Leserbriefe

«I care!»Mich (be)kümmert die Zukunft unserer Medien sehr! Deren Aufgabe und Wirkung sind zu wichtig, um zuzulassen, dass sie wie Freimaurerlogen behandelt werden respektive handeln dürfen. Wenn etwa die Blutgruppe von Ingrid Deltenre einen Einfl

«I care!»Mich (be)kümmert die Zukunft unserer Medien sehr! Deren Aufgabe und Wirkung sind zu wichtig, um zuzulassen, dass sie wie Freimaurerlogen behandelt werden respektive handeln dürfen. Wenn etwa die Blutgruppe von Ingrid Deltenre einen Einfluss auf ihr Jobverständnis hätte, wäre sogar solch eine intime Information relevant für die interessierte Öffentlichkeit.
Tek Berhe, Initiant und Betreiber der Web-site faires-rtvg.ch, zum Kommentar «Who cares?» in WW 06/03
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Mehr Kreativität
Die von Ihnen besprochene Tagung «Reizvolle Werbung» bot tatsächlich mehr Fragen als Antworten. Und doch hat sie mir viel gebracht: den Beweis, dass Schuldzuweisungen nur polarisieren und die kreative Suche nach Alternativen erschweren. Nächstes Jahr will sich Script dieses wichtige Themas annehmen, unpolemisch und zielorientiert. Wir wollen weniger altbekannte Fragen aufwerfen als neue Antworten suchen. Mit Hilfe anderer Verbände, die wir hiermit zum Mitmachen einladen, könnte dies auch gelingen.
Stephanie Hugentobler, Vorstandsmitglied im Texterverband Script, zum Artikel «Professionals statt Pin-ups» in WW 04/03
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Ignorante Rezension
Ich bin nicht, wie vom Rezensenten dargestellt, «einfacher» Redaktor einer einzelnen Publikation, sondern stellvertretender Chefredaktor der Fachzeitschriften New Management und Schweizer Versicherung und war zuvor Chefredaktor von io management. Francis Müllers mit viel falschen Behauptungen garnierter Verriss verteidigt nicht die Ehre der PR-Gilde – welcher der Rezensent selber anzugehören scheint –, sondern zeigt nur, dass er meinen Schelmenroman kein bisschen kapiert hat. So hat er beispielsweise nicht verstanden, dass jene (notabene ironisch gemeinten) Branchenweisheiten und -sprüche, die er kritisiert, Originalzitate von Schreiberlingen seines Schlages sind. Einen besseren Beweis für Müllers Ignoranz und die Aktualität von «Der Bluff» kann man nicht liefern.
Robert Jakob, Journalist und Autor von «Der Bluff», zur Besprechung seines Buchs in WW 03/03

Schuften, snöben und schwofen

Ausbildung In Davos will die JuniorCom, die erste schweizerische Nachwuchstagung für Kommunikation und Marketing, an die berühmten Davoser Hochschulkurse anknüpfen.

