Kult & Co. erhalten ein Tessiner Schwesterchen

Seit das Tessin vor fünf Jahren eine eigene Universität erhalten hat, bleiben mehr Jugendliche in der Schweizer Sonnenstube

Seit das Tessin vor fünf Jahren eine eigene Universität erhalten hat, bleiben mehr Jugendliche in der Schweizer Sonnenstube, was wiederum zu einem breiteren Vergnügungs- und Unterhaltungsangebot führte. Diese neue Situation macht sich jetzt der eben erst gegründete Luganeser Verlag Mediatik zu Nutze: Am 3. Oktober will er Re.set, ein Ausgehmagazin für 18- bis 35-Jährige, lancieren. Das Heft mit einem Umfang von 48 bis 56 Seiten wird zehnmal jährlich erscheinen und im ganzen Tessin und in Norditalien gratis in Trendbars, Clubs, Restaurants, Boutiquen, Kinos, Musicstores, Schulen, Universitäten und Kulturzentren sowie an Events aufliegen. Die Startauflage beträgt 16000 Exemplare.Inhaltlich kommt das Heft mit einem Themenmix aus Musik, Kino, Lifestyle, Games, Sport samt entsprechenden News und Veranstaltungshinweisen daher – wie ähnliche Deutsch- und Westschweizer Magazine. Das ist kein Zufall, denn Re.set wird von Mediabox in Zürich vermarktet und von Anfang an in den seit diesem Jahr bestehenden Jugendpool aus Kult, Forecast und Seventh Sky integriert. Einzeln wird die Anzeigenseite 4950 Franken kosten, mit einem Einführungsrabatt von 33% bis Ende Jahr. Der Poolrabatt beträgt 5%.
Hinter Re.set und Mediatik steht das Tessiner Ehepaar Jolanda und Renato Cassis. Jolanda Cassis bearbeitete Jugendthemen für verschiedene Tessiner Zeitungen, Renato Cassis war beim Tessiner Verlag Pubblicità Sacchi zuständig für Werbeverkauf und Verlagswesen. (mk)

Best of South-West (2. Quartal 2002)

Affinität der Anzeigen bei den Supportern in der «bürgerlichen Ecke»

Affinität der Anzeigen bei den Supportern in der «bürgerlichen Ecke»Best of Print Advertising Die Anzeigenhits 2002 aus dem Advertising-Index des Marktforschungsinstituts Demoscope
In Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsinstitut Demoscope präsentiert Publimedia den Leserinnen und Lesern der WerbeWoche fünfmal pro Jahr einen Auszug der
Resultate aus dem Advertising-Index (AX Print). Dieser Index (siehe Kasten) ist ein Modul des Market Radar und misst die Beliebtheit von Anzeigensujets. In den oberen beiden Reihen befinden sich diejenigen Sujets, die in der betreffenden psychografischen Zielgruppe (siehe Windrose) die grösste Akzeptanz erzielten. Die drei Sujets, die bei der gesamten Stichprobe, also bei allen vier Zielgruppen insgesamt, im 2. Quartal 2002 am besten abschnitten, werden unter dem Titel «Top Three» gezeigt.

Best of North-East (2. Quartal 2002)

Affinität der Anzeigen bei den Supportern in der «Alternativkultur»

Affinität der Anzeigen bei den Supportern in der «Alternativkultur»Best of Print Advertising Die Anzeigenhits 2002 aus dem Advertising-Index des Marktforschungsinstituts Demoscope
In Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsinstitut Demoscope präsentiert Publimedia den Leserinnen und Lesern der WerbeWoche fünfmal pro Jahr einen Auszug der
Resultate aus dem Advertising-Index (AX Print). Dieser Index (siehe Kasten) ist ein Modul des Market Radar und misst die Beliebtheit von Anzeigensujets. In den oberen beiden Reihen befinden sich diejenigen Sujets, die in der betreffenden psychografischen Zielgruppe (siehe Windrose) die grösste Akzeptanz erzielten. Die drei Sujets, die bei der gesamten Stichprobe, also bei allen vier Zielgruppen insgesamt, im 2. Quartal 2002 am besten abschnitten, werden unter dem Titel «Top Three» gezeigt.

