SRG gewinnt gegen Puls-Tipp

SRG Das Gesundheitsmagazin Puls-Tipp, bis 1997 als Begleitmagazin zur Gesundheitssendung «Puls» von SF DRS erschienen, verletzt mit seinem Namen Rechte der SRG.

SRG Das Gesundheitsmagazin Puls-Tipp, bis 1997 als Begleitmagazin zur Gesundheitssendung «Puls» von SF DRS erschienen, verletzt mit seinem Namen Rechte der SRG.Das Bundesgericht bestätigte ein Urteil des Zürcher Handelsgerichts vom vergangenen Jahr. Ob der Puls-Tipp sich umbenennen muss, darüber wird noch zwischen den Parteien verhandelt.

BSW verlängert Einsendefrist für Effie

Der Branchenverband Schweizer Werbe- und Kommunikationsagenturen (BSW) nimmt noch bis zum 19. Mai Einreichungen für den Werbeeffizienzpreis Effie 03 entgegen.

Der Branchenverband Schweizer Werbe- und Kommunikationsagenturen (BSW) nimmt noch bis zum 19. Mai Einreichungen für den Werbeeffizienzpreis Effie 03 entgegen.Der Branchenverband Schweizer Werbe- und Kommunikationsagenturen (BSW) nimmt noch bis zum 19. Mai Einreichungen für den Werbeeffizienzpreis Effie 03 entgegen. Die ursprüngliche Eingabefrist
wurde um zehn Tage verlängert. Weitere Informationen und Anmeldeunterlagen finden sich auf www.bsw.ch

Compress mit Themenheft

Fachzeitschriften Der Fachverlag Compress Information Group (CIG) lanciert ein neues Themenmagazin im IT-Bereich.

Fachzeitschriften Der Fachverlag Compress Information Group (CIG) lanciert ein neues Themenmagazin im IT-Bereich.Der IT-Report erscheint halbjährlich in einer Auflage von 25000 Exemplaren und richtet sich an Informatik-verantwortliche sowie IT-Dienstleister. Er wird von den Redaktionen der Compress-Titel InfoWeek und IT-Reseller gemeinsam realisiert. Die Abonnenten dieser Zeitschriften erhalten den IT-Report kostenlos. Zudem wird er im Zielversand und am Kiosk verbreitet. Die Erstausgabe vom 22. Mai widmet sich dem Thema «Systemintegration in der Schweiz».

Fünfer und Weggli für Schweizer Privat-TVs

Gebührensplitting Urs Rohner, Chef von ProSieben/Sat 1 Media, legte sich an den Bieler Kommunikationstagen für die Schweizer Privat-TVs ins Zeug. Um zu überleben, benötigen diese Gebührengelder und eine SRG, die wie die BBC ohne Werbung auskommt, sagte er.

