Warten auf Plakatentscheide

Aussenwerbung Die Plakatsubmissionen in Basel und Luzern kommen nur langsam voran:

Aussenwerbung Die Plakatsubmissionen in Basel und Luzern kommen nur langsam voran:In Basel wurde die Verhandlung Clear Channel Plakanda (CCP) gegen Baudepartement Basel-Stadt vor dem Verwaltungsgericht auf den 31. Oktober festgesetzt. Ein Entscheid ist erst Ende Jahr zu erwarten. CCP ficht den Entscheid des Baudepartementes an, das der APG den Zuschlag gegeben hatte. In Luzern feilt man noch am Gesamtkonzept, das Teil der Ausschreibung werden soll.

Danielle Lanz in der Eurobest-Jury

Werbefestival Die 17 Jurymitglieder des Kreativwettbewerbs Eurobest Awards 2003 stehen fest.

Werbefestival Die 17 Jurymitglieder des Kreativwettbewerbs Eurobest Awards 2003 stehen fest.Die Schweiz wird dieses Jahr durch Danielle Lanz vertreten. Die Mitinhaberin der Zürcher Werbeagentur Ruf Lanz nimmt Anfang Dezember in London an der Bewertung der Beiträge in den Kategorien «Film» und «Print & Outdoor» teil. Erstmals werden an den Eurobest Awards Preise in Gold, Silber und Bronze vergeben. Eine weitere Neuerung betrifft die Zusammensetzung der Jury: Sie wird für die Bewertung der Kategorie «Film» durch vier Produzenten oder Regisseure verstärkt.

JobChange

Anfang September übernimmt Bettina Cohen, zuletzt Leiterin Marketing und Kommunikation beim IT-Dienstleister Systor, die Leitung Corporate Communications beim Berner Technologiekonzern Ascom. Sie löst Fred Rohrer ab, der die Funktion seit März im Man

Anfang September übernimmt Bettina Cohen, zuletzt Leiterin Marketing und Kommunikation beim IT-Dienstleister Systor, die Leitung Corporate Communications beim Berner Technologiekonzern Ascom. Sie löst Fred Rohrer ab, der die Funktion seit März im Mandatsverhältnis interimistisch betreut hat. Dem Bereich Investor Relations steht weiterhin CFO Rudolf Hadorn vor….
Die Schweizer Schulthess Group fasst Marketing und Verkauf aller im Haushaltbereich tätigen Tochterfirmen unter einer Gesamtleitung zusammen. Das Amt übernimmt Hans-Peter Stamm, der auch Mitglied der Geschäftsleitung wird.
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Pierre Gwinner hat dieser Tage seine Aufgabe als Head of Marketing und Mitglied der Geschäftsleitung der Switzerland Cheese Marketing AG (SCM) aufgenommen.
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Die Marketingabteilung der Pick Pay Betriebs AG wird seit 1. August von Roland Berner geleitet. Berner übernimmt die Nachfolge von Martin Ramp, welcher als Marketingleiter zu Usego AG wechselt.
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Gleich vier neue Kollegen begrüsst das Zürcher Office von McCann-Erickson Schweiz: Pascal Meichtry, zuletzt bei Credit Suisse Financial Services für Events verantwortlich, verstärkt die Beratung. Der neue AD Fabian Esslinger kommt von der ADC/BSW-Kreativschule, Texter Nemanja Gajic absolvierte die Hamburger Texterschmiede, Grafikerin Barbara Müller ist gelernte Schriften- und Reklamegestalterin.
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Seit August ist Nils Deparade als Junior-Berater bei der Adliswiler Dialogmarketingagentur Fisch Meier Direkt. Zuvor war er Kundenberater bei MRM Partners Worldwide. Neu stösst auch Christa Steffen dazu und übernimmt den Bereich Human Resources.
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Anita Geiger und Cornelia Clavadätscher verstärken die Beratung der Zürcher Werbeagentur Bonaparte.
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Der Grafiker Steve Stoll und die Junior-Beraterin Andrea Zeep an Bord der liechtensteinischen Marketingagentur Waggner Communications.
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Die in Treibhaus Postproduction AG umfirmierte Produktionsfirma Das Werk hat sich mit dem Coloristen Roger Sommer verstärkt.

