Muse & Musse: John Leuppi

Welche kulturelle Veranstaltung haben Sie zuletzt besucht?

Welche kulturelle Veranstaltung haben Sie zuletzt besucht?Muse & Musse John Leuppi
John Leuppi: «Praia dos Amores», mein Lieblingsstrand in Brasilien. Weil es dort alles gibt, was man sich wünscht.
Was lesen Sie gerade?
Leuppi: Ein Kinderlexikon. Weil meine Jungs immer alles wissen wollen.
Welche CD hören Sie zurzeit mit Vorliebe?
Leuppi: Chris Rea, «Best of» …ist immer gut.
Welchen Kinofilm würden Sie am liebsten nochmals sehen?
Leuppi: Ich weiss gar nicht mehr, wann ich das letzte Mal im Kino war. Aber «The War Of The Roses» würde ich mir auch ein drittes Mal anschauen. Weil er so bitterbös lustig und tragisch ist.
Bei welcher TV-Sendung sind Sie neulich eingeschlafen?
Leuppi:. Ich glaube, beim Champions-League-Spiel Manchester United gegen Bayern München. Nach dem Penaltyschiessen bin ich wieder aufgewacht.
Welches ist Ihre neueste Entdeckung im Internet?
Leuppi: Das kann ich hier nicht sagen.
Worauf könnten Sie nie verzichten?
Leuppi: Auf meine Frau und meine Kinder.
Was machen Sie in einer freien Minute?
Leuppi: Na, was wohl?
Liebe ist…?
Leuppi: …schön.

Mit Startnummern zum VIP-Apéro. Auf 1312 Quadratmetern warten im neuen Tower Sports in Rapperswil ein Nike Departement, Adidas Departement, Bikes, Outdoor, Skis und Snowboards, Fashion und Trends.

Mit einem passenden Grosssack für Grosseinkäufe hat Publicis für die Eröffnung geworben und damit natürlich die Messlatte für den Eröffnungsapéro ziemlich hoch gesetzt. Verschickt wurden schliesslich 500 Startnummern mit der «Nummer» 0,8 auf der Bru

