FKP Identity greift und spannt

Die Zürcher Agentur für Corporate Communications FKP Identity hat die Schunk Spann- und Greiftechnik GmbH aus dem schwäbischen Lauffen am Neckar als Neukunden gewonnen.

Die Zürcher Agentur für Corporate Communications FKP Identity hat die Schunk Spann- und Greiftechnik GmbH aus dem schwäbischen Lauffen am Neckar als Neukunden gewonnen.Schunk besitzt Niederlassungen in Deutschland und den USA und beschäftigt rund 1000 Mitarbeitende.

Brûlé für Bally-Schuhe

Der Schweizer Schuh- und Modekonzern hat Tyler Brûlés Agentur Winkreative mit dem Werbebudget für 2003 betraut.

Der Schweizer Schuh- und Modekonzern hat Tyler Brûlés Agentur Winkreative mit dem Werbebudget für 2003 betraut.Bally-CEO Marco Franchini erklärte laut Mitteilung der Agentur, die Verbindung zu Herkunft und Werten von Bally hätten bei der Wahl eine Rolle gespielt. Mit der Realisation der Kampagne für die Herbst/Winter-Saison 03/04 wurde bereits begonnen.

S&F thematisiert Gewalt gegen Frauen

Public Awareness Scholz & Friends, Hamburg, unterstützt die Hamburger Frauenberatungsstellen BIFF mit einer Plakatkampagne.

Public Awareness Scholz & Friends, Hamburg, unterstützt die Hamburger Frauenberatungsstellen BIFF mit einer Plakatkampagne.Am 8. März, dem Internationalen Tag der Frau, wollen die Beratungsstellen auf das immer noch tabuisierte Thema «Häusliche Gewalt gegen Frauen» aufmerksam machen. Dass diese Alpträume hinter heilen Familienfassaden in den wenigsten Fällen auf den ersten Blick sichtbar sind, zeigen verschiedene Plakatmotive und Postkarten, mit denen Scholz & Friends die Aktion von BIFF unterstützt. Darauf ist jeweils eine Frau abgebildet, die als Siegerin einer Misswahl posiert. Die Aussage erkennt man erst auf dem zweiten Blick, denn auf den Schärpen, die die Missen tragen, stehen die Kategorien «Miss braucht», «Miss achtet» und «Miss handelt». Hingucker: Plakataktion von S&F für Frauenberatungsstelle.

Zahl der Woche

Werbefranken Im Jahr 2002 konnten die Medien gesamthaft 109 Millionen Werbefranken weniger verbuchen als im Vorjahr. Spitzenreiterin beim Einsparen ist die Branche Finanzwirtschaft und Versicherung mit 70,7 Millionen Franken. Auf dem zweiten Rang der

Werbefranken Im Jahr 2002 konnten die Medien gesamthaft 109 Millionen Werbefranken weniger verbuchen als im Vorjahr. Spitzenreiterin beim Einsparen ist die Branche Finanzwirtschaft und Versicherung mit 70,7 Millionen Franken. Auf dem zweiten Rang der Sparmeister finden sich die Medien selber. Klar ausgewiesene Werbesparer Nummer 3 und 4 sind die Dienstleistungs- und die Kleiderbranche. (Quelle Media Focus)

Der Z4 läuft bei Gewitter zur Höchstform auf

Crossmarketing Trotz mieser Wirtschaftslage kommt der neue BMW-Roadster bei den Kunden gut an. Mitverantwortlich dafür ist seine Lancierungskampagne. Ein Lehrstück in Crossmarketing.

