Top Three (1. Quartal 2002)

Best of Print Advertising Die Anzeigenhits 2002 aus dem Advertising-Index des Marktforschungsinstituts Demoscope In Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsinstitut Demoscope präsentiert Publimedia den Leserinnen und Lesern der WerbeWoche fünfm

Best of Print Advertising Die Anzeigenhits 2002 aus dem Advertising-Index des Marktforschungsinstituts Demoscope
In Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsinstitut Demoscope präsentiert Publimedia den Leserinnen und Lesern der WerbeWoche fünfmal pro Jahr einen Auszug der Resultate aus dem Advertising-Index (AX Print). Dieser Index (siehe Kasten) ist ein Modul des Market Radar und misst die Beliebtheit von Anzeigensujets. In den oberen beiden Reihen befinden sich diejenigen Sujets, die in der betreffenden psychografischen Zielgruppe (siehe Windrose) die grösste Akzeptanz erzielten. Die drei Sujets, die bei der gesamten Stichprobe, also bei allen vier Zielgruppen insgesamt, im 1. Quartal 2002 am besten abschnitten, werden unter dem Titel «Top Three» gezeigt.

Die Basler Häutung

Eine neue Führungsstruktur der Basler Mediengruppe setzt auf Effizienz und auf die Nordwestschweiz

Eine neue Führungsstruktur der Basler Mediengruppe setzt auf Effizienz und auf die NordwestschweizVon Daniel SchifferleNach einer länger währenden Restrukturierungsphase hat die Basler Mediengruppe (BM) ihre Führungsstruktur für den Weg in die Zukunft flottgemacht. Mit der Konzentration auf die Nordwestschweiz sollen Ambitionen für den nationalen publizistischen Markt aber nicht definitiv begraben sein.
Einfache Strukturen, kurze Entscheidungswege, klare Kompetenzbereiche – die Basler Mediengruppe verpasst sich per
1. Juni eine radikal neue Führungsstruktur. Nicht weniger als 29 Punkte umfassen die Restrukturierungsmassnahmen, die bereits im Frühjahr 2000 begonnen hatten und mit dem Verkauf der Jean Frey AG Anfang Februar ihren Abschluss fanden. «Zweieinhalb turbulente Jahre, in denen sich die Basler Mediengruppe grundlegend verändert hat», schreibt CEO Beat Meyer in der Hauszeitschrift Net Spezial.
Hintergrund der Restrukturierung: Zu viele Unternehmenseinheiten fuhren zu hohe Verluste ein. «Die gesamte Basler Mediengruppe hatte finanziell und strukturell stark an Substanz eingebüsst», schreibt Net Spezial. Hauptproblem waren laut Meyer «die vielen Doppelspurigkeiten in den verschiedenen Geschäftsfeldern und Aktivitäten sowie zahlreiche Firmen, die nicht zum Kerngeschäft gehörten». Diese seien nun eliminiert.
Unter unveränderter Führung von VR-Präsident Matthias Hagemann und CEO Beat Meyer sind die Aktivitäten neu in die drei Bereiche «Medien», «Produktion» und «Services» eingeteilt.
Der Bereich «Medien» mit Basler Zeitung, Baslerstab, den verschiedenen Lokalanzeigern, Fachmedien, Audiovisuellen Medien und Dienstleistungsfirmen untersteht direkt CEO Beat Meyer. Der Bereich «Produktion» mit Druckzentrum der Basler Zeitung, den Unternehmen der Birkhäuser+GBC AG, Schnelli AG und SyncMedia Global Processing wird von Daniel Merkel geleitet. Der Bereich «Services» untersteht CFO Peter Wyss. Darin sind die Geschäftsbereiche Informatik, Finanzen, Personal, Liegenschaften, Infrastruktur, Qualitätsmanagement sowie zentraler Einkauf zusammengeschlossen.
Nach der Reorganisation umfasst die Basler Mediengruppe neben dem Stammhaus Basler Zeitung insgesamt 17 Tochterfirmen. An sechs weiteren Betrieben hält die Gruppe ausserdem namhafte Beteiligungen.
Die nachhaltigste Korrektur der Strategie brachte der Verkauf der Jean Frey AG, mit dem der Rückzug auf die Nordwestschweiz besiegelt war. Neu lautet das Ziel für die nahe Zukunft: Ausrichtung auf eine Multichannelstrategie mit Zeitung, Lokalradio und Internet sowie Zusammenarbeit mit dem Lokalfernsehen.
Mehr Gewinn für das aktuelle Geschäftsjahr erwartet
Mit der Konzentration auf die Nordwestschweiz seien die publizistischen Ambitionen im nationalen Markt aber nicht definitiv begraben, sagt Meyer. «Wenn sich irgendwo eine Chance ergeben würde, die sich für unser Haus als richtig und wichtig erweist, würden wir sie ergreifen.» Im Moment habe aber die Nordwestschweiz ganz klar Vorrang. «Wir wollen die Auflage der Basler Zeitung wieder steigern, und der Einstieg bei Radio Basilisk beschäftigt uns intensiv», sagt Meyer.
Immerhin: Der Jahresabschluss, der bei der Basler Mediengruppe per Ende Juni vollzogen wird, dürfte besser ausfallen als im Vorjahr. «Wir erwarten einen Gewinn, der grösser sein wird als die 1,1 Millionen Franken des Geschäftsjahres 2000/2001», verrät Meyer. Der Umsatz werde bei zirka 420 bis 430 Millionen Franken liegen. Im Vorjahr hatte er noch 512,2 Millionen Franken betragen, was aber bereits damals eine Schrumpfung um 24,2 Millionen Franken bedeutet hatte.