Mit einem passenden Grosssack für Grosseinkäufe hat Publicis für die Eröffnung geworben und damit natürlich die Messlatte für den Eröffnungsapéro ziemlich hoch gesetzt. Verschickt wurden schliesslich 500 Startnummern mit der «Nummer» 0,8 auf der Brust und der entsprechenden Auflösung auf dem Rücken, nämlich: «Wir laden Sie herzlich ein, mit uns anzustossen.» Das Personal von Tower Sports war ebenfalls entsprechend «nummeriert», zum Beispiel mit einer Startnummer (oder besser einem Nümmerchen) 69 und der Auflösung: «So manche Sportübung beginnt mit einem Drink.» CD Daniel Krieg, Uwe Schlupp, Text Tom Zürcher, AD Flo Wacker, Grafik Corinne Stadelmann und Beratung Caroline Peter. Unlauterer Okkultismus? Das Selbstkontrollorgan der Werbebranche, die Schweizerische Lauterkeitskommission, hat 2001 196 Beschwerden behandelt – gleich viele wie 2000. Am meisten Beschwerden betrafen den Versandhandel, mit rückläufiger Tendenz aber. Eine deutliche Zunahme – von 9,1 auf 20,7 Prozent aller Fälle – gab es indes im Gebiet des Okkultismus.
Optimedia und Bemberg Gedenk mit neuem Domizil. Die beiden Mediaagenturen von Publicis sind umgezogen. Die Optimedia bezieht mit ihrem Team Räumlichkeiten an der Helenastrasse 3. Bemberg Gedenk Media schlägt die Zelte praktisch gegenüber an der Korneliusstrasse 9 auf. Beide Teilbrands bleiben bestehen.
Katze aus dem Sack. Als führende Anbieterin für Aussenwerbung will die APG auch bei der Beratung, beim Service und dazu gehörenden Tools die Nase vorne haben. Die Folge: höchste Transparenz für Mediaplaner und Auftraggeber. Visualisiert wird das jetzt in einer doppelseitigen Fachanzeige mit der sprichwörtlichen Katze im Sack und dem Claim «Bei uns nicht». Dass dem neuen APG-Maskottchen beim Shooting kein Fellhaar gekrümmt wurde, dafür legen bei Publicis CD Markus Gut, AD Flavio Meroni, Texter Markus Tränkle, Grafikerin Nadine Geissbühler, die Berater Sylvia Sandi und Claude Fischer, Art Buyer Ines Rimmele sowie Fotograf Mathias Zuppiger die Hand ins Feuer.
Sich brüsten mit Eigenwerbung. Jedermann weiss, dass das Kürzel B,H für die Zürcher Kommunikationsagentur von Marc Bohnenblust und Joseph Haas steht. Dass man auch über einen augenfälligen Umweg auf diese Idee kommen könnte, haben jetzt zwölf Kreative in einer Postkartenkampagne mit Augenzwinkern auf den Punkt gebracht. Die reizvolle Eigenwerbung mit dem Versprechen: «B,H stützt und formt Marken» stammt von Joseph Haas (Art) und André Benker (Text).
Wirz erhält Gold vom ADC New York. Bei den 81. Annual Awards des Art Directors Club New York wurde der TV-Spot www.fight-violence.ch mit Gold ausgezeichnet. Der Film wurde von Wirz Werbung und der Produktionsfirma Blood Sweat & Tears für die Stiftung gegen Rassismus und Antisemitismus realisiert. Er zeigt die hilflosen Reaktionen von Passanten auf eine (inszenierte) Prügelei am Zürcher Paradeplatz.
Bretzel für Schweden. Das Volvo-Signet, mit einer Bretzel ergänzt, findet sich in einem Inserat für die neue Common-Rail-Diesel-Generation von Volvo. Hat das etwas mit Sicherheitsdenken rund um die verschluck- te Bretzel von US-Präsident Georg W. Bush zu tun? Nein, sagt Philip Welti bei der zuständigen Agentur Dorland in Zürich: Seit 1892 werde mit deutscher Gründlichkeit an der Entwicklung des Diesels gearbeitet. «Höchste Zeit deshalb für etwas schwedische Fantasie.» BMW heisst ja auch nicht Bretzel mit Witz. Das bayerische Gebäck soll Erfolgen für Volvo zum Trotz aber auch künftig nicht aus Knäckebrotteig hergestellt werden.
Gedämpft optimistische Trends. Im ersten Halbjahr bleibt das Werbeklima unterkühlt. Im zweiten Semester erwarten aber Auftraggeber und Agenturen eine Warmfront. Dies hat die Studie Werbetrends 2002 ermittelt, die von der Media Research Group im Auftrag der HandelsZeitung ausgeführt wurde. 41,1 Prozent der befragten Auftraggeber erwarten eine Steigerung des Werbevolumens ab Juli; bei den Agenturen rechnen sogar 59,4 Prozent mit besseren Zeiten. Die Studie fragte erstmals direkt nach der Einschätzung der Marktentwicklung, da sich im vergangenen Jahr die Prognose anhand der Budgets als unzuverlässig erwiesen hatte. Interessante Ergebnisse lieferte unter anderem die Frage nach dem Leadmedium: Während 32,4 Prozent der Auftraggeber die Tageszeitung für den wichtigsten Werbeträger in ihrer Strategie halten, glauben 40,6 Prozent der Agenturen, dass TV von ihren Kunden bevorzugt wird. Auch Plakat und Sonntagspresse (je 28,1 Prozent) liegen für die Agenturen noch vor den Tageszeitungen. Die Studie Werbetrends 2002 ist für 20 Franken bei der Media Research Group unter Tel. 01 491 80 55 erhältlich.
Editorial Lernen von Shell – und Greenpeace
Mit dem Schlachtruf «To hell with Shell» enterte Greenpeace im Sommer 1995 die Bohrinsel Brent Spar, nachdem bekannt wurde, dass der Ölmulti diese in der Nordsee versenken wollte. Erst unter massivstem Druck der Öffentlichkeit beschloss der Konzern, die Plattform zu zerlegen statt zu versenken. Mit der Schlagzeile «Sieg!» feierte auch das Massenblatt Bild das Nachgeben von Shell.
Monate später war der Brent-Spar-Sieg nur noch peinlich. Und zwar für Greenpeace: Unabhängige Experten gelangten zum Schluss, dass auf der Brent Spar gar keine Giftfässer lagerten und die Ölplattform nie eine Umweltbedrohung dargestellt habe. Shell musste erleben, dass nicht Tatsachen, sondern Meinungen über Tatsachen unser Zusammenleben bestimmen. Nicht nur für Shell, sondern auch für die Öffentlichkeit war der Fall deshalb aufschlussreich. Denn er belegt, dass die wichtigste Funktion von Organisationen wie Greenpeace und anderen systemkritischen NGO (Non Governmental Organizations) darin besteht, unsere Gesellschaft lernfähig zu halten. Shell gilt inzwischen als Musterknabe in Sachen Ökologie.
Der Fall Brent Spar zeigt ferner, dass die Ordnung, in der wir leben, nicht das Ergebnis menschlicher Vernunft, sondern das Resultat kultureller Evolution ist. Letztlich beruhen Politik und Ökonomie auf der individuellen Fähigkeit von Menschen, ständig sich ändernden Prozessen anzupassen, ohne dass sie diese in ihrer Ganzheit weder erkennen noch je planen können. Was Unternehmen von den Regenbogenkämpfern sonst noch lernen können, lesen Sie im Interview mit dem Campaigner Peter Metzinger auf den Seiten 37 und 38. Samuel Helbling, Chefredaktor

