke für Ihre kreative Neujahrskarte. Weiter so!
[email protected]
Thomas Lüber ist Geschäftsführer Kreation von Lesch+Frei Zürich.

Die-Agentur.ch wird Allenspach PR

Die-Agentur.ch firmiert neu unter dem Namen Allenspach PR. Marcel Allenspach, Inhaber des Kommunikationsberatungsunternehmens, will damit die Positionierung als klassische PR-Agentur

Die-Agentur.ch firmiert neu unter dem Namen Allenspach PR. Marcel Allenspach, Inhaber des Kommunikationsberatungsunternehmens, will damit die Positionierung als klassische PR-Agenturmit einer strategischen Konzentration auf Kunden aus der Old Economy demonstrieren. «Dafür eignet sich ein Firmenname, der zugleich eine URL ist, nicht ideal», sagt er. Zudem ist seit dem 1. Dezember 2001 eine Niederlassung in München operativ tätig. «In Deutschland wollen wir nicht über einen Schweizer Bonus, sondern über Qualität operieren.» Das Schweizer Kürzel fällt dabei weg. (ba)

News: Mittelland Zeitung ist gestartet

Seit dem 3. Januar ist die Mittelland Zeitung auf dem Markt, ein Kooperationsprodukt der Titel Aargauer Zeitung, Solothurner Zeitung, Oltner Tagblatt und Zofinger Tagblatt.

Seit dem 3. Januar ist die Mittelland Zeitung auf dem Markt, ein Kooperationsprodukt der Titel Aargauer Zeitung, Solothurner Zeitung, Oltner Tagblatt und Zofinger Tagblatt.News Mittelland Zeitung ist gestartet
Die vier Blätter und ihre Kopfblatt- und Regionalausgaben erscheinen neu als einheitliche Fünfbundzeitung, wobei der fünfte Bund den jeweiligen Regionalteil beinhaltet. Eine Auflage von knapp 200000 Exemplaren mit 366000 Lesern macht die Mittelland Zeitung zur drittgrössten Tageszeitung der Schweiz.
Uvek gibt Zürcher Radios Körbe Der Bundesrat hat Gebietserweiterungsgesuche in der Zentralschweiz genehmigt und entsprechende Anträge aus Zürich und dem Aargau abgelehnt. Die Zürcher Veranstalter verlangten alle eine bedeutende Ausdehnung in Gebiete benachbarter Stationen, wie das Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (Uvek) mitteilte. Die von den Zentralschweizer Veranstaltern eingereichten Gesuche hätten einem von den Radios bereits seit Jahren angestrebten Modell entsprochen, mit gemeinsamer Versorgung der Kernzone um die Städte Luzern, Zug und Schwyz.
Radio Aktuell verkauft selberDer St. Galler Privatsender Radio Aktuell eröffnet per Anfang Januar eine eigene Verkaufsabteilung. Bisher war Publicitas für den Werbezeitverkauf zuständig. Durch den Verkauf in Eigenregie solle mehr Kundennähe erreicht werden, teilte das Radio mit.
Jean Frey Romandie vermarktet auch Beobachter selbstNachdem der Beobachter in der Westschweiz 20 Jahre lang von der Inter Annonces SA betreut worden ist, übernimmt Jean Frey Romandie (JFR) den Anzeigenverkauf ab Anfang 2002 selbst. Regionalverkaufsleiterin Anne-Marie de Jong wechselt von Inter Annonces zu JFR, wo bereits bisher die Titel Bilanz, Weltwoche und Detail vermarktet wurden. Zum neuen Managing Director von JFR wurde Servais Micolot ernannt.