Ausbildung In Davos will die JuniorCom, die erste schweizerische Nachwuchstagung für Kommunikation und Marketing, an die berühmten Davoser Hochschulkurse anknüpfen.Der Luftkurort im Landwassertal hat eine bewegte Vergangenheit als Ausgangspunkt eines neuen Denkens. 1921 wollte der Bildhauer Philipp Modrow in Davos eine Frauenhochschule mit Esperanto als Unterrichtssprache einrichten. Das Projekt scheiterte. Ebenso ein 1926 entstandener Plan einer Universität für Studenten, die an der damaligen Volksseuche Tuberkulose litten. Berühmt wurden indessen die Davoser Hochschulkurse. Albert Einstein hat am 18. März 1928 mit seiner Rede die erste Konferenz einer internationalen Wissenschaftselite eröffnet. In den Kriegsjahren versandete das Treffen hochrangiger Wissenschafter. 75 Jahre nach dem ersten Davoser Hochschulkurs will die JuniorCom wieder an diese kommunikative Tradition anknüpfen. Am Wochenende vom 14. bis 16. März geben zahlreiche Persönlichkeiten aus Kommunikation und Marketing ihr Wissen und ihre Erfahrungen weiter. Wie damals treffen sich Studenten und Berufseinsteiger mit den Dozenten nicht nur in Kursräumen, sondern auch in Skihütten und auf den Pisten von Davos sowie zur Eröffnung beim MTV-Winterjam, dem «grössten Openair-Konzert in den Alpen».
Über 130 Nachwuchsleute aus dem Bereich Medien und Kommunikation haben sich für die erste JuniorCom angemeldet. Dazu gesellen sich rund 30 Referenten, Sponsoren und Behördenvertreter. «Das ist für den Anfang sehr ermutigend», meint Jürg C. Meyer von der Agentur Medianovis in Kilchberg. Meyer gehört zusammen mit Germaine Hiltbrunner, Kathrin Feigel und Franco Item, dem Initianten der JuniorCom wie auch der Schweizerischen Textakademie, zum Organisationskomitee.
Als Referenten hat das Team Fachleute aus verschiedensten Bereichen der Kommunikation für den Davoser Event verpflichtet. Mike Brodbeck, Marketingleiter Rivella, wird über seine Markenstrategie sprechen. Viviane Egli vom Forum Corporate Publishing und René Grossenbacher von Publicom haben sich den Kommunikationsmix von Corporate Publishing zum Thema gemacht. Ivo Hajnal, Schweizerische Textakademie, gibt dem Nachwuchs Tipps zu «Professionell bewerben». Weitere Referenten sind die Unternehmensberaterin Betty Zucker, Cyril Meier als neuer Direktor Schweizerisches Public Relations Institut oder Jörn Wagenbach, Head of Corporate Communications, Unique Airport.
Höhepunkt der Tagung ist die JuniorCom-Night mit verschiedenen Preisverleihungen. Der Swiss Text Award versteht sich als Schweizer Nachwuchspreis zur Förderung einer modernen deutschen Wirtschaftssprache. Der Award wird in vier Kategorien vergeben: Firmenporträt, Kundenzeitschrift, Mailing, Website. Die Preise sind gestiftet von der Schweizerischen Textakademie und Alpha-Kadermarkt/Tamedia.
Qualität statt Quoten
Ein ebenfalls zum ersten Mal ausgeschriebener Wettbewerb würdigt mit dem Medienpreis Davos aussergewöhnliche Leistungen im Journalismus. Wichtiges Bewertungskriterium bei diesem Preis ist die gesellschaftspolitische Relevanz eines Berichts oder Interviews. Der neue Medienpreis Davos unterstützt die Medien in ihrer Rolle als Diener der Demokratie. «Eine Rolle, die von Journalisten in Zukunft wieder vermehrt Unabhängigkeit verlangt», heisst es in der Ausschreibung. Diese Konzentration auf Themen, die für eine funktionierende Demokratie wichtig sind, sollte im Widerspruch zur reinen Auflagezahlen- und Einschaltquotenjagd stehen.
In der Jury zu diesem international ausgeschriebenen Preis sitzen unter anderen die deutsche Schriftstellerin Sibylle Mulot, der frühere Radiodirektor Andreas Blum, die Philosophieprofessorin Annemarie Pieper sowie Autor und alt Nationalrat Helmut Hubacher. Die Preis-summe beträgt 15 000 Franken und wird im ersten Jahr von Davos Tourismus gestiftet, dann soll dafür eine neue Trägerschaft gefunden werden.
Germaine Hiltbrunner (Vetropack): Mitorganisatorin der JuniorCom im tief verschneiten Davos.
Jürg C. Meyer von Medianovis.
Andreas Panzeri

Texterverband lehrt Umgang mit Grafikern

«Grafiker brauchen eine Art geistiger Führung, die sie zutiefst verabscheuen», zitiert der Texterverband Script aus dem Erfahrungsschatz von PR-Fachmann Klaus J. Stöhlker.