PubliGroupe mit Semestergewinn

Wegen des derzeit fallenden Aktienkurses droht PubliGroupe wieder eine Wertberichtigung

Wegen des derzeit fallenden Aktienkurses droht PubliGroupe wieder eine WertberichtigungVon Anita Vaucher Der Lausanner Medien- und Werbekonzern PubliGroupe hat nach einem miserablen Geschäftsjahr 2001 im ersten Halbjahr 2002 wieder einen Gewinn erzielt. Der Reingewinn betrug 11,4 Millionen Franken. Das Betriebsergebnis stieg um 160,8 Prozent auf 26,6 Millionen Franken.
Hans-Peter Rohner, der neue CEO von PubliGroupe, gab sich äusserst vorsichtig bei der Präsentation der Halbjahreszahlen. Er erwartet vor Ende 2002 keine Erholung und rechnet weiterhin mit ungünstigen Rahmenbedingungen. Diese hatten sich auch auf den Gesamtumsatz im ersten Halbjahr 2002 ausgewirkt, der um 18,5% auf 1,134 Milliarden Franken sank. Der Bruttogewinn ist um 29,4% auf 253,7 Millionen Franken zurückgegangen.
Diese Ergebnisse erfordern gemäss Rohner weitere Massnahmen zur Kostenanpassung. So will man die administrativen Abläufe bei den Schweizer Geschäftsstellen vereinfachen, deren Synergien nutzen und vermehrt Informatik einsetzen. Frei werdende Stellen werden nicht neu besetzt. Längerfristig schliesst Rohner auch einen Personalabbau nicht aus.
Konjunkturbedingt ist der Verkauf von Pressewerbung in der Schweiz (Division PubliPresse) um 13,2% geschrumpft. Noch akzentuierter fiel der Rückgang im internationalen Geschäft (Publicitas Promotion Network, PPN) aus, nämlich um minus 18,8%. In den USA musste PPN Umsatzeinbussen von 34,4% hinnehmen, in Europa –15,5% und in Asien sank der Verkauf um 2,2%.
Geradezu erfreulich sieht es hingegen bei der Division PubliDirect aus, erneut der einzige Bereich, der gegen den Trend seine Ergebnisse verbessert hat. Rohner betonte, dass die Verkaufsorganisation für Telefonbucheinträge gerade im Onlinebereich die mit Abstand erfolgreichste Vermarkterin in der ganzen Schweiz sei (siehe auch Seite 41/42). Und weil Branchentelefonbücher insbesondere für KMU lebensnotwendig seien, werde sich dieser Markt auch in den kommenden Jahren weiterentwickeln, sowohl in der Schweiz als auch im Ausland.
Anders als noch vor einem Jahr musste im ersten Semester 2002 kein Wertverlust der eigenen Aktien hingenommen werden, da deren Kurs leicht über jenem von 2001 lag. Inzwischen ist er aber unter den letztjährigen Tiefstwert von 335 Franken gefallen. Deshalb sei die Gefahr einer neuen Wertberichtigung per 31.Dezember 2002 nicht auszuschliessen, hiess es in Lausanne. Vergangenes Jahr riss allein der gesunkene Aktienwert ein 23-Millionen-Loch in die PubliGroupe-Bilanz.
publigroupe in zahlen (in Mio. Fr.)
1. Halbjahr 1. Halbjahr Veränderung
2002 2001 in %
Umsatz 1 134,8 1 392,5 –  18,5
Bruttogewinn   253,7   359,1 –  29,4
Betriebsergebnis    26,6 10,2 + 160,8
Konzernergebnis    11,4     8,1 +  40,7

Best of North-West (2. Quartal 2002)

Affinität der Anzeigen bei den Supportern im «Yuppieland»

Affinität der Anzeigen bei den Supportern im «Yuppieland»Best of Print Advertising Die Anzeigenhits 2002 aus dem Advertising-Index des Marktforschungsinstituts Demoscope
In Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsinstitut Demoscope präsentiert Publimedia den Leserinnen und Lesern der WerbeWoche fünfmal pro Jahr einen Auszug der
Resultate aus dem Advertising-Index (AX Print). Dieser Index (siehe Kasten) ist ein Modul des Market Radar und misst die Beliebtheit von Anzeigensujets. In den oberen beiden Reihen befinden sich diejenigen Sujets, die in der betreffenden psychografischen Zielgruppe (siehe Windrose) die grösste Akzeptanz erzielten. Die drei Sujets, die bei der gesamten Stichprobe, also bei allen vier Zielgruppen insgesamt, im 2. Quartal 2002 am besten abschnitten, werden unter dem Titel «Top Three» gezeigt.