Kopf der Woche: «Le Matin soll eine populäre Grosszeitung werden»

Peter Rothenbühler wird am 1. März 2002 Chefredaktor der Westschweizer Tageszeitung Le Matin

Peter Rothenbühler wird am 1. März 2002 Chefredaktor der Westschweizer Tageszeitung Le Matin / Ungefähr eine Woche lang hat sich Peter Rothenbühler überlegen müssen, ob er der neue Chefredaktor von Le Matin werden will. Schliesslich handelt es sich bei Le Matin um die grösste Westschweizer Tageszeitung, und davor hat selbst der erfahrene Journalist Rothenbühler gehörigen Respekt. Kommt hinzu, dass der ehemalige Chefredaktor des SonntagsBlicks und der Schweizer Illustrierten noch nie eine Tageszeitung gemacht hat.
Bei der Entscheidungsfindung sei für ihn hingegen erleichternd gewesen, dass Le Matin erst kürzlich einem Relaunch unterzogen worden sei und damit ein gültiges Redaktionskonzept bestehe, das bereits zu sechzig Prozent umgesetzt sei, ist er überzeugt.
Seine vordringliche Aufgabe sieht der gelernte Journalist Peter Rothenbühler zunächst darin, die restlichen vierzig Prozent zu verwirklichen und die Zeitung in Richtung Quality Tabloid zu führen, das heisst, aus Le Matin eine populäre Grosszeitung zu machen. Sein Credo: Auch für die Macher einer Boulevardzeitung gelten die gleichen journalistischen Ethikregeln wie für jedes andere seriöse Presseerzeugnis. Als Chefredaktor, den Edipresse von aussen hereingeholt hat, will Peter Rothenbühler zudem den internen Querelen und Machtkämpfen, die die Redaktion in der Vergangenheit belasteten, definitiv ein Ende setzen.
Der perfekt zweisprachige Chefredaktor wird ab 1. März 2002 nicht nur die Tageszeitung Le Matin betreuen, sondern sein Know-how auch für die Sonntagszeitung Le Matin Dimanche kreativ einsetzen. In dieser Doppelrolle sieht er sich vor allem als Animator, der seine Mitarbeiter zu journalistischen Höchstleistungen anspornen will. Er selber wird wohl etwas weniger in die Schreibtasten greifen, was er persönlich bedauert, weil Schreiben seine grosse Leidenschaft bleibe. Dabei erinnert er sich gerne an den Beginn seiner journalistischen Karriere in Biel und Lausanne. Als Jura-Korrespondent berichtete Rothenbühler seinerzeit über den Jura-Konflikt. Dies sei eine der schönsten und spannendsten Perioden in seinem Beruf gewesen, meint er rückblickend.
Der Pfarrerssohn verbrachte einige Jugendjahre in Frutigen und besuchte danach das zweisprachige Gymnasium in Biel. So erhielt er sehr früh Einblick in die beiden Kulturen diesseits und jenseits der Sprachgrenze. Wenn Peter Rothenbühler demnächst seine Zelte in der Deutschschweiz abbrechen wird, um sich in Lausanne nach einer neuen Bleibe umzusehen, zum Leidwesen seiner beiden Söhne, aber zur grossen Freude seiner aus Frankreich stammenden Ehefrau, kehrt er in eine Gegend zurück, die ihm wohl vertraut ist. Anita Vaucher

M6 trotz Lücken gestartet

Seit vergangenem Montag ist das Schweizer Werbefenster auf M6 geschaltet.

Seit vergangenem Montag ist das Schweizer Werbefenster auf M6 geschaltet.Allerdings beschränkt sich das Angebot auf die Primetime; erst ab Februar können Auftraggeber alle Werbe-Inseln buchen.Wichtigste Einschränkung ist die fehlende Vollabdeckung der Westschweizer Kabelnetze. Immer noch sind Zusagen ausstehend, unter anderem der Netzbetreiber von Genf und Lausanne, wie IPM-Geschäftsleiter Michi Frank gegenüber der WerbeWoche bestätigte. Damit findet das M6-Werbefenster in den beiden bevölkerungsreichsten Agglomerationen der Westschweiz noch nicht zum Publikum. Frank hofft, die Lücken rasch zu füllen: «Wir schliessen täglich neue Verträge mit Netzbetreibern ab», sagte er.
Die Gründe für die Widerborstigkeit sind bekannt: Die starke Solidarität der Politik mit TSR kommt zum Tragen. In Genf und in Lausanne sind die politischen Gemeinden selbst an den Kabelnetzen beteiligt. (dse/av)