Crossmarketing Trotz mieser Wirtschaftslage kommt der neue BMW-Roadster bei den Kunden gut an. Mitverantwortlich dafür ist seine Lancierungskampagne. Ein Lehrstück in Crossmarketing. Billige 08/15-Marketinglösungen haben ausgedient: Wer potenzielle Neuwagenkäufer verführen will, braucht viel Geld, eine clevere Werbestrategie, geschmackvolle Events und einen Draht zur Zielgruppe. Um sich wertvolle Adressen zu sichern, setzte die Leitung von BMW Schweiz für die Lancierung des Z4 auf Crossmarketing. Sie bot B & O, Lavazza, Ermenegildo Zegna, Möbel Pfister, Mövenpick Weine, dem Südtirol Tourismus, dem Catering-service Gamma und Lindt eine Zusammenarbeit an und verschaffte sich Zugriff auf deren Kundenlisten.
5500 Kunden hat BMW dazu eingeladen, den Z4 am 26. Februar an sieben Events zu bewundern. «Dank dieser Zusammenarbeit konnten wir unseren Kundenkreis zielgerichtet vergrössern», sagt Piergiorgio Cecco, Leiter Marketing BMW Group Schweiz. Zwischen 500 und 1500 Leute kamen angefahren, um in Industriehallen in Dübendorf, Arberg, Arbon, Genf, Schönenwerd, Mendrisio und Baar das PS-Wunder zu bestaunen.
Acht Produkte am Z4-Event
Auch die acht BMW-Partner zogen einen Nutzen aus diesem Event und präsentierten ihre Neuheiten. «Es musste alles zu unserem Stil passen», sagt Cecco. Schliesslich heissen die (meisten) BMW-Kunden nicht Hinz und Kunz. Mit dem Z4 sollen drei Typen – der Genussmensch im Alter von 40 bis 55 Jahren, der jüngere, erfolgsorientierte Typ und der konservative, wohlhabende über 55-Jährige – angesprochen werden. Unterstützt wird die Lancierung des Z4 mit einer Internet-Teaser-Kampagne, einer Plakatkampagne in Genf zur Salonzeit und einem TV-Spot.
Im Mittelpunkt des Werbe- und Marketingauftritts steht der Slogan «Die Summe aller Sinne». Originalton Cecco: «Dieser Slogan kann am besten in einem TV-Spot umgesetzt werden.» BMW Schweiz verzichtet dabei weit gehend auf Print und setzt voll auf den Spot.
Entwickelt wurde er von Jung von Matt/Hamburg. Der Spot, auf dem der Z4 von einem Blitz getroffen wird – ohne einen Kratzer abzubekommen –, läuft bis Anfang April auf allen Schweizer Sendern und Schweizer Werbefenstern. Kostenpunkt der gebuchten Spotzeit: rund eine Million Franken.
Geht die Rechnung der BMW-Schweiz-Verantwortlichen auf, soll der Z4 die Absatzzahlen des Z3 – er kam 1997 als eines der ersten Roads-ter-Modelle auf den Markt – übertreffen. Keine leichte Sache: Immerhin verkaufte BMW Schweiz 1997 1200 Roadster.
Beim Z4 sollen es dieses Jahr bereits über 1400 werden. 60 Prozent der Kunden – so die BMW-Rechnung – werden ehemalige Z3-Kunden sein, der Rest Neukunden. «Diese Vorgaben sind realistisch», sagt Cecco. 800 Autos des teuren Flitzers (ab 52000 Franken) sollen bereits verkauft sein. «Der Markt für ein solches Auto ist nach wie vor vorhanden», ergänzt der Marketingfachmann. Das weiss auch die Konkurrenz. Mit dem Porsche Boxter, dem Mercedes SLK und dem Audi tt streiten sich drei Konkurrenten im gleichen Marktsegment. Dass dabei die Werbe- und Marketingstrategie eine entscheidende Rolle spielt, ist allen bewusst.
Sinnlich dem Blitz entgehen: TV-Gewitter im Spot für BMW Z4.
Annelies Friedli

Sunrise und Coca-Cola sponsern Nationalliga

Sportsponsoring Mit dem Start der Finalrunde 2002/03 engagiert sich Sunrise als offizieller Kommunikationspartner der Schweizer Fussball-Nationalliga.

Sportsponsoring Mit dem Start der Finalrunde 2002/03 engagiert sich Sunrise als offizieller Kommunikationspartner der Schweizer Fussball-Nationalliga.In Zusammenarbeit mit Nokia begleitet der Telecomkonzern die Direktübertragungen der Meisterschaftsspiele auf dem Privatsender Sat 1. Als neuen Sponsor gewann die Nationalliga über ihre Vermarkterin International Sports Agency auch Coca-Cola.

Der Acker ist gedeckt

Gastronomie Mit «Tibits» Nummer drei, das dieser Tage in Bern eröffnet wird, pflanzt Wirz im Namen der Gebrüder Frei und Rolf Hiltl «vegetarische» Werbung mit neuen Sujets.