Kopf der Woche: «Feiner Humor kann nachhaltiger wirken»

Felix Dammann ist jetzt zweiter Creative Director bei Sulzer Sutter

Felix Dammann ist jetzt zweiter Creative Director bei Sulzer SutterKopf der Woche «Feiner Humor kann nachhaltiger wirken»
Er lebt nach wie vor gerne in Winterthur, obwohl diese Stadt kein Mekka für Werber ist. Wie einer aus der ehemaligen Lokomotivstadt trotzdem mit Volldampf an den Wettbewerben in Cannes und New York einfahren kann, zeigt der Berufsweg von Felix Dammann. Weil in seiner Jugend alle Grafiker werden wollten, hat er damals keine Lehrstelle gefunden und als Schriften- und Reklamemaler beginnen müssen.
Mit selbst gestalteten Flyers und CD-Covers sowie einem Jahr Vorkurs an der Kunstgewerbeschule hat es dann trotzdem bei einer «so genannten Werbeagentur» in der Eulachstadt geklappt. Dammann gestaltete Prospekte für die klassischen Winterthurer Firmen. Weil ihm das kreativ zu eng schien, wechselte er zu Diego Bally nach Zürich, wo er ein Praktikum «vorwiegend im Verpackungsdesign» machte. Endgültig geklappt mit klassischer Werbung hat es schliesslich als AD-Assistent bei Mike Krüll in Wallisellen. In dieser Zeit hat der junge Grafiker an der ADC-Kreativschule auch seinen ersten Preis gewonnen. «Kommen Sie trotzdem!», lautete die Eigenwerbung für die Schule. Abgebildet hat Dammann dazu alle berühmten Werber, die damals an der Kreativschule als Lehrer wirkten.
Die Provokation zeigte Wirkung. Es folgte ein Job als AD bei Pucci Sulzer und später bei David Honegger. In drei Jahren, in denen die Agentur zu Jung von Matt mutierte, ist der AD mehrfach bei den Cannes Lions, Finalist Cresta, Shortlist Clio oder Finalist Eurobest ausgezeichnet worden. Stolz ist er auf seine Kampagne für den Zürcher Oberländer, «die Regionalzeitung von Weltformat». Zu Dammanns neusten Arbeiten zählt ein Spot für die SBB mit den auf das Geleise spuckenden Buben.
«Ich liebe es, wenn meine Anzeigen nicht extrem laut sind, sondern mit einem feiner wirkenden Effekt daherkommen.» Feiner Humor passe auch besser zum Wandel in der Gesellschaft, in der Werbung wieder ein bisschen intelligenter werden müsse. «Man darf ein bisschen mehr verlangen vom Betrachter.»
Nach acht Wochen als Hausmann hat sich Felix Dammann jetzt neue Ziele bei Sulzer Sutter gesetzt. Er will dort langfristig noch kreativere Werbung machen und sich vermehrt auch um das New Business kümmern.
Seine private Philosophie will er auch in der Agentur leben: Lebensfreude haben und sich so organisieren, dass der Ausgleich zwischen Arbeit und Privat im richtigen Verhältnis bleibt. «Mit der nötigen Musse kommen die guten Resultate automatisch.»
Felix Dammann, der kein Hobby braucht, weil er einen Beruf hat, der ihn «ständig begleitet», tankt seine Energie am liebsten auf beim Familienleben mit seiner kleinen Tochter. Andreas Panzeri

News: Weltwoche nahezu ausverkauft

Die erste Nummer der neuen Weltwoche war nach kurzer Zeit praktisch ausverkauft.

Die erste Nummer der neuen Weltwoche war nach kurzer Zeit praktisch ausverkauft.NewsWeltwoche nahezu ausverkauft
Am Freitag konnten noch 1000 Exemplare des Magazins, das am Mittwoch in einer Auflage von 200000 Exemplaren erschienen ist, an die grössten Verkaufsstellen in der Schweiz ausgeliefert werden. Fast die gesamte Auflage sei bereits am Erscheinungstag verkauft worden, sagte Weltwoche-Verlagsleiterin Uli Rubner der Nachrichtenagentur SDA. In der ersten Phase der Neulancierung werde die Weltwoche weiterhin mit 200000 Exemplaren erscheinen, erklärte Rubner. Bei der letzten Wemf-Beglaubigung wies die alte Weltwoche eine Auflage von 85000 bezahlten Exemplaren aus.
Neue Aufträge für dCTRLDie Zürcher Internetagentur dCTRL meldet zwei neue Kunden: Die Anwaltskanzlei Zimmerli, Wagner & Partner hat dCTRL mit dem Update, der Betreuung und dem im Sommer geplanten Redesign ihrer Website beauftragt. Die Zürcher Kanzlei spezialisiert sich auf die Bereiche Patente, Marken und Design und zählt unter anderem Skim.com, Freitag, NZZ und SF DRS zu ihren Kunden. Im Auftrag der Stiftung Pro Helvetia betreut dCTRL seit kurzem die Website des Kulturprojektes Galerie 57/34.0 km, das rund um die Tunnelbaustellen an Gotthard und Lötschberg stattfindet.
beliebte AD-games Werbespiele, die gratis aus dem Internet heruntergeladen werden können, geniessen bei Nutzern hohe Akzeptanz: 54,6% der Teilnehmer einer Onlinebefragung befürworten so genannte Ad-Games. Printwerbung ist noch beliebter (60,8%), während Bannerwerbung (45,3%) und TV-Spots (36,5 %) schlecht wegkommen. Zuunterst mit 50% rangieren Ad-Games auf der Liste der störenden Werbeformen. 57% stören sich an Printwerbung, 69,6% an Bannern und 88,2% an TV-Spots. Die Studie lässt sich auf www.bifak.de/projects /adgames.htm downloaden.