Jahrbuch der Werbung zum Vierzigsten

Seit 40 Jahren ist das Jahrbuch der Werbung das renommierte Standardwerk der Werbe- und Marketingbranche.

Seit 40 Jahren ist das Jahrbuch der Werbung das renommierte Standardwerk der Werbe- und Marketingbranche.Jetzt ist die Ausgabe 2003 erschienen, die einen Überblick über das vergangene Werbejahr im deutschsprachigen Raum verschafft. Daten und Fakten zum Werbejahr 2002 zeigen die Entwicklung in allen wichtigen Werbesegmenten auf. Insider analysieren das zurückliegende Werbejahr in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Das Buch ist bei Econ Business mit der ISBN 3-430-15023-6 erschienen. Einzelne Texte können auch über www.jdw.de eingesehen werden.

New-Business-Bibel

«Märkte sind Gespräche», lautete die erste der 95 Cluetrain-Thesen, so viele, wie Martin Luther einst ans Wittenberger Kirchenportal schlug.

«Märkte sind Gespräche», lautete die erste der 95 Cluetrain-Thesen, so viele, wie Martin Luther einst ans Wittenberger Kirchenportal schlug.Knapp drei Jahre ists bereits wieder her, dass die amerikanischen New-Economy-Priester um Web-Papst Doc Searls ihre frohe Business-Botschaft – der Forderungskatalog umfasste nebst grösserer Transparenz, Direktheit, Dezentralisierung und Fehlertoleranz auch «more (self) irony» – unters Nadelstreifenvolk zu bringen versuchten. Der mässige Erfolg dieses Reformationsversuchs ist indes weniger dessen ideeller Substanz als der sich seitdem real stetig verschlechternden Wirtschaftslage geschuldet.
Sicher, Experimentierlust muss man sich erst mal leisten können. Andererseits: Nichts wirkt lust- und kreativitätsfeindlicher, als Kosten zu drücken, ohne damit ein weitergehendes Umdenken zu verbinden. Dafür aber bietet der Ex-Bestseller immer noch den wortwörtlichen
Güterzug voller Tipps und Anregungen («cluetrain»). Zum Beispiel der Authentizitätsappell ans Marketing des 21. Jahrhunderts. Denn «bald wird uns der unmenschliche Klang von Inseraten, Spots und Broschüren so affektiert vorkommen wie die Sprache am Königshof von Ludwig dem Vierzehnten».
>Das Cluetrain Manifest: Thesen für die Unternehmenskultur im digitalen Zeitalter von Doc Searls, Rick Levine u. a. Econ Verlag, München 2000. 287 Seiten, Fr. 33.–.
(oc)

Cinecom mit Popcorn

Der Kinovermarkter Cinecom lanciert die Popcorn-Tüte als Werbeträger. Ab September werden die vier- bis achtfarbig bedruckten Tüten den Kinobetreibern landesweit kostenlos zur Verfügung gestellt.

Der Kinovermarkter Cinecom lanciert die Popcorn-Tüte als Werbeträger. Ab September werden die vier- bis achtfarbig bedruckten Tüten den Kinobetreibern landesweit kostenlos zur Verfügung gestellt.Hohe Zielgruppen-Affinität, gute Kontaktqualität und lang anhaltender Impact sind für Cinecom die Vorteile des neuen Werbevehikels. Die Mindestauflage von 50000 Stück bedeutet im Kino eine Präsenzzeit von zwei bis fünf Monaten.

Eurobest Awards neu als Edelmetall

Beim Kreativwettbewerb Eurobest Awards gibt es ab diesem Jahr Preise in Gold, Silber und Bronze zu gewinnen. Bisher wurden lediglich Siegerarbeiten aus einer Shortlist gekürt.