Gastronomie Mit «Tibits» Nummer drei, das dieser Tage in Bern eröffnet wird, pflanzt Wirz im Namen der Gebrüder Frei und Rolf Hiltl «vegetarische» Werbung mit neuen Sujets.Pünktlich zum Auftakt der Spargelsaison eröffnen Christian, Daniel und Reto Frei gemeinsam mit Rolf Hiltl am 6. März eine neue «Tibits»-Filiale im umgebauten Berner Hauptbahnhof. Nach Zürich und Winterthur ist Bern bereits das dritte Lokal der jungen «Fastfood-Kette». Obwohl sich das Konzept in der Bundeshauptstadt (noch) nicht einer so hohen Bekanntheit erfreut wie in Zürich, wird dem Berner Publikum nicht einfach die aufgewärmte Einführungskampagne aus dem Jahr 2000 serviert. «Mit jeder Lokaleröffnung startet jeweils die neue Jahreskampagne», sagt Wirz-CD Matthias Freuler. Dies erklärt, weshalb die drei aktuellen Plakatsujets nicht speziell auf den Berner Ableger ausgerichtet sind – selbst wenn sie vorerst nur in dessen lokalem Umfeld ausgehängt werden. Vor den Schnecken am Gemüse
Nach der ursprünglichen Positionierung als «McDonald’s für Vegetarier» und dem Schwerpunkt Take-away für den Laden in Winterthur wird in diesem Jahr die Frische der «Tibits»-Produkte thematisiert. «Wir müssen heute niemandem mehr erklären, dass es im ‹Tibits› kein Fleisch gibt», ist Freuler überzeugt. Vielmehr soll kommuniziert werden, dass die vegetarischen Speisen mit dem «frischesten Gemüse überhaupt» zubereitet sind. Die Grundidee hinter der Kampagne: Das Restaurant wartet mit Gedeck auf dem Acker nur noch darauf, bis das junge Gemüse die Erde durchbricht. «Kaum spriesst der Spargel, liegt er auch schon bei
‹Tibits› auf dem Teller.» Schmunzelnd fügt Freuler hinzu: «Noch bevor sich die Schnecken daran gütlich tun.»
Neben den drei Plakatsujets, die später auch im Umfeld von Zürich und Winterthur eingesetzt werden, hat das Wirz-Team für die Berner Eröffnung Give-aways und einen Radiospot realisiert. Letzterer lässt alle Tiere, die hier zu Lande auf dem Speiseplan stehen, einen Jubelchor anstimmen: Selbst Vertreter der Tierwelt, die es nie ins «Tibits» schaffen werden, freuen sich über die neue Filiale. Im Lokal erhalten Kunden Beutelchen mit Salatsamen, damit sie ihren «überüberüberüberübernächsten» Salatteller zu Hause geniessen können. Auch an die Parlamentarier hat Wirz gedacht und Miniaturkissen genäht: Während auf der Vorderseite ein Vitaminsaft-Bon für Redner aufgedruckt ist, werden auf der Rückseite die Zuhörer in der Frühjahrssession dazu aufgefordert, den Kopf darauf zu betten und «die anderen nicht beim Debattieren zu stören».
Qualität vor Quantität
Obwohl die Berner Filiale am Bahnhofplatz vorzüglich gelegen ist und es mit 80 Innen- und 100 Boulevard-Plätzen leicht mit Zürich aufnehmen kann, rechnet Daniel Frei, Mitinhaber der Tibits AG, nicht mit gleichen Ergebnissen. Man müsse jedes Restaurant im jeweiligen Umfeld betrachten, meint er. Deshalb könnten die übrigen Standorte auch nicht mit Zürich verglichen werden. Der Behauptung, das Lokal in Winterthur habe mit schlechter Auslastung zu kämpfen, entgegnet Frei: «Für Winterthurer Verhältnisse sind wir sehr zufrieden.» Dass das «Tibits» im Seefeld Leader unter den drei Locations bleiben wird, steht für Daniel Frei fest. Kein Wunder: Das Restaurant konnte in der Limmatstadt nach einem sensationellen Start seinen Umsatz im letzten Jahr erneut um rund 10 Prozent steigern.
Simone Keller

Das ganze Jahr gratis Todesanzeigen

Print «Platzierungen von Todesanzeigen und Danksagungen sind im Solothurner Tagblatt bis zum 31. Dezember 2003 gratis!», steht auf viertelseitigen Eigeninseraten des jüngsten Splits der Berner Zeitung.

Print «Platzierungen von Todesanzeigen und Danksagungen sind im Solothurner Tagblatt bis zum 31. Dezember 2003 gratis!», steht auf viertelseitigen Eigeninseraten des jüngsten Splits der Berner Zeitung.Neu ist die Aktion nicht. Das Solothurner Tagblatt nimmt lokale Todesanzeigen seit Dezember 2001 gratis entgegen – weil in den ersten zwei Monaten nach dem Start im Oktober 2001 niemand solche platzieren wollte. Todesanzeigen gelten im Lokalzeitungsmarkt als verbindlicher Gradmesser für die Verankerung eines Titels. Das Gratisangebot zeigte Wirkung: Das Solothurner Tagblatt kommt derzeit auf durchschnittlich zwei Todesanzeigen pro Ausgabe, vor einem Jahr waren es maixmal eine.