Jupiter streitet nicht mehr

US-Internetforscher beenden Auseinandersetzung über Patente

US-Internetforscher beenden Auseinandersetzung über PatenteDie US-Internetforscher Jupiter Media Metrix und NetRatings haben einen Schlussstrich unter ihren Patentstreit gezogen. Jupiter hatte NetRatings vorgeworfen, mit der Messung der Webnutzung durch Software am Computer des Verbrauchers seine Patente zu verletzen. Nun kauft NetRatings die besagten Patentrechte von Jupiter für 15 Millionen Dollar und lizenziert sie kostenpflichtig an Jupiter zurück. Zudem übernimmt NetRatings die Kundenverträge von Jupiter für die Messung von Internetnutzung in Europa sowie «gewisse damit verbundene Assets». Auf die Schweiz soll der Handel keinen Einfluss haben. Jupiter ist hier mit MMXI Switzerland vertreten, das zu 80% der IHA-GfK und zu 20% der Jupiter-Tochter MMXI Europe gehört. Ob die Beteiligung zu den verkauften Assets gehört, konnte IHA-Geschäftsführer Peter Hofer nicht bestätigen. Das Geschäft von MMXI Switzerland werde von der Identität des Minderheitsaktionärs nicht betroffen, da man im technischen Bereich direkt mit Jupiter in den USA zusammenarbeite. (sm)

Film and Video Producers mit neuem Vorstand

Die rund 50 Mitglieder der Swiss Film and Video Producers (SFVP) haben einen neuen Vorstand gewählt. Neuer Präsident wird Andres Brütsch.

Die rund 50 Mitglieder der Swiss Film and Video Producers (SFVP) haben einen neuen Vorstand gewählt. Neuer Präsident wird Andres Brütsch.Der Inhaber von Topic Film löst Urs Wäckerli ab. Dieser will künftig vermehrt Zeit für seine «Kulturfabrik» freihalten. Im Herbst eröffnet Wäckerli eine Bar mit Galerie und Konzertlokal in der Lebewohlfabrik in Zürich, wo man früher Hühneraugenpflaster fabriziert hat.Brütsch ist in diesen Tagen «zufällig» auch noch Präsident des Vereins «Zürich für den Film» geworden. Dieses vermehrte Engagement habe aber nichts mit einer über Nacht ausgebrochenen Neigung zur Vereinsmeierei zu tun. «Niemand sucht diese Ämter», meint Brütsch. Nachdem er seit rund 20 Jahren von der Verbandsarbeit profitiere, sind ihm jetzt einfach «die Argumente für die Ablehnung einer solchen Verantwortung ausgegangen».
Bei den SFVP sieht Brütsch seine Ziele vor allem in einer Imageverbesserung. «Unser Image ist nicht schlecht, wir haben gar keines», glaubt er. Es werde immer noch zu wenig zur Kenntnis genommen, welche professionellen Qualitäten Schweizer Filmproduzenten zu bieten haben. In der «Taskforce Image Improvement» wird neben dem Präsidenten auch Christoph Müller von Frame Eleven, Zürich, mitwirken, der ebenfalls neu in den Vorstand gewählt worden ist.
Als kommende Aufgaben warten auf die frische Führungscrew die Organisation des «EDI-Wettbewerbs» für die besten Auftrags- und Werbefilme. Heikler ist die Beziehungspflege mit dem TPC, denn einerseits will der SFVP weiterhin ein gutes Verhältnis zum Auftraggeber SRG unterhalten, andererseits ist es ein offenes Geheimnis, dass das ausgelagerte Produktionszentrum des Schweizer Fernsehens Auftragsfilmer mit quer subventionierten Konkurrenzpreisen bedrängt.
Wie’s der Branche geht, ist zurzeit schwer auszumachen. «Einigen läufts super, anderen mies», höre man. Sicher sei, dass mit den vier grossen Postproductioncenters in Zürich – Primetime, Werk, Video Online und Ultra – ein Überangebot herrsche, das auf die Dauer so nicht weiter bestehen könne. Andreas Panzeri

