Autor: admin
Im Sinkflug
Aussenwerbung Flughafen-Plakatstellen büssen weiter Frequenzen ein.
JobChange
Ueli Eckstein, Leiter Printmedien der Herausgeberin AZ-Medien-Gruppe, trägt neu die Gesamtverantwortung für den Verlag der AZ
Die Basler Werbeagenturen Dialog BFK und Lucky Lack Advertising
fusionieren zu Dialog Lucky Lack und werden von den Eigentümern Paul Känel, Susanne Borer (Dialog) und Patrick Lack (Lucky Lack) geführt.
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Wolfgang Mecklenburg baut die
Präsenz seiner Mediaagenturgruppe (MM+B/M&M) in Frankreich aus. MM+B Paris wurde Mitte Oktober mit der Agentur Polka Media unter der Bezeichnung MM+B (France) agence media SAS fusioniert. Polka-Inhaber Paul Cahienne hält eine Minderheit am neuen Unternehmen und sitzt mit Wolfgang und Riccarda Mecklenburg im Verwaltungsrat (VR). Claudia
Mühlebach, Leiterin MM+B Schweiz, wurde vom VR mit dem Kontakt zur französischen Schwesteragentur beauftragt.
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Die Genfer Tageszeitung Le Temps besetzt ihren Verwaltungsrat neu. Zurückgetreten sind Gilbert Coutau, Paul Miskiewicz und
Bénédict Hentsch. Neu aufgenommen wurden Verleger Michael
Ringier und Ringier-CEO Martin Werfeli. Den Vorsitz behält Stéphane Garelli.
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Ab 2004 verstärkt Leo Lüthy die Redaktion des TV-Magazins TR7. Lüthy ist seit acht Jahren als Redaktor beim SonntagsBlick tätig.
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Noch vor dem angekündigten Relaunch verlässt Chefredaktor Hannes Britschgi das Newsmagazin Facts. Neuer Chefredaktor ad interim ist Stefan Barmettler.
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Ute Pichorner wird Anfang November neue Werbeleiterin bei der Migros-Genossenschaft Zürich. Sie übernimmt die Nachfolge von Hannes Schibli, der in den Ruhestand tritt.
Korrigendum
Bei der Präsentation der neuen Anzeigentarife in der Werbewoche 38/03 («Zucker für die Anzeigenkunden») sind einige Fehler unterlaufen.
Basel kauft Toilettenhäuschen
Aussenwerbung Sieben Millionen Franken soll der Kanton Basel-Stadt für 19 neue öffentliche Toiletten und die Sanierung sieben bestehender bezahlen.
PR-Lexikon online
Im Zuge der Neulancierung von www.knobel.ch stellt die Agentur Peter P. Knobel ein Online-Nachschlagewerk mit über 100 PR-Begriffen und weiterem praxisbezogenem PR-Know-how zur Verfügung.
Nostalgie lässt Kunden näher rücken
Bankenmarketing II Eine Imagekampagne von SFLB für die Kantonalbanken setzt konsequent auf eine Karte: auf Kundennähe.
Wer Marktführer werden will, so die renommierten Unternehmensstrategen Treacy und Wiersema, dem stehen drei Wege offen: Operational Excellence, Product Leadership oder Customer Intimacy. Letzteres machte das Kundenmagazin des Verbands Schweizerischer Kantonalbanken (SVKB) vor einem Jahr zum Thema einer Ausgabe. Seit gut fünf Jahren profilieren sich die Kantonalbanken mit dem Argument Kundennähe als Kernkompetenz, um sich als Marktleader zu positionieren: Slogans wie «Die nahe Bank» (ZKB) oder «Meine Bank» (LUKB) machen dies ebenso deutlich wie der Lokalkolorit in «Ich bin ein Glarner» der GLKB. Parallel zu den unterschiedlichen Werbeauftritten der 24 eigenständigen Institute liess der SVKB in Basel die unermüdliche Geld-Trickfigur für das Image der Bankengruppe und die Konten ihrer Kundschaft arbeiten. Zwar schenkte man der emsigen Figur, die das Personal verkörpern sollte, in der zweiten Auflage eine Helferrolle, die sie näher zu den Kunden führen sollte. Doch nach zehn erfolgreichen Jahren (der Marktanteil am Inlandgeschäft liegt heute bei rund einem Drittel) tritt sie von der Werbebühne der Universalbank ab – und mit ihr die Erfinderin Wirz Werbung.