Beim Kreativwettbewerb Eurobest Awards gibt es ab diesem Jahr Preise in Gold, Silber und Bronze zu gewinnen. Bisher wurden lediglich Siegerarbeiten aus einer Shortlist gekürt.Bestehen bleiben die Kategorien Grand Prix für Print, Aussenwerbung und TV/Kino. Man darf gespannt sein, ob damit die Chancen auf einen Eurobest Award steigen. In den vergangenen Jahren gehörte die Schweiz zu den fleissigsten Teilnehmern, konnte aber stets nur einen und zuletzt gar keinen Preis abräumen. Die Ausschreibung des Eurobest Awards beginnt Ende August.

Film demnächst zu MediaMarkt

Kinozeitschriften Film demnächst und Avant première finden neue Vertriebspartner.

Kinozeitschriften Film demnächst und Avant première finden neue Vertriebspartner.Ab September liegen die Kinomagazine Film demnächst und Avant première aus der Genfer Quorum-Gruppe nicht nur in vielen Kinos, sondern auch schweizweit in allen 14 MediaMarkt-Filialen (14000 Exemplare) sowie bei 24 Billett-Vorverkaufsstellen von Resa+ und Tic Tec (12000 Exemplare) gratis auf. Die Auflage von Film demnächst beträgt rund 134000 Exemplare, jene von Avant première 98000 Exemplare, zusammen kommen sie auf 490000 Leser. MediaMarkt und Resa+/Tic Tec füllen für die Magazine eine Vertriebslücke, die die Post hinterlassen hat. Diese hatte die Zeitschriften seit 1998 an Jugendkontoinhaber abgegeben, den Vertrag aber auf bundesrätliche Intervention hin gekündigt. Der Grund: Die Magazine enthalten Tabak- und Alkoholwerbung. (mk)

Radio Sunshine Gold gibt Konzession zurück

Lokal-Radio Der Zentralschweizer Lokalsender Radio Sunshine verzichtet auf den Start des geplanten Kabelradios Sunshine Gold.

Lokal-Radio Der Zentralschweizer Lokalsender Radio Sunshine verzichtet auf den Start des geplanten Kabelradios Sunshine Gold.Er hat dem Bundesamt für Kommunikation die Konzession zurückgegeben. Bereits im vergangenen Herbst war das Projekt von einer sprachnationalen auf eine regionale Verbreitung zurückgestutzt worden. Den vollständigen Verzicht begründet Radio Sunshine mit den «enormen Kosten für die Verbreitung in der Zentralschweiz.

Tra(u)mkuriere

Aufgefallen Solcher Luxus ist nur in Zürich zu finden: Weil das Thermometer seit Wochen kontinuierlich über 30 Grad steigt, sind die Tramwagen der Zürcher Verkehrsbetriebe VBZ mit Klimaanlagen ausgerüstet worden.

ÖV Solcher Luxus ist nur in Zürich zu finden: Weil das Thermometer seit Wochen kontinuierlich über 30 Grad steigt, sind die Tramwagen der Zürcher Verkehrsbetriebe VBZ mit Klimaanlagen ausgerüstet worden.Das freut vor allem Velokuriere, die, ozongeplagt, in den Trams eine willkommene Abkühlung finden. Auf solche Gedanken kommt, wer das neuste Sujet der VBZ-Kampagne in der prallen Nachmittagssonne genauer betrachtet. Als das Foto realisiert wurde, hatte die Agentur Ruf Lanz noch nichts vom «Jahrhundertsommer» ahnen können. Umso weitsichtiger die Idee mit der Botschaft, dass sich Umsteigen im Stadtverkehr auch für Zürichs flinkste Verkehrsteilnehmer lohnt. «Da kommt man mit Tram und Bus dank des dichten Fahrplans nicht nur schnell ans Ziel, sondern auch unverschwitzt», meint Markus Ruf verschmitzt. Klimaanlagen bleiben auch in Zürcher Trams ein frommer Weihnachtswunsch – fürs nächste Jahr…(pan)

Kooperation statt Konzentration

Print Bevor es sich publizistisch bewähren kann, muss das «Berner Modell» ökonomisch bestehen. Einer Ausweitung des regionalen Werbemarkts bedarf es dazu nicht, glauben die neuen Bund-Vermarktungspartner Espace Media und Publicitas.