Gebührensplitting Urs Rohner, Chef von ProSieben/Sat 1 Media, legte sich an den Bieler Kommunikationstagen für die Schweizer Privat-TVs ins Zeug. Um zu überleben, benötigen diese Gebührengelder und eine SRG, die wie die BBC ohne Werbung auskommt, sagte er.Wenn sich der Chef eines deutschen TV-Konzerns mit den Schweizer Privat-TVs befasst, ist dies schon speziell. Wenn er darüber hinaus für sie eine Lanze bricht, dann ist es gerade- zu aussergewöhnlich. So geschehen letzte Woche in Biel, an den vom Bundesamt für Kommunikation zum zweiten Mal durchgeführten Bieler Kommunikationstagen. In seinem Referat zum Thema «Wie wird der Service public interpretiert» kritisierte Rohner, Vorstandsvorsitzender der ProSieben/ Sat 1 Media, zunächst die SRG und ihr Verständnis von Service public. Indem etwa SF-DRS-Direktor Peter Schellenberg den Service public sehr offen als «Grundversorgung für alle in ganzer Breite» interpretiere, habe sich die SRG nicht nur vom früheren «Bildungsfernsehen» verabschiedet, sondern auch vom ursprünglichen geografischen Verständnis. Dieses habe lediglich ein für alle Sprachregionen gleichwertiges Programmangebot gefordert.
«Der weite Service-public-Begriff der SRG verhindert heute in der Schweiz eine grössere Medienvielfalt im audiovisuellen Bereich», kritisierte Rohner. Seine Folgerung: «Die SRG sollte sich auf Information, Beratung, Bildung und Kultur und – wie die britische BBC – auf eine reine Gebührenfinanzierung beschränken.»
Kein Wort davon, dass die Privaten im Umkehrschluss auf Gebührenanteile verzichten sollten. Im Gegenteil: Information, so der Medienjurist, sei eine Service-public-Aufgabe par excellence. Dem habe – so gesehen – auch die Übertragung der Fussball-WM 2002 auf Sat 1 Schweiz entsprochen. «Wer Informationsleistungen erbringt, sollte Gebühren erhalten.»
Die Fünfer-und-das-Weggli-Forderung begründete Rohner mit der Kleinräumigkeit der Schweiz – und mit den Erfahrungen der deutschen Regionalsender, dort Ballungsraum-TV genannt. «Es gibt in Deutschland kein wirtschaftlich erfolgreiches Ballungsraum-TV», sagte er. Die Gründe: Trotz Reichweiten von bis zu zehn Prozent oder einer Million Zuschauern würden nationale Werbekunden auf die Sender verzichten, weil sie dieselbe Leistung bei einem der 32 landesweit ausstrahlenden deutschen Sender garantiert günstiger erhalten. Umgekehrt seien die Tarife für lokale Gewerbetreibende zu hoch. Rohner: «Die Kosten für regionales TV sind allein durch Werbeeinnahmen nicht zu decken.» Dass Tele Züri immerhin ein Jahr lang schwarze Zahlen schrieb, mochte Rohner im Gespräch mit der Werbewoche nicht als Gegenbeispiel für andere Dimensionen im Schweizer Markt gelten lassen. Tele Züri unter Schawinski sei nicht repräsentativ, es sei damals – durchaus zu Recht – massiv von der Industrie gepusht worden, sagte er.
Trotz der geringen Chance auf wirtschaftlichen Erfolg sollte die Schweiz aber gemäss Rohner nicht auf Regional-TVs verzichten. Zwar sagte er nicht, wie viele lokale Sender in der Schweiz Platz hätten, seiner Meinung nach aber bestehe hier zu Lande ein klares Bedürfnis nach Lokalinformationen, umso mehr, als die SRG kaum solche biete. Eine erstaunliche Schlussfolgerung, hatte doch Rohner zuvor recht eindrück- lich aufgezeigt, wie wenig gefragt seinerzeit die eigens für die Schweiz produzierten News des RTL/Pro-7-Programmfensters waren. Selbst die deutschen Nachrichten auf demselben Sender hätten mehr Schweizer Zuschauer ausgewiesen. «Als ich damals diese Zahlen sah, war mir sofort klar, dass wir das Programmfenster einstellen müssen», sagte er.
Soll nicht allein ein SRG-Monopol bleiben: Service Public im TV-Bereich.

Markus Knöpfli

Dritter Loewy-Preis für junge Designer

Die Raymond Loewy Foundation Switzerland schreibt zum dritten Mal den Lucky-Strike-Junior-Designer-Award aus.

Die Raymond Loewy Foundation Switzerland schreibt zum dritten Mal den Lucky-Strike-Junior-Designer-Award aus.Absolventen einer Hochschule, Fachhochschule oder Designschule in der Schweiz sind eingeladen, ihre Abschlussarbeiten aus allen Bereichen des Designs einzureichen. Die Arbeiten dürfen zum Zeitpunkt des Einsendeschlusses (15. Oktober 2003) nicht älter als 12 Monate sein. Der Preis ist mit 30000 Franken dotiert. Die Teilnahme ist kostenlos. Die Ausschreibungsunterlagen können unter der
Telefonnumer 043 366 65 75 oder via E-Mail bei raymond.loewy@
marengo.ch bestellt werden.

Prost, Lebensfreude

Biermarkt Simko Communication, Genf, hat nach der erfolgreichen Neupositionierung von Cardinal eine Nachfolgekampagne für die welsche Biermarke gestartet – und wieder fliegen Eulen durch die Nacht.