Blick.ch verliert wieder massiv Besucher

November-Daten der Internetpanel von AC Nielsen und MMXI

November-Daten der Internetpanel von AC Nielsen und MMXIGemäss MMXI-Internetpanel haben im Oktober 2,55 Millionen Personen während durchschnittlich 303 Minuten von zu Hause aus im Internet gesurft und dabei 262 Seiten besucht. Gemäss den Paneldaten von AC Nielsen waren es hingegen knapp über zwei Millionen Personen, die je während 337 Minuten surften und 506 Seiten besuchten.Trotz dieser üblichen Unterschiede zwischen den beiden Panels stimmten sie in einem Punkt noch nie so stark überein: Ganze sieben Domains sind innerhalb der jeweiligen Top-20-Liste auf dem gleichen Platz rangiert, davon gar fünf unter den zehn Erstplatzierten. Was ebenfalls auffällt: Die Westschweizer Surfer sind am Aufholen, erreichte doch Yahoo.fr in beiden Panels auf einen Schlag Rang 17.
Erwartungsgemäss ist bei gesunkener Kauflust Comparis.ch wieder aus den Top 20 verschwunden, und auch Blick.ch hat sich zumindest aus der Liste von AC Nielsen verabschiedet. Das wundert weniger, denn Blick.ch war im September und Oktober offenbar primär als Überbringer schlechter Nachrichten gefragt (11. September, Attentat in Zug, Swissair-Grounding und Crossair-Absturz bei Bassersdorf). Markus Knöpfli
Top-20-Domains november 2001 Nielsen/Netratings MMXI
Rang Domain Anzahl Reichweite Domain Besucher Reichweite
Besucher in % in 1000 in %
 1 bluewin.ch 941 155 46,90 bluewin.ch 1 314 51,50
 2 microsoft.com 701 663 34,97 msn.com   700 27,50
 3 msn.com 699 601 34,87 microsoft.com   692 27,10
 4 passport.com 514 693 25,65 passport.com   615 24,10
 5 google.ch 434 937 21,68 msn.ch   602 23,60
 6 yahoo.com 416 939 20,78 yahoo.com   532 20.90
 7 search.ch 406 353 20,25 google.com   505 19,80
 8 msn.ch 312 891 15,59 search.ch   483 18,90
 9 sunrise.ch 296 039 14,75 sunrise.ch   458 18,00
10 sbb.ch 268 755 13,39 sbb.ch   432 16,90
11 yahoo.de 228 673 11,40 yahoo.de   321 12,60
12 gmx.net 222 101 11,07 google.com   320 12,50
13 google.com 213 267 10,63 msn.de   318 12,50
14 netscape.com 200 284  9,98 gmx.de   296 11,60
15 geocities.com 190 474  9,49 ubs.com   267 10,50
16 gmx.net 174 305  8,69 microsoft.de   239  9,40
17 yahoo.fr 155 685  7,76 yahoo.fr   216  8,50
18 yellownet.ch 155 668  7,76 microsoft.fr   204  8,00
19 ubs.com 155 022  7,73 swissonline.ch   202  7,90
20 altavista.com 154 118  7,68 blick.ch   201  7,90
Quelle: AC Nielsen/MMXI

Dreiköniglicher Adel

Dieses Jahr setzte sie zwar keine neuen Trends, dennoch war die Dreikönigstagung des Verbands Schweizer Presse in Zürich-Oerlikon in der vierten Auflage ein voller Erfolg.