Ungewisse RMB-Zukunft

Verkaufsverhandlungen harzen, RMB Deutschland ist insolvent

Verkaufsverhandlungen harzen, RMB Deutschland ist insolventDie Zukunft von RMB International, der belgischen Kino-, TV- und Radio-Vermarkterin, und ihres europäischen Netzes ist nach wie vor ungeklärt. Zwar erklärte RMBI-Sprecher Eric Gouder de Beauregard noch am 3. Mai, dass der Vertrag zwischen RMBI und dem französischen Elektronikhersteller Thomson Multimedia über rund zehn RMBI-Töchter am 4. Mai, allenfalls am 6. Mai unterzeichnet werden könnte. Doch dem war nicht so – darum wurde auf Mittwoch, 8. Mai, vertröstet. Der Termin ist jedoch mit Vorsicht zu geniessen, denn schon Anfang April war von einem kurz bevorstehenden Vertragsabschluss die Rede. Verhandelt wird mittlerweile seit mindestens drei Monaten. Thomson Multimedia hat bisher dazu geschwiegen (WW 8/02 und 13/02).
Über einen Teil des RMBI-Netzes, die Töchter RMB Switzerland und Austria, wird separat verhandelt – und zwar seit Anfang Jahr. Dort sei eine Übereinkunft bereits unter Dach und Fach, hört man in der Branche. Gouder seinerseits spricht von «fast beendet», weil mehrere Verhandlungspartner involviert seien, dauere es aber noch etwas länger. Matthias Luchsinger, CEO von RMB Switzerland, wollte sich am letzten Freitag dazu nicht äussern – und verreiste in die Ferien.
Mittlerweile hat nun aber RMB Deutschland, die als ehemalige RMB-Tochter schon per Ende 2001 aus dem RMBI-Netz herausgelöst und verkauft worden war, Insolvenz angemeldet. Andreas Goebel, Director National Sales, bestätigte dies gegenüber der Fachzeitschrift Media&Marketing und bezeichnete die Massnahme als rein vorsorglich. Der Geschäftsbetrieb von Deutschlands zweitgrösstem Kinovermarkter würde jedenfalls weiterlaufen. Zur Insolvenz habe unter anderem ein Geldbetrag geführt, den RMBI ihrer ehemaligen Tochter noch schulde.
Das macht hellhörig. Steht RMB Switzerland auch auf derart wackeligen finanziellen Füssen – unabhängig von derzeitigen oder künftigen Besitzverhältnissen? «Über die RMBI-interne Verrechnung gebe ich keine Auskunft», sagt dazu Luchsinger. Er weist aber darauf hin, dass seit Anfang Jahr zwischen RMB Switzerland und RMBI eine Holding namens RMB AG geschoben worden sei (bei der Luchsinger im VR sitzt), weshalb RMB Switzerland besser abgesichert sei als RMB Deutschland. Auch habe RMB Switzerland keine offenen Rechnungen bei der insolventen RMB Deutschland.
Dass RMBI der ehemaligen deutschen Tochter noch Geld schulde, zog Luchsinger zudem in Zweifel. «Ich weise darauf hin, dass RMBI trotz ihrer schlechten finanziellen Lage weder konkurs noch insolvent ist. Wenn es also offene Rechnungen gibt, lassen sich diese auf dem normalen Weg einfordern. Warum tut dies RMB Deutschland nicht?» Markus Knöpfli

Schulterschluss nach Bern

Tag der Werbung! Nachdem diese Veranstaltung drei Jahre lang in Zürich, diverse Generalversammlungen (GV) inklusive, stattgefunden hat, stand endlich wieder eine echte und alternative Ausflugsmöglichkeit auf dem Programm.