«Grafiker brauchen eine Art geistiger Führung, die sie zutiefst verabscheuen», zitiert der Texterverband Script aus dem Erfahrungsschatz von PR-Fachmann Klaus J. Stöhlker.Lösungsansätze, wie die Zusammenarbeit zwischen Schreibenden und Gestaltenden verbessert werden kann, soll die Veranstaltung ScriptTalk unter dem Motto «Vom Umgang mit Grafikern» vermitteln. Sie findet am Montag, 10. März, ab 19 Uhr im Zürcher Restaurant «Au premier» im Hauptbahnhof statt. Anmelden kann man sich auf www.scriptweb.ch.

Die Zuversicht in Person

Danja Koth ist seit Anfang Jahr Client Service Director bei OgilvyOne

Danja Koth ist seit Anfang Jahr Client Service Director bei OgilvyOneAngst ist für sie ein Fremdwort: «Ich habe gelernt, Drucksituationen mit Mut und Selbstvertrauen zu begegnen», sagt Danja Koth. So empfindet sie das derzeitige Klima in der Branche als Ansporn, Lösungen zu finden und Unmögliches möglich zu machen. Diese Einstellung will die 36-Jährige auch in ihrer neuen Tätigkeit als Client Service Director der OgilvyOne AG beibehalten.Dass in der Werbebranche derzeit jegliche Art von Planung erschwert wird, beschäftigt sie dennoch: «Es werden nur jene Unternehmen als Sieger hervorgehen», betont Koth, «die Kreativität, Beweglichkeit und Weitsicht beweisen, zugleich aber Ausdauer und Zuversicht ausstrahlen.» Um dies zu erreichen will sie bei OgilvyOne «alles geben».
Ihren Kampfgeist hat sich Danja Koth schon in jungen Jahren beim Tennis antrainiert. Als Profispielerin lernte sie damals, mit mentalem Druck umzugehen. Eine ihrer Leidenschaften hat Koth später beim Reisen entdeckt. Heute noch sucht sie bei fremden Kulturen Inspiration und Horizonterweiterung.
Den Einstieg in die Kommunikationsbranche ermöglichte ein Sportsponsoring-Job bei Eurocard/ Mastercard. Später absolvierte Koth einen Sawi-Werbeleiterkurs. Von der Vielfalt der Branche beflügelt, setzte sie ihre Laufbahn als Beraterin/Unitleiterin in Agenturen wie Advico Young & Rubicam, Wirz Werbeberatung oder Jung von Matt/ Limmat fort.
Ihr Drang nach neuen Herausforderungen führte 1998 zur Gründung von Danja Koth Communication. Das Einfrauunternehmen bot Projektführung in Marketing und Kommunikation an und betreute auch Mandate für die Expo.01/02. Dadurch kam sie mit dem «brillanten Denker» Guido Wietlisbach in Kontakt. Als der CCO von OgilvyOne letzten Herbst an Koth herantrat, um sie als Sparringpartnerin an seine Seite zu holen, konnte sie dem Lockruf nicht widerstehen: «Die Vision, durch die verstärkte Verbindung von Branding und Relationship Marketing eine qualitativ hoch stehende Kundenbetreuung anzustreben, hat mich überzeugt.» Dennoch, es sei ihr nicht leicht gefallen, sich von der eigenen Firma zu trennen. «Weil ich aus der klassischen Werbung komme, kann ich zur persönlichen Weiterentwicklung ansetzen und für OgilvyOne einen wichtigen Beitrag leisten.» Letztlich überwiege im Projektprozess auch der gesunde Menschenverstand, unabhängig von der jeweiligen Disziplin und strategischen Ausrichtung einer Agentur.
Koth blickt zuversichtlich in die Zukunft der Branche: «Ich bin überzeugt, dass sich eine Beruhigung einstellen wird. Wir alle dürfen uns von der gegenwärtigen Angst nicht total irritieren lassen.»
Carole Koch

RTVG spült Geld in den TV-Werbemarkt

Mediaforschung Mit mehr als 140 Millionen Franken zusätzlichen Einnahmen rechnet die Prognos für den Schweizer TV-Werbemarkt nach der RTVG-Revision.