Dieses Jahr setzte sie zwar keine neuen Trends, dennoch war die Dreikönigstagung des Verbands Schweizer Presse in Zürich-Oerlikon in der vierten Auflage ein voller Erfolg.Von Beat Fritsch Das freute die Verantwortlichen, allen voran Karl Lüond, Leiter des Medieninstituts des Verbands, und Geschäftsführerin Eva Keller. Rund 280 Topshots waren in der Teilnehmerliste aufgeführt; darunter höchste Schweizer Verleger wie Hans Heinrich Coninx, Michael Ringier, Marco de Stoppani oder Peter Wanner.
Vermisst wurden Basler, Berner und Westschweizer Namen, denn weder Hagemann, Lamunière, Stäheli oder von Weissenfluh fanden sich unter den Gästen. Präsenz markierten hingegen die Mitarbeiter der Jean Frey AG, gesuchte Gesprächspartner in den Kaffeepausen.
In Referaten und Diskussionsrunden – noch vor zwei Jahren herrschte das grosse Zittern vor dem Internet – waren die Ängste der Kongressbesucher nach dem Abflauen dieser Euphorie (inklusive Zusammenbruch der zwei sprachregionalen Privat-TV-Sender) anderswo auszumachen. Unter dem Tagungsmotto «Was jetzt wirklich zählt: Navigation, Augenmass, Persönlichkeit, Qualität» wollten sich die Förster und Baumschullehrer im Schweizer Blätterwald auf ihre Wurzeln zurück besinnen: Herstellung und professionelle Vermarktung von Printprodukten. Die elektronischen Medien würden das geschriebene Wort nie ersetzen können, stellte auch Schweizer-Presse-Präsident Coninx schon in der Eröffnungsrede fest. Die Nachmittagsdiskussion mit Weltwoche-Chefredaktor Roger Köppel und NZZ-am-Sonntag-Redaktionsleiter Felix E. Müller sowie Michael Ringiers Referat drehten sich auch um die Leistungen, die mit Druckerschwärze und Papier erbracht werden. So geriet die Tagung zur Nabelschau der Szene, die hoffnungsfroh in die Zukunft zu blicken scheint, obwohl sie letztes Jahr wie andere auch arg gebeutelt worden war.
Zu den offiziellen Punkten und den Referaten gesellen sich an der Dreikönigstagung immer auch inoffizielle Themen, über die sich trefflich in den diversen Kaffeepausen und während des Stehlunches über Mittag tratschen liess. Meist betreffen sie personelle Belange, denn das Phänomen Stellenwechsel und dessen mögliche Erscheinungsformen sind ein unerschöpflicher Gesprächsfundus.
Eine eigene grobe Zählung hat ergeben, dass fünf bekannte Kaderleute derzeit noch frei sind. Allerdings wird die frühere Glückspost-Verlagsleiterin Brigitte Schatzmann, die eine Auszeit genommen hat, demnächst in der Marketingabteilung der Kiosk AG beginnen. Des Weiteren haben gegenüber dem letzten Jahr zehn Tagungsteilnehmer den Arbeitgeber gewechselt und nochmals gut zehn Spitzenkader legte sich Michael Ringier während der Festtage ins eigene Geschenkkörbchen. Ihn sah man übrigens während der ganzen
Tagung gut gelaunt und meist lachend in immer wieder neue Gespräche verwickelt.
Wie sonst gemunkelt wird, sind solche grossen Veranstaltungen seine Sache eher nicht. Dieses Jahr jedoch liess er sich als Abschlussreferent, der dem letzten Jahr kurz vor Schluss das verlagstechnische Sahnehäubchen aufsetzte, den Auftritt nicht entgehen. Und schliesslich wurde einem an der Dreikönigstagung auch anschaulich vorgeführt, dass Michael Ringier definitiv der Grösste in der Schweizer Verlagsszene ist. Er überragt jeweils andere Anwesende beinahe um Kopflänge. Zur visuellen Abrundung hätte man ihm nur noch die Dreikönigskrone aufs Haupt zu setzen brauchen.
Beat Fritsch

verliess auch dieses Jahr die Dreikönigstagung des Verbands Schweizer Presse ohne die so beliebte papierene Krone auf dem Kopf. An der Tagung wird in der ersten Kaffeepause jeweils Dreikönigskuchen gereicht. Mit genau einem König auf rund 300 Stück. Das Plastikmännchen fand dieses Jahr Medienjournalist Markus Knöpfli, der ebenfalls im Auftrag der WerbeWoche unterwegs war.
Wer königlich tagt oder an Werberfeten Hof hält, wird an den verschiedensten Veranstaltungen der Szene geortet. Haben Sie schon jetzt etwas zu berichten? Greifen Sie zum Hörer (01 296 97 98) oder in die Tasten (info@werbewo che.ch). Veranstaltungstipps wie auch weitere Shortlistbilder gibt es online unter www.werbewoche.ch