Cash-Artikel ist «unappetitliches Machwerk»

Agenturen 22 Fehler weist Jost Wirz dem Autor eines Cash-Beitrags über seine Holding nach.

Agenturen 22 Fehler weist Jost Wirz dem Autor eines Cash-Beitrags über seine Holding nach.VR-Präsident Jost Wirz wehrt sich gegen einen Artikel der Wirtschaftszeitung Cash, wonach seiner Agenturgruppe Wirz Partner Holding das Aus drohe. Es handle sich um ein «unappetitliches Machwerk, das an grobe Verleumdung grenzt», erklärte er gegenüber der Werbewoche. Der Artikel enthalte nicht weniger als 22 falsche Aussagen. Richtig sei, dass die Agenturgruppe im vergangenen Jahr an einzelnen Orten rote Zahlen geschrieben habe und zu wenig flüssiges Kapital besass, um die Verluste zu decken. Nach einer Aktienkapitalerhöhung um drei Millionen Franken Ende 2002 stehe die gesamte Gruppe jetzt aber schuldenfrei da. Hauptursache der Verluste war der Einbruch des Bruttobetriebsertrags von Wirz Werbung von 25,1 auf 17,6 Millionen Franken. «Wir haben die nötigen Anpassungen zu spät durchgeführt, weil wir die Stellen halten wollten und auf die natürliche Rotation setzten», so Jost Wirz. Die Mitarbeiterzahl wurde letztlich von 225 auf etwa 175 reduziert. Für die Zukunft sieht Wirz seine Gruppe gerüstet. Auch ein Verlust des Werbeetats von Toyota, den Cash an die Wand malt, wäre zu verkraften: Den Anteil des Etats an den Gesamtbillings schätzt Wirz auf maximal 10 Prozent.
Stefano Monachesi

Script lanciert Freelance-Datenbank

«Bisher war es fast genauso schwierig, eine Texterin für eine bestimmte Aufgabe zu finden, wie den Text gleich selber zu schreiben»

«Bisher war es fast genauso schwierig, eine Texterin für eine bestimmte Aufgabe zu finden, wie den Text gleich selber zu schreiben», begründet der Schweizerische Texterverband Script seine neue Initiative: Unter dem Namen ScriptJob.ch lanciert er eine Datenbank für Freelance-Texter. Wer Schreiber braucht, kann mittels Suchmaschine nach Kanton, Fachgebieten oder Mediengattung geeignete Personen ausfindig machen und gleich per Onlineformular briefen.

Leicht unscharfer Blick in die User-Seele

Onlinemarketing Das Marktforschungsinstitut Blue Eyes Marketing präsentierte seine ersten psychografischen Daten von Usern einiger weniger Websites.