Biermarkt Simko Communication, Genf, hat nach der erfolgreichen Neupositionierung von Cardinal eine Nachfolgekampagne für die welsche
Biermarke gestartet – und wieder fliegen Eulen durch die Nacht.
Als im vergangenen Jahr plötzlich Eulen durch Barfenster lugten und kichernd die (feucht-)fröhlichen Eigenschaften der Biermarke Cardinal kommentierten, hatte die Kampagne für das alkoholfreie Bier der
Marke Cardinal (Feldschlösschen-Gruppe) ein klares Ziel vor Augen: Sie sollte die Marke als Bier der Freundschaft und Geselligkeit im Bewusstsein der Konsumenten verankern. Als «Imageträger» für den Gerstensaft wählten die Kreativen von der Rhône zwei dieser nachtaktiven Vögel.
Dieses Konzept mit den als weise geltenden Vögeln hat der zweitgrössten Biermarke der Schweiz viel Sympathie bei der durstigen Bevölkerung eingetragen und deren spontane Bekanntheit markant gesteigert. «Die Ausrichtung erweist sich als glaubwürdig, weil sie dem welschen Ursprung der Marke und somit der Mentalität von Cardinal entspricht», ist Olivier Girard, Creative Director bei Simko Communication in Genf, überzeugt.
Der Erfolg spiegelte sich auch in drei namhaften Auszeichnungen, die Simko Communication für diese Kampagne 2002 erhielt: Die Idee mit den Eulen wurde von Konsumenten und Lesern der Werbewoche sowie von Tele und Schweizer
Illustrierten zur «Kampagne des Jahres» gewählt, gewann die Bronze-medaille am Festival mondial de la publicité francophone sowie den ersten Platz im deutschen Jahrbuch der Werbung im Bereich alkoholische Getränke. Alles andere als bierselig war deshalb der Entscheid, dass eine Kampagne mit so viel positiver Ausstrahlung ihre Fortsetzung finden sollte.
Nicht aus der Reihe tanzenDie Strategie basiert auf einer
konsequenten Visualisierung und Emotionalisierung der Cardinal-Markenwelt. Cardinal ist das Bier, das Menschen zusammenbringt und Lebensfreude vermittelt. Der neue TV-Spot illustriert das mit der Idee des altbekannten Ska-Tanzes. Im Gegensatz zum alten Spot sitzen die Eulen nicht mehr nur auf dem Fensterbrett draussen vor der Bar, sondern sie feiern mitten unter den Gästen eine ausgelassene Party. Zum Schluss führen sie beim Ska-Tanz die Polonaise sogar an, bevor die Nachtvögel auf der Terrasse gut gelaunt wieder in die Nacht entfliegen.
Der TV-Spot wirbt für das alkoholfreie Cardinal. Im Kino hingegen wird alkoholhaltiges Lagerbier getrunken. Plakatsujets mit unterschiedlichen Claims zeigen verschiedene Situationen, in denen sich die Cardinal-Runde amüsiert – und natürlich sind jeweils auch die zwei gefiederten Zweibeiner aus der letztjährigen Kampagne mit von der Partie. «Gleichzeitig schlägt das Sujet eine Brücke zu dem für die Marke wichtigen Element Musik», meint Andrea Veit, Senior Brand Manager beim welschen Bier.
Kein Wunder, schliesslich engagieren sich die Bierbrauer dieses Jahr als Sponsoren von Konzerten und Festivals in der ganzen Schweiz.
Andreas Panzeri

Swissfilm gegen TPC

TV Die Swissfilm Association hat beim Bundesamt für Kommunikation (Bakom) Klage gegen die SRG eingereicht.

TV Die Swissfilm Association hat beim Bundesamt für Kommunikation (Bakom) Klage gegen die SRG eingereicht.Der Verband der Auftrags- und Werbefilmer wirft der SRG vor, mit ihrer Tochter TV Productioncenter Zürich (TPC) der Schweizer Branche das Wasser abzugraben und damit die Konzession zu verletzen. Bakom-Vizedirektor Martin Dumermuth bestätigte einen entsprechenden Bericht des Tages-Anzeigers gegenüber der SDA. Er hielt fest, die SRG-Tochter dürfe grundsätzlich Werbefilme herstellen. Sein Amt prüfe nun, ob dies im Rahmen des Zulässigen geschehe und welche Auswirkungen es auf die Branche habe. Auch die Wettbewerbskommission wird aktiv. Nachdem Anzeigen eingegangen sind, hat sie eine Vorabklärung gegen das TPC eingeleitet.