«Schnell viele Leser»

Jürg Brauchli, die Nummer zwei in Tamedias Unternehmensleitung, zu 20 Minuten

Jürg Brauchli, die Nummer zwei in Tamedias Unternehmensleitung, zu 20 MinutenVon Markus Knöpfli Die Gerüchteküche brodelt: Allenthalben wird über einen möglichen Einstieg von Tamedia bei 20 Minuten spekuliert. Die WerbeWoche sprach deshalb mit Jürg Brauchli, bei Tamedia stellvertretender Vorsitzender der Unternehmensleitung und Leiter Bereich Zeitungen, über die Lage auf dem Gratiszeitungsmarkt.
Bilanz streute kürzlich das Gerücht, wonach Tamedia «eifrig» um die Pendlerzeitung 20 Minuten werbe und sie kaufen wolle. Wie steht es konkret?
Jürg Brauchli: Wir haben gesagt, dass wir uns sowohl den Regionalzeitungs- als auch den Pendlerzeitungsmarkt genauer ansehen wollen.
Was gegenüber 20 Minuten einem Philosophiewechsel gleichkommt angesichts der Abwehrhaltung noch vor zwei Jahren. Hat dies mit dem neuen Vorsitzenden der Unternehmensleitung zu tun?
Brauchli: Das ist nur ein bedingter Philosophiewechsel, der zudem nicht primär auf Martin Kall zurückzuführen ist. Wir müssen den sich verändernden Markt verfolgen, darum hatten wir immer wieder Kontakt mit 20 Minuten und vor eineinhalb Jahren auch mit dessen Mutterhaus Schibsted.
Es wurde beobachtet, dass Martin Kall am Zürcher Theater Spektakel mit Rolf Bollmann, Verlagsleiter von 20 Minuten, ein langes, angeregtes Gespräch führte.
Brauchli: Natürlich, warum sollte er das nicht tun?
Zudem sollen Leute von 20 Minuten in den Tamedia-Chefetagen zu sehen gewesen seien.
Brauchli: Herr Bollmann war kürzlich bei mir, und wir sprachen über Transport und Druck. Wir besorgen ja den Vertrieb für 20 Minuten. 20 Minuten ist zudem eingeschränkt, weil die AZ Medien die Ausgaben Bern und Basel mit einem Umfang von maximal 32 Seiten drucken können. Ich habe also mit Herrn Bollmann wie mit jedem Kunden gesprochen. Ein allfälliger Einstieg bei 20 Minuten war in Gesprächen mit ihm jedoch nie ein Thema.
Aber vielleicht mit dem Verwaltungsrat der 20 Minuten Holding oder mit Schibsted?
Brauchli: Mit Schibsted gab es schon vor der Lancierung von 20 Minuten Kontakte – letztmals vor eineinhalb Jahren.
Wird Tamedia nun neu 20 Minuten drucken?
Brauchli: Nein, ich denke, sie haben bei den AZ Medien längerfristige Verträge.
Wird Tamedia jedoch in die Bresche springen, wenn 20 Minuten einmal über die 32 Seiten hinaus drucken will?
Brauchli: Tamedia verfügt zurzeit nicht über die nötigen Kapazitäten in der Nachproduktion.
Was antworten Sie auf folgende These: Eine Beteiligung bei der 20 Minuten Holding könnte aus zwei Gründen für Tamedia Sinn machen: Erstens könnte so angesichts der Abo- und Leser-Erosion beim Tages-Anzeiger die junge Lesergruppe zumindest unter
das Konzerndach (zurück)geholt werden – was einige Synergiemöglichkeiten eröffnen würde. Zweitens erhielte Tamedia dadurch endlich ein Auslandstandbein, was zudem helfen würde, imagemässig aus Ringiers Schatten zu treten.
Brauchli: Unser Vorsitzender der Unternehmensleitung hat klar gesagt, dass wir den Fokus auf die Schweiz richten. Das Ausland ist momentan kein Thema. Bezüglich Leserzahlen gebe ich Ihnen Recht, alle Pendlerzeitungen generieren schnell viel Leser. Aber wer garantiert uns, dass sie im Markt insgesamt erfolgreich sein werden? Es heisst zum Beispiel, dass Metro Stockholm ein Erfolg sei. Betrachtet man jedoch die offiziellen Zahlen von Metro, dann entstehen Zweifel. Und auch bei Schibsted läuft es zumindest in Oslo und Stockholm relativ schlecht.
20 Minuten Schweiz legt aber im Inseratebereich nach wie vor zu.
Brauchli: Wir sind daran, uns diesen Markt genau anzusehen. Und falls wir zum Schluss kommen, dass er lukrativ ist, werden wir ganz sicher nicht abseits stehen.
Tamedia hält 60 Prozent beim ZürichExpress (ZE), die NZZ 40 Prozent. Gibt es im Vertrag kein Konkurrenzverbot?
Brauchli: Eine Klausel der Vereinbarung besagt, dass sich die Aktionäre nicht an einem Konkurrenzprodukt zum ZE beteiligen oder ein solches lancieren dürfen.
Die 20 Minuten HoldingDie 20 Minuten Holding hält Beteiligungen an Pendlerzeitungsverlagen in der Schweiz (100%), Frankreich (16%) und Spanien (67%). Ab 2004 sind diverse Veränderungen zumindest möglich (WW 25/02): Ein Börsengang, ein (Teil-)Ausstieg der Investoren oder auch das Herauslösen und Verkaufen von einzelnen Holdingteilen – etwa der 20 Minuten Schweiz AG. In jedem Fall aber kann das norwegische Verlagshaus Schibsted ein Vorkaufsrecht ausüben.