Onlinemarketing Das Marktforschungsinstitut Blue Eyes Marketing präsentierte seine ersten psychografischen Daten von Usern einiger weniger Websites. Vier Websitebetreiber haben an der ersten vierwöchigen Bluemind-Befragungswelle im letzten November teilgenommen: Msn.ch, Pro7.ch, Sat1.ch und Swissflirt.ch. Besonders innovativ war Msn.ch: Es liess Surfer befragen, die sowohl das Einstiegsportal aufsuchten als auch jene, die direkt einen von sieben Channels anpeilten. Insgesamt entstanden elf Erhebungen bei je 600 Befragten (eine Zahl, die aber nicht überall eingehalten werden konnte).Bluemind liefert keine Reichweiten, Visits oder Page Views, sondern psychografische Merkmale der User. So kommt beispielsweise der MSN-Reise-Channel bei introvertierten, bürgerlichen Frauen besonders gut an, während der Auto-Channel eine hohe Affinität zu extrovertierten, modernen Männern aufweist. Ebenfalls modern, aber introvertiert sind die Besucher des Unterhaltungs-Channels von Msn.ch. Allen gemeinsam ist die Tatsache, dass die Besucher über hohe bis sehr hohe Einkommen verfügen – was auch
für Swissflirt.ch gilt. Demgegenüber kommen die Sites von Sat1.ch und Pro7.ch eher bei einem jungen Publikum mit tieferem Einkommen gut an.
Die Daten werden online erhoben: Wer eine der teilnehmenden Websites aufsucht, wird mittels Pop-up einmal angefragt, ob er oder sie an der rund sieben Minuten dauernden Befragung teilnehmen will. Der Fragebogen enthält einige von der Interessengemeinschaft elektronische Medien (Igem) definierte Standardfragen sowie einen Test mit 16 Bildern, die von den Surfern beurteilt werden müssen. Gemäss Markus Britschgi von Blue Eyes Marketing haben rund 80 Prozent der jeweiligen User den Fragebogen ausgefüllt.
Mehr Sites müssen her
Die Resultate der ersten Befragung sind auf www.uptodata.ch gratis abrufbar samt dazugehörender Software, die allerdings nicht auf Mac läuft. Auch der Einblick in künftige Resultate wird allen offen stehen, dann aber gegen Entgelt. Damit das neue Strategietool Sinn macht, müssen sich aber weitere Websitebetreiber zum Mitmachen entschliessen. Die nächste Befragungswelle startet im April. Ziel sei, so Britschgi, künftig alle werberelevanten Sites psychografisch erheben zu können.
Erstmals erhoben: Typologien der Websurfer.
Psyche oder MasseZwar kennt auch die MA Comis, nebst der allgemeinen Wemf-Typologie «Wertewelten Schweiz», weitere Typologien, diese sind aber spezifisch auf die Art der Internetnutzung ausgerichtet. Die MA Comis führt zudem 2000 repräsentative Interviews, bei denen gefragt wird, welche Sites wie häufig und von wo aus besucht werden. Dadurch ist ein Reichweitenvergleich möglich. Anders bei Bluemind: Die Auswahl erfolgt online, die Befragten antworten je nach Lust oder Zeit. Zudem hat jede Site eine eigene Stichprobe, weil jemand, der etwa auf Msn.ch befragt wird, selbst bei einem Besuch auf Pro7.ch dank Cookie nicht mehr belästigt wird.
Carine Lins, Wemf-Marketingleiterin, sieht deshalb die qualitative Bluemind-Studie als Ergänzung und weniger als Konkurrenz zur quantitativen MA Comis. (mk)
Markus Knöpfli

Jeder zehnte Werbefranken fährt Auto

Automobilwerbung Neue Rekorde am Autosalon zeigen eine optimistische Branche.

Automobilwerbung Neue Rekorde am Autosalon zeigen eine optimistische Branche.Vom 6. bis 16. März dreht sich in Genf alles um Blech und Boliden. Zum 73. Mal rollt der Automobilsalon über die Bühne. Während andere Messen in den letzten Jahren Aussteller und Besucher verloren haben, bricht der diesjährige Salon erneut Rekorde: 265 Aussteller aus 30 Ländern präsentieren 900 Neuheiten – trotz mieser Konsumentenstimmung. Die Verantwortlichen von Geneva Palexpo wurden regelrecht mit Anmeldungen überhäuft, wie Georges F. Kindhauser, Vize-Marketingdirektor mitteilt. Trotz einer Hallenerweiterung um 21000 Quadratmeter habe man nicht alle Interessenten berücksichtigen können. Den Grund dafür sieht Kindhauser darin, dass «der Salon als medienorientierte Gesamtschau der Leistungsfähigkeit der Automobilindustrie dient». Hier werde das Image der Branche verkauft. Und die Autohersteller lassen sich ihren Ruf einiges kosten: Punkto Werbeausgaben zeigen sie sich im Gegensatz zu anderen Branchen gar nicht knauserig (siehe Seiten 8 bis 10) und reduzierten ihre Spendings im vergangenen Jahr nur gerade um unwesentliche 1,1 Prozent. Mittlerweile fliesst jeder zehnte Werbefranken aus den Kassen der Autoindustrie. Kein Wunder, werden sich die längst zu Global Playern zusammengeschweissten Autokonzerne am Salon einiges einfallen lassen, um ihre Karossen im besten Licht zu präsentieren.
Dazu haben sie guten Grund, denn der Salon gehört neben Detroit, Tokio, Frankfurt und Paris zu den weltweit fünf erstrangigen Automobilshows. Dass die Schweiz über keine Automobilindustrie verfüge und somit keine Marken bevorzugt würden, ist gemäss Kindhauser ein strategischer Vorteil des Salons. Zudem präsentiere er als einzige europäische Messe alljährlich im Frühjahr die neuen Modelle der Branche. Dies verschaffe ihm gegenüber Paris und Frankfurt, die alle zwei Jahre im Herbst stattfänden, zusätzlich einen Wettbewerbsvorteil punkto Marken- und Imagepflege.
DaimlerChrysler bewirbt – untypisch für die Branche – seine Modelle ohne Blech und Boliden.
(sk)
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