Tag der Werbung! Nachdem diese Veranstaltung drei Jahre lang in Zürich, diverse Generalversammlungen (GV) inklusive, stattgefunden hat, stand endlich wieder eine echte und alternative Ausflugsmöglichkeit auf dem Programm.Von Beat Fritsch Bern hiess der Zielort. Sawi-GV, Idée-VfW-GV und SW-GV waren angesagt – diese GVs sind die bestimmenden Versammlungen der «Etats généraux de la communication» in der Schweiz.
Was sich beim Besucher- und Kundenstamm bemerkbar machte: Schon auf dem Weg zum Museum für Kommunikation, wo morgens um zehn Uhr die GV des Sawi tagte, waren im Tram bekannte Gesichter zu sehen. Neben uns sass Fredi Schwab. Zwei Sitze weiter hinten sein Widersacher Jürg Siegrist. Stand schon wieder ein verbaler Schwinget um SWA-Positionen bevor? Und bemerkenswerterweise die gleiche Paarung wie zur GV der Allianz Schweizer Werbeagenturen ASW, über die hier vor einer Woche berichtet wurde?
Nicht an diesem Tag! Man vereinte sich allseits friedlich im Auditorium des Museums – oder wenigstens hintereinander, wie Siegrist Jürg genau eine Sitzreihe hinter Schwab Fredi. Was auf die Sawi-GV, die unter anderem von Jürg Engi bestritten wurde, sowieso keinen Einfluss hatte. Beim Mittagessen betonte Siegrist, dass für die Besetzung des SWA-Direktoriums alleine der Vorstand, und nicht die GV der SWA zuständig sei – Rekurs hin oder her!
Um diese Geschichte definitiv zum Abschluss zu bringen – denn alle Anwesenden mutmassten munter weiter –, hier noch die aktuelle Situation, wie sie kurz vor Redaktionsschluss in einer Stellungnahme des SWA-Präsidenten Gérard Stalder mitgeteilt wurde: In der «Causa SWA» verlangten 24 Mitglieder eine ausserordentliche GV, an der sie gemäss Statuten (nolens volens) nichts zu sagen hätten (siehe auch Seite 24). Der Vorstand belehrte diese Mitglieder nun auch folgerichtig, dass sie absolut nichts zu sagen gehabt hätten. Und führte weiter aus, dass eine rechtsgültig unterzeichnete Vereinbarung für den hinauskomplientierten und eine für den hereingebetenen Geschäftsführer vorliege.
Der bisherige Geschäftsführer werde übrigens, begleitet (schon wieder!) von einem Vorstandsmitglied oder dem neuen Geschäftsführer, einzelne Projekte (Suisa, RTVG) im Auftrag des SWA weiter betreuen. Damit werde die Interessenswahrung für den SWA in beiden Fällen sichergestellt, schreibt der SWA-Präsident. Aha, dafür ist der Schwab dann wieder gut genug! Hochseilakte sind das, wie sie etwa der andere Schwab von Davos mit dem WEF vollführt. Fragt sich nur, was der Begleitservice da noch ausrichten soll. Im Ernst, jetzt: Die Geschichte scheint tatsächlich ausgestanden! Das war Satire! Wir sind ja nicht bei der Fifa. Drum wird sofort geschwiegen. Und über die Höhen der Abfindungen im SWA-Knatsch mutmassen wir dann später noch hinter vorgehaltenen Händen.
Was uns gleich zu einem weiteren Konflikt bringt. Demjenigen des Ex-Bundespräsidenten und Bundesrates Moritz Leuenberger mit SW-Gastgeber und Ständerat Carlo Schmid-Sutter. Als magistraler Gast war Leuenberger der geladene Festredner am Tag der Werbung. Man erwartete einen verbalen Schlagabtausch mit dem SW-Präsidenten, der auch als Kommissionär der Astag-Brummis amtet. Die Auseinandersetzung zeitigte allerdings nicht mal die Sprengkraft eines mittelmässigen Asti Spumante – und auch diese Flaschen pflegen selten genug zu explodieren. Leuenberger und Schmid genossen vielmehr gemütlich und nur zu zweit den kredenzten Traubensaft in einer stillen Ecke des Kornhauskellers, um sich über wer weiss was, aber nicht Verkehrspolitik zu unterhalten. Bundesbern flüstert sogar, dass sich der SW-Präsident und der zeitweise gegen dessen Interessen operierende Verkehrsminister privat prächtig verstünden. Womit sich die Berichterstattung über den Tag der Werbung symbolisch in freundeidgenössischer Tradition beenden und zur Kultur überleiten lässt.
In der ehemaligen Stromstation von Zürich-Selnau finden seit Jahren immer wieder hochkarätige Ausstellungen, Performances und Events statt. Das Amt für Energy bietet legendären Veranstaltungen wie Volts & Visions, Konzept-Künstlerinnen wie Garda Alexander oder dem Magazin-Fotopreis vom letzten Freitag Gastrecht. Der Fotopreis des Magazins hat dabei stetig zugelegt. In seiner vierten Auflage hat er bereits einen festen Platz in der Zürcher Kulturagenda gefunden und gilt auch als begehrte FotografInnen-Auszeichnung. Nicht bloss die gezeigten Arbeiten, auch die Gästeliste vermag zu überzeugen. So fand sich eine nicht unwesentliche Anzahl von Werbern an der Sihl ein. Reini Weber oder Yvonne Boller von WHS und Ralph Hermann von der Geschäftsleitung von Jung von Matt/Limmat. Und diverse Andis, so die Mediaspezialisten Andi Gedenk und Andy Lehmann, ADC-Spezialist Andi Prokesch und SonntagsZeitung-Chefredaktor Andi Durisch.
Im Verlauf des Programms standen neben Magazin-Chefredaktor Res Strehle auch der mittlerweile definitiv gewählte Neu-Stapi Elmar Ledergerber auf der Bühne. Noch als Stadtrat angekündigt, liess er beim Interview keine Zweifel über den Wahlausgang: «Siegenthaler wird nicht gewählt – der Rest ist offen!»
Unerwartet schien für Fotografin Maya Dickerhof ihre Wahl. Sie freute sich riesig über den Haupt-Award des Abends. Die Aufmerksamkeit zog aber während der Präsentation die Gehörlosen-Simultan-Übersetzerin auf sich, die bei jeder Ansage neben den Sprechenden stand. Während ihrer manuellen Moderation in Gebärdensprache, die alle Anwesenden fasziniert verfolgten, herrschte im Saal eine fast andächtige Stille.
Beat Fritsch

Kurz nach diesem Fotoschuss wurde der Shortlistautor zum Präsidenten der «Idée-VfW – Verein für Werbekommunikation» gewählt – nicht ganz unerwartet. Hat er doch den Wahlkampf in dieser Kolumne ausgetragen, und das über drei Jahre hinweg! Was Wunder, dass genau diese Zeilen leicht ironisch eingefärbte sind.
Wer sich in der Kommunikationsszene sonst zu präsidialen Versammlungen zusammenfindet oder sich anderswie an die Spitze mogelt, orten wir an den verschiedensten Veranstaltungen. Haben Sie jetzt schon etwas Spannendes zu berichten? Greifen Sie zum Hörer (01 296 97 98) oder in die Tastatur (in [email protected]). Für Veranstaltungstipps und weitere Shortlistbilder: www.werbewo che.ch