Mediaforschung Mit mehr als 140 Millionen Franken zusätzlichen Einnahmen rechnet die Prognos für den Schweizer TV-Werbemarkt nach der RTVG-Revision.Wenn die Totalrevision des Radio- und Fernsehgesetzes (RTVG) in der Debatte im Nationalrat keine Haare lassen muss, darf sich der Schweizer TV-Werbemarkt freuen. So jedenfalls sieht es die jüngste Studie der Prognos mit dem Titel «Daten und Fakten zum Werbemarkt Schweiz – ein Diskussionsbeitrag zum neuen RTVG», als deren Verfasser Josef Trappel und Daniel Hürst (Projektleiter) zeichnen. Die im Auftrag von IP Multimedia (Schweiz), Sat 1 (Schweiz) und SevenOne Media (Schweiz) erstellte Untersuchung bietet neben einem präzisen Überblick über die Geschichte des Schweizer TV-Werbemarktes von 1993 bis 2002 auch einen lohnenden Ausblick. Die Prognos hat für einige Teilbereiche ausgerechnet, wie viele Millionen Franken zusätzlich in den Schweizer TV-Werbemarkt gespült werden könnten – sobald Unterbrecher- und Alkoholwerbung für private TV-Anbieter zugelassen sind.
Schwierig vorherzusagen sind die zusätzlichen Umsätze, welche die Werbung für leichte Alkoholika bringen könnte. Zwar liefert Prognos keine konkreten Zahlen, vergleicht aber die Situation mit den angrenzenden Ländern, wo bis zu fünf Prozent der TV-Einnahmen von der Alkoholika-Werbung stammen. Allerdings werden diese Beträge bei uns kaum überborden, zumal die reichweitenstarken SRG-Sender nicht dabei sind.
Eliminierte Inspill-Effekte
Interessanter nehmen sich die Szenarien aus, die sich aus wegfallenden Inspill-Effekten ergeben könnten. Das ist jene Werbung, die auf ausländischen Sendern läuft und auch vom Schweizer Publikum gesehen wird. Die Liberalisierung der Unterbrecherwerbung wird Werbefenster in die Lage versetzen, solche Inspill-Effekte zu reduzieren, indem weitere Werbeinseln mit Schweizer Werbung überblendet werden können. Wegen der restriktiven Regelung von Unterbrecherwerbung in unserem Land – an die sich auch die Werbefenster halten müssen – ist das bisher nicht erlaubt.
Wie die Prognos errechnet hat, summiert sich der Wert der via Inspill in unser Land gelangenden Werbung auf den stattlichen Betrag von rund 1,5 Milliarden Franken brutto. Dies sei allerdings ein rein theoretischer Wert, von dem nur ein Bruchteil wirklich relevant sei. Und zwar deshalb, weil unter anderem die Zielgruppen in der Schweiz nicht eins zu eins erreicht werden und weil sich Zuschauerverhalten und Nutzungsintensität in der Schweiz vom angrenzenden Ausland unterscheiden. Zudem beziehe sich die Werbung in ausländischen Programmen zum grösseren Teil auf Produkte, die in der Schweiz nicht erhältlich seien. Und last, not least sei mit der bestehenden teilweisen Überblendung der Originalwerbung mit Schweizer Werbefenstern bereits ein Teil des potenziellen Inspills eliminiert.
Unverzichtbare SRG-Sender