Stachanow unter Werbern

Lucky Lack wurde zur besten Schweizer Newcomeragentur 2001 gekürt

Lucky Lack wurde zur besten Schweizer Newcomeragentur 2001 gekürtVon Bruno Amstutz Als glücklichen Moment empfand Patrick Lack 1999 die Gründung seiner eigenen Agentur. Glück und Erfolg sind ihm seither hold: Lucky Lack wurde als drittbeste Newcomeragentur des Jahres 2001 im deutschsprachigen Raum ausgezeichnet.
Die bronzene Auszeichnung freut Agenturgründer Lack natürlich, doch seine grosse Liebe gehört einem anderen Metall: dem Kupfer. «Reden ist Silber, schweigen ist Gold, und Kupfer macht glücklich», lautet das erklärungsbedürftige Agenturmotto, das sich mit einer Vorliebe für dunkle Stollen und unterirdische Minen paart.
«Werbung und Bergbau haben viele Gemeinsamkeiten», klärt Lack auf, «man arbeitet viel und hart, nachts und am Wochenende, und man bekommt die Sonne nie zu sehen.» Für den Basler hat das Handwerk des Werbens mehr mit schweisstreibender Maloche zu tun als mit schöngeistiger Kreativität. Und wenn als Resultat matt glänzendes Gebrauchsmetall zu Tage gefördert wird, ist das Glück perfekt.
«Wir sind keine Cüpli-Agentur», ergänzt Lack, «deshalb kommt uns der Standort Basel gelegen.» Weit genug entfernt vom offenbar champagnerseligen Werbe-Zürich machten sich 1999 Lack und sein Gründungspartner Bruno Steiger auf, Leben in die Basler Werberlandschaft zu bringen. Denn diese sei «eigentlich schon klinisch tot», erklärten die beiden in der Basler Zeitung, als sie im Januar 2001 von der BaZ und Helvetia Patria als Neuunternehmer des Monats gekürt wurden. Zu viele Agenturen seien nach Zürich abgewandert oder hätten den Anschluss ans Internetzeitalter verpasst, ergänzt Lack.
15 Mitarbeiter reiten mittlerweile mit Patrick Lack durch die Basler Werbewüste. Ein einsamer Cowboy wie das Namensvorbild seiner Agentur ist er längst nicht mehr. Die Belegschaft verteilt sich auf vier Units: Advertising, Cybernetics, Exhibition & Events und Health Care. Die internen Grenzen sind allerdings äusserst porös, seine Mitarbeiter diffundieren gemäss Lack problemlos: «Die Leute arbeiten dort, wo es nötig ist. Dadurch bleiben wir flexibel und können den Kunden massgeschneiderte Dienste anbieten.»
Auch für die Kirche gilt: Frech, ehrlich und kreativ
Als ausgewachsen betrachtet der Gründer die junge Agentur noch nicht. Rund zehn Mitarbeiter mehr würde sie seiner Meinung nach noch vertragen. Auf Ableger in London, Paris und Tokio spekuliert Lack aber nicht. Da-für ist bereits ein Stützpunkt in Dubai eingerichtet, wo eine Mitarbeiterin vor Ort an Internetprojekten für den Kunden Emirates Airlines arbeitet. Auch einen Aussenposten in Chile könnte sich Lack vorstellen. Immerhin befinden sich dort die grössten Kupferminen der Welt. Jedenfalls setzt der Basler beim Ausbau der Agentur lieber auf seine Intuition als auf strategische Planung.
Neben der Fluggesellschaft der Vereinigten Arabischen Emirate betreut Lucky Lack zurzeit Kunden wie Helvetia Patria, das Bakom, Ziegler Papier und den Seelsorgeverband der römisch-katholischen Kirche Allschwil-Schönenbuch (Sevas). Für den religiösen Auftraggeber gestaltete die Agentur schon Ende 1999 eine provokative Kampagne und erntete ein Medienecho von der Basler Zeitung bis zu Facts. Von der Kirche, die als Produkt verkauft wird, war da die Rede, und von einem unfrommen Auftritt. «Man muss die Dinge auf das Essenzielle, rational Erfassbare reduzieren – also auf das Produkt», verteidigt Lack seinen Standpunkt. Dem kirchlichen Verband hat diese Herangehensweise offenbar gefallen, mittlerweile läuft bereits eine Nachfolgekampagne. Auch diese, eine Lucky Lack-Version der zehn Gebote, entspricht nicht ganz dem gängigen Bild von kirchlicher Werbung. «Wir sind keine Heiligen», bestätigt Lack, «es gibt sicher ethische Grenzen, aber wir versuchen möglichst frech, ehrlich und provokativ zu sein.»
Diese Devise brachte Lucky Lack letztes Jahr neben Neukunden auch Auszeichnungen ein: einen Creative Excellence Award bei den International Web Page Awards in San José, ein Intermedia-Globe Finalist Diploma am Worldmediafestival in Hamburg und den dritten Schlussrang beim Facts-Webdesign-Wettbewerb.
Das angebrochene Jahr hat der jungen Agentur bereits gewichtige Veränderungen beschert. Mitgründer Bruno Steiger hat die Agentur verlassen und wurde durch den Unternehmensberater Peter Sorg ersetzt, der bis vor kurzem als Leiter Group Relations bei Ciba Spezialitätenchemie tätig war. Gemeinsam will das neue Führungsteam den Stollen nun noch tiefer ins Schweizer Werbemassiv treiben.

Österreicher mit TV-Plänen auf Expansionskurs

Private TV-Macher um die Wiener Kronen Zeitung strecken ihre Fühler in die Schweiz aus