Gelebte Strategie zahlt sich aus
Das bedeute nun nicht, dass sich die Gruppe von ihrer bewährten
Strategie der Kundennähe abwende, erklärt Elisabeth Bürgin, Leiterin Marketingkommunikation des SVKB. Schliesslich attestieren ihr die Konsumenten laut Imagebarometer gerade in Sachen Sympathie, Vertrauenswürdigkeit sowie Nachhaltigkeit hohe Werte. «Wir wollten diese aber auf eine emotionalere Art umsetzen, weshalb wir uns in einem Pitch für die neue Kampagne von Spillmann Felser Leo Burnett entschieden haben.» Die Etathöhe will Bürgin nicht nennen, aber das Prestige und die nun vorliegenden drei Spots in 40- und 60-Sekunden-Version legen nahe, dass es sich um einen langfristigen und gewichtigen Auftrag handelt. Zumal er mit einem «Korb zusätzlicher Aktivitäten wie Inserate und Plakate ergänzt wird, sofern sich die auch in der Kommunikation autonomen Mitgliedinstitute für die eine oder andere Begleitmassnahme entscheiden», sagt Bürgin. Ansprechen will der VSKB mit den Geschichten in erster Linie Kunden aus dem Retail-Bereich, und in zweiter Priorität Anlage- und Firmenkunden.
In allen Filmen begegnen wir Kindern, die ihr erstes Geld verdienen, zum Beispiel mit dem Verkauf von selbst gepflückten Blumensträusschen oder mit dem Sammeln von leeren Depot-Flaschen im Fussballstadion nach dem Match. «Geschichten, wie wir sie alle kennen und in irgendeiner Form selbst erlebt haben», bringt Berater Rolf Zimmermann die Idee mit dem hohen Identifikationspotenzial auf den Punkt. Mittels des legendären KB-Kässelis leiten die Spots in die Gegenwart der einstigen Kinder über, zum Blumenladen, zum Eigenheim oder zum Transportunternehmen. Alle sind Kunden der KB geblieben. «Nicht eine quantitative, sondern eine qualitative Grösse soll ‹gemeinsam wachsen› ausdrücken», betont Elisabeth Bürgin. Was unweigerlich zu einer ähnlichen Positionierung wie in der aktuellen Raiffeisen-Banken-Kampagne führen musste. Den feinen Unterschied sieht sie trotzdem: «Die Kantonalbanken zeichnen sich durch hohe professionelle Standards im gesamten Universalbankenangebot aus, kombiniert mit einer ausgeprägten Kundennähe. Dadurch erzielen sie eine überdurchschnittliche Kundenloyalität.»
Sympathische Geschichten aus der neuen Kantonalbanken-Kampagne erinnern an die anmutigen Citterio-Spots.
Luca Aloisi
Zucker für die Anzeigenkunden
Tarife Werbeauftraggeber können sich freuen: Mehr Leistung zum selben Preis heisst die Devise zahlreicher Printmedien.
Espace Media hält VersprechenDie höheren Tarife fürs kommende Jahr werden von den Verlagen in
aller Regel mit Leistungssteigerungen begründet. Die Aufschläge bewegen sich aber meist im Bereich bis ein Prozent. Den Spitzenplatz in Sachen Tariferhöhung hält auch diesmal wieder Bon à savoir (plus 9,4 Prozent). Das Blatt bleibt damit aber unter seinem Reichweitenzuwachs von 13,5 Prozent. Die Weltwoche indes, die 40 Prozent mehr Leser ausweist, schlug ihre Preise nur um 8,5 Prozent auf und nimmt damit im Printmedienmarkt hinter dem Konsumentenmagazin Platz zwei ein. Die Schweizer Familie, die 9800 Leser gewann, erhöht ihre Preise um 6 Prozent.
Unter den Tageszeitungen fallen die Tarife der Berner Zeitung positiv auf. Trotz einer um 40 Prozent höher liegenden Reichweite hebt die Tageszeitung ihre Preise nur um 31 Prozent an. Die BZ hält damit ihr Versprechen, das sie im Sommer anlässlich der geplanten Übernahme des Bunds gegeben hatte. Immer vorausgesetzt natürlich, die Wettbewerbskommission stimmt der Fusion mit der Tageszeitung Der Bund zu.