All diese Einschränkungen abgezogen, errechnet die Prognos immer noch einen relevanten Werbedruck von rund 140 Millionen Franken, der durch Inspill-Effekte entsteht. Diesen Betrag müsste die Wirtschaft zusätzlich für TV-Werbung in der Schweiz ausgeben, wenn der wegfallende Inspill durch zusätzlichen Werbedruck kompensiert werden soll. Allerdings müsse davon ausgegangen werden, dass nicht sämtliche anfallenden Inspill-Effekte durch zusätzliche Werbeinvestitionen der betroffenen Unternehmen in der Schweiz ersetzt werden, vermutet die Prognos. Dies sei nur schon deshalb so, weil die Marketingbudgets der Unternehmen sich angesichts des allgemeinen Kostendrucks nicht beliebig erweitern liessen. Die Studie weist auch auf eine grosse Unwägbarkeit hin, weil SRG und Private mit unterschiedlichen Werberegeln werden leben müssen. So soll Alkoholwerbung bei den SRG-Sendern verboten bleiben, während gleichzeitig die bisher erlaubte Unterbrecherwerbung bei langen Spielfilmen entfallen soll. Diese Asymmetrie sei ein zweischneidiges Schwert. Denn erst eine hohe Reichweite sowie genügend Belegungs- und Kombinationsmöglichkeiten bei der Mediaplanung machten TV-Werbung für die Wirtschaft attraktiv. Daher könnten Firmen auf TV-Werbung verzichten, wenn ihnen die Reichweiten der SRG-Programme fehlen, vermuten die Zukunftsforscher.
Ein weiteres Problem, das die Verfasser der Studie erwähnen, ist der Streit um die «gleich langen Spiesse» zwischen in- und ausländischen privaten TV-Sendern. Diese Diskussion werde wahrscheinlich auch nach der RTVG-Revision nicht aufhören. Denn laut Trappel und Hürst drohe die Gefahr, dass das neue RTVG zum Zeitpunkt des In-Kraft-Tretens bereits veraltet sei. Mit dem Resultat, dass die Schweizer Privatfernsehszene erneut schlechter gestellt sei als Anbieter im angrenzenden Ausland. Denn dort werde schon das gänzliche Wegfallen quantitativer Werbebeschränkungen und eine weitere Lockerung der Bestimmungen für Unterbrecherwerbung diskutiert.
Schmaler Schweizer TV-Anteil am Werbekuchen.
158 Prozent mehrErst die Einführung des RTL-Werbefensters im Jahr 1993 brachte Bewegung in den Schweizer TV-Werbemarkt. Der Effekt war nachhaltiger als jener der inländischen privaten Stationen, die ab 1994 im regionalen Raum und ab 1998 mit sprachregionalen Angeboten (Tele 24 und TV 3) in den TV-Markt einstiegen.
In den letzten zehn Jahren wuchs der Bruttoaufwand für Schweizer TV-Werbung um 158 Prozent. In dieser Zeit konnte das Fernsehen seinen Anteil an den gesamten Brutto-Werbeausgaben von 10 auf 17 Prozent steigern. Die Zahl der im TV werbenden Unternehmen und der beworbenen Produkte hat sich seit 1993 fast verdoppelt. Der Zuwachs bei den TV-Werbeausgaben kam im Wesentlichen Werbefenstern zugute, die aktuell fast 42 Prozent der Deutschschweizer TV-Spendings auf sich vereinigen. (dse)
Ländervergleich Werbemärkte 2001Basis: Brutto-Werbeaufwendungen
Anteile in % Schweiz Deutschland Österreich
Tageszeitungen* 43,0 21,1 38,1
Publikumszeitschriften 18,4 24,2 18,7
Fachzeitschriften  6,1  2,3  2,9
Fernsehen 18,1 44,2 24,8
Radio  3,4  5,5  8,7
Plakat 10,9  2,7  6,7
* in Österreich inkl. regionale Wochenzeitungen
Umrechnungskurs: 1 EUR = 1.51 CHF Quellen: Media Focus, ACNielsen, Focus Media Reserach
Daniel Schifferle