Private TV-Macher um die Wiener Kronen Zeitung strecken ihre Fühler in die Schweiz ausWährend in der Schweiz im Blick auf nationale Privatfernsehsender Katerstimmung herrscht, werden in Österreich grosse Pläne geschmiedet: Ein neuer Sender will den ganzen deutschsprachigen Raum abdecken. Ein Teil seines Programms soll in der Schweiz produziert werden.Die Väter des Projekts sind die Gebrüder Hanno und Erwin Soravia, Söhne einer Kärntner Bauindustriellenfamilie, sowie Christoph Dichand, Sohn des mächtigen Chefs der Wiener Kronen Zeitung.
Das Trio hatte sich bereits im Herbst 2001 unter dem Namen Kanal 1 für die erste und bis anhin einzige landesweite Sendelizenz für Privatstationen in Österreich beworben. Das Schlagwort vom geplanten Kronen-TV machte die Runde. Daraus ist nun nichts geworden: Die Medienbehörde KommAustria erteilte die Sendelizenz dem Sender ATV, der bereits in österreichischen Kabelnetzen verbreitet wurde.
Jetzt haben die Unternehmer offenbar alternative Pläne entwickelt und wollen einen Sender auf die Beine bringen, der Österreich, Deutschland und die Schweiz bedient. Ein Drittel des Programms soll in Zürich produziert werden, wie der SonntagsBlick berichtet. Projektleiter Peter Kölbel sondiert zurzeit die Lage in der Schweiz.
Er verhandelt mit der Cablecom um einen Platz im Kabelnetz und streckt seine Fühler auch in Richtung Tamedia und Ringier aus. Bei Hans Jürg Deutsch, Bereichsleiter Fernsehen bei Ringier, stösst die Idee eines länderübergreifenden Privat-TV-Senders aber auf taube Ohren: «Wer soll so etwas bezahlen? Ringier war nie daran interessiert.» Deutsch weiss, dass Kölbel schon in der Endphase von TV 3 mit Jürg Wildberger verhandelte. Soll letztlich der gescheiterte Schweizer Privatsender unter österreichischer Flagge auferstehen?
Bis Mitte April werden gemäss Kölbel Entscheidungen gefällt. Vorerst hält sich der Projektleiter aber noch bedeckt. Dem Bundesamt für Kommunikation liegt auch noch kein Konzessionsgesuch vor. Bruno Amstutz

Gelichtete Reihen möglicher Jean-Frey-Investoren

Der Kreis möglicher Investoren für die Jean Frey AG lichtet sich.

Der Kreis möglicher Investoren für die Jean Frey AG lichtet sich.Am Dienstag ist Ringier wegen «überhöhter Kaufpreisforderungen der Swissfirst» definitiv aus den Vertragsverhandlungen ausgestiegen. Wie hoch das maximale Angebot war, sagt Ringier nicht. Gegenüber der WerbeWoche bestätigte aber Ringier-Sprecherin Myrta Bugini, das Gebot habe über 70 Millionen Franken betragen.Auch für Walter Bosch, der den Fonds GMT (London) sowie einzelne private Investoren vertritt, scheint der Zug abgefahren. Der Grund: Die Zeit renne davon. «Wir müssten zumindest eine abgekürzte Version einer Due Dilligence durchführen können», erklärt er. Doch Swissfirst-Chef Thomas Matter winkt ab. «Würden wir die Bekanntgabe der Investoren nochmals verschieben, wären wir als Bank tot.» Trotzdem lässt Bosch die Tür offen. «Sollten die Aktien nicht platziert werden können, wären wir nach wie vor am ganzen Paket interessiert», sagt er.
Heftig dementiert werden von der Jean Frey AG Aussagen in der NZZ am Sonntag. «TR7 ist in keiner Weise ein Turnaround-Fall», hält CEO Filippo Leutenegger fest. Er habe auch nie von Stellenabbau geredet. «Bei keinem der Titel. Das ist absoluter Unsinn.»
Tatsache bleibt aber, dass das Beobachter-Problem nicht gelöst ist. Gegenüber der WerbeWoche bestätigte Chefredaktor Ivo Bachmann, die Beobachter-Crew sei nicht von ihrer dissidenten Haltung abgewichen. Das heisst, die angedrohten Massenkündigungen, falls die Jean Frey AG nicht an Ringier geht, dürften Wirklichkeit werden. VR-Präsident Christoph Richterich relativiert: «Es ist möglich, dass einige Mitarbeitende die neue Situation nicht akzeptieren werden, was ich bedaure. Ich kann niemanden zwingen, die Jean Frey AG in der neuen Form zu akzeptieren.»
Zu seiner Zukunft als VR-Präsident sagt Richterich, er sei von den Investoren bereits angefragt worden, sein Mandat zu verlängern. «Ich werde das Angebot prüfen», sagte er. Swissfirst will die Investoren nach Ostern bekannt geben. (dse)

Marti-Gruppe übernimmt One & On ganz

Die Direktmarketing-agentur One & On geht per 1. April in Peter Martis Marti-Gruppe auf.

Die Direktmarketing-agentur One & On geht per 1. April in Peter Martis Marti-Gruppe auf.Dort wird sie neben Marti Communications und Marti Management Consultants als dritte Unit als Marti Direct firmieren. Das Personal von One & On bleibt erhalten: Die Geschäfte führt weiterhin Jürg Erhart. Urs Obrist fungiert als kreativer Kopf der Unit.Die Marti-Gruppe war schon bisher mehrheitlich an One&On beteiligt. Die vollständige Übernahme bedeutet für die Firma einen weiteren Schritt in Richtung integrierte Kommunikation. Erhart sieht ebenfalls Vorteile: «Als Teil der Gruppe können wir eine viel breitere Palette an Dienstleistungen anbieten.» Einziger Wermutstropfen: Den Firmennamen, den Erhart als aussagekräftig erachtet, muss er aufgegeben.
Die Kunden hingegen bleiben. Dazu gehören zurzeit Tamedia, Ringier, Betty Bossi und Supra. «Mit der Gewinnung neuer Mandate werden wir auch personell wachsen», skizziert Erhart seine Perspektive. (ba)

Best of South-East (2001)

Affinität der Anzeigen bei den Supportern im «christlichen Lager»