Kopf der Woche: «Kleine Netzwerkagenturen sindnur Briefkastenfirmen»

Olivier Girard ist Leiter des Kreativteams bei Simko Genf

Olivier Girard ist Leiter des Kreativteams bei Simko GenfKopf der Woche «Kleine Netzwerkagenturen sind nur Briefkastenfirmen»
Olivier Girard wehrt sich gegen das Vorurteil, dass gutes Werbehandwerk nur in Zürich gemacht werde. Seine Herausforderung bei Simko, Genf, sieht er darum in erster Linie darin begründet, Erfahrungen einzubringen, die er bei grossen Agenturen in Paris, nota bene beim grossen Meister Jacques Séguela, bei Euro RSCG, und in New York gesammelt hat. Und Simko habe schliesslich genügend nationale und internationale Mandate, die dem Kreativteam Gelegenheit gäben, seine Kompetenz unter Beweis zu stellen. Ein weiteres Indiz, wonach in der Westschweiz und insbesondere im internationalen Genf durchaus gute Kommunikationsarbeit geleistet werde, sieht Olivier Girard in der Tatsache, dass Simko mit Agenturen in London, Paris und Mailand zum Pitch eingeladen werde.
Nachdem Girard in Genf für Bozell, McCann und Euro RSCG gejobbt hatte und auch schon mal für kurze Zeit als Freelancer für Publicis, Lausanne, arbeitete, holte ihn Pedro Simko als Freischaffenden für den Kunden Tag Heuer in seine Agentur.
Aus der Teilzeitarbeit ist inzwischen ein Fulltimejob mit Verantwortung für das Kreativteam geworden. Den Vorteil, für kleinere und mittlere Agenturen zu arbeiten, sieht Olivier Girard im unmittelbaren Kontakt zum Kunden und in der kreativen Freiheit.
In einer Grossagentur mit renommiertem Netzwerk zu arbeiten, sei nur dann wirklich interessant, wenn es sich um eine Leadagentur handle, ansonsten seien diese Netzwerkagenturen bloss Briefkastenfirmen, die Adaptationen ausführten und wenig kreative Arbeit leisteten. Das weiss er aus eigener Erfahrung.
Auch wenn Girard ein leidenschaftlicher Werber ist und seine Arbeit liebt, behält er doch eine gewisse Distanz zur Werbung. Werbung sei eigentlich etwas sehr Oberflächliches, relativiert er sein kreatives Schaffen. Dies sei ihm vor allem auf einer sechsmonatigen Reise durch Afrika bewusst geworden. Da habe er realisiert, dass es weitaus wichtigere Dinge gebe im Leben, als den Leuten irgendein Produkt schmackhaft zu machen, grübelt er heute noch. Selber bezeichnet er sich als eher schwer beeinflussbaren Werbe- und Konsummuffel.
Überhaupt könnte Olivier Girard, der einst davon träumte, Auto-Designer zu werden, sich sehr wohl vorstellen, einen handwerklichen Beruf auszuüben, zum Beispiel Tischler. So würde er wenigstens etwas Bleibendes schaffen, träumt er. Seine grosse private Leidenschaft lebt er aber als Drehbuchautor für Krimis aus. Eben sei ein Drehbuch fertiggestellt worden, das in den USA auf lebhaftes Interesse gestossen sei, verrät er ganz nebenbei. Anita Vaucher

News: JCDecaux plant big Deals Der französische Aussenwerbekonzern JCDecaux will seine Marktposition durch eine grosse internationale Übernahme verbessern.

News JCDecaux plant big Deals Der französische Aussenwerbekonzern JCDecaux will seine Marktposition durch eine grosse internationale Übernahme verbessern. Gemäss einem Bericht des Dow Jones Newswires nannte CEO Jean-François Decaux die Aussen

News JCDecaux plant big Deals
Der französische Aussenwerbekonzern JCDecaux will seine Marktposition durch eine grosse internationale Übernahme verbessern. Gemäss einem Bericht des Dow Jones Newswires nannte CEO Jean-François Decaux die Aussenwerbebereiche von Viacom und Clear Channel als mögliche Kandidaten. Für beide gehöre die Aussenwerbung nicht zum Kerngeschäft, so Decaux. Einkaufen will der Konzern auch in Deutschland oder Grossbritannien.
Hersant und seine Dementis Die France-Antilles-Gruppe des französischen Medienkonzerns Hersant hat als neue Besitzerin der Westschweizer Tageszeitung La Côte und der Schwesterblätter L’Express und L’Impartial eine Holding in Freiburg gegründet. Die neue ESH Editions Suisses Holding SA verfügt über ein Aktienkapital von 3 Millionen Franken und wird von Philippe Hersant präsidiert. Sofort nach Gründung der Holding teilte die Freiburger Tageszeitung La Liberté mit, sie stehe nicht zum Verkauf. Ein Dementi kam auch von der Corbaz-Gruppe, welche die Tageszeitung La Presse herausgibt.
Baz reorganisiertNach Abschluss einer umfassenden Reorganisationsphase verpasst sich die Basler Mediengruppe per 1. Juni eine neue Gruppenstruktur. Die verschiedenen Aktivitäten werden neu in die Bereiche «Medien» (Leitung: CEO Beat Meyer), «Produktion» (Daniel Merkel) und «Services» (CFO Peter Wyss) gegliedert. Die Führung der gesamten Gruppe liegt wie bisher in Händen von VR-Präsident Matthias Hagemann und CEO Beat Meyer.
Neue linke welsche Monatszeitung Unter dem Titel Pages de gauche erscheint in der Westschweiz seit Mittwoch eine neue Monatszeitung. Das Blatt richtet sich an SP-Mitglieder und Aktivisten sozialer Bewegungen. Die 12 Seiten umfassende Pages de gauche verfügt über ein Budget von 40000 Franken. Im ersten Jahr soll das Blatt durch Spenden finanziert werden.