Radiocontrol kommt nach Grossbritannien

Marktforschung Die deutsche Marktforschungsgruppe GfK will das Messsystem Radiocontrol in Grossbritannien etablieren. Zurzeit laufen Tests mit Rajar, dem Forschungsinstitut britischer Sender.

Marktforschung Die deutsche Marktforschungsgruppe GfK will das Messsystem Radiocontrol in Grossbritannien etablieren. Zurzeit laufen Tests mit Rajar, dem Forschungsinstitut britischer Sender.Zuvor hatte Rajar schon das US-Konkurrenzprodukt Arbitron PPM getestet. Bereits von Radiocontrol überzeugt ist TalkSport, ein Newscorp-Radio. Es hat GfK mit der Messung der nationalen Reichweite beauftragt. Radiocontrol wurde von SRG-Forschungsdienst-Leiter Matthias Steinemann entwickelt und im August 2001 an GfK verkauft.

Geniesser von Beruf

Agenturen Die Zürcher Werbeagentur Boxx hat zu ihrem 5-Jahr-Jubiläum ein Kochbuch drucken lassen.

Agenturen Die Zürcher Werbeagentur Boxx hat zu ihrem 5-Jahr-Jubiläum ein Kochbuch drucken lassen.
Als sie vor fünf Jahren starteten, hatten sie noch keinen Kunden. Inzwischen erwirtschaften der frühere AD Christoph Stähli und der Texter/Konzepter Gaudenz Zemp mit ihrer Boxx Werbeagentur in Zürich ein Income von 1,75 Millionen Franken. Boxx rechnet sich mit sieben Mitarbeitenden unter den über 800 Werbeagenturen in der Schweiz «zur kleinen Spitzengruppe». Betreut wird «eine ganze Reihe von Marktführern». So zeigt die Kundenliste Fallstudien von Forbo (Linoleum), Piatti (Küchen), Intertime (Polstermöbel), Home (Möbelmesse), Karl Bucher (Innenausbau), Création Baumann (Möbelstoffe) oder Mobitare (Trendmöbel). Aber auch Daily.Job (Personalvermittlung) und Boday-Bulloni (Brillenmode) demonstrieren, dass die junge Agentur sich in Sachen Kunden immer weiter diversifiziert. Zum Konzept von Boxx gehört die direkte Zusammenarbeit der Kunden mit den Inhabern. «Unser Unternehmen führen wir gerne ohne globales Mutterhaus und multikontinentale Schwestern», meinen Zemp und Stähli, denn «internationale Ketten sind etwas fürs Fastfood aber nichts für Kreativagenturen».
Mit Fastfood sollen die Rezepte schon gar nichts gemein haben, die Gaudenz Zemp und Christoph Stähli in ihrem rund um das Jubiläumsjahr herausgegebenen Rezeptbuch gesammelt haben. «Agenda für beruftstätige Geniesser» heisst der kulinarische Ratgeber. Im Buch wird ein Kochrezept samt Bild und Getränketipp jeweils auf einer Doppelseite dargestellt. Die «fünf idealen Rezepte für jeden Wochentag» sollen sich im Buchhandel bereits sehr grosser Nachfrage erfreuen. Ganz zur Freude der Hobbykochbuchschreiber, denn «das Verlegen eines Buches war für uns ein grösseres Risiko».
(pan)

Ärger mit Onlinezahlen

Marktforschung 372000 Franken soll die Onlinebranche im Januar 2003 brutto umgesetzt haben, 66,4 Prozent weniger als im Januar 2002. Das wies Media Focus aus.