Branchenhits (2. Quartal 2002)

Best of Print Advertising Die Anzeigenhits 2002 aus dem Advertising-Index des Marktforschungsinstituts DemoscopeIn Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsinstitut Demoscope präsentiert Publimedia den Leserinnen und Lesern der WerbeWoche fünfma

Best of Print Advertising Die Anzeigenhits 2002 aus dem Advertising-Index des Marktforschungsinstituts Demoscope
In Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsinstitut Demoscope präsentiert Publimedia den Leserinnen und Lesern der WerbeWoche fünfmal pro Jahr einen Auszug der
Resultate aus dem Advertising-Index (AX Print). Dieser Index (siehe Kasten) ist ein Modul des Market Radar und misst die Beliebtheit von Anzeigensujets. In den oberen beiden Reihen befinden sich diejenigen Sujets, die in der betreffenden psychografischen Zielgruppe (siehe Windrose) die grösste Akzeptanz erzielten. Die drei Sujets, die bei der gesamten Stichprobe, also bei allen vier Zielgruppen insgesamt, im 2. Quartal 2002 am besten abschnitten, werden unter dem Titel «Top Three» gezeigt.
(Werte = Index «Supporters» der Anzeige gegenüber dem Durchschnitt aller Anzeigen der Branche; 1,00 = Durchschnitt = 100%)Getränke Valser Mineralquellen AG (Contexta Bern) Höhle und Berge 1.40
Banken/Kreditkarten/Post Zürich Penalty von Kevin (DDB Zürich) 1.70
Auto Lexus Lexus SC430 (Zahnzimmermannfankhauser) 1.50
Uhren/Schmuck Maurice Lacroix Leguan (Jung von Matt/Limmat) 1.20

Muse & Musse: Christian Aeppli

Welche kulturelle Veranstaltung haben Sie zuletzt besucht?

Welche kulturelle Veranstaltung haben Sie zuletzt besucht?Muse und Musse Christian Aeppli
Christian Aeppli: Das World Music Festiv’alp in Château- d’Œx, weil die Ambiance gemütlich ist.
Was lesen Sie gerade?
Aeppli: Von Charles Schaar «Vie et légende de Jimmy Hendrix», den ich bewundere.
Welche CD hören Sie zurzeit?
Aeppli: Das Gesamtwerk von Robert Johnson, einem Pionier des akustischen Blues.
Welchen Kinofilm würden Sie am liebsten nochmals sehen?
Aeppli: «Hatari» von Howard Haws.
Bei welcher TV-Sendung sind Sie neulich eingeschlafen?
Aeppli: Bei keiner, denn von Juni bis Ende August schaue ich überhaupt nicht fern.
Welches ist Ihre neueste Entdeckung im Internet?
Aeppli: www.24heures.ch
Worauf könnten Sie nie verzichten?
Aeppli: Auf die Freiheit.
Was machen Sie in einer freien Minute?
Aeppli: Ich verausgabe mich als Schlagzeuger in einer Jazz-Formation oder gehe fischen.
Liebe ist …?
Aeppli: … Teilen, wohlwollende Haltung gegenüber Mitmenschen und Vorwärtsgehen.