Helm auf!

Schwarzer Humor muss nicht unbedingt böse sein.

Schwarzer Humor muss nicht unbedingt böse sein. Jedenfalls wirkt diese Schildkröte liebevoll beschützt und entrinnt dem möglichen Schicksal, platt gefahren zu werden. Warum? Weil sie dank ihres Velohelms sicher zum nächsten Salatblatt kriecht. Und weil sie sich an die Suva-Warnung «Bei jedem Tempo Helm tragen. Auch auf kurzen Strecken.» hält. Entwickelt wurde das Sujet bei McCann-Erickson. Als Tierschützer outeten sich Claude Catsky (CD), Charles Blunier (AD) und Roger Keller (Beratung).Cannes integriert Direct-Lions ins Festival. Das Werbefestival von Cannes verzichtet nun doch auf eine eigene Veranstaltung für den neu geschaffenen Direktmarketingwettbewerb. Der Direct Mail Award und die Cyber Lions werden ins Werbefestival vom 14. bis 22. Juni integriert und am Vorabend der Abschlussgala verliehen.
Theater I: L’ombelico del mondo. Bauchnabel scheinen die werberische Kreativität ganz speziell zu inspirieren: Nach JvM/Limmat für Panasonic und Glamour Engineering für die Mittelland Zeitung stellt nun auch Bonaparte für das Theater an der Winkelwiese einen Nabel in den Mittelpunkt der Kommunikation. Allerdings hat das Team um CD Guillaume Borel Mutter Natur ein bisschen nachgeholfen und mit ein paar Kunstgriffen einen orientalischen Halbmond-Nabel aufs Papier gezaubert. Anlass der Nabelschau ist die Schweizer Premiere des Stücks «Die Arabische Nacht» von Roland Schimmelpfennig.
Panoramic entlässt Mediaagentur R. J. Palmer. Die angeschlagene US-Agenturgruppe Panoramic Communications, die seit vergangenem Jahr mehrheitlich der PubliGroupe gehört, trennt sich von ihrer Mediaspezialistin R. J. Palmer. Panoramic hatte Palmer laut einem Bericht von Advertising Age vor drei Jahren übernommen. Nun kauft sich die Agentur für eine nicht genannte Bargeldsumme wieder frei. Mit Billings von 553 Millionen Dollar ist R. J. Palmer die Nummer 17 im US-Mediaranking von Advertising Age. Sie trug fast die Hälfte zu den Gesamtbillings von Panoramic bei. Wie dem Geschäftsbericht 2001 zu entnehmen ist, will PubliGroupe die defizitäre Panoramic-Gruppe wieder abstossen.
WOZ hat neue Zielgruppe. Bei Prellungen, Stauchungen, Quetschungen empfiehlt ein Polizist in voller Demo-Montur «Original Dr. Andres Wallwurz Salbe». Erschienen ist die Anzeige in der WoZ. Hm? Lesen Polizisten mit Vorliebe jetzt die WoZ, und sollen sie dort erfahren, mit welcher Salbe sie ihre 1.-Mai-Prellungen pflegen können? Oder ist die WoZ das ideale Medium, wenn ein Werbetreibender ohne viel Streuverlust die Mitglieder des Schwarzen Blocks erreichen will? Das demonstrative Inserat ist aufgefallen. Auffallend ist natürlich auch, dass die Agentur Advico Young & Rubicam, die dieses Wurz-Inserat exklusiv in der WoZ geschaltet hat, zurzeit auch eine Kampagne für die nicht gerade reiche Wochenzeitung machen darf.
Drei Agenturen bilden Content Company. Drei Agenturen aus dem Raum Zürich bieten unter der Marke Content Company gemeinsam Kommunikationsdienstleistungen an: die Web- und Kommunikationsagentur Update AG, Zürich, die Werbe- und Designagentur Brönnimann & Berchtold, Dietikon, und die Konzept-, Text- und Redaktionsagentur Heini Lüthy Kommunikation, ebenfalls Zürich. Die Angebotspalette reicht von Publishing über Werbung und Branding bis zu Weblösungen. Der Schwerpunkt liegt bei der journalistischen Erstellung von Inhalten und deren mediengerechter Umsetzung in Print- oder elektronischer Form. Die Content Company ist eine «virtuelle Firma», in der die drei Partner ihre Selbstständigkeit behalten.
Theater II: K(l)eine Panne. Ein Foto des Schauspielhauses vor bedrohlichem Gewitterhimmel ziert seit Tagen diverse APG-Plakatstellen. Was bei Tag wie ein Teaser anmutet, offenbart sich im Dunkel der Nacht: das H der Aufschrift «Schauspielhaus» leuchtet als einzige Letter nicht. «Schauspiel aus» – kein Streich der Zürcher SVP, sondern eine neue Imagekampagne aus dem Hause Publicis. Der Auftritt soll mehr Besucher ins defizitäre Zürcher Schauspielhaus locken und das Theater an sich populärer machen. Als Mittel zum Zweck wird neben den Plakaten ein von Wirz & Fraefel produzierter Kino-Spot eingesetzt, der ebenfalls die «kleine» Leuchtschrift-Panne dramatisiert.
Kleiner Grabgesang auf AIDA