Marktforschung 372000 Franken soll die Onlinebranche im Januar 2003 brutto umgesetzt haben, 66,4 Prozent weniger als im Januar 2002. Das wies Media Focus aus.In der Branche werden diese Zahlen als zu tief angezweifelt. Hinter den Kulissen wird jetzt nach Fehlerquellen gesucht. Fest steht: Bluewin.ch und Search.ch deklarieren ihre Onlineumsätze noch immer nicht. Gemäss Marketingchef Reto Hartinger hat Search.ch im Januar mehr als 372000 Franken umgesetzt. (mk)

Violet wird UltraViolet

Zeitschriften Erst im September soll die für Dezember 2002 angekündigte Monatszeitschrift Violet erscheinen und dann UltraViolet heissen.

Zeitschriften Erst im September soll die für Dezember 2002 angekündigte Monatszeitschrift Violet erscheinen und dann UltraViolet heissen.Die Initianten des englischsprachigen Magazins mit Schweizer Themen, Pierre Grosjean und Gabriel Sigrist, Gründer der Internetplattform Largeur.com, können Investoren und Werbeauftraggebern erst eine Nullnummer zeigen. Für die Umbenennung in UltraViolet (ursprünglich fürs Lifestyle-Ressort vorgesehen) habe man sich entschieden, weil sie jung, dynamisch und überraschend sei, erklärte Chefredaktorin Christina Ferrari.

«Best Practice Atlas» geht in die 4. Auflage

Der Verband Schweizer Presse (VSP) präsentiert seinen «Best Practice Atlas» in der 4. Auflage.

Der Verband Schweizer Presse (VSP) präsentiert seinen «Best Practice Atlas» in der 4. Auflage.Er bietet eine Planungshilfe für Marketingpraktiker und dient auch als Lehrmittel für die berufliche Weiterbildung in Marketing und Kommunikation.

Pilatus ist Partner von «Wetten dass …?»

Lokalradio Der Zentralschweizer Lokalsender Radio Pilatus ist offizieller Kommunikationspartner der ZDF-Liveshow «Wetten dass...?», die am 22. März aus Luzern gesendet wird.

Lokalradio Der Zentralschweizer Lokalsender Radio Pilatus ist offizieller Kommunikationspartner der ZDF-Liveshow «Wetten dass…?», die am 22. März aus Luzern gesendet wird.Pilatus präsentiert die Stadtwette und die Pre- und Aftershow der Sendung zusammen mit DRS 1. Aufgabe sei es, das Publikum für die Wette zu motivieren und mit eigenem Programm willkommen zu heissen, schreibt der Sender. Radio Pilatus werde mit Bühne, Leinwand, Moderation, DJ und Reportern vor Ort präsent sein.

Zwar sauber geschnitten, doch leicht daneben…

Aufgefallen Für die schärfsten Schnitte oder die Lust an der Schärfe (Zwilling-Messer-Anzeige) gehts ab in die Küche

Print Für die schärfsten Schnitte oder die Lust an der Schärfe (Zwilling-Messer-Anzeige) gehts ab in die Küche– aber nicht in die Gewürzecke zu Paprika und Chili, sondern in die Besteckschublade zu Gabel und Küchenmesser. Neuerdings rüstet man mit Zwilling-Messer nicht nur frisches Gemüse, sondern auch die eigenen Kleider. Galant, nicht wahr – sofern frau über das nötige Kleingeld verfügt, um die so zugerichtete Garderobe laufend zu erneuern. Anders in der Brust-Ring-Anzeige. Dort scheint der kopflosen Dame die Pinke ausgegangen zu sein. Damit sie zu neuem Klunker gelangt, muss die Schere gut sichtbar und leicht bedrohlich (für den Mann?) den
Trägerring freigeben. Was Adelio Rossini kann, hätten Surrealisten wie Magritte oder de Chirico wohl gerissener inszeniert – und der Dame einen neuen Ring gekauft…
(ck)
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