Nachrichten

Wechsel in der Chefetage bei Edipresse. Paul Miskiewicz, Generaldirektor von Edipresse Schweiz, tritt Ende Jahr in den Ruhestand.

Wechsel in der Chefetage bei Edipresse. Paul Miskiewicz, Generaldirektor von Edipresse Schweiz, tritt Ende Jahr in den Ruhestand.Sein bisheriger Stellvertreter Tibère Adler tritt am 1. Januar 2003 seine Nachfolge an, wie das Lausanner Medienunternehmen am Dienstag mitteilte. Miskiewicz bleibt im Verwaltungsrat von Edipresse.Dominik Kaiser muss bei viva plus gehen. Der Musik-TV-Konzern Viva Media AG positioniert seinen Sender Viva Plus neu. Das stärkere Engagement von AOL Time Warner bei Viva Media ermögliche eine Optimierung der Sendergruppe, lautet die offizielle Lesart. Dies bedeutet vor allem, dass Redaktion und Geschäftsführung von Viva und Viva Plus zusammengelegt werden. Laut Kölner Stadt-Anzeiger könnten die meisten der 70 Beschäftigten von Viva Plus entlassen werden, was der Konzern allerdings nicht bestätigen wollte. Seinen Job los ist jedenfalls der Basler Dominik Kaiser, der im November 2001 die Geschäftsleitung von Viva Plus übernommen hat. Viva Plus war erst Anfang Jahr als Joint Venture von Viva Media und AOL lanciert worden und war als «das erste voll integrierte Musik-TV Europas» mit interaktiven Inhalten und Onlinediensten geplant. Nun soll das Konzept an jenes der niederländischen Viva-Tochter The Box angepasst werden, die hauptsächlich Wunschclips spielt.
Nicht Zuschlagen beim Essen. Es darf nicht sein, dass das Restaurant «Rosaly’s» ein Schattendasein hinter dem legendären «Vorderen Sternen» fristet, sagten sich die Werber von DDB Zürich. Sie haben deshalb im wahrsten Sinne des Wortes kommunikativ zugeschlagen. GF-Plakate im Umfeld des Bahnhofs Stadelhofen in Zürich sollen den Passanten und insbesondere dem jüngeren Publikum wieder einmal drastisch vor Augen führen, welche Qualitäten die Küche des «Rosaly’s» aufweist. Das Sujet zeigt einen Boxhandschuh, der griffbereit zwischen Messer und Teller liegt. Für den Fall… weil «Rosaly’s» Menüs serviert, «die niemand gerne teilt», wie CD Patrick Lienert meint.
Die schönste Rückreise. Die Belair als neue Ferienfluglinie von Hotelplan unterscheidet sich von der Konkurrenz vor allem durch ihr Komfortangebot wie Sitzabstand, freie Menüwahl oder Gratisgetränke. «So fangen Ferien schön an», meint deshalb Publicis und bewirbt Neukunde Belair mit einem entsprechenden Doppelinserat. Zum Claim «Der schönste Ferientag» wird eine Belair-Maschine hoch über den Wolken beim Hinflug ins Ferienparadies gezeigt. Zum Text «Der zweitschönste» fliegt das Flugi wieder zurück zur Arbeit. Nur Werben ist schöner, könnte dazu in einem dritten Bild noch gesagt werden. Aber das haben die Kreativen um CD Markus Gut in ihrem hoch fliegenden Furor wohl vergessen.