Affinität der Anzeigen bei den Supportern im «christlichen Lager»Best of Print Advertising 2001 Die Anzeigenhits 2001 aus dem Advertising-Index des Marktforschungsinstituts Demoscope
In Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsinstitut Demoscope präsentiert Publimedia den Leserinnen und Lesern der WerbeWoche fünfmal pro Jahr einen Auszug der Resultate aus dem Advertising-Index (AX Print). Dieser Index (siehe Kasten) ist ein Modul des Market Radar und misst die Beliebtheit von Anzeigensujets. In den oberen beiden Reihen befinden sich diejenigen Sujets, die in der betreffenden psychografischen Zielgruppe (siehe Windrose) die grösste Akzeptanz erzielten. Die drei Sujets, die bei der gesamten Stichprobe, also bei allen vier Zielgruppen, im vergangenen Jahr am besten abschnitten, werden unter dem Titel «Top three» gezeigt.
Advertising-Index Für die Anzeigentests des Advertising-Index wird in 8 Befragungswellen ein repräsentatives Sample von zirka 800 Personen befragt. Die befragte Person absolviert zuerst einen psychologischen Test (50-Items-Test) und blättert anschliessend ein Zeigeheft mit 45 Anzeigen durch. Wie beim Lesen einer Zeitschrift steht es ihr auch im Test frei, bei jeder Anzeige so lange zu verweilen, wie sie will. Vor dem Weiterblättern bewertet sie die Anzeige anhand einer Notenskala von 5 («spricht mich sehr an») bis 1 («spricht mich überhaupt nicht an»). Als «Supporter» werden Personen bezeichnet, die durch eine Anzeige «sehr» oder «ziemlich» angesprochen werden. Die auf diese Weise ermittelte Akzeptanz der Werbung korreliert stark mit andern Funktionen der Werbewirkung und eignet sich deshalb fürs Benchmarking.
Für die Segmentierung des Samples nach Zielgruppen benutzt der Market Radar einen psychografischen Test, den so genannten 50-Items-Test. Mit Hilfe dieses Tests werden die Wertvorstellungen der befragten Person ermittelt und einem der Psychogrammfelder zugeordnet (siehe Windrose). Die Wertorientierungen reichen von Süd (konservativ) nach Nord (progressiv) und von West (aussengerichtet, materialistisch) nach Ost (innengerichtet, idealistisch).
Weitere Informationen zum Advertising-Index und zum Market Radar sind bei Demoscope erhältlich. Planungsunterstützung mit dem Advertising-Index, dem Radar und neu mit dem Print-Advertising-Monitor (PAM) vermittelt die Publimedia.

Frost im Februar

Media Focus meldet negative Zahlen

Media Focus meldet negative ZahlenNach einem ersten Hoffnungsschimmer zum Jahresauftakt sprechen die Februarzahlen von Media Focus wieder eine düstere Sprache: Der Bruttowerbeaufwand sank um 7,6 Prozent.
Zwar starteten die verschiedenen Mediengattungen im Januar sehr unterschiedlich ins neue Jahr, doch konnten sie ihre Bruttowerbeeinnahmen um insgesamt 0,5 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat steigern. Zu verdanken war dies vor allem den finanziellen Zugpferden Plakat und Publikumszeitschriften.
Schon im Februar hat sich das Blatt wieder gewendet. Sämtliche Mediengattungen ausser den
Publikumszeitschriften schreiben rückläufige Zahlen, der Gesamtverlust der Bruttowerbeeinnahmen beträgt minus 7,6 Prozent.
Sogar die Plakate, im Januar mit einem Gewinn von 13 Prozent noch Anführer des Werbefeldes, mussten im Februar einen Verlust von 7,8 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat einstecken.
Auch der Stopp in der Talfahrt der Internetwerbung hat sich nur als kurzer Zwischenhalt erwiesen. Nachdem die Banner im Januar um 2,6 Prozent oder 30000 Franken zulegen konnten, verloren sie im Februar wieder 54,9 Prozent und generierten gerade noch 676000 Franken Bruttowerbeeinnahmen. Einen Absturz mussten auch die Radiostationen verkraften: Von plus 12,3 Prozent im Januar fielen ihre Werte auf minus 17,4 Prozent im Februar.
Nach den ersten zwei Monaten des Jahres 2002 liegt der kumulierte Bruttowerbeaufwand bereits 21,4 Millionen Franken oder 3,8 Prozent unter dem Vorjahreswert und lässt für die kommenden Monate nichts Gutes ahnen. Bruno Amstutz
Bruttowerbeaufwand nach MedienJanuar 2001/Januar 2002 im Vergleich
in 1000 Fr. 2001 in 1000 Fr. 2002 +/– in %
Tageszeitungen 126 709 117 487 – 7,3
Publikumszeitschriften 45 958 48 141 4,7
Fachzeitschriften 17 615 15 141 – 14,0
TV 57 614 50 720 – 12,0
Radio 9 553 7 894 – 17,4
Kino 3 421 2 454 – 28,3
Teletext 1 554 1 467 – 5,6
Plakat 33 925 31 279 – 7,8
Internetbanner 1 500 676 – 54,9
Gesamt 297 849 275 259 – 7,6
Quelle: Media Focus

Ausserdem: Der Verwaltungsrat (VR) von Radio Fribourg/Freiburg hat Markus Reck zum neuen Direktor und VR-Delegierten ernannt.