Konjunktur ist vor allem Psychologie, denn letztlich bewirken die Ängste und Hoffnungen der Menschen die wirtschaftlichen Schwankungen. Verständlich, dass kurz nach den Anschlägen vom 11. September der damalige New Yorker Bürgermeister Rudolph Giuliani die Amerikaner eindringlich daran erinnerte, das Geldausgeben nicht zu vergessen. In einem Fernsehinterview Ende September bemühte sich der amerikanische Vizepräsident gar nicht erst um Zurückhaltung in seiner Wortwahl. Er hoffe, sagte Dick Cheney, die Amerikaner würden «den Terroristen die Finger in die Augen bohren» indem sie Aktien kauften, ihre Einkäufe in gewohnter Weise erledigten und sich nicht von ihrer Lebensweise abbringen liessen.
Die Appelle und Werbebotschaften – auch wenn sie mit patriotischen Reizen garniert wurden – fruchteten wenig. Mit der Devise «Kauft unser Land aus der Krise» konnten die US-Bürger nicht viel anfangen. Was Wunder, denn die Konzepte hinter diesen Denkmodellen wurden empirisch längst widerlegt: Konsumenten ticken anders, als die Stufenmodelle der Werbewirkungsforschung suggerieren. Denn diese werden der Komplexität sozialer Kommunikationsprozesse nicht gerecht. Der Konsument entscheidet selbst, ob eine Werbebotschaft für ihn relevant ist. Wenn er nicht will, kann sich die Werbung noch so abmühen: Sie verpufft ohne jede Wirkung. Letztlich bestimmen die Ereignisse im Leben der Menschen, ob sie bereit sind, die Kauf-mich-Botschaften zu hören und zu lesen. Die Götterdämmerung hat die Stufenmodelle längst erfasst:
Einen Abgesang auf die AIDA-Formel und neue Erkenntnisse aus der Wirkungsforschung finden Sie ab Seite 16. Samuel Helbling, Chefredaktor

Ausserdem: Seit Anfang Mai verstärkt Felix Dammann das Kreativteam der Zürcher Werbeagentur Sulzer Sutter als zweiter CD neben Francis Sulzer.

Ausserdem Seit Anfang Mai verstärkt Felix Dammann das Kreativteam der Zürcher Werbeagentur Sulzer Sutter als zweiter CD neben Francis Sulzer. Dammann, der als AD bei Pucci Sulzer und Jung von Matt tätig war, wird auch Mitglied der Geschäftsl

Ausserdem Seit Anfang Mai verstärkt Felix Dammann das Kreativteam der Zürcher Werbeagentur Sulzer Sutter als zweiter CD neben Francis Sulzer. Dammann, der als AD bei Pucci Sulzer und Jung von Matt tätig war, wird auch Mitglied der Geschäftsleitung. Gleichzeitig ist Client Service Director Peter Krebs seit Anfang Jahr an Sulzer Sutter beteiligt. Mit Norbert Brunner verliert die Agentur dagegen einen AD. Brunner wechselt Anfang August zu TBWA Switzerland.
Die Werbegruppe Favo in Arlesheim hat eine neue Inhaberin. Nach dem Tod von Agenturgründer Werner Vogel im März übernimmt Alice Stümcke die Firma.
Seit dem 1. März ist Sandra Wüst als PR-Koordinatorin bei Ford Schweiz tätig.
Der 42-jährige Marketing- und Kommunikationsleiter Peter E. Renggli ist neuer Head of Corporate Communications beim Online-Preis- und -Tarifvergleichsdienst Comparis.ch.
Die Werbeagentur Advico Young & Rubicam (AY&R) hat ihre Geschäftsleitung neu formiert. CEO und Delegierter des Verwaltungsrates wird Edgar C. Britschgi. Felix Kündig übernimmt das Amt des Finanzchefs und Hansjörg Zürcher amtet weiterhin als Creative Coach. Ihm zur Seite werden CDs gestellt, die in den nächsten Wochen ernannt werden sollen. AY&R verstärkt sich zudem mit David Allemann, der von McKinsey als Group Account Director zurückkehrt, und den Textern/ Konzeptern Alexandre-Michel Hoster und Jan Krohn.
Die Zürcher Agentur Inform wird seit Mitte April durch Michael Rütti verstärkt. Er unterstützt Agenturchef Daniel Schneider in den Bereichen Strategieentwicklung und Beratung.
Die Werbeberaterin Mireille Strüby macht sich selbstständig. Ihre Firma Joblounge bietet Personalberatung und -vermittlung für Auftraggeber aus Werbung, PR und Marketing.
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