Leiden am Borer-Fielding-Syndrom

Die diesjährige Marketing-Gala in Freiburg beschwörte die Kraft der Visionen

Die diesjährige Marketing-Gala in Freiburg beschwörte die Kraft der VisionenVon Anita Vaucher Die eingereichten Projekte der diesjährigen Marketing-Trophy-Gewinner zeichneten sich durch hohe Qualität aus. Visionen hatten aber nicht nur die Preisträger, sondern auch die Referenten an der Marketing-Gala.
Zum fünften Mal fand in Freiburg der Schweizer Marketingtag mit der Verleihung der Marketing-Trophy 2002 statt. Mit diesem Preis zeichnet der Schweizerische Marketing Club (SMC) Firmen aus, die mit Marketingaktivitäten Kundennutzen schaffen, zum Erfolg beitragen und auch noch die Interessen der Öffentlichkeit berücksichtigen.
Die Idee zur Tagung entstand 1995. Weil die diesjährige Veranstaltung unter dem Motto «Die Kraft der Vision» stand, zitierte SMC-Präsident Roman Zenoni Antoine de St-Exupéry, um an die Gründung des Marketingtages zu erinnern, der damals ebenfalls Visionen brauchte: «Wenn du ein Schiff bauen willst, trommle nicht Männer zusammen, die das Schiff bauen sollen, sondern versuche, die Menschen für die Ferne zu begeistern.»
Dass die Politik genauso Visionen benötigt, bestätigte Nationalrat Walter Bosshard. Eigentlich müsste eine Gesellschaft, die der Tradition keine Bedeutung beimisst, eine Gesellschaft der Visionäre sein. Dem sei aber nicht so. Es sei in einem immer hektischer werdenden Umfeld auch schwierig, Visionen zu entwickeln, stellte Bosshard fest. Zudem brauche es Mut, sich mit einer eigenen und vielleicht auch eigenwilligen Meinung zu positionieren.
Paola Ghillani, Geschäftsführerin der Stiftung Max Havelaar, vertrat die Vision, dass es eines Tages die Nonprofit-Organisation Max Havelaar nicht mehr brauche. Für den Konsumenten solle es nämlich dereinst selbstverständlich werden, nur noch Produkte, die unter menschenwürdigen Bedingungen hergestellt werden, einzukaufen. Das 1992 gegründete Unternehmen hat zuerst mit dem Vertrieb von Kaffee, dann von zahlreichen andern Produkten, die durch fairen Handel Produzenten aus der Dritten Welt ein gerechtes Einkommen garantieren, hohen Bekanntheitsgrad erlangt.
Vom Borer-Fielding-Syndrom sprach Johannes Matyassy, seit einem Jahr Chef von Präsenz Schweiz und ehemaliger Pressesprecher der FDP, wenn er an die Diskrepanz denke zwischen der Sicht des Schweizers auf sein Land und dem Eindruck, den
das Ausland vom kleinen Alpenland habe. Als jüngstes Beispiel nannte er das Swissair-Grounding, das hierzulande zur nationalen Katastrophe «hochgejammert» wurde, während im Ausland das Image der Schweiz dadurch überhaupt nicht gelitten habe.
Die Gewinner der Marketing-Trophy

In der Kategorie 1 (Unternehmen mit 1 bis 49 Mitarbeitern): International Sport Agency AG, Buchs SG, mit der Markteinführung von Aqua Nova.
In der Kategorie 2 (Unternehmen mit 50 bis 299 Mitarbeitern): Kuhn Rikon AG,
Rikon, für das Konzept «Heiss angerichtet».
In der Kategorie 3 (Unternehmen mit über 300 Mitarbeitern): Südostschweiz Presse AG, Chur, für die Markteinführung des Member-Clubs «high5».

get_footer();