Ausserdem Der Verwaltungsrat (VR) von Radio Fribourg/Freiburg hat Markus Reck zum neuen Direktor und VR-Delegierten ernannt. Er ersetzt den zurückgetretenen René Meuwly. Seine Kommunikationsagentur MCC wird Reck weiterführen.Iwan Weidmann

Ausserdem Der Verwaltungsrat (VR) von Radio Fribourg/Freiburg hat Markus Reck zum neuen Direktor und VR-Delegierten ernannt. Er ersetzt den zurückgetretenen René Meuwly. Seine Kommunikationsagentur MCC wird Reck weiterführen.
Iwan Weidmann übernimmt Anfang April die kreative Verantwortung bei der Zürcher Werbeagentur Grey Worldwide. Er tritt die Nachfolge von Remo Garbini an. Garbini bleibt Partner bei Grey Worldwide und betätigt sich als Konzepter/AD.
Als Nachfolger für Michael Rottmann, der zu Jung von Matt wechselt, hat Weber Hodel Schmid AD Christan Bircher verpflichtet. Zudem wird Thomas Meyer erneut das Textteam der Zürcher Agentur verstärken.
Der Ex-Kreativchef von Advico Young & Rubicam (AY&R), Hansjörg Zürcher, übernimmt das Amt eines Creative Coachs, bis die Nachfolge in der Geschäftsleitung geregelt ist. Zürcher, bereits im VR von JvM/ Limmat, war noch vereinzelt als Freelancer für AY&R tätig.

«Vergleichende Werbungsollte auch bei uns erlaubt sein»