Frontpage-Führung gründet eigene Agentur

Agenturen Die Corporate-Publishing-Agentur Frontpage, eine Tochter der Wirz-Gruppe, verliert ihre beiden Geschäftsführerinnen.

Agenturen Die Corporate-Publishing-Agentur Frontpage, eine Tochter der Wirz-Gruppe, verliert ihre beiden Geschäftsführerinnen.Agenturen Die Corporate-Publishing-Agentur Frontpage, eine Tochter der Wirz-Gruppe, verliert ihre beiden Geschäftsführerinnen. Viviane Egli
und Elisabeth Dennler verlassen Wirz und machen sich Anfang Juni mit der
Primafila AG selbstständig. Sitz der neuen Agentur ist das Geschäftshaus des Unternehmers Bruno Franzen, der auch als Mitgründer firmiert, im Zürcher Seefeld. Für Gestaltungsarbeiten setzen Egli und Dennler auf den Münchner Mediendesigner Horst Moser. Bei der Wirz-Tochter übernimmt Johann Mannes das Ruder.

WHS wirbt für Mediabox-Werbung

Die auf Sonderwerbeformen spezialisierte Vermarktungsagentur Mediabox hat Weber Hodel Schmid (WHS) mit der Kommunikation ihrer Dienstleistungen im Bereich Below-the-line-Medien beauftragt.

Die auf Sonderwerbeformen spezialisierte Vermarktungsagentur Mediabox hat Weber Hodel Schmid (WHS) mit der Kommunikation ihrer Dienstleistungen im Bereich Below-the-line-Medien beauftragt.Die auf Sonderwerbeformen spezialisierte Vermarktungsagentur Mediabox hat Weber Hodel Schmid (WHS) mit der Kommunikation ihrer Dienstleistungen im Bereich Below-the-line-Medien beauftragt. WHS erhielt den Auftrag nach einem eingehenden
Gespräch, wie Berater Dominik Mätzener schreibt. Man dürfe
gespannt sein, was in nächster Zeit alles in Zeitschriften, Pizzaschachteln, Herrentoiletten, Einkaufswagen oder auf Chop Sticks auftauchen werde.

Bakom-Szenarien zur UKW-Versorgung

Das Bundesamt für Kommunikation (Bakom) hat den Schlussbericht der Studiengruppe UKW 2001 veröffentlicht.

Das Bundesamt für Kommunikation (Bakom) hat den Schlussbericht der Studiengruppe UKW 2001 veröffentlicht.Die Experten haben ihre Vorschläge, wie sich die Nutzung der knappen UKW-Frequenzen-Ressourcen optimieren lässt, in fünf Szenarien gegliedert: Sanfte Optimierung der heutigen UKW-Versorgung, neue Technik zur Steigerung der Anzahl verbreiteter Programme, Erhöhung der Empfangsqualität der bestehenden Programme, Aufteilung des Frequenzbandes in je einen Bereich für die SRG und private Veranstalter sowie Förderung der Einführung von Digital Audio Broadcasting (DAB). Der 61-seitige Bericht kann als PDF-Datei von der Website des Bakom (www.bakom.ch) heruntergeladen werden.

Eugster putzt für Just und die Nanotechnologie

Eugster Kommunikation hat den weltweit tätigen Technologiekonzern Bühler in Uzwil als Kunden gewonnen.

Eugster Kommunikation hat den weltweit tätigen Technologiekonzern Bühler in Uzwil als Kunden gewonnen.Nach einem mehrstufigen Auswahlverfahren betraute Bühler die Agentur in Rorschacherberg mit der Markteinführung des neuen Geschäftsfeldes Nanotechnologie. Ebenfalls für Eugster entschied sich die Ulrich Jüstrich AG in Walzenhausen. Besser bekannt unter dem Markennamen Just, vertreibt sie weltweit Körperpflege- und Haushaltprodukte. Just lässt sich von Eugster Kommunikation die Dialogmarketingmassnahmen für das 75-Jahr-Jubiläum 2004 zuschneidern, verbunden mit einer sanften Neupositionierung.

Noch mehr Strategie

Marcus Gretener ist neuer Geschäftsleiter Beratung bei Ruf Lanz.