Print Bevor es sich publizistisch bewähren kann, muss das «Berner Modell» ökonomisch bestehen. Einer Ausweitung des regionalen Werbemarkts bedarf es dazu nicht, glauben die neuen Bund-Vermarktungspartner Espace Media und Publicitas.Unterschriftsreif war die Berner Variante des Stuttgarter Modells – zwei Zeitungen, die sich im Lesermarkt konkurrenzieren, fusionieren im Druck, Vertrieb und Inserategeschäft – bereits zwei Mal, zuletzt im November 1994. Seinerzeit scheiterte der Deal zwischen der damaligen Bund-Besitzerin Ringier und der Herausgeberin der Berner Zeitung (BZ) an zweierlei: den fehlenden Rücklagen der aufstrebenden Bund-Konkurrentin und deren damit verbundene Angst, das ehrwürdige Zentralorgan des Berner Patriziats selber beerdigen zu müssen und sich damit im Heimmarkt wider Willen einflussreiche Feinde zu schaffen.Achteinhalb Jahre später scheint diese Furcht verflogen. Hauptgrund dürfte die Finanzkraft der sich inzwischen zur erstaunlich krisenresistenten Espace Media Groupe (Gewinn 2002: 22,6 Millionen Franken) gemauserten BZ-Herausgeberin, aber wohl auch eine Schnäppchenofferte der rezessionsgebeutelten NZZ-Gruppe sein. Letztere war 1994 für die Berner in die Bresche gesprungen und überlässt ihnen nun die Hälfte ihrer 80-prozentigen Mehrheit am Bund. Die restlichen 20 Prozent hält weiterhin die Publicitas. Als Aktionärin und Inseratevermittlerin hat diese ein doppeltes Interesse an einer schnellen Gesundung des serbelnden Hauptstadtblatts, das ab Anfang 2004 nur mehr als Teil der BZ-Gesamtausgabe vermarktet wird – pikanterweise im Schulterschluss der «P» mit ihrer Ex-Lieblingsfeindin BZ.
Publicitas-Chef Otto Meier verspricht sich von dieser Entspannung indes keine Ausweitung des regionalen Werbemarkts. «Ein solcher Effekt würde mich zwar freuen, aber auch etwas wundern. Nach unserer Erfahrung braucht es für eine maximale Marktausschöpfung neben der publizistischen auch die ökonomische Konkurrenz.» Einfluss auf den Erfolg der neuen, mit 230000 Exemplaren erheblich auflage- und somit reichweitenstärkeren BZ-Gesamtausgabe kann die «P» einzig via Inseratepreispolitik üben. Und auch dies nur konsultativ: Das letzte Wort hat hier wie in allen übrigen Geschäften der Bund Verlags AG die Espace Media Groupe.
Auch deren CEO Polo Stäheli rechnet nicht mit einer Vergrösserung des Anzeigenvolumens per 2004, wenn die Bund-Integration abgeschlossen und operativ ist. Gegenüber der Werbewoche gibt er sich aber überzeugt, mit der erweiterten BZ-Gesamtausgabe insbesondere der nationalen Werbewirtschaft «ein unwiderstehliches Angebot» zu machen. «Gut 40 Prozent mehr Auflage für einen Aufpreis von maximal 30 Prozent», fasst Stäheli den Vorteil seines «nachhaltigen Geschäftsmodells» zusammen, das zur Finanzierung zweier Vollredaktionen alte Kosten reduzieren und zugleich neue Erträge einspielen soll – und muss.
Als Berechnungsgrundlage für den angekündigten Break-even im 2006 diente Stäheli, der «skeptisch» in die Verhandlungen mit der NZZ ging und alles haarklein durchkalkuliert haben will, der Netto-Netto-Ertrag, den der Bund im ersten Halbjahr 2003 national und lokal noch realisieren konnte. Auch Meier hält dies für «die einzig realistische, weil aktuelle Basis zur Einhaltung des Versprechens, anderthalb Zeitungen das Überleben zu sichern».
Auch «P» streicht Stellen
Für die beiden Verkaufsorganisationen lautet die Aufgabe nun Synergien nutzen. Im Gegensatz zur Espace Media hat die Publicitas bereits Know-how bei solchen Schnittstellenoptimierungen. Bei der Entstehung des Eigenregie-Titels Aargauer Zeitung (AZ) hat man laut Meier
eine ähnliche Übung veranstaltet. Und zwar mit grossem Erfolg, wie die AZ bestätigt. «Das damalige Sparpotenzial konnten wir voll ausschöpfen», meint Verleger Peter Wanner auf Anfrage. Und möchte bei der Gelegenheit klarstellen, dass er den Bund zu keinem Zeitpunkt übernehmen wollte, sondern lediglich eine Offerte für die Lieferung des AZ-Mantelteils einreichte. «Den Anstoss dazu gaben unsere Solothurner Partner bei Vogt-Schild, die den Bund gerne in ihrem Subiger Druckzentrum gedruckt hätten», so Wanner.
Für die Berner «P»-Filiale rechnet Meier mit einer Restrukturierungsphase von drei Monaten und einem Abbau von «einigen Stellen». Ursache dafür sei das Verschwinden des bislang von seiner Organisation exklusiv vermarkteten Bund vom Anzeigenmarkt. Beim Traditionstitel selbst, der als publizistische Marke weiter existiert, werden im Verlagsbereich bis Jahresende sämtliche 25 Stellen gestrichen.
Mutiert kommerziell zur BZ-Beilage: Der Bund.
Oliver Classen