Projekt wirbt mit gebügelten Hemden. Der Appenzeller Vermarkter von Sonderwerbeformen, Projekt GmbH, lanciert ein neues Angebot: die Hemdenwerbung. Wäschereien legen Kartons in frisch gebügelte Hemden, um sie in Form zu halten. Diese Kartons werden von Projekt jetzt mit Werbebotschaften bedruckt. Ganz neu ist die Idee nicht: Frank Bodin hat sie vor zwei Jahren als One Shot eingesetzt und dafür einen Direktmarketingpreis erhalten. Projekt hat das weiterentwickelt und kommerzialisiert. In einer ersten Phase wurden eine Wäscherei in Zürich und eine in Basel als Partner gewonnen, die je 7000 Hemden pro Monat in bügelfaltenfreie Form bringen. Das Netz soll auf die ganze Schweiz ausgedehnt werden. Als Zielgruppe benennt Projekt Männer in gehobenen Positionen mit hohem Einkommen und Interesse an Produkten, die etwas teurer sind. Als erste Kunden wurden die Zeitschrift Bilanz und der Wäschehersteller Schiesser gewonnen.
Pfister entdeckt Afrika. «Mysteriös, leidenschaftlich und ursprünglich» sehen die Stylisten von Möbel Pfister den schwarzen Kontinent. Afrika ist mit diesen Attributen nach der internationalen Modewelt nun auch beim Schweizer Möbelhaus zum Thema geworden. Pfister zeigt diesen Herbst eine Fülle von Inspirationen, Ideen und Einrichtungstipps rund um das Trenddesign Afrika. Der Katalog wurde unter dem Motto «Pfister bewegt Sie ein Leben lang» gegliedert und reicht von flexiblen Jugendmöbeln über Trendline und italienisches Design bis hin
zu zeitlos eleganten Living-Ideen. Dazu gibt es eine Vielzahl von Accessoires, mit denen das Thema Afrika spielerisch leicht umsetzbar ist. Als Einstimmung auf dieses Ethnoambiente ist dem Katalog auch eine CD mit «Sounds of Africa» beigelegt. Der Katalog mit der Afrika-Idee ist bei Möbel Pfister inhouse in Koproduktion mit Thomas De Monaco gestaltet worden.
Werbepauke.de zeigt internationale TV-Spots. Seit Donnerstag wird im Internet die Werbepauke geschlagen: Unter www.werbepauke.de startet eine Website, die ihren Besuchern das Abspielen, Bewerten und Versenden von aktuellen oder klassischen Werbespots aus aller Welt ermöglicht. Als erstes Highlight ist der Spot von Dentsu Tokyo für den Softdrink Pocari zu sehen, die erste Werbung, die im Weltraum realisiert wurde. Neben wöchentlich neuen Spots bietet die Werbepauke auch Making-ofs, Outtakes und Previews. Bis Ende Jahr sollen Showrooms für einzelne Marken und Agenturen eingerichtet werden. Die Website richtet sich nicht bloss an die Branche, sondern vor allem an die Werbefans unter den Konsumenten. Sie wird unter anderem vom Kinovermarkter WerbeWeischer und von Springer & Jacoby International unterstützt.
First Flush in der Grafik. Im Frühling beginnt im nordindischen Darjeeling eine Saison, die Teekenner mit Spannung erwarten: Es ist die Zeit des First Flush – der ersten Pflückung des Teejahres, bei der nur die ersten zwei Blätter und die Knospe sorgsam von Hand gepflückt und zu einem Tee verarbeitet werden, der für sein blumiges Aroma berühmt ist. «First Flush» nennt sich nun auch eine Ausstellung mit der handverlesenen «Ernte» von Plakaten junger Schweizer Grafikateliers, die sich auf lustvolle, provokante und auch virtuose Weise davon absetzen, was die regelstrenge «Schweizer Grafik» weltberühmt gemacht hat. Die starke Durchdringung von Musik-, Club- und visueller Kultur hat in den vergangenen Jahren viele junge Grafiker dazu ermutigt, neue Ausdrucksformen zu erproben und zu einem unbeschwerten Umgang mit dem Erbe des Schweizer Designs zu finden. Die Ausstellung ist «zu Gast bei der Schweizerischen Nationalbank» an der Fraumünstergasse in Zürich.
MTV sammelt Handynummern. Der Musiksender MTV will künftig die Mobilfunknummern seiner Zuschauer vermarkten. Wie Werben&Verkaufen berichtet, sammelt der Sender in den kommenden Monaten die Nummern der Teilnehmer von Gewinnspielen und anderen interaktiven Showformaten. Die Erlaubnis der Zuschauer vorausgesetzt, will MTV sie später mit Eigenwerbung per SMS versorgen. Auch werbungtreibenden Kunden soll dieser Kanal zur direkten Zielgruppenansprache offen stehen. Als Vermarkter und technischen Dienstleister kooperiert der Sender mit dem Mobile-Marketing-Spezialisten 12snap. Der Deutschlandchef von 12snap, Ingo Griebel, will erst mit einer Vermarktung beginnen, wenn sich 50000 Empfänger registriert haben. Spätestens zum ersten Quartal 2003 soll diese Zahl erreicht sein.