Marcus Gretener ist neuer Geschäftsleiter Beratung bei Ruf Lanz.Marcus Gretener als einen Frühreifen zu bezeichnen, ist nicht verwegen. Schon gar nicht aus der Sicht des Werbers. Bereits in der Mittelschule in Immensee gestaltete er Plakate für Discos. Weil er darin auch seine berufliche Zukunft sah, wählte er Zeichnen statt Musik als Prüfungsfach für die Wirtschaftsmatura. Als Belege für seine Reife gestaltete und analysierte er die Lancierung einer fiktiven Zigarettenmarke. Diese «theoretische Arbeit über Lifestyle» hat ihm eine gute Note und einen Kontakt zur real existierenden Werbewelt eingebracht. Seither verläuft seine Laufbahn geradewegs in die Teppichetagen der Kommunikationsfirmen. Oder fast.Gretener durfte bei Wirz schnuppern. Dort lernte der junge Plakat-zeichner, dass es neben Grafik auch noch andere wichtige Bereiche in der Werbung gibt. Am meisten interessierte ihn schliesslich die Beratung.
Der Sohn des Buchhändlers Claus (ehedem Stäheli, Bahnhofstrasse, Zürich) wollte schon von Haus aus «in der Wirtschaftswelt involviert sein». Heute liebt er es, die Alltagsprobleme mit dem Kunden zu lösen und gleichzeitig Verständnis für die Bedingungen einer guten Kreation aufzubringen.
Um berufsbegleitend den Kurs zum Werbeassistenten absolvieren zu können, machte Gretener ein Praktikum bei der damaligen Agentur Fuhrer & Partner in Kilchberg. Dort wurde er «ins kalte Wasser geworfen» und durfte gleich den grössten Etat betreuen. Bei der Basiskampagne für Apfelsaft mit dem roten Apfelmännchen lernte er das ganze Spektrum der Werbung kennen, vom Inserat bis zum TV-Sponsoring für Fussball oder Eishockey.
Mit dem «Werbeassi» in der
Tasche wechselte er nach drei Jahren kurz zu Quadri. Als es mit dieser Agentur zu Ende ging, startete er mit Michael Baer und dem ehemaligen Quadri-CD Daniel Müri die Baer Communications in Schlieren. Alles ist gut gelaufen, aber für Gretener «nicht in die gewünschte Richtung». Er konnte sich zu wenig unternehmerisch entfalten.
Gretener folgte einem Ruf zu Advico und diente sich dort zum Beratungsgruppenleiter hoch. Er arbeitete für Helvetic Tours, Pneu Egger und die Schweizer Milchproduzenten (SMP). Gleichzeitig fügte er seinem Curriculum eine Ausbildung als Leiter Marketing/ Kommunikation hinzu. Kurz vor dem «Big Bang» in Gockhausen nahm er ein Angebot der damaligen Lowe GGK an. Gretener wirkte am Turnaround und betreute die grossen Budgets für Orange, Credit Suisse oder Elmex mit.
Im August 2002 intensivierten sich die Kontakte mit Danielle Lanz und Markus Ruf. Man habe «darüber philosophiert», wie eine gemeinsame Zukunft aussehen könnte, und Gretener meinte: «Die Konstellation ist optimal für unternehmerisches Denken.» Dazu freut er sich, wieder wie weiland bei der alten Advico in einem Team mit Topkreativen arbeiten zu können. «Platz 2 im ADC ist eine Verpflichtung für die Zukunft», meint Gretener. Sein Beitrag werden «noch mehr strategische Gespräche» sein, bevor die Kreativen die optimale Umsetzung dazu erarbeiten. Der Kunde soll weiterhin sehr stark spüren, dass Ruf Lanz «inhabergemacht» ist.
«Am frühen Morgen eine Runde Wasserski im See zu drehen und dann erfrischt ins Büro», wäre ein weiteres Wunschziel, zumindest für diesen Sommer. Unkonventionell für Werber ist ein weiteres Hobby. «Ich bin in einer Zunft», verrät Gretener. Die Mitgliedschaft bei der Quartierzunft Hottingen ist familiär bedingt und macht ihm Spass, weil er selber reitet und deshalb auch um den Böögg herumgaloppieren darf.
Schon der zweite Werber, der sich nach Markus Gut als Zünfter outet: Marcus Gretener.

Andreas Panzeri

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