Einheitstarife in der Romandie
Auch wenn sich das Gros der Anzeigenleiter beim Umgang mit dem Taschenrechner nahezu mustergültig verhält, gibts Titel, die
ihr Preis-Leistungs-Verhältnis verschlechtern. Zu diesen gehören vorab Westschweizer Titel, so die Ringier-Zeitschriften TV 8, L’Hebdo und Illustré, die den Einheitstarif einführen. Dies führt zumindest bei den Schwarzweissanzeigen zu Preissteigerungen von 70 bis 80 Prozent. Angesichts der unveränderten – oder im Falle von L’Hebdo gar gesunkenen – Leistung eine empfindliche Preisanpassung. Apropos Einheitstarif: Dessen Einführung überlegte man sich auch beim Beobachter, sah dann aber zu Gunsten einer getrennten Bewertung davon ab. Der Preis für schwarzweisse Anzeigen stieg mit plus 9,3 Prozent jedoch wesentlich deutlicher an als der Vierfarbentarif (plus ein Prozent).
Verteuern ihren Anzeigenraum um 8,5 (Weltwoche) und 6 Prozent (Schweizer Familie).
Brutto-Anzeigentarife für eine ganze Seite schwarz/weiss vierfarbig
Zeitungen 2004 Veränder. in % 2004 Veränder. in %
Aargauer Zeitung 13 332.– — 18 819.– —
24 heures 8 880.– + 0,9 15 800.– + 0,6
Basler Zeitung 12 012.– — 16 512.– —
Basellandschaftliche Zeitung N 5 500.– — 7 012.– —
Berner Zeitung (inkl. Bund)* 19 140.– + 31 26 871.– + 31
Blick 21 516.– + 0,6 31 614.– + 0,4
Cash 12 920.– — 17 000.– —
CASHvalue 17 000.– — 17 000.– —
Der Landbote 5 808.– + 2,3 7 938.– + 1,7
Finanz & Wirtschaft 9 900.– — 13 440.– —
Freiburger Nachrichten N 3 740.– + 1,2 4 990.– + 0,9
HandelsZeitung 8 847.60 — 12 483.60 —
La Liberté 5 236.– + 0,9 7 486.– + 0,6
La Presse Riviera-Chablais N 5 104.– + 1,8 6 754.– + 2,2
La Presse Nord Vaudois N 3 784.– + 2,4 5 684.– + 1,6
Le Matin dimanche 19 520.– + 0,6 34 700.– + 0,6
Le Matin semaine 6 650.- + 2,3 13 600.– + 2,3
Le Monde diplomatique CH 4 550.– — 5750.– – 9,4
Le Nouvelliste 5 456.– — 9 328.– + 1
Le Temps 9 300.– + 1,1 15 100.– + 1,3
L’Express 6 030.– — 9 930.– —
L’Impartial 5 490.– — 8 730.– —
Mittelland Zeitung 20 460.– — 28 794.– —
Neue Luzerner Zeitung 13 244.– + 0,7 18 554.– + 0,5
Neue Zürcher Zeitung 13 156.– + 1,7 19 756.– + 1,6
NZZ am Sonntag 13 728.– + 2,3 20 628.– + 2,2
SonntagsBlick 14 352.– — 25 468.– —
SonntagsZeitung** 18 530.– — 27 518.– —
St. Galler Tagblatt GES 11 322.– + 1,7 15 912.– + 1,2
Tages-Anzeiger 15 609.– + 0,6 24 687.– + 0,6
Thurgauer Zeitung GES 6 116.– + 1,5 8 126.– + 1,1
Tribune de Genève 8 800.– + 1,2 15 300.– + 0,7
Walliser Bote 4 455.– + 2 6 815.– + 1,3
WochenZeitung 4 550.– — 5750.– – 9,4
GratiszeitungenAargauer Woche GES 10 692.– — 11 465.– —
Baslerstab GES 10 692.– — 16 062.– —
GHI 9 548.– + 0,5 15 276.80 + 0,5
Lausanne Cités 8 194.– + 0,7 13 094.40 + 0,5
Tagblatt der Stadt Zürich 8 632.– + 1,5 9 622.80 + 1,4
BeilagenAlpha 25 741.– + 0,7 30 682.– + 0,6
Das Magazin 14 984.– — 14 984.– —
Télé Top Matin 19 150.– + 1 19 150.– + 1
TV Guide 13 000.– + 0,2 13 000.– + 0,2
* vorbehältlich der Zustimmung durch die Wettbewerbskommission
** gilt nur für 2. bis 9. Bund. Der 1. Bund ist teurer. Quelle: Umfrage Werbewoche
Markus Knöpfli
Die Guerilleros von der Publisuisse
Media Anzeigen, in denen TV-Promis frühmorgens in den Spiegel gucken und sich dabei sagen lassen müssen «Im Fernsehen sieht eben alles besser aus», kennt man schon.