Sauber gemixxter Campari

Guye Benker bewirbt Premix-Drink des Apéroherstellers

Guye Benker bewirbt Premix-Drink des ApéroherstellersVon Ernst Weber Campari Schweiz lanciert mit einer ästhetisch sauberen Kampagne von Guye Benker (GB), Zürich, den alkoholischen Drink Campari Mixx. Zielgruppe im Boommarkt Alcopops sind nachtaktive, erwachsene Lounge- und Bargänger.
Alcopops, wie die Mischgetränke aus Spirituosen und Fruchtsäften heissen, sind der Renner im Getränkemarkt: Innert zwei Jahren, von Anfang 2000 bis Ende 2001, stieg der Konsum von 1,7 Millionen auf 28 Millionen Flaschen. Mittlerweile haben Alcopops im Spirituosenmarkt einen Anteil von vier Prozent erlangt, wie aus der neuesten Statistik der Eidgenössischen Alkoholverwaltung (EAV) hervorgeht.
Ein Ende des Booms ist noch lange nicht in Sicht. Dieter Tosoni, Leiter Koordination Handel und Werbung bei der EAV, schätzt den Konsum von Alcopops in diesem Jahr auf 35 bis 40 Millionen Flaschen zu 2,75 Deziliter Inhalt, die über den Ladentisch oder die Tresen von Discos und anderen Trendlokalen gehen werden.
Die relativ schwach alkoholhaltigen Drinks (Bacardi Breezer etwa weist 5,6, Campari Mixx 6,5 Alkoholprozente auf) werden vor allem von Jugendlichen und jungen Erwachsenen getrunken – doch fehlen Untersuchungen über das Alcopops-Konsumverhalten von Schweizer Jugendlichen.
Um in diesem lukrativen Geschäft mitmischen zu können, beabsichtigt darum der in Monaco domizilierte Spirituosenhersteller Campari International, global das Premix-Getränk Campari Mixx einzuführen. In Japan wird es unter dem Namen Spumoni bereits seit drei Jahren konsumiert – und gehört dort bereits zum festen Bestandteil heisser Partynächte, wie Chris Nietlispach, General Manager Campari Schweiz, erklärt.
Campari Mixx wird in der Schweiz – nebst Italien das zweite europäische Land, in dem der Trenddrink auf den Markt kommt – mit einem Auftritt von Guye Benker lanciert. Die Grafik knüpft an die Tradition des Hauses Campari an, die Identität der Marke durch ästhetisch hoch stehende Werbung darzustellen.
Positionierung umgeht Alkoholverbot für Jugendliche
Christophe Guye weiss um die Bedenken, Campari Mixx könnte die unter 18-Jährigen zum Alkoholmissbrauch verführen – denn die EAV rechnet Alcopops seit dem 1. Februar 1997 zu den Spirituosen und verbietet damit Werbung, die sich gezielt an Jugendliche unter 18 Jahren richtet.
Das Mischgetränk (Campari, Grapefruit, Soda) sei zwar süsser als der klassische Campari Bitter, aber immer noch bitter genug, um Jugendlichen nicht zu schmecken. Untersuchungen hätten gezeigt, dass Bittergetränke erst von über 25-Jährigen goutiert werden, erklärt Agenturinhaber Guye.
Die werbliche Umsetzung umgeht dieses Problem, indem sie das Produkt mit Blick auf ein älteres Zielpublikum als Getränk positioniert, das nachts im Ausgang konsumiert wird, wenn alle unter 18-Jährigen längst im Tiefschlaf liegen (sollten): Dem Betrachter der Inserate und Plakate leuchten die charakteristischen Merkmale der Verpackung – sie wurden aus Japan übernommen – wie ein Licht in der Nacht den Weg zum Produkt.

Etat-News: Gewinnsträhne bei Lang Gysi Knoll

Etat-News Gewinnsträhne bei Lang Gysi Knoll Die Berner Werbeagentur Lang Gysi Knoll (LGK) gewann im Juli und August vier Konkurrenzpräsentationen. Die ersten drei Auftraggeber möchten laut Agentur erst beim Kampagnenstart genannt werden. Mand