Die Zürcher Unruhe

Daniel Schifferle über neue Spielräume im Lokalradiomarkt der Limmatstadt

Daniel Schifferle über neue Spielräume im Lokalradiomarkt der LimmatstadtEnergy Zürich hat schon jetzt ein kleines Wunder vollbracht: Der Zürcher Radiomarkt erhält mit einem Schlag viel neuen Spielraum. Denn die wechselseitige Umklammerung der beiden Konkurrenten Z und 24 hat die Entwicklung der Zürcher Radiolandschaft blockiert. Der zermürbende Verdrängungskampf hat die Kräfte über Jahre gebunden und Experimentierfreude gelähmt. Jetzt ist vieles möglich.Das Schönste an der aktuellen Neupositionierung: Z verschenkt die oberen 15 Jahre seiner Zielgruppe – ein attraktives Publikumspaket, das zur Neuverteilung auf dem Serviertablett liegt. Findige Radiomacher haben jetzt die Chance, vom heimatlos gewordenen Publikumssegment der 35- bis 49-Jährigen eine Scheibe zu ergattern. Aber aufgepasst, das «überzählige» Publikum des ehemaligen Z gibts nicht umsonst. Im Gegenzug will Energy Zürich jugendliche Hörer bei anderen Sendern holen – bei DRS 3 oder Radio 105.
Z hatte nichts mehr zu verlieren, das zeigen die markanten Hörerverluste der aktuellen Halbjahreszahlen. Aber auch vielen anderen Deutschschweizer Radios rannte das Publikum davon – DRS-Sender hingegen haben schon seit zwei Jahren Zulauf. Das Privatradio scheint in seiner 20-jährigen Geschichte an Begeisterungskraft verloren zu haben.
Frische Ideen sind gefragt.
Ob Energy Zürich die besten Rezepte hat, steht dahin. Die Zürcher beweisen viel Vertrauen, wenn sie der NRJ Groupe die ganze Verantwortung über das Programm übergeben.
Zurückhaltender operieren die Basler. Zwar hält NRJ auch bei Basel One (vormals Edelweiss) Anteile und ist im VR vertreten, doch beim aktuellen Relaunch kamen die Rezepte von NRJ kaum zum Zuge.
Aus Sicht des Publikums sind die neuesten Umbrüche aber zwiespältig. Energy Zürich, und noch mehr der angekündigte Jugendsender, umwerben das ganz junge Publikum – Radio mutiert in Zürich vollends zum Jugendmedium. In diesem Umfeld könnte Roger Schawinskis Vorschlag – ein Radio für die über 35-Jährigen – bald reichlich Zuspruch finden.
> Daniel Schifferle, Ressortleiter Media
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