Wochenendgefühle auf U1 TV Station
Fernsehen Die Marketingagentur Unimark plant ab März 2004 zwei Infotainment-Sendegefässe auf dem angekündigten Privatsender U1 TV Station.
Station. Zur Talkshow «Personalities» werden je eine Person aus Medien und Unterhaltung sowie aus der Wirtschaft und «von der Strasse» eingeladen, wie Unimark-Sprecher Christian Grass erklärt. In diesen Rahmen bettet Unimark Sonderwerbeformen wie Product Placement, Trailers und Hinweise auf weiterführende Internetangebote ein. «Weekend Feelings» besucht Firmenevents, Verkaufsshows und ähnliche Anlässe. Zur Sendung wird ein Printmagazin lanciert, das einer «etablierten Zeitschrift» beiliegen soll.
Ende der Kulturreservate
Aufgefallen Als letzte Journalistenspezies trifft der Rotstift nun auch die Edelfedern. Die Redimensionierung vieler in Selbstgefälligkeit erstarrter Feuilletons ist überfällig und zudem eine Chance zum Neubeginn.
In souveräner Unkenntnis des Geschäftsmodells hielt man die Expansion des Umfangs über jedes vernünftige Mass hinaus für einen Zugewinn an reflexiver Kompetenz, während in Wirklichkeit doch nur der einst boomende Anzeigenmarkt redaktionelles Beiwerk erforderte. Der neu gewonnene Raum wurde gefüllt mit jenen elitären Distinktionsmerkmalen, welche die führenden Feuilletons an manchen Tagen unlesbar gemacht hatten. In oft peinlicher Selbstüberschätzung stilisieren sich Autoren dort zu Generalisten, die gern von den hinteren Seiten ihres Blattes schrill dem Leitartikel oder dem Wirtschaftsteil widersprechen. Nicht der Widerspruch ist unangemessen, sondern die Ahnungslosigkeit, mit der man hier die «J’accuse»-Pose bemüht. Meinung zu allem war und ist angesagt, nicht sachkundige Analyse. Was zählt, ist die effektsichere Geste, die für ein paar Tage lang die «Diskurshoheit» sichert. Geboren wurde so das «Debattenfeuilleton», das Ansehen und Bedeutung des intellektuellen Streits mehr beschädigt hat, als das Spiesser-Ressentiments es je erreicht hätten.
Denn um ein paar Tage lang die Themen des öffentlichen Gesprächs zu setzen, war man(n) bereit, das zu verraten, wofür der Feuilletonismus eigentlich steht. Den Gipfel der Verluderung markierte ein Frankfurter Blatt, das in dieser lärmigen Aufmerksamkeitskonkurrenz selbst vor der Denunziation eines Schriftstellers nicht zurück-schreckte: Die Unfähigkeit zu lesen paarte sich da auf erschreckende Weise mit dem Willen, bis zur publizistischen Hinrichtung eines Autors zu gehen. Diese bis heute von den Urhebern trotzig gerechtfertigte Infamie hat das neue Feuilleton nachhaltig entzaubert: Es war nichts anderes als der dreiste Versuch, auch das kulturelle Leben den Prinzipien des Boulevardjournalismus zu unterwerfen. Aus der Werbung erfährt man heute mehr über den Zustand der Gesellschaft als aus abgehobenen Feuilletons. Wer an verlässlicher Kulturberichterstattung interessiert ist, hat sich deshalb längst angewidert von den Krawallfeuilletons abgewandt. Und selbst Dienstleistungen wie Literaturkritik werden kaum mehr angenommen. Ein paar Sätze mit subjektiven Geschmacksurteilen reichen, wenn sie im Fernsehen von einer glaubwürdigen Figur gesprochen werden. Und da sollen wir uns sorgen, wenn die immer noch seitenlangen Reste anmassender Belanglosig-keiten zusammengestutzt werden? Wünschen wir sie vollends zum Teufel, damit neu darüber nachgedacht werden kann, was Zeitung mit Kultur zu schaffen hat.
> Heribert Seifert schreibt
regelmässig für die NZZ über die
deutsche Medienlandschaft.