Kurt Schmid, CEO Lowe, Zürich, über sein Unbehagen an der Schweizer Werbekultur

Kurt Schmid, CEO Lowe, Zürich, über sein Unbehagen an der Schweizer Werbekultur«Vergleichende Werbung sollte auch bei uns erlaubt sein» Am Lowe-Forum 2002 in Zürich trafen sich vergangene Woche rund 100 Leute und diskutierten das Thema «Wachstum». Dazu eingeladen hatte Kurt Schmid. Er leitet den Zürcher Ableger von Lowe, der viertgrössten Kommunikationsgruppe der Welt.
Agenturen in einem internationalen Netzwerk stöhnen zurzeit unter den harten Auflagen der Konzernzentralen. Statt zu kuschen, ist die Geschäftsleitung von Advico Young & Rubicam (AY&R) kürzlich geschlossen zurückgetreten. Sie hatten letzte Woche Besuch von Sir Frank Lowe, dem Chairman Ihres Netzwerkes. Wurden auch Sie unter Druck gesetzt?
Kurt Schmid: Davon kann keine Rede sein. Sicherlich hat jede Agenturgruppe Margenziele, die nicht immer einfach zu erreichen sind. Wir haben diesbezüglich überhaupt keine Probleme. Den Umgang mit Leuten aus der Lowe-Zentrale empfinden wir als sehr inspirierend.
Können Sie den Wunsch des AY&R-Managements nach mehr unternehmerischer Freiheit nachvollziehen?
Schmid: Verstehen kann ich das schon. Ich habe viel Sympathie für AY&R-Leute, die ihren eigenen Weg gehen wollen. Unsere Situation ist ganz anders. Wir haben sehr viel Autonomie.
Auf der ganzen Welt ist Swissness gefragt. Schweizer Konsumprodukte haben im Ausland Sexappeal. Doch die jungen Schweizer tragen lieber Calvin Klein und verschmähen Calida. Sie trinken lieber Starbucks-Kaffee aus Pappbechern als den guten alten Merkur-Kaffee. Adidas und Nike sind populär, Raichle verschwindet. Verstehen Schweizer Marketingleute ihr Business nicht mehr?
Schmid: Werbung arbeitet bei uns viel zu stark mit Stereotypen und Klischees, statt auf Vielfalt zu setzen. Wir benutzen immer wieder die gleichen vier Archetypen von Menschen. Unsere Werbung ist viel zu brav, zu uniform, zu vorsichtig. Dies hängt damit zusammen, dass wir alle so nett miteinander sind. Calida versucht zwar, Calvin Klein zu kopieren. Doch die Leute sind nicht dumm und kaufen lieber das Original. Dazu kommt: Swissness hat in der Schweiz keinen Sexappeal, während es im Ausland Teil der Multikulturalität ist.
Calvin Klein versteht auch zu provozieren und zu polarisieren. Wieso wagt das hierzulande fast niemand?
Schmid: Uns fehlt die offene Kommunikation. Gelegentlich werden wir aufgeschreckt, durch das Grounding der Swissair oder durch Angriffe auf unser Bankgeheimnis. Solche Irritationen dauern selten länger als wenige Wochen, danach herrscht wieder gemächliche Alltagsroutine. Wir vergessen, dass um uns herum ein erbitterter Verdrängungswettbewerb tobt, der auch unsere Märkte von Grund auf verändern wird.
Das tönt nach Gardinenpredigt. Sind die Schweizer zu nett und merken nicht, was um sie herum geschieht?
Schmid: Ich vermisse den Kampfgeist eines Richard Branson, der sein Business als Kreuzzug versteht. Der Engländer hisst seine Piratenflagge, um auf dem Schlachtfeld die Konkurrenz an ihrem empfindlichsten Punkt zu treffen. Er würde sich nie mit 1,5 Prozent Wachstum zufrieden geben, wie es unsere Auguren fürs laufende Jahr prognostizieren.
Sie rufen zum Marketingkrieg auf?
Schmid: Nein, das nicht gerade. Ich will die Schweizer zur Wachsamkeit aufrütteln, denn Marketing ist etwas sehr Kämpferisches. Unter dem Druck der internationalen Anbieter verlieren die Schweizer Brands zunehmend an Terrain. Das will man hierzulande nicht zur Kenntnis nehmen, weil wir so harmoniesüchtig sind. Es gibt bei uns zu viele Absprachen und Gentlemen’s Agreements. Statt zu kuschen und zu mauscheln, sollten wir intensiver die Mitbewerber analysieren und selbstbewusster auftreten.
Sehen Sie die Schweiz als Insel der Glückseligen, die von Businesshaien umzingelt ist?
Schmid: Ausländische Unternehmer sind auf Eroberung aus, und wer ihnen nichts entgegensetzen kann, kommt früher oder später unter die Räder. Aggressive ausländische Brands wie beispielsweise Starbucks stossen in der Schweiz auf fast keine Gegenwehr. Ikea bedrängt Micasa und Interio, Smirnoff-Wodka den Zuger Kirsch. Die Schweizer Unternehmen sind viel zu zurückhaltend in ihrem Marketing und wiegen sich in falscher Sicherheit.
Die SVP macht es vor, wie man mit aggressivem Politmarketing führende Kraft im bürgerlichen Lager werden kann. Schlagen Sie einen entsprechenden Kulturwandel für die Marketingkommunikation vor?
Schmid: Mich stört bei den SVP-Kampagnen die Verbissenheit. Ich würde es mit Andy Warhol formulieren: «Being good in business is the most fascinating kind of art.»
Das ist aber eine schöngeistige Umschreibung dessen, was Marketing leisten soll.
Schmid: Ich plädiere dafür, dass die Werbung direkter und aggressiver wird, was nichts mit Verbissenheit zu tun hat. Auch vergleichende Werbung sollte endlich erlaubt sein. Die wirtschaftliche Auseinandersetzung um Marktanteile wird in der Schweiz noch viel zu wenig hart geführt. Unsere Marketingleute schauen fast tatenlos zu, wie ein Brand nach dem anderen in Bedrängnis kommt.
Was Sie kritisieren, ist Ihnen ja selber passiert: Ihre Agentur, die GGK Basel, wurde von Lowe übernommen und hat sich kürzlich gar von ihrem Schweizer Agenturnamen verabschiedet, der eng mit der Swissair verbunden war. Statt Lowe/GGK heissen Sie nur noch Lowe. Wie viel Markenwert haben Sie geopfert?
Schmid: Das weiss ich nicht. Ich denke, nicht sehr viel. GGK ist ein Mythos, der sich leider nicht mehr wiederbeleben lässt. GGK ist inzwischen Schweizer Werbegeschichte. Von der Vergangenheit allein – und sei sie noch so ruhmreich – kann keine Agentur leben.
Mythische Qualitäten zu besitzen, ist doch das Beste, was einem Brand passieren kann. Mythen sind von Natur aus langlebig. Haben Sie nicht zu früh das Totenglöcklein für die GGK geläutet?
Schmid: Nein. Mit dem Rückzug von Paul Gredinger verblasste der Name GGK unwiderruflich. Der Name hat heute keine Strahlkraft mehr. Mir ist der Abschied nicht so schwer gefallen, weil die Agenturgruppe Lowe viele Werte der guten alten GGK verkörpert.
Für den Markennamen Swissair wurden kürzlich 1,2 Milliarden geboten. Hat sich noch kein ausländischer Investor für den Namen GGK interessiert?
Schmid: So viel ich weiss, hat sich noch niemand gemeldet. Wenn ich ein gutes Angebot bekomme, bin ich gerne bereit zu verhandeln, denn die Markenrechte für die GGK Basel sind immer noch bei uns. Interview: Samuel Helbling

Bluewin.ch verliert auch im Februar weiter an Reichweite

Gemäss MMXI haben in der Schweiz im Februar 2,637 Millionen Personen während durchschnittlich 316 Minuten von zu Hause aus im Internet gesurft und dabei 256 Seiten besucht.