Etat-News Gewinnsträhne bei Lang Gysi Knoll
Die Berner Werbeagentur Lang Gysi Knoll (LGK) gewann im Juli und August vier Konkurrenzpräsentationen. Die ersten drei Auftraggeber möchten laut Agentur erst beim Kampagnenstart genannt werden. Mandat Nummer vier ist ein Kommunikationspaket für eine neue Dienstleistung des Instituts für geistiges Eigentum. Ein fünfter Neukunde, die SRG, hat sich auf Grund einer Agenturpräsentation für LGK entschieden.
Alex Schmid schminkt Margy’s
Die Alex Schmid AG, Dialogmarketingagentur mit Sitz in Zollikon ZH, betreut neu die Kosmetikmarke Margy’s Monte Carlo. Sie bietet weltweit Hautkosmetikprodukte im oberen Preissegment an, verbunden mit Spa-Kuren. Alex Schmid unterzieht den Brand einem sanften Redesign und entwickelt weitere Massnahmen zum Markenaufbau. Margy’s wird von Monte Carlo aus vertrieben, die Labors befinden sich aber in der Schweiz.
Ranz betreut die Basler Liberalen
Die Basler Werbeagentur Ranz hat das Budget der Liberal-Demokratischen Partei (LDP) Basel-Stadt gewonnen. Ranz setzte sich in einem Pitch durch. Ranz realisiert den Gesamtauftritt der LDP Basel-Stadt für das Wahlkampfjahr 2003. Die Liberal-Demokratische Partei Basel-Stadt (Vereinigung der Liberalen und des Gewerbes) ist die drittgrösste Partei in Basel und stellt eine Nationalrätin und zwei Regierungsräte.

Vom Einzeller bis zum Elefanten

Die Comet Photoshopping, Zürich, hat ein superschnelles Onlinebildarchiv lanciert

Die Comet Photoshopping, Zürich, hat ein superschnelles Onlinebildarchiv lanciertVon Andreas Panzeri Die Zürcher Comet Photoshopping GmbH ist auf das Internetportal von Global Pictures aus München aufgeschaltet. Comet ist die erste Schweizer Bildagentur auf diesem B2B-Portal mit ihren mehr als 50000 Bildern.
Seit 1999 bietet Global Pictures aus München ein plattformunabhängiges B2B-Internetportal zur automatischen Vermarktung digitalen Bildmaterials an. Das Portal verfügt über eine der schnellsten Suchmaschinen, sodass sich die oft Zeit raubende Bildrecherche «auf nur wenige Sekunden reduzieren lässt», wie Dieter Enz und Ueli Meier erklären. Die beiden Zürcher Fotografen haben sich mit ihrer Comet Photoshopping als erste Schweizer Bildagentur an das System von Global Pictures angehängt. Dahinter verbirgt sich eine komplexe Datenbank, die ein virtuelles Serverhosting ermöglicht. Hier erfolgt die Suche über alle angeschlossenen Bildagenturen und Archive. Comet Photoshopping befindet sich damit in Gesellschaft mit deutschen Agenturen wie Deutscher Fernsehdienst, Transglobe Agency, Silvestris, Telepress-Pandis, FotoMedia, Sperber und IFA Bilderteam.
Besonders attraktiv ist die Tatsache, dass man jederzeit in diesem Onlinearchiv recherchieren kann. Recherchen und Downloads für Layoutzwecke sind kostenlos. Für HiRes-Downloads per E-Mail wird eine Gebühr von 5 Euro, für die automatische Zusendung per Leonardo ein Aufpreis von 3 Euro pro Bild verlangt.
Wird das Bild schliesslich verwendet, zahlt der Kunde nicht einen anonymen Fixpreis per Kreditkarte, sondern handelt mit dem Fotografen am Telefon individuell die Rechte auf der Tarifbasis SAB aus. Für dieses Honorar wird einer Werbeagentur trotz blitzschneller Lieferung des Bildes immer noch nach alter Väter Sitte eine Rechnung zugeschickt.
Wer trotz einer «extrem bedienerfreundlichen Oberfläche» nicht zielsicher genug per Internet recherchiert, kann sich bei Comet nach wie vor auch am Telefon beraten lassen, wie Ueli Meier als Verantwortlicher für das Datenhandling verspricht.
Comet Photoshopping als neuer Partner von Global Pictures ist eine Universalagentur mit der Spezialkompetenz Luftbildaufnahmen. «Wir haben das aktuellste Archiv mit Luftbildaufnahmen», meint Enz. Ebenso bietet Comet Photoshopping eine umfassende Sammlung zum Thema Land und Leute sowie aktuelle Bilder zur Expo.02 oder Landschaftsaufnahmen aus der ganzen Welt an. Vertreten werden verschiedene in- und ausländische Fotografen sowie internationale Bildagenturen in der Schweiz, unter anderem Picture Press, die Bildagentur von Gruner + Jahr aus Hamburg mit ihren Bildkatalogen People, Animals sowie Elements und Concept.
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