Gemäss MMXI haben in der Schweiz im Februar 2,637 Millionen Personen während durchschnittlich 316 Minuten von zu Hause aus im Internet gesurft und dabei 256 Seiten besucht.Geht es nach den Daten von NetRatings, waren es hingegen 2,126 Millionen Personen, die je während 337 Minuten am Heimcomputer surften und 502 Seiten besuchten.Bemerkenswert ist, dass beide Panels für Leader Bluewin den bisher tiefsten Reichweitenwert ausweisen, obwohl in beiden Fällen die Zahl der Internetnutzer ab Heimcomputer erneut anstieg. Bei MMXI, wo Bluewin bisher zwischen 51 und 54,5 Prozent erreichte, kommt die Site nur noch auf gut 50 Prozent. Bei AC Nielsen fiel Bluewin.ch von 48,3 auf 44,4 Prozent zurück. Ob dies bereits eine Auswirkung des reduzierten Portalkonzepts ist? Möglich ist das schon, allerdings haben fast alle Anbieter auf den vorderen Rängen verloren.
Fest steht jedenfalls: Im Februar haben Anbieter ausserhalb der Top-20-Domains insgesamt profitieren können, wenn auch aufgefächert auf viele Einzelne. Sollte dieser Trend anhalten, ist dies wohl auf den Internetfrust zurückzuführen: Führende Anbieter können oder wollen ihre (Gratis-)Standards nicht aufrechterhalten, bauen ab oder verlangen Geld, was zu weniger Traffic führt. Dadurch haben es aber die bisherigen «Hinterbänklern» leichter aufzuholen. Man wird sehen. Markus Knöpfli
Top-20-Domains februar 2002 Nielsen/NetRatings MMXI
Rang Domain Besucher Reichweite Domain Besucher Reichweite
in 1000 in % in 1000 in %
 1 bluewin.ch 944 44,4 bluewin.ch 1 338 50,7
 2 msn.com 740 34,8 msn.ch   784 29,7
 3 microsoft.com 711 33,4 msn.com   783 29,7
 4 passport.com 515 24,2 microsoft.com   725 27,5
 5 google.ch 499 23,5 passport.com   666 25,3
 6 search.ch 404 19,0 google.ch   639 24,2
 7 msn.ch 379 17,8 yahoo.com   569 21,6
 8 yahoo.com 340 16,0 search.ch   552 20,9
 9 sunrise.ch 325 15,3 sunrise.ch   470 17,8
10 sbb.ch 265 12,5 sbb.ch   404 15,3
11 google.com 252 11,9 gmx.de   339 12,9
12 yahoo.de 233 11,0 google.com   321 12,2
13 gmx.net 195  9,2 msn.de   304 11,5
14 gmx.ch 174  8,2 yahoo.de   304 11,5
15 netscape.com 174  8,2 microsoft.de   260  9,9
16 yahoo.fr 161  7,5 ubs.com   235  8,9
17 yellownet.ch 155  7,3 microsoft.fr   219  8,3
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Quelle: AC Nielsen/MMXI

Kopf der Woche: «Die Glückspost hat noch viel Potenzial»

Sari Simola ist seit Januar neue Verlagsleiterin bei der Ringier-Zeitschrift Glückspost

Sari Simola ist seit Januar neue Verlagsleiterin bei der Ringier-Zeitschrift GlückspostKopf der Woche «Die Glückspost hat noch viel Potenzial»Eine Auszeit wollte sich Sari Simola gönnen, als sie 1989 aus Finnland in die Schweiz kam. Und natürlich Deutsch lernen, obwohl sich Deutschland dafür besser geeignet hätte: «Ich fand die Schweiz wegen der kulturellen Vielfältigkeit viel spannender. Ausserdem ist hier alles kleiner und übersichtlicher», erinnert sich die gebürtige Finnin. Simola blieb hier und begann in Zürich Germanistik, Geschichte und Publizistik zu studieren.Um ihr Studium zu finanzieren, ging sie verschiedenen Tätigkeiten nach. Als Lehrerin unterrichtete sie Kinder, deren Muttersprache Finnisch ist. Nachdem sie bereits in ihrem Heimatland journalistische Erfahrungen gesammelt hatte, begann sie wieder mit Schreiben. Ihr damaliges Ziel war es, bereits während des Studiums als Redaktorin Fuss zu fassen.
1997 kam die heute 35-Jährige im Rahmen eines Praktikums zum ersten Mal mit dem Ringier Verlag in Berührung. Es folgten weitere Anstellungen bei Ringier, bei denen Simola hauptsächlich als Projektleiterin im Auslandsgeschäft tätig war. 1998 kam sie zur deutschen Tochter Ringier Publishing und pendelte fortan zwischen Zürich und München. Simola fühlte sich in der Verlagswelt immer heimischer und beschloss deshalb, das Studium gegen die reale Arbeitswelt einzutauschen.
Nach dem Studienabbruch übernahm sie in München die Leitung Marketing und Vertrieb des Reisemagazins Globo, das die Ringier Publishing publizierte. Ab April 2001 führte sie als Verlagsleiterin in Zusammenarbeit mit Martin Kall die Münchner Tochtergesellschaft. Aus privaten Gründen äusserte sie im letzten Jahr den Wunsch, wieder in die Schweiz zurückzukehren: «Es war mir aber sehr wichtig, auch in Zürich im Verlagswesen tätig bleiben zu können», sagt Simola.So zögerte sie nicht, die Stelle als Glückspost-Verlagsleiterin anzunehmen. Nun gilt es für sie, die neue Herausforderung anzupacken: «Es ist mir bewusst, dass sich eine Boulevardzeitschrift stark von einem Reisemagazin unterscheidet. Gerade dieser Gegensatz aber macht die neue Aufgabe besonders spannend», so Simola.Bis vor kurzem war sie auch noch mit der Schliessung des Verlags in München beschäftigt. Jetzt aber möchte sie ihre ganze Energie der Glückspost widmen. Die Zeitschrift verfügt ihrer Meinung nach in verschiedenen Bereichen über unausgeschöpftes Potenzial: «Ich bin überzeugt, dass wir unsere Zielgruppe noch ausweiten können und neue Leser dazugewinnen werden. Mit kreativen Ideen werden wir sicherlich auch das Anzeigengeschäft ausbauen.»Zum jetzigen Zeitpunkt konkrete Ziele zu formulieren, erscheint ihr aber noch etwas verfrüht. Ein Ziel sieht sie klar vor sich: «Die Glückspost feiert in diesem Jahr ihr 25-Jahr-Jubiläum, und dies soll sowohl der Leser als auch der Anzeigenkunde erkennen.» Daniela Zivadinovic
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